Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Premiere DER BARBIER VON SEVILLA, 01.11.2020

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

DER BARBIER VON SEVILLA – Gioacchino Rossini

Premiere am 01.11.2020
WHITE-WALL-OPER

Aufgrund unseres ausgefeilten Sicherheits- und Hygienekonzeptes ist es uns möglich, den Spielbetrieb bis auf Weiteres wie geplant fortzusetzen. Denn wie sagte eine Zuschauerin unlängst: »Man kann sich nirgends sicherer fühlen als im Theater!« Dennoch beobachten wir die Pandemieentwicklungen genau und aktuell mit großer Sorge. Gleichzeitig sind wir aber dank der positiven Resonanz unseres Publikums auch voller Zuversicht und freuen uns, an dieser Stelle auf die Premiere der dritten White-Wall-Oper am Sonntag, den 1. November 2020 hinzuweisen.

Schließlich handelt es sich bei Der Barbier von Sevilla um eine der erfolgreichsten Musikkomödien der Operngeschichte. Nicht zuletzt dank ihres Tempos, ihres subtilen Humors und ihren überraschenden Wendungen ist die Oper bis heute aus dem Repertoire nicht mehr wegzudenken.

Unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Soddy erklingt die reduzierte Orchesterfassung von Gerardo Colella. Die von Ernesto Lucas handgezeichneten Illustrationen aus Tuschezeichnung und Aquarell erwecken das bunte Treiben in Sevilla zum Leben. Die junge Regisseurin Maren Schäfer bedient sich in ihrer ersten Regiearbeit für das Nationaltheater Mannheim bei den Charakteren und Typen der italienischen Komödie. Zudem stellt sie Rosina in den Mittelpunkt ihrer Inszenierung, die sich aus ihrer Gefangenschaft befreit und beginnt, ihr eigenes Leben zu leben.

Musikalische Leitung: Alexander Soddy | Nachdirigat: Elias Corrinth | Regie: Maren Schäfer | Illustration: Ernesto Lucas | Animation und Videoproduktion: Eric Guémise | Videotechnik: Carl-John Hoffmann | Bühne: Anna-Sofia Kirsch | Kostüme: Charlotte Werkmeister | Licht: Nicole Berry | Chor: Dani Juris | Choreografische Mitarbeit: Luches Huddleston jr. | Dramaturgie: Deborah Maier

Besetzung: Graf Almaviva: Juraj Hollý | Bartolo, Doktor der Medizin: Bartosz Urbanowicz | Rosina, dessen reiches Mündel: Shachar Lavi | Figaro, Barbier: Ilya Lapich | Basilio, Rosinas | Musiklehrer: Sung Ha | Berta, Bartolos alte Dienerin: Estelle Kruger | Ein Offizier: Hyun-Seok Kim

Mit dem Nationaltheater-Orchester und den Herren des Opernchor

 

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Mannheimer Sommer digital : 09. – 15.7.2020, IOCO Aktuell

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

Mannheimer Sommer 2020 digital – Festival für Musik, von Mozart bis heute 
9. bis 19. Juli 2020 –  Webseite des NTM

Der »Mannheimer Sommer – Europäisches Festival für Musik und Theater von Mozart bis heute«, findet von Donnerstag, 9. bis Sonntag, 19. Juli 2020 im Internet statt. Die Beiträge werden in Anlehnung an die ursprüngliche Festivalstruktur tageweise veröffentlicht und sind auch im Anschluss noch auf der Webseite des Nationaltheaters Mannheim kostenfrei abrufbar. Thematisch setzt der digitale Mannheimer Sommer die europäische Aufklärung, die Oper und den Orient in Beziehung. Von Mozart ausgehend beleuchten die Arbeiten der internationalen Künstlerinnen und Künstler, wie verflochten die Kulturräume des Abend- und Morgenlandes sind.

»Ich freue mich, dass der Mannheimer Sommer trotz der komplexen Situation stattfinden wird. Mich begeistert die Kreativität, mit der das Team vom Mannheimer Sommer nun diese spezielle Ausgabe unseres Festivals gestaltet hat. Gerade ein digitales Festival will in solch kurzer Zeit konzipiert und geplant werden. Auch in dieser Form werden wir unserem Publikum modernes und aufregendes Musiktheater präsentieren, dass das Internet nicht als Ausweichort begreift, sondern sich das für uns so neue Medium zunutze macht«, sagt Opernintendant Albrecht Puhlmann.

