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# Karlsruhe, Badisches Staatstheater, BILANZ DER SPIELZEIT 2025/26, IOCO
- URL: https://www.ioco.de/karlsruhe-badisches-staatstheater-2/
- Published: 2026-07-29T20:07:05.000Z
- Updated: 2026-07-29T20:07:05.000Z
- Description: Trotz baubedingter Einschränkungen zieht das Badische Staatstheater Karlsruhe eine positive Bilanz der Spielzeit 2025/26: Rund 260.000 Besucher:innen, erfolgreiche Premieren, starke Kooperationen und neue Netzwerke belegen die kulturelle Strahlkraft des Hauses in herausfordernden Zeiten.
- Author: Uschi Reifenberg
- Tags: Pressemeldungen & Nachrichten

**Stabilität in bewegten Zeiten: Badisches Staatstheater zieht Bilanz der Spielzeit 2025/26 – Kooperationen verstärkt, Netzwerke ausgebaut** 

Mit einer sehr gut besuchten **Tanz-Fest-Woche** des **Staatsballett Karlsruhe**, den ausverkauften Opern ***A Midsummer Night‘s Dream*** und ***Rigoletto*** im Großen Haus sowie einer ausgebuchten Schauspielvorstellung ***Man kann auch in die Höhe*** fallen und Digitaltheater-Vorstellung von ***1984 / 2052*** im Kleinen Haus leitet das **Staatstheater Karlsruhe** den Countdown zum Spielzeitfinale ein. Die Bilanz hinsichtlich Besuchenden- und Veranstaltungszahlen am **Badischen Staatstheater** zum Saisonende der **Spielzeit 2025/26** verzeichnet insgesamt 988 Veranstaltungen; inklusive auswärtiger Gastspiele steigt die Zahl sogar auf über 1.000 Veranstaltungen. Über rund 250.000 Besuche konnte sich das **Staatstheater in Karlsruhe** in den verschiedenen Sparten inklusive Rahmenprogramm freuen, davon über 54.000 Schüler:innen und Studierende. Zuzüglich der knapp 10.000 Besucher:innen bei auswärtigen Gastspielen der Oper, der **Badischen Staatskapelle**, des **Staatsballett Karlsruhe**, des Schauspiels sowie des **Jungen Staatstheaters** konnte das Mehrspartenhaus nahezu 260.000 Menschen erreichen. Insgesamt ist eine Gesamtauslastung von 77 Prozent zu konstatieren. 

Nicht in die Statistik eingeflossen sind die rund 10.000 Menschen, die zum Spielzeitfinale die **Badische Staatskapelle** bei ***DAS FEST*** im Freiluft-Konzert Mount Klassik erleben werden, sowie die rund 1.700 Gäste von ***DER BALL*** im November 2025, den **Staatskapelle** und **Staatsballett Karlsruhe** feierlich in der **Schwarzwaldhalle** eröffneten. 

Insgesamt ist ein leichter Rückgang um rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Ursächlich dafür sind Kapazitätsbeschränkungen in der größten Spielstätte des Theaters: Im **Großen Haus** wurde seit September 2025 baubedingt die Kapazität auf 903 Plätze beschränkt, was zu einer Reduktion um rund 10 Prozent der belegbaren Plätze je Vorstellung und den vollständigen Verzicht auf Stehplätze führte, um weiterhin die baurechtliche Sicherheit des Publikums zu gewährleisten. 195 der insgesamt 988 Veranstaltungen fanden im **Großen Haus** statt – somit ein schmerzlicher Verlust angesichts der überaus großen Nachfrage bei Produktionen wie der Uraufführung ***Dracula***, den Opernproduktionen ***Lohengrin*** und ***Rigoletto***, den **Händel**\-Opern und den beliebten Sinfoniekonzerten, oder dem höchst nachgefragten Programm (wie etwa dem Weihnachtssingen) rund um den Jahreswechsel. Mindestens ebenso einschneidend wirkt sich der Verlust des Studios als Spielstätte v. a. für Schauspiel und Digitaltheater aus – anstelle von 192 Veranstaltungen in der Vorsaison fanden 11 kleine Konzert-Veranstaltungen statt (NachtKlänge, Kinderkonzert Kurt Murks und die Schrottroboter). 

