Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Don Pasquale – Gaetano Donizetti, IOCO Kritik, 02,06.2021

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

 Don Pasquale – Gaetano Donizetti

oder: Die Wiederauferstehung  der Theater und der Corona-Geschädigten

von Viktor Jarosch

Am Donnerstag, den 27. Mai 2021, endlich, lang ersehnt, öffnete das Theater Mönchengladbach, als erstes großes Haus der Region Düsseldorf, seine Bühne für öffentliche Produktionen. Endlich, mit einer Premiere. Gaetano Donizettis gute Laune verbreitendem Klassiker, Don Pasquale, halb-szenisch inszeniert von Ansgar Weigner und der Orchesterfassung von Avishay Shalom erlebten 190 Besucher auf der Bühne des Theater Mönchengladbach. Das Theater Krefeld, obwohl integraler Teil des Theater Krefeld Mönchengladbach folgt einige Tage später mit „halb-öffentlichen“ Produktionen.

Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr, dauern ca. 90 Minuten und werden ohne Pausen gespielt. Wie bereits vor dem letzten Lockdown muss das Theater Mönchengladbach seine Platzkapazität stark reduzieren und konnte nur 190 Plätze pro Vorstellung anbieten. Wer einen Besuch plante, sollte wissen, dass er nur mit einem negativen Corona-Test (so-genannte „Selbsttest“ sind davon ausgeschlossen), der nicht älter als 48 Stunden seindarf, ins Theater kommen kann. Auch das unkomplizierte Testen in direkter Nachbar-schaft des Theaters ist möglich wurde angeboten.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Don Pasquale - hier: Hayk Deinyan als Don Pasquale und Woonggyi Lee als Ernesto © Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Don Pasquale – hier: Hayk Deinyan als Don Pasquale und Woonggyi Lee als Ernesto © Stutte

Komik und lebensnahe Figuren, gepaart mit Donizettis kompositorischem Raffinement und ergeben eine unterhaltsame Symbiose, sie verführten in der halb-szenischen Produktion am Theater Mönchengladbach das Corona-geschundene Publikum. 

Die „Story“ des Don Pasquale ist zeitlos und fast so alt wie die Gattung Komödie: Alter, reicher Mann möchte junge Frau heiraten, wird dabei von seinem Umfeld genarrt und, nach sch(m)erzhaften Lektionen, schließlich zur altersgerechten Erkenntnis geführt.

Der im 16. und 17. Jahrhundert beliebte Lustspielstoff des Don Paquale steht in der Tradition der Komödien von Carlo Golldoni, Molière, Ben Jonson (1572-1637), insbesondere aber der Typenkomödie der Commedia dell‘arte mit ihren typischen Figuren und Charakteren. Doch das intakte Weltbild der alten „opera buffa“  galt 1843 bereits als überlebt. Donizetti komponierte seine 68ste Oper in nur zwei Wochen, und entwickelte darin die klassischen unterschiedlichen Commedia-Charaktere weiter, gab ihnen eigene psychologische Vielschichtigkeit, bereicherte es im Stile des Belcanto mit Elementen der opera seria und der Gefühlstiefe und Sensibilität der Romantik. Durch den „komischen Alten Don Pasquale“ und seiner Realitätsnähe (er ist im Grunde kein böser, nur ein alter, hilfloser Mann) und die Lebendigkeit der Handlung erhielt die schon als überholt geltende opera buffa insgesamt neues Leben. Don Pasquale wurde im Januar 1843 in Paris mit großem Erfolg uraufgeführt und belebt bis heute die Bühnen in aller Welt, wie nun im Theater Mönchengladbach.

