Linz, Landestheater Linz, IL TROVATORE – Giuseppe Verdi, 11.01.2020

Dezember 12, 2019  
Veröffentlicht unter Landestheater Linz, Oper, Premieren, Pressemeldung


Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

 Il Trovatore –  GIUSEPPE VERDI

Text – Salvadore Cammarano _ Drama – Antonio García Gutiérrez

Premiere Samstag, 11. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Manch einer bezeichnet den Inhalt von Verdis populärer Oper Il trovatore als den Gipfel der Absurdität: eine Mutter, die ihr eigenes Kind in die Flammen wirft, im Glauben, es sei ein anderes; zwei Brüder, die seit frühester Kindheit getrennt sind, und sich nicht nur unerkannt in einem Bürgerkrieg feindlich gegenüberstehen, sondern auch Rivalen um die Gunst derselben Frau sind; einer der beiden Brüder, der just in dem Moment, in dem er den anderen töten lässt, erfährt, dass selbiger sein lang vermisster Bruder ist, etc. etc.
Natürlich ist all dies monströs und absurd. Aber vielleicht ist die Oper nie näher bei sich als Gattung, als bei solch einer Geschichte. Denn: Je größer die Gefühle, je mehr die Handlung von der Sphäre des Gewöhnlichen und Alltäglichen geschieden ist, umso stärker kann sich die Musik entfalten und die emotionale Wahrheit hinter den geschilderten Vorgängen zum Glühen bringen.

Musikalische Leitung Enrico Calesso, Inszenierung Gregor Horres, Bühne und Kostüme Jan Bammes, Video Volker Köster, Chorleitung Elena Pierini, Nachdirigat Marc Reibel
Dramaturgie Christoph Blitt

Graf Luna, ein junger Adliger im Dienst des Fürsten von Aragonien, Federico Longhi, Adam Kim; Leonora, Hofdame der Fürstin von Aragonien Izabela Matula, Sonja Šarii, Azucena, eine alte Zigeunerin Katherine Lerner, Julia Faylenbogen, Manrico, Offinzier im Heer des Grafen Urgel, vermeintlicher Sohn Azucenas Sung-Kyu Park, James Lee, Ferrando, Hauptmann im Heer des Grafen Luna Dominik Nekel, Ines, Leonoras Gesellschafterin und Vertraute Gotho Griesmeier

Chor des Landestheaters Linz, Extrachor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Wien, Volksoper, Brigadoon – Musical – Alan J. Lerner, IOCO Kritik, 12.12.2019

Dezember 11, 2019  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Musical, Volksoper Wien

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Volksoper Wien

 Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

Brigadoon – Musical – Alan J. Lerner & Frederick Loewe

…  ein Dorf in den schottischen Highlands, von Nebeln verschluckt …

von Marcus Haimerl

Mit der österreichischen Erstaufführung des am 13. März 1947 am Broadway uraufgeführten Musicals Brigadoon von Alan J. Lerner und Frederick Loewe (My fair Lady, Camelot, Gigi) gelang der Volksoper Wien erneut eine Erfolgsproduktion auf die Bühne zu bringen.

Die Grundlage zu Brigadoon, dem sagenhaften schottischen Dorf, das nur alle hundert Jahre für einen Tag zum Leben erwacht, geht auf Ludwig Bechsteins Sagenschatz des Thüringerlandes (1937) zurück. Die Sage wurde von Friedrich Gerstäcker 1860 für seine Erzählung Germelshausen aufgegriffen. Traurig endet jedoch die Geschichte um den jungen Maler Arnold, der dem Mädchen Gertrud im Wald begegnet und sich in sie verliebt, nämlich mit der Trennung der beiden.

Brigadoon eine Einführung
youtube Trailer Volksoper Wien
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Da zwei Jahre nach Kriegsende ein in Deutschland spielendes Broadway-Musical undenkbar gewesen wäre, verlegte Alan J. Lerner die Handlung in die schottischen Highlands und ermöglichte ein Happy-End.

Die beiden New Yorker Freunde Tommy Albright und Jeff Douglas verlaufen sich auf einem Jagdausflug in den schottischen Highlands und landen in einer Ortschaft, die auf keiner Landkarte zu finden ist: Brigadoon. Auf dem Marktplatz treffen die beiden inmitten der traditionell bekleideten Einheimischen auch auf Andrew McLaren und seine beiden Töchtern Fiona und Jean. Letztere soll noch an diesem Tag mit dem jungen Charlie Dalrymple vermählt werden, worüber der in sie verliebte Harry Beaton verzweifelt. Fiona hingegen will warten, bis ihr der Richtige begegnet. Während Tommy sich sofort zu Fiona hingezogen fühlt, hat das Milchmädchen Meg Brockie ein Auge auf Jeff geworfen. Die beiden Amerikaner verstehen nicht, wo sie da hingeraten sind, warum es hier kein Telefon gibt und warum Charlie sich freut, dass das Wunder für ihn verschoben wurde.

Volksoper Wien / Brigadoon - hier : das Wiener Staatsballett und Chor © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Brigadoon – hier : das Wiener Staatsballett und Chor © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Das Geheimnis von Brigadoon liegt 200 Jahre zurück. Als die Highlands von bösen Zauberern heimgesucht wurden, überlegte der Dorfpriester namens Forsythe wie er seine Gemeinde schützen könnte und bat Gott um ein Wunder: Brigadoon möge mitsamt seinen Bewohnern vom Nebel des Hochlands verschluckt werden und alle hundert Jahre soll das Dorf für einen Tag erwachen. Kommt ein Fremder in den Ort und liebt jemanden genug, kann er bleiben, verlässt jedoch ein Bewohner Brigadoon, würde das Dorf einschlafen und niemals mehr erwachen.

Harry Beaton stört die Hochzeitsfeier und verkündet, dass er Brigadoon verlassen will. Die Männer von Brigadoon verfolgen Harry, der auf seiner Flucht tödlich verunglückt. Fiona ist Tommy nachgeeilt und gesteht ihm ihre Liebe. Tommy ist verunsichert und gesteht Fiona, dass er trotz seiner Gefühle für sie nicht bleiben kann, doch sie weiß, dass sie ihn immer lieben wird.

Zurück in den USA kann Tommy Fiona immer noch nicht vergessen. Er kehrt zurück nach Brigadoon, um immer mit Fiona zusammen zu sein.

Rudolf Klaban (szenische Einrichtung), Florian Hurler (Choreografie) und Doris Engl (Kostüme) zeichnen sich für die großartige Umsetzung dieser weit mehr als nur halbszenischen Aufführung verantwortlich.

Volksoper Wien / Brigadoon - hier vorne: Peter Kirk als Charlie Dalrymple, hinten Vernon Jerry Rosen als Andrew MacLaren, Wiener Staatsballett, Chor © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Brigadoon – hier vorne: Peter Kirk als Charlie Dalrymple, hinten Vernon Jerry Rosen als Andrew MacLaren, Wiener Staatsballett, Chor © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Mit dem hervorragenden Ensemble der Volksoper ist aber auch die musikalische Umsetzung auf allerhöchstem Niveau. Gesungen wird in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln, zusätzlich führt Christoph Wagner-Trenkwitz als Erzähler durch den Abend.

Eine bessere Besetzung als die texanische Sopranistin Rebecca Nelsen kann man sich für die Partie der Fiona McLaren eigentlich nicht wünschen. Mit Intensität und Leidenschaft gestaltet sie die Rolle der Fiona mit ihrem schönen, klaren Sopran und findet damit in Ben Connor mit seinem wohlklingenden, dunklen, warmen Bariton als Tommy Albright ihren kongenialen Partner. Besonders intensiv erlebt man beide Sänger bei ihrem gemeinsamen Duett im zweiten Akt („From this day on“). Auf ebenso hohem Niveau erlebt man das zweite Paar: Juliette Khalil ist eine hinreißende, berührende Jean McLaren, der britische Tenor Peter Kirk beeindruckt als Charlie Dalrymple. In der Rolle des unglücklichen Harry Beaton brilliert Oliver Liebl nicht nur gesanglich und darstellerisch, sondern begeistert auch mit seiner großartigen Tanzleistung beim Schwerttanz. Optimal besetzt ist die Rolle von Tommy Albrights Freund Jeff Douglas mit dem vielseitigen amerikanischen Tenor Jeffrey Treganza, der in der austrialischen Mezzosopranistin Jessica Aszodi als Meg Brockie seine ideale Partnerin findet. Höchstes Lob auch für die kleineren Partien: Vernon Jerry Rosen als Andrew McLaren, Jakob Semotan (Stuart Cameron), Maximilian Klakow (Sandy Dean), Lauren Urquhart (Jane Ashton), Sarah Weidinger (Kate) und Mila Schmidt (Maggie).

BrigadoonEin Musical
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Eine hervorragende Leistung erlebt man auch vom Chor der Volksoper Wien (Choreinstudierung Thomas Böttcher). Mit viel Schwung und Eleganz läuft das Orchester der Volksoper Wien unter Lorenz C. Aichner zur Höchstform auf. Ganz besonderen Eindruck hinterließen aber auch Irmgard Foglar und Saskia Konz (Dudelsack) und Julia Nusko (Trommel), die nicht nur beim Leichenzug von Harry Beaton, sondern schon vor Vorstellungsbeginn in den Gängen und Foyers der Volksoper mit schottischen Klängen für die richtige Stimmung sorgten. Das Publikum dankte mit kaum enden wollendem Jubel. Am Ende sagt Christoph Wagner-Trenkwitz die berührenden Worte „Wenn Du jemanden wirklich liebst, ist alles möglich.“. Dem möchte man nichts mehr hinzufügen, außer der leisen Hoffnung, dass es keine hundert Jahre dauert, bis Brigadoon wieder auf einer österreichischen Bühne aus den schottischen Hochlandnebeln aufsteigt.

Brigadoon an der Volksoepr Wien; die weiteren Termine 13.12.

—| IOCO Kritik Volksoper Wien |—

Graz, Styriarte, recreationBAROCK – Vivaldi pur, ab 09.12.2019

Dezember 6, 2019  
Veröffentlicht unter Konzert, Pressemeldung, Steirische Festspiele

Steirische Festspiele

Steirische Festspiele /recreationBAROCK creationBAROCK im Minoritensaal © Werner Kmetitsch

Steirische Festspiele /recreationBAROCK creationBAROCK im Minoritensaal © Werner Kmetitsch

recreationBAROCK lässt im Advent „Vivaldi pur“ erklingen

in Vivaldis Winter aus den Vier Jahreszeiten gleiten die Schlittschuhläufer über den gefrorenen See. Gemeinsam mit dem Orchester recreationBAROCK erweckt sie Mónica Waisman in ihren Geigentönen zum Leben.

Montag,    9. Dezember 2019, 19.45 Uhr
Dienstag, 10. Dezember 2019, 19.45 Uhr
Mittwoch, 11. Dezember 2019, 19.45 Uhr

Steirische Festspiele /recreationBAROCK © Werner Kmetitsch

Steirische Festspiele /recreationBAROCK © Werner Kmetitsch

Minoritensaal
VIVALDI PUR
Antonio Vivaldi: Flötenkonzert in G, op. 10/4, RV 435
Concerto grosso in g, op. 3/2, RV 578, Concerto a quattro in B „Conca“, RV 163
Violinkonzert
Flötenkonzert in F, op. 10/5, RV 434
L’inverno, Concerto in f aus „Le Quattro Stagioni“, op. 8 Nr. 4
Doppelkonzert für zwei Traversflöten in C, RV 533
Maria Beatrice Cantelli & Heide Wartha, Flöten
recreationBAROCK
Leitung: Mónica Waisman, Violine

Steirische Festspiele / Monica Waisman © Werner Kmetitsch

Steirische Festspiele / Monica Waisman © Werner Kmetitsch

Weihnachten steht vor der Tür, und da darf Musik von Vivaldi nicht fehlen: Mónica Waisman ist die Geigensolistin im „Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ und einem späten Violinkonzert. Pastorale Flötentöne huldigen den Hirten von Bethlehem, während die Streicher an Vivaldis schneereiche Winter in Wien erinnern.

