München, Himmelsfahrtkirche, Paulus Oratorium – Arcis Vocalisten, IOCO Aktuell, 14.04.2018

April 14, 2018  
Veröffentlicht unter Konzert, Kulturreferat, Pressemeldung

  

München / Arcis Vocalisten © Daniel Delang

München / Arcis Vocalisten © Daniel Delang

Oratorium Paulus  – Felix Mendelssohn-Bartholdy

  Arcis-Vocalisten – Himmelfahrtskirche München-Sendling

Sonntag, 06. Mai 2018 19.00 Uhr:  Die Arcis-Vocalisten  in großer Chorbesetzung mit den jungen ausgezeichneten Solisten Judith Spiesser, zuletzt als Lucia di Lammermoor am Landestheater Niederbayern erfolgreich, der Mezzosopranistin Florence Losseau, dem Tenor Christian Zenker, lange an den Theatern Innsbruck und Graz, so wie Bassbariton Alban Lenzen in der Titelpartie. Als Orchester konnte die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz gewonnen werden; Leitung Thomas Gropper.

1836 wurde Paulus, das erste große biblische Oratorium des gen ialen 26-jährigen Komponisten Felix Mendedelssohn-Bartholdy, in der Tonhalle Düsseldorf zum ersten Mal aufgeführt. Es handelt von der Geschichte des Apostels Paulus. Ausgehend von seinen Anfängen als Christenjäger Saulus werden sein Damaskuserlebnis, seine Glaubenskrise und die neue religiöse Gewissheit bis hin zu seinen Missionsreis en nachvollzogen. Große repräsentative Chorsätze, innige Choräle, eingängige Arien vereinigen sich im sinnlich romantischen TonfallMendelssohns zu einer gewaltigen zweistündigen geistlichen Oper.

Die für ihre klangliche Qualität und besondere Programmgestaltung bekannten und geschätzten Arcis-Vocalisten wurden 2005 von ihrem Chorleiter Thomas Gropper gegründet und haben sich mit ihren je nach Besetzung 30 bis 80 großteils professionell ausgebildeten Sängerinnen und Sängern in der hochklassigen und vielfältigen Münchner Musikszene und darüber hinaus einen Namen gemacht.
In Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk sind bis jetzt vier CDs mit Bach-Kantaten und dem Passionsoratorium, Der Tod Jesu und das Weihnachtsoratorium von Carl Heinrich Graun auf dem Label Oehms Classics erschienen. Die Aufnahmen entstanden in der hervorragenden Akustik der Himmelfahrtskirche München-Sendling, auf die sich auch der Konzertbesucher jetzt freuen darf.

www.arcis-vocalisten.de

So, 06.05.2018, 19:00 Uhr – Himmelfahrtskirche München-Sendling

Oratorium Paulus – Felix Mendelssohn-Bartholdy

Arcis-Vocalisten, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Thomas Gropper, Leitung

Judith Spiesser, Sopran – Florence Losseau, Alt – Christian Zenker, Tenor – Alban Lenzen, Bass

—| IOCO Aktuell Himmelsfahrtkirche München |—

München, Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev bleibt Chefdirigent bis 2025, IOCO Aktuell, 20.02.2018

Münchner Philharmoniker

Kulturreferat München -Münchner Philharmoniker / OB Reiter, Gergiev, Kueppers, Mueller ©Landeshauptstadt München, Michael Nagy

Kulturreferat München -Münchner Philharmoniker / OB Reiter, Gergiev, Kueppers, Mueller ©Landeshauptstadt München, Michael Nagy

Kulturreferat

Münchner Philharmoniker

Valery Gergiev – Chefdirigent  bis 2025

Der Münchner Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung entschieden, den Vertrag mit dem
amtierenden Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker Valery Gergiev (*2.5.1953 in Moskau) um fünf Jahre zu verlängern. Damit bleibt Maestro Gergiev bis zum Ende der Saison 2024/2025 Chefdirigent des Orchesters der Stadt. Er hat diese Position bereits seit der Saison 2015/2016 inne.

