Linz, Landestheater Linz, Premiere TOD IN VENEDIG VON BENJAMIN BRITTEN, 19.05.2018

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

DEATH IN VENICE (TOD IN VENEDIG)
OPER IN ZWEI AKTEN VON BENJAMIN BRITTEN

Text von Myfanwy Piper nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann
In englischer Sprache mit Übertiteln
Koproduktion mit der Opéra Nice Côte d’Azur und dem Theater Bonn

Premiere Samstag, 19. Mai 2018, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Die weiteren Vorstellungstermine: 22., 25. Mai; 1., 7., 19. Juni; 2., 6. Juli 2018


ZUM STÜCK


Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig aus dem Jahr 1911 gehört zweifelsohne zu den Höhepunkten der deutschen Literatur. Das Schicksal des alternden Dichters Gustav Aschenbach, der im von der Cholera heimgesuchten Venedig auf den schönen Knaben Tadzio trifft und sich in ihn verliebt, transportiert viel von Thomas Manns eigener Lebenssituation. Gleichzeitig lässt sich diese Geschichte aber auch als Abgesang auf die europäische Kultur am Vorabend des Ersten Weltkrieges lesen. Es ist diese spannende Mischung aus Realem und Fiktionalem, aus dunklem Triebhaften und klarer Rationalität, aus interpretatorischer Varianz und sprachlicher Eleganz, die an Manns Novelle immer wieder aufs Neue fesselt.

Somit verwundert es nicht, dass es ausgerechnet der Komponist Benjamin Britten war, der aus diesem Stoff eine Oper machte. Denn auch Britten war Zeit seines Lebens nachgerade besessen von dem Gedanken an die Faszination und die Bedrohung kindlich-jugendlicher Unschuld. Und so schuf er mit seiner letzten Oper Death in Venice eines seiner dichtesten und dramaturgisch innovativsten Werke. Dabei fasst Britten die seelischen Verunsicherungen, die Aschenbach durch die Begegnung mit Tadzio erfährt, in eine Tonsprache, die ebenso konzentriert wie emotional bewegend ihre Wirkung nicht verfehlt. Tonsprache, die ebenso konzentriert wie emotional bewegend ihre Wirkung nicht verfehlt.

Unter dem Strich wirft Thomas Manns Erzählung Der Tod in Venedig mehr Fragen auf, als sie beantwortet, worin nicht zuletzt ihr Rang und ihr Reiz mitbegründet liegen. So mag man bei der Lektüre dieser Erzählung mutmaßen, ob der glückliche Ehemann und Respekt einflößende Familienvater Thomas Mann mit Der Tod in Venedig seine Homosexualität öffentlich gemacht hat.

War Thomas Mann also schwul? Darüber haben sich etliche Biografen und Exegeten den Kopf zerbrochen, ohne eine eindeutige Antwort zu erhalten. Eine mögliche These hierzu könnte lauten, dass Thomas Mann nicht homosexuell war, sondern sich nur von schönen jungen Knaben angezogen fühlte. Auch diese Aussage klingt platter und banaler, als sie in Wirklichkeit ist.

Von solch einer homoerotischen Sichtweise einmal abgesehen, kann man Thomas Manns Novelle Tod in Venedig, die am Vorabend des Ersten Weltkriegs entstanden ist, aber auch als einen prophetisch anmutenden Abgesang auf die europäische Kultur lesen – eben sinnbildlich dargestellt am Leidensweg eines kultivierten Dichters, der sich selbst immer mehr den dunklen Mächten eines dionysischen Chaos überantwortet.

Oder man kann die Erzählung als allgemeingültige Parabel über das Hinterfragen oder gar Scheitern von selbst gewählten Lebensentwürfen verstehen. Denn Der Tod in Venedig ist auch die Geschichte eines Menschen, der gegen Ende seines Lebens bemerken muss, dass er vielleicht in den zurückliegenden Jahren manche Weiche in seiner Biografie falsch gestellt hat. Im Falle von Aschenbach besteht die Tragik darin, dass er dies eben zu spät erkennt. Somit kann man Thomas Manns Der Tod in Venedig auch als eine Aufforderung begreifen, sich selbst und seine Vorstellungen vom Leben immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, um dann gegebenenfalls eine neue Richtung einzuschlagen, bevor es zu spät ist. Insofern kommt Thomas Mann in seiner Novelle zu derselben Erkenntnis, wie sein Altersgenosse und Kollege Rainer Maria Rilke, der seine Reflexion über das Apollinische in dem Gedicht Archaïscher Torso Apolls mit der Aufforderung enden lässt: „Du musst dein Leben ändern.“


BIOGRAFIEN


ROLAND BÖER MUSIKALISCHE LEITUNG Roland Böer war von 2002 bis 2008  Kapellmeister an der Oper Frankfurt. 2009 übernahm er die musikalische Leitung des Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano und ist seit 2015 auch dessen künstlerischer Leiter.

Er gastierte am Teatro alla Scala in Mailand, dem Teatro dell’Opera di Roma, dem Royal Opera House und der English National Opera in London, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, an der Deutschen Oper und der Komischen Oper Berlin, den Opernhäusern Stockholm und Kopenhagen, dem Teatro Petruzzelli di Bari, der Opéra National du Rhin in Straßburg, der Wiener Volksoper, dem Stadttheater Bern, der Polnischen Staatsoper Warschau und dem Tschechischen Nationaltheater Prag. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn zurzeit mit der Oper Frankfurt, der Opéra de Nice und dem Teatro dell’Opera di Firenze.

Er leitete die Filarmonica della Scala und das Orchester der Accademia di Santa Cecilia, das Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, das London Symphony Orchestra, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Radiosinfonieorchester Frankfurt und das Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Symphoniker, die Deutsche Radio Philharmonie sowie das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und das Orchestre Philharmonique de Luxembourg. Er dirigierte außerdem das Ensemble Modern, Northern Sinfonia, das Scottish Chamber Orchestra und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen.

Aufnahmen erfolgten für EMI und Opera Rara (beide mit dem Philharmonia Orchestra London), für BBC Scotland (mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra) und den Bayerischen Rundfunk (Bamberger Symphoniker). Eine DVD mit Roland Böers Debüt am Teatro alla Scala mit Die Zauberflöte in der Produktion von William Kentridge ist bei OPUS ARTE erschienen.

Zukünftige Engagements umfassen Neuproduktionen von Elisir d’Amore an der Opéra de Nice und Enrico (Manfred Trojahn) an der Oper Frankfurt, Sinfoniekonzerte mit dem Orchestra di Padova e del Veneto und der Neuen Philharmonie Frankfurt, sowie eine Neuproduktion von Death in Venice am Landestheater Linz.


HERMANN SCHNEIDER INSZENIERUNG Hermann Schneider wurde 1962 in Köln geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie, Musik- und Theaterwissenschaften in Tübingen und München und schloss diese Studien 1987 mit dem Magister Artium ab.
Bereits während seines Studiums assistierte Hermann Schneider sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater an verschiedenen deutschen Theatern. Von 1987 bis 1991 war er als Regieassistent und Spielleiter am Stadttheater Aachen engagiert und debütierte dort 1990 als Opernregisseur. Seither hat er über 60 Inszenierungen im Musiktheater und Schauspiel an zahlreichen deutschen Theatern sowie in Wien, Frankreich und London erarbeitet. Seine letzte Regie an der Opera Côte d’Azur in Nizza, Benjamin Brittens Death in Venice, wird 2018 am Landestheater Linz als Koproduktion zu sehen sein.

 Von 1993 bis 1995 war er Chefdramaturg, Regisseur und dann Intendant am Theater Eisenach, ab 1996 bis 2001 Leiter des Studios der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Von 2004 bis Dezember 2015 war Schneider Intendant des Mainfranken Theaters Würzburg.
Hermann Schneider fungiert in Gremien des Deutschen Bühnenvereins. Seit 2011 ist er Mitglied der Chambre professionelles des directions de l’opera (CPDO) in Paris, der französischen Intendantengruppe. Außerdem arbeitet er regelmäßig in Montréal in beratender Funktion mit internationalem Opernnachwuchs.
Von 1990 bis 2001 hatte Hermann Schneider Lehraufträge an den Musikhochschulen Köln/Aachen sowie Düsseldorf inne. 2001 wurde er als Professor und Leiter der Opernschule an die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar berufen.

