Mainz, Staatstheater Mainz, Zanaida – Johann Christian Bach, IOCO Kritik, 19.11.2019

November 18, 2019  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

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ZANAIDA  –  Johann Christian Bach  (1735-1782)

  – ein interplanetarischer Krieg um Wasserressourcen –

von  Ljerka Oreskovic Herrmann

Eine Opernrarität steht auf dem Programm im Kleinen Haus des Staatstheater Mainz, das sich in dieser Hinsicht schon einige Meriten erworben hat und neben traditionellem Opernrepertoire auch unbekannte Stücke aufbietet. So auch dieses Mal mit Johann Christian Bachs zweiter Oper Zanaida, die er in London für das King’s Theatre Haymarket komponierte.

Zanaida, Gualberto Bottarellis Libretto ist eine Adaption von Pietro Metastasios erstem Libretto Siface re di Numidia, erlebte die Uraufführung 1763 und war ein Erfolg. Danach, so die gängige Erzählung, verschwand sie – das Libretto, die Ouvertüre und einige Arien blieben überliefert – von den Bühnen dieser Welt bis zur Wiederentdeckung des Autographen 2010 in der privaten Sammlung des Musikwissenschaftlers Elias N. Kulukundis und befindet sich als Dauerleihgabe im Bach-Archiv Leipzig Johann Christian Bach erhielt zunächst von seinem Vater, Johann Sebastian, Musikunterricht, später in Bologna lernte er Kontrapunkt bei Padre Giovanni Battista Martini. Er galt als Londoner oder englischer Bach und als „schwarzes Schaf“ der Familie, nicht nur weil er geografisch und musikalisch andere Wege betrat, sondern vor allem deswegen, weil er in Italien zum Katholizismus konvertierte. In England ließ er sich ab 1762 dauerhaft nieder, erteilte Queen Charlotte, einer geborenen Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, Musikunterricht. Zu seinen wichtigsten Freunden gehörte der ebenfalls aus Deutschland stammende Maler Johann Zoffany. Es war eine Freundschaft die auch in schwierigen Zeiten Bestand hatte, denn Bach erlebte nach anfänglichen Höhenflügen auch den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Niedergang.

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Ein unbekannte Oper einem größeren Publikum näherzubringen, und damit Zanaida zu neuem Leben zu verhelfen, ist lobenswert. Allerdings hat man in Mainz eine Neudichtung, das italienische Textbuch ins Deutsche übertragen, Figuren gestrichen und damit auch Veränderungen in der Handlung vorgenommen. Ein Eingriff in ein Stück kann Früchte tragen und Erfolg verheißen, dabei muss aber eine Voraussetzung beachtet werden: das Grundvertrauen in ein Werk. Dieses scheint aber bei den Opernmachern nicht zur Gänze bestanden zu haben, andernfalls hätte man nicht derart das Geschehen verändert, Musikteile dazugeschrieben, einen Mädchenchor hinzugefügt und aus einer Tenorpartie eine Sprechrolle gemacht. Aber Johann Christian Bach, der neben anderen Komponisten dieser Epoche als ein Bindeglied zwischen der Musik Händels und Mozarts fungiert, kommt in dieser Hinsicht nicht zum Tragen. Warum er für „Amadé“ so wichtig war, welche Verbindungslinien sich zwischen den beiden ziehen lassen und dass ebenjener Wolfgang Amadeus Mozart beim Tod Bachs von einem großen Verlust für die Musikwelt sprechen konnte, erfährt man durch diese Neubearbeitung leider nur in Ansätzen. Dabei handelt es sich hierbei nicht um eine akademische Diskussion, wo und wie dieser Bach musikhistorisch zu verankern ist – er gilt als Wegbereiter der Wiener Klassik –, sondern auch für die musikalische Struktur und das Hörverständnis ergeben sich aus den Überarbeitungen Konsequenzen.

