Wien, Wiener Staatsoper, Ballettdirektor Martin Schläpfer – Spielplan 2021/22, IOCO Aktuell, 19.06.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Wiener Staatsoper – mit –  neuem Management

Historie – Visionen – Spielplan 2021/22

von  Viktor Jarosch

Die Wiener Staatsoper ist mehr als unterhaltsames Musiktheater. Die Wiener Staatsoper und ihr Umfeld spiegeln, in Wien sichtbar und spürbar, erlebbar gewordene Kultur. „Kultur als Teil des Alltags von Jedermann“. So sehen es viele Wiener, wenn sie über „ihre“ Staatsoper sprechen. Mit über 600.000 Besuchern jährlich, vielen wegweisenden Produktionen, mit hoher Popularität bei Ausländern (über 25% der Besucher) und den Wiener*innen,  dazu über viele Jahre „solides“  Wirtschaften machten die Wiener Staatsoper zum weltweit bewundertem Aushängeschild Österreichs für Kultur im Leben, für frohes Leben mit  Kultur.

Mit großem Interesse kommuniziert IOCO deshalb die im Sommer 2020 in der Nachfolge von Dominique Meyer angetretene neue Leitung der Wiener Staatsoper. Heute stellt IOCO das Management und, im Besonderen, Ballettdirektor Martin Schläpfer und seinen Spielplan für die Spielzeit 2021/22 vor.

Das neue Staatsoper Management

    • Bogdan Roscic, *1964 in Belgrad, neuer Intendant der Staatsoper; in Wien „Direktor“-Titel. Zuvor leitete Roscic bei SONY MUSIK die Klassik Sparte: Ein Seiteneinsteiger ohne Vita in der Leitung großer Theater. Die Vorgabe: Dominique Meyer hinterließ ein formidable aufgestelltes, weltweit anerkanntes Staatstheater mit dauerhaft hohem Besucherzuspruch: in Zahlen, Auslastung 99%. Bogdan Roscic hat bisher keine Ambitionen geäußert, die hohen Besucherzahlen als Messlatte zu übernehmen.
    • Martin Schläpfer, *1959 in Altstätten, Schweiz, Ballettdirektor der Wiener Staatsoper. Seit 2009 leitete Schläpfer als Ballettdirektor das Ballett am Rhein Düsseldorf /Duisburg. Schläpfer löste am Rhein Youri Vámos und dessen populäres, zeitadäquat abendfüllendes Handlungsballett radikal ab. Martin Schläpfers meist spezielle Choreographien überzeugten oft künstlerisch;  der Besucher-Zuspruch  stürzte unter Martin Schläpfer  jedoch dramatisch ab. IOCO hinterfragte so seit 2011 wiederholt die niedrige  Auslastung seiner Produktionen; Schläpfer verweigerte hierzu beständig Erstmals 2020, zu einer einzelnen Schwanensee-Choreographie (Keine Schwäne: Rockerbanden kämpfen dort gegeneinander), nannte man Besucherzahlen und Auslastung: welch Wunder, diese waren ausnahmsweise hoch. IOCO publiziert so seit 2013 unwidersprochen gebliebene Auslastungs-Schätzung von 65-70%  für das Ballett am Rhein unter Schläpfer. siehe link HIER! Manuel Legris, Vorgänger von Martin Schläpfer an der Wiener Staatsoper, verabschiedete sich von der Wiener Staatsoper mit einer Auslastung „seines“ Staatsballetts von 99%. IOCO wird den Besucherzuspruch in Wien zukünftig aktiv beobachten.
    • Philippe Jordan, *1974 in Zürich, seit 2020 Musikdirektor der Wiener Staatsoper. Jordan begann seine Laufbahn als Kapellmeister am Stadttheater Ulm. 1998 wechselte er als Assistent Daniel Barenboims und Kapellmeister an die Berliner Lindenoper, 2001 bis 2004 war er Chefdirigent der Oper Graz. 2006 bis 2010 kehrte Philippe Jordan als Principal Guest Conductor an die Staatsoper Unter den Linden nach Berlin zurück. 2014 übernahm Jordan den Chefposten bei den Wiener Symphonikern.

Martin Schläpfer stellt sich vor
youtube Trailer Wiener Staatsoper
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Martin Schläpfer, Ballettdirektor – Spielzeit 2021/22 – Gedanken, Spielplan