Intendant Paul Müller und Orchestervorstand Matthias Ambrosius äußern sich zur Vertragsverlängerung wie folgt: Intendant Paul Müller: „Die heutige Entscheidung des Stadtrats zur Vertragsverlängerung unseres Chefdirigenten Valery Gergievs bis 2025 ist richtungsweisend: sie ist künstlerisch zwingend, um die internationale Präsenz auf höchstem Niveau und in Verbindung mit einer umfassenden medialen Wahrnehmung weiterzuentwickeln und um die Interimsspielstätte ab 2020 zu gestalten, gerade auch für ein jüngeres Publikum, das andere Ansprüche und Bedürfnisse haben wird. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre!“

Matthias Ambrosius, Sprecher des Orchstervorstandes:  „Die ganz große Mehrheit des Orchesters hat sich die Fortführung der Zusammenarbeit mit Valery Gergiev gewünscht. Er steht für Kontinuität in der künstlerischen Arbeit auf höchstem Niveau. Mit ihm erleben wir bei der Arbeit einen Partner, für den die gemeinsame Arbeit am Orchesterklang an oberster Stelle steht.

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Zu Valery Gergiev: 1953 in Moskau geboren, in Nord-Ossetien aufgewachsen, hängt dem mit der russischen Nomenklatura teilweise störend gut vernetzten Valery Abisalovich Gergiev der Ruf an, betörenden Klangfarbenzauber zu schaffen, aber auch, akribische Arbeit nicht sonderlich zu schätzen. Die deutsche Sprache gehört auch heute nicht zu seinen Stärken. Gergiev ist unter anderem auch General Manager des Mariinsky Theater in St. Petersburg, Dirigent des London Symphony Orchestra, und Künstlerischer Leiter des „Weiße Nächte-Festival“ in St.Petersburg.

—| Pressemeldung Münchner Philharmoniker |—

 

München, 70 Jahre Chor des Bayerischen Rundfunks, IOCO Aktuell, April 2016

München / Chor Bayerischer Rundfunk © BR - Johannes Rodach

München / Chor des Bayerischen Rundfunk © BR – Johannes Rodach

 70 Jahre Chor des Bayrischen Rundfunk:  h-Moll Messe

In München gibt einen es erneut großen Anlass zum Feiern: Der international hoch geschätzte Chor des Bayerischen Rundfunks feierte am 22.4.2016 sein 70-jähriges Bestehen, feierlich, mit einem Jubiläumskonzert im Herkulessaal. Mit der wohl populärsten Komposition des 18. Jahrhunderts, der herrlichen, zwischen 1724 und 1745 entstandenen h-Moll Messe, in welcher der Protestant  Johann Sebastian Bach den gesamten lateinischen Messetext der katholischen Liturgie in 18 Chorsätzen und neun Arien komponierte.

Die Aufführung der h-Moll Messe fordert Künstler, ob Solisten, Chor oder Musiker an ihre Grenzen: Der Bassbariton muss in breiter Schwere singen, Koloraturen schweben über viele Takte durch Kirchenhimmel, der Chor muss in wechselnden Gruppen lange wie leuchtend mit  Trompeten,  Oboen und Streichern wetteifern.

“Nicht BACH – Meer sollt er heißen!” Ludwig van Beethoven

Hans Georg Nägelis, der die Partitur der h- Moll Messe Bachs 1811, 70 Jahre nach Bachs Tod, käuflich erwarb und als Verleger einen Erstdruck plante, rühmte sie als das größte musikalische Kunstwerk aller Zeiten und Völker. Aber die Veröffentlichung des Werkes war schwieriger als gedacht und erfolgte erst 1834 mit dem 1. Teil , Teil 2 erschien erst 1845. Heute ist dies grandiose Meisterwerk Bachs zu einem Mythos geworden, in allen Konzerthäusern, Kirchen, Stadthallen der Welt aufgeführt; teils in brillanter, aufrührender Qualität, teils mit viel  Mut und Besessenheit.