Allein die andere Sprache – Italienisch – erzeugt, nein beschwört einen anderen Klang. (Erwähnt seien hier nur die in Italienisch gesungenen Werke: Philippe Jarousskys Aufnahme La dolce fiamma von J. Chr. Bachs Kastratenarien oder die ZanaidaProduktion 2011 im Goethe-Theater Bad Lauchstädt von David Sterns Ensemble Opera fuoco als Höhepunkt im Rahmen der Bach-Festspiele Leipzig gefeiert, liegt auch auf CD vor.) Dagegen bedeutete die deutsche Sprache für das Gesangsensemble eine außerordentliche Herausforderung, die viel abverlangte und insgesamt bravurös bewältigt wurde: „Wo vorher ausschließlich ein Vokal gesanglich variiert wurde, gibt es nun meistens vollständige Sätze und ich musste in einem regelrechten ‚Phrasen-Tetris’ Wörter gezielt platzieren, um die Vokale und Endungen an den richtigen Stellen zu haben“, so die Texterin Doris Decker. Dass die Produktion einen enormen Aufwand bedeutete und dieser ihr anzusehen ist, steht außer Frage. Und dass sie – trotz aller Vorbehalte – zu beeindrucken vermag, ist ein Verdienst der Mitwirkenden, aber auch, weil die Regie von Max Hopp konsequent bei ihrer (futuristisch-witzigen) Lesart bleibt.

Die Geschichte spielt sich nicht mehr – wie bei Bach und Bottarelli – zwischen Türken und Persern ab, sondern ist vom Regisseur in eine ferne Zukunft als interplanetarischer Krieg um Wasserressourcen zwischen Punia und Numidien transferiert worden. (Heißt nicht eine spätere Oper Mozarts Die Entführung aus dem Serail, die sich der damals „orientalischen Mode“ und Geschichten über Janitscharen bedient?) Zu Anfang hören wir zunächst in einer nicht verständlichen Sprache und ohne Bühnengeschehen aus unsichtbaren Raumschiffen gesprochene Dialoge und erfahren dann, dass Zanaida, das Spiel beginnt nun, mitsamt ihrem Gefolge eintrifft. Sie wurde von ihrem Vater Soliman, König des Planeten Punia, nach Numidien entsandt, um die getroffenen Friedensvereinbarungen durch die Heirat mit König Tamasse zu besiegeln. Ihr zur Seite stehen der punische Botschafter Mustafa, der ehemalige Kriegsherr Gianguir und ein Mädchenchor. Nur ist König Tamasse überhaupt nicht bereit diese Ehe einzugehen, er möchte vielmehr die Tochter Mustafas, Osira ist bereits als Geisel in Numidien, heiraten. Die beiden Frauen werden zu Konkurrentinnen, befördert von Talasses Mutter Roselane, die den Zwiespalt sät und die leicht zu manipulierende Osira bevorzugt.

 Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Alin Deleanu als Tamasse, Philipp Mathmann als Cisseo © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Alin Deleanu als Tamasse, Philipp Mathmann als Cisseo © Andreas Etter

Damit sein Vorhaben gelingen kann, bittet Tamasse seinen Bruder Cisseo – im Originallibretto ist er ein Höfling – um Hilfe. Er soll Zanaida verführen, um einen Grund für die Absage der Hochzeit vorweisen zu können, doch auch dieser liebt (heimlich) Osira. Die Herstellung von neuen Verwandtschaftsbeziehungen erzeugt ein anderes Konfliktpotential, das so nicht angelegt war. Aber es stellt durchaus komische Situationen her: Die Brüder verhalten sich in Liebesdingen eher wie pubertierende Jünglinge, die nur um ihr eigenes Liebesglück kreisen, anstatt sich um Verträge, Politik im weitesten, und damit um die Geschicke ihres Reiches zu kümmern. Hier seien die sorgfältig gewählten, an die Zeit Bachs angelehnten, Kostüme erwähnt: Tamasse in Gold und mit Gold behangen auf seinem Thron eher schräg als angemessen sitzend, Cisseo in edlem leuchtenden blau, wie es Königen damals vorbehalten war, gekleidet. Warum der Königsbruder ein an der linken Hand verkrüppelter Mann sein muss, erschließt sich allerdings nicht – es sein denn man denkt an Kaiser Wilhelm II., doch verbindet ihn nichts mit diesem Bach-Sohn, nur die Tatsache, dass er mit der englischen Verwandtschaft später über Kreuz und im Krieg lag, könnte als ein übertriebener Wink mit dem Zaunpfahl verstanden werden.

