Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Spielplan September / Oktober 2018 

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

September / Oktober 2018

Theaterfest

Am Samstag, 15. September 2018, ab 15.00 Uhr, Opernhaus/Schauspielhaus/Werkhaus

Zu Beginn der neuen Spielzeit feiern wir das traditionelle Theaterfest. Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm mit öffentlichen Proben, Blicken hinter die Kulissen, Autogrammstunde, Requisiten- und Kostümverkauf und vielem mehr.
Ob Groß, ob Klein, ob Theaterkenner oder Theaterentdecker – an diesem Tag steht das NTM allen Neugierigen offen. Der Eintritt ist frei.


Premieren im September


Premieren Schauspielhaus

• Volksfest (UA)
Theaterparcours von und mit dem Mannheimer Stadtensemble

Uraufführung am Freitag, 28. September 2018, 16.00 Uhr, Theatervorplatz
Weitere Vorstellungen am 29. und 30. September sowie am 3., 4., 5., 6. und 7. Oktober 2018
Einlass alle 15 Minuten von 16.00 bis 21.00 Uhr

Wofür steht eigentlich das Wort »Nation« in »Nationaltheater«? Wer ist damit gemeint, und wer fühlt sich tatsächlich davon angesprochen? Bedarf es dieses Begriffs heute noch, der historisch Zusammengehörigkeit zum Ausdruck bringen und Verbindung stiften sollte?
Zusammengehörigkeit entsteht durch gemeinsame Erlebnisse, Erfahrungen und Erinnerungen. Wenn es etwas gibt, woran sich fast alle Mannheimerinnen und Mannheimer erinnern, dann ist es die »Mannheimer Mess«, das größte Volksfest der Region. Ursprünglich zur Feier der Stadt- gründung ins Leben gerufen, hat sie ihren festen Platz in den Kindheitserinnerungen der meisten Bewohner und damit auch in der kollektiven Erinnerung dieser Stadt.
Mit »Volksfest«, einer Jahrmarkts-Performance auf dem Theatervorplatz für jeweils eine Zuschauerin oder einen Zuschauer, spürt das neu gegründete Mannheimer Stadtensemble kollektiven Erinnerungen nach und fragt nach möglichen Bedeutungen des Begriffs »Nation« für eine Stadt wie Mannheim, für die das Miteinander vieler »Nationen« charakteristisch und selbstverständlich ist.

Regie Beata Anna Schmutz Recherche & Texte Stefan Hornbach Bühne & Kostüme Schroeder Rauch Video Karolin Serafin Dramaturgie Lea Langenfelder
Mit dem Mannheimer Stadtensemble

• 21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden
Videoinstallation von Mats Staub

Vernissage am Freitag, 28. September 2018, 18.00 Uhr, Unteres Foyer
Ausstellung vom 28. September bis 28. Oktober 2018
Täglich geöffnet ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Zutritt mit gültiger Theatereintrittskarte.
Öffnung jeweils mit Kassenöffnung.

Frau Zirkelbach feierte 1939 ihren 21. Geburtstag, Herr Demirel 1977, Frau Farioli 2001. In welchem Jahr sind Sie 21 geworden? Was hat sich in diesem Jahr ereignet? Und wie sind Sie erwachsen geworden?
Für sein Langzeitprojekt »21« spricht der Schweizer Künstler Mats Staub mit Menschen verschiedenen Alters über diese Fragen und zeichnet ihre Erzählungen auf Tonband auf. Nach drei Monaten besucht er die Protagonisten erneut: Während er ihnen die verdichteten Tonaufnahmen vorspielt, filmt er die Reaktionen in ihren Gesichtern. Sie reichen von Schmunzeln über Weinen, Gesten des Stolzes bis zum sichtbaren Nachsinnen. Als Videoinstallation porträtiert »21« die Erzählenden als Hörende ihrer eigenen Erinnerung.
Anlässlich der Eröffnung der Spielzeit 2018/19 ist diese beständig wachsende Sammlung von Videoporträts erstmals in Mannheim zu sehen – erweitert um Erinnerungen von Mannheimer Bürgerinnen und Bürgern.

Eine Kooperation mit dem Kunstfest Weimar. Mit freundlicher Unterstützung durch Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung.
Die Mannheimer Fassung wird unterstützt von der GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH.

Idee, Konzept & Leitung Mats Staub Szenografie Monika Schori Kamera Matthias Stickel / Benno Seidel / Sifiso Khanyile Ton Andrea Brunner / Mandla Nkuna Technik Hanno Sons
Produktion zwischen_produktionen

• Die Räuber
Friedrich Schiller

Premiere am Freitag, 28. September 2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Weitere Vorstellungen am 30. September sowie am 7., 12. und 18. Oktober 2018

