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# CD - Rezension, Der Ring des Nibelungen - Richard Wagner, IOCO Kritik, 26.12.2018
- URL: https://www.ioco.de/cd-rezension-der-ring-des-nibelungen-richard-wagner-ioco-kritik-26-12-2018/
- Published: 2018-12-27T08:00:36.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:51:08.000Z
- Author: Michael Stange
- Tags: Oper & Operette, Kritiken, giuseppe verdi, Verdi

![NAXOS / Der Ring des Nibelungen - mit Jaap van Zweden © NAXOS Deutschland](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/12/01-van-zweeden-ring-copyright-naxos-deutschlandneu.jpg)

NAXOS / Der Ring des Nibelungen - mit Jaap van Zweden © NAXOS Deutschland

***Der Ring des Nibelungen* \- Richard Wagner** 

**Digitale Zauber aus: Hongkong / NAXOS versus Bayreuth**

Von **Michael Stange**

**Naxos,** der weltweit größte Anbieter für klassische Musik, und natürlich die ***Bayreuther Festspiele*** bietet faszinierende CD-Produktionen des ***Ring des Nibelungen*** von **Richard Wagner. Michael Stange** bespricht im folgenden für ***IOCO*** die folgenden Aufnahmen:  

Die **Naxos**\-Eigenproduktion des **Ring des Nibelungen** unter **Jaap van Zweden** mit dem **Hongkong Philharmonic Orchestra**, entstanden in den Jahren 2015 -2018.

Den Mitschnitt des **Ring des Nibelungen** der **Bayreuther Festspiele** von 2008 unter **Christian Thielemann** von ***Opus Arte.***

Der hauseigene **Naxos-Ring** wurde in Hong Kong, wo das das Label seinen Sitz hat, zwischen 2015 und 2018 eingespielt. Geschuldet ist der Firmensitz der Vita des **Naxos-**Gründers **Klaus Heymann.** In Deutschland geboren setzte er seine Berufslaufbahn 1967 in Asien fort. Während des Vietnamkriegs organisierte er dort den Vertrieb einer US-amerikanischen Soldatenzeitung. Nebenher gründete er ein Versandgeschäft für Uhren, Kameras und Hifi-Artikel und importierte Klassik-LPs. In der Folge übernahm er den Asien-Vertrieb diverser unabhängiger Plattenlabel und gründete – und nicht ohne Hintergedanken – sein erstes eigenes Label Marco Polo. Die Idee war, seiner Frau, der japanischen Violinistin **Takako Nishizaki,** eine Plattform zu bieten, nahezu unbekannte Werke zu veröffentlichen. 1987 folgte dann die Gründung des Labels **Naxos.** Seitdem sind eine Vielzahl von Veröffentlichungen erschienen, die sich stets durch eine ausgezeichnete Aufnahmetechnik und qualitativ hochwertige Interpretationen auszeichnen.

![Richard Wagner Bayreuth © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/12/richard-wagner-foto-ioconeuneu2018.jpg)

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Den Tonmeistern ist es gelungen, einen ***Ring des Nibelungen*** aufzunehmen, der alle aufnahmetechnischen Finessen und Möglichkeiten des digitalen Zeitalters vollendet auf die Silberscheibe bannt. Orchester und Sänger sind perfekt aufeinander abgestimmt. Das Klangbild ist phänomenal ausbalanciert. Verblüffend gelingt auch die Erzeugung eines mehrdimensionalen Klangraums in Breite und Tiefe. Wenn die ***Rheintöchter*** im Finale des **Rheingolds Wotan** anrufen glaubt, sie aus der Tiefe des Rheins zu hören.

Auch Lautsprecher, die nicht durch Basslastigkeit glänzen, bringen selbst die tiefen Töne der Hörner und Pauken wirklichkeitsgetreu hervor. Diese filigrane Aufnahmetechnik und klangliche Finesse allein überwältigt.