„Die Erfahrung, Orient und Okzident als einen vielfach verflochtenen, gemeinsamen Kulturraum zu begreifen, besonders auch musikalisch – diese Erfahrung kann man auch in der digitalen Version machen. Es war großartig, zu sehen, wie konstruktiv die künstlerischen Teams des Festivals mit der schwierigen Situation umgegangen sind. Viele Programmpunkte konnten so digital gerettet werden. Mozart wäre stolz auf uns…“, sagt Jan Dvorák, Künstlerischer Leiter des Festivals.

youtube Trailer NTM Nationaltheater Mannheim
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Michael Grötsch, Kulturbürgermeister der Stadt Mannheim, fügt hinzu: »Die Verlagerung des Festivals ins Internet bietet die Gelegenheit, das Programm einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, als es unter den aktuellen Bedingungen live vor Ort der Fall gewesen wäre. Ich bin mir sicher, dass der Mannheimer Sommer auch digital an die positive Resonanz der vergangenen Jahre anknüpfen wird.«

Das Festival kreist 2020 um die drei hochaufgeladenen, brisanten Begriffe Oper, Orient und Aufklärung. Das Mannheimer Sommer-Team um Jan Dvo?ák hat ein fulminantes Online-Programm aus Musiktheater, Video-Performance, Tanz, Ausstellung und vielem mehr auf die Beine gestellt – mit zum Teil völlig neu und auf den Auftritt im Internet hin konzipierten Arbeiten der namhaften Gastkünstlerinnen und -künstler, zu denen neben der Sängerin Ghalia Benali und den Choreografen Omar Rajeh und Boris Charmatz auch die Regisseure Philipp Quesne und Luk Perceval sowie das Kollektiv Hotel Pro Forma und viele mehr gehören.

Natürlich spielt auch Mozart im digitalen Mannheimer Sommer 2020 eine bedeutende Rolle. Ausgehend von seiner Oper Die Entführung aus dem Serail bleibt Mozart auch in diesem Jahr zentraler Bestandteil des Festivalprogramms. So wird nicht nur Luk Percevals Genfer Inszenierung des Singspiels mit Texten von Asli Erdo?an zu sehen sein, in Ecstatic Mozart stellt sich der Künstler Daniel Cremer in einer ausgelassenen Performance gar als Medium für Mozarts Geist zur Verfügung.

Flankiert wird das Programm von einer Reihe exklusiver Konzertfilme, die facettenreicher kaum sein könnten. Von türkischem Funk und nigerianischem Boogie über Elektro-Surf-Punk bis hin zu Swing und Sci-Fi Pop stehen das Trickster Orchestra, DJ Guy Dermosessian, Maulwürfe, Felix Kubin, Basswald und Lichtung und das Little Vintage Orchestra für die musikalische Vielfalt der diesjährigen Festivalausgabe.

Selbst auf das Flanieren im Festivalzentrum muss das Publikum nicht verzichten. Der digitale Nachbau von Eylien König und Carl-John Hoffmann lädt während des gesamten Festivals zum virtuellen Rundgang durch den Paradiesgarten ein. Dort ist auch an sechs Terminen die Freitagsküche aus Frankfurt am Main anzutreffen, die in einem kulinarischen Speed-Dating mit den beteiligten Teams für Inspiration in der heimischen Küche sorgt.

Der »Mannheimer Sommer« wird ermöglicht und gefördert durch die Stadt Mannheim und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Der Themenschwerpunkt Jenseits des Serails wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei den Freunden und Förderern des Nationaltheaters Mannheim e.V. sowie der Landesbank Baden-Württemberg für die freundliche Unterstützung.

—| IOCO Aktuell Nationaltheater Mannheim |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Musikalische Akademie – 2020/21, IOCO Aktuell, 16.05.2020

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

MUSIKALISCHE AKADEMIE  –  Nationaltheater Orchester Mannheim

 Spielzeit  2020/21  –  Flexibilität – in diesen Zeiten besonders gefordert

von Uschi Reifenberg

Das wissen auch Fritjof von Gagern, Präsident der Musikalischen Akademie und 1.Solocellist des Mannheimer Nationaltheater Orchesters in Personalunion und Generalmusikdirektor Alexander Soddy, die nun das aktuelle Programm der  242. Saison der  Musikalischen Akademie, welche 1778 gegründet wurde, vorgestellt haben.

