Lilienfeld, Stiftsbasilika, Fidelio – Ludwig van Beethoven, IOCO Kritik, 28.07.2021

Juli 28, 2021  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Stift Lilienfeld

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

 Stiftskirche Lilienfeld © Marcus Haimerl

Stiftskirche Lilienfeld © Marcus Haimerl

Stift Lilienfeld

 Fidelio  –   Ludwig van Beethoven

 – Freiheitsklänge erfüllen die Stiftsbasilika Lilienfeld –

von Marcus Haimerl

Zur Eröffnung der 40. Sommerakademie 28Lilienfeld wurde Ludwig van Beethovens Oper Fidelio in der Stiftsbasilika Lilienfeld halbszenisch aufgeführt. Nach zweimaliger Corona-bedingter Verschiebung konnte doch noch der 250. Geburtstag des Komponisten in Lilienfeld nachgefeiert werden.

Das Zisterzienserstift Lilienfeld, zwischen St. Pölten und dem Wallfahrtsort Mariazell gelegen, geht auf eine Stiftung von Herzog Leopold VI. (1176-1230) aus der Familie der Babenberger zurück. Sie ist heute die größte erhaltene zisterziensische Klosteranlage in Mitteleuropa und beherbergt eine kostbare Kreuzesreliquie.

Ludwig van Beethoven © IOCO

Beethoven in Bonn © IOCO

Die zwischen 1202 und 1263 errichtete romanisch-gotische Kirche gehört mit ihren 83 Metern Länge zu den größten Kirchen Niederösterreichs, die Innenausstattung stammt aus der Barockzeit. Das Stift liegt an der Via Sacra, dem traditionellen Wallfahrerweg zwischen Wien und Mariazell, weshalb das Hauptschiff als heilige Straße gestaltet ist, welche Richtung Hochaltar mehr und mehr an Goldglanz zunimmt.

Im beeindruckenden Bereich dieses Hochaltars wurde die einzige, jedoch zwei Mal überarbeitete Oper Beethovens in Szene gesetzt. Man entschied sich für die 1814 am Kärtnertortheater uraufgeführte Drittfassung und behielt auch die auf angenehme Länge gekürzten Originaldialoge bei. Die Regie dieser halbszenischen Inszenierung von Beethovens Oper über Freiheit und Gattenliebe, welche auch mit wenigen Requisiten auskam, wurde von den Künstlern selbst erarbeitet.  Die Gesamtleitung lag in den Händen der überaus bewährten Dir. Prof. Mag. Dr. h.c. Karen De Pastel. Die unter anderem mit dem Ehrenzeichen in Gold der Stadt Lilienfeld (2019) und dem Ehrenkreuz in Gold vom Stift Lilienfeld (1999) ausgezeichnete Organistin, Komponistin und Geigerin arbeitet seit 2001 mit dem KünstlerOrchester Wien / Lilienfeld und dirigierte neben Kompositionen verschiedenster Epochen fast alle großen Beethoven-Werke in Lilienfeld und Wien.

Stiftskirche Lilienfeld / Fidelio - hier: Kirchenvertreter, Ensemble uam   © Michaela Haimerl

Stiftskirche Lilienfeld / Fidelio – hier: Kirchenvertreter, Ensemble uam   © Michaela Haimerl

In der Partie des Fidelio, beziehungsweise Leonore brillierte Magdalena Renwart-Kahry, die eben diese Partie bereits im Rahmen ihres Engagements an der Opera di Firenze mit Zubin Mehta erarbeiten konnte und verkörperte diese Partie sowohl in der Premierenserie im Stadttheater Baden als auch in der Oper Burg Gars. Magdalena Renwart-Kahry verfügt über einen schönen, intensiven Sopran mit kraftvoller Höhe und gestaltete die kämpferische, liebende Ehefrau zutiefst berührend. Ihre Arie Abscheulicher, wo eilst Du hin zählte ohne Zweifel zu den Höhepunkten des Abends.

Der slowenische Tenor David Jagodic sang ihren Gatten Florestan mit der Strahlkraft seines klaren, jugendlichen Tenors und meisterte seine Arie Gott! Welch Dunkel hier! mit Leichtigkeit und harmonierte auch wunderbar mit seiner Leonore Magdalena Renwart-Kahry im Duett O namenlose Freude.

Als ihren Gegenspieler, den Gefängnisgouverneur Don Pizarro erlebte man den charismatischen Bassbariton Florian Pejrimovsky, den das Wiener Publikum bereits in Rollen wie Giorgio Germont, dem Rigoletto oder Scarpia in Puccinis Tosca kennengelernt hat. Die Partie des Don Pizarro gestaltete Florian Pejrimovsky nicht nur in seiner Darstellung abgrundtief böse, vielmehr konnte er auch mit seinem dunklen Bassbariton stimmlich überzeugen.