Auf der beigefügten USB Karte erläutert Produzent und Tonmeister **Phil Rowlands** die Details des Aufnahmeverfahrens, wie er mit den Mikrofoneinstellungen experimentiert hat und dass das Abmischen von wenigen Minuten Aufnahmezeit oft Stunden in Anspruch genommen hat. Seine Arbeit macht die Aufnahme in tontechnischer Hinsicht zum Meilenstein und zur Messlatte für neue Opernaufnahmen.

Wem die in kompakten CD Boxen zu schwer sind, der kann den Ring auch über den **Naxos** Streamingdienst **NAXOS Music Library** in achtbaren, klangvollem 320 kbs im AAC-Format hören. Erforderlich ist dafür ein Abonnement. Alternativ bieten zahlreiche regionale Büchereien oder Bibliotheken ihren Kunden einen Zugang zur digitalen Naxos-Bibliothek an. Erhältlich ist die Naxos Aufnahme auch als Blue Ray Audio DVD. Im Downloadbereich werden weitere hochauflösende Stereo-Daten-Formate angeboten, darunter auch **DSD 2.8MHZ** und **DSD 5.6MHZ.**

Dies entspricht bzw. übertrifft die Qualität der ***Super Audio CDs*** (SACD). Aufgrund der hohen Klangqualität ist dies überaus begrüßenswert; so wird vom Tabletnutzer bis zum High-End Stream für alle Zielgruppen ein passendes Tonformat geboten. Die CD Ausgabe ist klanglich so gut gelungen, dass sie an Klangfülle, Auflösung und Tonumfang mit den anderen High-End Formaten mithalten kann und durch handliches Format überzeugt.

![NAXOS / Der Ring des Nibelungen - hier: Jaap van Zweden © Ramond HoHK Phil](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/12/03-foto-jaap-van-zweden-copyright-ramond-hohk-philneu.jpg)

NAXOS / Der Ring des Nibelungen - hier: Jaap van Zweden © Ramond HoHK Phil

**Jaap van Zweden** zeichnet die Partitur als Erzählung ohne Prunk und Pathos; seine Tempi begleiten die Handlung in bestrickender und spannender Weise. Klangschönheit paart sich mit mitreißenden Akzenten. Der Fluss des Dramas und die Spannungsbögen werden mit den Sängern gestaltet und entwickelt. Der Orchesterklang ist durchsichtig, kraftvoll und an entscheidenden Stellen dramatisch zupackend. Das Klangbild bleibt vom ***Rheingold*** bis zur ***Götterdämmerung*** durchsichtig und ausgewogen. Streicher und Holzbläser atmen und werden nie zugedeckt.

Dadurch sind die filigranen und oft polyphonen Melodienführung der Partituren stets präsent. **Van Zweeden** und sein Orchester bringt die vielschichtigen, schillernden Harmonielandschaften der einzelnen Teile des Ringes brilliant zum klingen. Das balancierte Zusammenspiel lässt alle Instrumente durchscheinen und bringt Wagners Werk packend und präzise auf die Klangbühne.

Schon im **Rheingold** meint man beim Gesang der Rheintöchter die Sonne in die Tiefen des Rheins herabblinzeln zu sehen. Aufwühlend dramatische auch ***Alberichs*** Höhle, der 1\. Akt ***Walküre*** und das ***Siegfried*** Finale. Der 3\. Akt ***Walküre*** zeichnet sich durch einen Walkürenritt ohne Pathos und Blechgetöse aus. Gerade hier gelingt eine Orchesterführung, die sich ganz der menschlichen Tagödie zwischen ***Brünnhilde*** und ***Wotan*** widmet, den Sängern den Vortritt lässt und sie einfühlsam begleitet.. Die ***Götterdämmerung*** setzt dem Ganzen in ihrer Wucht und orchestralen Pracht die Krone auf. Hier merkt man, dass das **Hong Kong Philharmonic Orchestra** in den vier Jahren der Befassung mit Wagner seinen eigenen Stil gefunden hat und das schon im ***Rheingold*** brillante Spiel wird in der **Götterdämmerung** durch abgründige Orchesterfarben und noch diferrenziertes Spiel als zum Beginn der Tetralogie gekrönt.