Die Unsicherheit in der derzeitigen Krise zwingt die Künstler in eine besondere Situation und nötigt ihnen aus ihrer Planungswerkstatt verschiedene Lösungsmöglichkeiten ab. Der fehlende Austausch mit dem Publikum und der derzeitige Verlust des gemeinschaftlichen Erlebens von Musik verstärkt die Sehnsucht nach künstlerischer Normalität und beflügelt die Hoffnung auf eine bessere Zeit nach dem Ausnahmezustand.

„Wir arbeiten mit verschiedenen Szenarien – einem Plan A, so wie die Saison eigentlich gedacht ist, und einem Plan B, C und D, in welchen wir alternative Veranstaltungsformate durchspielen“, so von Gagern. „Die letzten abgesagten Konzerte (…) sind ein unfassbarer künstlerischer Verlust.  Gerade deshalb benötigen wir aus der Stille der Krise die Perspektive (…). Wir sehen es als unsere Aufgabe, Konzerte zu ermöglichen und durch die Musik Halt und Zuversicht gerade in diesen Zeiten zu geben“.

Der thematische Schwerpunkt der kommenden Programmgestaltung 2020/21 liegt in der Entwicklung romantischer und spätromantischer Kompositionen des 19. Jahrhunderts hin zur Auflösung konventioneller musikalischer Strukturen im 20. Jahrhundert, der atonalen Musik der  Moderne, sowie deren Repräsentanten der 2. Wiener Schule.

Geplant sind acht Doppelkonzerte, die einen weiten Bogen von Joseph Haydn bis Enrico Chapelá  spannen und wie immer im Mozartsaal des Rosengarten stattfinden werden. Ergänzt werden die Konzerte  durch das Konzertformat der Kammerakademie im Opernhaus des Nationaltheaters, das alljährlich besondere Akzente setzt und diesmal ein spannendes Bläserprogramm verspricht.

Wie in jedem Jahr sind auch in der Saison 20/21 wieder hochkarätige Solisten bei der Musikalischen Akademie zu Gast.

NTM Nationaltheater Mannheim / Bühne und Besucherraum für kommende Konzerte der Musikalischen Akademie © Christian Kleiner

NTM Nationaltheater Mannheim / Bühne und Besucherraum für kommende Konzerte der Musikalischen Akademie © Christian Kleiner

GMD Alexander Soddy wird allein vier der acht Doppelkonzerte dirigieren.   Den Auftakt macht GMD Alexander Soddy im ersten Akademiekonzert am 19./20. Oktober 2020, mit einem breit gefächerten und kontrastreichen amerikanisch- russisch- englischen Programm. John Adams Orchesterstück „Short Ride in a fast machine“ von 1986, das in atemberaubendem Tempo dahin jagt, wird dem populären 2. Klavierkonzert des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow vorangestellt, interpretiert vom russisch-amerikanischen Pianisten Kirill Gerstein. Edward Elgars Sinfonie Nr.1, ein Meilenstein der englischen Sinfonik, dürfte beim Briten Alexander Soddy in den besten Händen liegen.

Im 2. Akademiekonzert am 16. und 17. November, das sich deutschen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts widmet, steht nach längerer Zeit als Instrument wieder das Horn im Mittelpunkt. Das 2. Hornkonzert von Richard Strauss, das zu den schwierigsten Hornkonzerten überhaupt zählt, wird gespielt von Radek Baborák, dem ehemaligen Solohornisten der Berliner Philharmoniker. Mit Carl Maria von Webers Ouvertüre „Die Beherrscher der Geister“ und der 2. Sinfonie von Robert Schumann taucht das Programm tief in die Epoche der Früh- und Hochromantik ein.

Das 3. Akademiekonzert am 14./15. Dezember unter der Leitung von Ingo Metzmacher, trägt durchweg märchenhafte Züge. Dem besonders zur Weihnachtszeit beliebten Vorspiel aus Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel folgt das Konzert für Viola und Orchester von Paul Hindemith Der Schwanendreher, das auf alten Volksliedern basiert. Als Solist konnte der Solo-Bratschist der Berliner Philharmoniker Amihai Grosz gewonnen werden.

In Alexander Zemlinskys Orchesterstück Die Seejungfrau wird die Geschichte der sich nach der Menschenwelt sehnenden Meerjungfau von Hans Christian Andersen lebendig, Ein reines russisches Programm verspricht das 4. Akademiekonzert am 8./9. Februar 2021, das von der französischen Dirigentin Ariane Matiakh geleitet wird.