Stiftskirche Lilienfeld / Fidelio hier das Ensemble © Michaela Haimerl

Stiftskirche Lilienfeld / Fidelio hier das Ensemble © Michaela Haimerl

Auch der österreichische Bass Josef Ruppert konnte das Publikum als Rocco beeindrucken. Mit seiner unglaublich tiefen, kräftigen und vollen Bassstimme gestaltete er die Partie des zwischen Pflicht und Mitgefühl zerrissenen Kerkermeisters. Als seine Tochter Marzelline überzeugte die polnische Sopranistin Izabela Kopec. Mit Leichtigkeit erstrahlte ihr heller Sopran, aber auch darstellerisch wußte sie zu begeistern und verstand mit ihrer Mimik und einer wohldosierten Portion Humor dieser Rolle Profil zu verleihen.

Als Jaquino hörte man den jungen koreanischen Tenor Namil Kim, der bereits den Alfredo Germont in der Krypta der Wiener Peterskirche sang.

Besonders beeindruckend ist die Leistung des Wiener Baritons Philip Landgraf als Minister Don Fernando. Mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz und seinem kräftigen, schönen Bariton wurde das Finale der Oper zu einem weiteren Glanzstück des Abends.

Als Wachsoldaten, Staatsgefangene und Volk agierte der Projektchor Wien/Lilienfeld, welcher im Finale als gemischter Chor erst richtig aufblühte. Eine bemerkenswerte Leistung auch von Alexander Blechinger (Erster Gefangener) und Josef Krenmair (Zweiter Gefangener).

Professor Werner Hackl leitete das KünstlerOrchester Wien/Lilienfeld, welches unter seinem dynamischen Dirigat zu Höchstform auflief. Bedauerlicherweise machte es die Akustik der Kirche den Sängern nicht leicht, gegen das Orchester anzusingen. Schon nach dem Ende der Oper zeigte sich das anwesende Publikum in der ausverkauften Kirche von dem Abend zu Recht begeistert. Als Zugabe wurde das Publikum nicht nur mit der Ode an die Freude aus Beethovens 9. Sinfonie verwöhnt, sondern erhielt auch die Möglichkeit mitzusingen, was jedoch wahrscheinlich teils aus Ehrfurcht vor der zuvor dargebotenen Sangeskunst teils sicherlich auch aus dem Wunsch, diesen besonderen, emotionalen Ausklang des Abends voll genießen zu können, kaum angenommen wurde.

—| IOCO Kritik Stift Lilienfeld |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Lockenhaus, Kammermusikfest 2021, Ein Wallfahrtsort für Kammermusik-Liebhaber, IOCO, 28.07.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Burg und Kirche Lockenhaus - im abendlichen Nebel © a4grafik

Burg und Kirche Lockenhaus – im abendlichen Nebel © a4grafik

Kammermusikfest Lockenhaus

  Kammermusikfest Lockenhaus – 2021 „SINNESERWACHEN“

Wallfahrtsort im Burgenland für Kammermusikliebhaber

 von Hans-Günter Melchior

Lockenhaus, nahe der ungarischen Grenze  im Burgenland in Österreich ist eine Art Wallfahrtsort für Liebhaber und Kenner der Kammermusik. Wer hierher kommt, will nicht gesehen werden, er will hören und noch einmal hören –, bis in die Nacht hinein.

Seit 40 Jahren kommen immer dieselben Anhänger der Kammermusik. Zwanglos und ohne den sonst bei Festspielen ebenso üblichen wie lästigen Aufwand geht es zu, leger und in Freizeitkleidung, Jeans, manche in kurzen Hosen. Konzentriert und neugierig, sachverständig sind die Wallfahrer, entschlossen, sich einer Musikanstrengung sondergleichen auszuliefern. Hier geht es ausschließlich um die Musik, schwierige und schwierigste, die die Aufmerksamkeit von allem anderen abzieht und oft Versenkung erfordert. Mit anderen Worten: es sind nicht die ausgetretenen Pfade der üblichen und populären Renner zum Mitsingen, oft ist es Neuland, selbst für die Spezialisten, deren es hier nicht wenige gibt.

Viele der Besucher spielen ein Instrument. Wohl mehr als die Hälfte. An manchem des Dargebotenen haben sich selbst versucht und sind begeistert, wenn den Künstlern gelingt, woran sie sich abmühten. Überhaupt: bewundernswert ist die Reife, die technische Perfektion und das inhaltliche Verständnis der meist noch sehr jungen und äußerst engagierten Darbietenden, von denen manche bereits international etabliert sind.

Ganz zu schweigen von den Meisterleistungen eines Gidon Kremer oder Andras Schiff.

