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# Les voyageur de l’Or du Rhin - Luc-Henri Roger, IOCO Buchbesprechung, 02.03.2021
- URL: https://www.ioco.de/les-voyageur-de-lor-du-rhin-luc-henri-roger-ioco-buchbesprechung-02-03-2021/
- Published: 2021-03-01T16:00:41.000Z
- Updated: 2023-09-06T13:06:16.000Z
- Author: Julian Fuehrer
- Tags: Beethoven, Pressemeldungen & Nachrichten, Kritiken, Oper & Operette

![Les Voyageurs de L&#96;Or du Rhin / Die Rheingold-Reisenden - Buch von Luc-Henri Roger © Hugendubel ](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2021/03/luc-neu8.jpg)

Les Voyageurs de L\`Or du Rhin / Die Rheingold-Reisenden - Buch von Luc-Henri Roger © Hugendubel

# ***Les voyageur de l’Or du Rhin* *\- Die "Rheingold"-Reisenden*** 

***La réception française de la création munichoise du Rheingold de Richard Wagner -*** **Sprache französisch, Buch von Luc-Henri Roger** 

[ ***Hugendubel.de Verlag - ISBN 978-2-322102327, 22,00 €, Paperback***](https://www.hugendubel.de/de/buch%5Fkartoniert/luc%5Fhenri%5Froger-les%5Fvoyageurs%5Fde%5Fl%5For%5Fdu%5Frhin-37168481-produkt-details.html?internal-rewrite=true&ref=ioco.de)

von **Julian Führer**

Zum wagnerianischen Basiswissen gehört, dass im Jahr 1876 die ersten Bayreuther Festspiele stattfanden und dass dort ***Der Ring des Nibelungen*** uraufgeführt wurde. Wer etwas mehr in die Tiefe geht, findet heraus, dass **König Ludwig II. von Bayern** bereits 1869 bzw. 1870 Aufführungen von ***Das Rheingold*** und ***Die Walküre*** in München befohlen hatte. Kaum jemandem dürfte allerdings bewusst sein, dass wir über die Generalprobe des ***Rheingold*** 1869 mehr wissen als über die Premiere – und **Luc-Henri Roger** weiß, welche französischen Gäste in dieser denkwürdigen Probe saßen. Ihnen und vor allem ihrer breiten publizistischen Tätigkeit ist dieses Buch gewidmet.

Die Proben hatten sich in München über den Sommer hingezogen. Textbuch und Noten waren längst allgemein erhältlich, so dass bei vielen die Vorfreude stieg, endlich die Umsetzung auf der Bühne zu erleben und das Orchester dazu zu hören. Zeitungen entsandten ihre Korrespondenten, zumal in München gleichzeitig im Königlichen Glaspalast die ***I. internationale Kunstausstellung*** stattfand, über die ebenfalls berichtet werden sollte. Am 25\. August nun würde **König Ludwig II.** seinen 24\. Geburtstag feiern, und an diesem Tag sollte ***Das Rheingold*** uraufgeführt werden. **Richard Wagner** als Urheber des neuen Stückes bestand darauf, erst nach Vollendung aller vier Teile eine zyklische Aufführung durchführen zu lassen, konnte sich gegenüber dem Befehl seines königlichen Mäzens nicht durchsetzen, blieb aber demonstrativ in Luzern.

![Luc-Henri Roger / Autor  von Les voyageur de l’Or du Rhin - Die &quot;Rheingold&quot;-Reisenden © Luc-Henri Roger](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2021/03/luc-neu-2.jpg)

Luc-Henri Roger / Autor von Les voyageur de l’Or du Rhin - Die "Rheingold"-Reisenden © Luc-Henri Roger

