Graz, Stefaniensaal, MESSIAH – recreation-Großes Orchester Graz, 17. – 19.12.2018

Dezember 3, 2018  
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Steirische Festspiele

Steirische Festspiele / Messiah -Händel - cantanima © Peter Purga

Steirische Festspiele / Messiah -Händel – cantanima © Peter Purga

MESSIAH – Georg Friedrich Händel

Stefaniensaal

Montag, 17. Dezember 2018, 19.45 Uhr, Dienstag, 18. Dezember 2018, 19.45 Uhr
Mittwoch, 19. Dezember 2018, 19.45 Uhr

recreation • GROSSES ORCHESTER GRAZ formierte sich im Jahre 2002 aus Musikern, die zuvor in den Reihen des Grazer Symphonischen Orchesters ihre künstlerischen Lorbeeren gesammelt hatten. Unter der Intendanz von Mathis Huber und mit Stefan Vladar als Chefdirigenten präsentierte das Ensemble in der Saison 2002/03 einen ersten eigenen Konzertzyklus, der vom Grazer Publikum mit Begeisterung angenommen wurde. Außer in seinen Konzertzyklen in Graz ist das Orchester auch bei der styriarte zu hören gewesen, es gastierte im großen Wiener Musikvereinssaal, in der Alten Oper Frankfurt, beim steirischen herbst, beim Jazzsommer Graz u. a. m. Seit dem Sommer 2014 bildet recreation auch die Basis des neu ins Leben gerufenen styriarte Festspiel-Orchesters. Im Frühling 2013 war die damals frisch gegründete Originalklangformation des Orchesters, recreationBAROCK, unter Michael Hofstetter äußerst erfolgreich in Schloss Versailles und in Lyon zu Gast. 2016 gab man Konzerte im Rahmen der Internationalen Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg. In der laufenden Saison lockt nun schon der vierte Abonnementzyklus dieses Barockorchesters mit vier Doppelkonzerten in den Grazer Minoritensaal.

MESSIAH:  Cornelia Horak, Sopran, Juliette Chauvet, Alt, Franz Gürtelschmied, Tenor, Mathias Hausmann, Bass, Cantanima (Einstudierung: Sebastian Meixner), recreation – Großes Orchester Graz,   Dirigent: Andreas Stoehr

Steirische Festspiele / Messiah -Händel ecreation © Werner Kmetitsch

Steirische Festspiele / Messiah -Händel recreation © Werner Kmetitsch

In Dublin, nicht etwa in London wurde Händels Messias uraufgeführt, worauf die Iren mit Recht stolz sind. Ihr schöner neuer Konzertsaal verlockte den Meister zu dieser Weltpremiere von größter Bedeutung. Andreas Stoehr darf sich über den schönen Stefaniensaal freuen. Nirgends sonst klingt das berühmte Halleluja so festlich wie hier, besonders eine Woche vor Weihnachten.

Steirische Festspiele / Messiah -Händel - Cornelia Horak © privat

Steirische Festspiele / Messiah -Händel – Cornelia Horak © privat

Steirische Festspiele / Messiah -Händel ecreation © Werner Kmetitsch

Steirische Festspiele / Messiah -Händel recreation © Werner Kmetitsch

Karten und Informationen:
styriarte Kartenbüro
8010 Graz, Sackstraße 17
Mo-Fr, 10-18 Uhr
Tel. 0316.825000 (Fax -15)
www.recre.at

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Graz, Styriarte, FELIX AUSTRIA – Bilanz styriarte 2018

Juli 25, 2018  
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Steirische Festspiele

Steirische Festspiele / Die fidelen Hirtenfelder auf der Bühne ©  Werner Kmetitsch

Steirische Festspiele / Die fidelen Hirtenfelder auf der Bühne © Werner Kmetitsch