Kammermusikfest Lockenhaus / hier: künstlerischer Leiter und Cellist Nicolas Altstaedt @ Niklas Schnaubelt

Kammermusikfest Lockenhaus / hier: künstlerischer Leiter und Cellist Nicolas Altstaedt @ Niklas Schnaubelt

Die Musik also und nochmals die Musik. Das kann bis Mitternacht gehen, drei oder vier Vorstellungen hintereinander an einem Tag; bis dann doch der Kopf auf die Brust sinkt und der letzte Funken übergesprungen ist. Pierrot lunaire von Arnold Schönberg etwa, beginnend um 22.00 Uhr ist eine Herausforderung, textlich wie musikalisch, besonders wenn man bereits am Morgen um 11.15 Uhr George Antheil, Heinz Holliger György Kurtag und die Klaviersonate c-Moll op. 111 von Ludwig van Beethoven, am Nachmittag Werke von Debussy, Liszt, sodann  von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr Duos, Trios von Feldman, Camille Saint-Saens (mit Heinz Holliger als Oboist), ein 3-sätziges Sextett für Bläserquintett und Klavier von Francis Poulenc, außerdem Werke von Bohuslav Martinu, Benjamin Britten, Claude Vivier und anderen mehr gehört und zu verarbeiten hatte.

Dies nur ein Beispiel von einem einzigen Tag. Zehn Tage lange füllt einem – vor allem auch neue, zeitgenössische, auch experimentelle – Musik den Kopf, macht nachdenklich und wissbegierig, forschereifrig; und – selten zwar – mutlos aus mangelndem Verständnis. Es treten auch manche Komponisten mit eigenen Werken auf, stellen sich einem kritischen Publikum, zum Beispiel der Finne Olli Mustonen, der auch als Pianist und Dirigent zu internationalem Ansehen gelangte. Oder der 82-jährige Schweizer Heinz Holliger, Komponist, Oboist und Pianist.

Es ist einem Beitrag wie dem vorliegenden nicht möglich, die Fülle der in dem Lockenhauser Kammermusikfest dargebotenen Werke über 10 Tage zu benennen, geschweige denn zu besprechen.

Im Zentrum standen dieses Jahr – jedenfalls für mich, jeder hat so seine Prioritäten –  die 6 Streichquartette von Bela Bartok. Meisterhaft dargeboten von dem Kelemen Quartett. Jedes einzelne dieser Quartette stellt einen ganzen musikalischen Kosmos dar, fordert extreme Aufmerksamkeit für die höchst differenzierten rhythmischen und thematischen Feinheiten. Für das Volksliedhafte ebenso wie für die dodekaphonischen und chromatischen Besonderheiten im Werk dieses ganz Großen des 20. Jahrhunderts (er zählt neben Richard Strauss und Igor Strawinsky zu den Bedeutendsten seiner Zeit), dessen Musik weit in die Moderne hineinreicht und dabei Elemente aus den Musiken vieler Völker in sich aufnimmt. Bartoks komplexe Musik verdiente ein eigenes Kammermusikfest.

Dem Kelemen Quartett merkt man das intensive Studium der Musik des Landsmannes an, ein ursprüngliches Verständnis für gewisse Besonderheiten (z.B. das Bartok-Pizzicato, die Verarbeitung von Volksliedhaftem, Polymetrik, Ganztonleiter, Abweichungen von der herkömmlichen Diatonik, Eigenheiten der Pentatonik u.a.m.), die Musiker sind in dieser Musik zu Hause, spielen hinreißend engagiert und lassen sich selbst hinreißen.

Eine Werkstattveranstaltung mit dem Quartetts unter der Leitung des  Musiklehrers Prof. Eberhard Feltz arbeitete die höchst subtilen Besonderheiten z.B. des Streichquartetts Nr. 2 heraus, assoziierte eine Passage mit einem Todesmarsch von Nazi-Gefangenen. Was für ein Jammer, dass ein Genie wie Bartok völlig verarmt in den USA verstarb.

Natürlich kamen die Klassiker nicht zu kurz. Beethovens Klaviersonate in As–Dur op.26 und die Sonate für Viola und Klavier f–Moll op. 120 Nr.1 von Brahms wurden von Alexander Lonquich (Klavier) und Timothy Ridout (Viola) gespielt. Rachmaninov und Bach (Violine: Gidon Kremer) kamen zur Aufführung, nur  – leider – fehlte in diesem Jahr Mozart, sieht man von einer Nebenbemerkung des Pianisten András Schiff einmal ab.

Ein Gipfelpunkt war freilich das sogenannte Rezital von András Schiff. Er spielte die B-Dur Sonate von Schubert, ferner die sogen. Geisterromanze von Schumann und ein Jugendwerk von Bach.

Das vergeistigte Spiel dieses sich in die Musik nicht nur hinein versenkenden, sondern geradezu in ihr verschwindenden und mit ihr eins werdenden  Künstlers sorgte für eine atemlose, selten erlebte Spannung. Hier wurde die Musik zur Tat, dargeboten mit einer Autorität der Sinngebung, die für etwa 1 ½ Stunden die Welt um sich herum vergessen ließ. Immer wieder strebt das Kammermusikfest in Lockenhaus solchen Höhepunkten zu und macht seine Einzigartigkeit aus.