Neben der Theaterarbeit und dem Unterricht arbeitet Hermann Schneider als Autor, insbesondere von Libretti, und veröffentlicht mit namhaften Komponisten wie Jörg Herchet, Michael Obst, Anton Plate, Klaus Schulze und Gerhard Stäbler. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Hermann Schneider Intendant des Landestheaters Linz.


BERND FRANKE BÜHNE Der Bühnenbildner Bernd Franke studierte an den staatlichen Kunstakademien von Düsseldorf und Stuttgart bei Prof. Karl Kneidl und Prof. Jürgen Rose.
Neben Festengagements als Bühnen- und Kostümbildner am Stadttheater Gießen und am Stadttheater Würzburg arbeitete er als Gast u. a. an den Theatern von Lübeck, Oberhausen, Koblenz, Aachen, Darmstadt, Bern sowie an der Finnischen Nationaloper Helsinki und der Volksoper Wien.


IRINA BARTELS KOSTÜME Irina Bartels, in Wuppertal geboren, studierte Mode in Hamburg und assistierte zunächst frei an den Hamburger Kammerspielen, dem Thalia Theater und beim NDR.

Nach einer festen Assistenz am Schauspiel Frankfurt ist sie seit 2004 national wie international als freischaffende Kostümbildnerin für Schauspiel und Oper tätig. Sie war u. a. als Kostümbildnerin für die Inszenierungen Don Carlos am Schauspiel Essen, Besuch der alten Dame, sowie Wunschkinder am Schauspiel Bochum, Das siebte Kreuz am Schauspiel Frankfurt (R.: Anselm Weber) und Iphigenie /Occident Express (R.: Anna Badora) am Volkstheater Wien tätig.

Produktionen an Opernhäusern waren u. a. L’Heure Espagnole an der Oper Frankfurt (R.: David Hermann), Death in Venice an der Opéra Nice Côte d’Azur (R.: Hermann Schneider, Koproduktion mit dem Landestheater Linz), sowie diverse Produktionen in der Regie von Katharina Thoma. Dazu gehören La Finta Gardiniera sowie Martha an der Oper Frankfurt, L’Eliogabalo und Boris Godunov an der Oper Dortmund, Adriana Lecouvreur am Badischen Staatstheater Karlsruhe, Ariadne auf Naxos für das Glyndebourne Opera Festival, Hans och Greta (Oper Göteborg), Un Ballo in Maschera (Royal Opera House London) sowie La Clemenza di Tito an der Opéra National du Rhin in Strasbourg.


IVAN ALBORESI CHOREOGRAFIE Ivan Alboresi, seit der Spielzeit 2016/2017 Ballettdirektor des Theater Nordhausen, absolvierte nach seinem Abitur am Fremdsprachen-Gymnasium Cadorna in Turin eine Tanzausbildung an der Accademia del Teatro Nuovo di Torino und an der John Cranko Akademie in Stuttgart. Seine Engagements als Tänzer führten ihn u. a. an die Theater Wiesbaden, Ulm und St. Gallen. 2001–2014 war er festes Mitglied der Ballettcompagnie des Mainfranken Theaters Würzburg. Er arbeitete mit Choreographen wie Heinz Spoerli, Youri Vámos, Ben van Cauwenbergh, Anna Vita, Birgit Scherzer, Ralf Rossa und Roberto Scafati. In Würzburg begann Ivan Alboresi auch selbst choreographisch zu arbeiten. Er schuf eigene Ballette und choreographierte im Musiktheater, darunter für Die Fledermaus, Orfeo ed Euridice und Die Zauberflöte. Zu seinen Inszenierungen gehören u. a. Hello, Dolly!, Jekyll & Hyde, Sunset Boulevard, Kiss me, Kate, Dracula und Maske in Blau. Seine Arbeit als Choreograph und Regisseur, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, führte ihn an die Opéra Nice Côte d‘Azur, das Theater Erfurt, das Mainfranken Theater Würzburg, das Theater Hof sowie die Theater Ulm und Freiberg/Döbeln.


