München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Liederabend Das kommt mir Spanisch vor, 27.01.2019


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Liederabend »Das kommt mir Spanisch vor!«
Ein echt spanischer Lieder-Nachmittag
mit Elaine Ortiz Arandes, Juan Carlos Falcón, Ekaterina Tarnopolskaja

27. Januar um 15.00 Uhr im Orchesterprobensaal

die Bayerische Kammersängerin Elaine Ortiz Arandes und der Tenor Juan Carlos Falcón, begleitet von der Pianistin Ekaterina Tarnopolskaja, präsentieren am 27. Januar im Rahmen der Liederabend-Reihe des Gärtnerplatztheaters im Orchesterprobensaal einen »echt spanischen Lieder-Nachmittag« unter dem Titel »Das kommt mir Spanisch vor!«. Solist/innen und Pianist/innen aus dem Ensemble des Gärtnerplatztheaters stellen sich in dieser Saison im intimen Rahmen des Orchesterprobensaals, des Foyers und des Salon Pitzelberger mit eigener Programmauswahl vor.

Staatstheater am Gärtnerplatz / Elaine Ortiz Arandes © Robert Brembeck

Staatstheater am Gärtnerplatz / Elaine Ortiz Arandes © Robert Brembeck

Unverständlich? Seltsam? Als Redewendung bedeutet »Das kommt mir Spanisch vor« genau das. Entstanden ist der Spruch, als der spanische König Karl V. nach seiner Krönung zum deutschen Kaiser hierzulande die spanische Sprache zur Verkehrssprache erhob und das spanische Hofzeremoniell einführte. Ungewöhnliche Sitten, die bis dahin unbekannt waren und den Leuten einfach »spanisch« vorkamen. Als Konzerttitel verspricht der Satz dagegen jede Menge Lieder, Duette und Klavierstücke aus dem spanischsprechenden Teil der Welt von Komponisten wie Manuel de Falla, Carlos Guastavino, Carlos Gardél, Joaquín Rodrigo oder Manuel Penella – dargeboten von zwei waschechten Muttersprachlern: Elaine Ortiz Arandes (geboren in Puerto Rico) und Juan Carlos Falcón (geboren auf Mallorca) mit Ekaterina Tarnopolskaja am Klavier! Wenn das mal nicht echt »Spanisch« wird …!

Staatstheater am Gärtnerplatz / Juan Carlos Falcon © Joan Vila

Staatstheater am Gärtnerplatz / Juan Carlos Falcon © Joan Vila

—| Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz |—

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, NEUJAHRSKONZERT, 01.01.2019


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

NEUJAHRSKONZERT
»Buon anno a Venezia«
1. Januar 2019 um 18.00 Uhr

Chefdirigent Anthony Bramall lädt am 1. Januar zum diesjährigen NEUJAHRSKONZERT unter dem Titel »Buon anno a Venezia« – »Frohes neues Jahr in Venedig« erneut zu einem heiteren Crossover-Programm ins Gärtnerplatztheater ein. Die Solist/innen Jennifer O’Loughlin, Susanne Seimel, Ilia Staple, Matija Mei?, Gyula Rab, Alexandros Tsilogiannis, Erwin Windegger und das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz präsentieren bekannte Melodien und Raritäten aus zweihundert Jahren Musikgeschichte, u. a. von Strawinski, Rossini, Monteverdi, Vivaldi, Strauss, Mahler und Offenbach.

Staatstheater am Gärtnerplatz / Neujahrskonzert 2018 © Christian POGO Zach

Staatstheater am Gärtnerplatz / Neujahrskonzert 2018 © Christian POGO Zach

Musikalische Leitung und Moderation   Anthony Bramall
Dirigenten   Anthony Bramall, Kiril Stankow

Jennifer O’Loughlin, Susanne Seimel, Ilia Staple, Matija Mei?, Gyula Rab, Alexandros Tsilogiannis, Erwin Windegger

