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# Greifswald,  Theater Vorpommern, Ballet: ANNA KARENINA von Ralf Dörnen, 27.02.2016
- URL: https://www.ioco.de/greifswald-theater-vorpommern-balletwiederaufnahme-anna-karenina-27-02-2016-greifswald/
- Published: 2016-02-24T14:00:35.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:30:29.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Pressemeldungen & Nachrichten, Greifswald

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[Theater Vorpommern](http://www.theater-vorpommern.de/?ref=ioco.de)

![Greifswald / Theater Greifswald © Vinzent Leifer ](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/02/theater-greifswald-c-vinzent-leifer.jpg.jpg "Greifswald / Theater Greifswald © Vinzent Leifer ")

Greifswald / Theater Greifswald © Vinzent Leifer

# ***ANNA KARENINA* \-** Ballett von Ralf Dörnen

frei nach **Lew Tolstoi,** Musik von **Mieczysaw Weinberg**

**Wiederaufnahme 27.02.2016 19:30 Uhr, Greifswald, weitere Vorstellungen**:, 05.03.2016 19:30 Uhr Großes Haus, **Greifswald,** 25.03.2016 19:30 Uhr Großes Haus, Stralsund, 29.04.2016 19:30 Uhr Großes Haus, **Greifswald,** 27.05.2016 19:30 Uhr Großes Haus, **Stralsund**

**Lew Tolstoi: *Anna Karenina:***  Eine Reihe von Jungmädchen- und Kindheitserinnerungen wurden in ihrer Seele geweckt und die Finsternis, die ihr alles verdeckt hatte, riss plötzlich auf, und das Leben stand für einen Augenblick in all seinen lichten, vergangenen Freuden vor ihr.

Waggon für Waggon ziehen die Erinnerungen an ihr vorüber, wie verloren geglaubte Momentaufnahmen des Lebens. Ein letzter Atemzug, ein letztes Aufbegehren. Bis Vergangenheit und Gegenwart unter den schweren, erbarmungslos über sie hinweg tobenden Rädern für immer begraben werden. **Anna Kareninas** verzweifelter Selbstmord auf einem Moskauer Bahnhof ist eines der großen Bilder der Literaturgeschichte, denn es spiegelt auf faszinierende Weise den Verlauf ihres Schicksals, das ebendort seinen Anfang nahm: Auf dem gleichen Bahnsteig ist die attraktive, unglücklich verheiratete Anna einige Jahre zuvor dem jungen ***Grafen Wronski*** begegnet und hat in ihm alles gefunden, was ihrer Ehe fehlte. Dort erwachte in ihr die unstillbare Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung, für die sie bereit war, alle Konventionen zu brechen und den Ausschluss aus der Gesellschaft zu riskieren. Dennoch geht sie letztlich nicht am äußeren Druck zu Grunde, sondern am inneren Konflikt mit sich selbst.

Während das Leben ***Annas*** zunehmend entgleist, tastet sich ihre Verwandte, die 18-jährige Kitty, zaghaft an die Liebe heran und erfährt in ihrer sehr viel ruhigeren Zweisamkeit mit dem Gutsbesitzer Lewin schließlich vollkommene Erfüllung – eine gegenläufige Parallelhandlung, die dem feinsinnig gezeichneten Drama der ***Anna Karenina*** erst seine eigentliche Tiefe verleiht.

Um die vielschichtigen Erzählstränge und Charaktere in einem Abend ohne Worte greifbar zu machen, vollzieht das **BallettVorpommern** Tolstois Meisterwerk nicht als lineare Geschichte, sondern als Rückblende in einander verwobener Handlungsfragmente nach.

**Choreographie und Inszenierung** Ralf Dörnen **Musikalische Leitung** Henning Ehlert **Bühne und Kostüme** Klaus Hellenstein a. G. **Licht** Thomas Haack **Dramaturgie** Marie Henrion **Choreographische** Assistenz William Parton **Korrepetitor** Peter Hammer **Inspizienz** Susan Kaltenbacher

**BESETZUNG**:  
Anna Karenina: Margaret Howard  
Alexej Karenin: Stefano Fossat  
Alexej Wronski: Nathan Cornwell  
"Kitty" Schtscherbazkaja: Laura Cristea  
Konstantin Lewin: Armen Khachatryan  
"Dolly" Oblonskaja: Zoe Ashe-Browne  
Ensemble: Christopher Seán Furlong, Dominic Harrison, Alicia Santamaría Jiménez, Ayako Nomura, Miguel Rodriguez, Marina Schmied, Leander Veizi

\---| Pressemeldung Theater Vorpommern |---