Salzburg, Stiftung Mozarteum, Mozartwoche – hochkarätiges Streaming-Programm, Januar 2021

Dezember 22, 2020  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Konzert, Livestream, Mozarteum, Pressemeldung

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Stiftung Mozarteum

Mozarteum Salzburg © Christian Schneider

Mozarteum Salzburg © Christian Schneider

 Mozartwoche 2021 erklingt online  – Mozarts 265. Geburtstag

  Feier Ende Jänner  –  hochkarätiges Streamingprogramm

Wir bedauern sehr, so kurz vor Start, die Mozartwoche 2021 nicht in ihrer geplanten Form durchführen zu können. Mit viel Optimismus hatten wir – Intendant Rolando Villazón und das Team der Stiftung Mozarteum – bis zuletzt die Hoffnung, dass das Festival in Salzburg Ende Jänner in vollem Umfang stattfinden kann. Die aktuellen Regelungen der Bundesregierung bzgl. der Öffnungen in der Kultur ab dem 18. Jänner sind ein positives Signal, jedoch für die Mozartwoche mit 56 Veranstaltungen an elf Tagen leider nicht praktikabel. Trotz der theoretischen Möglichkeit der Durchführung von Veranstaltungen mit Publikum während des Tages ist es uns mit Blick auf die vielfältigen organisatorischen und rechtlichen ungeklärten Fragen bis dato nicht möglich, eine Planungssicherheit für unsere in- und ausländischen BesucherInnen und KünstlerInnen zu gewährleisten. Nach all den Monaten der Planungen und Umplanungen, erneuten finanziellen Kraftanstrengungen sowie unzähligen Gesprächen mit KünstlerInnen, Ensembles und Orchestern und auch dem positiven Feedback, das nach der Bekanntgabe des adaptierten Programms im November eingetroffen ist, schmerzt die Absage der Mozartwoche in ihrer zuletzt geplanten Form sehr.

Dennoch wird es 2021 eine Mozartwoche geben, erstmals in einer Variante, die mit Sicherheit durchführbar ist: Die Mozartwoche blickt auf eine lange Tradition zurück, seit 1956 feiert die Stiftung Mozarteum mit diesem Festival den Geburtstag des Komponisten rund um den 27. Jänner. Mozarts 265. Geburtstag wird nun Ende Jänner 2021 mit renommierten KünstlerInnen, Ensembles und Orchestern in verkürzter Form online zelebriert.

„Ich bin untröstlich, es tut mir so leid für unser hoch geschätztes Publikum, für unsere KünstlerInnen und für unser Team, aber es gibt aufgrund der aktuellen Umstände leider keine andere Möglichkeit. Umso mehr freut es mich, dass wir mit allen Mozart-FreundInnen in der ganzen Welt den 265. Geburtstag des großen Komponisten im Jänner gemeinsam feiern können, die Mozartwoche kommt zu Ihnen nach Hause„, kündigt Rolando Villazón an und fügt hinzu: „Wir krempeln erneut die Ärmel hoch und werden ein komprimiertes, aber gewohnt hochkarätiges Programm zusammenstellen, die Mozartwoche findet im Streaming statt.“

Die Mozartwoche erklingt nur online 
youtube Trailer Stiftung Mozarteum Salzburg
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Ausgewählte Konzerte und Veranstaltungen der Mozartwoche werden Ende Jänner digital und in bester Qualität aus dem Mozarteum übertragen. Das genaue Programm wird in Kürze bekannt gegeben. Wir analysieren die Entwicklungen weiter, sollten die offenen Fragen zur Publikumsbeteiligung Mitte Jänner geklärt sein, wird die Möglichkeit geprüft, einzelne Veranstaltungen tagsüber mit getestetem Publikum durchzuführen.

Alle KundInnen werden zudem umgehend über die Rückabwicklung der gekauften Karten informiert, das Kartenbüro der Stiftung Mozarteum steht unseren Kunden telefonisch (Montag bis Freitag 10 bis 13 Uhr, Telefon +43 (0) 662 87 31 54 oder per Email unter tickets@mozarteum.at) zur Verfügung.

—| Pressemeldung Mozarteum Salzburg |—


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Salzburg, Stiftung Mozarteum, Mozartwoche 21.1. – 31.1.2021 – Musico drammatico, IOCO Aktuell, 15.11.2020

November 15, 2020  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Mozarteum, Portraits, Pressemeldung

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Stiftung Mozarteum

Mozarteum Salzburg © Christian Schneider

Mozarteum Salzburg © Christian Schneider

Stiftung Mozarteum Salzburg  –  Mozartwoche 21. – 31.1. 2021

 Mozart-Festival feiert Mozarts 265. Geburtstag

Kunst, Kultur und Musik sind Lebenselixiere – gerade in diesen Zeiten. Trotz der Entwicklungen der letzten Wochen sind wir – Intendant Rolando Villazón und das gesamte Team – genau davon überzeugt und blicken mit Wachsamkeit, aber großem Optimismus auf die Mozartwoche 2021.