1781 schreibt der junge Schiller ein vor Dramatik, Gefühlen und Freiheitsdrang berstendes Stück über den Konflikt zweier ungleicher Brüder. Franz und Karl Moor wollen sich für das ihnen vermeintlich zugefügte Unrecht an der Welt rächen – natürlich mit Gewalt, die alle Übrigen mit in den Abgrund reißt. In Schillers Erstling wird eines der ältesten Motive der Weltliteratur aktiviert: das der verfeindeten Brüder. Aber auch die »Räuberpistole«, der Widerstand gegen die absoluten Herrscher, die »gerechte Gewalt« sind starke, bis heute aktuelle Themen. Schillers Drama ist seit seiner Uraufführung 1782 mit dem Nationaltheater Mannheim verbunden wie kein anderes Stück. Zum Auftakt der Spielzeit 2018/19 und zum Beginn der neuen Schauspielintendanz stellt sich Mannheims künftiger Hausregisseur Christian Weise dem großen Klassiker. Schillers gefühlsgewaltiges und zorniges Idealisten-Drama dient ihm als Vorlage für eine Inszenierung, die Mythen unserer westlichen Kultur befragt. Was ist unsere Vorstellung einer »Leitkultur«? Und was tragen »Die Räuber« dazu bei? In einer Mischung aus Show, Performance und Pop, die sich aller dem Theater zur Verfügung stehenden Mittel bedient, spürt Christian Weise den Räubern in uns nach.
Nach Inszenierungen u. a. am Maxim Gorki Theater Berlin und am Staatstheater Stuttgart stellt Christian Weise sich mit »Die Räuber« als neuer Hausregisseur am Nationaltheater Mannheim vor.

Regie Christian Weise Bühne & Kostüme Jana Findeklee / Joki Tewes Musik Falk Effenberger
Licht Nicole Berry Dramaturgie Annabelle Leschke
Mit Almut Henkel (Graf von Moor), Nicolas Fethi Türksever (Karl Moor), Christoph Bornmüller (Franz Moor), Sarah Zastrau (Amalia), Maria Munkert (Spiegelberg), Arash Nayebbandi (Schweizer), Nancy Mensah-Offei (Razmann), Patrick Schnicke (Hermann), Falk Effenberger (Musiker)

• Mitwisser (DE)
von Enis Maci

Deutsche Erstaufführung am Samstag, 29. September 2018, 17.00 Uhr, Studio Werkhaus
Weitere Vorstellungen am 4., 6., 12. und 21. Oktober 2018

Drei Verbrechen stehen im Zentrum von Enis Macis poetischer Kartografie einer verrohenden Welt: In Port St. Lucie, einem amerikanischen Albtraum aus Altenheimen und Golfplätzen am Rand der Sümpfe, gerät die Party des Teenagers Taylor Hadley im Haus seiner verreisten Eltern außer Kontrolle. Am anderen Ende der Welt, im türkischen Koruyaka, wird Nevin Yildirim Opfer eines Verbrechens. Der Täter ist ein Verwandter. Nevin fordert Rache, doch auf die Justiz ist kein Verlass. Wie weit darf sie gehen? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Impuls und blindem Affekt? Dinslaken im Ruhrgebiet: Arbeit ist rar und außer Fußball eint die Menschen wenig. Zwischen stillgelegten Kohlezechen wuchern Unkraut und Parallelgesellschaften. Hier entschließt sich Nils Donath zum denkbar radikalsten Bruch mit der westlichen Kultur.
Enis Maci, in dieser Spielzeit Hausautorin am Nationaltheater Mannheim, beschreibt mit sprachlicher Wucht das Ungeheure neben dem Alltäglichen. Sie richtet den Blick auf den Nährboden der Gewalt: die Mitwisser. Der Regisseur Nick Hartnagel inszenierte u. a. am Schauspiel Hannover und war mit zwei Uraufführungen beim Heidelberger Stückemarkt vertreten.

Regie Nick Hartnagel Bühne & Kostüme Yassu Yabara Mitarbeit Kostüme Jana Donis Musik Toben Piel Licht Björn Klaassen Dramaturgie Sascha Hargesheimer

Mit Tala Al-Deen, Sophie Arbeiter, Rocco Brück, Boris Koneczny, Robin Krakowski, Ragna Pitoll

• Der Elefantengeist (UA)
Lukas Bärfuss

Uraufführung am Samstag, 29. September 2018, 20.00 Uhr, Schauspielhaus
Weitere Vorstellungen am 3., 5., 13. und 20. Oktober

Er war der »schwarze Riese« der alten BRD: Helmut Kohl (1930 – 2017). Als Bundeskanzler prägte Kohl 16 lange Jahre die Politik der Bundesrepublik. Der Wegbereiter der Europäischen Union und »Kanzler der Einheit« war auch verstrickt in Spendenaffären und gab mehr als nur ein umstrittenes Ehrenwort. Als Inbegriff deutscher Biederkeit und Weltpolitiker in einem zog Kohl Spott auf sich und beeindruckte zugleich durch seinen Machtinstinkt und sein vermeintliches Elefantengedächtnis. In ihrer ersten gemeinsamen Theaterarbeit gehen der Autor Lukas Bärfuss und die Regisseurin Sandra Strunz der Frage nach, wie Kohl uns in Erinnerung bleiben und welche Bedeutung sein Name für künftige Generationen haben wird. Der Pfälzer wird zum Ausgangspunkt einer Expedition in eine versunken anmutende Zeit. Für seine Theaterstücke und Romane wurde Lukas Bärfuss vielfach ausgezeichnet. Er gilt als eine der wichtigsten Stimmen der europäischen Gegenwartsliteratur. Mit »Der Elefantengeist« schreibt Bärfuss erstmals ein neues Stück für das Nationaltheater Mannheim. Sandra Strunz inszenierte u. a. am Staatsschauspiel Dresden und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Regie Sandra Strunz Bühne & Kostüme Sabine Kohlstedt (Gast) Musik Rainer Süßmilch / Karsten Süßmilch Licht Wolfgang Schüle Dramaturgie Kerstin Grübmeyer