FELIX AUSTRIA

Bilanz styriarte 2018

FELIX AUSTRIA ist die Quintessenz eines jahrhundertealten Verses, der dem Geschick der Habsburger huldigt, sich ein Weltreich zu erheiraten. Für die styriarte 2018 war dieses Motto Auftrag, den Glückszustand der hundertjährigen Republik Österreich zu erkunden und – vor allem – zu befördern. Dazu braucht es große sinnliche Erlebnisse, und das hat die styriarte einen großen Schritt weitergebracht in der Entwicklung festlicher Gesamtkunstwerke, von denen das große Fux.OPERNFEST den Maßstab setzte. Dabei bildete Fux’ Oper „Julo Ascanio“ in einer sängerischen Traumbesetzung, in der hinreißend feurigen Interpretation durch das Orchester Zefiro unter Alfredo Bernardini und in der aufregenden Lichtinstallation von OchoReSotto das Herzstück, um das herum ein Theaterabend mit Spielszenen und historischer Volksmusik ebenso aufgeboten wurde wie ein eigens angelegter Garten mit Gastronomie – verspielt, ironisch und prachtvoll ausgestattet wie das gesamte Fest von Lilli Hartmann, das Ganze erdacht von Karl Böhmer und in Szene gesetzt von Wolfgang Atzenhofer. Dieses Fux.OPERNFEST „Vol.1“ war der Beginn einer Reihe von Opern-Wiederentdeckungen des Steirers Johann Joseph Fux, des bedeutendsten österreichischen Barockkomponisten, dessen Werk damit eine Neubewertung erfahren wird.

Diesem Modell schlossen sich eine Reihe weiterer Feste an, die die Geschichte Österreichs immer wieder facettenreich beleuchteten und an spannenden Weichenstellungen besuchten: zum Beispiel „Ein Fest für Maria Theresia“ mit Glucks Oper „Le Cinesi“ als Zentrum. Oder das „Hochzeitsfest in Eggenberg“, bei dem man das wichtigste dynastische Ereignis der Habsburgermonarchie, das jemals in der Steiermark stattfand, tatsächlich am Originalort nachgespielt bekam: die Kaiserhochzeit zwischen Leopold I. und Claudia Felizitas.

Doch es war beileibe nicht nur monarchischer Glanz, den die styriarte 2018 zum Leuchten brachte. In einer ebenso hochgelobten wie kontrovers diskutierten Aufführung von Beethovens Freiheitsoper „Fidelio“ hatte Regisseur und Dramaturg Thomas Höft sieben AsylbewerberInnen, die ähnlich entsetzliche Erfahrungen machen mussten wie die Figuren in Beethovens Stück, von ihren Erlebnissen berichten lassen. Der vom hochenergetischen Dirigenten Andrés Orozco-Estrada mit einem herausragenden Solistenensemble und dem styriarte Festspiel-Orchester musikalisch gestaltete Abend, an dem auch ein Projektchor unter Beteiligung von MigrantInnen mitwirkte, stieß auch eine heiße Diskussion um die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Vergegenwärtigung von Kunst der Vergangenheit an.

Auch das weitere styriarte-Programm bot Reibungspunkte und sehr persönliche Sichtweisen auf Österreich. Immer wieder erinnerte Musik von Schönberg, Werbern und Berg an die österreichische Avantgarde im frühen 20. Jahrhundert. Peter Simonischek mit „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth, Karl Markovics mit „Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter“ von Herzmanovksy-Orlando und Johannes Silberschneider mit Peter Roseggers „Waldschulmeister“ unternahmen seelische Tiefenbohrungen in die österreichische Mentalität. Und Franz Schuh bot schließlich ein radikal-subjektives Schmerzensbild der letzten „Hundert Jahre Österreich“.

Wie in den vergangenen Editionen der styriarte führten erlebnisreiche musikalische Ausflüge auch in die Landschaft und an entlegene Orte. Die „Reisen durch Österreich“ mit Ernst Krenek und Musik der Knaffl-Handschrift im Museumsdorf Stübing kamen dabei noch durchaus als Spaziergang daher, aber die Wanderungen ins Gesäuse, u. a. mit der Bläserfassung von Richard Strauss’ Alpensinfonie, war denn doch eine ebenso echte Herausforderung wie einmalige Erfahrung. Und dass nach einer Pause heuer wieder das kirchenmusikalische Highlight der styriarte in der Pfarrkirche Stainz anstand, mit dem Concentus Musicus Wien und dem Arnold Schoenberg Chor unter Andrés Orozco-Estrada, begeisterte nicht nur die Traditionalisten: In einer Klangwolke sendete der ORF dieses Ereignis, Schuberts As-Dur-Messe, live ins ganze Land und via 3sat ging es in weite Teile Europas.


