Hamburg, Musikgemeinde Harburg, Brahms Trio Hamburg – Klein, Mendelssohn, Brahms, Mozart, IOCO Kritik, 25.03.2019

Friedrich Ebert Halle Hamburg © Musikgemeinde Harburg e.V.

Friedrich Ebert Halle Hamburg © Musikgemeinde Harburg e.V.

Friedrich Ebert Halle Hamburg

Furioses Brahms Trio Hamburg

Komponisten des 20. Jahrhunderts treffen auf Mendelssohn, Brahms, Mozart

von Patrik Klein

Auch als lange in Hamburg lebender Kulturinteressierter entdeckt man doch immer wieder neue Spielstätten, an denen spannende Musikabende zu erleben sind. Die Musikgemeinde Harburg e.V. veranstaltet Konzerte mit den großen Orchestern dieser Stadt, wie dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem Ensemble Resonanz, dem NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg und den Symphonikern Hamburg. Zudem kommen weitere Künstler mit kammermusikalischen Abenden in das Haus nahe der berühmten Technischen Universität. Genutzt wird dort am Standort Harburg südlich der Elbe, die Friedrich-Ebert-Halle, die mit einem etwas spröden Charme einer großen Schulaula daherkommt. 1929 gebaut, gehört die Halle zu den großen Konzerthallen in Norddeutschland. Nur 20 Minuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt, bietet der 2014 umfassend denkmalgerecht sanierte Konzertsaal Platz für rund 1.100 Besucher und ist bekannt für seine herausragende Akustik.

Hübsch drapierte Strelitzien auf beiden Seiten der Bühne, zur linken Seite eine kleine fest installierte Orgel und zur rechten ein kubistisch anmutender riesiger Wandteppich im ovalen, mit einem Rang versehenen Zuschauerraum, der an diesem Abend nahezu ausverkauft war, schmücken die mit Klavier im Zentrum stehende Bühne, auf der nun das Brahms Trio Hamburg mit Solveigh Rose (Violine), Clemens Malich (Violoncello) und Camille Lemonnier (Klavier) Musik und Briefe von Johannes Brahms, Hanns Eisler, Gideon Klein und Felix Mendelssohn vortragen. Auf dem Programm standen:

Gideon Klein:   Duo für Violine und Violoncello
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Klaviertrio Nr. 1, d-Moll op.49
Hanns Eisler: Duo für Violine und Violoncello op. 7, 1 und
Johannes Brahms: Trio Nr. 2 C-Dur für Klavier, Violine und Violoncello, op. 87

Komponieren ist nicht nur ein handwerklicher, sondern überwiegend ein kreativer Akt. Menschen mit ihren Biographien und Emotionen stehen hinter den Kompositionen. So ermöglichten kurze, treffend ausgewählte Auszüge aus Biographien oder Briefen, vorgetragen vom Cellisten Clemens Malich, ein dem Zuhörer tieferes Verständnis der vorgetragenen Werke.

Gideon Klein wurde nur 26 Jahre alt. Über ihn erfährt der Zuhörer, dass er hochmusikalisch war und bereits sehr früh komponierte. Dabei nutzte er die 12-Tonmusik als Kompositionsgrundlage. Gideon Klein schrieb sein Duo für Violine und Cello im Jahr 1941. Im Dezember 1941 wurde er nach Theresienstadt deportiert. Dort konnte er, jedoch in anderem Kompositionsstil weiterarbeiten und Kinder musikalisch unterrichten, bevor er 1945 in Auschwitz verstarb.