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Programm

Igor Strawinski    Prelude zu »Rake’s Progress«
Gioachino Rossini    Ouvertüre zu »Semiramide«
Claudio Monteverdi    Duett »Pur ti miro, pur ti godo« aus »L?Incoronazione di Poppea«
Antonio Vivaldi    Auszug aus »Die vier Jahreszeiten«
Giuseppe Verdi    Arie »Ella mi fu rapita« aus »Rigoletto«
Arthur Sullivan    »From the Sunny Spanish Shore« und »In Enterprise of Martial Kind« aus »The Gondoliers«
Giuseppe Verdi    Ouvertüre und Arie »Sempre libera« aus »La traviata«
Johann Strauss    Ouvertüre zu »Nacht in Venedig«
John Barry    aus dem »James Bond« Soundtrack: Titelsong »From Russia with Love«
Amilcare Ponchielli    »Tanz der Stunden« und »Cielo e mar« aus »La Gioconda«
Igor Strawinski    »No word from« aus »Rake’s Progress«
Gustav Mahler    5. Sinfonie, Adagietto
Jacques Offenbach    Diamanten-Arie und »Barcarole« aus »Hoffmanns Erzählungen«
Giuseppe Verdi    »Libiamo« aus »La traviata«

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München, Staatstheater am Gärtnerplatz, 500. Vorstellung HÄNSEL UND GRETEL, 12.12.2018


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

500. Vorstellung HÄNSEL UND GRETEL
12. Dezember um 10.30 Uhr
Märchenoper
Musik von Engelbert Humperdinck
Dichtung von Adelheid Wette
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

am 12. Dezember, fast auf den Tag genau 44 Jahre nach der ersten Vorstellung (Premiere am 14. Dezember 1974), feiert das Gärtnerplatztheater die 500. Vorstellung von Engelbert Humperdincks Märchenoper HÄNSEL UND GRETEL in der beliebten Inszenierung von Peter Kertz. Der Regisseur wird anwesend sein.

Gärtnerplatztheater / Hänsel und Gretel - Valentina Stadler (Hänsel), Sophie Mitterhuber (Gretel) © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater / Hänsel und Gretel – Valentina Stadler (Hänsel), Sophie Mitterhuber (Gretel) © Christian POGO Zach

Generationen von Münchnerinnen und Münchner haben hier ihren ersten Theaterabend erlebt. In einer Inszenierung, die ihren Charme und ihre Faszination über all die Jahre erhalten hat. Unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall erleben Sie in den Titelrollen Valentina Stadler als Hänsel und Sophie Mitterhuber in der Rolle der Gretel. Mathias Hausmann verkörpert Peter, Kammersängerin Elaine Ortiz Arandes Gertrud und die Knusperhexe wird von Juan Carlos Falcón dargeboten. Mit dem Orchester und Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz.

Anlässlich des Jubiläums wird im Anschluss an die Vorstellung um ca. 12.40 Uhr eine kleine Überraschung an die Schüler/innen verteilt.
Musikalische Leitung   Anthony Bramall
Regie   nach Peter Kertz
Bühne / Kostüme   Herrmann Soherr
Licht   Jakob Bogensperger

Peter   Mathias Hausmann / Matija Mei?
Gertrud   Ann-Katrin Naidu / Elaine Ortiz Arandes
Hänsel   Anna-Katharina Tonauer / Valentina Stadler
Gretel   Sophie Mitterhuber / Mária Celeng
Knusperhexe   Juan Carlos Falcón / Maximilian Mayer
Sandmännchen   Valentina Stadler / Anna-Katharina Tonauer
Taumännchen   Ilia Staple / Jasmina Sakr / Frances Lucey

Kinderchor und Statisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

500. Vorstellung am 12. Dezember um 10.30 Uhr
Weitere Vorstellungen
November 28 / 29
Dezember 6 / 7 / 11 / 23 / 25
Januar 2

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München, Theater am Gärtnerplatz, Ballett – La Strada – Marco Goecke, IOCO Kritik, 25.09.2018

September 27, 2018  
Veröffentlicht unter Ballett, Kritiken, Staatstheater am Gärtnerplatz


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater © Christian POGO Zach

  La Strada – Ballett von Marco Goecke

Von Daniela Zimmermann

Das Gärtnerplatztheater bringt La Strada als Ballett-Uraufführung nach dem berühmten Film von Frederico Fellini aus 1954 und der von Trompetenlyrik zirkushaft dominierten, sinfonischen Filmmusik von Níno Rota. La Strada wurde von Marco Goecke, dem langjährigem Stuttgarter Haus-Choreograph neu geschaffen. Goecke wird 2019 neuer Ballettdirektor der Staatsoper Hannover; er folgte dem Ruf seiner ehemaligen Stuttgarter Kollegin, der Amerikanerin Laura Berman (57), welche 2019 zur neuen Intendantin der Staatsoper Hannover bestellt wurde.