»Die Programmierung einer Spielzeit – so klar und einfach sie schlussendlich idealerweise vor uns steht – ist etwas Hochkomplexes. Zum einen geht es darum, die Tänzerinnen und Tänzer künstlerisch und tanztechnisch so zu inspirieren, zu fordern und zu fördern, dass sie als Solistinnen und Solisten, aber auch als Ensemble zu glänzen vermögen, sich als Teil einer Vision verstehen und stolz auf dieses Wiener Staatsballett sein können. Dies überträgt sich dann auf unser Publikum. Dieses zu berühren und für diese großartige  Kunst, die der Tanz ist, nicht nur zu begeistern, sondern auch dazu zu bewegen, für ihn einzustehen, ist für mich ein weiterer zentraler Punkt. Und natürlich geht es auch darum, die Feuilletons und Medien zu interessieren und durch ihre Arbeit den Tanz als eine Kunstform zu reflektieren, die mitten in unserer Gegenwart angesiedelt ist. Für mich muss eine Planung so hochstehend, so vielfältig, so vielschichtig sein, dass sie international heraussticht. Erst danach frage ich mich, wie sie realisierbar ist – immer auch mit dem Blick auf die musikalischen, dramaturgischen und Design-Fragen, alles idealerweise eins auf Augenhöhe.«

Martin Schläpfer

Welche Bilder von der Welt, vom Menschen, vom Künstler, vom Körper entfaltet der Tanz? Welche Verbindungen entstehen zwischen Bewegung, Musik und Raum? Wie werden Traditionslinien weiter- oder überschrieben? Welche Impulse vermag das klassische Ballett unserer Gegenwart zu geben? Der Spielplan 2021/22 des Wiener Staatsballetts lädt zu vielfältigen Wechselspielen ein.

Je drei Premieren an der Wiener Staatsoper sowie der Volksoper Wien bringt Ballettdirektor und Chefchoreograph Martin Schläpfer 2021/22 heraus. Hinzu kommt in der Wiener Staatsoper die Nurejew-Gala sowie in der Volksoper das neue Format Plattform Choreographie.

Premieren

Martin Schläpfer © IOCO

Martin Schläpfer © IOCO

Zwei große Tanzwerke Martin Schläpfers bilden die Eckpfeiler der Saison. Seiner Uraufführung zu Haydns Oratorium Die Jahreszeiten im April 2022 steht zur Eröffnung der Spielzeit die von Jänner auf September verschobene Premiere von Ein Deutsches Requiem in der Volksoper Wien gegenüber: Zwei jeweils auch Solisten und die Chöre beider Häuser einbindende Ballettproduktionen, die eindringliche Bilder vom Menschen entwerfen und mit dem Tanz in die zentralen Fragen des Lebens vordringen. Mit Haydns Zeitgenossen Beethoven wird Martin Schläpfer sich in einer weiteren Uraufführung auseinandersetzen und die 2020 begonnene kreative Arbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts intensivieren: In Sonne verwandelt nennt er sein Ballett zu Beethovens 4. Klavierkonzert in der Volksopern­ Premiere Begegnungen.

Weitere wichtige Künstler der Gegenwart sind mit ihren Handschriften erstmals beim Wiener Staatsballett vertreten: Mit Marco Goecke konnte Martin Schläpfer einen Choreographen gewinnen, der mit seiner buchstäblich »unter die Haut« gehenden Kunst wie wenige andere in den letzten Jahren zu einem ganz eigenen Stil gefunden hat. Zu zwei Sätzen aus Mahlers 5. Symphonie stellt er im Rahmen der Premiere im siebten Himmel  sein neues Werk für das Wiener Staatsballett vor und gibt damit zugleich sein Wien-Debüt im Haus am Ring.

Erstmals sind aber auch Werke der beiden Meister der amerikanischen Postmoderne Lucinda Childs und Merce Cunningham mit dem Wiener Staatsballett zu erleben, und erstmals vertraut die große belgische Tanzkünstlerin Anne Teresa De Keersmaeker der Compagnie eines ihrer Werke an.

Andrey Kaydanovskiy, Tänzer des Ensembles und längst vielgefragter Choreograph, hat sich den Komponisten Christof Dienz als Partner für eine Uraufführung gesucht. Fortgesetzt wird die 2021 begonnene

Zusammenarbeit mit Alexei Ratmansky. Der Niederländer Hans van Manen gehört weiterhin zu den festen Säulen des Spielplans ebenso wie die beiden Neoklassiker George Balanchine und Jerome Robbins. Neben Symphony in C kehrt mit den Liebeslieder Walzern zur Musik von Brahms ein Balanchine-Werk in den Spielplan zurück, das auf unvergleichliche Weise eine Brücke zwischen der New Yorker Neoklassik und der Tanzkultur der Donaumetropole schlägt- ein Wien-Ballett in der Premiere Liebeslieder, dem Martin Schläpfer mit seiner Neueinstudierung von Marsch, Walzer, Polka in der Premiere Im siebten Himmel antwortet.

Repertoire

Aus dem Repertoire des Wiener Staatsballetts sind in der Spielzeit 2021/22 drei abendfüllende Handlungsballette auf dem Spielplan: John Crankos Onegin, Elena Tschernischovas Gise//e sowie Rudolf Nurejews Schwanensee.

