Linz, Landestheater Linz, Premiere DIE WAND – CHRISTIAN DIENDORFER, 16.09.2018

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

DIE WAND  – CHRISTIAN DIENDORFER

Text Hermann Schneider,  nach dem Roman von Marlen Haushofer
Premiere Sonntag, 16. September 2018, 20.00 Uhr  – BlackBox Musiktheater

Die außerordentliche Situation, die die oberösterreichische Autorin Marlen Haushofer in ihrem Roman Die Wand aus dem Jahr 1963 ent­wirft, ist das große Faszinosum, das ihrem bis heute erfolgreichsten Werk anhaftet: Eine Frau wird, als diese sich in den Bergen aufhält, völlig unvorbereitet durch eine unsichtbare Wand von der restlichen Welt abgeschnitten. Ihr Umgang mit dieser Situation entwirft eine subtile Robinsonade, die im Sinne des fantastischen Realismus intelli­gent über sich hinausweist und über die innere Emigration einer Auto­rin erzählt, die ihr eigentliches Leben in der Literatur lebte. Erst nach Marlen Haushofers frühem Tod gelangte – durch die Frauenliteratur­forschung der 1980er Jahre – das Gedankenexperiment Die Wand zu vermehrter Popularität und Anerkennung seitens der Literaturkritik.

Musikalische Leitung Jinie Ka, Inszenierung Eva-Maria Melbye, Bühne und Kostüme Marcus Olson, Choreinstudierung Martin Zeller, Dramaturgie Magdalena Hoisbauer, N. N.
Die Frau (Sängerin) Jessica Eccleston, Die Frau (Schauspielerin) Verena Koch, Die Frau

(Tänzerin) Anna Štarbová, Der Mann Timothy Connor, Chor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere TRISTAN UND ISOLDE – Richard Wagner, 15.09.2018

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

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TRISTAN UND ISOLDE –  RICHARD WAGNER

Text vom Komponisten nach dem Versroman Tristan von Gottfried von Straßburg

 Koproduktion mit Opéra de Lyon, Originalproduktion Bayreuther Festspiele 1993

Premiere Samstag, 15. September 2018, 17.00 Uhr, weitere Vorstellungen 15.9.; 23.9.; 30.9.2018 und mehr

Musikalische Leitung: Markus Poschner, Inszenierung Heiner Müller, Szenische Leitung, Stephan Suschke, Bühne Erich Wonder, Realisation Bühne Kaspar Glarner, Kostüme Ynhji Yamamoto, Licht Manfred Voss, Einrichtung Licht Ulrich Niepel, Dramaturgie Christoph Blitt, Choreinstudierung Csaba Grünfelder

Mit:  Tristan Heiko Börner, König Marke Dominik Nekel, Isolde Annemarie Kremer, Dara Hobbs, Kurwenal Martin Achrainer, Melot Matthäus Schmidlechner, Brangäne Katherine Lerner, Ein Hirt Mathias Frey, Ein Steuermann N. N., Ein junger Seemann Mathias Frey, Herrenchor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

 Stückinfo:  Tristan und Isolde erzählt die Geschichte einer großen Liebe, die sich über die Grenzen der Vernunft erhebt und deshalb in der Welt keinen Bestand haben kann. Wagner komponierte hierzu eine Partitur, die ständig harmonische Spannungen aufbaut, ohne sie einer Auflösung zuzuführen. So fesselt er seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit dem ganz eigenen Tonfall eines permanenten Begehrens, dem das Ziel versagt zu bleiben scheint.

1993 inszenierte der deutsche Dramatiker und Regisseur Heiner Müller dieses Werk bei den Bayreuther Festspielen. In den visionär-weitläufigen Bühnenraumfantasien von Erich Wonder entfaltete Müller einen Liebes- und Todesreigen von antiker Klarheit. Als Koproduktion mit der Opéra de Lyon wird Heiner Müllers damaliger Regiemitarbeiter, der jetzige Linzer Schauspieldirektor Stephan Suschke, diese viel diskutierte und hochgelobte Festspielinszenierung auf der Bühne des Linzer Musiktheaters wiedererstehen lassen.

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Linz, Landestheater Linz, Tanzpremiere Macbeth, 13.10.2018

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Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

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Tanzpremiere   MACBETH

CHOREOGRAFISCHES THEATER VON JOHANN KRESNIK, NACH WILLIAM SHAKESPEARE, MUSIK VON KURT SCHWERTSIK

Premiere Samstag, 13. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Drei Hexen prophezeien dem Feldherrn Macbeth die schottische Königskrone. Seinem Freund Banquo weissagen sie, zum Stammvater eines neuen Königsgeschlechts zu werden. Angestachelt von dieser Prophe­zeiung und dem Ehrgeiz seiner Frau tötet der Feldherr Macbeth den schottischen König und besteigt dessen Thron. Als Herrscher setzt er das Morden fort. Der Blutrausch am schottischen Hof kostet die Lady Macbeth den Verstand. Sie begeht Selbstmord. Im Kampf mit den Eng­ländern wird Macbeth von Macduff erschlagen und Malcom zum König von Schottland eingesetzt.