Das Stück ist schwierig zu inszenieren, wer wollte das bestreiten. Etwa zweieinhalb Stunden ohne Musik, drei Verwandlungen zwischen den vier Szenen bei offenem Vorhang, während das Orchester weiterspielt – und entsprechend wenig Zeit für die notwendigen Umbauten, wenn die erste Szene doch *„Auf dem Grunde des Rheins“* spielt, bevor man auf eine *„Freie Gegend auf Bergeshöhen“* wechselt, bevor es in die Tiefe der Erde nach Nibelheim und von dort wieder auf die Bergeshöhen geht. Der Premierentermin war nicht zu halten, die Korrespondenten waren aber bereits angereist und berichteten abwartend und erwartungsvoll erst einmal von der Kunstausstellung. Einige von ihnen (und auch der König) erlebten am 27\. August dann die Generalprobe unter der Leitung von **Hans Richter**, dem späteren Uraufführungsdirigent des ***Ring*** in Bayreuth. Die musikalische Qualität gefiel den Anwesenden, die szenische Umsetzung wurde jedoch als katastrophal wahrgenommen. Im Publikum gab es Gelächter, die Premiere musste verschoben werden. **Richard Wagner** wurde telegraphisch informiert und eilte nach München, wurde aber nicht zum König vorgelassen. **Hans Richter** riskierte mit nur 26 Jahren seine gutdotierte Stelle am Nationaltheater und reiste ab, ebenso **Franz Betz**, der 1868 in München bei der Uraufführung ein gefeierter Hans Sachs gewesen war und nun die Partie des Wotan übernommen hatte.

Die Premiere konnte erst am 22\. September stattfinden, nachdem am Bühnenbild und vor allem an der Bühnenmaschinerie und dem Licht mit Hilfe des bewährten **Carl Brandt** aus Darmstadt nachgearbeitet worden war. Der König konnte das Werk nun erleben, die meisten Korrespondenten hingegen hatten ihren Redaktionen etwas über die Generalprobe und den folgenden Skandal geliefert und waren wieder abgereist. **Hans Richter** hatte auf seine Stelle verzichtet, als Dirigent sprang **Franz Wüllner** ein. Den Wotan sang **August Kindermann**, der bei der Generalprobe noch den finsteren Fafner gegeben hatte. Ebenfalls umbesetzt wurden *Donner, Froh, Loge, Alberich, Mime, Fasolt und natürlich Fafner; anders gesagt: Fricka, Freia, Erda, Woglinde, Wellgunde* und *Flosshilde* wurden von Sängerinnen, die die Proben miterlebt hatten, gegeben, sämtliche männlichen Solopartien waren neu besetzt worden…

Die Geschichte des französischen Wagnerismus ist schon oft und manchmal sehr genau erzählt worden, doch zeigt sich in den Berichten zur Münchener Generalprobe vieles, was die Wege der französischen Wagnerrezeption aufzuhellen beiträgt. Das Buch von **Luc-Henri Roger** enthält nun nach einer kurzen Einführung in die Werkgeschichte eine Präsentation der französischen Korrespondenten und an erster Stelle (S. 27-94) einer Korrespondentin, nämlich **Judith Mendès**, Tochter des Literaten **Théophile Gautier** (der unter anderem das Libretto für **Adolphe Adams** Ballett ***Giselle*** schrieb und über den *Club des Hachichins* mit **Charles Baudelaire** bekannt war und gemeinsam mit ihm Haschisch konsumierte). **Judith** hatte mit etwa 20 Jahren **Catulle Mendès** geheiratet, ebenfalls ein großer Wagnerverehrer. **Judith** nun hatte früh **Wagners** Bekanntschaft gesucht und unterhielt mit dessen Geliebter und späteren Ehefrau **Cosima**, die mit Wagner bei Luzern lebte, eine umfangreiche Korrespondenz.