„*Erfreulich ist, dass wir mit dem Studio für die Badische Staatskapelle einen längst notwendigen adäquaten Proberaum geschaffen haben, in dem allerdings nur wenige Kleinformate für Publikum stattfinden können. Die Verlegung von Produktionen an andere Spielorte wie die Insel, das Neue Entrée oder das Electric Eel konnten den Wegfall der Studiobühne aber leider nicht kompensieren*“, so Intendant **Christian Firmbach**. 

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****Johannes Graf-Hauber** (Kaufmännischer Intendant), ****Uta-Christine Deppermann** (Künstlerische Betriebsdirektorin), ****Christian Firmbach** (Intendant) © Arno Kohlem

Dennoch bewährte sich das Neue Entrée als neuer Aufführungsort u. a. für die Schauspiel-Produktionen ***All das Schöne*** und ***Debritz*** sowie für die Digitaltheater-Inszenierung ***Broadcast Yourself*** und die interaktive Gaming Reihe ***Let’s Play!***. Auch andere Reihen wie der ***Ballett-Talk***, die ***KlangÖffner*** oder die Diskussionsreihe ***#Grundrechte*** in Kooperation mit dem **SWR** etablierten das Neue Entrée weiter als Veranstaltungsort für verschiedene Formate. Als Projekt-Spielort konnte die Bar ***Electric Eel*** dank einer Kooperation erobert werden – mit der stets ausverkauften Schauspiel-Produktion ***Immer noch da***. 

„*In Anbetracht der Gesamtumstände mit knapperen Haushaltsmitteln – sowohl der öffentlichen Hand als auch der privaten Haushalte – und dem daraus resultierenden Publikumsverhalten können wir mit den erreichten Ergebnissen insgesamt zufrieden sein*“, so der Kaufmännische Intendant **Johannes Graf Hauber**. Auch wenn der Wegfall der Spielstätte **Studio** und die Kapazitätsbeschränkungen im **Großen Haus** natürlich Spuren hinterlassen. „*Besonders ist es gelungen Kooperationen in der Stadt zu verstärken und werthaltige Netzwerke für die Zukunft auszubauen*“, so **Graf-Hauber** weiter, und nennt hierzu u. a. die **Hemingway Lounge** und das **Young Classic Sound Orchestra** in Verbindung mit der **Seebühne im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe** und die Partnerinstitutionen im Netzwerk **Nachhaltige Kultur Karlsruhe** (darunter ZKM, Tollhaus oder Staatliches Museum für Naturkunde u. v. a.). 

Betriebsdirektorin **Uta-Christine Deppermann** bekräftigt die enormen Herausforderungen für einen Live-Betrieb wie das Staatstheater, in dem viele Unwägbarkeiten zu disponieren waren: „*Einige hitzebedingte Absagen im nicht klimatisierten Spielort Insel im Juni und eine kurzfristige Havarie der Brandmeldeanlage am 17.7., die den Ausfall einer ausverkauften Dracula Vorstellung im Großen Haus und eine Schauspiel-Absage im Kleinen Hauszur Folge hatte, schlagen negativ zu Buche. Ebenfalls war das Staatstheater von Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di am 19.12\. sowie am 23.1\. betroffen.*“ Auch diese schlagen sich in den Zahlen nieder mit einer abgesagten Schauspiel-Vorstellung (***Die Verlorenen***) sowie den Streik-Bedingungen angepasste Vorstellungen von ***La Bohème***, ***La Dolce Vita*** sowie ***Breaking the Waves***, die dem Publikum vorab transparent kommuniziert wurden, aber dennoch zu Stornierungen führten. 