Höchstes Niveau erreicht auch die Sängerriege. Das gesamte Ensemble ist so wortdeutlich, dass man kein Textbuch braucht. Trotz des Konzertsaals sind die Sänger darstellerisch zutiefst involviert. Der Chor der **Götterdämmmerung** zeichnet sich Klangschönheit, und Dynamik aus und hebt sich aus vielen Konkurrenzaufnahmen wohltuend hervor.

![NAXOS / Der Ring des Nibelungen - hier : Gun-Brit Barkmin © Ka Lam/HK Phil](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/12/04-foto-gun-brit-barkmin-copyright-ka-lamhk-philneu.jpg)

NAXOS / Der Ring des Nibelungen - hier : Gun-Brit Barkmin © Ka Lam/HK Phil

Beeindruckend sind auch die Solistinnen. Die ***Götterdämmerungs-Brünnhilde*** von G**un-Brit Barkmin** ist ein gesanglicher Höhepunkt dieses ***Ringes.*** Mit ihrer jugendlich dramatisch, leuchtenden Stimme beherrscht sie die Partie in staunenswerter Weise. Mit berückendem, lyrisch samtweichen Timbre und leuchtender Höhe nimmt sie Abschied von ***Siegfried;*** verhangen melancholisch gestaltet sie das Wiedersehen mit ***Waltraute.*** Im Racheterzett des 2\. Akts und in **Brünnhildes** Schlussgesangs gelingen ihr gesanglich und gestalterisch große, intensive Momente. Sie füllt die Partie stimmlich mit ihrer leuchtenden Höhe und ihrem klangschönen Sopran vollständig aus. Was für eine beeindruckende Stimme, die Schönheit, Gesangstechnik und interpretatorischen Tiefgang miteinander vereint. Sie ist eine weitere große Überraschung dieses Ringes.

Herausragend auch **Heidi Melton** als ***Sieglinde*** und **Siegfried-Brünnhilde.** Ihr hochdramatischer Sopran ist von großer Wucht. Mit beindruckende Klangfarben und glühender Gestaltungsfähigkeit gestaltet sie beide Rollen. **Petra Lang** ist eine klangschöne, technisch sichere ***Walküre-Brünnhilde.*** Insbesondere im 3\. Akt der **Walküre** hat sie große lyrische Momente mit rundem warmen Ton. **Michelle De Young** ist als ***Fricka*** darstellerisch ungemein intensiv, fällt aber gegenüber den Sopranen mit ihrem in der Mittellage verschatteten Ton und häufigem Tremolo auch als ***Waltraute*** in der Götterdämmerung gegenüber den übrigen Sängerinnen ab.

**Matthias Goerne** hat bei **Naxos** seine ersten ***Wotane*** und den ***Wanderer*** eingespielt. Klangschön, strömend, überaus differenziert und textdeutlich lotet er die Partie aus. Sein **Wotan** ist von der Tragödie des Scheiterns gezeichnet und kein herrischer Gottvatervater. Allerdings fehlt ihm etwas die heldenbaritonale Wucht und die durchschlagskräftige Höhe. Gleichwohl ein interpretatorisch gelungenes und wichtiges Rollendebut. Textbehandlung und Gestaltung sind vorbildlich.

Auch die Heldentenöre sind gut besetzt. **Daniel Brenna** ist ein **Götterdämmerungs-Siegfried** von großer Poesie und heldischer Attacke. Stuart Skelton ist stimmlich mit seinem baritonalen Timbre ein heroischer Siegmund. Simon O’Neills Siegfried gelingt mit Strahlkraft und Schmelz ein eindrucksvolles Portrait des jungen Siegfried. Kim Begley ist ein differenzierter und tückischer Loge. Herausragend auch der schwarze Hagen von Eric Halvarsson. Dirigat, Sängerriege und die überirdische Klangqualität überwältigen. Ein großer Wurf und eine wichtige Ergänzung der überreichen Ring-Discografie.

