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# Dresden, Kulturpalast, Dresdner Philharmonie, L. Batiashvili, N. Rachveli, IOCO
- URL: https://www.ioco.de/dresden-kulturpalast-9/
- Published: 2026-09-22T07:24:25.000Z
- Updated: 2026-09-22T07:25:21.000Z
- Author: Team

**18.09.2026**

**City Lights – Follow Your Dreams, Eine musikalische Reise durch Lebensstationen von Lisa Batiashvili** 

**Lisa Batiashvili**, die in aller Welt hochgeschätzte Violinistin, sorgt mit den von ihr dreiteilig konzipierten *Georgien Spotlights,* gemeinsam mit Künstlerfreunden ihrer georgischen Heimat, für drei interessante Höhepunkte des philharmonischen Herbstprogramms. Sie spannt einen Bogen von ihrer Live Music Performance *City Lights – Follow Your Dreams* unter der Leitung von **Nikoloz Rachveli**, einem herausragenden Dirigenten, Komponisten, Arrangeur und Pianisten, über ein Konzert mit *Sio*, einer Kompositionfür Streicher, Klavier und Schlagzeug von **Gija Kancheli** mit dem Solisten **Sandro Nebieridze**, dem für Lisa Batiashvilis Karriere so entscheidenden Violinkonzert von **Jean Sibelius** und der Sinfonie Nr. 4, der *Italienischen* von **Felix Mendelssohn – Bartholdy** unter der ukrainisch – finnischen Dirigentin **Dalia Stasevska** bis zu einer Lesung der Schriftstellerin **Nino Haratischwili** aus ihrem noch unveröffentlichten Roman *Die fremden Paradiese*. Sie wird unterstützt vom Pianisten **David Khrikuli** mit Musik von **Sergei Rachmaninow**. Die Autorin ist heute eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen georgischen Literatur.

Das Projekt der **City Lights** entsteht bei einem Brainstorming am Küchentisch zwischen Batiashvili und Rachveli. Das Gespräch über Filmmusik von Chaplin und Morricone, die beide als geniale Musiker sehr verehren, nimmt eine unerwartete Wendung als Rachveli plötzlich fragt: „Warum machst du nicht ein Album über die Städte, die dir wichtig sind und widmest diesen Orten etwas von der Musik?“ Das ist der Beginn für die gemeinsame Arbeit an einem CD – Projekt, das sich im Titel auf Charlie Chaplin und seinen Film *Lichter der Großstadt* von 1931 bezieht.Dabei gilt: keine Kopie alter Versionen, sondern nur eigene Medley – Kompositionen und neue Arrangements, die zuvor noch nicht gespielt worden sind. Die gemeinsame Produktion erscheint im Jahr 2020 bei der Deutschen Grammophon und wird ein großer internationaler Erfolg: zwei Wochen eine Platzierung in der Liste der Album – Charts. Das ist für beide Anlass genug, gemeinsam mit der Drehbuchautorin und Regisseurin **Teo** **Jorbenadze** eine konzerttaugliche Multimedia – Version zu entwickeln.

![](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/2026/09/abgeFRACKt-CityLights-5.jpeg)

Die Solistin Lisa Batiashvili, visuell unterstützt durch aufwendig produzierte Videoeinspielungen und Beleuchtungseffekte, nimmt die Zuhörer mit auf eine autobiographische, musikalische Reise durch die Welt, in elf Städte, die bestimmend sind für ihr Leben und ihre künstlerische Laufbahn: „Es spielt keine Rolle, wohin man geht oder wieweit man am Ende entfernt ist – man hat immer eine besondere Verbindung zu bestimmten Orten, die zu einem Teil von einem selbst geworden sind. …Ich wollte meine Liebe zur Musik, zu den Kulturen und zu den Menschen dieser Orte zum Ausdruck bringen und auf positive, konkrete Weise ergründen, was Besonderes an ihnen ist“. 

Für Batiashvili gibt es spieltechnisch und stilistisch keine Grenzen. Sie mischt Klassik mit Pop, Volkslied und Folklore mit Chanson und Samba. Mit einer Referenz an Charlie Chaplin, an seine Filme, mit einem von Nikoloz Rachveli komponierten und arrangierten Medley *City Memories – Follow Your Dreams* nach Musik von Chaplin, von José Padilla Sanchez und Leo Daniderff beginnt der Abend. Gleichzeitig sieht das Publikum auf einer großen Leinwand die Videoprojektion des in **Tiflis** von der Welt träumenden kleinen Mädchens Lisa Batiashvili, das dann die vom Bürgerkrieg zerrissene Heimat Georgien verlassen muss.

Erste Station der musikalischen Reise ist **München** mit Johann Sebastian Bachs *Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ* (arr.: Anders Hillborg). In München setzt Lisa Batiashvili das in Hamburg begonnene Musikstudium bei Ana Chumachenco fort und beschäftigt sich erstmalig intensiv mit den Werken Bachs. Mit dem von Jarkko Piihimäki arrangierten *Evening Song* geht ein liebevoller Gruß nach **Helsinki**, in die Stadt, in der sie im Alter von sechzehn Jahren als jüngste Teilnehmerin zweite Preisträgerin des Internationalen Sibelius – Wettbewerbs wird und die für sie der Start ihrer großen Karriere ist. Von poetischen Bildern begleitet, gelangen wir mit *Paris Violon* von Michel Legrand (arr.: Nikoloz Rachveli), mit einer wunderbaren musikalischen Zwiesprache mit der Solo - Oboe nach **Paris**, der Stadt ihrer großen Liebe. Zu Bildern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt **Berlin**, die heute Wahlheimat der Familie geworden ist, spielt Lisa Batiashvili das durch Marlene Dietrich berühmt gewordene Chanson *Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin* von Ralph Maria Siegel in einem Medley, komponiert und arrangiert von Nikoloz Rachveli.

![](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/2026/09/abgeFRACKt-CityLights-13.jpeg)

Hier zeigen Solo -Trompete, Solo – Kontrabass und Schlagzeug, dass die Philharmoniker auch Jazz können!

Wir reisen nach **Wien** mit Fritz Kreislers sentimentalem *Liebesleid* und dem von Nikoloz Rachveli neu orchestrierten, rasanten, leichtsinnigen *Furioso Galopp* von Johann Strauß (Vater). Dann führt Lisa Batiashvili, nun auch dirigierend, Orchester und Zuhörer mit dem intimen, stimmungsvollen *Largo* aus der Sinfonie Nr. 9 *Aus der Neuen Welt* nach **New** **York**. Sie bleibt auf dem Kontinent und bringt uns mit Samba und lateinamerikanischen Rhythmen, mit *Desafinado* von Antonio Carlos Jobim (arr.: Nikoloz Rachveli) temperamentvoll nach **Rio de Janeiro**.

Von dort geht es zurück nach Europa, nach **London**. Jetzt gelingt ein technisches und musikalisches Meisterstück. Lisa Batiashvili (live) und die georgisch – britische Pop – Ikone Katie Melua (Videoeinspielung) zelebrieren das hymnische *No Better Magic* von Katie Melua (arr.: Nikoloz Rachveli). Die Reise führt nach **Bukarest** mit *Ciocârlia* (Die Lerche)von Stephan Koncz zur überbordend virtuosen, lebensfrohen Musik der Sinti und Roma. Und die Batiashvili kann eben alles! Mit ihrer stupenden Technik liefert sie sich einen atemberaubenden Wettstreit mit dem philharmonischen Orchester.

Die Reise findet ihr Ende in **Tiflis**. Zu einem von Nikoloz Rachveli komponierten und arrangierten Medley *Lights of Sorrow / Herio Bitschebo* nach der zunächst wehmütigen und dann trotzig aufbegehrenden Musik von Gija Kancheli kehrt Lisa Batiashvili im Video mit ihren Kindern nach Tiflis zurück, um ihnen das Elternhaus und die Schönheiten der georgischen Heimat zu zeigen. Ein von Nikoloz Rachveli komponierter, unaufhaltsamer, von einer Trommel vorangetriebener Khorumi „Tanz für die Freiheit“ wird zu einer musikalischen Erklärung des Mitgefühlsfür die Opfer des Massakers auf dem Maidan in Kiew und für den Kampf des ukrainischen Volkes um seine Unabhängigkeit.

Bravorufe und Standing Ovations feiern die großartige Geigerin Lisa Batiashvili, den Dirigenten und hervorragenden Pianisten Nikoloz Rachveli, die Philharmoniker mit ihren tollen Solisten und Teo Jorbenadze, die Autorin und Regisseurin der Videoproduktion. Schließlich wird das Publikum belohnt mit einem Abstecher nach **Rom** und nun auch mit Musik von Enno Morricone. Damit endet ein fantastischer Abend.

**Ein musikalisch – visuelles Feuerwerk für die Sinne! Grandios!**