– Musico drammatico –
Magdalena Kozená,  Martha Argerich, Mitsuko Uchida …..

Wir werden mit Sicherheit eine besondere Mozartwoche erleben: Die Stiftung Mozarteum Salzburg verfügt über ein behördlich genehmigtes Präventionskonzept, das bereits bei vielen Veranstaltungen seine Wirksamkeit erfolgreich beweisen konnte. Aufgrund der aktuellen Sicherheitsanforderungen mussten im ursprünglich geplanten Festival-Programm einige Adaptionen vorgenommen werden. So konnten u. a. zahlreiche KünstlerInnen und Orchester dafür gewonnen werden, ihre Konzerte zweimal zu spielen. Die Mozartwoche kann und wird im Jänner als erstes Festival des Jahres in voller Länge und Umfang an elf Tagen mit 56 Veranstaltungen stattfinden.

Die Mozartwoche – Rolando Villazon stelt vor
youtube Trailer Stiftung Mozarteum Salzburh
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Musico drammatico lautet das Motto der kommenden Mozartwoche. Eine Fülle musikalischer und szenischer Projekte lassen Mozart als Musikdrammatiker lebendig werden, wie u. a. Mozart Moves! „Ewig Dein Dich Liebender…“ mit Magdalena Kožená im Zentrum. Hochkarätige KünstlerInnen und Orchester kommen nach Salzburg, die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Alain Altinoglu, das Mahler Chamber Orchestra mit Mitsuko Uchida oder das legendäre Tastenduo Martha Argerich und Daniel Barenboim und viele mehr. Hinzu kommen noch die Uraufführung eines bislang unbekannten Mozart-Stücks (KV 626b/16) „94 Sekunden neuer Mozart“ sowie die Wiederaufführung eines historischen Konzerts vom damals erst 13-jährigen Franz Xaver Wolfgang Mozart von

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Stiftung Mozarteum Salzburg

Wolfgang Amadé Mozart fasziniert die Menschen in aller Welt seit mehr als 250 Jahren durch seine Werke und seine Persönlichkeit. Die Stiftung Mozarteum Salzburg ist die weltweit führende Institution zur Bewahrung und Verbreitung dieses unschätzbaren kulturellen Erbes und trägt die vielfältigen Facetten Mozarts in die Welt mit dem Auftrag, allen Menschen und Generationen den Zugang zu seiner Musik, seinem Leben und seiner Persönlichkeit zu eröffnen.

Die Stiftung Mozarteum setzt sich als Non-Profit-Organisation mit der Person und dem Werk Wolfgang Amadé Mozarts auseinander. Mit Initiativen in den drei Kernbereichen Konzertveranstaltung, Mozart-Museen und Wissenschaft schlägt sie die Brücke zwischen Bewahrung der Tradition und zeitgenössischer Kultur. Ihr Ziel ist es, wechselnde Perspektiven und neue Denkanstöße in der Auseinandersetzung mit dem Komponisten zu eröffnen. Seit 1956 veranstaltet die Stiftung Mozarteum rund um Mozarts Geburtstag im Jänner die Mozartwoche. Das Festival unter der Intendanz von Rolando Villazón lockt jedes Jahr tausende BesucherInnen aus aller Welt nach Salzburg. Mozarts Geburtshaus und das Mozart-Wohnhaus zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Österreich.

Der Verein Stiftung Mozarteum Salzburg wurde 1880 von Bürgern der Stadt Salzburg als „Internationale Stiftung Mozarteum“ gegründet und hat seine Wurzeln im „Dom-Musik-Verein und Mozarteum“ von 1841. Mozarts Witwe Constanze sowie die Söhne Carl Thomas und Franz Xaver Wolfgang stifteten dem Verein den Großteil seiner persönlichen Erinnerungsstücke. Die Stiftung Mozarteum verfügt damit über die weltweit größte Sammlung an originalen Briefen, Porträts und Instrumenten der Mozart-Familie.