Mit László Branko Breiding (Dr. László), Matthias Breitenbach (Dr. Matthias), Johanna Eiworth (Johanna), Eddie Irle (Dr. Eddie), Jacques Malan (Dr. Jacques), Viktoria Miknevich (Dr. Viktoria), Martin Weigel (Dr. Martin)


Schauspiel Extra – Neue Reihe


• Dramatik der Wirklichkeit
Autorenmatinée mit Lukas Bärfuss und Enis Maci
Am Sonntag, 30. September 2018, 11.00 Uhr, Theatercafé
Wie verhält sich der Theatertext zur Wirklichkeit? Zum Auftakt einer neuen Reihe am NTM über das Verhältnis von Kunst und Realität diskutieren der Schweizer Romanautor und Dramatiker Lukas Bärfuss und die neue Hausautorin Enis Maci.
Moderation Fabian Burstein


Wiederaufnahmen im September


Oper

• Don Giovanni
Wolfgang Amadeus Mozart
Wiederaufnahme am Sonntag, 16. September 2018, 18.00 Uhr, Opernhaus
Weitere Vorstellungen am 22., 27. September sowie am 6. und 14. Oktober 2018

• Aschenputtel (La Cenerentola)
Gioacchino Rossini
Wiederaufnahme am Freitag, 21. September 2018, 19.30 Uhr, Opernhaus
Weitere Vorstellungen am 30. September sowie am 19. und 26. Oktober 2018

• Werther
Jules Massenet
Wiederaufnahme am Sonntag, 23. September 2018, 19.00 Uhr, Opernhaus
Weitere Vorstellungen am 29. September sowie am 13. und 21. Oktober 2018

• Rigoletto
Giuseppe Verdi
Wiederaufnahme am Freitag, 28. September 2018, 20.00 Uhr, Opernhaus
Weitere Vorstellungen am 3., 12. und 31. Oktober 2018


Junges NTM


• FrierSchlotterSchwitz
Barbara Fuchs 3+
Wiederaufnahme am Sonntag, 30. September 2018, 11.00 Uhr, Studio Feuerwache
Weitere Vorstellungen am 1. und 2. Oktober 2018
Weitere Veranstaltungen im September

• Begegnung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters mit Samuel Koch
Am Mittwoch, 19. September 2018, 20.00 Uhr, Theatercafé

• Theater-Sneak
Am Dienstag, 25 September 2018, 19.00 Uhr, Unteres Foyer


Premieren im Oktober


Premiere Junges NTM

• Utopie – Eine Recherche über die Zukunft
14+
Premiere am Sonntag, 7. Oktober 2018, 16.30 Uhr, Saal Junges NTM
Weitere Vorstellungen am 4., 9., 10. und 11. Oktober 2018

Ein musikalisches Werk. Vier Generationen. Eine Bühne. Wie stellen wir uns die Zukunft vor? Und wie prägt die Vergangenheit die Erwartungen an sie?
Ausgehend von der Komposition »Utp_«, die von Alva Noto und Ryuichi Sakamoto zusammen mit dem Ensemble Modern im Jahr 2007 geschaffen und der Stadt Mannheim zum 400. Jubiläum geschenkt wurde, befragen Ulrike Stöck und ihr Team in der Produktion »Utopie – Eine Recherche über die Zukunft« unsere Stadt und unsere Welt. Sie entwerfen eine Weltanschauung jenseits von realistischen Sachlagen. Eine Utopie eben.
Auf der Bühne stehen ein Kind, zwei Schauspieler unterschiedlichen Alters und eine Person in der nachberuflichen Lebensphase. Gemeinsam beleben sie die elektronische Komposition mit ihren Geschichten und Perspektiven. Sie tanzen, besetzen und bebildern und lassen einen gemeinsamen Zukunftsraum entstehen. Einen Zukunftsraum, in dem alles möglich ist.

Regie Ulrike Stöck Licht Fred Pommerehn Choreografie Konstantin Achmed Bürger Dramaturgie Lisa Zehetner Kunst & Vermittlung Sarah Modeß / Julia Waibel
Mit Manuela Albu-Schreyer, Patricija Katica Bronic, Emily Corbett, Alma Heiden, Brigitte Radtke, Uwe Topmann


Premieren Schauspiel


• Judas
Monolog von Lot Vekemans
Deutsch von Eva Pieper und Christine Bais

Premiere am Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Weitere Vorstellungen am 14., 19. und 23. Oktober 2018

