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# Essen,  Aalto Musiktheater, Wiederaufnahme: Eugen Onegin, 30.01.2014
- URL: https://www.ioco.de/essen-aalto-musiktheater-wiederaufnahme-eugen-onegin-30-01-2014/
- Published: 2014-01-10T12:00:41.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:17:27.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Karten, Schwanensee, Pressemeldungen & Nachrichten, Essen

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Aalto-Theater-Essen © IOCO

# Wiederaufnahme: 

# *Eugen Onegin* von Pjotr I. Tschaikowski

In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

**Wiederaufnahme 30\. 1\. 2014,** **Weitere Vorstellungen:** 1., 9\. Februar; 20\. März 2014

Für **Pjotr Iljitsch Tschaikowski** war 1877 ein Schicksalsjahr. Einerseits fiel seine Eheschließung mit ihren biographisch katastrophalen Folgen hinein. Andererseits erlebte sein Ballett ***Schwanensee***  die Uraufführung, zudem schuf er mit der *Vierten in f-Moll* die erste der drei großen Sinfonien, die seinen Ruhm im Konzertsaal zementierten. Und er begann nach zwei wenig erfolgreichen Versuchen im Genre der Oper die Arbeit an ***Eugen Onegin***, lyrischen Szenen nach dem gleichnamigen Versdrama von **Alexander Puschkin,** dessen Ironie und feiner Spott allerdings im Opernlibretto kaum noch wahrnehmbar sind. Erstaunlicherweise hielt der Komponist dieses Opus für völlig chancenlos auf der Bühne, wo damals historisierende Monumentalschinken von vaterländischer Erhabenheit reüssierten, sondern sah die Zukunft des Werks in der Verbreitung des Klavierauszugs und darauf basierender hausmusikalischer Ergötzung. Es kam ganz anders. Von der Uraufführung 1879 im Moskauer Maly-Theater ab gewann *Eugen Onegin* immer breitere Bewunderung, erschien bereits 1881 am Moskauer Bolschoitheater, 1884 auf Befehl Zar Alexanders III. am Bolschoitheater der Hauptstadt St. Petersburg. 

Für Deutschland wurde die Oper 1892 in Hamburg von **Gustav Mahler** durchgesetzt. Die eher lose Szenenfolge und die Situierung der Handlung in unmittelbarer Vergangenheit nahmen dabei formal vieles von der jüngeren Entwicklung der Oper vorweg. Wesentlicher für den dauerhaften Erfolg des *Eugen Onegin* ist allerdings die unermessliche Gefühlstiefe und emotionale Wahrhaftigkeit der Musik, von denen sogar die Ballszenen mit Walzer und Polonaise durchdrungen sind. Keimzelle des Werkes jedoch war auch schon bei **Tschaikowskis** Schaffensprozess die Briefszene der *Tatjana,* in der sie gegen alle Konvention *Onegin* gegenüber ihre Liebe erklärt. Von **Puschkin** noch durchaus distanziert beschrieben („*Ihr Russisch konnte wenig gelten,/ Journale las sie auch nur selten*“), verwandelt sich *Tatjana* durch die Musik in eine der großen Liebenden der Opernliteratur.

**Musikalische Leitung** Srboljub Dinic 

**Inszenierung** Michael Sturminger 

**Bühne und Kostüme** Renate Martin, Andreas Donhauser 

**Choreinstudierung** Alexander Eberle 

**BESETZUNG**:

Larina: Marie-Helen Joël 

Tatjana: Sandra JanuSaite 

Olga: Ieva Prudnikovaite 

Filipjewna: Susanne Sommer 

Eugen Onegin: Heiko Trinsinger 

Lenskij: Alexey Sayapin 

Fürst Gremin: Almas Svilpa 

Ein Hauptmann: Michael Kunze 

Saretzkij: Günter Kiefer 

Triquet: Albrecht Kludszuweit 

\---| Pressemeldung Aalto Theater Essen |---