**Christian Thielemann** setzt mit ***Opus Arte*** die Aufnahmen der Bayreuth-Ringe der neunziger Jahre fort, **Daniel Barenboim** folgend. Grundlage sind die Rundfunkbänder des Bayrischen Rundfunks. Der Vorzug der Aufnahme liegt in der Live-Atmosphäre. Sie fängt die Akkustik des **Bayreuther Festspielhauses** mit seinem verdeckten Orchester detailgetreu ein. Beim Zuhören glaubt man, im dortigen Zuschauerraum zu sitzen.

Die Klangwogen nach **Wagners** Vorstellung überwältigen und akkustisch wird nicht getrickst. Hifi-Enthusiasten sollten bedenken, dass tiefgestaffelter Raumklang und die Auffächerung von Sängern sowie Orchester aufgrund der akustischen Gegebenheiten des Aufnahmeortes fehlen.

**Thielemann** entwickelt schon im ***Rheingold*** ein mystisches Klangbild. Er beleuchtet **Wagners** das **Wagners** Musikdrama in allen Facetten von der menschlichen Tragödie über die Verstrickungen zwischen Macht, Gewalt und Leidenschaft. Tonal gelingt ein klanglich nuancierter bestrickender Zauber. **Thielemanns** architektonische angelegte musikalische Konzeption verbindet den inneren Zusammenhang des jeweiligen Stücks, wie auch der vier Werke zueinander. Dramatische Situationen werden durch das fließende Dirigat miteinander verknüpft; sie zerfallen nicht in lose symphonische Ausleuchtungen einzelner Passagen. **Thielemann** kostet schwelgerisch die Partitur aus, schafft aber auch durch teilweise rasche Tempi ein Klangbild, dass stets mitreißt.

Es ist hörbar, dass **Christian Thielemann** sein Musizieren auch unter dem Aspekt begreift, einen bestimmten, tradierten Musik und Dirigierstil zu bewahren. Dieser zum Teil als überholt gelten Ansatz wurde von ihm in einem Interview mit der Zeit damit begründet, dass Dirigenten wie **Hans Knappertsbusch, Wilhelm Furtwängler** oder **Bruno Walter** freier und freizügiger musiziert haben.

![ Christian Thielemann © Bayreuther Festspiele / Jochen Quast](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/12/05-christian-thielemann-cbayreuther-festspiele-jochen-quastneu.jpg)

Christian Thielemann © Bayreuther Festspiele / Jochen Quast

**Christian Thielemann** liefert aber kein Plagiat dieser Musikgrößen ab sondern entwickelt eine überzeugende, eigenständige, auftrumpfende und mitreißende Ringdeutung. Man nimmt ihm ab, dass er den interpretatorischen Geist seiner Vorgänger aufgreift, ohne aber beispielsweise die breiten Tempi von Hans Knappertsbusch nachzuahmen. Was **Thielemanns** Interpretation so auszeichnet, ist dass er mit dem klang- und farbenreichen Orchester und ein furioses Klangfeuerwerk entzündet. Der musikalischen Fluss und Wagners Zuversicht, dass im Ende immer ein Anfang liegt bei ihm interpretatorisch in den besten Händen.

Das **Bayreuther Orchester** ist gleichsam die Nationalmannschaft der deutschen Orchester, die ihre Sommerferien mit **Richard Wagner** in Bayreuth verbringen. Als Team gingen sie mit **Thielemann** in das dritte Jahr dieser Ring Inszenierung, so dass genug Proben und Aufführungen hinter ihnen lagen, um ein packendes musikalisches Portrait abzuliefern.

