Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Der Prinz von Homburg – Hans Werner Henze, 17.03.2019

Februar 19, 2019  
Veröffentlicht unter Oper, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Der Prinz von Homburg  –  Oper von Hans Werner Henze

 Nach Heinrich von Kleist, für Musik eingerichtet von Ingeborg Bachmann

Sonntag, 17. März 2019, 18 Uhr, Weitere Vorstellungen : 20. / 22. / 29. März 2019
06. April 2019, 04. Mai 2019

Wovon träumst Du?
Cornelius Meister dirigiert Hans Werner Henzes Der Prinz von Homburg in der Regie von Stephan Kimmig zum Auftakt des Frühjahrsfestivals an der Staatsoper Stuttgart

Hans Werner Henzes Der Prinz von Homburg feiert am Sonntag, 17. März 2019, um 18 Uhr Premiere im Stuttgarter Opernhaus. Mit der Stuttgarter Erstaufführung dieses Werks knüpft die Staatsoper Stuttgart an die große Henze-Tradition des Hauses an. Die Oper Der Prinz von Homburg basiert auf Heinrich von Kleists Drama über den Konflikt des träumenden Menschen mit der auf Gehorsam zielenden staatlichen Ordnung. Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert Henzes revidierte Fassung aus dem Jahr 1991. Der aus Stuttgart stammende Regisseur Stephan Kimmig, derzeit Hausregisseur am Deutschen Theater in Berlin, wird nach zahlreichen Arbeiten im benachbarten Schauspielhaus bei dieser Premiere zum ersten Mal an der Staatsoper Stuttgart inszenieren.

In ihrer Interpretation von Kleists Drama entwarfen Hans Werner Henze und seine Librettistin Ingeborg Bachmann 1958/59 die Idealversion einer offenen und sich reflektierenden Gesellschaft, die für den Regisseur nichts an Dringlichkeit eingebüßt hat: „Ingeborg Bachmanns Libretto ist der Traum eines Gegenentwurfs zur verknöcherten Realität: der Traum von einem freigeistigen Brandenburg, in dem Gerechtigkeit lebbar wird und wo Freimut kein Wagnis mehr ist, einem Brandenburg, in dem der Staat Zweifel und Widerstand seiner Macht gegenüber nicht nur duldet, sondern legitimiert, ja, sich wünscht.“

In der Titelpartie debütiert Robin Adams. Der britische Bariton ist regelmäßiger Gast an den Opernhäusern in Buenos Aires, Barcelona, Basel, Leipzig, Frankfurt und dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. 2011 debütierte er an der Mailänder Scala bei der Uraufführung von Luca Francesconis Zweipersonenstück Quartett nach Heiner Müller. Vera-Lotte Böcker singt Prinzessin Natalie von Oranien und gibt damit ihr Rollen- und Hausdebüt in Stuttgart. Ks. Helene Schneiderman, die seit mehr als 30 Jahren dem Stuttgarter Solistenensemble angehört, singt die Kurfürstin.

Die Premiere von Hans Werner Henzes Der Prinz von Homburg ist der Auftakt zum ersten Frühjahrsfestival der Staatsoper Stuttgart vom 17. März bis zum 15. April 2019 unter dem Motto „wirklich wirklich“: Eine Reihe von Gesprächsveranstaltungen, Sinfonie-, Kammer- und Liedkonzerten, eine Lange Nacht der Minimal Music, ein Wirklichkeits-Kongress sowie zahlreiche Repertoire-Vorstellungen widmen sich in diesem Zeitraum den Phänomenen von Wirklichkeitskonstruktionen und Realitätsverschiebungen sowie dem Verhältnis von Kunst und Wirklichkeit. Weitere Höhepunkte des Festivals markieren nach Der Prinz von Homburg auch die Premieren von John Adams‘ Oper Nixon in China in der Regie von Marco Štorman (Premiere am Sonntag, 7. April 2019) sowie Vorstellungen der jüngsten JOiN-Produktion Antigone-Tribunal (Uraufführung am 9. März 2019, Vorstellungen bis 31. März 2019).

