Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, LA CLEMENZA DI TITO – W. A. Mozart, 04.05.2019

oldenburg_logo

Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

LA CLEMENZA DI TITO – Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto Caterino Mazzolà, nach Pietro Metastasio

Premiere: Samstag, 04. Mai 2019 19.30 Uhr  weitere Vorstellungen: Mi 08. Mai, Di 21. Mai, So 26. Mai (18 Uhr), Sa 08. Juni, Mi 19. Juni, Sa 06. Juli 2019 (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)

Als ehrgeiziger Machtmensch hat sich Tito Vespasiano strategisch und rücksichtslos den Weg zum Thron gebahnt. Als Kaiser lenkt er nun die Geschicke des Staates mit Souveränität und Menschlichkeit. Als sich jedoch nach einem erfolgreich niedergeschlagenen Volksaufstand ausgerechnet sein Freund Sesto als dessen Hauptschuldiger entpuppt, geraten die moralischen Pflichten des Herrschers und seine persönlichen Gefühle in einen nahezu unlösbaren Konflikt.

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg, vor dem Festspielhaus © IOCO / Zimmermann

Als Auftragswerk zur Krönung Leopolds II. zum König von Böhmen entstanden, sollte Mozarts letzte Oper La clemenza di Tito das Idealbild eines Herrschers auf die Bühne bringen. Zwar kehrt der Komponist hierbei nach seinen revolutionär modernen Da-Ponte-Opern zur vergleichsweise alten Form der Opera seria zurück, doch füllt er diese nicht zuletzt durch eine überaus vielschichte Zeichnung der Charaktere mit neuen Inhalten. So erscheint Tito hier nicht mehr – wie in den zahlreichen vorangegangenen Vertonungen des beliebten Librettos von Pietro Metastasio – als typenhaft idealisierter Herrscher, sondern als Mensch, der mit all seinen inneren Schwächen um ein moralisch einwandfreies Verhalten ringt. Ihm gegenüber steht Sesto, der sich aus Liebe zu Vitella für deren Rachepläne instrumentalisieren lässt, trotz heftigster Skrupel den Verrat am besten Freund begeht und am Ende doch zutiefst bereut. Und auch Vitellias durch und durch niederträchtiges Verhalten ist glaubwürdig motiviert, fühlt sie sich durch Titos Zurückweisung doch als Frau zutiefst verletzt und gleichzeitig dazu getrieben, ihre ehrgeizigen Pläne noch rücksichtsloser zu verfolgen. Am Ende stehen Reue und Vergebung und mit ihnen die überaus aktuelle Frage, was wahrhaft menschliches Verhalten wirklich ausmacht.

Nach seiner erfolgreichen Inszenierung von Händels Agrippina wendet sich Laurence Dale mit La clemenza di Tito einem weiteren spannenden Kapitel der römischen Antike zu.

Musikalische Leitung: GMD Hendrik Vestmann; Regie: Laurence Dale; Bühne: Matthias Kronfuss; Kostüme: Gabriella Ingram; Choreinstudierung: Markus Popp

Mit: Erica Back, Martyna Cymerman, Ann-Beth Solvang, Narine Yeghiyan; Philipp Kapeller, Ill-Hoon Choung, Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere ROMEO UND JULIA – Shakespeare, 02.03.2019

oldenburg_logo

Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

ROMEO UND JULIA – William Shakespeare

Premiere: Samstag, 02. März 2019, 19:30 Uhr,  weitere Vorstellungen: Do 07. März, So 10. März (18 Uhr), So 24. März (15 Uhr), Weitere Termine bis Juni 2019

Zwei Familien, beide in identitätswütender Selbstbehauptung gefangen, führen Krieg gegeneinander. Seit langer Zeit schon sind die Meinungen übereinander festgeschrieben. Die Capulets und die Montagues erzählen stetig dieselbe Geschichte fort. Doch Skandal!