—| IOCO Aktuell Mozarteum Salzburg |—


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Salzburg, Salzburger Festspiele 2020, Everywoman – Terrassen Talk, IOCO Aktuell, 23.08.2020

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Salzburger Festspiele

Salzburg / Domplatz - Jedermann © Tourismus Salzburg

Salzburg / Domplatz – Jedermann © Tourismus Salzburg

 EVERYWOMAN  – Ein Terrassen Talk – Helga Bedau, Milo Rau, Ursina Lardi

– „Kann es noch Erlösung geben?“ –

EVERYWOMAN
Du überfällst mich mitten im Leben
und willst mir nicht mal Aufschub geben?

TOD
Tja. Da hilft kein Heulen, auch hilft kein Beten:
Du musst deine Reise sofort antreten.

EVERYWOMAN
Das kann ich nicht, so ganz allein.
Im Übrigen: Das kann auch nicht sein.
Man braucht für diese Art Grenzüberschreitung
doch menschlich irgendwie Begleitung!

———————————–

Was bleibt, was zählt am Ende des Lebens? In Everywoman begegnet eine erfolgreiche Schauspielerin einer Frau mit der Diagnose einer tödlichen Krankheit, deren letzter Wunsch es ist, noch einmal in einem Theaterstück mitzuspielen. Ausgehend vom allegorischen Lehrstück Jedermann über das richtige Leben und die Erlösung im Glauben entsteht ein intimes Gespräch über das Vergangene und das Bevorstehende – über das Leben, den Tod, die Einsamkeit, die Gemeinschaft.

Salzburger Festspiele 2020 – Everywoman – hier mit Milo Rau und Ursina Lardi
youtube Trailer Salzburger Festspiele 2020
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Zusammen ins Ungewisse gehen und darauf vertrauen, dass etwas entsteht, so beschreibt Regisseur und Autor Milo Rau die Zusammenarbeit mit Schauspielerin und Autorin Ursina Lardi. Die von den Salzburger Festspielen in Auftrag gegebene Uraufführung Everywoman ist die dritte gemeinsame Arbeit der beiden Künstler. „Wir sind beide nicht an Sicherheit interessiert“, sagt Ursina Lardi.Wir wollen wissen, wie weit wir gehen können und dazu gehört auch das Aushalten von Ratlosigkeit und falls es sein muss zu akzeptieren, dass man alles verwerfen muss und von vorne beginnt.“

Salzburger Festspiele 2020 – Programm

Salzburger Festspiele / Everywoman hier Regisseur Milo Rau © Bea Borgers

Salzburger Festspiele / Everywoman hier Regisseur Milo Rau © Bea Borgers

Genau so erging es ihnen bei der Erarbeitung von Everywoman. Ihre Recherchearbeit im Amazonasgebiet in Brasilien mussten sie im März wegen der Corona-Pandemie abbrechen. „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt einfach nicht genügend Material“, sagt Milo Rau, der nicht auf der dunklen Probebühne Dinge erarbeiten möchte, sondern seine Stücke aus echten Begegnungen entwickelt. Die erste Idee einer künstlerischen Annäherung an Hugo von Hofmannsthals Jedermann (HIER link: Jedermann Terrassen Talk 2020 und   Jedermann Kritik von IOCO aus 2016) sei gewesen, die „Werke“ zu untersuchen und damit die Frage, auf was Menschen am Ende ihres Lebens zurückblicken und was sie zurückließen. Er sei selbst verwundert gewesen, dass die Idee, sich mit dem Tod und seiner Unüberwindbarkeit auseinander zu setzen, erst so spät gekommen sei, sagt Milo Rau. Es sei Glück und Zufall gewesen, dass die beiden bei weiteren Recherchen in Hospizzentren auf Helga Bedau getroffen sind, die im Stück durch Video-Einspielungen in eine Art Dialog innerhalb des Monologs von Schauspielerin Ursina Lardi tritt.

Salzburger Festspiele / Everywoman - hier : Hela Bedau und Ursina Lardi © SF / Armin Smailovic

Salzburger Festspiele / Everywoman – hier : Hela Bedau und Ursina Lardi © SF / Armin Smailovic

„Helga Bedau ist unglaublich offen und ehrlich“, sagt Ursina Lardi. Sie mache gerade eine Chemotherapie durch und habe alle Erfahrungen und Gedanken offen auf den Tisch gelegt. Gerade, so sagt die Schauspielerin, sei sie nur im Machen und habe noch keine Zeit für die Reflexion des Ganzen. „Ich habe noch keine Ahnung, was es mit mir macht, wenn ich jeden Abend mit Helga Bedau in Dialog trete, der es vielleicht währenddessen schlechter gehen wird oder die vielleicht gar nicht mehr unter uns sein wird“, sagt sie. „Ich bin unglaublich dankbar für ihr Geschenk an uns. Ich bin nicht allein auf der Bühne.“

In seinem 10 Punkte umfassenden Genter Manifest hat Milo Rau in einem der Punkte festgelegt, dass mindestens ein Laie zusammen mit den Schauspielern auf der Bühne stehen müsse. Die Begegnung zwischen Laie und Schauspieler sei für ihn so interessant, weil der Stücktext dadurch nicht aus dem Schrank gezogen werden könne. Er erarbeite den Text aus echten Gesprächen heraus, in diesem Falle mit Helga Bedau.