La Strada – Ballett von Marco Goecke
Youtube Trailer Gärtnerplatztheater
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La Strada, eine Dreiecksgeschichte. Zampano ist ein grobschlächtiger Markt – Darsteller, welcher dort eine um seine Brust befestigte Kette sprengt. Die einfältige Gelsomina ist dabei eine unterwürfige Helferin. Doch dann lernt Gelsomina im Zirkus den humorvoll clownesken Seiltänzer Matto (Javier Ubell) kennen; die von Unterdrückung geprägte Beziehung von Gesomina und Zampano ist aus der schwachen Balance geworfen. Das Treiben von Gelsomina und Matto in der bunten Zirkuswelt, in welche sie immer wieder eintauchen und für sich sind berührt. Schön anzusehen, die von Gelsomina sanft und schüchtern verkörperten Emotionen. Auch die präzise und eindrucksvolle Leistung des Ensembles, die quirligen Bewegungen , das  schnelle Tempo der Schritte, die akrobatischen Einlagen, die Hektik der Armbewegungen und das alles 80 Minuten lang ohne Pause, war bewundernswert. Das Bewegungsrepertoire war etwas begrenzt und gab oft der oft doch  einfachen Handlung nur wenig Ausdruck. Getrieben von Hass und Eifersucht wird Matto von  Zampano erschlagen; Gelsomine tanzt in ihren Tod; Zampano, nun allein, ergraut und schwach bricht schluchzend zusammen: bisherige Mannesbrutalität endet, wie im wahren Leben, einmal mehr in fadem Selbstmitleid.

La Strada ist Ein Männerstück über Kraft, Gewalt oder die Unfähigkeit, Gefühlen nach zu gehen. Brutale, raue Kerle lassen tanzend die Muskeln spielen, allen voran Zampano, der muskelbepackte Kettenbrecher, getanzt von dem türkischen Ausnahmetänzer Özkan Ayik. Eine schon optisch gute Besetzung, Ayik besitzt Muckis und Sixpack. Gelsomina (Veronika Segovia) wird seine Assistentin bei Auftritten, begleitet ihn auf den Märkten, wird rücksichtslos, grob als eine Sklavin behandelt. Zampano gibt sich nach außen wie   innen stahlhart, unfähig Gefühle zu zeigen oder zu erhoffen, und doch: ein Mann, welcher in seiner hohlen Kraftmeierei  wieder Ratlosigkeit erzeugt.

Staatstheater am Gärtnerplatz München / Orchester des Staatsorchester am Gärtnerplatz © Christian POGO Zach

Staatstheater am Gärtnerplatz München / Orchester des Staatsorchester am Gärtnerplatz © Christian POGO Zach

Marco Goecke ist bekannt für das Düstere, Dunkle seiner Choreographien. Am Gärtnerplatztheater choreographiert Goecke die Unfähigkeit zu Lieben und das absolute Böse. Manches wirkt zu dunkel, zu schlecht beleuchtet; doch, La Strada behandelt das Böse, das Unfassbare, in menschlicher Empfindung das Zwielichtig, das Düstere, das Dunkle.  Schwarz ist denn auch die beherrschende Farbe der Tanzenden und des Ensembles des Gärtnerplatztheaters. Nur in der Zirkusmanege gibt es etwas Gold. Eine moderne, niemals kitschige Interpretation.

Die gekürzte Ballettsuite der berühmten Filmmusik Nino Rotas begleitet die Handlung sanft.  Marco Goecke stellt die Handlung in den Mittelpunk und die Musik fließt mit. Die oft abstrakten choreographischen Figuren empfehlen es, die Handlung, den Film La Strada zu kennen.

Das Bühnenbild, mehrheitlich in grau-schwarz von Michaela Springer ist karg. Die ländlichen Ähren unterstreichen das armselige Umfeld. Eine Riesen-Kette, die aus dem Bühnenhimmel auf die Bühne kracht, ist symbolträchtig für die Dominanz von Gewalt und kündigt letztlich den Tod. Michael Brandstätter dirigierte kraftvoll und ausdrucksstark die dramatische Hollywood Musik der 50iger Jahre.

La Strada am Theater am Gärtnerplatz: weitere Vorstellung  6.10.2018

—| IOCO Kritik Staatstheater am Gärtnerplatz |—

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