Drei weitere Programme zeigen Tanzkunst des 20. und 21. Jahrhunderts: Zum Auftakt der Saison folgt die eigentliche Aufführungsserie von Tänze Bilder Sinfonien, das im Juni 2021 mit nur einer Vorstellung zur Premiere kommt. Erneut am Spielplan ist das Robbins-Balanchine-Programm A Suite of Dances. Seine Publikumspremiere wird Mahler, live mit Hans van Manens Live und Martin Schläpfers erster Wiener Arbeit 4 erleben, nachdem eine Vorstellung im Dezember 2020 nur vor Kameras stattfinden konnte.

In der Volksoper Wien kommt Vesna Orlics beliebtes Familienballett Peter Pan zurück.

Sonderprogramme

Die alle zwei Jahre stattfindende Nurejew-Gala präsentiert zum Ende der Saison einen Tanzreigen von Petipa und Balanchine bis zu Bejart, van Manen, Schläpfer sowie Leon & Lightfoot, aber auch Flamenco.

Dem choreographischen Nachwuchs gibt Martin Schläpfer mit dem neuen, vom Ballettclub Wiener Staatsballett unterstützten Format Plattform Choreographie Raum zur Entwicklung eigener Ideen – vier bis sechs Miniaturen, choreographiert von Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts, die in der Volksoper Wien zu sehen sein werden.

Ensemble

Im Ensemble des Wiener Staatsballetts gibt es zwei große Veränderungen unter den Ersten Solotänzer*innen: Nina Polakova übernimmt ab der kommenden Spielzeit die Leitung des Slowakischen Nationalballetts, Robert Gabdullin hat sich entschieden, seine aktive Tänzerkarriere zu beenden und seine Erfahrungen fortan als Tanzpädagoge an junge Tänzer*innen weiterzugeben.

Auf ihre Positionen ist es Martin Schläpfer gelungen, zwei herausragende und vielseitige Erste Solisten zu verpflichten: Aus dem Stuttgarter Ballett wechselt Hyo-Jung Kang, aus dem Bayerischen Staatsballett München Alexey Popov nach Wien.

Neu im Corps de ballet sind in der Wiener Staatsoper Gaia Fredianelli und Victor Cagnin – beide Absolventen der Ballettakademie der Wiener Staatsoper. Ins Ensemble zurück kommt Alaia Rogers-Maman, die bereits von 2014 bis 2020 Mitglied des Wiener Staatsballetts war und in der vergangenen Saison beim Royal Swedish Ballet tanzte.

Aus der Jugendkompanie wechseln ins Corps de ballet der Volksoper Wien Barbara Brigatti und Marta Schiumarini, neu sind außerdem Vivian de Britta Schiller und Ginevra Ferratis.

Premieren

 

EIN DEUTSCHES REQUIEM

Martin Schläpfer

      1. September 2021, Volksoper Wien

IM SIEBTEN HIMMEL

Marsch, Walzer, Polka Martin Schläpfer Uraufführung

Marco Goecke Symphony in C George Balanchine

      1. November 2021, Wiener Staatsoper

LIEBESLIEDER

Other Dances Jerome Robbins Concerto Lucinda Childs

Liebeslieder Walzer George Balanchine

      1. Jänner 2022, Wiener Staatsoper

BEGEGNUNGEN

24 Preludes Alexei Ratmansky Uraufführung

Andrey Kaydanovskiy

In Sonne verwandelt (Uraufführung) Martin Schläpfer

      1. Februar 2022, Volksoper Wien

DIE JAHRESZEITEN (URAUFFÜHRUNG)

Martin Schläpfer

      1. April 2022, Wiener Staatsoper

KONTRAPUNKTE

Große Fuge

Anne Teresa De Keersmaeker Duets

Merce Cunningham Four Schumann Pieces Hans van Manen

      1. Juni 2022, Volksoper Wien

  Sonderprogramme

PLATTFORM CHOREOGRAPHIE
      1. & 19. Juni 2022, Volksoper Wien

NUREJEW-GALA

George Balanchine, Maurice Bejart, David Coria, Sol Le6n & Paul Lightfoot, Hans van Manen, Marius Petipa, Martin Schläpfer u.a.

      1. Juni 2022, Wiener Staatsoper

Repertoire

TÄNZE BILDER SINFONIEN

George Balanchine / Alexei Ratmansky / Martin Schläpfer

ab 17. September 2021, Wiener Staatsoper

A SUITE OF DANCES

Jerome Robbins / George Balanchine ab 12. Oktober 2021, Wiener Staatsoper

ONEGIN

John Cranko

ab 23. Dezember 2021, Wiener Staatsoper

PETER PAN

Vesna Orlic

ab 21. Jänner 2022, Volksoper Wien

GISELLE

Elena Tschernischova

nach Jean Coralli, Jules Perrot & Marius Petipa ab 15. Februar 2022, Wiener Staatsoper

SCHWANENSEE     –   Rudolf Nurejew

nach Marius Petipa & Lew lwanow ab 13. März 2022, Wiener Staatsoper

MAHLER, LIVE

Hans van Manen/ Martin Schläpfer Premiere vor Publikum: 2. April 2022

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Wien, Staatsoper Wien, L’incoronazione di Poppea – Gedanken von Olivier Fourés, IOCO Aktuell, 23.05.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