Die styriarte 2018 in Zahlen


42 Veranstaltungen aus 32 Projekten standen von 22. Juni bis 22. Juli auf dem Programm der styriarte 2018.

Die styriarte 2018 lief in einem Budgetrahmen von rund 2,8 Mio. EUR, wovon etwas weniger als 50 % durch Karten- und Sponsorerträge vom Festival selbst erwirtschaftet wurden. 28.600 BesucherInnen bescherten der styriarte ein Auslastungsergebnis von etwas mehr als 90 % und einen Brutto-Kartenertrag von EUR 1,2 Mio.

Unsere 308 aufgelegten Restplatzabos (175 à 5 Konzerte und 133 à 8 Konzerte) wurden komplett ausverkauft. Unser junges Kartenangebot, 50%-Preis für Leute U 27, spricht sich auch herum: Mehr als 470 BesucherInnen haben dieses Angebot angenommen.

Als Hauptsponsor ist der Raiffeisen-Landesbank Steiermark zu danken, als Subventionsgeber dem Land Steiermark, der Stadt Graz und dem Bundeskanzleramt, Sektion Kunst.

14 Veranstaltungen wurden vom ORF Hörfunk aufgezeichnet und ausgestrahlt und auch über die EBU in die ganze Welt (etwa nach China, Deutschland, Island, Norwegen, Polen, Tschechien, Serbien oder Spanien) geschickt. Die Klangwolke am 7. Juli, „Schubert in Stainz“, wurde in ORF III und in 3sat live zeitversetzt ausgestrahlt.

 

—| Pressemeldung styriarte |—

Graz, Styriarte, Osterfestspiele Psalm, ab 09.04.2017

Steirische Festspiele      |      Psalm

Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Rebekka Bakken© Andreas H.Bitesnich

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Rebekka Bakken© Andreas H.Bitesnich

Sonntag, 9. April 2017 (Palmsonntag)   Helmut List Halle, 19 Uhr

Rebekka Bakken   Erzählt ihre Geschichten zum Frau sein
Rebekka Bakken, Stimme, Rune Arnesen, Percussion, Jon-Willy Rydningen, Klavier &
Synthesizer

Die norwegische Sängerin Rebekka Bakken verkörpert Weiblichkeit in ihrem ganzen Spektrum, von der lustvollen Sinnlichkeit über die liebevolle Mütterlichkeit hin zum spirituellen Verlangen. Doch ohne den männlichen Aspekt könnte sie ihre Weiblichkeit nicht ausdrücken, weder auf der Bühne noch in ihren Liedern. Erst in der Dualität entsteht die Spannung, der Unterschied, der Gegensatz. Doch die Sehnsucht des spirituellen Verlangens zielt auf die Überwindung der Gegensätze, zurück in die Einheit.
Rebekka Bakken hat für PSALM aus ihren Songs jene ausgewählt, die sich mit der Weiblichkeit auseinandersetzen, sie musikalisch ausdrücken. Und sie hat neue Songs zu diesem Thema geschrieben …

Nach einer Kindheit und Jugend in Norwegen zog es Rebekka Bakken, die Singer/Songwriterin mit der Drei-Oktaven-Stimme, nach New York, wo sie sich ganz ihrer Gesangskarriere widmete und von dort aus die Welt eroberte. Einzigartig, wie sie Emotionen transportieren und ihr Publikum jedes Mal aufs Neue in einen magischen Bann versetzen kann. Für ihr Debütalbum „The Art of How to Fall“ bekam sie 2003 zwei goldene Schallplatten in Deutschland und Österreich, dazu kamen später mehrere ECHO Jazz Nominierungen und der Amadeus Award. Zuletzt erschien 2016 ihr Album „Most personal“.


Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Emma Kirkby © Bibi Basch

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Emma Kirkby © Bibi Basch

Montag, 10. April 2017
Helmut List Halle, 19 Uhr

The Virgin Queen  – Lautenlieder des Elisabethanischen Zeitalters
von John Dowland u. a., Gambenconsort-Musik von Anthony Holborne
bis John Dowland, Emma Kirkby, Sopran, Jakob Lindberg, Laute, Armonico tributo-Consort, Leitung: Lorenz Duftschmid, Viola da gamba