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatstheater Stuttgart, Die sieben Todsünden – Seven Heavenly Sins, IOCO Kritik, 16.02.2019

Schauspielhaus Stuttgart, Zuschauerraum © Bjoern Klein

Schauspielhaus Stuttgart, Zuschauerraum © Bjoern Klein

Schauspielhaus Stuttgart

  Die sieben Todsünden – Kurt Weill /  Seven Heavenly Sins – Peaches

Kampf der Geschlechter, der Musik- und Geschmacksrichtungen 

von Peter Schlang

Spartenübergreifende Produktionen haben im größten Dreispartenhaus Europas, den Staatstheatern Stuttgart, eine lange Tradition. Dennoch mussten die Theaterfreunde – und das sind in diesen Fällen (eigentlich) immer Opernfreundinnen und -freunde – 23 lange Jahre warten, bis es am Samstag, dem 2. Februar 2019 unter drei neuen Intendanten wieder zu einer Neu-Inszenierung kam, an der maßgeblich und explizit Vertreter aller drei Sparten, also der Oper, des Balletts und des Schauspiels, beteiligt sind.

Die Staatstheater Stuttgart wuchten in einer Drei-Sparten-Produktion – Die sieben Todsünden von Kurt Weill und Bertolt Brecht – und mehr auf die Bühne

Ausgewählt hatte man dafür das, sieht man von dem dafür benötigten Orchester-Apparat ab, in allen drei Bereichen solistisch wie den Chor- oder das Corps betreffend eher dünn besetzte „Ballett mit Gesang“ Die sieben Todsünden von Kurt Weill und Bertolt Brecht, welches der Choreograf Georges Balanchine bei den zwei deutschen Exilanten für Paris in Auftrag gegeben hatte. Da dieses „ballet chanté“, welches am 7. Juni 1933 am Théâtre des Champs-Élysées in Paris mit Lotte Lenya und Tilly Losch in den Hauptrollen uraufgeführt wurde, jedoch mit nur 35 Minuten Spieldauer selbst für die inzwischen im Stuttgarter Schauspielhaus fast zur Regel gewordenen pausenlosen Kurz-Abende viel zu kurz ist, suchte die für diese Ko-Produktion gewonnene Regisseurin Anna-Sophie Mahler nach Material und Wegen, um aus Brecht-Weills gerade aus Sicht des weiblichen Teils der Gesellschaft noch immer berechtigter Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen einen halbwegs abendfüllenden Theaterabend zu basteln. Fündig wurde sie dabei bei der in den entsprechenden Kreisen zu einer Ikone der Freiheit und des Feminismus gewordenen kanadischen Punk- und Electroclash-Sängerin Peaches, die in ihrem unter dem Topos Seven Heavenly Sins firmierenden Teil der Produktion nicht nur ihre bekannten, teils zwanzig Jahre alten Songs life präsentieren, sondern sich auch sonst intensiv „performen“ und somit auf der Bühne des Schauspielhauses eine maßgebende Rolle einnehmen durfte.

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden - Seven heavenly sins - hier : Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens © Bernhard Weis

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden – Seven heavenly sins – hier : Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens © Bernhard Weis

Als weitere Erweiterung des Originals fügt die Regisseurin der von Brecht-Weill in zwei Teile gespaltenen Anna noch zwei Abspaltungen hinzu, wobei die beiden Ur-Annas der Haupthandlung der sehr präsenten und zu jeder Zeit äußerst intensiv agierenden und bis an ihre Grenzen gehenden Schauspielerin Josephine Köhler und dem nicht minder überzeugenden Halbsolisten und Nachwuchs-Choreografen der Stuttgarter Compagnie, Louis Stiens, anvertraut sind. Letztgenannter zeichnet auch für die Choreografie dieses Abends verantwortlich und wird so zum wichtigsten Akteur des Stuttgarter Balletts in dieser Ko-Produktion.