L’INCORONAZIONE DI POPPEA –  Gedanken von Olivier Fourés

„Eine Originalfassung wäre utopisch“

Premiere am 22.5.2021:  Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado, Inszenierung Jan Lauwers, Nerone Kate Lindsey, Poppea Slávka Zámecníková, Ottone Xavier Sabata, Ottavia Christina Bock, Seneca Willard White, Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker


Die Handlung der Oper

Prolog

Fortuna und Virtù, die Göttinnen des Glücks und der Tugend, zanken sich, wer von ihnen die mächtigere ist. Amor, der Gott der Liebe, tritt dazwischen und beansprucht für sich den obersten Rang.

1. Akt
Ottone treibt die Sehnsucht zu Poppea. Als er vor ihrem Haus zwei schlafende Soldaten antrifft, wird ihm klar, dass seine Geliebte schon Besuch hat: Kaiser Nerone ist bei ihr. Die Soldaten erwachen und beschweren sich über Nerones Affären und seinen fahrlässigen Umgang mit der Macht.Nerone verabschiedet sich von Poppea. Ehe er nicht Kaiserin Ottavia verstoßen hat…….


L’incoronazione di Poppea – Gedanken von Olivier Fourés

Olivier Fourés hat gemeinsam mit Pablo Heras-Casado, Dirigent der Produktion an der Wiener Staatsoper, die musikalische Fassung für die Wiener L’incoronazione di Poppea erarbeitet. Hier seine Gedanken zur Oper wie der Produktion,  von der Wiener Staatsoper veröffentlicht:

»Die Zukunft ist nichts als die Folge des Dialogs zwischen Gegenwart und Vergangenheit.«       Paul Morand

Olivier Fourés: Häufig wird behauptet, dass Monteverdis Poppea, uraufgeführt am Teatro S. Giovanni e Paolo in Venedig im Karneval 1642/43 (möglicherweise Ende Januar 1643, wenige Monate vor dem Tod des Komponisten), seine problematischste Oper sei. Wir kennen zwei musikalische Quellen, die erheblich voneinander abweichen: eine venezianische aus dem Jahr 1646 und eine neapolitanische von 1651. Und auch wenn ihre Szenenfolge dem anlässlich der Uraufführung gedruckten Scenario dell’opera reggia intitolata La coronatione di Poppea – welches anhand von Zusammenfassungen der einzelnen Szenen durch die Handlung führt – weitgehend entspricht, so stimmt doch keine der beiden Partituren mit einer der gedruckten Librettofassungen vollkommen überein.

Einführungsmatinee zu L´incoronazione di Poppea
youtube Wiener Staatsoper
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Da die musikalischen Quellen posthum erstellt wurden, ist die Annahme berechtigt, dass in ihnen Monteverdis Uraufführungsversion verändert wurde. Dennoch offenbart ihre Gegenüberstellung einen wichtigen gemeinsamen Kernbestand, der vermutlich der Originalversion entspricht, sowie die Tatsache, dass die Poppea schon bei der Uraufführung als Pasticcio aus Kompositionen verschiedener Musiker konzipiert war, zu denen offenbar Francesco Cavalli (Monteverdis Assistent und Hauptkopist der venezianischen Abschrift), Francesco Sacrati oder Benedetto Ferrari zählten; letzterer könnte Autor des berühmten Schlussduetts »Pur ti miro« sein, das erstmals in seinem Pastor Reggio (Venedig, 1640) erschienen war.

Wenn also die authentische Zuschreibung der Kompositionen voller Rätsel bleibt (und für die damalige Zeit keinerlei Bedeutung besaß) und Monteverdi also richtiger als Werkstatt-Leiter oder -Meister anzusehen ist, so sind die echten Probleme einer heutigen Wiedergabe vielmehr mit den musikalischen Quellen verknüpft: die venezianische stellt offenbar eine Cembalo-Stimme dar, sie enthält nur sehr wenige Angaben zu den Orchesterstimmen und umfasst zahlreiche Streichungen und Zusätze; die neapolitanische ist ordentlich kopiert und die Stimmen der Orchester-Ritornelle sind in der Regel ausgeschrieben, aber mehrere Passagen sind unleserlich geworden und in zahlreichen Takten blieben Basslinie oder Textunterlegung unausgeführt. Keine der beiden Quellen bietet eine präzise Instrumentierung.

Welchen Anspruch kann eine Wiederaufführung der Poppea heute stellen? Wenn auch eine Wiederherstellung der »Originalfassung« eindeutig trügerisch und utopisch wäre, laden die Solidität des Librettos und die Qualität und Menge der Musik dennoch dazu ein, diese Oper als Ganzes zum Leben zu erwecken. Man sollte aus der Not eine Tugend machen und sich die besondere Situation zunutze machen – die nur dann stört, wenn man ein musikalisches Werk zwingend als definiertes, erstarrtes und von einem Autor signiertes Endprodukt versteht –, um sich über die Natur (und die Reize) der venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts klar zu werden.