Wie macht man nun den Schritt von Jedermann zu Everywoman?, fragt Bettina Hering, die das Gespräch moderierte. „Der Jedermann bei Hofmannsthal ist ein außergewöhnlicher Mensch, der sich in der jetzigen Inszenierung sogar den Dom kaufen kann. Wir sehen ihn aus einer barocken Weltsicht heraus stürzen“, sagt Milo Rau. Hofmannsthal lasse Allegorien auftreten, denen man als Zuseher mit vorgefertigtem Wissen begegne. Helga Bedau allerdings sei eine Unwissende. „Genau wie wir“, sagt der Autor. „Wir scheitern alle an der Frage des Todes. Wir nutzen unsere Zeit oft für Schwachsinn. Und wenn das Todesglöckchen erklingt, versuchen wir schnell noch den Sinn des Todes zu verstehen“, sagt er. Er sei froh, dass er Zeit gehabt habe, diesen langen Recherche-Weg zu gehen und die Unwissenheit währenddessen aushalten zu müssen. Das entstandene Stück, so sagt er, komme der Erlösung gleich. „Ich bin selbst ein sehr weltlicher Mensch“, sagt Milo Rau. „Ich glaube nicht an Metaphysik, aber an Solidarität und Menschlichkeit. Mich interessiert die Frage, was wir zusammen im Leben sein können, so dass der Tod akzeptabel wird.“

Salzburger Festspiele / Everywoman - hier : Schlussapplaus © SF / Marco Borelli

Salzburger Festspiele / Everywoman – hier : Schlussapplaus © SF / Marco Borelli

„Beim Thema Tod vertreten wir verschiedene Positionen, die wir in unserem Stück versuchen miteinander zu verbinden“, sagt Ursina Lardi.Wir sterben ungetröstet! Ich leide darunter, mir fehlt der Glaube.“ Sie habe sich in ihrem Leben schon viel mit dem Tod beschäftigt und hoffe darauf, dass sich das Publikum beim Zusehen der eigenen Sterblichkeit bewusst werde, denn das Leben sei ein anderes, wenn man sich dessen bewusst sei. Mit dem Stück, so ergänzt Milo Rau, wolle er in diesen Raum vorstoßen, der auf absolute Weise leer sei. Es gebe keine Erkenntnisse über den Tod, jeder wisse zwar, dass er sterben müsse und dennoch verdränge man das Thema individuell und kulturell. Es gebe keine Erkenntnisse.

Bei dem Wort Frauenthema grusele sie sich, sagt Schauspielerin Ursina Lardi. Das im Titel eingeschriebene Feminismus-Thema wollten beide gar nicht erst aufnehmen. „Genau das ist Feminismus für mich“, sagt die Autorin und Schauspielerin. Es gehe nicht darum, dass sie allein auf der Bühne stehe. „Wir machen das zusammen. Fertig. – Wir sind nicht mehr in der Phase, in der man sagen kann: Jetzt sind auch mal die Frauen dran“, sagt sie. Es sei allerhöchste Zeit gewesen, dass der Jedermann als menschliches Thema behandelt werde, sagt Milo Rau. „Wir wollten gar nicht erst anfangen, daraus ein feministisches Manifest zu machen.“ Vielmehr solle es darum gehen, aus dem Theater der großen Geste ein intimes, persönliches Stück zu machen.

—| IOCO Aktuell Salzburger Festspiele |—

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Salzburg, Salzburger Festspiele 2020, COSI FAN TUTTE – Wolfgang A. Mozart, IOCO Kritik, 11.08.2020

August 11, 2020  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Salzburger Festspiele

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Salzburg Das grosse Festspielhaus / zu normalen Zeiten @ Marco Borelli

Salzburg Das grosse Festspielhaus / zu normalen Zeiten @ Marco Borelli

Salzburger Festspiele

Cosi fan tutte – Wolfgang Amadeus Mozart

100 Jahre Salzburger Festspiele – Mozart als Erfolgsgarantie

von Adelina Yefimenko

Adelina Yefimenko in Salzburg @ AYefimenko

Adelina Yefimenko in Salzburg @ AYefimenko

Im Jahr 2020 feiern die Salzburger Festspiele ihr 100-jähriges Jubiläum. Dieses Jahr wird als Pandemie-, Krisen- und tragisches Jahr in die Geschichte der Menschheit eingehen. Man sollte sich keine Gedanken darüber machen, warum Covid19 zu einer so ungünstigen Zeit einer wichtigen Würdigung in der Geschichte und Gegenwart der Salzburger Festspiele kam.