»Denn dieser sollte ihn verraten: einer der zwölf«, heißt es über Judas, den Mann, der als Verräter von Jesus Christus zu trauriger Berühmtheit gelangen sollte. Aber kennen wir die ganze Wahrheit? Vielleicht ließe sich die Geschichte auch anders erzählen, als Dienst eines Freundes nämlich, der Jesus half, seinen Plan in die Tat umzusetzen: zu sterben und damit unsterblich zu werden. Zwei Freunde und ein Deal – und die angenommene Bestechungsgabe, dreißig Silberlinge.
In Lot Vekemans Monologstück schildert Judas die Ereignisse aus seiner Sicht. Er ist ein Selbstdarsteller, ein moderner Performer, der uns überzeugen möchte. Musste er nicht den Messias verraten, um Gottes Heilsplan durchzusetzen? Denn konnte nicht erst der Opfertod Jesu die Menschheit erlösen? War alles Vorbestimmung oder doch freier Wille oder gar eine Verkettung unglücklicher Zufälle? Lot Vekemans ist eine der wichtigsten Stimmen der niederländischen Gegenwartsdramatik. Ihre Stücke werden auch in Deutschland mit großem Erfolg gespielt.
Regie Philipp Rosendahl Bühne & Kostüme Marina Schutte Musik Thorsten Drücker Licht Damian Chmielarz Dramaturgie Annabelle Leschke
Mit Samuel Koch

• Istanbul
Selen Kara, Torsten Kindermann und Ak?n E. Sipal
Liederabend mit Songs von Sezen Aksu

Premiere am Samstag, 27. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Weitere Vorstellung am 31. Oktober 2018

Stellen wir uns vor, das Wirtschaftswunder hätte in der Türkei und nicht in Deutschland stattgefunden. Statt der türkischen Gastarbeiter, die nach Deutschland kamen, wären Mannheimerinnen und Mannheimer nach Istanbul ausgewandert, um dort zu arbeiten und zu leben. Wie hätten sie sich zurecht gefunden in einer ihnen fremden Welt? An welche Sitten und Gebräuche hätten sie sich gewöhnen müssen, und hätten sie das überhaupt gewollt? Wäre ihnen das neue Land jemals zur Heimat geworden?
In Szenen auf Deutsch und Songs auf Türkisch erzählt der Liederabend »Istanbul« von Regisseurin Selen Kara und Ak?n Emanuel Sipal, in der Spielzeit 2016/2017 Hausautor am Nationaltheater Mannheim, die Geschichte der Gastarbeiter andersherum: Klaus Gruber, ein Arbeiter aus Mannheim, sucht in Istanbul eine Zukunft für sich und seine Familie. Aber das Ankommen in der Fremde ist gar nicht so einfach. Zum Glück vermögen die wundervoll-traurigen Lieder von Sezen Aksu, der Göttin der türkischen Popmusik, das Heimweh zu lindern.

Übernahme einer Produktion des Schauspielhauses Bochum
Idee & Konzept Selen Kara / Torsten Kindermann Fassung Selen Kara / Ak?n E. Sipal Text Ak?n E. Sipal Regie Selen Kara Musikalische Leitung Torsten Kindermann Bühne Thomas Rupert Kostüme Emir Medic Licht Damian Chmielarz Dramaturgie Monika Gies-Hasmann / Ouldooz Pirniya
Mit Boris Koneczny, Almut Henkel, Viktoria Miknevich, Nicolas Fethi Türksever, Martin Weigel


Premiere Oper


• Die Meistersinger von Nürnberg
Richard Wagner

Premiere am Sonntag, 28. Oktober 2018, 16.00 Uhr, Opernhaus
Weitere Vorstellungen am 7. und 18. Oktober sowie 1. und 10. November 2018

Wieder einmal war Richard Wagner in Geldnot geraten. Eine publikumswirksame, komische Oper sollte hier schnelle Abhilfe schaffen: Seine »Meistersinger von Nürnberg« wurden schließlich aber weit mehr als nur komisch. Angesiedelt im altdeutsch-idyllischen Nürnberg des 16. Jahrhunderts, lässt Wagner junge Liebe gegen die Starrheit einer mit allen Mitteln aufrechterhaltenen Tradition antreten. Eva, die Tochter des Goldschmiedemeisters Pogner, hat sich in Walther von Stolzing verliebt. Der jedoch kann sie nur heiraten, wenn er den von Evas Vater ausgeschriebenen Sängerwettstreit gewinnt und mit seinem Preislied die gestrengen Meistersinger überzeugt. Hans Sachs erkennt das Potenzial des jungen Ritters und verhilft ihm – und der »deutschen Kunst« – schließlich zum Erfolg.
Regisseur und Bühnenbildner Nigel Lowery liebt nach eigenen Worten genau diese »deutsche Kunst«, was ihn nicht daran hindert, ihr mit seinem unverkennbar britischen Humor zu Leibe zu rücken. Und ihr zum 150. Jubiläum der Uraufführung, befreit von falschem Pathos, ganz neue Facetten abzugewinnen.