Ehe man die Lösung der praktischen Probleme angeht, muss man sich den Kontext klarmachen, in dem die Uraufführung der Poppea stand. In ihrer Eigenschaft als Pasticcio und durch ihre unterschiedlichen Versionen offenbart diese Oper von Beginn an die Elastizität des venezianischen drama in musica. Aus Manuskripten und Zeugnissen späterer Opern von Pallavicino, Ristori oder Vivaldi weiß man, dass es nie zwei identische Vorstellungen gab: Am Tag der Aufführung konnten Zwischenspiele eingefügt werden (als musikalische, theatralische oder getanzte Darbietung, oder auch in Gestalt einer Tombola oder einer Tierausstellung!), um von der Anwesenheit oder Verfügbarkeit bestimmter Künstler oder Persönlichkeiten zu profitieren. Die Zwischenspiele hatten auch das Ziel, die Aufmerksamkeit eines Publikums wachzuhalten, das sich unterhielt, Karten spielte, aß und trank oder die Logen-Vorhänge zugezogen hatte, um der Ruhe zu pflegen. Impresarios, Sänger und Musiker mussten sich also gewandt und flexibel an die sich wandelnden Kontexte anpassen. So erklärt sich auch die Wichtigkeit der Improvisation bei der Interpretation dieser Musik (Poppea enthält einen ciaccona-Bass à la mode, oder passacagli, die das Orchester auffordern »da ballo« zu improvisieren).

Claudio Monteverdi Grabplatte in Venedig © IOCO

Claudio Monteverdi Grabplatte in Venedig © IOCO

Darüber hinaus muss man sich daran erinnern, dass Monteverdi damals ein ungewöhnlich anerkannter Musiker war (seit 30 Jahren Kapellmeister der Basilika von San Marco). Seine Oper musste also ein außerordentliches Ereignis darstellen, mit all dem Prachtaufwand, der damit verbunden war. Das 1638 eröffnete Theater von San Giovanni e Paolo (auch Grimani genannt) galt als das schönste und komfortabelste Theater der Stadt und muss über weitläufige Räumlichkeiten verfügt haben. Nachdem es 1654 von Carlo Fontana umgebaut wurde, bot es nicht weniger als 900 Zuschauern Platz bei einer Portalbreite von ca. 15 Metern. Diese Dimensionen verlangten nach einer deutlich größeren Orchesterbesetzung, als wir heute allgemein annehmen. Nicht vergessen darf man zudem, dass Monteverdi in San Marco gewohnt war, mit großen Instrumentalensembles zu arbeiten, die er selbst erweiterte und koloristisch bereicherte. So kaufte er beispielsweise 1642 zwei Psalterien (metallisch klingende Zupfinstrumente) oder setzte »violini di rinforzo« ein, zusätzliche Spieler, die bei besonderen Anlässen die Klanggewalt des Orchesters verstärkten. Und wenn man an den Apparat denkt, den Monteverdi in Mantua anlässlich der Uraufführung seines Orfeo eingesetzt hatte (etwa 30 Musiker), in einem klein dimensionierten Theater (dessen szenische Beschränkungen eine Anpassung des Librettos in letzter Minute erzwangen), so dürfte sein Orchester im Grimani kein kleines gewesen sein.

Auch für unsere Neuproduktion der Poppea an der Wiener Staatsoper wollte die überwältigende, facettenreiche und spektakuläre Dimension seiner Musik berücksichtigt sein. Die Instrumentierung wurde inspiriert von der seiner Opern Orfeo und Ulisse, unter Berücksichtigung der Traditionen in San Marco (Einsatz von Psalterien, Raumklangeffekte, violini di rinforzo). Monteverdi war zudem ein großer Kolorist: Den Einsatz sämtlicher Streichinstrument-Familien ergänzte er durch zahlreiche Blas- und Zupfinstrumente, Tasteninstrumente sowie antikes, modernes und sogar exotisches Schlagwerk. Die musikdramatische Struktur unserer Fassung orientiert sich im allgemeinen am Kernbestand beider Versionen, der venezianischen und der neapolitanischen, und macht sich auch ihre Abweichungen zu Nutze: So kann man über einer gleichbleibenden Basslinie zwei unterschiedliche und gleichwohl originale Instrumentierungen genießen, ebenso beide sinfonie, die das Werk eröffnen, so wie auch den musikalischen Höhenflug der letzten, der Hochzeits-Szene, die in der neapolitanischen Version besonders ausgearbeitet ist. Wir profitieren von der evidenten Mitwirkung der Trompeten, indem wir zu Beginn dieser Szene eine Fanfare von Fantini einfügen, so wie es im 17. Jahrhundert gewiss üblich war, als die Trompeter nicht auf den Komponisten angewiesen waren, um ein Ereignis dieser Art musikalisch zu illustrieren.