Steirische Festspiele /recreationBAROCK © Werner Kmetitsch

Steirische Festspiele /recreationBAROCK © Werner Kmetitsch

Karten und Informationen
styriarte Kartenbüro
Sackstraße 17, 8010 Graz
Tel.: 0316.825000
www.recre.at

—| Pressemeldung styriarte |—

Linz, Landestheater Linz, Wiederaufnahme CARMINA BURANA, 01.12.2019

November 20, 2019  
Veröffentlicht unter Konzert, Landestheater Linz, Premieren, Pressemeldung


Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

WIEDERAUFNAHME: CARMINA BURANA

Tanztheater von Mei Hong Lin | Musik von Carl Orff

Mit Carmina Burana schuf Carl Orff eines der populärsten Werke der ernsten Musik. In dieser Spielzeit steht Mei Hong Lins als Gesamtkunstwerk umjubelte Interpretation des monumentalen Klassikers der Moderne wieder auf dem Spielplan. In dem spartenübergreifenden Großprojekt wirken neben der Kompanie TANZLIN.Z auch Chor, Extrachor, Kinder- und Jugendchor des Landestheaters sowie Solistinnen und Solisten des Sängerensembles und das Bruckner Orchester Linz mit.

Orffs gigantisches Kaleidoskop um menschliches Werden und Vergehen, die Wechselhaftigkeit des Schicksals und die Flüchtigkeit des Glücks hat die Linzer Tanzdirektorin in zeitgenössisches Tanztheater übersetzt. Ihre Darsteller*innen sind Menschen von heute, deren Erlebniswelt sich zwischen komplexen Familienkonstellationen und Casting-Shows, zwischen Freude und Trauer, Gier und Lust abspielt. In einem multidimensionalen Kosmos aus Klang, Licht, Tanz und Design lässt Mei Hong Lin ihre Tänzer*innen das Rad des Schicksals drehen und entfesselt ein sinnliches Spektakel um das Drama des Menschen und seinen Lebenskampf zwischen Angst und Hoffnung.

Wiederaufnahme | So, 1. Dezember, 19.30 Uhr Großer Saal Musiktheater

Die weiteren Termine: 17., 28. Dezember 2019; 1. und 7. Jänner 2020


CARMINA BURANA (WIEDERAUFNAHME)
TANZTHEATER VON MEI HONG LIN | MUSIK VON CARL ORFF
Szenische Kantate in drei Teilen (1937)
Text nach einer Auswahl aus der gleichnamigen Handschrift lateinischer und deutscher Lieder und Gedichte (um 1250)
In lateinischer und mittelhochdeutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Wiederaufnahme Sonntag, 1. Dezember 2019, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater
Musikalische Leitung Marc Reibel
Choreografie und Inszenierung Mei Hong Lin
Bühne Dirk Hofacker
Kostüme Bjanka Ursulov
Visuals Valentin Huber
Chorleitung Elena Pierini
Leitung Extrachor Martin Zeller
Leitung Kinder- und Jugendchor Ursula Wincor
Dramaturgie Ira Goldbecher, Thorsten Teubl

GESANGSSOLISTEN
Sopran Fenja Lukas, Etelka Sellei, Tenor Matthäus Schmidlechner, Bariton Martin Achrainer, Timothy Connor

TÄNZER
Schicksal (Fortuna) Julio Andrés Escudero

In verschiedenen Rollen Rie Akiyama, Lara Bonnel Almonem, Kayla May Corbin, Julie Endo, Núria Giménez Villarroya, Mireia González Fernández, Rutsuki Kanazawa, Safira Santana Sacramento, Melissa Panetta, Alessia Rizzi, Valerio Iurato, Filip Löbl, Vincenzo Rosario Minervini, Nimrod Poles, Pavel Povrazník, Lorenzo Ruta, Andrea Schuler, Pedro Tayette, Shang-Jen Yuan

Chor des Landestheaters Linz, Extrachor des Landestheaters Linz, Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

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