 Theater Krefeld Mönchengladbach / Don Pasquale - hier: Rafael Bruck als Dottore Malatesta und Sophie Witte, hier als Sofronia oder Norina © Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Don Pasquale – hier: Rafael Bruck als Dottore Malatesta und Sophie Witte, hier als Sofronia oder Norina © Stutte

Die Handlung: Der junge Ernesto und die mittellose junge aber impulsive Witwe Norina lieben einander. Zwischen eine Ehe der beiden drängt sich jedoch Ernestos alter, reicher, geiziger und unsympathischer Erbonkel Don Pasquale, der sein Veto einlegt und sich stattdessen selbst auf Freiersfüßen begeben will. Guter Rat ist nun teuer. Dottore Malatesta, sowohl Ernestos bester Freund als auch Don Pasquales Vertrauter, schmiedet einen Plan, um den jungen Liebenden zu ihrem Eheglück sowie dem ihnen zustehenden Erbe zu verhelfen. Seine vermeintliche „Schwester“ Sofronia – in Wahrheit die verkleidete Norina – wird Don Pasquale als zickige Ehefrau untergejubelt und kann mit viel schauspielerischem Talent und der tatkräftigen Unterstützung von Ernesto und Malatesta ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Yorgos Ziavras leitet das kleine, auf der hinteren Bühne angeordnete Orchester. Der Mangel eines Bühnenbildes und Kulissen wird durch zwei große, die Handlung begleitende, lebensfrohe Projektionen gestaltend begleitet; szenisches Arrangement Ansgar Weigner; eine Projektion im Bühnenhintergrund, welche den Bühnenraum karikierend wiedergibt; eine zweite an der Bühnenseite, welche in herrlichen Zeichnungen die Handlung beständig scherzhaft konterkariert, zum Schmunzeln anregt. Die jeweilige szenische Darstellungen des Ensemble auf der Bühne spiegelt sich so karikierend auf den Projektionen, indem dort Comic-haft die „reale“ Gedankenwelt des Don Pasquale wie der anderen Akteure gezeichnet wird (Karikaturen Peter Schmitz). Das Arrangement der so eingängigen Projektionen verbinden sich mit den vorne auf der Bühne handelnden Protagonisten zu einer Handlungs-Einheit. Salieris bekanntem Leitmotiv „Prima la musica“ folgend belohnen im Theater Mönchengladbach die schönen Stimmen des jungen Ensembles auf der Bühne, italienisch gesungen, deutsch gesprochen (so hieß es einmal, sehr deutsch :„Frauen machen sich nur so hübsch, weil die Augen der Männer besser ausgebildet sind als ihr Verstand“) den Besuch dieses Don Pasquale bei allen Beschränkungen zu einem seit Monaten vermisstem, inspirierenden Opernerlebnis, in welchem leider alle Chorszenen gestrichen waren.

Don Pasquale am Theater Mönchengladbach – eine Einführung
youtube Trailer des Theater Krefeld Mönchengladbach
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

In dem casual gekleideten, homogen jungen Ensemble gestaltet Hayk Deinyan (Foto oben) die Partie des Don Pasquale modern, mit seiner jederzeit sonoren, gut geführten Stimme charakterisiert er die unterschiedlichen Gemütszustände des alten Junggesellen feinnervig; nicht platt, ohne zu kalauern. Der junge Koreaner Woonggyi Lee wiederum berührt mit natürlich sicherer und romantisch tenoraler Lyrik als verliebter Ernesto die Herzen der Besucher schon nach wenigen Minuten. Sophie Witte ist eine spürbar dominante, auch schauspielerisch sehr präsente Norina, alias Sofronia, welche die wunderbaren, wie auf „ihre Stimme geschriebenen Koloraturen“ durchgängig sicher meistert. Rafael Bruch passt sich, als gestaltender Dottore Malatesta, nicht als zwielichtig hinterlistiges Wesen, hervorragend in dieses szenisch moderne Arrangement am Theater Mönchengladbach ein. Robin Grünwald gestaltete die verschiedenen Partien des Notar, Diener, Faktotum glaubhaft.

Der lebhafte Beifall des nur kleinen Publikums feierte selbst diese eingechränkte Aufführung des Don Paquale in doppelter Weise: als Kulturgenuß und als eine Art „Wiederaufstehung der Corona-geschädigten“! Man freut sich schon auf kommende Produktionen am Theater Krefeld Mönchengladbach.