Der langjähriger Künstlerischer Leiter Peter Dijkstra dirigierte den Chor des Bayerischen Rundfunks begleitet von dem für historische Aufführungen erfahrenen Concerto Köln. Die h-Moll Messe erfordert neben den Solisten (Sopran Christina Landshammer, Mezzosopran Anke Vondung, Tenor Kenneth Tarver, und Bassbariton Andreas Wolf), einen vier-, fünf-, sechs- und achtstimmigen Chor. Für den präzise singenden und klingenden BR-Chor eine Herausforderung, die er mit vitaler Klangfülle meisterte. Sanft  führte Peter Dijkstra, bewährter Kenner der h-Moll Messe wie seines BR- Chores seine Sänger. Mächtige Chöre, zarte Musik- Abschnitte, komplexe Fugen und lyrische Arien. Das damalige moderne Barocke dringt triumphierend mit den Trompeten und Fanfaren durch. Moll als Zeichen der Trauer über die Sünden der Menschen und den Tod Jesus Christus. Tonwechsel im Gloria mit Pauken und Trompeten in strahlendem D-Dur, wird zur Freude gesungen. In den vokalen Durchführungen werden die Solisten von Instrumenten begleitet, die zunächst oft unabhängig aber im weiteren Verlauf  mit Chorstimmen und Solisten erklingen. Im Laudamus te die Violine, Im Domine Deus die Flöte, im Qui Sedes die Oboe d’amore, sowie dem Fagott und dem Jagdhorn. Besonders berührend das Agnus Dei, behutsam vorgetragen von der Mezzosopranistin Anke Vordung.

Die h-Moll Messe zum 70-jährigen Bestehen des Chor des Bayerischen Rundfunk berührte Atheisten wie Gläubige im Herkulessaal gleichermaßen. Sie läßt staunen und macht stumm und führte viele Besucher zur Kontemplation und dem Wunsch, daß der Chor des Bayerische Rundfunk noch lange erhalten bleibt.  IOCO / D. Zimmermann / 26.04.2016

—| IOCO Kritik Chor des Bayerischen Rundfunks |—

München, Gershwin Projekt: Tausende Schüler experimentieren mit Musik, IOCO Aktuell, 13.11.2015

November 13, 2015  
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München / Gershwin Projekt © BR / Annette Goossens

München / Gershwin Projekt © BR / Annette Goossens

Gershwin-Experiment  mit riesigem Zuspruch
Tausende Schüler nutzen Musikvermittlungs-Projekt der ARD

Mit dem Abschlusskonzert im Herkulessaal der Residenz München ist heute das Gershwin-Experiment – Ein ARD-Konzert macht Schule zu Ende gegangen. Mehr als 200 Schulklassen in ganz Deutschland haben im Rahmen des gemeinsamen Musikvermittlungsprojekts aller ARD-Landesrundfunkanstalten in den vergangenen Monaten eigene Ideen und Bearbeitungen zum Werk der Komponisten György Ligeti und George Gershwin entwickelt und umgesetzt.

München / Gershwin Projekt mit Mariss Jansons © BR / Annette Goossens

München / Gershwin Projekt mit Mariss Jansons © BR / Annette Goossens

Unter der Leitung von Chefdirigent Mariss Jansons spielte das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks exklusiv für etwa 1100 Schülerinnen und Schüler im Herkulessaal Gershwins „Rhapsody in Blue“ mit dem russischen Star-Pianisten Denis Matsuev als Solist, außerdem einen Auszug aus Ligetis Concert Românesc. Das Konzert wurde live im Bayerischen Fernsehen, in den ARD-Kulturwellen im Hörfunk, im Deutschlandradio sowie im Livestream auf schulkonzert.ard.de und concert.arte.tv übertragen. Tausende Schülerinnen und Schüler verfolgten das Konzert in den Sendesälen der Landesrundfunkanstalten und in den Schulen. Allein an den Abschlusskonzerten in den ARD-Funkhäusern und im Münchner Herkulessaal nahmen weit über 2000 Schülerinnen und Schüler teil. Nach der Begrüßung durch Chefdirigent Mariss Jansons führte das Moderatoren-Team der BAYERN 3-„Frühaufdreher“ Claudia Conrath, Axel-Robert Müller und Bernhard Fleischmann durch die Live-Sendung und stellte einige der interessantesten Schüler-Projekte des Gershwin-Experiments vor.