Als die beiden weiteren Inkorporationen Annas fungieren der bereits erwähnte Stargast Peaches, welche auch die meisten der in Weills Partitur enthaltenen Songs Annas übernimmt, und die mit dieser Produktion aus dem aktiven Tänzerinnendienst scheidende Melinda Witham, die der Stuttgarter Compagnie seit über vier Jahrzehnten angehörte und sich selbst als „eine der letzten Nachkömmlinge Crankos“ bezeichnet. Peaches ergänzt das Brecht’sche Original, das die in der katholischen Morallehre als die sieben Todsünden gebrandmarkten Untugenden Faulheit, Stolz, Zorn, Völlerei, Unzucht, Habsucht und Neid vorstellt, um sieben mit den gleichen Titeln versehene, aber nun eben als „himmlische Sünden“ bezeichnete Eigenschaften, die sich allerdings – entgegen der Verheißung in Titel und Begleit-Leporello – auf eine einzige reduzieren lassen, nämlich die Wollust oder eine uneingeschränkte sexuelle Freizügigkeit. Diese wird dann auch von den vier Anna-Abspaltungen in aller Freiheit und Ausführlichkeit demonstriert, wobei die Regie allerhand zusätzliches Text- sowie Ausstattungsmaterial bemüht und nicht nur die Bühnentechnik des Schauspielhauses gehörig in Bewegung bringt. Dies gilt im ersten Teil des Abends auch für die vier Sänger Elliot Carlton Hines, Christopher Sokolowski (Beides Mitglieder des internationalen Opernstudios), Gergely Németi und Florian Spiess, welche nicht nur die ihre Tochter immer anpeitschenden wie ausnehmenden Eltern Annas und deren zwei Brüder darstellen, sondern auch allerhand Personen verkörpern, denen die „vier Annas“ während ihrer unmoralischen Anschaffungstour für die Familie ausgeliefert sind.

Als Scharnier zwischen diesem mehr oder weniger originalen ersten Teil und dem beschriebenen „Peaches-Intermezzo“ fungiert ein von Josephine Köhler mit viel Verve und allen darstellerischen Raffinessen vorgetragener Monolog der französischen Existenzialistin Virginie Despentes aus deren die Frauen stärkendem und verteidigendem Text „Die King-Kong-Theorie“, dessen ambitioniertes Programm im folgenden Peaches-Teil jedoch leider nicht aufgegriffen wird.

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden - Seven heavenly sins - hier : Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens, Christopher Sokolowski, Gergely Nemeti © Bernhard Weis

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden – Seven heavenly sins – hier : Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens, Christopher Sokolowski, Gergely Nemeti © Bernhard Weis

Interessanter und viel ergreifender gelingt der vierte und abschließende Teil dieses Patchwork-Abends. Hier lässt uns die äußerst realitätsnah und sehr berührend auftretende 64jährige Melinda Witham als gealterte Anna zu den Klängen von Charles Ives‘ „The unanswered question“ nicht nur an ihrem Abschied von der Bühne und damit vom öffentlichen gesellschaftlichen Leben teilhaben, sondern gewährt uns insgesamt anrührende Einblicke in die letzten und entscheidenden Phasen menschlichen Lebens und deren Wertigkeit. Diese Szene wird in Erinnerung bleiben und entschädigt auch für manche Ohren-Pein, welche zumindest dem älteren und  der eher klassischen Theaterkunst anhängenden Teil der Zuschauer an nicht wenigen Stellen des ohne Pause gespielten, neunzigminütigen Abends zugemutet wurde.

Dieser hat durchaus seine Reize und großen Momente, so etwa, wenn die Regisseurin den Lebenswandel Annas, genauer der ersten beiden Ihrer Alter-Egos, als Boxkampf arrangiert und dazu einen echten Boxring mit allem erforderlichen Beiwerk auf die Bühne stellt (Bühne: Katrin Connan, Kostüme Marysol del Castillo und Charlie Le Mindu sowie Courtesy of Peaches Collection) oder diesen nach Weills/Brechts Beitrag mit viel Rauch und Licht in den Bühnenhimmel aufsteigen lässt. Zuvor aber agieren die beiden erwähnten Anna-Darsteller Josephine Köhler und Louis Stiens auf ihm mit sportlichem Fleiß und zeitweise akrobatischer Meisterschaft, während das an drei Seiten um den Boxring platzierte Staatsorchester nicht nur das Publikum des Boxkampfes simuliert, sondern dem ersten Teil des Abends eine jederzeit verlässliche musikalische Basis verleiht. Unter der umsichtigen und souveränen Leitung Stefan Schreibers lassen die Musikerinnen und Musiker alle Nuancen und genre-überschreitenden Anspielungen der Weill‘schen Musik perlend, tänzerisch und mitreißend hörbar werden und verwandeln die Bühne des Stuttgarter Schauspielhauses so musikalisch in ein Tanzlokal oder Varieté der späten Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts, während Peaches in ihrem Teil das Theaterpublikum eher in einen jetzt-zeitlichen, total angesagten Club entführt.