Roselane zieht die Strippen im Hintergrund und nicht von ungefähr erinnert sie an die „Königin der Nacht“ aus Mozarts Zauberflöte. Ihr machtvolles Auftreten, ihr obschon weniger zorngeladener, aber dennoch eindrücklicher Ausbruch verweist auf Zukünftiges: Sie will die ganze Welt (hier wohl Galaxie) beherrschen, ganz egal, was ihre Söhne veranstalten mögen und so lässt sich auch Osira davon einnehmen und glauben machen, dass sie zu Höherem bestimmt sei. Mustafa dagegen betrachtet das Vorgehen seiner Tochter als illoyal und verlangt von ihr, nicht weiter gegen die Hochzeit von Tamasse und Zanaida zu agitieren. Doch die Intrige, mittels derer Roselane und Tamasse hoffen, sich der ungeliebten Königstocher entledigen und trotzdem die Friedensverhandlung fortführen zu können, entfaltet ihre Wirkung: Ein Brief, angeblich von Zanaidas Hand, in dem sie einen Mordanschlag auf ihren zukünftigen Mann plant, dient zu ihrer Verhaftung, von Cisseo nur widerwillig und mit Unbehagen ausführt. Der perfide Plan geht noch weiter: Ausgerechnet Mustafa soll den Schuldspruch sprechen, und so geht er scheinbar auf das Spiel ein und verurteilt den Verfasser des Briefes zum Tode. Zanaidas Getreue – ob Giangiur und der Mädchenchor wollen ihr beistehen –, sie lehnt ab und ist bereit in den Tod zu gehen. Erst im letzten Moment wird Tamasse davon ergriffen und reicht Zanaida die Hand.

Das Sängerensemble – alle Mitwirkenden spielen übrigens barfuß – zeigt sich insgesamt sehr sanges- und spielfreudig. Alexandra Samouilidou als beherzte und würdevolle Zanaida, die gegen alle Widrigkeiten ankämpft, Hege Gustava Tjønn intensiv als Roselane und beeindruckendes und heimliches Zentrum der Inszenierung. Brett Carter ist ein herrlicher zwischen Tochter und Landeswohl hin- und hergerissener Mustafa. Der Altus Alin Deleanu als Tamasse zeigt einen schwankenden, von Gefühlen geleitenden König, der noch ein bisschen am Rockzipfel seiner Mutter hängt, während Dorin Rahardjas Osira einen Emanzipationsversuch unternimmt und als Gegenentwurf zur stolzen Zanaida erscheint. Philipp Mathmann, Countertenor, erhielt eine Ansage zu Beginn der Vorstellung, da seine Stimmbänder noch immer entzündet seien; davon aber war wenig zu merken, so dass er als geplagter und verzweifelter Cisseo überzeugen konnte.

 Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach - hier : Brett Carter als Mustafa, Dorin Rahardja, David Bennent als Gianguir, Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Staatstheater Mainz / Zanaida von Johann Christian Bach – hier : Brett Carter als Mustafa, Dorin Rahardja, David Bennent als Gianguir, Alexandra Samouilidou als Zanaida © Andreas Etter

Weitere Mitwirkende waren die Tänzerin Ageliki Gouvi und ihr Partner Yuya Fujinami, deren Tanz sich als Kommentierung der Vorgänge einfügte, und die Mitglieder des Mädchenchors am Dom und St. Quintin. Diese sangen u.a. das „Ave generosa“ von Hildegard von Bingen und ließen sich in ihren weißen Kleider durchaus mit Nonnen assoziieren, waren jedoch als aletheiische Muse an den Chor aus der griechischen Tragödie und die Göttin der Wahrheit, Aletheia, angelehnt. Für den Chor waren Michael Kaltenbach und Jutta Hörl, für die Choreografie Martina Borroni verantwortlich.