Choreografie und Inszenierung Johann Kresnik, Choreografische Einstudierung Christina Comtesse, Bühne und Kostüme Gottfried Helnwein, Dramaturgie Dietrich von Oertzen, Katharina John, Mitglieder der Tanzkompanie TANZLIN.Z

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Linz, Landestheater Linz, Musical Betty Blue Eyes – George Stiles, IOCO Kritik, 26.05.2018

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Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

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BETTY BLUE EYES – Das Musical mit dem Schwein – George Stiles

Von Marcus Haimerl

Im Jahr 1947 ist das Nachkriegs-England geprägt von Lebensmittelknappheit und Arbeitslosigkeit und die BBC verkündet nicht nur die bevorstehende Vermählung von Prinzessin Elizabeth und Philip Mountbatten, sondern auch eine weitere Verschärfung der Lebensmittelrationierungen.

Das Ernährungsministerium schickt Inspektor Wormold in das beschauliche Städtchen Shepardsford, um die Rationalisierungsmaßnahmen zu überprüfen. Der örtliche Fußpfleger Gilbert Chivers leidet nicht nur unter der Lebensmittelknappheit, sondern auch unter seiner Gattin, der nach Höherem strebenden Joyce und den Gemeinheiten seiner Schwiegermutter. Sein größter Wunsch – ein Laden am Platz – wird ihm von den drei Herren vom Stadtrat, dem Arzt Swaby, dem Steuerberater Allardyce und dem Anwalt Lockwood versagt. Kurzerhand beschließt das Ehepaar Chilvers das illegal gemästete Schwein der drei Herren, welches bei einem Bankett anlässlich der Vermählung von Prinzessin Elisabeth mit Philip Mountbatten verspeist werden sollte, zu entführen. Und hier beginnt der eigentliche Wahnsinn.

Landestheater Linz / Betty Blue Eyes -hier : Ensemble zur Hochzeit von Prinzessin Elizabeth und Lord Mountbatten © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Betty Blue Eyes -hier : Ensemble zur Hochzeit von Prinzessin Elizabeth und Lord Mountbatten © Reinhard Winkler

Das von Allardyce liebevoll nach der Thronfolgerin Betty getaufte Schwein ist nicht totzukriegen und die Klavierschülerin Veronica verrät dem Stadtrat das Versteck. Was Gilbert nicht gelang, soll Fleischhauer Nutall gleich im Haus erledigen und als beim lang ersehnten Bankett „Schwein royal en croute“ auf den Tisch kommt, taucht Insepektor Wormold auf und entlockt der Gesellschaft eine Menge Geständnisse…

Basierend auf dem Handmade-Film A Private Function („Magere Zeiten“) mit Maggie Smith und Michael Palin schufen George Stiles (Musik), Anthony Drewe (Gesangstexte), Ron Cowen und Daniel Lipman (Buch) ein Erfolgsmusical, welches im Februar im Linzer Musiktheater die deutsche Erstaufführung feierte. Der deutsche Regisseur Christian Brey setzte das Stück in Szene, Bühne und Kostüme lagen in Händen von Anette Hachmann, die für diese Produktion eine Drehbühne mit einer Collage aus Werbeplakaten schuf. Das 2011 in London uraufgeführte Musical besticht durch sehr eingängige Swing- und Ragtime-Melodien, welche von der Band Black Beauty and Friends unter der musikalischen Leitung von Tom Bitterlich schwungvoll dargebracht werden. Zu eben jenen Ohrwürmern zählen unter anderem „Zauberhände“, Betty Blue Eyes und bei „Schwein, kein Schwein“ kann vor allem April Hailer (Mutter) mit einer großen Portion Slapstick richtig punkten. Neben ihr gehen die meisten Lacher auch an Riccardo Greco als leicht verhaltensgestörter Fleischinspektor Wormold. Kristin Hölck (Joyce Chilvers) begeistert mit ausdrucksstarker Stimme ebenso wie der unter ihrem Pantoffel stehende Gatte Rob Pelzer (Gilbert Chilvers).

Landestheater Linz / Betty Blue Eyes - hier : Ensemble © Reinhard Winkler

Landestheater Linz / Betty Blue Eyes – hier : Ensemble © Reinhard Winkler

Großartige Leistung auch vom restlichen Ensemble, allen voran Jonathan Agar als Steuerberater Henry Allardyce und Peter Lewys Preston als Anwalt Francis Lockwood, sowie Christian Fröhlich als Fleischhauer Nuttall und Ariana Schirarsi-Fard (Mrs. Metcalf, Mrs. Tillbrook). Das entzückende, mit großen Augen klimpernde Schwein Betty (Puppe) wurde von der Schauspielerin Lynsey Thurgar gekonnt bedient.

Das Publikum zeigte sich begeistert und für Fans dieses schweinischen Musicals erschien gerade die CD dieser Produktion mit allen Hits. Es ist dies die dritte Produktion nach Tommy (von The Who) und Ghost – Nachricht von Sam.

Betty Blue Eyes am Landestheater Linz:  Weitere Vorstellungen  26.5.; 27.5.; 5.6.; 6.6.; 8.6.; 10.6.; 11.6.; 16.6.2018 und merh….

—| IOCO Kritik Landestheater Linz |—

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