Die verzaubernde St Nikolaus Kirche in Lockenhaus / 2020 auch Spielort des Kammermusikfest @ Alois Weber

Die verzaubernde St Nikolaus Kirche in Lockenhaus / 2020 auch Spielort des Kammermusikfest @ Alois Weber

 Anmerkungen zur Geschichte und zum Festspielort

Das Kammermusikfest Lockenhaus wurde vor 40 Jahren von dem berühmten Geiger Gidon Kremer gegründet. Er ist auch der Begründer des Orchesters Kremerata Baltica, das inzwischen internationale Reputation genießt.

Im Jahre 2012 hat Gidon Kremer die künstlerische Leitung an den Cellisten Nicolas Altstaedt, Foto, abgegeben, der nicht nur an vielen Konzerten mitwirkt, sondern dem es immer wieder gelingt, renommierte Künstler aus vielen Nationen für Auftritte in Lockenhaus zu gewinnen.

Die Kartenpreise sind, verglichen mit den Beträgen anderer Festspielorte, durchaus erschwinglich, sie pendeln zwischen 25 und 34 Euro. Die Künstler bekommen keine Gage, finanziert wird nur die Anreise und der Aufenthalt am Festspielort.

Die Gemeinde Lockenhaus hat 1.981 Einwohner. Sie gehörte  bis in die 20-er Jahre des 19. Jahrhundert hinein zu Ungarn. Heute gehört sie zum Burgenland. Lockenhaus liegt etwa in der Mitte zwischen Wien und Graz, unmittelbar an der Grenze zu Ungarn, Die ungarische Stadt Sopron mit ihren mittelalterlichen und barocken Bauwerken liegt in der Nähe. Ferner die Stadt  Köszeg, die nur 2 km von der Grenze entfernt ist. Ungarischer Einfluss ist allenthalben bemerkbar, viele Ungarn pendeln zwischen ihrem Heimatort zum Arbeitsplatz in Österreich.

In Lockenhaus selbst gibt es nur wenige Unterkunftsmöglichkeiten. Die Besucher des Kammermusikfestes verteilen sich auf die umliegenden Ortschaften, insbesondere auf das ca. 16 km entfernte und über eine großzügig angelegte Straße leicht erreichbare Kirchschlag in Niederösterreich.

Spielstätten: Die mittelalterliche Ritterburg Lockenhaus  – Die Pfarrkirche

Die Ritterburg Lockenhaus liegt hoch über dem Dorf, ein majestätisches Bauwerk, dessen Bauzeit auf das 13. Jahrhundert zurückgeht und einmal ein Unterschlupf für die Tempelritter gewesen sein soll. Belegt ist, dass hier die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory residierte, der Legende nach eine sadistische Massenmörderin, der über 80 Morde mittels Folter an Bauernmädchen und Frauen aus dem niederen Adel zur Last gelegt wurden. Sie wurde hingerichtet. Die Täterschaft der Gräfin ist neueren historischen Forschungen zufolge freilich umstritten.

Heute gehört die Burg einer Stiftung an. Sie ist vollständig restauriert und verfügt über einen Konzertsaal mit ausgesprochen guter Akustik. An heißen Sommertagen wabert hier freilich die Hitze, das dicke Gemäuer lädt sich auf wie ein Heizofen.

Die Pfarrkirche Lockenhaus wurde in der Zeit von 1656 bis 1669 errichtet, ein Barockbau mit großer Orgel und bemerkenswertem Altar und fein gestalteter Kanzel. Obwohl der Klang hier etwas „hallig“ ist, nimmt man dieses Manko an heißen Tagen gerne in Kauf. Die Kirche ist angenehm kühl.  Direkt neben der Pfarrkirche befindet sich das Sommerschloss der Adelsfamilie Esterházy.

Manchmal, freilich höchst selten, gibt es einige freie Stunden. Dann fährt man in der sogenannten „Buckligen Welt“, einer wunderbar weich geschwungenen Höhenlandschaft mit vielen Erhebungen (sich wellig ablösenden Buckeln) zu entlegenen Gasthäusern hinaus, wo man u.a. hervorragenden Fisch essen kann. Und abends empfiehlt sich der „Blaufränkische“, eine beliebte Rotweinsorte, die hier zu Hause ist.

Nach Ende des Kammermusikfestes Lockenhaus ist der Kopf noch lange gebannt von  herber Chromatik, harter Rhythmik der Moderne wie dem Ideenreichtum der Klassik. 2022 werde ich dem Kammermusikfest Lockehaus zum ..x..  Mal wieder beiwohnen.