Die oft fehlende Orchestration haben wir aus den Instrumentalstimmen entwickelt, dabei gleichfalls verschiedenen historischen Traditionen folgend: Harmonisierung der Basslinie, Entwicklung der Ritornelle, Wiederholungen eines Themas mit verkürzten Notenwerten (was beide Quellen auch vorführen), Schaffung obligater Instrumentalparts zu rezitativischen Passagen, Zuordnung von colla parte-Instrumentalstimmen, deskriptive Effekte sowie Ausgestaltung des Continuo unter Berücksichtigung der Akustik der Staatsoper.

Wie der ehemalige Staatsoperndirektor Gustav Mahler sagte: „Tradition ist nicht Anbetung der Asche, sondern Weitergabe des Feuers.“ Wenn die Manuskripte der Poppea wie Skelette anmuten, möge man sich in Erinnerung rufen, dass bereits die italienischen Komponisten selbst ihre Partituren als »scheletri« bezeichneten, denen man Fleisch und Geist hinzufügen und Leben einhauchen müsse. Sie hatten ein erhöhtes Bewusstsein davon, dass Musik nur über den Umweg ihrer Interpretation existiert und dass eine kompositorische Idee gewiss originell, instruktiv und stimulierend sein muss, ihre Kommunikation jedoch ebenso entscheidend ist. Die venezianische Schule von Gabrieli bis Vivaldi, Treffpunkt sakraler, profaner, volkstümlicher, choreographischer oder theoretischer Traditionen, hat zwei Jahrhunderte lang Europa fasziniert, weil es hier wichtiger war, musikalische Wunder zu ermöglichen, als sie zu formalisieren. Die Devise der Academia degli Incogniti (deren Mitglied Monteverdi war) lautete Ex Ignoto Notus („Das Wissen erwächst aus dem Unwissen“) und ihr Emblem war der Nil (ein antiker Fluss, dessen Quelle unbekannt war und der die Ebenen fruchtbar machte). Ebenso laden uns die Geheimnisse der Poppea ein, Fragen zu stellen, zu forschen und Gegenwart und Vergangenheit zu beobachten, um schließlich festzustellen, dass sie uns weniger fremd sind, als wir glauben.

Olivier Fourés

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Wien, Wiener Staatsoper, Opernstudio – Bewerbungen für 2022 möglich, IOCO Aktuell, 01.05.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Neues Opernstudio  –  Wiener Staatsoper – Bewerbungen

Mit dem Beginn der Amtszeit von Bogdan Rošcic und Philippe Jordan 2020/21 hat die Wiener Staatsoper ein Opernstudio gegründet, um herausragende Gesangstalente zwei Jahre lang gezielt und praxisnah zu fördern.

Bogdan Rošcic, Direktor Wiener Staatsoper: »Es ist bekannt, dass ein großes Repertoire-Haus wie die Wiener Staatsoper ohne ein exzellentes Ensemble nicht erfolgreich geführt werden kann. Dieses Ensemble wiederum muss in Philippes und meiner Sicht ergänzt werden durch ein Studio für junge Künstler, die darüber in das Haus hineinwachsen und das Ensemble immer wieder erneuern können. Ein solches Programm ermöglicht dem Haus nicht nur eine sehr frühe, intensive Beziehung zu den weltweit Besten der jeweils nächsten Generation, sondern fordert das Haus auch, sich auseinanderzusetzen mit fundamentalen Fragen zu Qualität, Tradition und umfassender Ausbildung singender Darsteller. Natürlich bietet die Staatsoper den Teilnehmern ideale Bedingungen, nicht nur durch ihren Rang, sondern auch durch die Breite des gebotenen Repertoires. Ich bin zuversichtlich, dass unser Programm sehr schnell eines der weltweit wichtigsten werden und schon bald spektakuläre Früchte tragen wird.«

Während der zweijährigen Ausbildung unter Leitung des Baritons Michael Kraus werden die im Studium erworbenen Kenntnisse vertieft und die Studiomitglieder haben die Möglichkeit, mit etablierten Künstler*innen zu arbeiten und von ihrer reichen Erfahrung zu profitieren.

Die jungen Sänger*innen erhalten ein auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenes musikalisches und szenisches Ausbildungsprogramm und treten daneben auf der Bühne der Wiener Staatsoper in kleinen und mittleren Partien auf. Die Mitglieder des Opernstudios erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung.

Eine Kooperation mit der Musik und Kunst Privatuniversität Wien (MUK) ermöglicht den Studiomitgliedern den Besuch einzelner Lehrveranstaltungen der MUK im Rahmen eines kostenfreien außerordentlichen Studiums.