Chefdirigent Mariss Jansons:Es ist schön, dass die Beteiligung am „Gershwin-Experiment“ so groß gewesen ist und Tausende von Schülern sich mit Ligetis und Gershwins mitreißender Musik beschäftigt haben! Wir hoffen, dass so die klassische Musik auch in Zukunft mehr und mehr junge Leute begeistert, die dann mit Freude und Neugier in unsere klassischen Konzerte kommen.“

München / Gershwin Projekt © BR / Annette Goossens

München / Gershwin Projekt © BR / Annette Goossens

Seit dem Frühjahr hatten sich Schülerinnen und Schüler durch die Musik von György Ligeti und George Gershwin inspirieren lassen und dazu mit großer Kreativität eigene Kompositionen, Improvisationen, Klang-Collagen oder Choreographien erarbeitet. Die ARD-Landesrundfunkanstalten unterstützten sie dabei mit Informationen, Unterrichtsmaterial und Lehrerfortbildungen, außerdem engagierten sich Musiker der Orchester, Big Bands und Chöre vor Ort in den Schulen. Mehr als 200 Schulklassen wurden in Konzerten, bei Schulbesuchen mit Musikern der ARD-Orchester und in zahlreichen kleineren und größeren musikalischen Experimenten selbst aktiv.

München / Gershwin Projekt © BR / Annette Goossens

München / Gershwin Projekt © BR / Annette Goossens

Der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor:Auch junge Menschen lieben klassische Musik. Es kommt darauf an, die Hemmschwelle abzubauen. Hierfür ist das Gershwin-Experiment ein gelungenes Beispiel. Ich danke dem Bayerischen Rundfunk. Er hat das im vergangenen Jahr begonnene Experiment großartig, mit Liebe und viel Kreativität fortgeführt.

Das gemeinsame Musikvermittlungsprojekt aller ARD-Landesrundfunkanstalten in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat fand in diesem Jahr unter der Federführung des Bayerischen Rundfunks statt.  BR-Intendant Ulrich Wilhelm: „Ich bin tief beeindruckt, mit welcher Kreativität und Begeisterung sich die Kinder und Jugendlichen mit der Musik von George Gershwin und György Ligeti beschäftigt haben. Unser Bildungsauftrag und unser Selbstverständnis bestehen darin, Neugier und Interesse zu wecken, zu erklären und vor allem Spaß an klassischer Musik zu vermitteln – das ist beim Gershwin-Experiment vollauf gelungen, und das freut mich sehr.“

Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates lobte das gemeinsame Projekt mit der ARD: „Ich freue mich, dass die ARD den Impuls des Deutschen Musikrates für ein verstärktes Engagement in der Musikalischen Bildung so nachhaltig angenommen hat. Mit dem Projekt `Ein ARD-Konzert macht Schule` nimmt die ARD ihre Rolle als Kulturträger und Kulturvermittler in beispielhafter Weise wahr. Die Kraft der Musik kann nur erfahren, wer sie mit Herz und Verstand erleben kann. Dafür ist die Kooperation zwischen dem Deutschen Musikrat und der ARD ein richtungsweisender Impuls.“

2016 wird das Musikvermittlungsprojekt Ein ARD-Konzert macht Schule  unter der Federführung des WDR fortgesetzt. Das Abschlusskonzert findet am 30. September 2016 statt.    IOCO  / 12.11.2015

—| IOCO Aktuell Bayerischer Rundfunk |—

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