Nach der Hinrichtung ihrer Stiefmutter 1542 beschloss die achtjährige Elizabeth Tudor, nie zu heiraten. Dass die spätere Elizabeth I. dabei auch Jungfrau geblieben sei, war Teil ihrer Selbststilisierung zur „Virgin Queen“. Jungfräulich klingen zumindest die Lautenlieder ihrer Epoche, wenn sie von Emma Kirkby mit makelloser Stimme gesungen werden. Wie Queen Elizabeth scheint auch Dame Emma ewig jung zu bleiben. Ihre süßen Gesänge ergänzt Lorenz Duftschmid um die Gamben- Tränen des John Dowland. Emma Kirkby ist die Grande Dame der Alten Musik, die auch nach jahrzehntelanger Konzert- und Aufnahmetätigkeit nichts von ihrer Faszination verloren hat. Ungebrochen ist der Zauber, der in ihren Konzerten von ihrer silberhellen Stimme und ihren klugen Interpretationen ausgeht. Mit dem schwedischen Lautenisten Jakob Lindberg verbindet sie eine jahrelange  Zusammenarbeit.

Der österreichische Gambenvirtuose Lorenz Duftschmid erforscht mit seinem Ensemble ein breit gefächertes Repertoire von keltischer Musik bis zur Wiener Klassik auf Weltklasseniveau


Syriarte / Osterfestspiele Psalm -Ars Choralis © Wolfgang Burat

Syriarte / Osterfestspiele Psalm -Ars Choralis © Wolfgang Burat

Dienstag, 11. April 2017
Helmut List Halle, 19 Uhr

Magnificat – Mittelalterliche Lieder für Maria aus Italien, Portugal und Deutschland
mit Fidel, Glocken, Virginal und Gesang, (Cantigas de Santa Maria, Liederbuch der
Anna von Köln, Laude), Texte über die Jungfrau Maria im Jahreskreis, Ars Choralis Coeln, Leitung: Maria Jonas, Gesang, Mavie Hörbiger, Lesung
Preise: EUR 39 / 23

Um zum reinen Gefäß für die Geburt des Gottessohnes zu werden, musste die Jungfrau Maria selbst unbefleckt empfangen sein – befreit von der Erbsünde. Dieser tiefe Glauben führte zur Kindheitsgeschichte Marias. Ihre eigene Schwangerschaft prägt den Jahreslauf der Kirche bis heute: von Mariae Verkündigung am 25. März bis zu Jesu Geburt genau neun Monate später. In den Evangelien ist die Geschichte der jungen Frau Maria, die durch den Heiligen Geist den Erlöser empfängt, eng mit der Schwangerschaft ihrer Cousine Elisabeth verknüpft. Als sich die beiden Frauen begegnen, stimmt Maria ihr „Magnificat“ an. Leuchtend wie Madonnenbilder sind die Mariengesänge des Mittelalters, die Ars Choralis Coeln singt. Mavie Hörbiger liest die heiligen Texte um Anna, Maria und Elisabeth.

Das Frauenensemble Ars Choralis Coeln mit seiner Leiterin Maria Jonas, 2004 in Köln gegründet, hat sich längst in der Alte-Musik-Szene etabliert. Es ist zu Gast bei internationalen Festivals, regelmäßig auch bei der styriarte und bei PSALM. Sie ist der Spross einer großen Schauspiel-Familie: Mavie Hörbiger. 1996 startete sie ihre filmische Schauspielkarriere und brachte es bis heute auf zig Engagements in Kino und Fernsehen. Zahlreiche Rollen an deutschen, österreichischen und Schweizer Theatern gipfelten ab 2011 in der fixen Ensemblemitgliedschaft am Wiener Burgtheater.


Syriarte / Osterfestspiele Psalm - La Venexiana © Michael Baumgartner

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – La Venexiana © Michael Baumgartner

Donnerstag, 13. April 2017 (Gründonnerstag)
Helmut List Halle, 19 Uhr

Freuden des Frühlings – Ein Frühlingsfest in Florenz
Madrigale, Frottole, Canzonetten aus dem Florenz der Renaissance von Philippe Verdelot, Luca Marenzio,, Francesca Caccini, Sigismondo d’India, Biagio Marini,
Claudio Monteverdi u. a., La Venexiana, Leitung: Claudio Cavina, Cembalo
Preise: EUR 39 / 23

„Ecco la Primavera“. Unzählige Male haben die Meister der italienischen Renaissance den Frühling besungen und hatten dabei Botticellis Gemälde vor Augen. „La Venexiana“ singt eine Blütenlese der schönsten Frühlingsmadrigale von Marenzio bis Monteverdi. Im Zentrum steht eine Grazerin in Florenz: Erzherzogin Maria Magdalena, die jüngste Tochter Karls II., hatte 1609 allen Grund, den Frühling zu feiern. An der Seite ihres Medici-Gemahls wurde sie Großherzogin der Toskana und stellte ihre frühlingshafte Fruchtbarkeit alsbald durch die Geburt des Thronfolgers unter Beweis.