—| IOCO Kritik Theater Krefeld Mönchengladbach |—


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Mönchengladbach, Theater Mönchengladbach, Ab 22. Mai – Salon Pitzelberger & mehr, IOCO Aktuell, 21.05.2021

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach © Matthias Stutte

Theater Mönchengladbach öffnet wieder – ab 22. Mai 2021

  Salon Pitzelberger & Co., Alles neu, Reigen und mehr

Mit fünf Premieren in sechs Tagen meldet sich das Theater Mönchengladbach an der Odenkirchener Straße voller Elan zurück.

Das lange Warten seit dem Lockdown im November 2020 hat ein Ende: Das Theater Mönchengladbach kann ab dem 22. Mai dank rückläufiger Inzidenzzahlen in der Stadt und deren Teilnahme im Projekt der Modellkommunen wieder seine Türen für Publikum öffnen – in Krefeld müssen sich die Theaterliebhaber wohl noch etwas gedulden.

Das Theater hatte den Probenbetrieb und die Arbeiten hinter den Kulissen unter Einhal-tung aller notwendigen Corona-Regelungen aufrechterhalten, um startklar zu sein, wenn sich der Vorhang wieder öffnen kann. Mehrere Stücke steckten deshalb teilweise über Monate „in der Warteschleife“ – sie alle werden jetzt in einem munteren Premierenrei-gen gezeigt: fünf in sechs Tagen – ein Rekord für die Bühne in Mönchengladbach!

Los geht es am Samstag, den 22. Mai 2021 mit Salon Pitzelberger & Co., einer Opérette bouffe in einem Akt mit Musik von Jacques Offenbach in einer deutschen Textfassung von Ulrich Proschka: die Neufassung Salon Pitzelberger & Co von Ulrich Proschka eine Adaption der satirischen Situation „versnobter Neureicher übernimmt sich kulturell“ dar. Zu hören sind Opernparodien im Stile Bellinis, Donizettis und Rossinis, sowie Nummern aus anderen Offenbach-Werken – alles ganz im Sinne der „Offenbachiaden“, seines gesellschaftskritischen Musiktheaters im Paris des 19. Jahrhunderts.

Am Sonntag, den 23. Mai feiert der Ballettabend Alles neu mit Choreografien von Robert North, Marco A. Carlucci, Takashi Kondo und Yoko Takahashi Premiere.

Am Montag, den 24. Mai kommt mit Welttheater Mozart ein Singspiel von Karine Van Hercke und Francois De Carpentries mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart zur Uraufführung.

Am Dienstag, den 25. Mai zeigt das Theater zum ersten Mal Arthur Schnitzlers Reigen,

Don Pasquale am Theater Mönchengladbach – eine Einführung
youtube Trailer des Theater Krefeld Mönchengladbach
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Am Donnerstag, den 27. Mai kommt endlich Donizettis Oper Don Pasquale, inszeniert von Ansgar Weigner, auf die Bühne;  siehe die liebevolle Einführung im Trailer des Theaters, oben.

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Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr, dauern ca. 90 Minuten und werden ohne Pausen gespielt. Wie bereits vor dem letzten Lockdown muss das Theater seine Platzkapazität stark reduzieren und kann daher nur 190 Plätze pro Vorstellung anbieten.

Dadurch wird die Abstandsregel im Zuschauerraum gewahrt. Wer einen Besch plant, sollte wissen, dass er nur mit einem negativen Corona-Test (so-genannte „Selbsttest“ sind davon ausgeschlossen), der nicht älter als 48 Stunden sein darf, ins Theater kommen kann. Auch das unkomplizierte Testen in direkter Nachbarschaft des Theaters ist möglich: Die Arbeiterwohlfahrt Mönchengladbach an der Limitenstraße 64-78 hat speziell für Theaterbesucherinnen und -besucher seine Kapazitäten für Schnelltests erhöht und auch die Öffnungszeiten angepasst.

Mehr Infos dazu gibt es bei der AWO unter 02166/ 399 670 oder per E-Mail: kunden@awo.mg.