Musikalische Leitung Alexander Soddy Regie, Bühne & Kostüme Nigel Lowery Licht Lothar Baumgarte Dramaturgie Cordula Demattio / Albrecht Puhlmann Chor Dani Juris

Mit Thomas Jesatko (Hans Sachs), Tilmann Unger (Walther von Stolzing), Joachim Goltz (Sixtus Beckmesser), Astrid Kessler (Eva), Christopher Diffey (David) sowie dem Opernchor und dem Extrachor


Festlicher Opernabend


• Don Giovanni
Wolfgang Amadeus Mozart
mit Michael Volle als Don Giovanni und Erwin Schrott als Leporello
Nur am Samstag, 20. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Opernhaus
Stimmgewaltig und dämonisch, dabei aber immer präzise und klug sind Michael Volles Charakterstudien. Auch der uruguayische Bassbariton Erwin Schrott kehrt nach seinem Debüt als Ramphis in »Aida« bereits in dieser Spielzeit ans NTM zurück.
Mit freundlicher Unterstützung unseres Hauptsponsors Baden-Württembergische Bank
Musikalische Leitung Alexander Soddy
Musiksalon

• Musiksalon // Klassik
»Blaue Stunde« Werke von Claude Debussy u.a.
Nur am Sonntag, 14. Oktober 2018, 20.00 Uhr, Oberes Foyer

Der Musiksalon eröffnet die Saison mit einem atmosphärischen Wandelkonzert, das Raum, Licht und Musik zu einem Erlebnis werden lasst. Hier kann man eintauchen in die Welt der Impressionisten Ravel, Debussy und Satie, die auf der Suche nach dem Klang für ein neues
Jahrhundert waren!


NTM // Pop


• Archie Shepp
»Fire Music« – Respect
Nur am Mittwoch, 24. Oktober 2018, 20.00 Uhr, Opernhaus

Erstmals führt der 80 jährige Jazzgigant Archie Shepp sein 1965 bei „Impulse!“ erschienenes Album Fire Music in ganzer Länge auf, welches, aufgrund der damals brisanten und expliziten Thematisierung der afro-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung wie dem Vietnamkrieg, zu den kontroversesten und mutigsten Alben seiner langen Karriere zählt.
In Kooperation mit »Enjoy Jazz«

• Dillon
»Kind«
Nur am Samstag, 27. Oktober 2018, 20.00 Uhr, Opernhaus
Die Sängerin und Pianistin Dillon ist Vertreterin einer jungen Generation von Künstlerinnen, die mit Talent und Innovationsdrang ein neues musikalisches Feld erschließen. Und so ist auch ihr neues Album ?Kind? ein musikalischer Geniestreich, der ein feines Gewebe aus Pop, Elektronik und Klassik spinnt.
In Kooperation mit »Enjoy Jazz«
Mit Dillon, Band und Orchestermusikern des NTM

Schauspiel Extra – Neue Reihen

• Drei Farben:
Schwarz – Rot – Gold

Der Abend »Schwarz« am Dienstag, 2. Oktober 2018, 20 Uhr, Casino Werkhaus
Der Abend »Rot« am Sonntag, 14. Oktober 2018, 20 Uhr, Casino Werkhaus
Der Abend »Gold« am Freitag, 26. Oktober 2018, 20 Uhr, Casino Werkhaus

Die neue dreiteilige Reihe im Casino Werkhaus ist inspiriert von Krzysztof Kie lowskis Film-Trilogie
»Drei Farben: Blau Weis Rot« und beschäftigt sich mit Fragen wie: Was ist Heimat? Was ist Heimweh? Was ist Patriotismus?
Texte von Hölderlin, Fassbinder, Tucholsky oder Herrndorf offenbaren die emotionale Verbindung mit der Heimat in Abgrenzung zum Nationalismus – oder suchen den Streit mit den Deutschen. Es spielen Ensemblemitglieder des Schauspiels, Musik kommt von Mannheimer local heroes – und zur Performance gibt es Essen in der jeweiligen Farbe des Abends.


Wiederaufnahmen im Oktober


Tanz

• Let’s Beat
Choreografien von Marco Goecke, Giuseppe Spota und Stephan Thoss

Wiederaufnahme am Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Weitere Vorstellungen am 6., 21. und 28. Oktober

Oper

• Madama Butterfly
Giacomo Puccini

Wiederaufnahme am Sonntag, 7. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Opernhaus

Junges NTM

• Pinocchio
Monster Truck
8+
Wiederaufnahme am Sonntag, 14. Oktober 2018, 16.00 Uhr, Saal Junges NTM
Weitere Vorstellungen am 15., 18. und 19. Oktober 2018

• Odyssee
Eine Recherche zu Homers Epos von Ulrike Stöck
12+
Wiederaufnahme am Dienstag, 16. Oktober 2018, 11.00 Uhr, Studio Werkhaus
Weitere Vorstellung am 17. Oktober 2018

• Die Welt ist rund
Manuel Moser
2+
Wiederaufnahme am Dienstag, 23. Oktober 2018, 9.15 Uhr, Studio Feuerwache
Weitere Vorstellung am 24. Oktober 2018

• Die Regeln des Sommers
Hannah Biedermann nach dem Bilderbuch von Shaun Tan
5+
Wiederaufnahme am Donnerstag, 25. Oktober 2018, 11.00 Uhr, Saal Junges NTM
Weitere Vorstellungen am 26. und 27. Oktober 2018

Schauspielhaus

• Kleiner Mann – was nun?
Hans Fallada
Wiederaufnahme am Dienstag, 30. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus
Weitere Veranstaltungen im Oktober