**Judith** publizierte vor allem, aber nicht nur, in ***La Liberté***. Wirklich witzige Anekdoten über eine Reise über Luzern (mit Besuch bei **Wagner**) und Zug und über den Bodensee nach München wechseln sich ab mit engagierten, begeistert geschriebenen Artikeln, in denen **Wagner**, sein Werk und auch ***Das Rheingold*** über alle Maßen gelobt werden. Da dem französischen Publikum natürlich das Textbuch nicht geläufig war, erzählt **Judith Mendès** den Inhalt sehr präzise und am Wortlaut des Wagnerschen Textes entlang nach (S. 83-92), doch dann entfährt es ihr angesichts der Inszenierung etwas schnippisch: *„Malheureusement, les féeries du Châtelet existent; et déclarer impossible une mise en scène aussi simple que celle de l’Or du Rhin, c’est s’avouer bien facilement vaincu*.“ Also: ***Das Rheingold*** ist eigentlich ganz leicht auf die Bühne zu bringen, jedenfalls für eine Bühne wie das damals erst kürzlich eröffnete Théâtre du Châtelet in Paris…!

Die folgenden Artikel stammen von **Judiths** Ehemann **Catulle Mendès** (S. 95-181). Ebenfalls in unermüdlicher Weise publizistisch tätig für **Wagner** und sein Werk, stand er seit 1861 mit dem Komponisten in Kontakt (da war **Mendès** eben zwanzig Jahre alt), begegnet ist er ihm dann erst 1869 in Tribschen bei Luzern auf dem Weg zur Münchener Uraufführung des ***Rheingold***. Seine Berichte an die Tageszeitung ***Le National*** sind unterschiedlich lang, manchmal erschienen mehrere kleinere Artikel in einer Nummer. **Wagner** hatte mit Frankreich kein Glück; seine Pariser Zeit 1840-1842 brachte ihm keinen Erfolg. Den Prosaentwurf für den ***Fliegenden Holländer*** musste er verkaufen, um sich über Wasser zu halten, und die Pariser Oper ließ das Stück von einem anderen vertonen als **Wagner** (der trotzdem ein Textbuch und eine Partitur dazu verfasste, die dann aber erst in Dresden zur Aufführung gelangte). 1861 sollte ***Tannhäuser*** gezeigt werden, der aufgrund diverser Intrigen und nicht zuletzt **Wagners** etwas schwieriger Persönlichkeit zu einem denkwürdigen Skandal, nicht aber zu einem Erfolg wurde. 1869 aber, im Jahr des Münchener ***Rheingold***, wurde in Paris **Wagners** Frühwerk ***Rienzi*** gezeigt, und endlich wurde ihm Anerkennung zuteil. **Catulle Mendès** knüpft an diesen Erfolg an und berichtet seiner Zeitung und dem Pariser Publikum, was für ein freundlicher Mensch **Wagner** sei, der Stücke des französischen Opernrepertoires wie **Aubers** ***Muette de Portici*** und **Rossinis** ***Guillaume Tell*** lobe, **Mozart** und **Beethoven** verehre und in Tribschen in Einsamkeit und Zurückgezogenheit lebe. Dass **Wagners** langjährige Geliebte **Cosima** mit ihren Töchtern und dem wenige Wochen zuvor zur Welt gekommenen Sohn **Siegfried** ebenfalls dort lebte, ist **Mendès** natürlich nicht verborgen geblieben, doch da **Cosima** damals noch eine verheiratete **von Bülow** war, verlor er über diese etwas komplizierten Verhältnisse kein Wort. Ebenfalls mit keinem Wort erwähnte **Mendès**, dass **Richard Wagner** sein Pamphlet ***Das Judenthum in der Musik***, 1850 anonym publiziert, soeben auf Anraten **Cosimas** und anderer unter seinem Namen erneut veröffentlicht hatte, womit **Wagner** sich international wieder einmal neue Feinde gemacht hatte und woraufhin in Tribschen Drohbriefe eingingen.