Gianguir, ursprünglich eine Tenorrolle, wurde zu einer Sprechrolle als ehemaliger Kriegsherr und Beschützer Zanaidas umgedeutet und einem Schauspieler mit „unverwechselbarer Stimme“ (Dirigent: Adam Benzwi) angetragen: David Bennent. Die von ihm vorgetragenen Texte stammen von Pico della Mirandolas Über die Würde des Menschen, Ernst Jüngers In Stahlgewittern, Ronald Steckels Hörstück Durchbrüche sowie weitere Passagen aus Bhagavad Gita und Texten von Regisseur Max Hopp. Die zwei wunderbar vorgetragenen Monologe zeigen David Bennents gestalterische Kraft und Präsenz, eine übergroße Projektion seines Oberkörpers war deshalb unnötig – David Bennent ist ein großer Schauspieler.

Die phantasievolle Ausstattung von Madis Nurms erzeugt stimmungsvolle Momente, so die bereits erwähnten Kostüme, die irgendwie ein bisschen an Star Wars – die Numidier tragen Kopfschmuck aus Hörnern, während die Punier ein drittes Auge besitzen – erinnern, aber die Konfliktparteien kennzeichnen. Auch die Bühne wechselt effektvoll – mal sind es Treppen, die nach hinten aufsteigen, mal ist der Bühnenraum flach und mit Flamingos bevölkert und einen Garten darstellend, dann wiederum kommt der Thron von oben herunter; für das Licht sorgte René Zensen. Schauspielregisseur Hopp zeigt eine gute Personenregie, hat ein Händchen für Situationskomik und vermag – zusammen mit dem Ausstatter Nurms – kraftvolle Bilder zu erschaffen. Adam Benzwis Leitung des Philharmonischen Staatsorchester Mainz war souverän, beschwingt und flott trieb er die Musik voran. Er sah sich als „Gestalter von Musik“, wie er es im Programmheft beschrieb, und blieb in der Umsetzung seinem Motto, dass „die Geschichte interessant, mit dramaturgischem und musikalischen Sog erzählt wird“ treu. Hopp und Benzwi schwebte wohl eher eine an das „Singspiel“ angelehnte Version des Stückes, fröhlich und von heiterem Format, und weniger ein „dramma per musica“ vor.

Zum Schlussvorhang erschien übrigens auch der Dirigent ohne Schuhe. Belohnt wurde er, wie alle Mitwirkenden, mit großem Applaus.

Zanaida im Staatstheater Mainz; die weiteren Vorstellungen 20.11.; 2.12.; 21.12.; 27.12.2019; 7.01.; 25.01.; 5.02.2020 und mehr …

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Mainz, Staatstheater Mainz, ZANAIDA – Johann Christian Bach, 07.11.2019

Oktober 24, 2019  
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Staatstheater Mainz © Andreas Etter

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  ZANAIDA – Johann Christian Bach

Premiere 7. November 2019

Zanaida – eine Opernrarität, die für fast 250 Jahre von den Bühnen der Welt verschwunden war, lange Zeit als verschollen galt und nun erst seit kurzem der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Am Staatstheater Mainz wird die erst dritte Inszenierung des Werkes überhaupt zu erleben sein.

Regie führt Max Hopp, der in Mainz bereits als Sprecher in Loriots Ring an einem Abend große Erfolge feierte. An seiner Seite ist der musikalische Leiter Adam Benzwi, Spezialist für Berliner Jazz-Operetten der 20er Jahre. Die beiden Künstler arbeiteten bereits mehrfach an der Komischen Oper Berlin zusammen, Hopp auf der Bühne, Benzwi im Graben. Seit einiger Zeit wechselt Hopp ab und an die Perspektive und begibt sich von der Bühne an den Regietisch. So wird Zanaida nun bereits die zweite gemeinsame Arbeit von Hopp und Benzwi als Regisseur und Musikalischer Leiter nach der viel gelobten Produktion von Offenbachs Die Prinzessin von Trapezunt in Hildesheim.

