München, Gärtnerplatztheater, Spielzeitpremiere IM WEISSEN RÖSSL – Ralph Benatzky, 12.05.2018


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

IM WEISSEN RÖSSL von Ralph Benatzky

am 12. Mai 2018 feiert die Operette IM WEISSEN RÖSSL Spielzeitpremiere im Gärtnerplatztheater. Mit Titeln wie Mein Liebeslied muss ein Walzer sein, Die ganze Welt ist himmelblau! oder Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist landeten Ralph Benatzky und Erik Charell bei der Uraufführung 1930 in Berlin einen Sensationserfolg. In dem längst zum Kult gewordenen Stück, inszeniert von Staatsintendant Josef E. Köpplinger, erleben Sie Sigrid Hauser als Rössl-Wirtin und Daniel Prohaska als Kellner Leopold, den Chor, Kinderchor, Ballett und Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz.

Gärtnerplatztheater / Im Weissen Rössl - Peter Lesiak (Sigismund), Susanne Seimel (Klärchen) © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater / Im Weissen Rössl – Peter Lesiak (Sigismund), Susanne Seimel (Klärchen) © Christian POGO Zach

Beim SING ALONG der frivol-komischen Melange aus Schwank, Operette und Revue am 20. Mai dürfen die Zuschauer mitsingen und die Darsteller tatkräftig unterstützen, wann immer Sie die Lust dazu packt, und obendrein noch ein aktiver Teil der kultigen Vorstellung werden.

IM WEISSEN RÖSSL
Singspiel

Frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg, von Hans Müller und Erik Charell
Musik von Ralph Benatzky
Texte der Gesänge von Robert Gilbert
Vier musikalische Einlagen von Bruno Granichstaedten, Robert Gilbert und Robert Stolz
Bühnenpraktische Rekonstruktion der Originalfassung von Matthias Grimminger und Henning Hagedorn unter Mitarbeit von Winfried Fechner

Musikalische Leitung   Andreas Kowalewitz
Regie   Josef E. Köpplinger
Choreografie   Karl Alfred Schreiner
Bühne / Kostüme   Rainer Sinell
Licht   Jakob Bogensperger
Choreinstudierung   Felix Meybier
Dramaturgie   Michael Alexander Rinz

Mit
Sigrid Hauser, Daniel Prohaska, Erwin Windegger, Mara Mastalir, Carsten Süss, Peter Lesiak, Wolfgang Kraßnitzer, Bettina Mönch / Susanne Seimel, Wolfgang Hübsch, Wolfgang Schubert, Florian Wolf, Angelika Sedlmeier, Josef Ellers, Maximilian Berling /, Christian Weindl, Ulrike Dostal, Dagmar Hellberg, Christian Schleinzer, Oliver Liebl
Stefan Bischoff, Frank Berg, Frank-Oliver Weißmann
u.a.

Chor, Ballett und Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Spielzeitpremiere 12. Mai 2018
Weitere Vorstellungen
Mai 13 / 16 / 20 / 22 / 23

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München, Gärtnerplatztheater, Spielzeitpremiere DON GIOVANNI, 19.05.2018


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

DON GIOVANNI  –  Wolfgang Am adeus Mozart

Spielzeitpremiere am 19. Mai 2018

Wolfgang Amadeus Mozarts Meisterwerk DON GIOVANNI feiert am 19. Mai Spielzeitpremiere im Gärtnerplatztheater. Don Juan zählt neben Faust und Don Quijote zu den bedeutendsten Figuren der europäischen Kulturgeschichte: Als Verführer und Vergewaltiger, Liebhaber und Mörder in einem wurde er zu einem anziehenden Mythos, der tausendfach in allen Formen der Kunst rezipiert und immer wieder neu gestaltet wurde. Als Archetyp des Frauenhelden fasziniert er Jung und Alt beiderlei Geschlechts und ist bald begehrter Wunschtraum und bewundertes Idol, bald gewissenloser Egomane und grausamer Dämon. Unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall und in der gefeierten Inszenierung von Herbert Föttinger wird der ewige Schürzenjäger Don Giovanni ein für alle Mal in die Hölle geschickt.