Dmitri Schostakowitschs 1. Cellokonzert, das für Mstislaw Rostropowitsch geschrieben wurde, wird hier von der Cellistin Tatjana Tetzlaff gestaltet, flankiert von Michail Glinkas Kamarinskaya, einem bahnbrechenden russischen Orchesterwerk und Sergej Rachmaninows faszinierender   „Toteninsel“, inspiriert von Arnold Böcklins berühmten Gemälde.

Als letzter Programmpunkt setzt Modest Mussorgski mit seinem Meisterwerk Eine Nacht auf dem kahlen Berge einen phänomenalen Schlusspunkt unter die Reihe der russischen  Schauerromantik.

Das 5. Akademiekonzert am 8./9. März 21 bewegt sich im Spannungsfeld des Franzosen Claude Debussy, dem deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven und dem Dänen Carl Nielsen.

Geleitet wird das Konzert vom dänischen Dirigenten Michael Schønwandt, der Komponist Hans Abrahamsen, ebenfalls Däne, orchestrierte 2011 Debussys bekannte Klavierminiaturen Childrens Corner, die Debussy seiner geliebten Tochter widmete.

Mit Beethovens 1.Klavierkonzert wird Kit Armstrong zu erleben sein, ein ersehnter Beethoven   Programmpunkt nach dem stark reduzierten Beethoven Jubiläumsjahr 2020.  Michael Schønwandt, dessen besondere Verbundenheit der Musik Carl Nielsen gilt, stellt die Sinfonia espansiva seines Landsmanns nun erstmalig dem Mannheimer Publikum vor.

Nationaltheater Mannheim / Generalmusikdirektor Alexander Soddy © Gerard Collett

Nationaltheater Mannheim / Generalmusikdirektor Alexander Soddy © Gerard Collett

Das 6. Akademiekonzert am 12./13. April 21 steht ganz im Zeichen Anton Bruckners. Mit seiner 5. Sinfonie, der sogenannten „katholischen“ setzt der italienische Dirigent Antonello Manacorda den Mannheimer Bruckner Zyklus fort. Bruckner schuf mit dieser Sinfonie wohl sein persönlichstes Werk, eine Art Glaubensbekenntnis nach einer für ihn schweren Zeit. Vom großen Vorbild Richard Wagner hatte er sich in dieser Sinfonie endlich emanzipiert.

Das 7. Akademiekonzert am 10./11. Mai 21, unter der Leitung von Alexander Soddy, spannt den Bogen von der Frühklassik Joseph Haydns über Gustav Mahler bis zur 2.Wiener Schule  Alban Bergs im 20. Jahrhundert, dessen „3 Stücke aus der Lyrischen Suite“, bearbeitet für Streichorchester, zu hören sein werden. Alle drei Komponisten verbindet der Bezug zur Stadt Wien. Der 1.Solo-Trompeter des Nationaltheater Orchesters Lukas Zeilinger, der ebenfalls aus der Nähe von Wien stammt, wird mit Haydns Trompetenkonzert eines der bedeutendsten Kompositionen für dieses Instrument interpretieren. Eine schöne Tradition der Musikalischen Akademie, Solisten aus „den eigenen Reihen“ in ihren Konzerten vorzustellen.

Gustav Mahlers 1.Sinfonie, reich an Gegensätzen und Bezügen, setzt den spannenden Schlusspunkt in diesem vielfältigen Programm.

Das 8. Akademiekonzert am 22./22. Juni 21, wiederum dirigiert von Alexander Soddy, mit einem kontrastreichem französisch- lateinamerikanischen Programm, bringt ein Wiedersehen mit dem Violinisten August Hadelich, der teilweise in Mannheim aufwuchs und auf allen großen Konzertpodien der Welt zu Hause ist. Er wird mit Édouard Lalos Sinfonie espagnole zu hören sein. Mit Spannung erwartet wird die Uraufführung von Enrico Chapellas genreübergreifender Komposition, einem Auftragswerk für die Musikalische Akademie. Zwei exemplarische Werke des Impressionismus bilden den Rahmen für diesen Abend, Maurice Ravels Alborada del grazioso, aus dem Klavierzyklus Miroirs, der hier als Orchesterwerk erklingt und La mer von Claude Debussy.

Am 6./7. Juni setzen dann die Bläser in der Kammerakademie mit Richard Strauss, Antonin Dvorák und Friedrich Gulda ganz besondere Akzente.  Joseph Bastian dirigiert, Benedict Kloeckner ist der Solist in Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester, einem energiegeladenem Crossover-Stilmix, der unter die Haut geht. Die Bläserserenaden von Strauss und Dvorák sind absolute Meisterwerke ihres Genres und lassen einen Hauch von Mozart‘schem Geist durchs Programm wehen.