Musikalische Leitung Roland Böer
Inszenierung Hermann Schneider
Bühne Bernd Franke
Kostüme Irina Bartels
Video Paulo Correia
Choreografie Ivan Alboresi
Dramaturgie Christoph Blit
Nachdirigat Takeshi Moriuchi
Choreinstudierung Csaba Grünfelder

Gustav von Aschenbach, Schriftsteller Hans Schöpflin
Der Reisende, auch
Der ältliche Geck, Der alte Gondoliere,
Der Hotelmanager, Fremdenführer in Venedig,
Der Coiffeur des Hauses,
Der Führer der Straßensänger,
Die Stimme des Dionysos Martin Achrainer
Die Stimme des Apollo James Laing

Deutsche Mutter, Bettlerin Vaida Raginskyt?
Glasbläser, Straßensänger Domen Fajfar
Deutscher Vater Jochen Bohnen
Englischer Angestellter im Reisebüro Ulf Bunde
Schiffssteward, Restaurantkellner Joschko Donchev
Zeitungsverkäuferin, Straßensängerin,
Erdbeerverkäuferin Theresa Grabner
Priester in San Marco Tomaz Kovacic
Dänische Frau Sarolta Kovacs-Führlinger
Russische Mutter Kateryna Lyashenko
Englische Frau Gabriele Salzbacher
Französisches Mädchen Kathleen Louisa Brandhofer
Spitzenverkäuferin Margaret Jung Kim
Französische Mutter Isabelle Wernicke-Brîncoveanu
Russischer Vater Boris Daskalov
Russisches Kindermädchen Joanna Müller
Hotelportier Mathias Frey
Zwei Amerikaner Bonifacio Galván, Jonathan Whiteley
Zwei Gondolieri Bonifacio Galván, Tomaz Kovacic
Lido Bootsmann, Hotelkellner Ville Lignell
Polnischer Vater Tomaz Kovacic
Gondoliere Jin Hun Lee
Die polnische Mutter Anna Hinterreiter-Lyubavina*** |
Hannelore Schiller***
Tadzio, ihr Sohn Jonatan Salgado Romero*
Ihre beiden Töchter Paula Kernreiter**, Paula Rosenauer** |
Malina Hönlinger***
Die Erzieherin Tatiana Pichler*** | Hannelore Schiller***
Jaschiu, Tadzios Freund Edward Nunes*
Tadzios Freunde Filip Löbl*, Urko Fernandez Marzana*,
Lorenzo Ruta*

Chor des Landestheaters Linz
* Mitglieder der Tanzkompanie TANZLIN.Z
** Mitglieder der OÖ. Tanzakademie
*** Statisterie des Landestheaters Linz

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Linz, Landestheater Linz, Premiere EUGEN ONEGIN – Peter Tschaikowsky, 14.04.2018

März 28, 2018  
Veröffentlicht unter Landestheater Linz, Oper, Premieren, Pressemeldung

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

EUGEN ONEGIN –  PETER I. TSCHAIKOWSKY

Text Peter Tschaikowsky  und Konstantin Schilowski, nach Alexander Puschkin

Premiere Samstag, 14. April 2018, 19.30 Uhr

Landestheater Linz / Eugen Onegin -Martin Achrainer als Eugen Onegin © Robert Josipovic

Landestheater Linz / Eugen Onegin -Martin Achrainer als Eugen Onegin © Robert Josipovic

1833 veröffentlichte Alexander Puschkin seinen Versroman Eugen Onegin und führte somit die Periode des großen, realistisch-poetischen Romans ein. 1879 setzte Peter Iljitsch Tschaikowsky die Geschichte über den gelangweilten Intellektuellen Eugen, der den Menschen und deren Gefühlen mit Sarkasmus begegnet, zur Musik russischer Romantik um und zeichnet so eine große, elegische Weiträumigkeit nach, in der sich die Charaktere ihren Liebesprojektionen ganz hingeben können. 1879 setzte Peter I. Tschaikowsky diese Geschichte der verpassten Chancen zur Musik russischer Romantik um und zeichnet so eine große, elegische Weiträumigkeit nach, in der sich die Charaktere ihren Liebesprojektionen ganz hingeben können.

