Paris, Théatre des Champs-Élysées, Der Freischütz – Carl Maria von Weber, IOCO Kritik, 29.10.2019

Théatre des Champs Élysées, Paris / der Besucherraum im Stil des Art-Déco © Hartl Meyer

Théatre des Champs Élysées, Paris / der Besucherraum im Stil des Art-Déco © Hartl Meyer

Théâtre des Champs-Élysées

 Der Freischütz – Carl Maria von Weber

– Romantischer Wegweiser der Moderne –

von Peter M. Peters

Trotz des überwältigen Erfolges der Uraufführung am 18. Juni 1821 am Königlichen Schauspielhaus Berlin sollte Der Freischütz von Carl Maria von Weber nicht nur als romantisch-phantastische Märchenoper gedeutet werden. Der grosse Erfolg begründet durch die sensationelle Aufnahme in die Spielpläne deutscher Opernhäuser, die bis dahin fast ausschliesslich italienische Werke aufführten. Im Zuge der nationalen Befreiungsbewegung und der Vereinigung aller deutschen Fürstentümer zu einem Reich, war ein identitätsstiftender deutscher Nationalstaat geboren, als Folge der vielen Kriege, Grenzverletzungen und Annexionen der großen starken Nachbarn, die seit Jahrhunderten die kleinen schwachen Kleinstaaten angriffen. Diese politischen Veränderungen fanden auch durch den Freischütz auch auf den Theaterbühnen ihren Widerklang.

Der Freischütz Carl Maria von Weber
youtube Trailer des Théatre des Champs-Élysées, Paris
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Der Freischütz, die romantische Oper mit dem Libretto von Friedrich Kind ist im damaligen deutschen Böhmen angesiedelt und erzählt von einer naiven Liebesgeschichte zwischen Max und Agathe, umgeben von einer Kleinbürgerwelt mit bigotter Gottesfurcht, Aberglauben und Obrigkeitsgehorsam. Wenn man ein wenig tiefer in das Werkmaterial eindringt, wird einem bewusst dass der Dreißigjährige Krieg gerade vorbei ist, das Land in totaler Verwüstung liegt und mehr als die Hälfte der Bevölkerung vernichtet wurde. Und somit sehen wir die Zerrüttung einer Gesellschaft nach dem Krieg, die Gemeinschaft und Ordnung nur in althergebrachten Ritualen behauptet: kleine und größere Alltagsekstasen mildern die Angst in einer Welt, die sich vom Alpdruck anhaltender Bedrohung nicht befreien kann.

Beispiele der Musiksprache des Freischütz                       

Die Romantik ist das zentrale Treibhaus der Moderne. Dort liegen mehr von deren Keimen und Tendenzen, als das radikalere 20. Jahrhundert vermuten lässt. Das gilt für den Aufbruch zurück in die Vergangenheit, den musikalischen Historismus, aber ebenso für das rasante Vorwärts, die Evolution von Harmonik und Klang. Mit der Romantik beginnt auch die musikalische Seelenmalerei. Im subtilen Kräftespiel von Text, Bühne und Musik wächst dem Orchester immer mehr eine semantische Dimension, eine redende und ausdeutende Rolle zu. Knapp nach der Erstaufführung der dritten und letzten Fassung von Beethovens Fidelio (1814), bricht Webers Freischütz, begonnen 1817 zunächst unter dem Titel Der Probeschuss, dann als die Jägersbraut, entgültig mit den Orchesternormen der Wiener Klassik. Dabei präsentiert sich das FreischützOrchester auf den ersten Blick nicht als ungewöhnlich. Doch jedoch das Instrumentarium der Wiener Klassik erhöht und verdoppelt sich ausreichend, sodass in großer Anzahl Blechbläser (Trompeten, Posaunen, usw.) sowie Pauken (Ouvertüre, Einleitung zum 3.Akt und Jägerchor), Flöten und Piccoloflöten ergänzt sind. Jetzt wird diese Besetzung zum Standard des romantischen Orchesters. Neue Ausdruckswelten findet Weber indem er den sehnsüchtigen Klang der Klarinette, den kecken Polonaisen-Tonfall der Oboe bei Ännchens Ariette verwendet: “ Kommt ein schlanker Bursch gegangen…“, um dann mit dumpfen Paukenschlägen das Klima abrupt zu ändern und das Unheimliche herauf zu beschwören.

Théatre des Champs `Élysées / Der Freischütz © Vincent Pontet

Théatre des Champs Élysées / Der Freischütz © Vincent Pontet

In der virtuosen Solopartie der Bratsche integriert sich die Romanze des Ännchen „Einst träumte meiner sel’gen Base…“ (3. Akt) und mit romantischer Ironie ist der Kettenhund Nero in Bratschentönen als Charakterinstrument verewigt. Schließlich malen sogar die geteilten Violinen con sordini (mit Dämpfer) im 2. Akt Agathes Arie: “ Leise, leise, fromme Weise…“ neue Stimmungsbilder. Wenn die Bassposaune das leidenschaftliche Liebesthema wie ein verzerrtes Echo nachäfft, dann hört man die erste Parodie von expressiver Wirkung in der Musikgeschichte. Nicht minder expressiv sind auch die Ritornelle der kreischende Piccoloflöte in Kaspars verzweifeltem und zugleich teuflischem Trinklied: „Hier im ird’schen Jammertal…“ (1. Akt).

Mit der Entdeckung des Horns als Naturstimme, als Träger von Waldstimmung und Jagdidylle (Anfang der Ouvertüre und Jägerchor / 3. Akt) manifestiert sich im innig-beseelten Naturgefühl ein wesentliches Thema der Romantik und zugleich ein musikalischer Wandel. Höhepunkt dieser neuen Orchestersprache ist zweifellos die berühmte Szene in der Wolfsschlucht, das Finale des 2. Aktes. Sie ist gleichzeitig der Schlüssel zur Musiksprache des Freischütz. Dort malen Violinen, Bratschen, Violoncelli und Kontrabässe zusammen mit den Klarinetten in ihren tiefsten Registern das Unheimliche. Für den fis-Moll-Akkord im Pianissimo erfindet Weber, mit Posaunen und zwei tiefen Klarinetten, zusammen mit dunklen Violinen und Bratschentremolo, eine bisher unbekannte Klangkombination. In der Szene nach der Gespenstererscheinung Agathes, wo Kaspar den Guss der Freikugeln vorbereitet, werden die Soloflöten bis hinunter an die untersten Grenzen ihres Tonvorrates geführt.

Das Resultat ist eine hohle unheimliche Klangwirkung. Ein ähnlicher Effekt wird mit den tiefsten Tönen der Hörner in D zusammen mi der Pauke erzielt, wie bei der Einleitung zu Kaspars großer Arie: „Schweig! Schweig! damit dich niemand warnt…“ Die Emanzipation der Klangfarbe als Eigenwert und die Nutzung klanglicher Nebenregionen dient zur Zeichnung neuer Ausdruckswelten. Gleichzeitig bahnt sie den Weg zu einer neuen Ästhetik, die sich nicht scheut vor Schauder des Ungewöhnlichen und Abseitigen. Die Legitimation des Hässlichen ist eine Tendenz, die in der Moderne virtuose Dimensionen erreicht. Weber erschafft in seinem Freischütz ein neues Opernorchester mit neuer instrumentaler Ausdruckssprache. Sie beschwört die Idylle und gleichzeitig deren dunkles Gegenbild, Abgründiges und Naives, Affekt und Effekt. So jongliert er zwischen romantischem Ton und der gleichnamigen Ironie über den Abgründen eines Ausdruckspotentials, das erst die Musikgeschichte ganz entfesselt. Richard Wagner wusste genau, was er Weber verdankte; nicht umsonst kümmerte er sich persönlich darum, die Überreste von London nach Dresden zu transportieren und erneut dort zu begraben.

Théatre des Champs `Élysées / Der Freischütz © Vincent Pontet

Théatre des Champs Élysées / Der Freischütz © Vincent Pontet

 21. 10. 201919 – Théâtre des Champs-Élysées, TCE, Paris

Der Freischütz hatte nach triumphaler Premiere in Berlin den Siegeszug um die Welt gemacht;  in Frankreich jedoch ist es bis heute nicht wirklich etabliert. Der Freischütz hat in Frankreich starke Veränderungen und Adaptationen erhalten; noch heute sieht man das Werk teilweise vergewaltigt auf der Bühne. Wir sahen es hier in Paris schon mehrere Male in sehr unglücklichen Produktionen: 1. Die gesprochenen Dialoge auf Französisch – Arien und Duette und andere Szenen auf Deutsch. 2. Oder sogar die Dialoge von einer Off-Stimme auf  Französisch gesprochen. 3. Am 7. Juni 1841 brachte man das Werk in einer völligen französischen Version heraus, indem sogar die gesprochenen Dialoge als Rezitative komponiert wurden – und von keinem Anderen als dem von uns hoch geachteten Hector Berlioz. Wir wissen dass Berlioz Komponisten wie Weber und Mendelssohn sehr verehrte; aber hier hat er leider keine überzeugende Arbeit geleistet, denn die Pariser Premiere zeigte ein sogenanntes verfranzösischtes Werk. Diese Version wird noch teilweise an Bühnen gespielt; jedoch hätte Berlioz wissen müssen, dass die Melodiensprache Webers überhaupt keine Verbindung und Harmonie mit der französischen Sprache findet, dazu noch die „exotischen“ komponierten Rezitative.

Die erste totale deutsche Version sahen wir im TCE und es ist wohl der Verdienst der französischen Dirigenten Laurence Equilbey, die mit Ihrem Insula Orchestra und dem Chor Accentus diese trotz einiger Schwächen ehrbare Produktion hervor brachte. Das Orchester spielte auf historischen Instrumenten, die für unser Hörgefühl nicht immer einfach sind; dazu die technischen Probleme der Bläser, die nicht immer den gewohnten runden Klang hervorbringen. Auch setzte sie bewusst auf eine düstere klemmende Interpretationslinie und nicht auf eine böhmische Jahrmarkts-Atmosphäre. Da ging sie Hand in Hand mit der Regieführung, dem jungen Team Cie 14.20: Clément Debailleul, Raphaël Navarro und Valentine Losseau.

Théatre des Champs `Élysées / Der Freischütz © Vincent Pontet

Théatre des Champs Élysées / Der Freischütz © Vincent Pontet

Das Team setzte alles auf eine Stimmung die zwischen Schwarz-und Grautönen, dazu mit raffinierten Lichteffekten, Videoeinblendungen und virtueller Kunst pendelt. Die fast völlig leere Bühne vermittelt einen düsteren dunklen Wald in Zwielicht und Dämmerung versunken, indem das Echo eine unheimliche Vibration herbei ruft und man ahnt die versteckten spirituellen Kräfte der Natur. Samiel, die Inkarnation des Bösen, ist von einem Tänzer (Clément Dazin) überzeugend interpretiert, der indem er mit akrobatischen schwerelosen Bewegungen unscheinbar über die Szene eilt. Er ist gewissermaßen gleichzeitig das Seelenschwarze eines jeden Menschen, ein verführender Geist, der um die Menschen schwirrt und gaukelt um sie in den Abgrund zu führen. Allgegenwärtig sind die Gewehrkugeln als Symbol des Todes, indem sie schwerelos und leuchtend in der Atmosphäre wie kleine verführerische Elfen und Irrlichter flattern und bisweilen jongliert Samiel mit ihnen um sie geschickt auf ein neues Opfer zu zielen. Man denkt unweigerlich an Goethe, Schlegel, Tieck, Hoffmann, Novalis und Caspar David Friedrich und das typische der deutschen Romantik wird sichtbar und klar. Wir meinen dass die Inszenierung verhältnismäßig gelungen ist und einen guten Eindruck hinterlässt, indem sie jeden billigen Folklore-und Jahrmarktseffekt vermeidet und sich auf die menschliche und psychologische Seite beschränkt. Einzige Einwendung und Kritik an das Produktionsteam: ein wenig mehr Personenführung und Bewegung hätte der Inszenierung nicht geschadet. Das Statische erinnert an ein Oratorium jedoch sollte es doch eine Oper bleiben.

Stanislas de Barbeyrac, der junge französische Tenor (Max), hat alle Qualitäten für diese schwierige Rolle: Feinheit und Eleganz mit einem kristallenen jugendlichen, frischen Klang. Aber auch eine kräftige Stimme mit tiefer baritonaler Lage, die mit Leichtigkeit über das Orchester schwebt. Seine große Arie im zweiten Akt: „Durch die Wälder, durch die Auen..“ wird mit großer Bravour interpretiert ohne in Billigkeit abzurutschen.

Die südafrikanische Sopranistin Johanni van Oostrum (Agathe) hat eine Stimme mit einem vollen runden warmen Klang und die mit zärtlicher herzergreifender Wärme ihre große Arie: „Leise, leise stille Weise…“ im fließendem Legato vorträgt. Man fühlt ihr Leiden und Sehnen, ihre inneren Ängste und Qualen vor der ungewissen Zukunft.

Die Rolle des Ännchen gesungen von der schweizer Sopranistin Chiara Skerath wird oft herablassend als Soubrette hingestellt. Aber sie ist viel mehr als dass; sie braucht einen jugendlich-lyrischen Sopran, der äußerst flexible und lebhaft ist und in allen Mittellagen Schönheit zeigt. Außerdem hat sie eine wichtige tragende Rolle im Freischütz. Komponist und Librettist haben ihr den sogenannten Gegenpol der Agathe zugeschrieben, indem sie mit viel Ironie über Aberglauben, Obrigkeitsgehorsam und bigotter Frömmigkeit spottet. Man höre nur ihre beiden großen Arien:“Kommt ein schlanker Bursch gegangen … „und „Einst träumte meiner sel’gen Base….“

Théatre des Champs Élysées / Der Freischütz © Vincent Pontet

Théatre des Champs Élysées / Der Freischütz © Vincent Pontet

Vladimir Baykov, der russische Bass-Bariton, brachte mit bewusst unsauberer Intonation eine geniale Rollendeutung des skrupellosen und diabolischen Kaspar. Seine großen Arien: „Hier im ird’schen Jammertal…“ und „Schweig, schweig, damit dich Niemand warnt…“ zeigen die ganze Bandbreite einer verlorenen Menschlichkeit, die mit tiefem dunklen Legato sich offenbarte. Leider ist seine Diktion mehr als mittelmäßig.

Kuno, der Erbförster, wird von dem deutschen Bass Thorsten Grümbel gesungen, der mit seiner geschmeidigen und agilen Stimme das Gutherzige und Naive seiner Gestalt ideal profiliert. Gleichzeitig erahnt man den liebenden Vater, der jedoch noch in althergebrachten Konventionen lebt und handelt. Eine dankbare Rolle für einen deutschen Spielbass, indem auch der Humor nicht vergessen wird.

Fürst Ottokar, der das Modell einer regierenden Oberschicht darstellt, die keinerlei Widersprüche erlaubt, wird von dem österreichischen Kavaliersbariton Daniel Schmutzhard mit Eleganz und Schönheit glaubwürdig und mit viel Autorität vorgetragen.

Der deutsche Bariton Christian Immler übernimmt die dankbare Rolle des weisen frommen Eremit, indem er in flutender sanfter Weise die edlen Klänge seiner Stimmkunst zeigt. Man erahnt den großen Liedinterpreten.

Der heimlich in Ännchen verliebte Kilian wird mit jugendlicher Baritonstimme von dem Franzosen Anas Séguin mit Begeisterung geschmettert und seine einzige Arie im ersten Akt: „Schau der Herr mich an als König…“ wird zu einem kleinen Juwel der Verführungskunst.

Mit einigen schon erwähnten Abstrichen war es wohl eine gelungene Produktion mit dem Verdienst neue Wege in der Opernregie und besonders in der Freischütz-Kultur einzugehen.

Das –  Théatre des Champs-Élysées  –  Paris

Das Théatre des Champs-Élysées, auch TCE, ist ein Theater ohne Sängertruppe, Chor und Orchester; die jährlichen szenischen Produktionen sind grundsätzlich mit einem auswärtigen Team erarbeitet. Außerdem werden jede Saison Opern in Konzertversion mit teilweise bekannten internationalen Künstlern aufgeführt. Viele Klavier-und Liederabende, Kammermusik usw. sind hier auf höchstem internationalem Niveau zu hören. Viele Konzerte mit teilweise ausländischen Orchestern sind hier zu Gast, desgleichen berühmte Tanztruppen mit klassischem und modernem Stil.

Das Theater im Stil Art-Déco ist von Auguste Perret und Henry Van de Velde errichtet worden, die Marmorreliefs an der Außenfassade, desgleichen die Goldreliefs im Foyer und Saal hat Antoine Bourdelle gestaltet. Die berühmte Kuppelmalerei im Saal hat der Maler Maurice Denis ausgeführt, indem er eine Allegorie über die Musik schuf. Das TCE wurde am 2. April 1913 eröffnet und hat sich zu einem Musentempel für die zeitgenössische Musik und dem modernen Tanz entwickelt. In diesem Haus wurde u.a. das skandalumwitterte Le Sacre du Printemps von Igor Stravinsky uraufgeführt.

—| IOCO Kritik Théatre des Champs Élysées |—

Paris, Théâtre des Champs-Élysées, Spielplan Juni / Juli 2010 Alagna, DiDonato, De Niese

 

Presseinformation

Théâtre des Champs-Élysées

Juni 2010

mar 1er 20h Ensemble orchestral de Paris / Thierry Fischer
mer 2 19h30 Mozart : Così fan tutte / 1
jeu 3 19h30 Mozart : Così fan tutte / 2
ven 4 20h Roberto Alagna
sam 5 19h30 Mozart : Così fan tutte / 3
lun 7 19h30 Mozart : Don Giovanni / 1
mar 8 20h Camerata Ireland / Barry Douglas
mer 9 19h30 Mozart : Don Giovanni / 2
jeu 10 20h Orchestre National de France / Kurt Masur
ven 11 19h30 Mozart : Don Giovanni / 3
dim 13 20h Amitabh Bachchan
mar 15 20h Bach „Hors les Murs“ – Église Saint-Louis-en-l’Île
mer 16 20h Joyce DiDonato
mer 30 19h30 Haendel : Semele / 1

Juli 2010

jeu 1er 20h Orchestre National de France / Neeme Järvi
ven 2 19h30 Haendel : Semele / 2
sam 3 20h Brahms : Un Requiem allemand
dim 4 17h Haendel : Semele / 3
mar 6 19h30 Haendel : Semele / 4

Paris, Théâtre des Champs-Élysées, Premiere Cenerentola

 

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Théâtre des Champs-Élysées

 LA CENERENTOLA

Dramma giocoso en deux actes (1817)
Musique de Gioachino Rossini (1792 – 1868)
Livret de Jacopo Ferretti
Michael Güttler, direction musicale
Irina Brook, mise en scène
Noëlle Ginefri, décors
Sylvie Martin-Hyszka, costumes
Cécile Bon, chorégraphie
Arnaud Jung, lumières
Antonino Siragusa, ténor Don Ramiro
Stéphane Degout, baryton Dandini
Pietro Spagnoli, baryton Don Magnifico
Carla di Censo, soprano Clorinda
Nidia Palacios, mezzo-soprano Tisbe
Vivica Genaux, mezzo-soprano Angelina
Ildebrando D’Arcangelo, basse Alidoro
Concerto Köln
Choeur du Théâtre des Champs-Élysées
Production Théâtre des Champs-Élysées
France Musique enregistre ce spectacle.

4 représentations

Samedi 30 janvier, lundi 1er, mercredi 3, vendredi 5 février, 19h30

Tarifs Euros : 135, 98, 78, 55, 30, 12, 5
Location : 01 49 52 50 50
www.theatrechampselysees.fr

La désormais classique production de La Cenerentola mise en scène par Irina Brook revient pour la troisième fois au Théâtre des Champs-Élysées, après avoir été présentée à Bologne et Stockholm.Vivica Genaux a récemment chanté en Italie dans Agrippina sous la direction de Fabio Biondi (et mis en scène par des étudiants de l’université des Arts de Venise dont Juliette Deschamps était en charge de la coordination artistique). La jeune mezzo américaine est décidément très présente avenue Montaigne cette saison, puisqu’après Ezio et un récital le 14 décembre (accompagné de la sortie d’un CD Vivaldi chez Virgin Classics),on la retrouve ici dans le rôle-titre de la Cenerentola et également dans Semele
en juin-juillet 2010.Ildebrando D’Arcangelo reprendra quant à lui ses habits de mage. Pietro Spagnoli glissera du rôle de Dandini à celui de Magnifico, édant le premier nommé à Stéphane Degout dont ce seront les débuts avenue Montaigne, tout comme pour le ténor Antonino Siragusa. Le Concerto Köln sera cette ois-ci dirigé par le jeune chef allemand Michael Güttler qui fera notamment ses débuts à l’Opéra de Vienne en 2010.

Paris, Théâtre des Champs-Élysées, Spielplan Januar & Februar 2 0 1 0

 

Presseinformation

Théâtre des Champs-Élysées

Spielplan Januar / Februar  2 0 1 0

JANVIER

sam 2 20h Sara Baras Ballet Flamenco
dim 3 17h Sara Baras Ballet Flamenco
dim 3 20h Sara Baras Ballet Flamenco
lun 4 20h Sara Baras Ballet Flamenco
mar 5 20h Sara Baras Ballet Flamenco
mer 6 20h Sara Baras Ballet Flamenco
jeu 7 20h Orchestre National de France
ven 8 20h Sara Baras Ballet Flamenco
sam 9 20h Sara Baras Ballet Flamenco
dim 10 17h Sara Baras Ballet Flamenco
dim 10 20h Sara Baras Ballet Flamenco
lun 11 20h Sara Baras Ballet Flamenco
mar 12 20h Ensemble Orchestral de Paris / Pekka Kuusisto
mar 12 20h Bach „Hors les Murs“ – Église Saint-Louis-en-l’Île
jeu 14 20h Orchestre National de France / Riccardo Muti
ven 15 20h Orchestre National de France / Riccardo Muti
sam 16 20h Prades aux Champs-Élysées
ven 29 20h Nikolaï Lugansky
sam 30 19h30 Rossini : La Cenerentola

FÉVRIER

lun 1er 19h30 Rossini : La Cenerentola
mar 2 20h Ensemble Orchestral de Paris / Joseph Swensen
mer 3 19h30 Rossini : La Cenerentola
jeu 4 20h Orchestra of the Age of Enlightenment /Vladimir Jurowski
ven 5 19h30 Rossini : La Cenerentola
dim 7 17h Dietrich Henschel
lun 8 20h Orchestre National Royal d’Écosse / Stéphane Denève
mar 9 20h Fazil Say, Patricia Kopatchinskaja
mer 10 20h Fazil Say, Patricia Kopatchinskaja, Burhan Öcal
mar 16 20h Bach „Hors les Murs“ – Église Saint-Louis-en-l’Île
mer 24 19h30 Verdi : Falstaff
jeu 25 20h Prades aux Champs-Élysées
ven 26 19h30 Verdi : Falstaff
sam 27 20h Mahler Chamber Orchestra / Seiji Ozawa
dim 28 17h Verdi : Falstaff
Deux productions scéniques qui ont rencontré récemment un grand succès sont au programme en ce début d’année : La Cenerentola de Rossini
mise en scène par Irina Brook avec Michael Güttler à la tête du Concerto Köln et Vivica Genaux dans le rôle-titre, entourée d’Ildebrando
d’Arcangelo, Pietro Spagnoli, Stéphane Degout et Antonino Siragusa [30/01 au 5/02] ; le mois suivant verra la reprise de la mise en scène de Mario Martone du Falstaff de Verdi avec, pour la première fois dans la fosse du Théâtre des Champs-Élysées, le directeur musical italien de l’Orchestre National de France, Daniele Gatti. Côté distribution, vous retrouverez notamment Anna-Caterina Antonacci, Caitlin Hulcup, Marie-Nicole Lemieux, et, pour les rôles masculins, Anthony Michaels-Moore dans le rôletitre, Jean-François Lapointe, Paolo Fanale et Raul Gimenez [24/02 au 2/03]. Parmi les chefs invités, Vladimir Jurowski reviendra à la tête, non pas du LPO, mais cette fois-ci de l’Orchestre de l’Âge des Lumières pour un programme consacré à Beethoven [4/02]. Le chef d’orchestre français Stéphane Denève dirigera son ensemble, l’Orchestre National Royal d’Écosse avec la violoniste Hilary Hahn en soliste [8/02], et enfin, Seiji Ozawa sera présent avec le Mahler Chamber Orchestra dans un programme Mozart, Bartók et Prokofiev [27/02]. Du côté des ensembles en résidence, l’Orchestre National de France donnera deux concerts, sous la baguette de Daniele Gatti [7/01], puis de Riccardo Muti [14 & 15/01]. Quant à l’Ensemble Orchestral de Paris, il sera dirigé par Pekka Kuusisto [12/01] et Joseph Swensen [2/02].
Dans le domaine des récitals, le baryton Dietrich Henschel se consacrera à Schubert avec, au piano, Fritz Schwinghammer [7/02], et seront également présents le pianiste Nikolaï Lugansky [29/01], Fazil Say et Patricia Kopatchinskaja [9/02 & le 10/02 avec Burhan Öcal]. La série Bach „Hors les Murs“ à l’Église Saint-Louis-en-L’Île se poursuit par ailleurs avec deux récitals donnés par Benjamin Alard [12/01 & 16/02]. Prades aux ChampsÉlysées, le rendez-vous annuel avec le festival Pablo Casals se déroulera en trois temps cette saison avec un concert par mois en janvier, février et mars donné par Michel Lethiec et ses amis [16/01 & 25/02].

Jeudi 7 janvier, 20h

ORCHESTRE NATIONAL DE FRANCE
Stravinsky : L’Oiseau de feu, suite (révision de 1919)
Saint-Saëns : Concerto pour violoncelle et orchestre n° 1 en la min. op. 33
Chostakovitch : Symphonie n° 5 en ré mineur op. 47
Daniele Gatti, direction
Tatjana Vassiljeva, violoncelle

Mardi 12 janvier, 20h

ENSEMBLE ORCHESTRAL DE PARIS
Bach : Partita n° 1 pour violon seul en si mineur BWV 1002
Concerto pour violon, hautbois et orchestre BWV 1060
Bacri : Concerto tenebroso pour hautbois, alto et orchestre
« L’Hiver » op. 80 n° 3 (création commande de l’Ensemble orchestral de Paris)
Haydn : Symphonie n° 88 en sol majeur
Pekka Kuusisto, direction et violon
François Leleux, hautbois
Lise Berthaud, alto

Mardi 12 janvier, mardi 16 février, 20h

BACH « HORS LES MURS » – Église Saint-Louis-en-l’Île
INTÉGRALE DE L’OEUVRE D’ORGUE DE JEAN-SÉBASTIEN BACH
Mardi 12 janvier
Bach orateur, BENJAMIN ALARD
Mardi 16 février
Troisième partie de la Clavierübung, BENJAMIN ALARD
(Le Dogme en musique)

Jeudi 14, vendredi 15 janvier, 20h

ORCHESTRE NATIONAL DE FRANCE
Ravel : Rhapsodie espagnole
Alborada del gracioso (version orchestrale)
Ginastera : Concerto pour harpe et orchestre
De Falla : Le Tricorne, suite n° 2
Ravel : Boléro
Riccardo Muti, direction
Xavier de Maistre, harpe

Samedi 16 janvier, jeudi 25 février, 20h

PRADES AUX CHAMPS-ÉLYSÉES (17e ÉDITION)
Samedi 16 janvier
MOZART ET LES ÉTOILES
Musique et images, par Hubert Reeves et ses amis
Mozart : Quatuor avec piano en mi bémol majeur K. 493
Quintette avec clarinette en la majeur K. 581
Quintette à deux altos en ut majeur K. 515
Hubert Reeves, astrophysicien et mélomane
Gérard Poulet, Dan Zhu, violon
Nobuko Imai, Vladimir Mendelssohn, alto
Michel Lethiec, clarinette – Jeremy Menuhin, piano

Jeudi 25 février

CHOPIN À PARIS
Autour du premier concert de Chopin à Paris (26 février 1832)
Beethoven : Quintette à cordes en ut majeur op. 29
Chopin : Sonate pour violoncelle et piano en sol mineur op. 65
Penderecki : Divertimento, version 2010
(création française)
Chopin : Concerto pour piano et quintette à cordes en fa mineur
Bruno Pasquier, alto
Arto Noras, violoncelle
Jurek Dybal, contrebasse
Wojciech Switala
(Lauréat du Concours Chopin,Montréal, Long-Thibaud), piano
Silesian Quartet
(en coopération avec l’Institut National Frédéric Chopin à Varsovie)

Vendredi 29 janvier, 20h

NIKOLAÏ LUGANSKY, piano
Debussy : Suite Bergamasque
Granados : Goyesca n°s 4, El Pelele – Albeniz : Evocación, Triana, Navarra
Prokofiev : Sonate n° 4 en ut mineur op. 29
Bach-Rachmaninov : Transcription de la Partita pour violon n° 3 en mi majeur BWV 1006
Kreisler-Rachmaninov : Liebesfreud, Liebesleid

Samedi 30 janvier, lundi 1er, mercredi 3, vendredi 5 février, 19h30

GIOACCHINO ROSSINI
LA CENERENTOLA
Dramma giocoso en deux actes (1817) – Livret de Jacopo Ferretti
Michael Güttler Direction
Irina Brook Mise en scène
Noëlle Ginefri Décors
Sylvie Martin-Hyszka Costumes
Cécile Bon Chorégraphie
Arnaud Jung Lumières
Antonino Siragusa, ténor Don Ramiro
Stéphane Degout, baryton Dandini
Pietro Spagnoli, baryton Don Magnifico
Carla Di Censo, soprano Clorinda
Nidia Palacios, mezzo-soprano Tisbe
Vivica Genaux, mezzo-soprano Angelina (dite Cendrillon)
Ildebrando D’Arcangelo, basse Alidoro
Concerto Köln
Choeur du Théâtre des Champs-Élysées