Wie seine Frau **Judith** schrieb auch **Catulle Mendès** mitunter Anekdoten auf, um sein Publikum zu unterhalten – unter anderem über die Bräuche in Münchener Wirtshäusern, wo man Bier bestellt und stattdessen Kaffee serviert bekommt (oder Kaffee bestellt und stattdessen Bier serviert bekommt). Auch in seiner Zeitung erscheint dann eine lange Inhaltsangabe des neuen Stücks, etwas freier als bei **Judith**, dafür etwas stärker die Musik einbeziehend (S. 144-153). Beide allerdings heben die hypnotische Wirkung des Vorspiels zur ersten Szene in Es-Dur hervor. Aus **Mendès‘** späterem Schaffen ist außer seinem Nachruf auf **Richard Wagner** aus der Zeitung ***Gil Blas*** noch die ***Épître au roi de Thuringe*** von 1881 abgedruckt (S. 170-175), in der ein König „Friedrich II. von Thüringen“ im Schloss „Nonnenburg“ wohnt und es um die Uraufführung der Oper „Das Donaugold“ geht – natürlich ein kaum verhohlener Schmähtext auf den König von Bayern.

![Richard Wagner Denkmal im Berliner Tiergarten, zu seinen Füßen Wolfram von Eschenbach © IOCO / Rainer Maass](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/05/richard-wagner-berliner-tiergarten-foto-rainer-maassneugnaz-neu.jpg)

Richard Wagner Denkmal im Berliner Tiergarten, zu seinen Füßen Wolfram von Eschenbach © IOCO / Rainer Maass

Als dritter Franzose auf publizistischer Wallfahrt nach München wird **Auguste de Villiers de l’Isle-Adam** präsentiert (S. 183-210). Eigentlich wollte er **Judith Gautiers** jüngere Schwester heiraten, woraus dann aber nichts wurde – fast könnte man glauben, der französische Wagnerismus sei vor allem aus den amourösen Verwicklungen einer Pariser Kifferfamilie entstanden. **Villiers de l’Isle-Adam** war literarisch erfolgreich, so dass es schon früh auch biographische Arbeiten über ihn gab, unter anderem von seinem Cousin **Robert du Pontavice de Heussey** (das München und das Verhältnis zu **Wagner** betreffende Kapitel ist abgedruckt). **Villiers** publizierte seine ***Rheingold***\-Eindrücke in ***L’Universel*** – er referiert das Bühnengeschehen und den Text mit viel Enthusiasmus, aber verweist auch auf die Musik: Nach eigener Aussage saß **Villiers de l’Isle-Adam** im Münchener Nationaltheater gleich neben **Franz Liszt**, der in der Orchesterpartitur mitlas.

Es folgt **Augusta Holmès** (S. 211-226). Sie hatte mit der Familie **Gautier-Mendès** zunächst nichts zu tun – bis sie mit **Catulle Mendès** durchbrannte, der **Judith** sitzenließ, fortan mit **Augusta Holmès** zusammenlebte, mit ihr fünf Kinder hatte und ihr ganzes Vermögen durchbrachte. **Augusta Holmès** komponierte und war eine beachtliche Pianistin, der es sogar gelungen sein soll, mit dem Vortrag eigener Kompositionen am Klavier einen missgestimmten **Richard Wagner** wieder aufzuheitern. Ein Artikel in ***Le Siècle***, ein anderer in der ***Union libérale et démocratique de Seine-et-Oise*** referiert einerseits den Inhalt, lässt aber andererseits die Musikerin erkennen. Der Satz (S. 224) „Les dieux, dont la présence éclaire l’opéra du „Rheingold“, ont le calme rayonnant de statues grecques laissées dans la glace du nord“ hätte **Wieland Wagner** mit seiner archetypisch-stilisierenden Interpretation sicherlich gefallen.

Schließlich werden noch **Édouard Schuré** und die Gräfin **Muchanow** (**Maria von Nesselrode-Ehreshoven**, verheiratete **Kalergi**, in zweiter Ehe **Muchanow**), eine Schülerin ebenso **Frédéric Chopins** wie **Franz Liszts**, gewürdigt. **Maria Muchanow** publizierte in keiner Zeitung, aber schrieb viele Briefe an ihre Tochter, in denen sie sie über Neuigkeiten auf dem Laufenden hielt und die 1911 gedruckt wurden. **Cyprien Godebski** schließlich schrieb 1895 in ***La Renaissance idéaliste*** Erinnerungen an 1869 nieder, in denen viele der hier aufgeführten Personen auftreten.