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden - Seven heavenly sins - hier : Josephine Köhler und Peaches © Bernhard Weis

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden – Seven heavenly sins – hier : Josephine Köhler und Peaches © Bernhard Weis

Dem Staatsorchester, vor allem seinen Disponenten und sonstigen Verantwortlichen muss man für diesen Abend aber noch ein weiteres großes Lob aussprechen, leisten doch seine Mitglieder nicht nur bei der dieser Besprechung zu Grunde liegenden ersten Repertoire-Aufführung der Sieben Todsünden im Schauspielhaus ihren Dienst. Im Opernhaus ging vielmehr zur selben Zeit eine Aufführung von Puccinis Madame Butterfly über die Bühne, und am Premierenabend war dort Cherubinis Medea gezeigt worden. Zwei Opern in nicht gerade kleiner Orchester-Besetzung zur gleichen Zeit – das verlangt nach größtem Respekt und zeugt von der großen organisatorischen wie personellen und musikalischen Substanz der Stuttgarter Staatsoper!

Dramaturgisch-theatralisch hinterließ diese, die Sparten vereinende Produktion wie schon angedeutet beim Berichterstatter einen zwiespältigen Eindruck. Zum einen bietet sie in etlichen Momenten durchaus gute Unterhaltung, zeugt von dem enormen technischen wie qualitativen Potential der drei Abteilungen der Stuttgarter Staatstheater und belegt darüber hinaus das hohe Niveau, auf dem hier für ein breites Publikum Theater gemacht werden kann. Andererseits hinterlässt die Aufführung beim kritischen Besucher doch einige Zweifel, ob man sie als ernsthaften Einwurf in der Me-Too-Debatte und als mutigen Beitrag zur Einforderung von Respekt für und vor Frauen oder gar zu deren Emanzipation betrachten kann.

So wird die im Programm-Leporello formulierte Ankündigung, die Inszenierung wolle Antworten auf die Frage geben, „wie man (als Frau?) raus aus der systematischen Gewalt und den strukturellen Zwängen komme“, ja überhaupt die „großen Fragen nach der Möglichkeit von individueller Freiheit und den Bedingungen für ein selbstbestimmtes Leben stellen“, an kaum einer Stelle umgesetzt. Wenigstens in Teilen wird dagegen ein anderes, im Programm gegebenes Versprechen eingelöst, nämlich, dass man (als Zuschauer/in) an diesem Abend „eine gute Zeit haben“ werde. Doch dies ist für ein solches Projekt und den dafür betriebenen immensen Aufwand dann doch etwas wenig, denn sowohl die Inszenierung des Brecht-Teils als auch das Arrangement der Peaches-Songs zur gleichnamigen Show bieten bestenfalls gehobenes Varieté- oder Revue-Niveau, bleiben aber leider eine tragfähige inhaltliche oder gar gesellschaftspolitische Aussage schuldig.

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden - Seven heavenly sins - hier : Josephine Köhler und Peaches. Louis Stiens © Bernhard Weis

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden – Seven heavenly sins – hier : Josephine Köhler und Peaches. Louis Stiens © Bernhard Weis

Wenn man sich allerdings das volle Haus bei den beiden ersten Aufführungen und den offenkundig bestens laufenden Vorverkauf für die kommenden Vorstellungen anschaut, dürfte dieses Defizit das Publikum keineswegs vom Weg ins Stuttgarter Schauspielhaus abhalten, sondern diesem vielmehr auch weiter ausverkaufte Abende und zudem eine Zielgruppe als Besucher bescheren, die man sonst in den Vorstellungen der Stuttgarter Staatstheater meist vergeblich sucht. Denn wann hat der Rezensent schon einmal die Begeisterung der neben ihm sitzenden jüngeren Frauen an deren Jauchzen und den von ihnen mitgesungenen Songs sowie sogar über den Boden spüren können, den das Trappeln der Füße eines begeisterten Teils des Publikums zum Beben brachte, dem man sonst eher in den Discos und Clubs der baden-württembergischen Landeshauptstadt begegnen dürfte?

So kann man diese neue Ko-Produktion der drei Stuttgarter Staatstheater-Sparten auch als äußerst gelungenen Marketing-Gag sehen, was angesichts eines sonst eher grauhaarigen Publikums in den „normalen“ Vorstellungen – zumindest von Schauspiel und Oper – keineswegs kleinzureden oder gar zu verurteilen ist.