Die ganze Welt zieht den Hut und bewundert den Mut Salzburgs. Österreich ist das einzige Land, das Tag für Tag beweist, dass herausragende Festivals und musikalische Traditionen, die mit dem Genie von Wolfgang Amadeus Mozart und den drei herausragenden Gründern der Salzburger Festspiele, Richard Strauss, Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt, verbunden sind, mehr gelten als Angst vor Krankheit und Tod. Das von großen Namen gekrönte Festival geht dieses Risiko ein. Die Salzburger Festspiele haben nicht aufgegeben. Das Festival findet statt. Ein Zwangsurlaub wegen Covid19 kommt nicht in Frage. Die Weltbühne Salzburg lebt, während die meisten Theater der Welt sich in einem Zustand der Lethargie befinden. Der Gefahr in Salzburg ins Auge zu sehen, ist nicht nur Mut, sondern auch eine große Verantwortung für das Leben der Kunst, der Künstler und des Publikums. Es versteht sich von selbst, dass alle Räumlichkeiten in Salzburg mit Desinfektionsmitteln ausgestattet sind.

Cosi fan tutte – eine ergreifende Einführung
youtube Trailer Salzburger Festspiele 2020
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Das Festivalpersonal begrüßt die Gäste freundlich in transparenten Masken und hält vorbildlich die richtige Distanz. Und das Publikum in exklusiven Masken mit dem Logo der Salzburger Festspiele (für 10 Euro kann man im Foyer eine Maske im Ticket-Shop kaufen) dürfen Selfies mit den Stars machen, während sie auf die Vorstellungen der Festspiele warten. Alle Eintrittskarten für die Aufführungen sind jetzt personalisiert. Am Eingang zu den Sälen des Festspielhauses werden die Personalausweise geprüft. Die Forderung eine Maske in den Lobby-Räumen zu tragen, ist eindeutig, aber während der Aufführung – ad libitum. Die Zuschauer haben die Wahl, selbst zu entscheiden, wie sie sich im dicht gefüllten Saal verhalten. Trotz der versetzt angeordneten Lücken zwischen den Sitzen als Schach-Brett-Muster angeordnet, ist die Nähe der Zuschauer zu benachbarten Reihen immer noch bedenklich (da nur ca. 50 cm). Die Stille während der Aufführung ist spürbar. Anscheinend hat jeder einen Instinkt, der fünf Monate lang unter Quarantäne entwickelt wurde – in der Öffentlichkeit nicht zu husten, um den Nachbarn nicht in Panik zu versetzen. Man denkt freilich in etwa so: nicht zufällig spielen herausragende Schauspieler (auch 2020 Tobias Moretti) jedes Jahr die Jedermann -Dialoge (link hier) mit dem Tod auf dem prächtigen Domplatz der Heiligen Rupert und Virgil im Herzen der Stadt Salzburg. Und: In diesem Dom wurde auch W. A. Mozart getauft.

Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, und Intendant Markus Hinterhäuser haben alles Mögliche und auch Unmögliche getan, um 100 Jahre Salzburger Festspiele – die österreichische und weltweit wichtigste musik-theatralische, luxuriöse, schöpferfreie Weltbühne zu feiern. Im Ticket-Shop macht die Jubiläumsausgabe des Festivals, Weltbühne – 100 Jahre Salzburger Festspiele,  in den Bücherregalen auf sich aufmerksam. Diese solide Monographie hebt Seite für Seite den Vorhang vor der grandiosen Geschichte dieses unglaublichen Genius-Loci-Phänomens auf, analysiert seine Vergangenheit sowie Gegenwart und bringt die Persönlichkeiten der Salzburger Festspiele aus den Kulissen ans Licht. Diese Weltbühne brachte immer Hoffnung für die Zukunft, insbesondere in Zeiten globaler Kataklysmen.