Positiv zu erwähnen ist außerdem die weiterhin vorangetriebene Vernetzung mit der Stadt: So wurde etwa ***DER BALL*** im **Kongresszentrum Karlsruhe**, ein großes gesellschaftliches Ereignis im Festkalender des KIT-Jubiläumsjahrs 2025, durch das **Badische Staatsballett** und die **Badische Staatskapelle** feierlich eröffnet – und auch am 16\. Januar 2027 würde das **Badische Staatstheater** das Event wieder mitgestalten. Eine bleibende Verbindung zum **Karlsruher Institut für Technologie (KIT)** existiert seit Anfang des Jahres: seit 2026 können Studierende des KIT dank der neu begründeten Kooperation die Studi-Flatrate wie alle anderen Hochschulen in der Stadt nutzen. 

Kooperationen wurden zudem begründet mit dem **Filmtheater Schauburg** – die neue Reihe ***TheaterFilm*** wird sich 2026/27 fortsetzen. Ebenso fortgesetzt wird die künstlerische Kooperation mit dem **Künstlerhaus Edenkoben** in der Pfalz, und die Kooperation mit dem **Club Stadtmitte**, die Theater und After Show-Party in guter Nachbarschaft ermöglicht. Die **raumobil GmbH** aus Durlach unterstützt weiterhin mit der smarten App-Lösung *smart mobility map* (kurz: smap) eine nachhaltige Anreise zum Staatstheater, und im Rahmen der Wochen der Nachhaltigkeit 2027 vernetzen sich erneut große und kleine Kulturplayer als kreative Ressource – mit derzeit 15 Institutionen, die sich im Netzwerk **Nachhaltige Kultur Karlsruhe** organisiert haben. 

Das **Staatstheater** stellte seine Räumlichkeiten auch für Gastspiele zur Verfügung: Unter anderem war das **Deutsche Ärzteorchester** zu Gast und erwirtschaftete mit dem Benefizkonzert am 20.6\. im **Großen Haus** einen Spendenerlös von knapp 4.300 Euro für die **Diakonie Baden**. Die Spenden kommen direkt der **Vesperkirche Karlsruhe** zugute, die Menschen in Not mit warmen Mahlzeiten, medizinischer Versorgung und Sozialberatung helfen. 

Zudem konnte das **Badische Staatstheater** im zweiten Jahr der neuen Intendanz auch bei auswärtigen Gastspielen künstlerische Auftritte auf höchstem Niveau an anderen Orten präsentieren und damit insgesamt knapp 10.000 Menschen erreichen: So führten Gastspiele der Oper das Ensemble in die südkoreanische Partnerstadt Daegu, das **Badische Staatsballett** trat unter anderem in Ballettgalas in den Theatern in **Bremerhaven** und **Pforzheim** auf, und die **Badische Staatskapelle** reiste zu erfolgreichen Auftritten bei der **Landesgartenschau in Ellwangen** und zum **Schleswig-Holstein Musik Festival** nach Kiel. 