Das Duo für Violine und Violoncello blieb unvollendet: es bricht nach dem 40. Takt des zweiten Satzes ab. Der erste Satz (Allegro con fuoco) in klarer Sonatenform deutet auf ein mindestens dreisätzig geplantes Werk hin, doch auch als Fragment ist das Stück beeindruckend. Es herrscht ein feiner transparenter Klang im Saal. Cello und Violine harmonieren prächtig in den disharmonisch wirkenden Klängen der Komposition. Im Kopfsatz wechseln einander kompakter Duosatz, melodische Passagen der Geige und Imitationen geschickt ab; das Lento (2. Satz) offenbart die Fähigkeit des jungen Komponisten, aus folkloristischen Wurzeln heraus Stimmungen zu erschaffen – mährische Volkslieder in expressiver Neudeutung. Als nach einem kurzen Schnitt des Brahms Trios dann plötzlich das Klavier einsetzt, spürt man, dass sich der erste Satz von Felix Mendelssohn: Klaviertrio Nr. 1, d-Moll op.49, Molto allegro ed agitato „attacca“ angeschlossen hat.

Friedrich Ebert Halle / Brahms Trio Hamburg © Evelina Kislych

Friedrich Ebert Halle / Brahms Trio Hamburg © Evelina Kislych

In der Saison 1840 brachte Mendelssohn im Gewandhaus sein erstes Klaviertrio in d-Moll zur Uraufführung. Das Trio löste größte Begeisterung aus: „Es ist das Meistertrio der Gegenwart, wie es auch die von Beethoven und Franz Schubert waren; eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird.“ So rezensierte Robert Schumann das Werk. Für das Harburger Publikum wurde hier aus Mendelssohns Brief an seine Mutter rezitiert, an dessen Ende Mendelssohn den Wunsch setzt, doch „recht fröhlich“ zu bleiben.

Dieser erste Satz ist ein stürmisches Molto Allegro agitato, dessen Thema in sprudelnde Klänge des Klaviers gehüllt wird. Dieser Kopfsatz „versöhnt“ die klassische Sonatenform und den romantischen Ausdruck mit den Mitteln einer „unendlichen Melodie“. Das Hauptthema ist ebenso klar konturiert wie von romantischer Stimmung durchdrungen. Das Klavier löst sich bald aus dem rauschenden Klanggrund des Anfangs und streut in den Dialog der Oberstimmen einige von jenen brillanten Passagen ein, die Mendelssohns Klaviertrios und -konzerte bis heute zur Herausforderung machen.

Andante. con moto tranquillo (2. Satz) und Scherzo. Leggiero e vivace (3. Satz) tragen die für Mendelssohn typischen Charaktere Lied ohne Worte und Elfenreigen. Das Andante beginnt mit einem wehmütig zarten Thema. Es wird im Mittelteil ins Elegische gewendet, in der Reprise durch Pizzicatobässe variiert und in der Coda in eine Wellenbewegung der Streicher eingetaucht. Dass die Welt der Waldgeister im Scherzo nicht zur Konvention erstarrt, hängt mit dem quicklebendigen Kontrapunkt zusammen. Das Finale. Allegro assai appassionato (4. Satz) mit seinem an Beethoven angelehnten Thema zeigt die Unbefangenheit, mit der Mendelssohn das romantische „Finalproblem“ löste. Mendelssohns Werk wird von den drei Musikern in äußerst präziser, harmonischer und leidenschaftlicher Weise aufgeführt. Man spürte förmlich die große Lust, die Fröhlichkeit und Lebensfreude der Komposition auszuleben und darzubieten.

Nach der Pause stand zunächst Hanns Eislers Duo für Violine und Violoncello op. 7, 1 auf dem Programm. Diese 12-Ton Komposition Eislers wird über biographische Aussagen und einen Brief an seinen Lehrer Arnold Schönberg, in denen Eislers schwieriger, sprunghafter Charakter zum Ausdruck kommt, für die Zuhörer veranschaulicht. Bei dem kleinen zweisätzigen Duo handelt es sich um Sonatensätze, die von rondohaften Konturen überlagert werden. Die hierin enthaltenen akademischen musikalischen Formen werden von Eisler ihrer Ernsthaftigkeit beraubt.