Die Statue der Julia in Verona © IOCO

Die Statue der Julia in Verona © IOCO

Die junge Generation bricht nicht nur mit dieser alten Tradition und schert sich nicht um hart erarbeitete Feindbilder: Romeo Montague und Julia Capulet haben sich verliebt! Ausgerechnet in dieser undenkbaren Entgleisung sieht der Mönch Lorenzo ein Mittel, den Familienkrieg endlich zu befrieden. Doch Shakespeare wäre nicht Shakespeare und diese berühmteste Liebesgeschichte aller Zeiten hätte nichts mit unserem Leben zu tun, wenn das so einfach wäre. Zunächst einmal gilt es, ein Meer von Feindseligkeit, Missverständnissen, Racheschwüren, Mord, Verbannung und Selbstentleibung zu überwinden. Romeo und Julia ist die Geschichte zweier junger Menschen, die sich übermächtigen Konventionen entgegenstellen und dafür zahlen. Denn Intrige, Gift sowie Hieb- und Stichwaffen sind in unserer Welt die Mittel zur Linderung unserer Leidenschaften. Blut kühlt unseren Hass. Shakespeare erzählt voller Lebenserfahrung, luzider Weisheit und manchmal auch entrückt, wie nicht von dieser Welt, vom Menschen. So drastisch wie poetisch in der Sprache führt er uns unsere Kämpfe vor Augen und lässt uns danach fragen, wofür es sich zu leben lohnt. Das Team um Regisseur Karsten Dahlem, das schon Die Leiden des jungen Werther und Michael Kohlhaas heutig und zeitlos auf die Bühne brachte, wird Shakespeares lebenssatten Kosmos bildstark und musikalisch in Szene setzen. Diesmal auf ganz großer Bühne.

Regie: Karten Dahlem; Bühne/Kostüme: Inga Timm / Franziska Sauer; Komposition und Musikalische Leitung: Hajo Wiesemann

Mit: Kerstin Druivenga-Kreitsmann / Carolin von Ahrenschild, Agnes Kammerer, Nientje C. Schwabe, Katharina Shakina; Gerrit Frers, Rajko Geith, Klaas Schramm, Johannes Lange, KS Thomas Lichtenstein, Raphael Matz / Jonathan Schwanke, Jens Ochlast, Alexander Prince Osei; Band: Christoph König, Philipp Zdebel, Domonkos Barna, Hannah Craib, Vyara Mladenova

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere Comédie-ballet – Les Paladins, 16.02.2019

oldenburg_logo

Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Les Paladins
Comédie-ballet in drei Akten von Jean-Philippe Rameau

Libretto von Jean-François Duplat de Monticourt
in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Sa 16. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus

Einführung: 19 Uhr
Soiree Di 12. Februar, 18.15 Uhr, Foyer und Großes Haus
Die nächsten Vorstellungen: Di 19. Februar, Do 14. März, Do 23. Mai, Di 28. Mai, Fr 31. Mai, Do 06. Juni, So 23. Juni (18 Uhr), Mi 26. Juni

Musikalische Leitung: Alexis Kossenko/Felix Pätzold, Regie: François de Carpentries, Choreografie: Antoine Jully, Bühne/Kostüme: Karine Van Hercke, Einstudierung Chor: Felix Pätzold, Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg — mit: Martyna Cymerman, Sooyeon Lee; Ill-Hoon Choung, Stephen K. Foster/Tomasz Wija, Philipp Kapeller; BallettCompagnie Oldenburg, Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

Ab dem 16. Februar zeigen die französischen Palastritter auf der Oldenburger Opernbühne, dass auch für eine bessere Welt streitende Helden manchmal mit ganz persönlichen Liebesproblemen zu kämpfen haben; so wie der Paladin Atis, der seine geliebte Argie aus den Fängen ihres nur bedingt sympathischen Vormunds Anselme befreien möchte. Der jedoch will sein Mündel lieber tot als in den Armen eines anderen sehen und greift entschlossen zu den Waffen. Am Ende kann nur noch Zauberei das Liebesglück retten …

Die 1760 in Paris uraufgeführte turbulente Comédie-ballet nach einer Erzählung von La Fontaine mutet stilistisch wie ein Kaleidoskop aus den verschiedensten Gattungen an. Das ist einer der Gründe, warum die selten gespielte „Ballett-Komödie“ heute als Rameaus spannendstes Bühnenwerk gilt: „Nichts im 18. Jahrhundert ist schwieriger als Rameau und nichts ist komplexer als ‚Les Paladins‘“, schwärmt der französische Dirigent und Barockspezialist Alexis Kossenko, der die Entstehung der Produktion intensiv musikalisch begleitet. Mit seinem großen musikalischen Reichtum verlässt Rameaus Spätwerk deutlich den Bereich barocker Galanterie. Stattdessen zeigt es sich von ebenso vielschichtiger wie kurzweiliger Expressivität, in der komische Passagen und tiefe Emotionalität eng miteinander verbunden sind.