Auch Geimpfte, deren zweite Impfung mindestens zwei Wochen zurückliegt, und von ei-ner Corona-Infektion Genesene sind willkommen. Für alle gilt, dass sie die entsprechen-den Nachweise (Impfpass und/oder Atteste) vor einem Vorstellungsbesuch vorlegen müssen. Außerdem ist das Tragen einer FFP2-Maske in allen Räumen des Theaters und während der Vorstellung verpflichtend. Eine besondere Rückverfolgbarkeit der Besucherinnen und Besucher erfolgt digital über das Ticketvergabesystem Reservix der Theaterkasse.

Bei jeder Ticketbuchung werden die Kontaktdaten abgefragt und im Verkaufssystem gespeichert. Um diese Rückverfolgung zu unterstützen, bittet das Theater die Zuschauerinnen und Zuschauer darum, sich vor dem Theaterbesuch über die Corona-Warn-App mit dem Scan eines QR-Codes im Theater anzumelden. (Wer die aktuelle Version der App noch nicht auf sein Mobiltelefon geladen hat, sollte dies rechtzeitig tun.)

Die Theatergastronomie kann ihren Betrieb leider noch nicht wiederaufnehmen.

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen bis zunächst einschließlich 6. Juni beginnt am 21. Mai um 10 Uhr sowohl online als auch an der Theaterkasse in Mönchengladbach. Die Kasse ist Freitag und Samstag jeweils von 10 Uhr bis 19.30 Uhr besetzt. Pfingstsonntag und Pfingstmontag öffnet nur die Abendkasse zur Abholung bereits vorbestellter Tickets. Abonnentinnen und Abonnenten erhalten die Eintrittskarten zu ihrem Abo-Preis.

—| IOCO Aktuell Theater Krefeld Mönchengladbach |—


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Mönchengladbach, Theater Krefeld Mönchengladbach, Christoph Roos – Neuer Schauspieldirektor, IOCO Aktuell, 17.3.2021

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Krefeld © Matthias Stutte

Theater Krefeld © Matthias Stutte

Christoph Roos –  Neuer Schauspieldirektor

ab Spielzeit 2022/23

Das Schauspiel-Ensemble des Mehrsparten-Theater Krefeld Mönchengladbach hat in einem monatelangen Verfahren seinen neuen Chef gewählt, der 2022/23 anfängt.

Theater Krefeld Mönchengladbach / Christoph Roos, neuer Schauspieldirektor © Ken Werner

Theater Krefeld Mönchengladbach / Christoph Roos, neuer Schauspieldirektor © Ken Werner

Mit einem besonderen Verfahren wurde der neue Schauspieldirektor des Theater Krefeld und Mönchengladbach ermittelt: Die Schauspielsparte hat auf Vorschlag von Generalintendant Michael Grosse, der die demokratischen Strukturen am Stadttheater stärken möchte, seinen neuen Leiter selbst gewählt. Unter den 15 Bewerberinnen und Bewerbern konnte sich Christoph Roos durchsetzen, der am Gemeinschaftstheater be-reits zahlreiche Stücke auf die Bühne gebracht hat, darunter Dürrenmatts Der Besuch der alten Dame, Molières Der Menschenfeind und zuletzt „Für immer schön“ von Noah Haid-le. Damit folgt auf Matthias Gehrt erneut ein Schauspieldirektor, der Regie führt. Christoph Roos ist seit der Saison 2014/15 Oberspielleiter am Landestheater Tübingen und nimmt seine neue Tätigkeit am Niederrhein in der Spielzeit 2022/23 auf – mit einer Perspektive bis 2025. Die Programmplanungen dafür beginnen bereits in den nächsten Wochen.