Für die Neuinterpretation von Zanaida wurde eigens eine deutsche Neudichtung von Doris Decker angefertigt, basierend auf dem italienischen Libretto von Giovanni Bottarelli. Johann Christian Bach, der jüngste Sohn von Johann Sebastian Bach, schrieb mit Zanaida seine zweite Oper für London, wo er sich ab dem Jahr 1762 endgültig niederließ.

In Zanaida steht die gleichnamige Titelheldin im Mittelpunkt der Oper. Sie soll als Tochter des punischen Königs den König Numidiens heiraten. Mit Liebe hat dieser Bund allerdings nicht viel zu tun. Die Ehe soll als politischer Winkelzug die Länder Punia und Numidien, die sich seit langer Zeit in einem zermürbenden Krieg befinden, auf friedliche Weise miteinander verbinden. Dieses probate Mittel zur Aufrechterhaltung von Machtstrukturen kollidiert allerdings mit den Plänen Tamasses. Er liebt eine andere Frau und lässt nichts unversucht, um die sanftmütige Zanaida von der Heirat mit ihm abzubringen und sich ihrer zu entledigen. Selbst ihren Tod würde er billigend in Kauf nehmen…

Um sie vor solchen Gefahren zu schützen, wird eine Prinzessin natürlich nicht alleine und schutzlos in ein fremdes Land entsandt. An ihrer Seite ist neben anderen auch Gianguir, ein mit allen Wassern gewaschener und zutiefst seiner Prinzessin ergebener Kriegsherr, der am Staatstheater Mainz von David Bennent verkörpert wird. Ob Gianguir allerdings die Intrige gegen seine Prinzessin auflösen kann, bleibt ungewiss.
Die Tragödie rund um Zanaida fasst der Ausstatter Madis Nurms in einem sinnlichen ästhetischen Konzept, dass die Wucht der Emotionen weiter trägt und die beiden unterschiedlichen Welten, Numidien und Punia, klar voneinander abgrenzt und eindrucksvoll zeichnet.

Musikalische Leitung: Adam Benzwi, Musikalische Assistenz und Nachdirigat:, Paul-Johannes Kirschner, Inszenierung: Max Hopp, Ausstattung: Madis Nurms, Licht: René Zensen, Choreografie Martina Borroni, Video: Christoph Schödel, Dramaturgie: Christin Hagemann

MIT:  Zanaida: Alexandra Samouilidou, Roselane: Hege Gustava Tjønn, Mustafá: Brett Carter, Tamasse: Alin Deleanu/ Zvi Emanuel-Marial, Osira: Dorin Rahardja, Cisseo: Philipp Mathmann, Gianguir: David Bennent, Tänzerin: Ageliki Gouvi / Martina Borroni (20.11.)
Tänzer: Yuya Fujinami, Mädchenchor am Dom und St. Quintin, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Premiere 7. November 2019, weitere Vorstellungen: 9. und 20.11., 2., 21. und
27.12.2019;  7.1.;  29.1. sowie 5., 9. und 12.2.2020

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Mainz, Staatstheater Mainz, BORIS GODUNOW –  Modest Mussorgskij, 26.10.2019

Oktober 15, 2019  
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Staatstheater Mainz © Andreas Etter

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BORIS GODUNOW –  Modest Mussorgskij

Premiere am 26. Oktober um 19.30 Uhr

Boris Godunow hat den rechtmäßigen Thronfolger Dimitrij ermorden lassen und ist auf diese Weise selbst an die Macht gelangt. Seit seinem Regierungsantritt herrschen jedoch Armut und Aufruhr im Land. Boris wird von Schuldgefühlen geplagt. Um den Mord zu rächen, gibt sich der Mönch Grigorij als Dimitrij aus und rückt gegen Moskau vor. Angesichts der feindlichen Truppen und zerfressen von Gewissensqualen, verfällt Boris zunehmend dem Wahn. In den politischen Wirren erhebt sich das Volk, um sich schließlich einem neuen, unrechtmäßig an die Macht gelangten Herrscher zuzuwenden.