Gärtnerplatztheater / Don Giovanni - Sophie Mitterhuber (Zerlina), Mathias Hausmann (Don Giovanni) © Thomas Dashuber

Gärtnerplatztheater / Don Giovanni – Sophie Mitterhuber (Zerlina), Mathias Hausmann (Don Giovanni) © Thomas Dashuber

DON GIOVANNI   von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung  Anthony Bramall, Regie  Herbert Föttinger, Bühne  Walter Vogelweider, Kostüme   Alfred Mayerhofer, Licht   Michael Heidinger, Video   Raphael Kurig, Thomas Mahnecke,  Dramaturgie   David Treffinger

Mit – Mathias Hausmann / Matija Meic, Jennifer O’Loughlin / Sophia Brommer, Lucian Krasznec / Gyula Rab, Christoph Seidl, Camille Schnoor / Nadja Stefanoff, Matija Meic / Levente Páll, Timos Sirlantzis / Liviu Holender, Mária Celeng / Sophie Mitterhuber, Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz,  Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Spielzeitpremiere 19. Mai 2018,  Weitere Vorstellungen  Mai 21 / 29, 2018

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München, Residenztheater, Junk – Schauspiel Ayad Akhtar, IOCO Kritik, 27.04.2018

April 27, 2018  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Residenztheater, Schauspiel

Residenztheater München

Residenztheater München © Matthias Horn

Residenztheater München © Matthias Horn

Junk  – Schauspiel von Ayad Akhtar

Die Geldreligion

Von Hans-Günter Melchior

Da wuseln und wimmeln sie im Höchsttempo aus einem meist dunklen Hintergrund und einem aus Stahlverstrebungen, Längs- und Querkonstruktionen wie symbolische Verwirrungen bestehenden Raum, ein aufgebrochenes Schwein hängt von der Decke, die Bühne dreht sich, Wörter fliegen vorbei. Die geschlachtete und ausgeweidete Kreatur (die Opfer der Börse?, des Systems?), quiekt und schreit in der Gestalt von ihrer Gier ausgelieferten Maklern und Managern und Spekulanten, du meine Güte, wer will hier wen betören oder überreden? Wow, möchte man neudeutsch ausrufen, wenn ich da nur irgendwie hinterherkomme, hinter all den Gedankenkonstrukten und Einfällen.

Was läuft hier, was läuft sich hier selbst davon, fragt man sich. Die Handelnden reden und stolpern fast über die eigenen Worte und Gedanken, gestikulieren und argumentieren, verhaspeln sich wie unter Drogeneinfluss und wissen kaum wohin mit der Profitsucht. Selbst ein Gericht brauchte da mehr als zwei Stunden.

Gott ist tot, es lebe der neue Gott, das Geld, das große Geld, das hier auch noch bewusst in Widersprüche verwickelt wird – vom Autor, der Regisseurin, den konstruierten Umständen – und gar nicht mehr herausfinden will aus dem Urwald von Spitzfindigkeiten.

Residenztheater München / Junk - hier: vl Till Firit als Robert Merkin, Katrin Röver als Amy Merkin © Thomas Aurin

Residenztheater München / Junk – hier: vl Till Firit als Robert Merkin, Katrin Röver als Amy Merkin © Thomas Aurin

Aber von vorne: Robert Merkin (Till Firit), Jude mit Identitätsproblemen, eine Figur, die an den König der sogenannten Junk-Bonds Michael Milken erinnert, betreibt das zweifelhafte Geschäft der feindlichen Übernahmen (ein Geschäft übrigens, das völlig „legal“ im deutschen Wirtschaftsleben Karriere machte: UniCredit/ HypoVereinsbank, Vadofone/ Mannesmann u.v.a.) Er bietet im Verein mit hektischen Investoren – nicht anders als weiland Michael Milken, der daraus ein System entwickelte und sagenhaft reich wurde – den Aktionären seines Widersachers Thomas Everson Jr. (Oliver Nägele), Firmeneigner mit Familientradition, Traumkurse auf die Aktien und Anleihen an, um sie auf seine Seite zu ziehen. Hat er auf diese Weise die Firma an sich gerissen und ist hochverschuldet, kümmert ihn das wenig, denn Schulden sind gut, weil die Schuldner von den Gläubigern gehätschelt werden, um irgendwann doch noch zahlen zu können. Die Firma wird, ebenso irgendwann, nach bewährtem Rezept verscherbelt, zur Kreditschöpfung verwendet, demontiert, was auch immer. Jedenfalls rentiert es sich am Ende, man braucht nur einen langen Atem, 50 Jahre etwa, irgendwann ermüden selbst die gläubigsten Gläubiger. Flankiert wird die Heuschrecke im Stück von seiner rührigen Frau Any Merkin (Katrin Röver), die noch weniger Skrupel als er hat. Trump hat das angeblich so gemacht und macht es noch immer, und er ist dabei reich und mächtig geworden. Ein bißchen Lieschen Müller, vielleicht Dr. Lieschen Müller ist dabei anwesend, sie flüstert den Zuschauern Märchen ins ungläubige Ohr.