„Für die Wahl des neuen Schauspielchefs wurden Arbeitskontakte der vergangenen elf Jahre in den Blick genommen“, berichtet Generalintendant Michael Grosse. Indem er die Personal-entscheidung in die Hände des Schauspiels gelegt hat, setzt Grosse vor dem Hintergrund der Debatte um Machtmissbrauch an den Theatern ein ganz klares Zeichen. 16. März 2021

LTT hinter den Kulissen – hier Christoph Roos
youtube LTT – Landestheater Tübingen
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Ensemblesprecher des Schauspiels, Carolin Schupa und Paul Steinbach, haben gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen Fragebögen entwickelt, Bewerbungsgespräche geführt, debattiert und diskutiert. Der lange, oft auch mühsame Weg hat sich gelohnt, denn beide sind sich sicher, dass das Ensemble über diese Entscheidungsteilhabe viel gelernt hat und noch mehr zusammengewachsen ist. Besonders erfreulich: Dem Profil des Hauses entsprechend, das auf personelle Kontinuität setzt, wird das Schauspielensemble auch unter der neuen Leitung bestehen bleiben. Kein Künstler wird das Theater verlassen müssen, wenn Christoph Roos seine Tätigkeit aufnimmt. Für Matthias Gehrt, der 2022 nach 12 Jahren aufhört, ist der Abschied kein endgültiger: Er wird die Reihe Außereuropäisches Theater, die er ins Leben gerufen hat, bis auf Weiteres kuratieren. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir seine internationale Vernetzung mit Theater-schaffenden dadurch weiter nutzen können“, so Generalintendant Michael Grosse.

—| IOCO Aktuell Theater Krefeld Mönchengladbach |—


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Krefeld, Theater Krefeld Mönchengladbach, Atemschutzmasken für Pflegeheime, April 2020

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Theater Krefeld Mönchengladbach

Theater Krefeld © Matthias Stutte

Theater Krefeld © Matthias Stutte

Theater näht Atemschutzmasken für Pflegeheime

In Zusammenarbeit mit dem Krefelder Verein Die Wiege e.V. fertigt die Schneiderei des Theaters Mundschutze. 700 Stück sind schon entstanden. Krefeld und Mönchengladbach. „Helfen wo man helfen kann. Gemeinschaftlich unterwegs sein. Das sind einige Gebote der Stunde. Unser Theater steht mitten in der Stadt und wir verorten
uns auch in der Mitte der Gesellschaft. Wenn wir dieser Stadt und dieser Gesellschaft in der jetzigen Lage etwas zurückgeben können, ist dies gut für alle“, sagt Generalintendant Michael Grosse.

Theater Krefeld Mönchengladbach /  (links) Ina Schotes, Leiterin der Kostümabteilung, und Karin Meincke - Krefelder Verein Die Wiege e.V.  © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / (links) Ina Schotes, Leiterin der Kostümabteilung, und Karin Meincke – Krefelder Verein Die Wiege e.V. © Matthias Stutte

Deshalb hat das Theater Krefeld und Mönchengladbach in Zusammenarbeit mit dem Krefelder Verein Die Wiege e.V., dessen Schirmherrin Schlagersängerin Andrea Berg ist, die Produktion von Atemschutzmasken aus Stoff begonnen. Dort, wo sonst die Kostüme für die Inszenierungen gefertigt werden, nähen die Schneiderinnen und Schneider jetzt aus den hauseigenen Stoffvorräten, aber auch aus vielen Stoffspenden von Krefelder Bürgerinnen und Bürgern Mundschutze. Sie kommen vor allem Pflegeeinrichtungen zugute, die sich mit den Stoffmasken behelfen können. „700 Stück konnten bereits verteilt werden und täglich kommen etwa 150 dazu“, erläutert die Leiterin der Kostümabteilung Ina Schotes. Außerhalb des Theaters sitzen etliche Hobbynäherinnen unermüdlich an ihren Maschinen und unterstützen die Herstellung. Karin Meincke aus dem Vorstand des Vereins Die Wiege e.V. organisiert die Stoffspenden und liefert dem Theater täglich Nachschub. Kontakt: info@karinmeincke.de

Theater Krefeld Mönchengladbach /  Kostümabteilung Theater   © Matthias Stutte

Theater Krefeld Mönchengladbach / Kostümabteilung Theater © Matthias Stutte

Ab sofort näht die Schneiderei des Theaters auch für Einrichtungen in Mönchengladbach, die von der Stadt betreut werden.

—| PressemeldungTheater Krefeld Mönchengladbach |—


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