Die sieben Todsünden von Kurt Weill / Bertolt Brecht im Schauspielhaus Stuttgart; weitere Vorstellungen am 17. und 25. 02. sowie am 02., 10., 23. und 30.03. 2019

—| IOCO Kritik Schauspielhaus Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Hoffmanns Erzählungen – Jacques Offenbach, 30.01.2019

Januar 28, 2019  
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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

LES CONTES D’HOFFMANN
Hoffmanns Erzählungen
von Jacques Offenbach

Wiederaufnahme  ab 30. Januar 2019

„Wollt Ihr die Geschichte meiner Liebschaften hören?“ – Mit diesen Worten beginnt Hoffmann seine Erzählungen in Jacques Offenbachs Oper Les Contes d’Hoffmann. Darin liebt der Protagonist drei Frauen, die unterschiedlicher und wundersamer nicht sein könnten … Christoph Marthalers Produktion lässt E.T.A. Hoffmanns fast surreal anmutendenen Szenerien wieder zum Leben erwachen und inzeniert damit den Einbruch des Phantastischen in den Alltag.

Von Jacques Offenbach heißt es, er habe auf Soiréen gern nur mit einem Pelzmantel bekleidet Cello gespielt. Ob das wahr ist oder nur gut erfunden, ist nicht ganz klar. Es könnte aber durchaus ein Einfall E.T.A. Hoffmanns sein, in dessen surrealen Szenerien es immer wieder um den Einbruch des Phantastischen als Spiegel des Irrsinns im Alltag ging. „Ich denke mir mein Ich durch ein Vervielfältigungsglas – alle Gestalten, die sich um mich herumbewegen, sind Ichs, und ich ärgere mich über ihr Tun und Lassen“, gestand E.T.A. Hoffmann. Der gefeierte lyrische Tenor Atalla Ayan debütiert als Hoffmann unter dem Dirigat von Marc Piollet. Olga Busuioc und Lisa Mostin verkörpern die drei obskuren Objekte der Begierde.

Koproduktion der Oper Stuttgart und des Teatro Real Madrid

Uraufführung  : 1881 in Paris

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Pique Dame – Peter Tschaikowski, 06.01.2019

Januar 2, 2019  
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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Pique Dame – Peter Tschaikowski

– Rasend durch Sankt Petersburg –

Tschaikowskis Pique Dame steht ab dem 6. Januar 2019 wieder auf dem Spielplan der Staatsoper Stuttgart, Oksana Lyniv dirigiert.

 IOCO-Rezension von Peter Schlang zu dieser Inszenierung aus 7_2017 – HIER!

Am Sonntag, 06. Januar 2019 kehrt Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Meisterwerk Pique Dame in der packenden Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito und in der Ausstattung von Anna Viebrock auf die Stuttgarter Opernbühne zurück. Oksana Lyniv, seit 2017 Chefdirigentin an der Oper Graz, gastiert erstmals am Pult des Staatsorchesters.

Pique Dame   –  Peter Tschaikowski
Youtube Trailer der Staatsoper Stuttgart
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Die norwegische Sopranistin Lise Davidsen gibt als Lisa ihr Rollen- und Hausdebüt. In der laufenden Spielzeit wird sie unter anderem als Elisabeth in Wagners Tannhäuser am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen Staatsoper und bei den Bayreuther Festspielen gastieren. Als German kehrt Erin Caves an die Staatsoper Stuttgart zurück. Neben dieser Partie sang er hier zuletzt Tristan in Wagners Tristan und Isolde und Don José in Bizets Carmen. Kammersängerin Helene Schneiderman aus dem Solistenensemble der Staatsoper Stuttgart ist erneut in der Rolle der geheimnisvollen Gräfin zu erleben, für deren Interpretation sie 2017 bei der Premiere vom Stuttgarter Publikum und der Kritik gleichermaßen gefeiert wurde.

Pique Dame:  Vorstellungen  06. / 09. / 12. / 18. / 25. Januar 2019

Musikalische Leitung Oksana Lyniv, Regie und Dramaturgie Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne und Kostüme Anna Viebrock, Licht Reinhard Traub, Chor und Kinderchor Manuel Pujol

MIT:  German Erin Caves, Tomski Gevorg Hakobyan, Jeletzki Petr Sokolov, Tschekalinski Torsten Hofmann, Surin Michael Nagl / David Steffens, Tschaplitzki Christopher Sokolowski, Narumov Jasper Leever, Gräfin Helene Schneiderman, Lisa Lise Davidsen, Polina Stine Marie Fischer, Gouvernante Anna Buslidze, Mascha Carina Schmieger

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

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