Mit Boris Godunow hat Modest Mussorgskij ein packendes Drama um Machtgier, Selbstzweifel und die Wankelmütigkeit von Massen geschrieben. Motive aus der russischen Kirchen- und Volksmusik verleihen der Partitur ihre einzigartige Klangfarbe. Mit filmähnlichen Schauplatzwechseln und einer eng am natürlichen Sprechen orientierten Kompositionsweise erreichte Mussorgskij eine zuvor nie dagewesene Synthese aus Sprech- und Musiktheater.

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Inszenierung: Wolfgang Nägele, Bühne: Stefan Mayer, Kostüm: Annette Braun, Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez, Chor: Sebastian Hernandez-Laverny,

Mit:  Boris Godunow: Derrick Ballard, Fjodor, sein Sohn: Marie Seidler, Xenia, seine Tochter: Daria Kalinina, Amme der Xenia: Katja Ladentin, Fürst Wassilij Iwanowitsch Schuiskij: Alexander Spemann, Andrei Schtschelkalow, Geheimschreiber: Martin Busen
Pimen, Chronikschreiber, Mönch: Stephan Bootz, Grigorij (Dimitrij), in Erziehung bei Pimen: Matthias Koziorowski, Marina Mnischek, Tochter d. Wojewoden von Sandomir:
Linda Sommerhage, Rangoni, geheimer Jesuit: Michael Dahmen, Warlaam,, Landstreicher: Andrew Greenan, Missail, Landstreicher: Karsten Münster, Schenkwirtin: Solgerd Isalv, Gottesnarr: Johannes Mayer, Nikititsch, Hauptmann: Docuc Güney
Mitjucha, Bauer: Milen Stradalski, Ein Leibbojar: Igor Loseev, Bojar Chruschtschow: Scott Ingham, Lawitzkij, Jesuit: Frederik Bak, Tschernikowskij, Jesuit: Grégoire Delamare

Opern- und Extrachor des Staatstheater Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Premiere 26. Oktober 19.30 Uhr; weitere Vorstellungen: 10., 23. und 29.11., 3. und 29.12.2019, 10.2. sowie 1. und 7.3.2020

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Mainz, Philharmonisches Staatsorchester, 1. Sinfoniekonzert – Anna Vinnitskayac, 06. und 07.2019

September 2, 2019  
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Philharmonisches Staatsorchester Mainz – 1. Sinfoniekonzert

Virtuoser Auftakt der Konzertsaison am 6. und 7. September

Mit geballter Energie und jubelnder Virtuosität startet die neue Konzertsaison am Staatstheater. Generalmusikdirektor Hermann Bäumer und das Philharmonische Staatsorchester widmen sich Werken russischer Komponisten, die eine große Bandbreite an Stimmungen und musikalischem Witz bereithalten: Das Vorspiel zur Oper Chowanschtschina malt genüsslich die morgendliche Stimmung der „aufgehenden Sonne“ an der Moskwa aus – wie es in der Regieanweisung heißt.

Staatstheater Mainz / Anna Vinnitskayac © Marco-Borggreve

Staatstheater Mainz / Anna Vinnitskayac © Marco-Borggreve

Auf diese Ouvertüre folgt Prokofjews hochvirtuoses zweites Klavierkonzert, an das sich nur wenige Pianist*innen heranwagen. Anna Vinnitskaya, die von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeiert wird, ist eine von ihnen. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen und wird in dieser Spielzeit auch bei den Berliner Philharmonikern debütieren.

Ein radikales und kontrastreiches Werk folgt auf dieses Feuerwerk: Schostakowitschs 6. Sinfonie besticht durch ein anrührendes, melancholisch gefärbtes Largo, dem zwei akzentuierte Allegro-Sätze folgen, die mit Verve das 1. Sinfoniekonzert beschließen.

1. SINFONIEKONZERT
Modest Mussorgskij –   Vorspiel zu Chowanschtschina (Morgendämmerung an der Moskwa) orchestriert von Dmitri Schostakowitsch

Sergej Prokofjew – Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 16
Dmitri Schostakowitsch – Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 54, Klavier: Anna Vinnitskaya
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

 

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