Wiener Staatsoper / Opernstudio - Aurora Marthens, Isabel Signoret, Anna Nekhames - drei aktuelle Mitglieder des Opernstudios im neuen Opernfoyer © Peter Mayr

Wiener Staatsoper / Opernstudio – Aurora Marthens, Isabel Signoret, Anna Nekhames – drei aktuelle Mitglieder des Opernstudios im neuen Opernfoyer © Peter Mayr

Meisterkurse, Probenbesuche, Bewegungstraining und Workshops sowie die Mitwirkung in eigenen Studiokonzerten in Wien und anderen Bundesländern runden die Ausbildung ab. Nach Abschluss des Programms sollen die jungen Künstler*innen über die notwendigen Voraussetzungen und Fähigkeiten verfügen, um Teil einer erfolgreichen neuen Generation des internationalen Opernlebens werden zu können.

Bewerbungsparameter

Ab 1. Mai 2021 nimmt die Wiener Staatsoper Bewerbungen für das Opernstudio ab der Saison 2022/23 entgegen. Es können sich junge Sänger*innen mit abgeschlossener Gesangsausbildung bewerben, die nach dem 1.1.1992 geboren sind. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 30. Juni 2021.

Bewerbungsprozess

Der Bewerbungsprozess gliedert sich in drei Runden:
In der ersten Runde wird anhand einzusendender Materialien eine Vorauswahl getroffen (u. a. künstlerischer Lebenslauf, drei Opernarien, Repertoireliste – Details hier).
In einer zweiten Runde werden stimmliche, künstlerische und charakterliche Voraussetzungen für den Beruf des/der Opernsänger*in anhand von Arbeitsproben geprüft, bevor in der Finalrunde eine endgültige Auswahl getroffen wird.

Detaillierte Informationen sind auf der

Website der Wiener Staatsoper, link HIER

abrufbar, Bewerbungen sind ab dem 1. Mai 2021 möglich.

Weitere Informationen und Kontakt:
Opernstudio der Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper GmbH
Mag. Uta Sander, MAS – Management & Organisation
Opernring 2
A-1010 Wien
studio@wiener-staatsoper.at
wiener-staatsoper.at/opernstudio

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Wien, Wiener Staatsoper, Ab 19. Mai – 6 Premieren und viel mehr, IOCO Aktuell, 29.04.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

CARMEN, TOSCA und viel mehr : 6 Premieren ab 19. Mai 2021

Wiedereröffnung mit begeisterndem Spielplan

Fast ein halbes Jahr ist die Wiener Staatsoper nun schon geschlossen – die längste Periode seit der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit wurde stets weitergearbeitet, geprobt, einstudiert und zahlreiche Vorstellungen konnten für TV, Streaming und Radio herausgebracht werden, zuletzt die hochkarätig besetzte Premiere der ParsifalNeuproduktion unter Musikdirektor Philippe Jordan, IOCO link dazu HIER!. Dank der Kooperation mit dem ORF und dem eigenen Streaming-Kanal wurden auf diese Weise bisher weltweit mehr als fünf Millionen Kontakte erreicht.

Entsprechend der Ankündigung der österreichischen Bundesregierung und vorausgesetzt, dass die Maßnahmen der Stadt Wien es zulassen, wird das Haus am Ring nun am 19. Mai 2021 endlich wieder für seine Besucherinnen und Besucher öffnen. In den sechs Wochen bis zum Ende der Saison wird die Staatsoper dem Publikum sechs Premieren bieten.

Zum einen können zwei der Premierenproduktionen dieser Spielzeit, die nur für Kameras und Mikrofone gespielt wurden bzw. werden, nun auch vor Publikum gezeigt werden: Calixto Bieitos Produktion von Carmen sowie Faust in der Inszenierung von Frank Castorf.

Einführungsmatinee zu Faust der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
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Neben diesen beiden nachgeholten Premieren werden bis Ende Juni insgesamt noch vier weitere Premieren auf die Bühne gebracht: L’incoronazione di Poppea – der Auftakt der geplanten Monteverdi-Trilogie –, Macbeth in der Regie von Barrie Kosky mit Anna Netrebko als Lady Macbeth, der Ballett-Dreiteiler Tänze Bilder Sinfonien mit der Uraufführung von Martin Schläpfers Sinfonie Nr. 15 sowie Der Barbier für Kinder, die erste Kinderopern-Produktion, die in der neuen Direktion auf der Bühne im großen Haus zu sehen sein wird.

Für den Zeitraum vom 19. bis 25. Mai musste der Spielplan entsprechend den neuen Gegebenheiten leicht überarbeitet werden. Neben den zwei Faust-Vorstellungen wird auch zwei Mal Tosca mit Sonya Yoncheva in der Titelrolle sowie Piotr Beczala als Mario Cavaradossi zu sehen sein. Statt des Schließtages am 1. Juni findet ein Liederabend von Diana Damrau statt.

Die kommende Spielzeit 2021/22 wird am 3. Juni auf der Bühne des Hauses am Ring, ebenfalls vor Publikum, präsentiert. Alle Details dazu werden gesondert bekanntgegeben.

