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# Hannover, Staatsoper Hannover, Premiere: DIE MACHT DES SCHICKSALS, 30.01.2016
- URL: https://www.ioco.de/hannover-staatsoper-hannover-premiere-die-macht-des-schicksals-30-01-2016/
- Published: 2016-01-28T09:00:50.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:29:57.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Premieren, Karten, Don Carlo, giuseppe verdi, staatsoper hannover, Pressemeldungen & Nachrichten, Verdi, Premiere, Hannover

![Staastoper Hannover.jpg](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/io/wp-content/gallery/opern_logos/staastoper-20hannover.jpg "Staatsoper Hannover")

[Staatsoper Hannover](http://www.staatstheater-hannover.de/oper/?ref=ioco.de)

![Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2015/01/staatsoper-hannover_-foto-marek-kruszewski.jpg "Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski")

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

# DIE MACHT DES SCHICKSALS von Giuseppe Verdi

Oper in vier Akten (1862 / 1869) Libretto von Francesco Maria Piave und Antonio Ghislanzoni nach dem Drama »Don Álvaro o La Fuerza del sino« von Ángel de Saavedra In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

**Premiere 30\. Januar 2016, Weitere Vorstellungen**: 04.02.16 Do 19:30, 12.02.16 Fr 19:30, 16.02.16 Di 19:30, 04.03.16 Fr 19:30, 15.03.16 Di 19:30, 04.05.16 Mi 19:30, 15.05.16 So 16:00, 05.06.16 So 16:00, **Öffentliche Generalprobe:**18:00 Einführung | anschließend Publikumsgespräch | Do 28.01.16 | 18:30 |

Es ist vielleicht nur ein unglücklicher Zufall, der drei Menschen in einen zer­störerischen Kampf treibt, der ihre Träume von Liebe, Freundschaft und Frieden zunichte macht. Andererseits ist der Auslöser des Geschehens die unerbitt­liche Konsequenz eines Beziehungsgeflechts, das von Beginn an von dem Konflikt zwischen politischer Macht und rebellischem Außenseitertum, zwischen der Wahrung der Familienehre und indi­viduellen Gefühlen gezeichnet ist. **Die Macht des Schicksals** ist allgegenwärtig; das Unwahrscheinliche geschieht und treibt die Menschen wider Willen in eine tödliche Konfrontation.

*Don Alvaro,* ein Fremdling, plant mit *Leonora, d*er Tochter des *Marchese di Calatrava,* die Flucht, weil sich der Vater dieser Liaison entgegenstellt. In der nächtlichen Konfrontation löst sich aus Alvaros weggeworfener Pistole ungewollt ein Schuss und tötet den *Marchese* – der Beginn einer absurden Irrfahrt, in dem jeder in der Verquickung von Liebessehnsucht und Rachedurst den anderen sucht und nicht findet. Die Liebenden haben sich nach dem Unglück aus den Augen verloren: *Leonora* ist in Männerkleidern in einem Kloster unter­getaucht, *Alvaro* sucht im Krieg Vergessen. Dort rettet er *Leonoras* Bruder *Don Carlo* das Leben, der auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters ist. Die Männer erkennen sich zunächst nicht und schlie­ßen ewige Freundschaft. Erst als Carlo wiederum durch einen Zufall die Identi­tät seines Freundes entdeckt, bricht die alte Gegnerschaft wieder auf. Alvaro zieht sich nach einem Zweikampf just in das Kloster zurück, in dem auch Leonora Zuflucht gefunden hat, und dort kommt es zur endgültigen Katastrophe: *Carlo* hat seinen Feind aufgespürt, fordert ihn zum Kampf heraus und wird tödlich verletzt. Als die von *Alvaro* totgeglaubte *Leonora* überraschend hinzutritt, tötet *Carlo* im Sterben schließlich auch seine Schwester.

Man hat **Verdis *Die Macht des Schicksals*** oft den Vorwurf gemacht, die Handlung sei überladen und krude, und tatsächlich ist der Geschichte nach dem 1835 uraufgeführten Drama *»Don Álvaro o La Fuerza del sino«* des spa­nischen Dichters **Ángel de Saavedra** eine gewisse Unübersichtlichkeit nicht abzu­sprechen. Und dennoch findet Verdi in dem bunten Kaleidoskop auseinander strebender Situationen und unwahr­scheinlicher Zufälle zu einem stimmigen Ganzen, indem er im Sinne eines Ideen­dramas die individuellen Schicksale einbettet in einen gesellschaftlichen Kontext, der geprägt ist vom Wahnsinn des Krieges, von politischer Gewalt und der Diskriminierung des Fremden. Gera­de in der Balance der von Massenhyste­rie aufgeladenen Tableaus und Szenen von großer Intimität erreicht **Verdis** Oper, die auch musikalisch zu seinen schöns­ten Schöpfungen zählt, ihre beklem­mende Intensität.

**Musikalische Leitung** Stefan Klingele, **Inszenierung** Frank Hilbrich **Bühne** Volker Thiele, **Kostüme** Gabriele Rupprecht **Licht** Susanne Reinhardt, **Ton** Christoph Schütz **Choreinstudierung** Dan Ratiu, **Dramaturgie** Klaus Angermann

**BESETZUNG**Marchese von Calatrava: Michael Dries, Leonora de Vargas: Brigitte Hahn Don Carlo de Vargas: Brian Davis, Alvaro: Xavier Moreno Preziosilla: Monika Walerowicz, Pater Guardiano: Shavleg Armasi Fra Melitone: Karel Martin Ludvik, Curra: Danuta Volpe Alcalde: Daniel Eggert, Mastro Trabuco: Edward Mout Ein Chirurg: Mohsen Rashidkhan, Chor der Staatsoper Hannover Extrachor der Staatsoper Hannover Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

\---| Pressemeldung Staatsoper Hannover |---