Im ersten Stück werden die Themen durch die beiden Instrumente repräsentiert. Das fast tänzerische, von der Violine intonierte Thema des Hauptsatzes ist aus symmetrischen viertaktigen Elementen gebaut. Das knappe, melodisch aber weitausschwingende Thema des Seitensatzes ist dem Cello zugeordnet. Alles, was an motivischer Arbeit in diesem Stück geleistet wird, spielt sich gedrängt aber unauffällig zwischen den beiden Instrumenten ab. Die abschließende Coda, zunächst wild, dann schnell sich wandelnd, lässt das Stück wieder mit den Anfangstönen enden. Violine und Cello wirken kratzend frech, dunkel rauschend, zupfend im Einklang miteinander. Der Sonatensatz des zweiten Stücks ist weniger offensichtlich. Es überwiegt ein virtuoser improvisatorischer Charakter, bei dem die Einfälle durcheinanderpurzeln und sich gegenseitig die Hand reichen. Auch hier laufen Cello und Violine zu Höchstform auf.

Über Johannes Brahms Trio Nr. 2 C-Dur für Klavier, Violine und Violoncello, op. 87 erfahren wir von Clemens Malich aus Briefen Clara Schumanns, welche Rolle Brahms als Freund in der Familie Schumann spielte.

Wie im Klavierkonzert beginnt der erste Satz (Allegro) kraftvoll mit einem lakonisch knappen Hauptthema. Es wird sogleich in ein harmonisches Spiel verstrickt und von träumerischen Klangfeldern abgelöst. In dieser Weise schweifen die Themen immer wieder ab und verwandeln sich unversehens in Neues. Hier erscheinen viele Teile auch unisono. Dem Hauptthema wird eine neue schwärmerische Note abgewonnen. Dazwischen verebbt die Energie immer wieder in kleinen Kadenzen, Generalpausen oder träumerischen Momenten.

Der zweite Satz (Andante con moto) mit Variationen gilt als der schönste und dankbarste Satz des Werkes. Hier wirkt das Spiel der drei Instrumente emotionaler, melancholischer und trauriger. Die Streicher spielen, vom Klavier wie von einem Zymbal begleitet, ein ungarisches Thema von leidenschaftlicher Formgebung, das mit einem fragenden Halbschluss endet. In den ersten beiden Variationen wird es vom Klavier erst in eine zögerliche Geste verwandelt, dann in eine Art Nocturne. In der dritten Variation haben die Streicher ihren erregten Ausbruch, in der vierten weicht er einem lieblichen Durgesang. Die Schlussvariation gibt dem Cello Raum für eine herrliche Kantilene. Hier endlich wird das Thema auch dann harmonisch geschlossen.

Der dritte Satz (Scherzo. Presto) wirkt wie eine Fantasie, in der der schnelle Anschlag des Klaviers höchste Anforderungen an die Pianistin stellte, die sie meisterhaft umsetzte.

Der vierte Satz (Finale. Allegro giocoso) wird von Brahms genüsslich ausgekostet und der Pianistin dabei genügend Gelegenheit verschafft, mit „Schlagen, Stoßen und Grabbeln“ auf dem Flügel zarte Seelen zu verschrecken. Die unbarmherzig konsequente Durchführung der Motive gipfelt in einem Schluss von großartiger Klangfülle.

Die musikalische Gestaltung und damit auch die Interpretation der Kompositionen auf dem biographisch, emotionalen Hintergrund ist den Interpreten des Brahms Trio Hamburg herausragend gelungen. Das Zusammenspiel, gerade auch bei der 12-Tonmusik erforderte ein hohes Maß an Präzision und musikalischem Einfühlungsvermögen.

Das Publikum in der fast ausverkauften Friedrich-Ebert-Halle bedachte das Konzert mit stürmischem Beifall, welcher die Künstler dazu bewog, noch einmal einen Komponisten des 20. Jahrhunderts, Mieczyslaw Weinberg mit dem Klaviertrio (Toccata) und zum Abschluss ein paar Klänge aus einem Mozart Trio als Zugabe zu geben.