Bei den Themen Barrierefreiheit und Inklusion konnte sich das **Badische Staatstheater** sukzessive weiterentwickeln: Auch diesmal ging das **Junge Staatstheater** mit leuchtendem Beispiel voran und zeigte wie in den Vorjahren das Familienstück zur Weihnachtszeit ***Die Schneekönigin*** zusätzlich mit verschiedensprachigen Übertiteln sowie mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache und Audiodeskription (Hörbeschreibung). Dank einer Förderung konnte zudem die Produktion ***Robin Hood*** in der Insel wieder mit einem vergleichbaren barrierefreien Angebot ausgestattet werden. Für die kommende Spielzeit ist für das Familienstück ***Der Zauberer von Oz*** ein ähnliches Angebot geplant. Zudem konnte und kann sich das **Badische Staatstheater** über professionelle Unterstützung freuen: Das **Badische Staatstheater** nahm in der Spielzeit 2025/26 am Qualifizierungsprogramm „Mehr Diversität in Kultur" teil - unterstützt durch das Programm „Access Maker – Innovationshub“ von **Un-Label** aus Köln. Im Rahmen dieses Coachings entstand auch ein Filmbeitrag des Bayerischen Fernsehens für die Sendung „Sehen statt hören“, dem deutschlandweit einzigen Sendeformat für eine Taube Zielgruppe. Außerdem nimmt das **Staatstheater Karlsruhe** am Kooperationsprogramm "**Kurswechsel Kultur – Netzwerk. Richtung. Inklusion.**" der **Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg e. V.** sowie des **Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg** (ZfKT) teil und profitiert vom Austausch mit anderen Kulturinstitutionen. „*Angesichts von Kürzungen und Personalabbau wird es jedoch zunehmend schwieriger, inklusive Programmangebote umzusetzen*“, so die Theaterleitung. 

**Sparte Oper** 

Von den insgesamt 138 Veranstaltungen der Opernsparte (bei durchschnittlich 77 Prozent Auslastung) mit stabilen 79.000 Gesamtbesucher:innen erwies sich erwartungsgemäß die **Händel**\-Festspieloper ***Tamerlano*** als die einnahmenstärkste Produktion. Auch die Wiederaufnahme der **Händel**\-Oper ***Rinaldo*** brachte beste Einnahmen – wie auch die Neuinszenierung von **Wagners** ***Lohengrin*** durch das Regieteam um **Manuel Schmitt**, das mit seinem starken Regiezugriff und der eindringlichen Mahnung vor politischen Verführungsmechanismen darüber hinaus bei allen sieben Vorstellungen restlos ausverkaufte Ränge verbuchen konnte. Internationales Presseecho fand neben ***Lohengrin*** insbesondere die Wiederentdeckung von **Jean-Philippe Rameaus** Oper ***Les Boréades***, die die Programmlinie unbekannter französischer Werke fortsetzte und auch die Ballettcompagnie in hohem Maße szenisch einbezog, und insgesamt eine erfreuliche Auslastung von über 91 Prozent verzeichnete. Die charmanten **Comedian Harmonists** erfreuten sich auch in der Wiederaufnahme großer Beliebtheit, ebenso die Wiederaufnahme ***La Bohème***. Auch **Anna Dreschers** bildstarke Neuinterpretation des Opernkrimis ***Rigoletto*** sorgte für große Nachfrage. In den Genuss zweier Werke konnten auch Menschen kommen, denen der Besuch vor Ort nicht möglich war: **Francis Poulencs** ergreifendes Werk ***Les Dialogues des Carmélites*** wie auch ***Tamerlano*** wurden von SWR Kultur aufgezeichnet und in der Reihe ARD Oper gesendet. 

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****Christoph von Bernuth** (Operndirektor) © Arno Kohlem

Die Festspielleitung der **48\. Internationalen Händel-Festspiele 2026**, bestehend aus Operndirektor **Christoph von Bernuth** als Künstlerischem Leiter, der Leitenden Opern- und Konzertdramaturgin **Stephanie Twiehaus** und Orchesterdirektor **Oliver Kersken**, konnte eine noch positivere Bilanz ziehen als im Vorjahr: Im Festspielzeitraum vom 20\. Februar bis zum 8\. März 2026 wurden die insgesamt 28 Veranstaltungen von über 15.000 Menschen besucht. Dabei konnten allein die 14 Opernaufführungen und Konzerte im Großen Haus des Staatstheaters eine Auslastung von über 90 Prozent verbuchen. Darüber hinaus entwickelten sich die Festspiele zu einem wahren Fest der Countertenorstimmen: Sopranist **Maayan Licht** sorgte für ein restlos ausverkauftes Haus im Galakonzert, und die **Farinelli-Gala** versammelte erstmals fünf Countertenöre, darunter auch den Weltstar **Bruno de Sà**, der im kommenden Jahr zurückkehren wird. 

