> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://www.ioco.de/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# Cottbus, Staatstheater Cottbus, MAZEPPA - Pjotr I. Tschaikowski, 25.10.2020
- URL: https://www.ioco.de/cottbus-staatstheater-cottbus-premiere-mazeppa-25-10-2020/
- Published: 2020-10-12T09:00:17.000Z
- Updated: 2023-09-06T13:04:58.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Kritiken, Oper & Operette, Cottbus

![cottbus.jpg](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/io/wp-content/gallery/opern_logos/cottbus.jpg "Staatstheater Cottbus")

[Staatstheater Cottbus](http://www.staatstheater-cottbus.de/?ref=ioco.de)

![Staatstheater Cottbus © Marlies Kross](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2015/03/cottbus_marlies_kross_72_b.jpg)

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

# ***MAZEPPA*  von Pjotr I. Tschaikowski**

****Libretto Pjotr I. Tschaikowski und Viktor P. Burenin, nach dem Gedicht Poltava von Alexander S. Puschkin** 

# Premiere Sonntag 25\. Oktober 2020, 18.00 Uhr, ***Aufführung in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln***

**Tschaikowskis *Mazeppa,*** das ist Grand opéra auf Russisch: ein Historienbild, eine Studie über die Bewegungen der Massen – zugleich aber ein einfühlsames Psycho-gramm der Gewinner und Verlierer der Geschichte.

Der Untergang einer Welt, Krieg und Zerstörung, die Angst der Bevölkerung in Krisen-zeiten: diese Themen der Oper nimmt Regisseurin **Andrea Moses** zum Ausgangspunkt für ihr politisches Musiktheater. In ihrer neuen Inszenierung am **Staatstheater Cottbus** spürt sie einer großen gesellschaftlichen Erzählung unserer Zeit nach: dem Untergang des sogenannten Ostblocks. Gemeinsam mit Bühnenbildner **Christian Wiehle**, dem Vi-deokünstler **René Liebert** und Kostümbildnerin **Meentje Nielsen** zieht die Regisseurin Parallelen zwischen der neueren Geschichte der Ukraine und der (ost-)deutschen Wen-dezeit. In einer aufwendigen Videoinstallation, die den Chor in Erinnerungsbildern auf die Bühne projiziert, verschwimmen die Zeiten zwischen Gestern und Heute.

Der Titelheld **Mazeppa** ist tatsächlich eine Ikone der ukrainischen Geschichtsschrei-bung – ein klassischer Antiheld auf russischer Seite. Als ehemaliger Verbündeter Zar Pe-ters I. im Großen Nordischen Krieg lief der ukrainische Kosakenhetmann zum Kriegs-gegner, dem schwedischen König Karl XII., über, um die Ukraine als eigenen Machtbe-reich von russischer, respektive polnischer Vorherrschaft zu lösen. Der Plan misslingt: In der berühmten Schlacht von Poltawa werden Karl XII. und Mazeppa geschlagen. Sie fliehen ins Exil im Osmanischen Reich, wo Mazeppa wenig später stirbt.

In ihrem Libretto nach einem Gedicht von **Alexander Puschkin** verbinden **Tschaikowski** und sein Textdichter **Viktor Burenin** die historischen Fakten mit einer Liebeshandlung: Im Hause der alteingesessenen Familie Kotschubej hält der alte Mazeppa um die Hand der Tochter Maria an – seines Patenkindes! Der Vater lehnt ab, Maria muss sich ent-scheiden und geht mit dem älteren Geliebten. Die politische Intrige Mazeppas reißt in-dessen alles und jeden in den Abgrund … Musikalisch verwebt Tschaikowskis Oper ukrainische Folklore, sinfonische Dichtung, lyrische Seelenzergliederung und politische Agitation. In großen Chorszenen schildert er minutiös die Verführbarkeit, das Erbarmen und die Gewalt der Massen. Daneben tre-ten in ariosen Passagen und volksliedhaften Chören die privaten Sehnsüchte der Figu-ren zu Tage.

Den Ausgleich zwischen Psychologie und Politik stellt GMD **Alexander Merzyn** am Pult des **Philharmonischen Orchesters** her und zeigt Tschaikowski in seinem einzigartigen Stilreichtum zwischen Russland und Europa. Für den Chor, der im 1\. Rang auch live das Geschehen begleitet, zeichnet Chordirektor **Christian Möbius** verantwortlich. Als Kosakenhetmann Mazeppa gibt **Andreas Jäpel** sein Rollendebüt und kann an Rollen der vergangenen Spielzeiten, u.a. Wagners „Fliegenden Holländer“, anknüpfen. In der Partie der jugendlichen Geliebten Maria ist die Sopranistin Kim-Lillian Strebel erstmals in Cottbus zu erleben. Sie gehört seit dieser Spielzeit zum Musiktheaterensemble des Hauses.

Musikalische Leitung: GMD **Alexander Merzyn**Regie: **Andrea Moses**Bühne: **Christian Wiehle**Kostüme: **Meentje Nielsen**Kostüm-Mitarbeit: **Clementine Pohl**Video: **René Liebert**Lichtdesign: **Reinhard Traub**Choreinstudierung: **Christian Möbius**Dramaturgie: **Michael Höppner, Katharina Duda**

\---| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |---