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# Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Die Prinzessin von Trapezunt - Jacques Offenbach, IOCO Kritik, 06.03.2019
- URL: https://www.ioco.de/hildesheim-theater-fuer-niedersachsen-die-prinzessin-von-trapezunt-jacques-offenbach-ioco-kritik-06-03-2019/
- Published: 2019-03-06T08:00:23.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:53:07.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Premieren, richard wagner, Premiere, Fliegende Hollaender, Pressemeldungen & Nachrichten, Kritiken, Wagner, Hildesheim

![TFN_Logo neu.jpg](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/io/wp-content/gallery/opern_logos/tfn_logo-20neu.jpg "Theater für Niedersachsen")

[Theater für Niedersachsen](http://www.tfn-online.de/?ref=ioco.de)

![Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2015/02/stadttheater_hildesheim_foto_andreas_hartmann_2.jpg)

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

# ***Die Prinzessin von Trapezunt*** **\- Jacques Offenbach**

**Libretto Charles Nuitter und Etienne Tréfeu, Musikalische Einrichtung Adam Benzwi**

von **Randi Dohrin**

![Jacques Offenbach in Montmartre © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/03/paris-jacques-offenbach-grab-in-montmartre-ioconeuneu.jpg)

Jacques Offenbach in Montmartre © IOCO

Anlässlich des am 20.6.2019 bevorstehenden 200\. Geburtstages von **Jacques Offenbach** steht seit dem 3.3.2019 wieder einmal ein fast vergessenes Werk, ***Die Prinzessin von Trapezunt***, auf dem Spielplan des **TfN Hildesheim.**

***\- Der hochherrschaftliche Schein -***

Der bekannte Schauspieler **Max Hopp,** gab mit dieser gelungenen Inszenierung, in einer leicht angepassten heutigen Ausdrucksweise, sein Regiedebüt. Überzeugend und zeitlos nachvollziehbar, setzt er mit einem Feuerwerk an humorvollen Szenen effektvoll die Handlungsmotive um. Die vermeintlichen Standesunterschiede des Adels und der Scheinaristokratie lösten sich im Spielverlauf komödiantisch auf. Die für eine Operette zumeist langen Dialoge, ließ **Max Hopp** durch einen ***Conférencier* (Paul Henze**) überbrücken, der die Zusammenhänge der Geschichte gekonnt verdeutlichte.

![Thetaer für Niedersachsen / Die Prinzessin von Trapezunt - hier :  Katharina Schutza (Paola), Meike Hartmann (Zanetta), Levente György (Cabriolo), Jan Rekeszus (Tremolini), Neele Kramer (Regina) © Jochen Quast](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/03/trape_tfn_jq_067_ensembleneu.jpg)

Thetaer für Niedersachsen / Die Prinzessin von Trapezunt - hier : Katharina Schutza (Paola), Meike Hartmann (Zanetta), Levente György (Cabriolo), Jan Rekeszus (Tremolini), Neele Kramer (Regina) © Jochen Quast

In Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Partner und musikalischen Leiter **Adam Benzwi** entstand diese neue schmissige Fassung für das **TfN Hildesheim,** voller lebendiger Komik und eingängig mitreißend melodischer Musik. **Adam Benzwi** ergänzte die Partitur um einen Flügel und leitete von dort aus souverän das verkleinerte, in sich brillant musizierende Orchester des **TfN** und das auf hohem Niveau agierende **TfN-**Ensemble.

1869 wurde die Operette ***Die Prinzessin von Trapezunt,*** unter der Leitung von **Jacques Offenbach** und eigenem Ensemble, in Baden-Baden in französischer Sprache uraufgeführt. Sie zählt zu einem seiner gelungensten, wenn auch unbekanntesten Werke. Sehr populär war diese Opéra-bouffe zu Lebzeiten des kritisch-ironischen Komponisten Offenbach.

Auf einem Jahrmarkt, Mitte des 19\. Jahrhunderts, beginnt das geschäftige Treiben der Gaukler, Artisten und Wachsfiguren-Verkäufer. Beim Putzen bricht ***Zanetta*** versehentlich dem Wachspuppen-Mädchen ***Prinzessin von Trapezunt*** die Nase ab und um den Schaden zu vertuschen, posiert nun ***Zanetta*** als Wachsfiguren-Prinzessin. ***Prinz Raphael*** verliebt sich unsterblich in die vermeintliche Puppe.

Die Sehnsucht nach Liebe und Reichtum erfüllt sich für die Gauklerfamilie mit dem Gewinn eines herrschaftlichen Schlosses, sodass aus dem Leben eines fahrendes Volkes neu-aristokratische Schlossbewohner werden. Im Laufe der Zeit bedauern sie aber, ihr altes Leben aufgegeben zu haben. Ihre Welt der Schausteller vereinbart sich so gar nicht mit dem langweiligen Dasein der sogenannten *hautevolée.*

![Theater für Niedersachsen / Die Prinzessin von Trapezunt -hier : Paul Hentze Conferencier und Puppenspieler © Jochen Quast](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2019/03/trape_tfn_jq_001_p-hentze_conferencierneu.jpg)

Theater für Niedersachsen / Die Prinzessin von Trapezunt -hier : Paul Hentze Conferencier und Puppenspieler © Jochen Quast

Die Standesunterschiede der Schleiertänzerin ***Zanetta*** und ***Prinz Raphael*** belasten die junge Liebe. Erst als bekannt wurde, dass ***Fürst Kasimir*** seinerzeit selbst eine Liaison mit einer Zirkusakrobatin gehabt hatte, kommt alles zu einem glücklichen Ende und der Verbindung von Aristokraten und Artisten stand nichts mehr im Wege.

Das Ensemble der Premiere **Levente György** als ***Cabriolo,*** Direktor der Gaukler, ***Zanetta,*** seine ältere Tochter (**Meike Hartmann**), ***Regina,*** seine jüngere Tochter (**Neele Kramer**), ***Paolo*** seine Schwester und Artistin (**Katharina Schutza**), ***Tremonili,*** Verehrer von ***Regina*** und Clown (**Jan Rekeszus**), ***Fürst Kasimir* (Uwe Tobias Hieronimi**), ***Prinz Raphael,*** sein Sohn (**Julian Rohde**), ***Sparadrap,*** Erzieher des Prinzen (**Dieter Wahlbuhl**), **Conférencier** und die Pagen ***Brocoli, Finochini, Riccardo*** (**Paul Hentze**) zeigten ein beeindruckend darstellerisches und textverständliches Können. Routiniert und mit hoher Präzenz erklangen die überwiegend tänzerisch leichten Melodien der Arien und Gesänge dieses burlesken Bühnenwerks.

Das eher schlicht gehaltene, aber absolut passende Bühnenbild und die perfekt abgestimmten, abwechslungsreichen Kostüme gestaltete **Caroline Rössle-Harper.** Die beeindruckende ***Offenbach-***Puppe modellierte **Erik Raskopf,** die übrigen Puppen kreierte **Paul Hentze.**

*Das begeisterte Publikum bedankte sich enthusiastisch mit minutenlangem rhythmischen Applaus für diese gelungene Premiere der selten aufgeführten Operette von *Jacques Offenbach**

\---| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |---