Ulm, Theater Ulm, Premiere  DIE GLÜCKLICHE HAND / CARMINA BURANA, 17.05.2018

April 17, 2018  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

DIE GLÜCKLICHE HAND  –  CARMINA BURANA

Premiere 17. Mai 2018

Zwei bedeutende Zeugnisse der musikalischen Moderne vereint die assoziativ entwickelte szenische Installation von Operndirektor Matthias Kaiser. Mit dem expressionistischen Frühwerk DIE GLÜCKLICHE HAND aus dem Jahr 1913 beginnt Arnold Schönberg mit einem synästhetischen Konzept der Neukombination von Handlung, Farbe, Raum und Musik, neue Klang- und Erzählweisen für das Musiktheater zu erschließen.

Skulptur ohne Handlung –  DAHINSTRÖMEN, SINGEND
Uraufführung – Zwischen beiden Werken

Das Drama, in dem sich der Protagonist dem Gefühl der Eifersucht hingibt, handelt von der Frage, aus welchen inneren Seelenzuständen heraus Kunst entstehen kann. 1934 bis 1936 geht Carl Orff mit seiner Adaption der „Lieder aus Benediktbeuren“ (so die deutsche Übersetzung des lateinischen Titels der mittelalterlichen Musiksammlung CARMINA BURANA) angesichts des faschistischen Drucks in die innere Emigration und besinnt sich auf die ältesten Wurzeln der Musikgeschichte.

Zwischen beiden Werken erklingt als Uraufführung gefördert durch die Kunststiftung NRW die musiktheatralische Skulptur ohne Handlung DAHINSTRÖMEN, SINGEND von Gerhard Stäbler, dessen KASSANDRA-Kompositionen, die Performance FUTURESSENCE XXX und die Oper ERLÖST ALBERT E. vor einigen Jahren bereits am Theater Ulm zu hören waren. Die Musikalische Leitung übernimmt Hendrik Haas. Marianne Hollenstein entwirft das Bühnenbild und integriert eigene Malerei. Von Angela C. Schuett stammen die Kostüme. Es singen Tomasz Kaluzny, Maria Rosendorfsky, Hans-Günther Dotzauer und Kwang-Keun Lee. Außerdem werden Beatrice Panero und Daniel Perin aus dem Ballettensemble den Figuren tänzerischen Ausdruck verleihen. Unterstützt werden sie vom Opern- und Extrachor des Theaters Ulm sowie vom Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm, das sich bei diesem besonderen Abend auf der Bühne (und auf der Hinterbühne) präsentiert. PMThUl

 

Ulm, Theater Ulm, Premiere MOTEZUMA von Antonio Vivaldi, 29.03.2018

März 13, 2018  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Premiere MOTEZUMA von Antonio Vivaldi

Premiere am Theater Ulm am 29.3.2018

Der venezianische Opernkomp ponist Antonio Vivaldi nimmt sich 1733 einen der ersten und brutalsten Kolonisationsfeldzüüge, die Zerstörung des Atzteken-Reiches unter Motezuma, zum Thema und gibt der graussamen Geschichte eine geradezu utopistische Wendung: Hernán Cortés und der Atzteken-König reichen sich die Hand im Friedenssschluss.

Noch erstaunlicher als der Handlungsverlauf ist hingegen, dass die Musik zu dieser baro­cken Oper erst 1999 wiederentdeckt und rekonstruiert werden konnte. In dieser Fassung von Alan Curtis und Alessandro Ciiccollini, die bislang erst einmal in Deutschland szenisch um­gesetzt wurde, wird Antonio Vivaldis Oper MOTEZUMA nun am Theater Ulm m neu einstudiert.

Regisseurin Antje Schupp, die dem Ulmer Publikum bereits durch Inszenierungen wie DER GUTE MENSCH VON SEZUAN sowie COSÌ FAN TUTTE und WERTHER        bekannt ist, hinterfragt die fast dreihundert Jahre alte e Geschichte nach ihrer Heutigkeit. Im Vordergrund steht die Frage, wem kulturelles „Eigentum“ gehört und wie politische Beutezüge ooffiziell legitimiert werden. Vor dem Hintergrund eines Krieges, in dem es nur um Töten um des Tötens Willen geht, arrangiert Antje Schupp unter der Musikalischen Leitung von Michael Weiger die Sze­nen mit den Sängerinnen und Sängern Martin Gäbler (Motezuma), I Chiao Shih (Mitrena), Helen Willis (Teutile), Maria Rosendorfsky (Asprano), Julia Sitkovetsky (Fe ernando Cortés), Christianne Bélanger (Ramiro) sowie dem Philharmonische Orchester der Stadt Ulm. Büh­nen- und Kostümbild stammt von Mona Hapke. PMThUl

Theater Ulm – THEATERKASSE
Telefon: 0731/161-4444    –    Telefax: 0731/161-4534

 

Ulm, Theater Ulm, 6. Kammerkonzert – Nino Rota, 11.03.2018

März 7, 2018  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

6. Kammerkonzert

Werke des Italieners Nino Rota

Sonntag, 11. März 2018 19.30 Uhr – Foyer des Theaters 6. Kammerkonzert 

Neben Kammermusik-Werken des Italieners Nino Rota, der vor allem als Komponist von über 150 Filmmusiken Berühmtheit erlangte, stehen Stücke der Französin Jeanne-Louise Farrenc sowie des Spaniers Gaspar Cassadó auf dem Programm: ein wahrhaft europäischer Abend der Musiker Burkhard Harstorff (Klarinette), Rastislav Huba (Violoncello) und Marcus McLaren (Klavier).