—| IOCO Aktuell Kammermusikfest  Lockenhaus |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Wien, Wiener Staatsoper, Ballettdirektor Martin Schläpfer – Spielplan 2021/22, IOCO Aktuell, 19.06.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

wien_neu.gif

Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Wiener Staatsoper – mit –  neuem Management

Historie – Visionen – Spielplan 2021/22

von  Viktor Jarosch

Die Wiener Staatsoper ist mehr als unterhaltsames Musiktheater. Die Wiener Staatsoper und ihr Umfeld spiegeln, in Wien sichtbar und spürbar, erlebbar gewordene Kultur. „Kultur als Teil des Alltags von Jedermann“. So sehen es viele Wiener, wenn sie über „ihre“ Staatsoper sprechen. Mit über 600.000 Besuchern jährlich, vielen wegweisenden Produktionen, mit hoher Popularität bei Ausländern (über 25% der Besucher) und den Wiener*innen,  dazu über viele Jahre „solides“  Wirtschaften machten die Wiener Staatsoper zum weltweit bewundertem Aushängeschild Österreichs für Kultur im Leben, für frohes Leben mit  Kultur.

Mit großem Interesse kommuniziert IOCO deshalb die im Sommer 2020 in der Nachfolge von Dominique Meyer angetretene neue Leitung der Wiener Staatsoper. Heute stellt IOCO das Management und, im Besonderen, Ballettdirektor Martin Schläpfer und seinen Spielplan für die Spielzeit 2021/22 vor.

Das neue Staatsoper Management

    • Bogdan Roscic, *1964 in Belgrad, neuer Intendant der Staatsoper; in Wien „Direktor“-Titel. Zuvor leitete Roscic bei SONY MUSIK die Klassik Sparte: Ein Seiteneinsteiger ohne Vita in der Leitung großer Theater. Die Vorgabe: Dominique Meyer hinterließ ein formidable aufgestelltes, weltweit anerkanntes Staatstheater mit dauerhaft hohem Besucherzuspruch: in Zahlen, Auslastung 99%. Bogdan Roscic hat bisher keine Ambitionen geäußert, die hohen Besucherzahlen als Messlatte zu übernehmen.
    • Martin Schläpfer, *1959 in Altstätten, Schweiz, Ballettdirektor der Wiener Staatsoper. Seit 2009 leitete Schläpfer als Ballettdirektor das Ballett am Rhein Düsseldorf /Duisburg. Schläpfer löste am Rhein Youri Vámos und dessen populäres, zeitadäquat abendfüllendes Handlungsballett radikal ab. Martin Schläpfers meist spezielle Choreographien überzeugten oft künstlerisch;  der Besucher-Zuspruch  stürzte unter Martin Schläpfer  jedoch dramatisch ab. IOCO hinterfragte so seit 2011 wiederholt die niedrige  Auslastung seiner Produktionen; Schläpfer verweigerte hierzu beständig Erstmals 2020, zu einer einzelnen Schwanensee-Choreographie (Keine Schwäne: Rockerbanden kämpfen dort gegeneinander), nannte man Besucherzahlen und Auslastung: welch Wunder, diese waren ausnahmsweise hoch. IOCO publiziert so seit 2013 unwidersprochen gebliebene Auslastungs-Schätzung von 65-70%  für das Ballett am Rhein unter Schläpfer. siehe link HIER! Manuel Legris, Vorgänger von Martin Schläpfer an der Wiener Staatsoper, verabschiedete sich von der Wiener Staatsoper mit einer Auslastung „seines“ Staatsballetts von 99%. IOCO wird den Besucherzuspruch in Wien zukünftig aktiv beobachten.
    • Philippe Jordan, *1974 in Zürich, seit 2020 Musikdirektor der Wiener Staatsoper. Jordan begann seine Laufbahn als Kapellmeister am Stadttheater Ulm. 1998 wechselte er als Assistent Daniel Barenboims und Kapellmeister an die Berliner Lindenoper, 2001 bis 2004 war er Chefdirigent der Oper Graz. 2006 bis 2010 kehrte Philippe Jordan als Principal Guest Conductor an die Staatsoper Unter den Linden nach Berlin zurück. 2014 übernahm Jordan den Chefposten bei den Wiener Symphonikern.

Martin Schläpfer stellt sich vor
youtube Trailer Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Martin Schläpfer, Ballettdirektor – Spielzeit 2021/22 – Gedanken, Spielplan

»Die Programmierung einer Spielzeit – so klar und einfach sie schlussendlich idealerweise vor uns steht – ist etwas Hochkomplexes. Zum einen geht es darum, die Tänzerinnen und Tänzer künstlerisch und tanztechnisch so zu inspirieren, zu fordern und zu fördern, dass sie als Solistinnen und Solisten, aber auch als Ensemble zu glänzen vermögen, sich als Teil einer Vision verstehen und stolz auf dieses Wiener Staatsballett sein können. Dies überträgt sich dann auf unser Publikum. Dieses zu berühren und für diese großartige  Kunst, die der Tanz ist, nicht nur zu begeistern, sondern auch dazu zu bewegen, für ihn einzustehen, ist für mich ein weiterer zentraler Punkt. Und natürlich geht es auch darum, die Feuilletons und Medien zu interessieren und durch ihre Arbeit den Tanz als eine Kunstform zu reflektieren, die mitten in unserer Gegenwart angesiedelt ist. Für mich muss eine Planung so hochstehend, so vielfältig, so vielschichtig sein, dass sie international heraussticht. Erst danach frage ich mich, wie sie realisierbar ist – immer auch mit dem Blick auf die musikalischen, dramaturgischen und Design-Fragen, alles idealerweise eins auf Augenhöhe.«

Martin Schläpfer

Welche Bilder von der Welt, vom Menschen, vom Künstler, vom Körper entfaltet der Tanz? Welche Verbindungen entstehen zwischen Bewegung, Musik und Raum? Wie werden Traditionslinien weiter- oder überschrieben? Welche Impulse vermag das klassische Ballett unserer Gegenwart zu geben? Der Spielplan 2021/22 des Wiener Staatsballetts lädt zu vielfältigen Wechselspielen ein.

Je drei Premieren an der Wiener Staatsoper sowie der Volksoper Wien bringt Ballettdirektor und Chefchoreograph Martin Schläpfer 2021/22 heraus. Hinzu kommt in der Wiener Staatsoper die Nurejew-Gala sowie in der Volksoper das neue Format Plattform Choreographie.

Premieren

Martin Schläpfer © IOCO

Martin Schläpfer © IOCO

Zwei große Tanzwerke Martin Schläpfers bilden die Eckpfeiler der Saison. Seiner Uraufführung zu Haydns Oratorium Die Jahreszeiten im April 2022 steht zur Eröffnung der Spielzeit die von Jänner auf September verschobene Premiere von Ein Deutsches Requiem in der Volksoper Wien gegenüber: Zwei jeweils auch Solisten und die Chöre beider Häuser einbindende Ballettproduktionen, die eindringliche Bilder vom Menschen entwerfen und mit dem Tanz in die zentralen Fragen des Lebens vordringen. Mit Haydns Zeitgenossen Beethoven wird Martin Schläpfer sich in einer weiteren Uraufführung auseinandersetzen und die 2020 begonnene kreative Arbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts intensivieren: In Sonne verwandelt nennt er sein Ballett zu Beethovens 4. Klavierkonzert in der Volksopern­ Premiere Begegnungen.

Weitere wichtige Künstler der Gegenwart sind mit ihren Handschriften erstmals beim Wiener Staatsballett vertreten: Mit Marco Goecke konnte Martin Schläpfer einen Choreographen gewinnen, der mit seiner buchstäblich »unter die Haut« gehenden Kunst wie wenige andere in den letzten Jahren zu einem ganz eigenen Stil gefunden hat. Zu zwei Sätzen aus Mahlers 5. Symphonie stellt er im Rahmen der Premiere im siebten Himmel  sein neues Werk für das Wiener Staatsballett vor und gibt damit zugleich sein Wien-Debüt im Haus am Ring.

Erstmals sind aber auch Werke der beiden Meister der amerikanischen Postmoderne Lucinda Childs und Merce Cunningham mit dem Wiener Staatsballett zu erleben, und erstmals vertraut die große belgische Tanzkünstlerin Anne Teresa De Keersmaeker der Compagnie eines ihrer Werke an.

Andrey Kaydanovskiy, Tänzer des Ensembles und längst vielgefragter Choreograph, hat sich den Komponisten Christof Dienz als Partner für eine Uraufführung gesucht. Fortgesetzt wird die 2021 begonnene

Zusammenarbeit mit Alexei Ratmansky. Der Niederländer Hans van Manen gehört weiterhin zu den festen Säulen des Spielplans ebenso wie die beiden Neoklassiker George Balanchine und Jerome Robbins. Neben Symphony in C kehrt mit den Liebeslieder Walzern zur Musik von Brahms ein Balanchine-Werk in den Spielplan zurück, das auf unvergleichliche Weise eine Brücke zwischen der New Yorker Neoklassik und der Tanzkultur der Donaumetropole schlägt- ein Wien-Ballett in der Premiere Liebeslieder, dem Martin Schläpfer mit seiner Neueinstudierung von Marsch, Walzer, Polka in der Premiere Im siebten Himmel antwortet.

Repertoire

Aus dem Repertoire des Wiener Staatsballetts sind in der Spielzeit 2021/22 drei abendfüllende Handlungsballette auf dem Spielplan: John Crankos Onegin, Elena Tschernischovas Gise//e sowie Rudolf Nurejews Schwanensee.

Drei weitere Programme zeigen Tanzkunst des 20. und 21. Jahrhunderts: Zum Auftakt der Saison folgt die eigentliche Aufführungsserie von Tänze Bilder Sinfonien, das im Juni 2021 mit nur einer Vorstellung zur Premiere kommt. Erneut am Spielplan ist das Robbins-Balanchine-Programm A Suite of Dances. Seine Publikumspremiere wird Mahler, live mit Hans van Manens Live und Martin Schläpfers erster Wiener Arbeit 4 erleben, nachdem eine Vorstellung im Dezember 2020 nur vor Kameras stattfinden konnte.