Der zweite Teil des Buches enthält Zeitungsartikel aus diversen französischen Blättern. Am packendsten ist sicherlich die erste Zusammenstellung aus dem heute noch erscheinenden ***Le Figaro***, da dort mit **Léon Leroy** ein französischer Wagnerianer und mit **Albert Wolff** ein deutschsprachiger Elsässer und Wagnerfeind zwei Antagonisten ihren Zwist in den Feuilletonspalten ihres Blattes austrugen (und dafür auch den Platz zugestanden bekamen). **Albert Wolff** fühlte sich immer stärker als Franzose, zumal als 1870, nur ein Jahr später, die deutschen Staaten unter preußischer Führung gegen Frankreich Krieg führten. In Zeiten sekundenschneller Kommunikation um die ganze Welt ist es reizvoll, den Weg von Gerüchten nachzuvollziehen. Die erste Szene von ***Das Rheingold*** spielt „Auf dem Grunde des Rheins“. In ***Le Ménestrel*** wird daraus, dass die ganze Bühne geflutet werden sollte und die erhebliche Verzögerung bei den Proben nicht zuletzt darauf zurückzuführen sei, zumal die Rheintöchter im Schwimmen zu singen hätten (diese nahezu perfekte Illusion wurde dann erst bei den Bayreuther Festspielen 1983 in die Realität umgesetzt). In ***La France musicale*** wird Wagners monumentaler ***Ring***\-Zyklus philologisch etwas unsicher als „quadrilogie“ bezeichnet, ansonsten fassen die meisten Artikel das zusammen, was die anderen auch schon berichtet haben.

Über das Buch verteilt finden sich Zeichnungen von Szenenbildern der Münchener Inszenierung und Figurinen einzelner Personen. In den Anhängen sind die im Buch enthaltenen Zeitungsartikel und Briefe in chronologischer Reihenfolge aufgelistet (S. 341-345). Anschließend werden die in diesem Buch auftretenden Personen in der Reihenfolge ihres Lebensalters zum Zeitpunkt der Uraufführung präsentiert (S. 347-348). Das wirkt zunächst kurios, doch schärft es den Blick für einen Umstand: Die handelnden Personen waren außerordentlich jung! **Augusta Holmès** war 21, **Ludwig II.** und **Judith Mendès** 24, **Catulle Mendès** und **Édouard Schuré** 28, **Villiers de l’Isle-Adam** 30 Jahre alt. Fast unter die Senioren zu zählen sind daneben **Ivan Turgeniev**, der ebenfalls der Generalprobe beiwohnte (50 Jahre), und **Franz Liszt** (damals 57 Jahre). Auf S. 349 werden die Solorollen bei der Generalprobe vom 27\. August und der Uraufführung vom 22\. September gegenübergestellt. Es folgt ein Literaturverzeichnis (S. 351-355), ein Inhaltsverzeichnis und erst dann (S. 361-399) die umfangreichen Anmerkungen, in denen **Luc-Henri Roger** viele Anspielungen und Kontexte aufklärt.

**Luc-Henri Roger** hat zu den einzelnen Autorinnen und Autoren präzise recherchiert: Wenn ein Artikel eine Reaktion nach sich zieht (wie ein sarkastischer Kommentar zu den Lobeshymnen der **Augusta Holmès** in ***Le Figaro*** ein paar Tage später), wird auch diese abgedruckt. Auch wenn sich der eine oder andere Druckfehler eingeschlichen hat, ist das vorliegende Buch eine mit Fleiß und Enthusiasmus erarbeitete Leistung, die der langen Tradition des französischen Wagnerismus Ehre macht.

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