Sängerisch wird hohes Niveau geboten: **Albert Dohmen** ist ein lyrischer, innwendiger ***Wotan*** mit großem gesanglichen Momenten. Mit Textdeutlichkeit und berückendem Timbre gestaltet er - wie **Goerne** bei **Naxos** \- einen sinnenden, schicksalsergebenen Göttervater. **Linda Watson** singt ***Brünnhilde*** mit leuchtenden Töne und unermüdlicher Stimmkraft. **Stephen Gould** ist ein lyrischer **Siegfried** mit poetischen Ton und großer Attacke. **Endrik Wottrich** singt einen packenden Siegmund mit Feuer und intensiver Gestaltung. **Eva-Maria Westbroek** ist ein lyrische, blühende ***Sieglinde*** mit betörender Stimme und großer Strahlkraft. **Kwangchul Youn** ist ein bedrohlicher **Hunding** und **Hans-Peter König** ein stimmgewaltiger ***Hagen.***

Für Thielemann-Fans und Bayreuth-Liebhaber eine ausgezeichenete Wahl. Der Mitschnitt der **Bayreuther Festspiele** von 2008 punktet klanglich deutlich vor dem **Thielemann *Ring*** aus der **Wiener Staatsoper,** der mir bei kurzem Hören hinsichtlich der Klangqualität auch für einen Rundfunkmitschnitt recht fragwürdig schien.

 ***Der Naxos Ring - Bayreuther Festspiele Ring :*  Ein Fazit** 

Der **Naxos Ring** zieht den Hörer in den Bann. **Van Zweeden** geleitet den Hörer - wiegleichsam **Dante** von **Vergil** \- musikalisch erläuternd durch **Wagners** Welten und zieht ihn in den Bann. Klanglich faszinierend wird höchstem Niveau musiziert. Wortdeutlichkeit und Hörbarkeit aller Instrumente im Orchester machen die Aufnahme gerade für **Wagner-**Einsteiger und Kenner ihn zum Muss. Er präsentiert die alle Farben des Orchesters und die Vielfalt von Wagners Ring-Instrumentation in unvergleichlicher Weise.

**Thielemann** ist für meine Ohren intensiver, dramatisch dichter und mitreißender. Er legt jede Verstrickung dar und er entlockt der Partitur das Bayreuther Feuer. Damit hat er ein zentrales Ring-Portrait in der Bayreuther Klangtradition geschaffen und mit starker künstlerischer Handschrift eine bleibende Ringinterpretation auf Tonträger gebannt.

![Richard Wagner in Venedig © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2018/12/wagner-haus-venedig2_conny_neuneu.jpg)

Richard Wagner in Venedig © IOCO

Beide Ringe werden **Richard Wagners** Werk auf hohem Niveau in unterschiedlicher Weise gerecht; zeigen sie doch eindrucksvoll verschiedene musikalische Deutungsmöglichkeiten. Beide Aufnahmen verdienen so vordere Plätze in der großen Ring Discografie.

**Weitere Empfehlungen - *Der Ring des Nibelungen*** 

Wer Historisches in gutem Klang sucht ist mit dem ***Keilberth Ring*** bei **Testament** ausgezeichnet bedient. Die Bayreuther Ring-Garde der 50er Jahre singt in Breitwand Stereo: *Ein Jahrhundert Ring.*

Digitales in Hollywood-Dimension liefert **James Levine** bei der **Deutschen Grammophon.** Pluspunkte sind zudem die stimmlich unerreichten heldische Wotane und der **Wanderer** von **James Morris.** Er ist der klangschönste und heldischste ***Wotan*** auf CD. Maßstäbe setzt auch Reiner Goldberg als Götterdämmerungs-Siegfried. Beeindruckend auch **Hildegard Behrens** als berührend menschliche ***Brünnhilde.*** Tontechnisch ist allerdings die Aufnahme des ***Siegfried*** seltsam abgemischt. Die Sänger werden zum Teil unvorteilhaft überdeckt und klingen verschattet.

Hörenswert und ohne sängerische Beeinträchtigungen auch die Ringe des Nibelungen unter **Wilhelm Furtwängler. Kirsten Flagstad**, Max Lorenz und **Ferdinand Frantz** machen den ***Scala Ring*** zu einem zeitlosen Wagnermuseum und wer sich für den Ring aus Rom entscheidet begegnet der unvergleichlichen **Martha Mödl** als ***Brünnhilde*** und dem Jahrhundert ***Tristan* Ludwig Suthaus.**

\---| IOCO CD-Rezension |---