• Café Concert
Beschwingte Musik am Nachmittag
Am Samstag, 6. Oktober 2018, 15.00 Uhr, Oberes Foyer

• Die Meistersinger
Musikalische Einführung mit Elias Corrinth
Am Sonntag, 7. Oktober 2018, 11.00 Uhr, Theatercafé

• Begegnung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters mit Jelena Kordi?
Moderation: Albrecht Puhlmann
Am Mittwoch, 17. Oktober 2018, 20.00 Uhr, Theatercafé

• Café Concert
Beschwingte Musik am Nachmittag
Am Samstag, 20. Oktober 2018, 15.00 Uhr, Oberes Foyer

• Öffentliche Probe: Blaubarts Geheimnis
Mit Stephan Thoss und dem Tanzensemble des NTM
Am Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19.00 Uhr, NTM Tanzhaus Käfertal


Ausblick November


Tanz

• Blaubarts Geheimnis
Tanzstück von Stephan Thoss
Premiere am Samstag, 17. November 2018, Opernhaus

Schauspiel / Junges NTM

• 1001 Nacht oder die Macht des Erzählens
Musikalisches Familienstück
8+
Premiere am Sonntag, 18. November 2018, Schauspielhaus

Schauspiel

• Der Fluch der Tantaliden
Mythologische Rap-Oper von Dlé
Premiere am Freitag, 30. November 2018, Studio Werkhaus

Junges NTM

• Trollwut (UA)
Wenn Meinungen ansteckend sind
Eine musikalische Lecture-Performance
13+
Premiere im November 2018, Saal Junges NTM

• Im Westen nichts Neues
Klassenzimmerstück nach dem Roman von Erich Maria Remarque
13+

 

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, NTM Bilanz: 1.067 Vorstellungen, 336.000 Besucher, IOCO Aktuell

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

 Nationaltheater Mannheim – Zahlen und Mehr

Steigende Auslastungszahlen – Abschied der Schauspielsparte unter Burkhard C. Kosminski – Große Erfolge von Oper, Tanz und Jungem NTM

Eine erfolgreiche Spielzeit geht am Nationaltheater Mannheim zu Ende, in der in allen vier Sparten zahlreiche künstlerische Erfolge sowie nach einer vorläufigen Auswertung (Stand 24. Juli 2018) eine Gesamtauslastung von 74 Prozent zu verzeichnen sind und damit ein Anstieg um vier Prozent im Vergleich zur Spielzeit 16/17 mit einer Auslastung von 70,12 Prozent.

Die Umsatzerlöse aus dem Kartenverkauf betragen rund 6,1 Mio. und sind damit um 0,4 Mio. höher als in der vorhergehenden Saison mit 5,7 Mio. Die Besucherzahlen stiegen insgesamt bei 1.067 Vorstellungen von 326.738 in der Saison 16/17 auf 336.809 in der nun zu Ende gehenden Spielzeit 17/18.

Die Sparte Schauspiel unter ihrem Intendanten Burkhard C. Kosminski, sein künstlerisches Team und Ensemble, verabschieden sich mit zahlreichen Erfolgsproduktionen, etwa Noah Haidles Für immer schön in der Regie von Burkhard C. Kosminski mit Ulrike Folkerts in der Hauptrolle oder Orwells 1984 (Regie: Georg Schmiedleitner), die Uraufführung paradies spielen (abendland. ein abgesang) in der Regie von Marie Bues wurde zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen, Thomas Köck, ehemaliger Hausautor am NTM, erhielt dafür den diesjährigen Mülheimer Dramatikerpreis. Gastspiele führten das Schauspiel nach Warschau, Bilbao, Subotica (Serbien), Hamburg, Weimar, Bozen, Siegen, Stuttgart und Ludwigsburg. Die Besucherzahlen lagen bei 384 Vorstellungen mit 96.112 auf konstant hohem Niveau und sind im Vergleich mit dem Vorjahr (abzüglich der Besucher der Schillertage) sogar um rund 3.000 gestiegen, obwohl die reine Spielzeit wegen der Übergabe an das nachfolgende Schauspielteam um zwei Wochen verkürzt war.

Die Oper zählte bei 304 Vorstellungen 187.523 Besucher, rund 24.000 mehr als in der Saison 16/17 sowie über 7.000 mehr als in der Saison 15/16 unter der vorhergehenden Intendanz. 25.391 Zuschauer besuchten die Konzerte der Musikalischen Akademie, 162.132 Besucher zählten allein die Opernvorstellungen, das bedeutet eine Auslastung von 75 Prozent.

NTM Mannheim Aschenputtel hier mit Ludovica Bello, Sophie Rennert, Cornelia Zink © Hans Joerg Michel

NTM Mannheim Aschenputtel hier mit Ludovica Bello, Sophie Rennert, Cornelia Zink © Hans Joerg Michel

Besonders beliebte und stets ausverkaufte Neuinszenierungen waren die Familienoper Aschenputtel (Regie: Cordula Däuper), Bellinis Norma (Regie: Markus Bothe) und der Björk-Oper Vespertine, die unter großer medialer Aufmerksamkeit an der Mannheimer Oper in der Regie von Hotel Pro Forma uraufgeführt wurde. Besonders begeistert aufgenommen wurden auch Lorenzo Fioronis Inszenierung von Monteverdis Die Krönung der Poppea sowie die konzertante Aufführung von Tschaikowsky Jolanthe. Händels Hercules erlebte ein umjubeltes Gastspiel beim Opernfestival in Mannheims polnischer Partnerstadt Bydgoszcz. Zum Saisonende verzeichnete außerdem das neu ausgerichtete Festival Mannheimer Sommer über 8.900 verkaufte Tickets sowie eine Gesamtbesucherzahl von rund 16.200 zuzüglich weiterer über 4.000 Zuschauer bei Schloss in Flammen in Schwetzingen.