Salzburger Festspiele 2020 / Cosi fan tutte, hier Marianne Crebassa als :Dorabella, Lea Desandre als Despina, Johannes Martin Kränzle: als Don Alfonso, André Schuen als Guglielmo, Bogdan Voklov als Ferrando, Elsa Dreisig als Fiordiligi @ Monika Rittershaus

Salzburger Festspiele 2020 / Cosi fan tutte, hier Marianne Crebassa als :Dorabella, Lea Desandre als Despina, Johannes Martin Kränzle: als Don Alfonso, André Schuen als Guglielmo, Bogdan Voklov als Ferrando, Elsa Dreisig als Fiordiligi @ Monika Rittershaus

In dieser Pandemie-Zeit sind Musiker, Schauspieler und Leiter verschiedener Projekt-Gruppen bereit, den Seelen des Publikums ihren kreativen Impuls, ihre Professionalität und ihre Inspiration einzuhauchen. Es geht nicht um das Ego, nicht um den Wunsch, sich zu etablieren oder berühmt zu werden. In diesem Sommer werden die Teilnehmer der Salzburger Festspiele 2020 der ganzen Welt beweisen, dass der 100. Jahrestag der Salzburger Festspiele das Gesicht des Lebens und die Ewigkeit der Kunst für alle Zeiten einfangen wird, nicht das Gesicht des Todes und der Verwüstung durch den Lockdown.

Die Salzburger Festspiele 2020 wurden mit zwei Opernpremieren eröffnet – Elektra von R. Strauss und Cosi fan tutte von W. A. Mozart. Diese sind die einzigen Opernaufführungen, die dem neuen Kurzprogramm erhalten geblieben sind. Von den früher für 2020 geplanten Aufführungen wurden die Zauberflöte von W. A. Mozart, Tosca von G. Puccini, Boris Godunov von M. Mussorgsky, Don Giovanni in der Version von Romeo Castellucci gestrichen. Auch Raritäten wie Intolleranza von L. Nono und Neither von M. Feldman finden nicht statt.

Mozart Skulptur - auch in St. Petersburg @ IOCO HGallee

Mozart Skulptur – auch in St. Petersburg @ IOCO HGallee

Die verbleibenden Aufführungen des Programms reichten jedoch aus, damit die Salzburger Festspiele ihr 100-jähriges Jubiläum mit Würde und Freude feiern. Beide Premieren endeten mit überwältigendem Erfolg. Die Freude des Publikums, das nach Live-Streaming einen echten Hunger auf Bühnenaktionen bekommen hat, ist verständlich. Es ist nicht leicht, sich fünf Monate lang nur mit Videosendungen zufrieden zu geben. Aber der Hauptgrund des großen Erfolgs ist vor allem der exzellenten Qualität der Vorstellungen zu verdanken, dem brillanten Casting, den hervorragenden Interpretationen der Dirigentin Joana Mallwitz und dem Dirigenten. Franz Welser-Möst, die die ständigen Begleiter der Salzburger Festspiele – die Wiener Philharmoniker – leiteten.

Die Salzburger Festspiele 2020 haben an Videosendungen nicht gespart. Auf ORF, Arte Concert, 3Sat werden fast täglich alle Festivalveranstaltungen und Konzerte ausgestrahlt, begleitet von interessanten Programmen: von dokumentarischen Rückblicken zum Thema „Salzburg: Geschichte und Gegenwart“ bis zu Talk-Shows.

Als Augen- und Hörzeugin der Opernpremiere Cosi fan tutte am zweiten Tag der Salzburger Festspiele (08.02.2020), sogar wenn es um eine gekürzte Fassung der Dirigentin Joana Mallwitz und des Regisseurs Christoph Loy geht, kann ich behaupten, dass die Sendung nicht einmal einen Bruchteil meiner Eindrücke einer echten Vorstellung erfüllen konnte. Eine Livesendung kann die einzigartige Synergie aus echtem Orchester-Klang und echten Solisten-Stimmen leider nicht wirklich wiedergeben. In der Fernseh-Sendung geht auch die ganzheitliche Wahrnehmung der Bühneninteraktion verloren. Ersatzklänge plus Ersatzperformance erzeugen das Ersatzphänomen des Musiktheaters. Man spürt den nicht behebbaren Verlust dann besonders stark, wenn man die Übertragung gleich am nächsten Tag nach der Aufführung anschaut, während einem das Live-Ereignis immer noch nachklingt.

