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# Dresden, Semperoper, Elektra und Salome, 23.-24.-26.-27.09.2016
- URL: https://www.ioco.de/dresden-semperoper-elaktra-und-salome-23-24-26-27-09-2016/
- Published: 2016-09-22T13:00:10.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:34:14.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: SemperOper, Salome, Richard Strauss, Pressemeldungen & Nachrichten, Dresden

![semperoper_neu_2.jpg](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/io/wp-content/gallery/opern_logos/semperoper_neu_2.jpg "Semperoper Dresden")

[Semperoper](https://www.semperoper.de/?ref=ioco.de)

![Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger ](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2016/05/140_semperoper_matthias-creutzigerneu.jpg "Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger ")

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

# Strauss im Doppelpack: *Elektra*  und   *Salome*

Ein Fest für **Richard Strauss-**Liebhaber: Am Wochenende sind gleich zwei seiner Opern – mit hochkarätigen Sopranistinnen in den Titelpartien – an aufeinanderfolgenden Tagen zu erleben.

Die Eine, der **Semperoper** lang verbunden, ist für ihre Interpretation der **Elektra** 2014 mit dem Deutschen Theaterpreis ***»Der Faust«*** ausgezeichnet worden: **Evelyn Herlitzius** verkörpert am **23\. und 26\. September** erneut die Titelpartie in **Richard Strauss’** klanggewaltigem Werk, das 2014 von **Barbara Frey** inszeniert wurde. Die Andere gibt ihr Debüt als **Salome:** **Jennifer Holloway** ist ab dem **24\. September** in der mittlerweile achten Neuinszenierung von **Richard Strauss’ *Salome*** an der **Semperoper** zu erleben. Für die zweite Vorstellung dieser Oper hebt sich der Vorhang am 27\. September.

***Elektra:*** Seit Jahren wartet Elektra auf die Stunde der Vergeltung an ihrer Mutter Klytämnestra und deren Geliebten Aegisth, die **Elektras** Vater **Agamemnon** schändlich ermordeten**. Elektra** nährt ihren Hass täglich neu, während ihre Schwester Chrysothemis vergeblich auf ein Entkommen aus ihrer eisigen Umgebung hofft und Klytämnestra von ihren Schuldgefühlen um den Schlaf gebracht wird. Als jedoch der herbeigesehnte Bruder Orest endlich erscheint und die Rache ausführt, verliert auch Elektras Leben seinen einzigen Sinn. Auf der Bühne ein Kammerspiel, im Orchester ein Klanggigant: In **Elektra** entspinnt sich eine Familientragödie der Gewalt und Monstrositäten und damit ein Psychogramm um Schuld und Sühne, Vergebung und Rache und die Frage nach Gerechtigkeit.

**Salome** ist fasziniert von der körperlosen Stimme des **Jochanaan.** Die Tochter der Herodias und Stieftochter des Königs **Herodes,** aufgewachsen in Maß- und Hemmungslosigkeit, sucht die Liebe. Leidenschaftlich begehrt sie den unbekannten moralischen Propheten, seinen Leib, sein Haar, seine Lippen – den Mann, der sie brüsk zurückweist. Ganz anders der übergriffige **König Herodes** mit seinen Ängsten, der bei ihr lustvolle Zerstreuung sucht. Gebunden an sein Versprechen, Salome für ihren Tanz der sieben Schleier jeden Wunsch zu erfüllen, erhält sie von ihm den Kopf des Jochanaan, der sie nicht lieben wollte. In ekstatischem Wahn küsst sie seine Lippen, bevor Herodes ihren Tod befiehlt.

Während **Oscar Wildes *Salome*** 1896 erstmals in Paris die Bühne betrat, verbüßte ihr Schöpfer in einem Londoner Gefängnis eine Strafe wegen »grober Unsittlichkeit«. **Cosima Wagner** urteilte nach der Uraufführung von **Richard Strauss’** Einakter, der **Oscar Wildes** Text in deutscher Übersetzung verwandte, an der **Dresdner Hofoper** 1905: *»Nichtiger Unfug, vermählt mit Unzucht!«* Innerhalb von zwei Jahren erschien ***Salome*** erfolgreich auf über 50 Opernbühnen. Ihr rauschhafter Orchesterklang, der einen gewaltigen Klangkörper verlangt, changiert zwischen feinnervigem Psychogramm und zügelloser Ekstase. Nie zuvor in der Geschichte der Oper ist die Verbindung von Dekadenz, seelischem Verfall und einer begehrenden wie zerstörerischen Liebe so opulent und eindringlich ausgedrückt worden wie in Richard Strauss’ Meisterwerk.

\---| Pressemeldung Semperoper Dresden |---