Friedrich Ebert Halle / Brahms Trio Hamburg © Patrik Klein

Friedrich Ebert Halle / Brahms Trio Hamburg © Patrik Klein


Das Debut des Brahms Trios Hamburg fand 2017 im Großen Saal der Elbphilharmonie statt. Mit großer Hingabe und Leidenschaft widmen sich seitdem Solveigh Rose, Camille Lemonnier und Clemens Malich dem gemeinsamen Musizieren und Konzertieren.

Solveigh Rose, Violine, studierte u. a. beim ehemaligen Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, Thomas Brandis, und gehört zu den ersten Violinen des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Neben ihrem Engagement als Orchester- und Kammermusikerin widmet sich Solveigh Rose intensiv der Nachwuchsförderung als Violinpädagogin, nicht zuletzt im vielfach ausgezeichneten Educationprojekt von The Young ClassX.

Die deutsch-französische Pianistin Camille Lemmonier studierte zunächst in Nürnberg Klavier, bevor sie ihren Master in Liedbegleitung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg mit der Bestnote 1,0 abschloss und der Einladung nachkam ihre Studien an der renommierten Guildhall School for Music and Drama in London fortzusetzen. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, wie des Wettbewerbes „Piano ohne Grenzen“ und zuletzt des Gustav Mahler Liedwettbewerbs und Stipendiatin der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now. Sie lebt und arbeitet in London.

Clemens Malich am Violoncello wurde zwar in Freising bei München geboren, verbrachte aber einen Großteil seiner Kindheit in Istanbul. Nach Studien in München, Hamburg und London wurde er mit 29 Jahren als einer der jüngsten Professoren Deutschlands an die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg berufen, wo er seither Violoncello, Methodik und Didaktik, sowie Hochbegabte unterrichtet. Neben seiner solistischen Tätigkeit dirigiert er das Felix Mendelssohn Jugendorchester, mit dem er u.a. mit dem Europäischen Nachwuchsorchesterpreis ausgezeichnet wurde. Sie spielten unter seiner Leitung bereits in Sälen wie der Philharmonie Berlin, dem Dvorak und Smetana Saal in Prag und auf Einladung der Elbphilharmonie in den Eröffnungswochen als erstes Jugendorchester weltweit im Großen Saal der Elbphilharmonie.

Zu dem Programm des Abends ist auch eine CD im Handel erhältlich.

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Stavanger, Junges Piano-Trio begeistert: 26. Kammermusikfestival in Stavanger, August 2016

Kurztext : „Das wirkliche Highlight des diesjährigen Festivals waren die Aufführungen des Trios Isimsiz, einem jungen Piano-Trio aus London, das seit 2009 existiert. Die drei Musiker spielen auf erstaunlich hohem Niveau und präsentieren ein Ensemble-Zusammenspiel, wie es sein soll.“

Stavanger Kammermusikfestival / Christian Ihle Hadland (Piano) Jan Bjøranger (Violine) Lars Anders Tomter (Viola) Clemens Hagen (Cello) © Peter Adamik / ICMF

Stavanger Kammermusikfestival / Christian Ihle Hadland (Piano) Jan Bjøranger (Violine) Lars Anders Tomter (Viola) Clemens Hagen (Cello) © Peter Adamik / ICMF

Kammermusikfestival

Ensemble-Spiel mit Zukunft

Junges Piano-Trio:  26.  Kammermusikfestival in Stavanger

Stavanger Kammermusikfestival / Artistic Director - Christian Ihle Hadland and Associate Artistic Director Jan Bjøranger © Peter Adamik / ICMF

Stavanger Kammermusikfestival / Artistic Director – Christian Ihle Hadland and Associate Artistic Director Jan Bjøranger © Peter Adamik / ICMF

Auf gewohnt hohem Niveau hat die norwegische Stadt Stavanger ihr 26. Kammermusikfestival ausgerichtet.