Auch die Sparte Tanz konnte ihre Besucherzahlen steigern, von 24.351 in der vorangegangenen Spielzeit auf 29.551 in der Saison 17/18. Besonders erfolgreiche Produktionen waren Carmen (Choreografie: Yuki Mori) sowie der dreiteilige Abend Let’s Beat (Choreografie: Marco Goecke, Giuseppe Spota und Stephan Thoss). Die am Theater Heilbronn gefeierte Gastspielreihe mit fünf Vorstellungen von Gesicht der Nacht (Choreografie: Frank Fannar Pedersen und Stephan Thoss) brachte der Mannheimer Tanz-Sparte bereits eine Folge-Einladung mit Der Tod und das Mädchen (Choreografie: Stephan Thoss) ab Januar 2019 ein.

 NTM Mannheim / Let´s Beat Tanztheater hier das Ensemble © Hans Joerg Michel

NTM Mannheim / Let´s Beat Tanztheater hier das Ensemble © Hans Joerg Michel

Mit der Spielzeit 17/18 geht auch die erste Saison des Jungen NTM unter seiner neuen Intendantin Ulrike Stöck zu Ende. Insgesamt kamen zwölf Produktionen zur Premiere. Die Besucherzahl liegt bei 21.891 – wegen des späteren Spielzeitstarts Ende Oktober und des neu aufzubauenden Repertoires, was auch weniger Gastspieleinladungen zur Folge hat, konnte das Vorjahres-Niveau von 27.530 noch nicht erreicht werden. Beliebte Neuproduktionen waren etwa die Europäische Erstaufführung von Die Regeln des Sommers, die Uraufführung von Der Affe von Hartlepool, Romeo und Julia – The next generation und Pinocchio. Mit Die Konferenz der Vögel war das Junge NTM beim Festival Schöne Aussicht 2018 in Stuttgart vertreten. Die Produktion Der Bär, der nicht da war als Koproduktion mit Theater Marabu war zu fast allen wichtigen Kinder- und Jugendtheaterfestivals eingeladen, u.a. zum Westwind und der Spurensuche.

Das Junge NTM richtete außerdem selbst mit großem Medienecho das internationale Figurentheaterfestival Imaginale mit aus, war Gastgeber des erfolgreichen Festivals Junges Theater im Delta und setzte mit der Ausrichtung von Play_work in progress die erfolgreiche Tradition des Schultheaterfestivals am Jungen NTM fort.


NTM – Ausblick 2018/19

Die Spielzeit 2018/19 beginnt am Samstag, 15. September 2018 mit dem beliebten Theaterfest ab 15 Uhr.

Das Eröffnungswochenende des Schauspiels unter der neuen Intendanz von Christian Holtzhauer findet von 28. bis 30. September statt, u.a. mit der Uraufführung Der Elefantengeist von Lukas Bärfuss über Helmut Kohl, mit der deutschen Erstaufführung »Mitwisser« der Hausautorin Enis Maci, mit einer Neuinszenierung der Räuber sowie der ersten Produktion des neuen Stadtensembles, »Volksfest«, und der Videoinstallation

»21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden«

Die Theaterkasse ist von 13. bis 26. August geschlossen – ansonsten ist sie in den Theaterferien durchgängig geöffnet (Mo–Sa, 11–18 Uhr, telefonisch: Mo–Fr  10 –18 Uhr, Sa 10–13 Uhr).  Alle Vorstellungen im Opernhaus sind bereits im Vorverkauf.

Außerdem ist wieder ein Schnupperabo bereits ab 45 Euro erhältlich, das die Vorstellungen Don Giovanni (Oper), Die Räuber (Schauspiel) und Blaubarts Geheimnis (Tanz) enthält.

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Erfolgreiches Festival Mannheimer Sommer geht zu Ende, Juli 2018

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

»Mannheimer Sommer«: Erfolgreiche Neuausrichtung des »Europäischen Festivals für Musik und Theater von Mozart bis heute« am Nationaltheater Mannheim

Mit dem »Mannheim Requiem«, einer Abschlussparty am Samstagabend sowie einem »Potluck«-Frühstück im Festivalzentrum ging am Sonntag, 22. Juli nach elf Festivaltagen der »Mannheimer Sommer« am Nationaltheater Mannheim zu Ende, der neben dem NTM und seinem Studio Werkhaus auch Schloss und Schlossgarten in Schwetzingen sowie weitere Orte in Mannheim bespielte.