**Sparte Schauspiel** 

Die Wut, die bleibt in der Inszenierung von Oberspielleiterin **Brit Bartkowiak** avancierte auch in der zweiten Spielzeit zum Kassenschlager und sorgte in acht Vorstellungen mit begeistertem Publikum für durchschnittliche Auslastung von über 92 Prozent. Und auch eine Neuinszenierung von **Brit Bartkowiak** erwies sich als Erfolgsproduktion: ***Der zerbrochne Krug*** mit der Uraufführung des Epilogs von **Maria Milisavljević** begeisterte mit seinem Setting in einer Western-Szenerie und einer starken Präsenz der Figur der ***Eve*** nicht nur das junge Publikum und konnte sogar durchschnittlich 93 Prozent Auslastung verzeichnen. Den größten finanziellen Erfolg konnte die Uraufführung der Pop-Oper ***Geschichten aus dem Wiener Wald*** verbuchen, aber auch Publikumsliebling Anne Müller sorgte für volle Säle wie volle Kassen: Mit der Bearbeitung des jüngsten **Joachim Meyerhoff**\-Romans ***Man kann auch in die Höhe fallen*** und dem Songabend ***Showtime*** brachte sie Abgründe wie Komik gleichermaßen zum Vorschein. Insgesamt erreichte die Schauspielsparte (mit 195 Vorstellungen bei 72 Prozent durchschnittlicher Auslastung) weit über 32.000 Menschen – trotz Wegfall der Spielstätte **Studio** und zehn gespielten Vorstellungen weniger gegenüber dem Vorjahr im **Kleinen Haus**. 

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****Brit Bartkowiak** (Oberspielleiterin Schauspiel) © Arno Kohlem

**Sparte Ballett** 

Große Investitionen zahlen sich aus – die aufwändige Neuproduktion ***Dracula*** übertraf im **Badischen Staatsballett** alle Erwartungen: Zehn Vorstellungen und eine Soirée vor vollständig ausverkauftem Haus sind die Bilanz für das eindrucksvolle Gesamtkunstwerk in der Choreografie von **Kenneth Tindall** mit der Originalkomposition von **Alexandra Harwood**, live interpretiert von der **Badischen Staatskapelle**, und sprechen eine deutliche Sprache. Ganz offensichtlich hat die Leitung des Staatsballetts hier den richtigen Riecher bewiesen – umso mehr schmerzte die Absage der Vorstellung am 17.7\. aufgrund des Ausfalls der Brandmeldeanlage. Im Januar 2027 wird die Produktion wiederaufgenommen. Die einzige Produktion, die ***Dracula*** auf der Beliebtheitsskala im Durchschnitt ganz knapp den Rang ablaufen konnte, war die Wiederaufnahme des Märchenklassikers ***Das Mädchen & Der Nussknacker*** in der Neuinterpretation von **Bridget Breiner** – dies war auch die einnahmenstärkste Veranstaltung, gefolgt von der Ballettgala als Highlight der Ballettsaison. Die Ballett-Sparte erreichte in 55 Vorstellungen (Auslastung 82 Prozent) insgesamt 37.500 Menschen. 