In der Volksoper Wien kommt Vesna Orlics beliebtes Familienballett Peter Pan zurück.

Sonderprogramme

Die alle zwei Jahre stattfindende Nurejew-Gala präsentiert zum Ende der Saison einen Tanzreigen von Petipa und Balanchine bis zu Bejart, van Manen, Schläpfer sowie Leon & Lightfoot, aber auch Flamenco.

Dem choreographischen Nachwuchs gibt Martin Schläpfer mit dem neuen, vom Ballettclub Wiener Staatsballett unterstützten Format Plattform Choreographie Raum zur Entwicklung eigener Ideen – vier bis sechs Miniaturen, choreographiert von Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts, die in der Volksoper Wien zu sehen sein werden.

Ensemble

Im Ensemble des Wiener Staatsballetts gibt es zwei große Veränderungen unter den Ersten Solotänzer*innen: Nina Polakova übernimmt ab der kommenden Spielzeit die Leitung des Slowakischen Nationalballetts, Robert Gabdullin hat sich entschieden, seine aktive Tänzerkarriere zu beenden und seine Erfahrungen fortan als Tanzpädagoge an junge Tänzer*innen weiterzugeben.

Auf ihre Positionen ist es Martin Schläpfer gelungen, zwei herausragende und vielseitige Erste Solisten zu verpflichten: Aus dem Stuttgarter Ballett wechselt Hyo-Jung Kang, aus dem Bayerischen Staatsballett München Alexey Popov nach Wien.

Neu im Corps de ballet sind in der Wiener Staatsoper Gaia Fredianelli und Victor Cagnin – beide Absolventen der Ballettakademie der Wiener Staatsoper. Ins Ensemble zurück kommt Alaia Rogers-Maman, die bereits von 2014 bis 2020 Mitglied des Wiener Staatsballetts war und in der vergangenen Saison beim Royal Swedish Ballet tanzte.

Aus der Jugendkompanie wechseln ins Corps de ballet der Volksoper Wien Barbara Brigatti und Marta Schiumarini, neu sind außerdem Vivian de Britta Schiller und Ginevra Ferratis.

Premieren

 

EIN DEUTSCHES REQUIEM

Martin Schläpfer

      1. September 2021, Volksoper Wien

IM SIEBTEN HIMMEL

Marsch, Walzer, Polka Martin Schläpfer Uraufführung

Marco Goecke Symphony in C George Balanchine

      1. November 2021, Wiener Staatsoper

LIEBESLIEDER

Other Dances Jerome Robbins Concerto Lucinda Childs

Liebeslieder Walzer George Balanchine

      1. Jänner 2022, Wiener Staatsoper

BEGEGNUNGEN

24 Preludes Alexei Ratmansky Uraufführung

Andrey Kaydanovskiy

In Sonne verwandelt (Uraufführung) Martin Schläpfer

      1. Februar 2022, Volksoper Wien

DIE JAHRESZEITEN (URAUFFÜHRUNG)

Martin Schläpfer

      1. April 2022, Wiener Staatsoper

KONTRAPUNKTE

Große Fuge

Anne Teresa De Keersmaeker Duets

Merce Cunningham Four Schumann Pieces Hans van Manen

      1. Juni 2022, Volksoper Wien

  Sonderprogramme

PLATTFORM CHOREOGRAPHIE
      1. & 19. Juni 2022, Volksoper Wien

NUREJEW-GALA

George Balanchine, Maurice Bejart, David Coria, Sol Le6n & Paul Lightfoot, Hans van Manen, Marius Petipa, Martin Schläpfer u.a.

      1. Juni 2022, Wiener Staatsoper

Repertoire

TÄNZE BILDER SINFONIEN

George Balanchine / Alexei Ratmansky / Martin Schläpfer

ab 17. September 2021, Wiener Staatsoper

A SUITE OF DANCES

Jerome Robbins / George Balanchine ab 12. Oktober 2021, Wiener Staatsoper

ONEGIN

John Cranko

ab 23. Dezember 2021, Wiener Staatsoper

PETER PAN

Vesna Orlic

ab 21. Jänner 2022, Volksoper Wien

GISELLE

Elena Tschernischova

nach Jean Coralli, Jules Perrot & Marius Petipa ab 15. Februar 2022, Wiener Staatsoper

SCHWANENSEE     –   Rudolf Nurejew

nach Marius Petipa & Lew lwanow ab 13. März 2022, Wiener Staatsoper

MAHLER, LIVE

Hans van Manen/ Martin Schläpfer Premiere vor Publikum: 2. April 2022

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Lockenhaus, Kammermusikfest 2021, 40jähriges Jubiläum – Sinneserwachen, IOCO Aktuell, 12.06.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Burg und Kirche Lockenhaus - im abendlichen Nebel © a4grafik

Burg und Kirche Lockenhaus – im abendlichen Nebel © a4grafik

Kammermusikfest Lockenhaus

Kammermusikfest Lockenhaus  –  8. – 17. Juli 2021 

40-jähriges Jubiläum  –  „Sinneserwachen“

„Lockerer und innerlich wie äußerlich aufgeheiterter hat man ein so individualistisches Künstlervölkchen selten einmal erlebt. Showgebärden sind in Lockenhaus allemal verpönt“ schrieb im Gründungsjahr 1981 Die Zeit über das Kammermusikfest Lockenhaus im Burgenland von Österreich.