Die Oldenburger Produktion von ‚Les Paladins‘ galt schon im Vorfeld als so vielversprechend, dass das führende französische Barockmusik-Institut, das Centre de musique baroque de Versailles, sie nicht nur finanziell förderte, sondern auch Knowhow beisteuerte:

Dazu gehört die druckfrische wissenschaftliche Neuedition des Werkes und ein Gesangscoach in Gestalt des künstlerischen Leiters Benoît Dratwicki, der die Sänger*innen des Oldenburger Ensembles auf die besonderen Herausforderungen des französischen Barockgesangs vorbereitete. Derart gewappnet stellt sich das Oldenburgische Staatstheater dem ritterlichen Kampf um Glück und Liebe nur zu gerne …

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere LUCIA DI LAMMERMOOR, 08.12.2018

oldenburg_logo

Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

LUCIA DI LAMMERMOOR – Gaetano Donizetti

Libretto von Salvatore Cammarano | nach dem Roman The Bride of Lammermoor von Sir Walter Scott

Premiere: Samstag, 08. Dezember 2018 19:30 Uhr, weitere Vorstellungen: Mi 12., Fr 14., Di 18., Mi 26. Dezember 2018

Nicht zuletzt dank der kongenialen Zusammenarbeit Donizettis mit seinem Librettisten Salvatore Cammarano geriet die Uraufführung von Lucia di Lammermoor im Jahre 1835 zu einem der größten Erfolge des Komponisten. Es entstand ein Werk, das sich voll und ganz der Virtuosität des Belcanto verpflichtet fühlt und die Stimmen in wahrhaft himmlische Sphären führt, den hochromantischen Stoff gleichzeitig aber auch in ein berührendes Seelendrama der Titelfigur verwandelt und das düstere Macht- und Intrigenspiel im Schottland des 16. Jahrhunderts packend auf die Bühne bringt: Lucia, die aus familienpolitischen Gründen Lord Arturo Bucklaw heiraten soll, liebt den Sohn einer verfeindeten Adelsfamilie, Edgardo di Ravenswood. Ihr Bruder, Lord Enrico Ashton, scheut kein Mittel, diese Liebe zu zerstören. Er gaukelt Lucia die Untreue Edgardos vor und zwingt sie so zur Heirat. Lucia zerbricht an dieser Grausamkeit: Noch in der Hochzeitsnacht ersticht sie im Wahn ihren Ehemann.

Oldenburgisches Staatstheater / Lucia di Lammermoor hier _ Sooyeon Lee © Stephan Walzl

Oldenburgisches Staatstheater / Lucia di Lammermoor hier : Sooyeon Lee © Stephan Walzl

„Il dolce suono mi colpì di sua voce! …“ – „Der süße Klang seiner Stimme traf mich! …“ – Wenn Lucia mit diesen Worten, vor enttäuschter Liebe wahnsinnig geworden, blutbesudelt vor die Festgesellschaft taumelt, wird sich wohl auch der Macht ihrer Stimme niemand entziehen können … Donizettis Lucia di Lammermoor, die bereits das neapolitanische Uraufführungspublikum zu Begeisterungsstürmen hinriss und Primadonnen wie Maria Callas und Joan Sutherland zu legendären Auftritten verhalf, zählt auch heute noch zu den Sternstunden der Belcanto-Oper. Mit Sooyeon Lee aus dem Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters wird eine vielfach preisgekrönte Sängerin in der Titelrolle zu erleben sein, die u. a. als Preisträgerin des ARD-Wettbewerbs und Finalistin der Queen Elisabeth Competition auf sich aufmerksam machte und das Oldenburger Publikum bereits als Marie (‚La Fille du régiement‘), Konstanze (‚Die Entführung aus dem Serail‘) und Gilda (‚Rigoletto‘) begeisterte.

Für den international renommierten Regisseur und erklärten Donizetti-Fan Stephen Lawless ist nach Anna Bolena im April in Toronto und ‚Roberto Devereux‘ im September in San Francisco die Oldenburger ‚Lucia di Lammermoor‘-Inszenierung bereits seine dritte Donizetti-Arbeit in diesem Jahr.

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro; Regie: Stephen Lawless; Bühne: Benoît Dugardyn, Lionel Lesire; Kostüme: Susan Willmington; Choreografie: Lynne Hockney; Einstudierung Chor: Markus Popp

Mit: Daniel Moon / Kihun Yoon: Lord Enrico Ashton, Sooyeon Lee: Lucia, Jason Kim: Sir Edgardo di Ravenswood, Philipp Kapeller: Lord Arturo Bucklaw, Ill-Hoon Choung / Tomasz Wija: Raimondo Bidebent, Hagar Sharvit / Ann-Beth Solvang / Erica Back: Alisa, Timo Schabel: Normanno; Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters, Oldenburgisches Staatsorchester

—| Pressemeldung Oldenburgisches Staatstheater |—

Nächste Seite »