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****Raimondo Rebeck** (Ballettdirektor), ****Kristina Paulin** (Stellvertreterin des Ballettdirektors, Ballettmeisterin und Hauschoreografin) © Arno Kohlem

**Sparte Konzert** 

105 Konzertveranstaltungen von opulent besetzter Sinfonie bis zum intimen Kammerkonzert bot das Konzertprogramm der Badischen Staatskapelle. Das traditionsreiche Orchester und sein GMD **Georg Fritzsch** konnten wieder einmal ihre Expertise in der Interpretation großer Werke der Spätromantik beweisen und stellten mit dem **7\. Sinfoniekonzert** den Besucher:innenrekord über alle Sparten hinweg auf: In diesem Sinfoniekonzert setzten sie mit der mitreißenden Interpretation von **Gustav Mahlers** monumentaler **Sinfonie Nr. 3 d-Moll** ein Ausrufezeichen – mit über 100 Minuten Spieldauer eine der längsten Sinfonien der Musikgeschichte, und mit über 100 Personen im Orchester, einer Alt-Solistin und zwei Chören eine der größtbesetzten und schillerndsten Partituren der Spätromantik. Einnahmenstark war auch das **Neujahrskonzert**, und überwältigend große Nachfrage zeigte sich auch beim **2\. Sonderkonzert** mit **Tom Gaebel**, bei dem die Staatskapelle in einer gemeinsamen Hommage an **Frank Sinatra** erneut ihre Vielseitigkeit bewies. Dass auch das Engagement hervorragender Solist:innen eine wichtige Rolle spielt, erwies sich im **5\. Sinfoniekonzert**: Der preisgekrönte Münchner Cellist **Maximilian Hornung** sorgte mit seiner Interpretation des **Cellokonzert e-Moll op. 85** von **Edward Elgar** in Kombination mit **Beethovens** **7\. Sinfonie** für ausverkaufte Ränge. Insgesamt erreichte die Konzert-Sparte 37.000 Menschen (Auslastung 77 Prozent). 

**Sparte Junges Staatstheater** 

Das **Junge Staatstheater** hält den Rekord der meisten Veranstaltungen der Spielzeit: in stolzen 283 Veranstaltungen konnten Kinder, Jugendliche und Familien anspruchsvolles, zeitgemäßes und auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Theater erleben. Das **Junge Staatstheater** bespielte neben der Hauptspielstätte **Insel** auch das **Kleine Haus**, und brachte vor allem mit zahlreichen mobilen Aufführungen in Schulen oder Kitas junge Menschen mit Theater in Berührung. Besucherstärkste Produktion war erwartungsgemäß das Familienstück zur Winterzeit – in dieser Spielzeit wurde ***Die Schneekönigin*** nach **Hans Christian Andersen** in der Inszenierung von Spartenleiterin **Nele Tippelmann** gezeigt. Im **Kleinen Haus** begleiteten über 18.000 Zuschauer:innen in 61 Vorstellungen die junge Heldin ***Gerda*** auf ihrer abenteuerlichen Reise zur Rettung ihres besten Freundes ***Kai*** – die durchschnittliche Auslastung lag bei rund 87 Prozent. In der Beliebtheit ungebrochen, und diesmal an erster Stelle: Die Wiederaufnahme von **Martin Kindervaters** Inszenierung von **Dürrenmatts** schwarzer Komödie ***Die Physiker*** – diesmal im **Kleinen Haus**. Auch die Wiederaufnahme ***Die Welle*** nach dem berühmten und bedrückend aktuellen Roman von **Morton Rhue**, ebenfalls in der Inszenierung von **Martin Kindervater**, blieb ein Renner beim jugendlichen Publikum. Insgesamt erreichte das **Junge Staatstheater** 37.000 Menschen (Auslastung 80 Prozent). 

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****Nele Kathlen Tippelmann** (Leitung Junges Staatstheater), ****Jannika Erdmann** (Dramaturgin Junges Staatstheater) © Arno Kohlem