Lischni tschelowekder überflüssige Mensch. Besonders in den Werken russischer Autoren wie Iwan Turgenew, Fjodor Dostojewski und Leo Tolstoi findet man diesen Archetypus des gelangweilten Intellektuellen, der zwar idealistisch denkt, aber durch seine allumfassende Passivität an der Moral der Gesellschaft nichts ändern kann und möchte. In Alexander Puschkins realistisch-poetischem Versroman heißt er Eugen Onegin, ist 20 Jahre alt und führt das Leben eines Dandys. Der Stadt überdrüssig zieht er sich in die Provinz zurück, wo er liest, wandert, schwimmen geht, zeichnet und teuren Champagner trinkt. Als er mit seinem Nachbarn, dem Poeten Wladimir Lenski, das Haus der Familie Larina besucht, verliebt sich die jüngste Tochter Tatjana in den charmanten Eugen. Schnell wird jedoch klar, dass der gelangweilte Lebemann kein Interesse an der verträumt-naiven und häuslich wirkenden Tatjana hat. Erst sechs Jahre später – Tatjana ist mittlerweile Frau eines ranghohen Generals des Hofes, während Eugen sich mit der Schuld, im Duell seinen Freund Lenski getötet zu haben, quält – kommt es zur Wiederbegegnung. Doch Eugens Gefühle haben sich verändert; beim Anblick Tatjanas entfacht das Feuer seiner Liebe.

Musikalische Leitung Leslie Suganandarajah, Inszenierung Gregor Horres, Bühne und Kostüme Jan Bammes,  Dramaturgie Magdalena Hoisbauer, Nachdirigat Takeshi Moriuchi
Choreinstudierung Martin Zeller

Larina, Gutsbesitzerin Katherine Lerner, Tatjana, deren ältere Tochter Izabela Matula, Olga, deren jüngere Tochter Jessica Eccleston, Filipjewna, Amme Valentina Kutzarova, Eugen Onegin Martin Achrainer, Adam Kim, Lenski, Dichter, sein Freund Rafal Bartminski, Fürst Gremin Michael Wagner, Ein Hauptmann Marius Mocan, Saretzki Tomaz Kovacic, Triquet, ein Franzose Matthäus Schmidlechner, Chor des Landestheaters Linz Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz; 

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere ROMEO + JULIA, 23.03.2018

Februar 27, 2018  
Veröffentlicht unter Ballett, Landestheater Linz, Premieren, Pressemeldung

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Romeo und Julia  – Mei Hong  Lin
Musik von Serge Weber
Frei nach Motiven von William Shakespeare

Premiere Freitag, 23. März 2018, 19.30 Uhr
Großer Saal, Musiktheater Volksgarten

Julia Statue in Verona © IOCO

Julia Statue in Verona © IOCO

Jeder von uns ist Romeo, jede von uns ist Julia. Die Universalität der Liebesgeschichte der beiden Protagonisten aus Shakespeares berühmtestem Drama hallt in vielen von uns wider. Denn fast jeder durchlebt mindestens einmal diese Art der jungen, passionierten, irrationalen Liebe – einer Liebe, die noch keine vor Enttäuschung schmerzenden Abgründe kennt; oder einer Liebe, die diese Abgründe mit leidenschaftlicher Energie zu überbrücken versucht.