Nationaltheater Mannheim / Mannheimer Sommer- SALONDELUMIERE ©   Christian Kleiner

Nationaltheater Mannheim / Mannheimer Sommer- SALONDELUMIERE ©
Christian Kleiner

8.931 Eintrittskarten wurden dafür gelöst, insgesamt rund 16.200 Zuschauer besuchten die über 40 Veranstaltungen (darunter 13 Eigenproduktionen des NTM) inklusive des zum Teil kostenfreien Rahmenprogramms mit seinen Konzerten im neobarocken Festivalzentrum und der großen Eröffnungsparade »The School of Narrative Dance«.

»Dass unser viele Grenzen sprengendes Konzept und die Neuausrichtung des Festivals von den Besuchern so begeistert aufgenommen worden sind, macht mich sehr glücklich. Eine bunte, fröhliche wie auch geradezu anarchische Vielfalt war zu erleben. Und natürlich freuen wir uns, dass wir auch mit den Besucherzahlen an die erfolgreichen Festivalausgaben der Vorjahre anschließen konnten«, sagte Opernintendant Albrecht Puhlmann.

Der künstlerische Leiter des Festivals, Chefdramaturg Jan Dvorak, ergänzte: »Die Feier künstlerischer, politischer und persönlicher Freiheit, gerade in Anbetracht der zunehmenden Infragestellung demokratischer, freiheitlicher Werte, war uns wichtig – und sie ist uns auf vielfältige, diskursive und inspirierende Weise geglückt.«

Nationaltheater Mannheim / Mannheimer Sommer- LANDSCHAFTSMUSIK_ ©  Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim / Mannheimer Sommer- LANDSCHAFTSMUSIK_ ©
Hans Jörg Michel

Mozart als Erneuerer der Oper, die Ideale der Aufklärung und die Innovationskraft des europäischen Musiktheaters standen im Zentrum des »Mannheimer Sommers«, der sein Programm rund um eine kontrovers diskutierte Neuinszenierung des »Don Giovanni« von Ekaterina Vasileva entfaltete: Von der choreografierten Parade (einer Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim), über partizipative Formate wie den »Salon des Lumières«, Produktionen mit dem Alphabet-Chor, über Jazz-, Pop- und Kammerkonzerte sowie gattungsübergreifende Installationen und Performances bis hin zu internationalen Gastspielen, etwa aus Dänemark, Italien und der Schweiz, reichte das vielfältige Spektrum, das den Blick, ausgehend von Mozarts Werk, ausweitete auf die Zukunft des Musiktheaters. Insbesondere die dänische Unterwasser-Produktion »Aquasonic« der Gruppe »Between Music« zog große überregionale Aufmerksamkeit auf sich.

Zehn Scouts, allesamt junge Kulturschaffende, unterstützten das Festivalteam bei der Organisation, Künstlerbetreuung, Kommunikation und Kunstvermittlung und besuchten Workshops von Künstlern, u.a. von Friedrich Liechtenstein und Benedikt von Peter.

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Mannheimer Sommer mit Don Giovanni, 12. – 22.07.2018

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

– MANNHEIMER SOMMER –

 12. Juli bis  22. Juli –  Mannheim und Schwetzingen

Premiere Don Giovanni   14. Juli um 19 Uhr im

»Das europäische Festival für Musik und Theater von Mozart bis heute«, der Mannheimer Sommer, beginnt am Donnerstag, 12. Juli um 18 Uhr mit einer großen Eröffnungsparade, der School of Narrative Dance, die von der Mannheimer Kunsthalle zum Nationaltheater führt, sowie einer anschließenden Eröffnungsansprache des Mannheimer Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz im Festivalzentrum vor dem Nationaltheater. Neben vielen innovativen, experimentellen Musiktheaterproduktionen sowie Jazz-, Pop-, Crossover- und klassischen Konzerten folgt am Samstag, 14. Juli um 19 Uhr im Opernhaus die Premiere von Mozarts Don Giovanni in der Regie der jungen russischen Regisseurin Ekaterina Vasileva, hervorgegangen aus einem internationalen Regiewettbewerb.

Nationaltheater Mannheim / Don Giovanni © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim / Don Giovanni © Hans Jörg Michel

Im Zentrum ihrer Interpretation stehen die komödiantischen Aspekte von Mozarts Meisteroper, eine groteske und disproportionierte Welt, in der die Titelfigur auf der Suche nach immer neuen Erfahrungen ihre Umwelt mit ihrem Egoismus quält. Nikola Diskic singt diesen Don Giovanni, Estelle Kruger und Juraj Hollý sind Donna Anna und Don Ottavio, Ludovica Bello singt Donna Elvira, Amelia Scicolone und Philipp Alexander Mehr sind Zerlina und Masetto, Patrick Zielke gibt Leporello und Hung Sa den Commendatore. Generalmusikdirektor Alexander Soddy dirigiert das Nationaltheater-Orchester.

Die zweite Vorstellung findet am Dienstag, 17. Juli um 19 Uhr statt, die B-Premiere mit Raymond Ayers als Don Giovanni am Freitag, 20. Juli um 19 Uhr. Weitere Sänger der B-Premiere sind Valentin Anikin, Dorothea Herbert (Gast), Joshua Whitener, Marie-Belle Sandis, Bartosz Urbanowicz, Ilya Lapich (Opernstudio) und Iris Marie Sojer (Opernstudio).

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

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