**Bereich Digitaltheater** 

Die zunehmende Digitalisierung der Welt und ihre Auswirkungen als verhandeltes Thema einerseits, und digitale Kunst als Darstellungs- und Gestaltungsmittel andererseits verschmolzen im inzwischen etablierten Digitaltheater erneut zu einer spannenden Mischung. In Kooperation mit der **Sparte Schauspiel** wurden zwei spannende Produktionen realisiert: Die Spielzeit begann mit der Inszenierung ***Broadcast Yourself*** – Ein Theaterstück wie ein einsamer Abend am Smartphone, die das Neue Entrée als Spielort etablierte. Der Abend nahm das Phänomen YouTube in den Blick, das mit über 20 Milliarden selbst gedrehten Videos das größte Archiv der modernen Menschheit bildet, und zeigte ein ebenso unterhaltsames wie schonungsloses Porträt unserer Gesellschaft. Der dystopische Abend ***1984/2052*** von **Kevin Barz** und **Anna Teresa Schmidt** nach **George Orwells** Romanvorlage konzentrierte sich in der Neufassung auf die digitale Revolution mit ihren technischen Möglichkeiten und spann unser dauerüberwachtes Leben weiter in ein Jahr 2052\. Nicht nur aufgrund hoher Nachfrage, sondern auch aufgrund seiner schmerzlichen Aktualität wird dieser Abend weiter im Programm bleiben. Die im Programm Zero - Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes geförderte Stadtoper ***Paradise Found*** ging darüber hinaus in die zweite Runde. Zu den sechs Episoden der klimaneutralen Mitmachoper aus Interviews mit Karlsruher:innen gesellten sich weitere sechs, ebenfalls zu sehen in den himmelblauen, über den Stadtraum verteilten Mixed-Reality-Stationen. Ab Mai wurde im Rahmen der Wochen der Nachhaltigkeit ein interaktiver Audiowalk entlang der Stationen angeboten, am Ende der Spielzeit das Projekt mit einer Abschlussveranstaltung verabschiedet. Das **Digitaltheater** nimmt aus diesem Projekt nicht nur Erfahrung in der Realisation klimaneutraler Projekte mit, sondern auch zahlreiche Kontakte zu anderen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen der Stadt, die auch in Zukunft weiter gepflegt und genutzt werden. Ein konkretes Beispiel: In der neuen Spielzeit wird das Digitaltheater die Neuproduktion ***Karneval der Tiere*** im **Staatlichen Museum für Naturkunde** zeigen. 

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****Kevin Barz** (Leiter Digitaltheater), ****Anna-Teresa Schmidt** (Dramaturgin Digitaltheater) © Arno Kohlem

**Theaternahes Rahmenprogramm und sonstige Veranstaltungen** 

Zu Veranstaltungen im theaternahen Rahmenprogramm zog es in diesem Jahr knapp 17.000 Menschen; etwa die Hälfte davon hatte das **Theaterfest** zum Spielzeitstart neugierig gemacht. Zum theaternahen Rahmenprogramm zählen u. a. auch verschiedenen Formate der Abteilung Kunst + Vermittlung für junges Publikum: die **Lese-Inseln** an verschiedenen Orten im Stadtraum, die **Sneaks** für Junges Publikum, zahlreiche Workshops, Theaterlabore und andere Beteiligungsformate. Bei sonstigen Veranstaltungen sorgten nicht nur die Galas zum Spielzeitbeginn und -abschluss sowie Talk-, Einführungs- und Mitmach-Formate für eine Zahl von insgesamt über 5.100 Besuchende: In Bezug auf Theaterführungen hinter die Kulissen oder Baustellenführungen durch das Neue Kleine Haus (Modul 1) überstieg die große Nachfrage erneut nahezu die Kapazitäten – insgesamt gut 3.200 Besuchende wollten das **Staatstheater** auf diese Weise für sich entdecken. 