Mei Hong Lin konzentriert sich in ihrer Interpretation der Liebesgeschichte aus dem 16. Jahrhundert ganz auf die Intimität zwischen den beiden Hauptfiguren. Sie lässt das weite Spektrum der menschlichen Seele vorüberziehen, indem sie Aspekte der Liebe in der Vervielfachung des Paares aufzeigt, jeden einzelnen Tänzer zu einem Romeo und jede einzelne Tänzerin zu einer Julia macht. Wie mit einer Lupe vergrößernd ist es Mei Hong Lin so möglich, im Detail zum Kern der verdichteten Handlung vorzudringen und herauszuarbeiten, welche dieser Aspekte in ihrer Modellhaftigkeit die Verbindung zum Publikum herstellen. Der Schweizer Komponist Serge Weber schrieb zu diesem Stück eine variationsreiche Musik, welche in zeitgenössischen, klassischen sowie historischen Klängen Mei Hong Lins kaleidoskopischer Choreografie eine musikalische Textur verleiht.

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin,  Bühne und Kostüme Dirk Hofacker, Musik Serge Weber, Lichtdesign Johann Hofbauer, Choreografische Einstudierung Christina Comtesse, Dramaturgie Katharina John, Silke Meier

Symbol der jungen Liebe, Rie Akiyama, Urko Fernandez Marzana

Romeo – Yu-Teng Huang, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Valerio Iurato Caspar Leonard Knops, Filip Löbl, Edward Nunes, Pavel Povrazník, Jonatan Salgado Romero, Andrea Schuler

Julia – Lara Bonnel Almonem, Kayla May Corbin, Andressa Miyazato, Tura Gómez Coll, Mireia González Fernández, Rutsuki Kanazawa, Gyeongjin Lee, Jacqueline Lopez, Alessia Rizzi, Symbole der Fehde, Yu-Teng Huang, Pavel Povrazník

Pressemeldung Landestheater Linz

Linz, Landestheater Linz, Premiere BETTY BLUE EYES – Musical, 24.2.2018

Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

BETTY BLUE EYES (DSE)

DAS MUSICAL MIT DEM SCHWEIN
Buch Ron Cowen und Daniel Lipman, Musik George Stiles | Gesangstexte von Anthony Drewe, nach dem Handmade-Film Magere Zeiten

Premiere Samstag, 24. Februar 2018, 19.30 Uhr, weitere Vorstellunen 28.2.2018, 9.3.2018; 10.3.2018; 16.3.2018; 17.3.2018; 14.4.2018….

 

Ein englisches Städtchen 1947. Zur Vermählung von Prinzessin Elizabeth und Prinz Philip soll es ein Bankett geben, aber der Konsum von nicht lizenziertem Fleisch ist wegen der Lebensmittelrationierung verboten. So kommt die Idee auf, illegal ein Schwein zu mästen. Fußpfleger Gilbert Chilvers kriegt Wind davon und lässt sich von seiner Frau Joyce anstiften, das Schwein namens Betty zu stehlen. Aber wie soll man Betty schlachten, wenn sie einen freundlich aus tiefblauen Augen anschaut?

Musikalische Leitung Tom Bitterlich, Nachdirigat Borys Sitarski, Inszenierung Christian Brey, Choreografie Kati Farkas, Bühne und Kostüme Anette Hachmann, Puppenbau Sebastián Arranz, Lichtdesign Michael Grundner, Dramaturgie Arne Beeker

Mit : Rob Pelzer (Gilbert Chilvers), Kristin Hölck (Joyce Chilvers), April Hailer (Mutter Dear), Thorsten Tinney (Dr. James Swaby), Jonathan Agar (Henry Allardyce), Peter Lewys Preston (Francis Lockwood), Kira Primke (Mrs. Allardyce), Riccardo Greco (Lebensmittelinspektor Wormold), Ariana Schirasi-Fard (Mrs. Metcalf/Mrs. Tillbrook), Ruth Fuchs (Mrs. Lester), Hanna Kastner (Mrs. Lockwood), Christian Fröhlich (Fleischer Nutall), Tina Schöltzke (Mrs. Roach), Suzana Novosel (Mrs. Turnbull), Gernot Romic (Sergeant Noble). PMLthLi

 

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