Festivaldirektor Christian Ihle Hadland hatte dieses Jahr bei der künstlerischen Leitung neue Unterstützung durch den Violinisten Jan Bjøranger. Das jährliche Festival, das für sein hochmotiviertes Publikum und seine Gastfreundschaft bekannt ist, ging erstmals ohne Festival-Motto und den Zusatz “International” im Namen an den Start.

Christian Ihle Hadland selbst zeigte wieder einmal mehrere erstklassige Aufführungen, von komplexen Kompositionen von Francois Couperin bis zur Klaviermusik des australischen Komponisten Percy Granger, die noch nie auf diesem Festival zu hören war.

Die Violinistin Karen Gomyo und Ihle Hadland, ein solides Duo, präsentierten Mozarts KV 379 Sonate in G –Dur und Schumanns zweite Violinsonate, Opus 121 in D-Moll.

Mit Bandoneon-Spieler Per Arne Glorvigen leistete ein weiterer Norweger einen großen Beitrag zum Festival. Die Festspielbesucher kamen nicht nur in den Genuss seiner virtuosen und vielfältigen Bandoneon-Interpretationen, sondern auch seines Talents als Komponist. In seinem “Doppelkonzert für Cello, Bandoneon und Streichorchester” zeigte Glorvigen seine Fähigkeit, mit Klängen zu spielen und sein originelles natürliches Verständnis von Instrumentierung.

Der Cellist Andreas Brantelid glänzte in diesem Werk als Solist und im Verlauf des Festivals waren ihm einige weitere sehr berührende musikalische Momente zu verdanken; so wie auch der großartigen Cellistin Natalie Clein.

Trio Isimsiz © Kaupo Kikkas

Trio Isimsiz © Kaupo Kikkas

Das wirkliche Highlight des diesjährigen Festivals waren die Aufführungen des Trios Isimsiz, einem jungen Piano-Trio aus London, das seit 2009 existiert. Die drei Musiker spielen auf erstaunlich hohem Niveau und präsentieren ein Ensemble-Zusammenspiel, wie es sein soll.

Die Musiker passen nicht nur sehr gut zusammen, sondern zeigten bei ihrer Interpretation von Werken von Schubert und Schumann auch ihre großartige Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren und spontan aufeinander zu reagieren. Vom Trio Isimsiz werden wir sicher auch in der Zukunft noch viel hören.

Das Abschlusskonzert des Festivals präsentierte einen weiteren Höhepunkt: Haydns D-Dur-Konzert, gespielt von Clemens Hagen am Cello und dem Festival-Residenzorchester 1B1. Hagens enorme Musikalität war ungebrochen, während das Orchester leider zeitweise damit kämpfte, mitzuhalten.

Es stimmt optimistisch, dass einem Ensemble so junger Musiker und Musikerinnen ein Platz auf dem Festival eingeräumt wird. Über die sechs Tage der Festspiele wurde aber auch deutlich, dass die Arbeitsbelastung für die jungen Musiker offensichtlich zu groß war.

Von seiner besten Seite zeigte 1B1 sich bei Poulencs Konzert für Orgel und Percussion mit Kåre Nordstoga und Bastian Ricquebourg als Solisten. Die Orchesterleistung bei einigen der aufgeführten Barockwerken, darunter zwei von Bachs Brandenburgischen Konzerten, erreichte dagegen nicht das auf dem Festival erwartete Niveau. Eine etwas zu wenig geprobte, aber in Teilen sehr spannende Aufführung von Brahms’ Klavierquartett in C-Moll, Op.60, war dennoch ein schönes Ende des diesjährigen Kammermusikfestivals in Stavanger.   IOCO / B O’S / August 2016