**Ausblick** 

**Theaterfest am 19.9\.** 

Die Spielzeit wird ab 11 Uhr eröffnet mit dem **Theaterfest**, bei dem sämtliche Mitarbeitenden des **Staatstheaters** einen ganzen Tag lang für alle Altersklassen ein abwechslungsreiches Programm aus Kunst und Musik, mit spannenden Einblicken und interessanten Begegnungen bieten. Drinnen, draußen, überall\*. Am Abend gewährt die Spielzeit-Preview im **Großen Hau**s erste Eindrücke von dem, was das Publikum alles in der **Saison 2026/27** erwartet – moderiert von Intendant **Christian Firmbach**: ***Vorhang auf!*** Und im Anschluss wird ab 21 Uhr weitergelacht und getanzt, denn im **Kleinen Haus** starten wir aus feierlichem Anlass eine Party: ***DANCE!*** 

Das Theaterfest hält für alle Generationen ein spannendes Programm bereit: 

• Öffentliches Balletttraining, öffentliche Proben von Oper und Ballett, Pyrotechnik-Show, Kostüm- und Maskenversteigerung, Opernensemble und Korrepetitor:innen stellen sich vor 

  
• Mitmach-Programm: große Opern-Rateshow, Dirigierkurs mit GMD Georg Fritzsch, Mitsingchor des Badischen Staatstheaters, Let’s Play! mit Mario-Kart-Edition, Tanzworkshop zu Dracula, Fragerunde mit Intendant Christian Firmbach, Schauspieler:innen lesen mitgebrachte Texte des Publikums 

• Theaterführungen, Baustellenführungen & Workshops 

  
• Kinder- & Familienprogramm mit Zaubershow, Schmink- und Verkleidungs-Ecke, Fotobox, Hüpfburg, Instrumente basteln und einer Rallye mit dem Jungen Staatstheater   

• Infostände und Aktionen von Kooperationspartner:innen, Initiativen und Verbänden aus der Stadt   

• Speisen & Getränke vom Imbiss über Süßspeisen bis zum Fine Dining   

• … und vieles mehr 

\* Alle Veranstaltungen tagsüber sind am 19.9\. kostenfrei. Theaterführungen, Baustellenführungen und die Kreativwerkstatt kosten 5 Euro, die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Für die weiteren Workshops wird lediglich ein Gratis-Ticket benötigt. Buchbar am 19.9\. ab 10 Uhr im Webshop, telefonisch oder an der Tageskasse im K. Für die Veranstaltung Vorhang auf! werden Eintrittskarten benötigt (16 Euro / erm. 8 Euro), ebenso für die Partynacht im Kleinen Haus DANCE! (5 Euro). 

**Vorverkauf und erste Premieren** 

Der Vorverkauf der gesamten neuen Spielzeit ist bereits gestartet. Tickets können online, telefonisch oder bei unserem Team vom Kartenservice vor Ort im K. erworben werden. Spannende Premieren erwarten das Publikum: Im Musiktheater eröffnet **Andrew Lloyd Webbers** Erfolgsmusical ***Sunset Boulevard*** mit den internationalen Musical-Stars **Filippo Strocchi** und **Vasiliki Roussi**. Die Schauspiel-Uraufführung *Das Prinzip Hoffnung* verwandelt das große Werk des Philosophen **Ernst Bloch** in ein Stück Postgenre-Musiktheater, und das **Staatsballett** startet mit einer Neukreation der ***Cinderella*** Geschichte für Kinder und Familien. Das junge Staatstheater erzählt in der Uraufführung ***familienalbum.karlsruhe*** ein Stück jüdischer Stadtgeschichte, das Digitaltheater macht einen nächtlichen Ausflug ins Naturkundemuseum mit ***Karneval der Tiere***, und das Konzertprogramm beginnt mit Highlights wie **Dvořáks** Sinfonie „***Aus der neuen Welt***“ im **1\. Sinfoniekonzert**.

## [**Vorschau des Programms von September und Oktober: Link hier**](https://www.staatstheater-karlsruhe.de/media/docs/monatsspielplan-september-oktober-2026.pdf?ref=ioco.de)

## [**Homepage des Staatstheaters: Link hier**](https://www.staatstheater-karlsruhe.de/index.php?ref=ioco.de)