Salzburger Festspiele 2020 – Cosi fan tutte
youtube Trailer Salzburger Festspiele
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Aufgrund der Fülle an Nahaufnahmen ist es in der Sendung nicht möglich, die gesamte Bühnenaktion abzudecken und das erfindungsreiche Schauspiel zwischen den Sängern genau zu beobachten. Deren Bewegungen und Gesten verlieren manchmal ihre Bedeutung ohne eine ganzheitliche Abdeckung des Bühnenraums. Und die unvollkommenen Grenzen digitaler Geräte werden wahrscheinlich nie die notwendige Balance zwischen Gesang und Orchester einfangen und wiedergeben können. Feinste Dynamik- und Tempo-Nuancen, aufregende Appelle von Solisten, synchronisierte Atmung von Orchestern und Sängern – all dies ging in der Sendung, wenn nicht ganz verloren, so wurde es höchstens gedämpft wahrgenommen, wenn nicht sogar völlig farblos, reduziert und flach. Und wenn die Vokalensembles ihre Schönheit und Harmonie behaupteten, haben doch manchmal die Soli, verstärkt und hervorgehoben durch Mikrofone, teilweise eine gewisse Rauheit in der Intonation gezeigt. Dies machte sich besonders in der für die Sopranistin schwierigsten Partie der Fiordiligi bemerkbar, während in der Live-Wahrnehmung war so etwas nicht zu hören.

Im Gegenteil, die bewundernswerte Solidarität der Sänger, die klare Balance mit dem Orchester ermöglichten es nicht nur, die schönen Klangfarben der jungen Stimmen zu genießen (Elsa Dreisig – Fiordiligi, Marianne Krebassa – Dorabella, Ferrando – Bogdan Volkov, Guglielmo – Andre Schuen, Despina – Lea Desandre, Johann Martin Kränzle – Don Alfonso), sondern auch aufrichtige Bewunderung zu erzeugen. Alles erklang hier: fliegende Virtuosität, die kontemplative Schönheit der lyrischen Momente (Bogdan Volkov führte perfekt Ferrandos Arie Un’aura amorosa), klare Artikulation in den Rezitativen und die Fantasie der szenischen Improvisation. Das Orchester führte und spielte mit, voller Tempowechsel, überraschenden Pausen und vor allem, faszinierender Lebensenergie, der kluge Wechsel zwischen Vorder- und Hintergrund des Klangkörpers in der Interaktion mit jedem der sechs Protagonisten – auch das war ein Plus der minimalistischen Regie von Christophe Loy.

Die Polyphonie der Timbre-Linien in den Ensembles und der Chor hinter den Kulissen klangen ebenfalls wunderschön. Sogar die Kürzungen in der Partitur, die durch die Länge der Aufführung sogar ein Spiel ohne Pause erzwangen, empfand man als natürlich. Der einzige erfahrene Bühnenmeister im jungen Solistenensemble war Johannes Martin Kränzle – ein wunderbarer Sänger und Schauspieler, ein Star nicht nur für Salzburg, sondern auch für Bayreuth. Leider gelang es mir nicht, die Essenz seines Protagonisten in dieser Produktion zu enträtseln, um die Frage zu beantworten, warum er immer mit Tränen in den Augen einen Witz über junge Liebende machte und sie zur Untreue aufrief. Ob diese Antworten dem Interview mit dem Regisseur oder dem Programmheft zu entnehmen sein werden? A. Kränzles Stimme- und Bühnen-Präsenz waren so einzigartig, dass sein Don Alfonso als neue Referenz bei der Interpretation dieser Rolle gelten sollte.

Auf dem Plakat der Vorstellung Cosi fan Tutte verschlüsselt Christophe Loy im Porträt von Berenice AbbottMan Ray – amerikanischer Fotograf, Filmemacher, surrealistischer, dadaistischer Künstler) eine interessante Idee. Abbott ist ebenfalls Amerikanerin und Fotografin, aber die erste Frau, die in diesem männlichen Beruf (nach alter Tradition) Ruhm und Anerkennung erlangte. Anscheinend deutete der Regisseur mit diesem Porträt nicht Mozarts Protagonistinnen an, die ihre verkleideten Geliebten nicht erkennen, sondern auf seine Produktionskollegin Joana Mallwitz – eine junge, energische, höchst talentierte, souveräne und außergewöhnliche Dirigentin, die dieses Jahr erneut für den Preis „Dirigentin des Jahres“ nominiert wurde und ihn ohne Zweifel wieder verdient. Ihre erste Würdigung als „Dirigentin des Jahres 2019“ hat sie mit 33 Jahren erhalten. Darüber hinaus ist Mallwitz die erste Frau, die nach Salzburg eingeladen wurde, um die Hauptproduktion der Salzburger Festspiele Cosi fan tutte zu leiten. Nach dem Vor-Pandemie-Plan A sollte Mallwitz ursprünglich die Wiederaufnahme von Zauberflöte leiten (Produktion des Jahres 2018 von Lydia Steier). Mit Ausbruch der Pandemie wurde ein Plan B aufgesetzt. Mallwitz wurde die verantwortungsvolle Aufgabe zuteil, die Original Mozart-Partitur zu bearbeiten. Diese kann man als Corona-Redaktion bezeichnen, die sie brillant umgesetzt hat. Natürlich erzwang die Pandemie eine Reduzierung des Mozartschen Originals.

Salzburger Festspiele 2020 / Cosi fan tutte, hier Marianne Crebassa als :Dorabella, Lea Desandre als Despina, Johannes Martin Kränzle: als Don Alfonso, André Schuen als Guglielmo, Bogdan Voklov als Ferrando, Elsa Dreisig als Fiordiligi @ Marco Borelli

Salzburger Festspiele 2020 / Cosi fan tutte, hier Schlussapplaus vl Lea Desandre als Despina, Andrè Schuen als Guglielmo, Elsa Dreisig als Fiordiligi, Bogdan Volkov als Ferrando, Marianne Crebassa als Dorabella, Hans Martin Kraenzle als Don Alfonso  @ Marco Borelli

Die Aufführung dauerte nur 2:15 Stunden, ohne Pause. Chöre und Rezitative wurden teilweise beschnitten, jeweils eine Arie von Despina, Guglielmo und Ferrando. Natürlich waren und sind Musikwissenschaftler Gegner solcher chirurgischen Eingriffe im „lebenden Körper“ der Originalpartitur. Zur Verteidigung einer solchen außergewöhnlichen Maßnahme kann man jedoch ein starkes Argument anführen. Der Name des zweiten Opern-Titanen der Salzburger Festspiele 2020 – Richard Strauss, dessen Elektra die Salzburger Festspiele 2020 eröffnete, wird hier als Fürsprecher erwähnt. Bekanntlich erregte die Partitur von „domeneo Ende der 1920er Jahre die Aufmerksamkeit des Komponisten. 1931 schuf Strauss in Wien, genau 150 Jahre nach der Uraufführung der Originalpartitur, seine eigene Version von Mozarts Meisterwerk: Er änderte das Libretto, die Reihenfolge der Auftritte und die Orchestrierung. So erschien eine neue Partitur Idomeneo– eine der ungewöhnlichsten Beispiele der Operngeschichte. Auf die Kritik seiner Mozart-Redaktion antwortete Strauss etwa so: „Ich kenne Mozart zehnmal besser als sie (die Kritiker), und ich liebe ihn hundertmal mehr.“ Der Komponist benannte Mozarts Elektra willkürlich in Ismene, da er den Namen der Protagonistin seiner eigenen Oper nicht wiederholen wollte. Der Auftrag zur Redaktion Idomeneo stammte nicht von den Salzburger Festspielen, sondern von der Wiener Staatsoper. Während der Premiere wurde Strauss nicht nur als Maestro, sondern auch als Mozart Co-Autor gewürdigt. Auch wenn diese Geschichte nicht die aktuellen Salzburger Festspiele betrifft, ist sie immer noch beachtenswert und lehrreich.

Salzburger Festspiele 2020 / hier Joana Mallwitz @ Lutz Edelhoff

Salzburger Festspiele 2020 / hier Joana Mallwitz @ Lutz Edelhoff

Und die Geschichte der neuen Salzburger Produktion Cosi fan tutte von W. A. Mozart ist wie folgt. Die neue Interpretation Joana Mallwitz wurde von Kritikern nicht nur einfach gelobt, sondern in ekstatischen Dithyramben gehuldigt. Ihr Dirigat wurde zum Höhepunkt des modernen Verständnisses von Mozarts Stil. Sie selber wurde als „Herz der Aufführung“ und „Sternstunde in Sachen Mozart-Interpretation“ (von Friedemann Leipold an BR-Klassik) wahrgenommen, die mit „geschmeidiger Eleganz und nie nachlassender Energie dem Puls der Musik“  folgte und weit gespannte Bögen im Voraus durchdachte.

Sie ist wirklich phänomenal in ihrer Selbstverständlichkeit, mit der sie Mozarts musikalischen Kosmos interpretiert. Die Wiener Philharmoniker haben zusammen mit Joanna Mallwitz ein einzigartiges Ereignis der Salzburger Festspiele geschaffen. Tatsache ist, dass das 100-jährige Jubiläum eine der besten Interpretationen von Mozart in den letzten Jahren schuf. Dies ist ein sehr gutes Zeichen, das die Hoffnung und das Vertrauen in den erfolgreichen Abschluss und der weiteren Entwicklung des herausragenden Festivals fördert.

Wie der legendäre italienische Regisseur Giorgio Strehler, der auch Cosi fan tutte inszenierte, einmal sagte: „Ich weiß sehr gut, dass das Leben aus Menschen gemacht ist…“

—| IOCO Kritik Salzburger Festspiele |—

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