Das 40 Jahre Jubiläum des Kammermusikfest Lockenhaus wird,wie geplant, von 8. – 17. Juli 2021 stattfinden; allerdins im Rahmen der Corona-Vorgaben (Imopfung, Testung). Ein Präventivkonzept wird dafür Sorge tragen, dass auch das 40 Jahre Jubiläum des Kammermusikfest wieder erfolgreich über die Bühne gehen kann.

Kammermusikfest Lockenhaus / hier: künstlerischer Leiter und Cellist Nicolas Altstaedt © Niklas Schnaubelt

Kammermusikfest Lockenhaus / hier: künstlerischer Leiter und Cellist Nicolas Altstaedt © Niklas Schnaubelt

Zum 40-jährigen Jubiläums sendet Ö1 am 10.07.2021. um 10:05 Uhr einen Klassik Treffpunkt live aus der Ritterburg Lockenhaus, Foto oben. Helmut Jasbar moderiert die Sendung mit Nicolas Altstaedt, Festivalgründer Gidon Kremer und anderen. Auffällig, und nur in Lockehaus: Generalpassinhaber sind automatisch für diesen Termin auf ihren Stammplätzen gebucht!

IOCO Korrespondent HG  Melchior besucht das Kammermusikfest Lockenhaus seit vielen Jahren. Er  berichtete für IOCO über das Musikfest 2020, link HIER, und wird auch über das kommende Musifest Lockenhaus 2021 berichten

1981 von Gidon Kremer gegründet, entwickelte sich das Festival schnell zu einer international anerkannten Oase der Kammermusik. Die beeindruckende Ritterburg mit ihrem Rittersaal, der den Templern als geheimer Versammlungsort gedient haben soll, und die wunderschöne Barockkirche Lockenhaus bieten inmitten der Wälder des Mittelburgenlands bezaubernde Aufführungsorte. Das Festival dient seit jeher als Ort für Entdeckungen, Experimente, die Präsentation junger oder noch unbekannter Künstler, den Aufbau künstlerischer Partnerschaften und lebenslanger Freundschaften durch gemeinsames Musikmachen auf höchstem Niveau.

“Programm beim Kammermusikfest Lockenhaus ist, dass es vorab keine fest fixierten Programme gibt”. Die Konzertprogramme entstehen durch die Konstellation der Künstler und der Magie des Ortes. Um immer auf dem Neuesten Stand zu sein, sollte man den Newsletter beziehen!

Kammermusikfest Lockenhaus 2021 –  Programm HIER

Anlässlich der 100 Jahr Feierlichkeiten des Burgenlands lädt das Kammermusikfest Lockenhaus im Rahmen seines Jubiläums zu vier Konzerten fürs Burgenland

Die., 13.7., 18:00 Uhr: Gidon Kremer & Kremerata 
Mi., 14.7., 20:30 Uhr: Sir András Schiff
Do., 15.7., 21:30 Uhr: African Night 
Fr., 16.7., 22:00 Uhr: Pierrot Lunaire

Die verzaubernde St Nikolaus Kirche in Lockenhaus / 2020 auch Spielort des Kammermusikfest @ Alois Weber

Die verzaubernde St Nikolaus Kirche, Lockenhaus / Teil des Kammermusikfest @ Alois Weber

Die Liste erstrangiger Künstler, die beim Kammermusikfest Lockenhaus auftraten, um diese Ziele zu verwirklichen, ist lang und sehr beeindruckend. Eine ganze Generation von Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Alfred Schnittke oder Arvo Pärt wurde durch Aufführungen beim Kammermusikfest Lockenhaus dem westlichen Publikum bekannt. György Kurtág präsentierte hier seine Kompositionen, Nikolaus Harnoncourt dirigierte das Lockenhaus Festival Ensemble bestehend aus namhaften Solisten der jeweiligen Saison und Boris Pergamenschikow, Heinz Holliger, András Schiff, Heinrich Schiff, Martha Argerich, Oleg Maisenberg, Robert Holl sowie Dietrich Fischer-Dieskau waren ebenso Teil des Kammermusikfests wie das noch sehr junge Hagen Quartett, das von Lockenhaus aus seine ersten Schritte zur Weltkarriere machte, um nur einige zu nennen.

Die Welt hat sich seitdem verändert, das Festival wurde von der New York Times zum Europäischen Kulturerbe ernannt und in der FAZ schreibt Eleonore Büning: „…das glaubt sowieso keiner, der nicht dabei gewesen ist.”

—| IOCO Aktuell Kammermusikfest  Lockenhaus |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung