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# Dortmund, Theater Dortmund, 5. Philharmonisches Konzert - Liebeswahn - gewidmet Dr. Sonja Müller-Eisold , IOCO Kritik, 05.02.2013
- URL: https://www.ioco.de/dortmund-theater-dortmund-5-philharmonisches-konzert-liebeswahn-gewidmet-dr-sonja-muller-eisold-ioco-kritik-05-02-2013/
- Published: 2013-02-08T16:00:26.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:06:49.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Kritiken, richard wagner, tristan und isolde, Karten, Wagner, Dortmund

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**Kritik**

[Theater Dortmund](http://www.theaterdo.de/?ref=ioco.de)

![Theater Dortmund © Theater Dortmund](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2013/02/opernhaus1a.jpg "Theater Dortmund © Theater Dortmund")

Theater Dortmund © Theater Dortmund

# **“Liebeswahn“**

# **5\. Philharmonisches Konzert, 05.02.2013**

Dieses Konzert war **Dr. Sonja Müller-Eisold** gewidmet, der langjährigen Kulturjournalistin der “**Westfälischen Rundschau**“ und Vorsitzenden der Dortmunder Sektion des “**Richard Wagner Verbandes**“. Sie war im Oktober 2011 unter tragischen Umständen ums Leben gekommen. **Sonja Müller-Eisold** hatte dieses Konzert in ihrer Eigenschaft als 1\. Vorsitzende des **Wagner-Verbandes** im Vorfeld des **125-jährigen Bestehens der Dortmunder Philharmoniker** und **zum 200\. Geburtstag Richard Wagners** initiiert. Nun fand es zu ihrem Gedenken statt.

Am Anfang gab es eine Uraufführung. **Die Dortmunder Philharmoniker** spielten unter der Leitung ihres ehemaligen **GMD Anton Marik** (1996-2000), eine Komposition von **Stefan Heucke**. Der in Baden-Württemberg geborene Heuke ist Absolvent der **Staatlichen Musikhochschule Westfalen-Lippe**, Abteilung Dortmund. Dort hatte er auch einen Lehrauftrag von 1989-2002.

![Theater Dortmund / Stefan Heuke © Christoph Fein](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2013/02/mg_7002.jpg "Theater Dortmund / Stefan Heuke © Christoph Fein")

Theater Dortmund / Stefan Heuke © Christoph Fein

Er erhielt verschiedene Preise für seine Kompositionen. Großes mediales Interesse fand die Uraufführung seiner Oper “**Das Frauenorchester von Auschwitz**“, die bei den **Bühnen Krefeld/Mönchengladbach** 2006 die Spielzeit eröffnete.

Sein nun im Auftrag des **Richard Wagner – Verbandes Dortmund** komponiertes Werk, betitelt “**Die alte Weise sehnsuchtsbang**“ ist ein ungefähr zwanzigminütiges Variationswerk, das auf der Hirtenweise aus “**Tristan und Isolde**“ basiert. Es ist eine großflächige Komposition, die eine starke Orchesterbesetzung erfordert. Die melancholische Englischhorn-Passage aus dem 3\. Akt des “**Tristan**“ wird als Zitat übernommen und variiert.

Die **Dortmunder Philharmoniker** unter **Anton Mariks** Leitung spielten das Stück sehr engagiert und differenziert. Einfach großartig war die Englischhorn-Spielerin des Orchesters, Christiane Dimigen, die verdient starken Beifall bekam. Aber auch Dirigent und Orchester, sowie der anwesende Komponist wurden mit herzlichem Beifall bedacht.

![Theater Dortmund / Anton Marik © Theater Dortmund](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2013/02/foto-anton-marik.jpg "Theater Dortmund / Anton Marik © Theater Dortmund")

Theater Dortmund / Anton Marik © Theater Dortmund

Es folgten die fünf Lieder auf Gedichte von **Mathilde Wesendonck** von **Richard Wagner** in der Instrumentierung von **Felix Mottl**. Die Solistin, die amerikanische Mezzosopranistin Jane Henschel, war einige Jahre Mitglied der **Dortmunder Oper** und startete von hier ihre Weltkarriere.

Die Wesendonck-Lieder sind bedeutende Kompositionen in **Wagners** Schaffen.

**Jane Henschel** sang sie an diesem Abend mit einer großen Tonschönheit, wunderbar offen in der Höhe und im unteren Register sonor, ohne künstliche Abdunkelung. Es gab nicht eine einzige Phrase, wo die Stimme Mühe hatte mit der Musik. Mit großer Textverständlichkeit konnte sie auch die Inhalte der emotionsreichen Gesänge vermitteln. Marik und das Orchester begleiteten subtil und aufmerksam und wussten die sehr farbenreiche Orchesterfassung von Mottl ins beste Licht zu rücken.

![Theater Dortmund / Jane Henschel © Barbara Eichinger](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2013/02/henschel_coprightbarbara-eichinger.jpg "Theater Dortmund / Jane Henschel © Barbara Eichinger")

Theater Dortmund / Jane Henschel © Barbara Eichinger

Nach der Pause gab es Ausschnitte aus “**Tristan und Isolde**“. Zu hören waren das Vorspiel zum 1\. Aufzug, Brangänes Warnung aus dem 2\. Akt (von **Jane Henschel** aus dem Off gesungen), sowie das Vorspiel zum 3\. Akt mit der Hirtenweise und dem **Liebestod Isoldes**, diesen aber nur orchestral. Viele Zuhörer hätten sich sicherlich gewünscht, dass **Frau Henschel** den Liebestod gesungen hätte.

Die Ausschnitte klangen stringent und sehr ausgeprägt in den dynamischen Abstufungen. Mariks Tempo war moderat und ließ den Musikern viel Raum zu solistischer Entfaltung.

Es gab viel Beifall für alle Mitwirkenden.

**IOCO** / UGK / 05.02.2013

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