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse unter 0731/161 4444 oder unter theaterkasse@ulm.de, online unter www.theater.ulm.de und an der Abendkasse vor Ort. PMTHU

 

Ulm, Theater Ulm, Neue Leitung am Theater Ulm, Oktober 2017

Oktober 31, 2017  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Neue Leitung am Theater Ulm

Jasper Brandis, Reiner Feistel, Petra Mollérus, Dr. Christian Kratzschmann

Zur Spielzeit 2018/19 werden neue Leitungsmitglieder das Theater Ulm mit Impulsen und künstlerischen Akzenten bereichern, gibt der designierte Intendant Kay Metzger bekannt. In den Bereichen Schauspieldirektion, Ballettdirektion, Ausstattungsleitung und Dramaturgie wird es folgende Engagements geben: Schauspieldirektor wird Jasper Brandis. Die Leitung des Ballettensembles übernimmt Reiner Feistel. Petra Mollérus wird als Ausstattungsleiterin engagiert. Als Chefdramaturg kommt Dr. Christian Katzschmann an das Theater Ulm.

Theater Ulm / Jasper Brandis © Caroline Drechsler

Theater Ulm / Jasper Brandis © Caroline Drechsler

Jasper Brandis wurde 1971 in New York-City geboren und studierte zunächst Jura in Hamburg. Nach seinem ersten juristischen Staatsexamen folgte ein dreijähriges Engagement als Regieassistent am Deutschen Schauspielhaus.

Seit Ende 1999 ist Jasper Brandis als freier Regisseur tätig. Engagements führten ihn unter anderem an das Badische Staatstheater Karlsruhe, das Deutsche Nationaltheater Weimar, das Oldenburgische Staatstheater, das Deutsche Theater in Göttingen sowie an die Theater Heidelberg und Pforzheim.

 

Theater Ulm / Reiner Feistel © Wolfgang Mayer

Theater Ulm / Reiner Feistel © Wolfgang Mayer

Reiner Feistel studierte an der Fachhochschule für Tanz in Leipzig. Nach dem Studienabschluss wurde er an die Staatsoper Dresden engagiert und übernahm ab 1984 an der Semperoper als Solotänzer zahlreiche Haupt- und Nebenrollen. 1996 gab er ebenda sein Debüt als Choreograf. 1997 wurde er als Ballettdirektor an die Landesbühnen Sachsen berufen.

Feistels künstlerisches Wirken dort wurde 2008 mit dem Kunstpreis der Großen Kreisstadt Radebeul gewürdigt. 2013/2014 kam er als Chefchoreograf und Künstlerischer Leiter zum Ballett Chemnitz. Für den ersten Teil des Ballettabends „Gesichter der Großstadt“ wurde Feistel mit dem Sächsischen Tanzpreis 2017 ausgezeichnet.

Theater Ulm / Petra Mollérus © Carolin Meyer

Theater Ulm / Petra Mollérus © Carolin Meyer

Petra Mollérus wurde 1965 in Meersburg am Bodensee geboren. Nach Studium und Assistenzzeit bei dem Bühnenbildner Domi Hahn wurde sie 1991 ans Theater Lüneburg engagiert. Danach folgten Engagements am Landestheater Coburg, Landestheater Schwaben Memmingen und am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg.

Gastverpflichtungen als Kostüm- und Bühnenbildnerin führten sie zudem an die Städtischen Bühnen Chemnitz, das Stadttheater Bremerhaven, die Städtischen Bühnen Nürnberg, das Theater Hagen und das Theater Regensburg. Seit der Spielzeit 2005/2006 ist sie Ausstattungsleiterin am Landestheater Detmold.

Theater Ulm /Christian Katzschmann © Carolin Meyer

Theater Ulm /Christian Katzschmann © Carolin Meyer

Dr. Christian Katzschmann wurde 1968 in Jena geboren. Nach einer Ausbildung zum Buchhändler studierte er zunächst von 1990 bis 1996 Kunstgeschichte und Germanistik und promovierte danach an der Philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin. Nach einem ersten Engagement am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg ist er seit der Spielzeit 2005/2006  Chefdramaturg am Landestheater Detmold.

Wie bereits mitgeteilt wurde, wird Timo Handschuh auch unter der Intendanz Kay Metzgers Generalmusikdirektor am Theater Ulm bleiben.

In wichtigen Bereichen des Hauses und des Ensembles setzt Kay Metzger auf Kontinuität. Insgesamt wurden im Zuge des Intendantenwechsels 18 Verträge nicht verlängert. Damit bleiben dem Ulmer Publikum viele vertraute Ensemblemitglieder erhalten. PMThUlm

 

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