Die Musikalische Akademie Mannheim  –  Akademiekonzerte

Mit nunmehr 242 Jahren sind die Akademiekonzerte in Mannheim weltweit eine der traditionsreichsten Konzertreihen weltweit. Gegründet wurde sie 1778 im Geiste der Mannheimer Schule – und damit an der Speerspitze der damaligen Avantgarde – von den Musikern der Kurfürstlichen Hofkapelle, des heutigen Nationaltheater – Orchesters. Es ist bemerkenswert, dass diese Institution auf ihrem Weg zum Traditionsorchester durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte immer vom außergewöhnlichen Zuspruch der Mannheimer Bürgerinnen und Bürger getragen wurde und heute wird.

Brahms, Furtwängler, Strauss, Kleiber, Hindemith, Rostropowitsch, Stein, Argerich, Zimmermann – die Liste der ganz großen Namen, die als Dirigenten und Solisten bei den Akademiekonzerten zu Gast waren, ließe sich lang fortsetzen. Den in der Musikalischen Akademie organisierten Musikern des Nationaltheater- Orchesters ist es immer gelungen, einige der interessantesten Musiker* innen ihrer Zeit nach Mannheim zu holen.

Heute ist die künstlerische und finanzielle Eigenständigkeit der Musikalischen Akademie einzigartig in Deutschland. Nach wie vor prägen Authentizität, Vielfalt und Ideenreichtum die Auswahl von Programmen und Gastkünstlern. Jährlich wird ein Kompositionsauftrag vergeben.   (Zitiert aus dem Jahresprogramm).

—| IOCO Aktuell Nationaltheater Mannheim |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Phantome der Oper – Musiktheaterrevue , 29.02.2020

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Phantome der Oper – Musiktheaterrevue

  von Jan Dvorák und Philipp Stölzl 

Premiere Samstag, 29. Februar 19 Uhr

400 Jahre Oper an einem Abend, eine ­Gala der schönsten Arien und Szenen des Genres, dargeboten von Sängerinnen und Sängern des Nationaltheaters – diesem Vorhaben haben sich Jan Dvorák und Philipp Stölzl mit der Musiktheaterrevue Phantome der Oper verschrieben. Nicht ohne ein zwinkerndes Auge lüften sie die großen Geheimnisse rund um die Oper und ihr verwirrendes Regelwerk und vertrauen sich dabei dem Nachtpförtner Giovanni an. Regisseur Philipp Stölzl, bekannt durch Spielfilme wie Der Medicus und Goethe!, hat bereits an den großen Häusern Deutschlands und Österreichs sein Können im Umgang mit der Gattung Oper unter Beweis gestellt. Im Verbund des Teams FANTOMAS (Jan Dvorák, Kathi Maurer, Philipp Stölzl, Heike Vollmer) gibt er seinen Einstand am Nationaltheater.

Bei der Premiere am Samstag, den 29. Februar um 19 Uhr werden Martina Welschenbach, Shahar Lavi, Joachim Goltz, Joshua Whitener sowie Sung Ha an der Seite des Opernchors die Gesangspartien übernehmen. Michael Ransburg spielt die Rolle des Nachtpförtners Giovanni. Die musikalische Leitung hat Mark Rohde.

FANTOMAS

Hinter dem Namen Fantomas verbirgt sich ein Künstlerkollektiv, das sich seit dem Jahr 2014 um den Film- und Theaterregisseur Philipp Stölzl gebildet hat. Es umfasst neben ihm die Bühnenbildnerin Heike Vollmer, die Kostümbildnerin Kathi Maurer sowie den Komponisten und Theatermacher Jan Dvorák. Nachdem alle vier in zahlreichen Theaterarbeiten (u.a. Andersens Erzählungen, Theater Basel, Frankenstein, Hamburgische Staatsoper, Der Phantast, Staatsschauspiel Dresden) zu einer gemeinsamen künstlerischen Sprache gefunden haben, ist Phantome der Oper am Nationaltheater Mannheim die erste Produktion, in der sie als Team gemeinsam Konzept, Buch, Regie und Ausstattung übernehmen.

Weitere Vorstellungen finden am 6., 19. und 31. März statt sowie am 19. und 29. April, am 15. Mai und zum letzten Mal in dieser Spielzeit am 7. Juni.

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