Hagen, Theater Hagen, 7. Kammerkonzert – Klaviertrios, 14.04.2013

April 4, 2013  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht 3© Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht 3© Stefan Kuehle

Beethoven und Brahms im 7. Kammerkonzert

Das 7. Kammerkonzert am 14. April vereint Klaviertrios zweier Komponisten, die diese Gattung geprägt haben: Ludwig van Beethoven verlieh dem Cello größere Bedeutung und löste dessen Stimme aus der Abhängigkeit des Klaviers. Sein sogenanntes „Erzherzog-Trio“, dem Erzherzog Rudolph von Österreich gewidmet, gilt als Quintessenz aller Errungenschaften des Komponisten im Bereich der Kammermusik. Man vermutet, dass es das letzte Stück war, das Beethoven selbst öffentlich als Pianist vorgetragen hat. Johannes Brahms wurde durch seine Variationskunst und thematische Arbeit zum Neuerer der Kammermusik. Mitglieder des philharmonischen orchesterhagen spielen sein zweites Klaviertrio, dessen Energiegeladenheit mitreißt und nicht mehr loslässt.
 
Vor Beginn des Kammerkonzerts findet wie immer um 11.00 Uhr eine Kurzführung zu einem Exponat der Museen statt. In der Kurzführung zum 7. Kammerkonzert wird Otto Modersohns Perspektive auf das Thema „Natur“ behandelt. Otto Modersohn (1865-1943) zählt zu den bedeutendsten deutschen Landschaftsmalern seiner Zeit.
Theater Hagen / Alexander Ruef © Theater Hagen

Theater Hagen / Alexander Ruef © Theater Hagen

Theater Hagen / Katrin Geelvink © Theater Hagen

Theater Hagen / Katrin Geelvink © Theater Hagen

Theater Hagen / Werner Köhn © Theater Hagen

Theater Hagen / Werner Köhn © Theater Hagen

 

7. Kammerkonzert – Klaviertrios
14. April 2013, 11.30 Uhr, Auditorium im Kunstquartier Hagen
Ludwig van Beethoven: Trio B-Dur „Erzherzog-Trio”
Johannes Brahms: Trio C-Dur
Werner Köhn, Violine; Katrin Geelvink, Violoncello; Alexander Ruef, Klavier
—| Pressemeldung Theater Hagen |—

Eisenstadt, Haydn Festspiele Eisenstadt, Kosmos Klaviertrio, 20.04./08.06./28.09./19.10.2013

November 13, 2012  
Veröffentlicht unter Haydn Festspiele Eisenstadt, Pressemeldung

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Hayden Festspiele Eisenstadt

Kosmos Klaviertrio

Die schönsten Schöpfungen für Klaviertrio ergeben das Zyklusprogramm des Haydn Piano Trios 2013. Aus dem unerschöpflichen Kosmos an Trios hat das Ensemble jene Stücke ausgewählt, die die ganze Bandbreite und Virtuosität der Trioliteratur aufzeigen.

Vier Konzerte spielen Pianist Harald Kosik, Geiger Thomas Selditz und Cellist Hannes Gradwohl im kommenden Jahr im Empiresaal des Schlosses Esterházy.

Joseph Haydns Trio-Werke stehen im Vordergrund. Von hier aus wird mit Mozart und Beethoven zur Seite, mit Brahms nach vorne und mit zeitgenössischen Stücken in die Gegenwart geblickt. Für das letzte Konzert des Haydn Piano Trios reist Tenor Jamie MacDougall wieder einmal nach Eisenstadt, um gemeinsam Haydns Bearbeitungen von schottischen Volksliedern zu präsentieren.

Konzerttermine:
20. April 2013, 19.30 Uhr
8. Juni 2013, 19.30 Uhr
28. September 2013, 19.30 Uhr
19. Oktober 2013, 19.30 Uhr
Empiresaal, Schloss Esterházy

Pressemeldung Hayden Festspiele Eisenstadt

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