Der Firmeneigner jedoch, ein Konservativer, der an die Verantwortung der Eigentümer und deren Initiative glaubt, bleibt verzweifelt zurück: auf dem Müllhaufen der ökonomischen Vernunft, die sich als neue Religion etabliert hat. Er erschießt sich, von allen guten Geistern der alten ausbeuterischen, kapitalistischen Ordnung verlassen. Mitleid muss man mit ihm nicht haben. Hat er doch seinen Reibach gemacht.

Residenztheater München / Junk  - hier:  vl Arnulf Schumacher als Jerry der Gewerkschafter, Oliver Nägele als Thomas Everson Jr. © Thomas Aurin

Residenztheater München / Junk – hier: vl Arnulf Schumacher als Jerry der Gewerkschafter, Oliver Nägele als Thomas Everson Jr. © Thomas Aurin

Wie das alles aber ganz genau vor sich geht? So differenziert aufgedröselt, dass man die Methoden etwa zur Grundlage eines Strafprozesses machen könnte? Oder auch nur einigermaßen mit juristischer Akribie verstehen, nachvollziehen könnte? So, dass ein Staatsanwalt einen Akt mit der Überschrift Betrug anlegt?

Ach was. Darum schert sich dieses Stück wenig. Es wird eine beträchtliche Menge an Personal aufgeboten (unter ihnen solche Könner wie Manfred Zapatka als Leo Tresler, als vorteilsanfälliger Finanzfachmann, Philipp Dechamps als Kevin Walsh u.a.), die vom feindlichen Übernehmer angeworbenen oder vom Profit angelockten Investoren und Spekulanten treten in hektischen Diskussionen auf, sie gieren nach Anleihen wie am Verhungern.

Es wird viel geredet in Akhtars und Tina Laniks Stück, furchtbar schnell, die Stimmen überschlagen sich, dass man als Zuhörer und Zuschauer kaum mitkommt vor lauter Geschwurbel und findiger Argumentation. Listen und Finten, die von hinten durch die Brust ins linke Auge gehen sollen, auf Aha-Effekte zielen. Man weiß schließlich nur: da ist etwas faul, furchtbar faul und verdammungswürdig und es kennzeichnet den Zustand einer, unserer, Gesellschaft, eines Systems, das moralisch verkommen dem Untergang zutreiben muss.

Auf der Strecke bleiben dabei – nicht zu Unrecht – die alten und ausbeuterischen Firmeneigentümer, vor allem aber – diese freilich zu Unrecht – die Arbeiter (Arnulf Schumacher, als Gewerkschafter Jerry, der die bittere Klage der Benachteiligten vorträgt), die Malocher, die in die Röhre schauen und schäbig genung scheinentschädigt werden. Dass sich der Everson, Eigentümer des von den Heuschrecken zerfledderten Unternehmens, am Ende erschießt, nimmt man noch hin, nicht aber die Niederlage der unschuldigen Beschäftigten.

Residenztheater München / Junk - hier : Ensemble © Thomas Dashuber

Residenztheater München / Junk – hier : Ensemble © Thomas Dashuber

Ein Staatsanwalt (Michele Cuciuffo als Guiseppe Addesso) greift immerhin den Falles auf, wie ja auch Milken ein lauwarmer Prozess ohne eigentliche Folgen gemacht wurde. Im Stück bleibt höchst unbestimmt die Frage offen, was eigentlich von strafrechtlicher Relevanz sein soll, weswegen genau ermittelt wird, das, was jedenfalls in atemberaubendem Tempo dahergeschwätzt wird, reicht nicht einmal zur Eröffnung irgendeines Hauptverfahrens aus. So ist die Inhaftierung Merkins nicht mehr als eine Behauptung. Herauskommen wird nichts, das weiß man von vornherein.