Mardi 2 février, 20h

ENSEMBLE ORCHESTRAL DE PARIS
Brahms : Rhapsodie pour alto, choeur et orchestre op. 53
Schumann : Concerto pour piano et orchestre en la mineur op. 54
Clara Schumann/Swensen : Romance pour vents et contrebasse op. 21
Brahms : Sérénade n° 1 en ré majeur op. 11
Joseph Swensen, direction – Alice Coote, alto
Eric Le Sage, piano – Choeur de l’Armée française, direction Aurore Tillac

Jeudi 4 février, 20h

ORCHESTRA OF THE AGE OF ENLIGHTENMENT
Beethoven : Symphonie n° 4 en si bémol majeur op. 60
Symphonie n° 7 en la majeur op. 92
Vladimir Jurowski, direction

Dimanche 7 février, 17h
DIETRICH HENSCHEL, baryton
FRITZ SCHWINGHAMMER, piano
Schubert : Lieder tardifs
Schwanengesang (Le Chant du Cygne) D. 957

Lundi 8 février, 20h

ORCHESTRE NATIONAL ROYAL D’ÉCOSSE
ROYAL SCOTTISCH NATIONAL ORCHESTRA
Fauré : Pelléas et Mélisande, musique de scène op. 80
Sibelius : Concerto pour violon et orchestre en ré majeur op. 47
Dvorák : Symphonie n° 8 en sol majeur op. 88
Stéphane Denève, direction
Hilary Hahn, violon

Mardi 9, mercredi 10 février, 20h

Mardi 9 février, 20h

FAZIL SAY, piano
PATRICIA KOPATCHINSKAJA, violon
ORCHESTRE SYMPHONIQUE DE LUCERNE, DIRECTION IBRAHIM YAZICI
ALLA TURCA (I)
Mozart : Die Entführung aus dem Serail, ouverture
Say : Concerto pour violon « 1001 Nacht aus dem Harem »
Gluck : Iphigénie en Aulide, ouverture
Saint-Saëns : Concerto pour piano n° 2 en sol mineur op. 22
Say : Sonate pour violon et piano

Mercredi 10 février, 20h

FAZIL SAY, piano
PATRICIA KOPATCHINSKAJA, violon
BURHAN ÖCAL, percussions turques
ALLA TURCA (II)
Mozart : Sonate pour piano n° 11 en la majeur K. 331 « Alla turca »
Ravel : Blues de la Sonate n° 2 pour violon et piano
Gershwin-Say : Summertime – Dave Brubeck : Blue Rondo à la turk, Take five
Say : Black Earth et autres pièces – Improvisations et jazz alla turca

Mercredi 24, vendredi 26 février, mardi 2 mars, 19h30

Dimanche 28 février, 17h
FALSTAFF GIUSEPPE VERDI
Comedia lirica en trois actes (1893)
Livret de Arrigo Boïto, d’après The Merry Wives of Windsor de William Shakespeare
Daniele Gatti Direction
Mario Martone Mise en scène
Sergio Tramonti Décors
Ursula Patzak Costumes
Pasquale Mari Lumières
Anthony Michaels-Moore, baryton Sir John Falstaff
Anna Caterina Antonacci, soprano Alice Ford (épouse de Ford)
Paolo Fanale, ténor Fenton (jeune gentilhomme)
Caitlin Hulcup, mezzo-soprano Meg Page
Chen Reiss, soprano Nannetta (fille des Ford)
Francesco Ellero d’Artegna, basse Pistola (valet de Falstaff )
Marie-Nicole Lemieux, contralto Mrs Quickly
Jean-François Lapointe, baryton Ford (riche bourgeois)
Raul Gimenez, ténor Docteur Cajus
Patrizio Saudelli, ténor Bardolfo (valet de Falstaff )
Orchestre National de France
Choeur du Théâtre des Champs-Élysées

Samedi 27 février, 20h

MAHLER CHAMBER ORCHESTRA
Mozart : Divertimento K. 136
Bartók : Musique pour cordes, percussions et célesta
Prokofiev : Roméo et Juliette, suites
Seiji Ozawa, direction

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