Zahlreiche Preise für ihre hochgelobten CDs unterstreichen die internationale Anerkennung von La Venexiana als eines der führenden italienischen Ensembles im Bereich der Alten Musik. In langjähriger Zusammenarbeit hat das Ensemble einen besonderen Stil entwickelt: eine warme, mediterrane Mischung aus Textdeklamation, rhetorischer Kraft und harmonischer Raffinesse. Claudio Cavina, selbst einer der führenden Countertenöre seiner Generation, gründete La Venexiana 1998 und leitet die Gruppe bis heute.


Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Kalasri Keshava© Ismael Lorenzo

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Kalasri Keshava© Ismael Lorenzo

Freitag, 14. April 2017 (Karfreitag)
Helmut List Halle, 19 Uhr

Bharatanatyam – Kalasri Tanz- und Musikensemble, Sumitra Keshava, Tänzerin, Vidwan D. Keshava, Tänzer & musikalischer Leiter, Mavie Hörbiger, Lesung
Preise: EUR 39 / 23

Die mythische Welt Indiens ist geprägt von Göttern und Dämonen, die in ständigem Ringen miteinander verbunden sind. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei die Göttin Durga, die einen männlichen Dämon in der Gestalt eines Büffels besiegt. Diese und andere Episoden der Hindu-Mythologie werden nicht nur in Worten, sondern auch im Tanz erzählt – im Bharatanatyam, was wörtlich übersetzt der „Tanz Indiens“ heißt. Gemeint ist eine besonders kunstvolle Variante des Tempeltanzes, der seit vielen Jahrhunderten in Südindien gepflegt wird. Die Familie Keshava lebt diese spirituelle Kunstform mit Hingabe und erzählt im PSALM von den übermächtigen Frauen und Müttern, deren Opfertaten
im Hinduismus verehrt werden.

Der mit verschiedenen Auszeichnungen geehrte indische Tanzmeister, Choreograph und Yogalehrer Vidwan D. Keshava stammt aus Mysore, Südindien. 1969 bis 1975 absolvierte er an der dortigen Universität ein sechsjähriges Studium in Tanz, Musik und Schauspiel und erhielt als erster Mann im Staate Karnataka den Titel „Natyavisharada“ und eine Goldmedaille. Er feierte Erfolge in der Schweiz, Indien, Deutschland, Österreich, England, den USA, in Italien, Frankreich und Kuwait. D. Keshava lebt seit 1976 in Basel und gründete und leitet dort das Kalasri Tanzensemble, dem auch seine Tochter Sumitra angehört. Das Ensemble tritt regelmäßig in Indien und der Schweiz auf und gibt reichhaltige farbige Tanzprogramme mit klassischem Bharatanatyam-Tanz, Tanztheatern, fröhlichen Volkstänzen aus verschiedenen Regionen Indiens, innovativen Choreographien
und Bollywood-Darbietungen zum Besten.


Sonntag, 16. April 2017 (Ostersonntag)
Helmut List Halle, 19 Uhr

Mutter Erde  –  Lieder und Geschichten aus Simbabwe, Vokalensemble „Nobuntu“ (Simbabwe):, Zanele Manhenga, Thandeka Moyo,, Duduzile Sibanda, Heather Dube &
Joyline Sibanda, Mavie Hörbiger, Lesung, Preise: EUR 39 / 23

Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Nobuntu © Werner Puntigam

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Nobuntu © Werner Puntigam

Man kann diese Erzählung aus Simbabwe als Metapher für die Suche nach der eigenen Kultur verstehen. Aber sie ist auch eine ganz traditionelle Geschichte aus einer Gesellschaft, in der an Frauen ganz ursprüngliche Erwartungen gestellt werden: Sie sollen fruchtbar sein und gebären. Nobuntu erzählt die Geschichte einer Frau, die das nicht kann, denn sie ist unfruchtbar. Wir begleiten die Frau auf einer Reise, von der sie sich Heilung verspricht, einer Reise zu alten afrikanischen Ritualen und zum Glauben. Hier erfährt sie schließlich „Mutter Erde“, die ihr schenkt, wonach sie sich immer gesehnt hat: Mutterschaft, Fruchtbarkeit, eigene Kultur und Religion. Nobuntu erzählt diese Geschichte in Gesang, Tanz, Spiel und Poesie. Nobuntu kommen aus Bulawayo, der „Kulturhauptstadt Simbabwes“.