Die Journalistin Judy Chen (Cynthia Micas) will aus dem turbulenten Geschehen eine spannende und erhellende Geschichte machen. Aber sie wird gekauft, von einem Millionenbetrag korrumpiert, verzichtet sie auf ihre hochfliegenden Pläne.

Leider erkennt man den zu Recht hochgeschätzten Autor von „Geächtet“ kaum wieder. Dieses mehrfach ausgezeichnete Stück entwickelte dramaturgisch überzeugend einen Konflikt mit logischer Konsequenz. In Junk aber hat alles Dahergesagte etwas Deklamatorisches, sich Überschlagendes, es wird so eilig und überhitzt vorgetragen, als fürchteten Autor und Regisseurin die Einwände der Zuschauer, als wollten sie für Nachfragen erst gar keine Zeit lassen, Gegenargumente abwürgen, wo es gar keine gibt. Das Thema ist hochkomplex, es handelt von einem Kapitel der Wirtschaftskriminalität und ist pure Systemkritik, ihm ist nur mit der kalten Analyse einer strafrechtlichen und gesellschaftsrelevanten Beurteilung kompetent beizukommen.

Der Kopf schwirrt einem nach diesem Abend. Aber keine Klarheit vertreibt die Wortwolken. Das Thema ist einfach zu schwierig, man hat sich überhoben. In zwei Stunden lässt sich so ein Thema nicht über die Bühne jagen.

Junk – Residenztheater München, weitere Termine: 28.4.; 2.5.; 13.5.; 22.5.; 3.6.; 17.6.2018

 

München, Gärtnerplatztheater, Spielzeitpremiere DON PASQUALE, 29.04.2018


Staatstheater am Gärtnerplatz München

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

Gaertnerplatztheater München © Christian Pogo Zach

DON PASQUALE von Gaetano Donizetti

Gärtnerplatztheater / Don Pasquale - Anja-Nina Bahrmann als Norina, Mathias Hausmann als Malatesta © Thomas Dashuber

Gärtnerplatztheater / Don Pasquale – Anja-Nina Bahrmann als Norina, Mathias Hausmann als Malatesta © Thomas Dashuber

Gaetano Donizettis Komische Oper DON PASQUALE feiert Spielzeitpremiere am 29.4.2018. Brigitte Fassbaender inszenierte die bekannte Geschichte vom alten Grantler, der von einer jungen Frau erbarmungslos an der Nase herumgeführt wird, die musikalische Leitung hat Michael Brandstätter.

Innerhalb von kaum elf Tagen hatte Gaetano Donizetti die Oper als Auftragswerk für das Pariser Théâtre-Italien auf ein zusammen mit Giovanni Ruffini erstelltes Libretto komponiert, das wiederum auf einer Vorlage von Angelo Anelli beruht. Das Publikum liebte die Musik von praller Komik im Stile der Commedia dell’arte bis hin zu wunderschön lyrischen Momenten sofort und hatte seinen Spaß mit der altbekannten Geschichte vom alten Grantler, der von einer jungen Frau erbarmungslos an der Nase herumgeführt wird. Schnell verbreitete sich das humorvolle Stück über die Bühnen der Welt. In der erfolgreichen Inszenierung von Brigitte Fassbaender ist der schrullige Alte am Gärtnerplatztheater zu erleben!  Hoch geht es her, wenn ein alter Hagestolz heiratet. Eigentlich soll die Hochzeit nur dazu dienen, dem Neffen Ernesto das Erbe zu vermiesen. Doch die falsche Braut Norina macht dem alten Onkel ganz gehörig die Hölle heiß.

Das Gärtnerplatztheater zeigt das humorvolle Stück mit Musik von praller Komik im Stile der Commedia dell’arte bis hin zu wunderschön lyrischen Momenten am 29.4.; 2., 5., 8. und 18 Mai 2018.


Gärtnerplatztheater / Don Pasquale - Mathias Hausmann als Malatesta, Marco Filippo Romano als Don Pasquale, Anja-Nina Bahrmann als Norina, Bogdan Mihai als Ernesto © Thomas Dashuber

Gärtnerplatztheater / Don Pasquale – Mathias Hausmann als Malatesta, Marco Filippo Romano als Don Pasquale, Anja-Nina Bahrmann als Norina, Bogdan Mihai als Ernesto © Thomas Dashuber

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