Der Kartenverkauf für sämtliche Vorstellungen ab 19. Mai bis Saisonende 30. Juni startet heute, Mittwoch ab 12.00 Uhr. Karten sind aktuell online über die Website der Wiener Staatsoper sowie telefonisch unter +43 1 513 513 buchbar. Mit Beendigung des harten Lockdowns in Wien ab 3. Mai sind auch die Bundestheaterkassen für den Kartenverkauf geöffnet.

Einführungsmatinee zu Carmen der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
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DER SPIELPLAN AB 19. MAI 2021

19. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Bertrand de Billy
Inszenierung Frank Castorf
Doktor Faust Juan Diego Flórez
Marguerite Nicole Car
Méphistophélès Adam Palka
Valentin Étienne Dupuis

20. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES – NEUEINSTUDIERUNG
Glass Pieces (Jerome Robbins)
Duo Concertant (George Balanchine)
A Suite of Dances (Jerome Robbins) – Erstaufführung an der Wiener Staatsoper
The Concert (Jerome Robbins)
Musikalische Leitung Benjamin Pope
Wiener Staatsballett

21. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Musikalische Leitung Axel Kober
Inszenierung Margarethe Wallmann
Floria Tosca Sonya Yoncheva
Mario Cavaradossi Piotr Beczala
Baron Scarpia Ambrogio Maestri

Einführung von Intendant Bogdan Roscic zu L’INCORONAZIONE DI POPPEA der Wiener Staatsoper –
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22. Mai 2021, 18.30 Uhr
L’INCORONAZIONE DI POPPEA – PREMIERE
Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
Inszenierung Jan Lauwers
Nerone Kate Lindsey
Poppea Slávka Zámecníková
Ottone Xavier Sabata
Ottavia Christina Bock
Seneca Willard White
Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker
23. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST
Besetzung wie am 19. Mai

24. Mai 2021, 11.00 Uhr (Programmänderung)
DER BARBIER FÜR KINDER – PREMIERE
Musikalische Leitung Markus Henn
Inszenierung Grischa Asagaroff
Graf Almaviva Josh Lovell
Rosina Patricia Nolz
Figaro Stefan Astakhov
Ambrogio Andy Hallwaxx

24. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Besetzung wie am 21. Mai

25. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES
siehe 20. Mai

Ab dem 26. Mai wird der geplante Spielplan wieder aufgenommen, beginnend mit

Georges Bizet Paris © IOCO

Georges Bizet Grabstätte Paris © IOCO

26. Mai 2021, 18.30 Uhr
CARMEN – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung Calixto Bieito
Carmen Michèle Losier
Don José Dmytro Popov
Escamillo Erwin Schrott
Micaëla Vera-Lotte Boecker

Details zum weiteren Spielplan und Beginnzeiten sowie die vollständigen Besetzungen finden Sie auf der Website der Wiener Staatsoper, am 1. Juni kommt es zu folgender Änderung:

1. Juni 2021, 20.00 Uhr (anstelle eines Schließtages)
Liederabend DIANA DAMRAU

AUSBLICK AUF DEN WEITEREN SPIELPLAN

Bis zum Ende dieser Spielzeit stehen noch zwei weitere Premieren auf dem Programm der Wiener Staatsoper:

10. Juni 2021, 18.30 Uhr
MACBETH – PREMIERE
Musikalische Leitung Philippe Jordan
Inszenierung Barrie Kosky
Macbeth Luca Salsi
Banquo Roberto Tagliavini
Lady Macbeth Anna Netrebko
Macduff Freddie De Tommaso

26. Juni 2021, 19.00 Uhr
TÄNZE BILDER SINFONIEN – PREMIERE
Symphony in Three Movements (George Balanchine)
Pictures at an Exhibition (Alexei Ratmansky)
Sinfonie Nr. 15 (Martin Schläpfer) – Uraufführung
Musikalische Leitung Robert Reimer
Wiener Staatsballett

Einführung zuHans Neuenfels Einführung zu Die Entführung aus dem Serai der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Weitere Programmhighlights

 Die Entführung aus dem Serail (Premiere im Oktober 2020) mit Antonello Manacorda am Dirigentenpult und mit Brenda Rae, Emanuela von Frankenberg, Regula Mühlemann, Stella Roberts, Daniel Behle, Christian Natter, Michael Laurenz, Ludwig Blochberger, Goran Juric, Andreas Grötzinger und Christian Nickel;

Der Rosenkavalier unter Philippe Jordan u. a. mit Martina Serafin, Jennifer Holloway, Louise Alder, Albert Pesendorfer und Adrian Eröd;

Lohengrin u. a. mit Klaus Florian Vogt, Kwangchul Youn, Sara Jakubiak, Johan Reuter, Tanja Ariane Baumgartner und Cornelius Meister am Dirigentenpult

Elektra unter Franz Welser-Möst und u. a. mit Michaela Schuster, Aušrine Stundyte, Camilla Nylund, Jörg Schneider und Derek Welton.

Alle Vorstellungstermine und Besetzungen finden Sie online unter www.wiener-staatsoper.at.

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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