Nobuntu steht für innovative Frauenpower in ihrer männerdominierten Welt. Die fünf Sängerinnen einer neuen Generation zelebrieren die Schönheit und den Reichtum ihrer Kultur. Sie kombinieren traditionelle simbabwische Musik, Gospel, Afro-Jazz und mehr. Mit eigenen Kompositionen und Texten setzen sie wichtige Impulse für Veränderung, werben für Solidarität, Gemeinschaft, Lebensmut und Bescheidenheit. Schon ihr Name steht für diese Werte: In „Nobuntu“ steckt das Zulu-Wort „Ubuntu“ – übersetzt etwa „Mutter der Menschlichkeit“.


Syriarte / Osterfestspiele Psalm - Stefan Gottfried © Tschida

Syriarte / Osterfestspiele Psalm – Stefan Gottfried © Tschida

Montag, 17. April 2017 (Ostermontag)
Helmut List Halle, 19 Uhr

La Gloria di Primavera – Festmusik zur Geburt eines Thronfolgers
Alessandro Scarlatti: Ausschnitte aus „La Gloria di Primavera“, Serenata (Neapel 1716)
Antonio Vivaldi: Sinfonia in G (aus „La fida Ninfa“) / Concerto in E, op. 8/1 „La Primavera“ aus den „Vier Jahreszeiten“, Cornelia Horak, Sopran (Estate), Sophie Rennert, Mezzosopran (Primavera), Bernhard Landauer, Countertenor (Autunno), Johannes Chum, Tenor (Inverno), recreationBAROCK, Leitung: Stefan Gottfried, Cembalo, Preise: EUR 39 / 23

Welche Jahreszeit hat den größten Anteil an der Geburt eines Thronfolgers, der im Sommer gezeugt wurde und im Frühling zur Welt kam? Natürlich „la Primavera“. Alessandro Scarlatti widmete diesem Wettstreit der vier Jahreszeiten seine schönste „Serenata“ für die Stimmvirtuosen Neapels und ein reich besetztes Orchester. Nach der Uraufführung 1716 wurde sie auch in Wien gespielt, schließlich ging es um Kaiserin Elisabeth Christine und den leider zu früh verstorbenen Bruder von Maria Theresia. Stefan Gottfried dirigiert Scarlattis Serenata mit Einlagen von Vivaldi als Barockoper über den Frühling.

Das Wiener Multitalent Stefan Gottfried (er studierte Cembalo, Klavier, Komposition und Musikpädagogik sowie Generalbass und historische Tasteninstrumente, daneben Horn und Mathematik) ist der Nachfolger Nikolaus Harnoncourts als Leiter des Orchesters
Concentus Musicus. Auch mit dem erfolgreichen Grazer Alte-Musik-Orchester recreationBAROCK hat er bereits zusammengearbeitet. Diesmal nimmt er sich mit Cornelia Horak, der jungen Steirerin Sophie Rennert, Bernhard Landauer und Johannes Chum noch zauberhafte Gesangssolisten hinzu.


Karten und Informationen:
styriarte Kartenbüro
Sackstraße 17, 8010 Graz
Tel.: 0043.316.825 000 (Fax: -15)
tickets@styriarte.com
www.psalm.at

—| Pressemeldung styriarte |—

Graz, Steirische Festspiele, Øresund, 07./08.10.2013

Oktober 2, 2013  
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Steirische Festspiele

Øresund – 

Sinfonische Kantate zum 70-jährigen Gedenktag an die Rettung der dänischen Juden

7. & 8. Oktober 2013, 19.45 Uhr. Stefaniensaal Graz

Die Rettung der jüdischen Dänen im Jahr 1943 ist eine der wenigen durch und durch positiven Geschichten, die sich aus der Schreckenszeit der Naziherrschaft und des Holocausts erzählen lassen. Trotzdem ist sie nicht wirklich präsent in unserem Bewusstsein. Vielleicht, weil wir das übrige unermessliche Leid dieser Zeit nicht relativieren oder schönreden wollen. Dabei dürfte das Gegenteil der Fall sein. Denn vor der menschlichen Größe, dem politischen Geschick und dem unglaublichen historischen Glück dieser singulären Tat erscheinen die sonst fast überall waltenden Mechanismen des Horrors noch schwärzer. Und so soll und muss die Geschichte der dänischen Juden und ihrer zahllosen Helfer gerade auch in der Kunst erzählt werden. Als ein Beispiel, das aller Verzagtheit, allem Aufgeben und allem Wegschauen angesichts menschlichen Leids entgegengehalten werden darf. Den Dänen gelang es durch Geschick und Leidenschaft, fast ihre gesamte jüdische Bevölkerung, insgesamt über 7000 Menschen, in den ersten Tagen des Oktobers 1943 über den Øresund ins neutrale Schweden zu schmuggeln, bevor die deutsche Deportationsmaschinerie ihrer habhaft werden konnte. Dabei half der gut organisierte dänische Widerstand ebenso wie ein deutscher Überläufer, der den Deportationsplan verriet. Vor allem war die Rettung jedoch einer unüberschaubaren Zahl von Dänen geschuldet, die ihr Leben riskierten und ihren jüdischen Mitbürgern halfen. Nicht aus Liebe zu den Juden, wie ein Geretteter später sagte, sondern weil die Juden für jeden eben in erster Linie Dänen waren.
 
styriarte / Michael Hofstetter und recreation © Werner KmetitschNachdem der Komponist Iván Eröd und der Librettist Thomas Höft für die Wiener Staatsoper Erich Kästners „Pünktchen und Anton“ erfolgreich auf die Bühne gebracht haben, waren sie sich einig, ihre gemeinsame Arbeit fortzusetzen. Iván Eröds eigene Familiengeschichte legte eine Beschäftigung mit dem Holocaust nahe, aber es war vor allem der hoffnungsvolle Aspekt, der ihn an der Geschichte um die Rettung der Dänischen Juden faszinierte. In der Arbeit am Text geriet den Autoren die poetische Form des neuen Stücks immer weiter ins Sinfonische, so dass sie schließlich ein Konzept entwickelten, das an die großen oratorischen Sinfonien anknüpft. 
 
Hauptperson der Sinfonischen Kantate ist der Chor. Als habe sich eine nicht näher bezeichnete Gruppe von Menschen am dänischen Strand des Øresunds getroffen, um dort von den Ereignissen zu erzählen, trägt der Chor die Geschichte. Aus ihm treten immer wieder einzelne Personen hervor, die Persönliches berichten. Dazu werden alte Lieder, Gebete oder Texte zitiert. Der Gang der Ereignisse ist anhand der maßgeblichen Studie des dänischen Historikers Therkel Straede, „Die Menschenmauer, Dänemark im Oktober 1943“, entwickelt, die 1993 in Kopenhagen zum 50. Jahrestag der Rettung vom „Museum des dänischen Widerstands“ herausgegeben wurde. Das Stück ist zweisprachig angelegt. Hebräische und deutsche Sprache kommen vor. 
 
Die Sinfonische Kantate wird zum 70. Gedenktag der Rettung der dänischen Juden am 7. & 8. Oktober 2013 im Rahmen der Konzertsaison 2013/2014 von recreation – GROSSES ORCHESTER GRAZ unter der Leitung von Michael Hofstetter uraufgeführt.
 
 
Øresund
George Gerswhin: Symphonic Suite aus „Porgy & Bess“
Iván Eröd: Symphonie Nr. 3 („Øresund“) über einen Text von Thomas Höft, UA
Carl Nielsen: Symphonie Nr. 3, op. 27 „Sinfonia espansiva“
 
Sarah Wegener, Sopran
Christian Miedl, Bariton
Vocalforum Graz (Einstudierung: Franz M. Herzog)
recreation-Großes Orchester Graz
 
Dirigent: Michael Hofstetter
 
 
 
 
Pressemeldung Steirische Kulturveranstaltungen 

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