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# Hamburg, Staatsoper Hamburg, AIDA - Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 16.04.2022
- URL: https://www.ioco.de/hamburg-staatsoper-hamburg-aida-giuseppe-verdi-ioco-kritik-16-04-2022/
- Published: 2022-04-16T17:00:05.000Z
- Updated: 2023-09-06T13:09:56.000Z
- Author: Wolfgang Schmitt
- Tags: Oper & Operette, Kritiken, Hamburg

![staatsoper_logo_rgbneu](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/09/staatsoper_logo_rgbneu.jpg)

[Staatsoper Hamburg](http://www.staatsoper-hamburg.de/?ref=ioco.de)

![Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2013/01/hamburgische-staatsoper-c-kurt-michael-westermann.jpg)

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

#### **Italienische Opernwochen 2022 an der Hamburger Staatsoper**

# ***AIDA -* Giuseppe Verdi**

#### ***\- Riccardo Massi - ein große Stimme begeistert als Radames -***

von **Wolfgang Schmitt**

Die "***Italienischen Opernwochen 2022"*** an der **Hamburger Staatsoper** endeten am 8\. April 2022 mit ***AIDA,*** einer Produktion, über welche [***IOCO*** im März bereits berichtet hatte, link HIER!](https://www.ioco.de/2022/03/30/hamburg-hamburger-staatsoper-aida-giuseppe-verdi-ioco-kritik-30-03-2022/) **IOCO** berichtet erneut von der letzten Vorstellung der **AIDA** am 8\. April, um **Riccardo Massi** zu erleben, der in dieser Vorstellung die Partie des **Radames** übernahm und diesen Abend tatsächlich zu einem besonderen Ereignis machte.

![Hamburger Staatsoper / Riccardo Massi © Wolfgang Schmitt](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/wp-content/uploads/2022/04/riccardo-massi-w-s-neu.jpg)

Hamburger Staatsoper / Riccardo Massi © Wolfgang Schmitt

**Riccardo Massis** Tenorstimme ist groß und kraftvoll, wohlklingend, angenehm dunkel timbriert, das Tiefenregister ist baritonal eingefärbt, die glanzvolle Höhe klingt ungefährdet und das hohe B gleich in seiner großen Auftrittsarie *„Celeste Aida“* kam strahlend und bombensicher. Er ist groß und schlank, hat eine sympathische Ausstrahlung und eine enorme Bühnenpräsenz, war auch darstellerisch ein überzeugender **Radames.** Er ist in der Lage, die strahlenden Spitzentöne lang auszuhalten, hat hierfür den langen Atem und genügend stimmliche Reserven, er kann wunderbar phrasieren und in den ruhigeren, gefühlvollen Momenten der Oper – so im Nil-Akt und besonders auch im Schlußduett - lyrischen Tenorschmelz präsentieren. Es ist bereits vier Jahre her, daß **Riccardo Massi** sein Debüt an der **Hamburger Staatsoper** als **Cavaradossi** gegeben hatte, und man wünscht sich sehr, daß solch ein Weltklasse-Tenor desöfteren hier in Hamburg zu hören wäre.

Offenbar angestachelt durch diesen Partner hatte auch **Tatiana Serjan** als **Aida** einen relativ guten Abend. Im Vergleich mit der besuchten Vorstellung am 25\. März war ihre Gesangslinie diesmal recht ausgeglichen, wenngleich manche hohen Töne zittrig klangen und die unteren Lagen ihrer großen dunklen Sopranstimme oftmals noch zusätzlich abgedunkelt wurden und sich während der Duette mit **Amneris** kein Kontrast mehr ergab. Dennoch war der Gesamteindruck, den sie an diesem Abend hinterließ, recht positiv.

**Violeta Urmana** hatte als dem Alkohol zugetane **Amneris** sowohl stimmlich als auch darstellerisch wieder einen grandiosen Abend, die Gerichtsszene geriet für sie wiederum zu einem Triumpf. Auch **Amartuvshin Enkhbat** als **Amonasro** konnte mit seinem warm trimbrierten, samtenen Bariton, in allen Registern wunderbar geführt, wiederum überzeugen.

![Hamburger Staatsoper / AIDA hier das Ensemble zum Schlussapplaus © Wolfgang Schmitt](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/wp-content/uploads/2022/04/aida-riccardo2wolfgangneu.jpg)

Hamburger Staatsoper / AIDA hier das Ensemble zum Schlussapplaus © Wolfgang Schmitt

**Alexander Roslavets** als **Ramphis** hatte seine großen Momente besonders im zweiten Bild, in dem er seinen edlen Bass strömen lassen konnte. **Romano dal Zovo** lieh seine profunde Bass-Stimme dem **König,** **Marie-Dominique Ryckmanns** sang die **Tempelsängerin** mit ihrem glockenhellen Sopran aus dem Off, und der junge Tenor **Seungwoo Simon Yang** hatte seinen kurzen Auftritt als **Bote.**

Das **Philharmonische Orchester** unter der Leitung von **Daniele Callegari** bot nach der wunderbar filigranen Ouvertüre temporeichen und differenzierten **Verdi**\-Klang, die „***Aida***\-Trompeten“ im Triumpfmarsch, in den vorderen Seitenlogen des ersten Ranges platziert, klangen wiederum perfekt. Auch der Staatsopernchor, besonders im zweiten Akt und später die Herren während der Gerichtsszene, sang wunderbar ausgewogen, präzise und klangschön. Am Ende gab es Ovationen für die Solisten, den Dirigenten, besonders jedoch für **Riccardo Massi.**

\---| IOCO Kritik Staatsoper Hamburg |---