Magdeburg, Theater Magdeburg, La Bohème – Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 23.02.2019

Februar 23, 2019  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater Magdeburg

theater_magdeburg.jpg

Theater Magdeburg

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

 La Bohème – Giacomo Puccini

  – Als Befreier zu Besatzern wurden – Paris, Ende der 1940er Jahre –

von Thomas Thielemann

Eigentlich waren wir am 16. Februar 2019 aus Dresden nach Magdeburg gereist, um im Theater Magdeburg die Premiere von Otello in der Inszenierung von Olivia Fuchs zu erleben. Doch, zwei der Hauptdarsteller waren leider erkrankt, so dass am diesem Abend eine Repertoire-Vorstellung von La Bohème in der Regie von Karen Stone,  Generalintendantin des Theater Magdeburg, gespielt wurde. Was wir erleben durften, hat uns angesprochen.

Der Saal des im Jahre 1997 nach einem Feuerschaden neu eingeweihten Hauses mit etwa 700 Plätzen macht zwar den Eindruck eines Filmtheaters, ermöglicht aber eine hervorragende Klangentwicklung von Gesang und Orchestermusik.

La Bohème – Giacomo Puccini
youtube Trailer des Theater Magdeburg
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Auffallend war uns Angereisten die „gesunde“ Altersstruktur des Publikums. Man spürte regelrecht, dass zwischen den Besuchern und der Bühne eine Verbundenheit bestand. Mag dies vielleicht der Tatsache geschuldet sein, dass wegen der erst am Vortag erfolgten Programmänderung vor allem dem Haus verbundene Menschen gekommen waren. Offenbar waren viele Eltern und Großeltern der Kinderdarstellergruppe des zweiten Aktes der Bohème im Saal. Zumindest lässt die Fluktuation in der Pause diese Vermutung zu. Das schränkt aber die Beobachtung einer Verbindung zwischen den Protagonisten und dem Publikum nicht ein.

Die Handlung der Bohème wurde von der Regisseurin in die letzten der 1940er Jahre verschoben, als die wirtschaftliche Situation der Pariser Bürger durchaus den schlechten Verhältnissen im neunzehnten Jahrhundert entsprach. In Paris waren seit der Befreiung Frankreichs von der deutschen Wehrmacht US-amerikanische Truppen stationiert. Gegen Ende des Jahrzehnts verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den Soldaten und der Pariser Bevölkerung. Aus den Befreiern waren Besatzer geworden.

Das Bühnenbild und die Kostüme von Ulrich Schulz konnten sich den konventionellen Inszenierungen anlehnen und die Eingriffe der Regie in den Handlungsablauf überschaubar bleiben.

Theater Magdeburg / La Bohème - hier :   Schaunard, Marcello, Mimì, Rodolfo, Colline © Nilz Boehme

Theater Magdeburg / La Bohème – hier :   Schaunard, Marcello, Mimì, Rodolfo, Colline © Nilz Boehme

Gespielt, musiziert und gesungen wurde durchweg frisch und engagiert. Auf der Bühne war ständig selbst in den intimeren Szenen Bewegung, auffallend die präzise Personenführung. Wenn im Festgetümmel des zweiten Aktes durch die intensiven Bewegungen auf der Szene ein lebendiges und farbenfrohes Bild als Gegenstück zur Kargheit des Künstlermilieus erzeugt werden sollte, so war es schwierig die Übersicht zu behalte. Damit gingen für das Verständnis der Inszenierungsanliegen wichtige Detail unter Umständen verloren. Die Fragilität der Fröhlichkeit, durch den Balanceakt  der Musetta auf dem wackeligen Turm aus Tischen und Stühlen versinnbildlicht, und die Schwarzhändler-Tätigkeit der Uniformierten gingen im Getümmel unter.

Gesungen wurde auf einem hohen bis gutem Niveau. Besonders beeindruckt hat uns Agnieszka Adamczak als Mimi und das etwas aus der Handlung des vierten Aktes herausgenommene Lied über den alten Mantel des Colline, mit prägnantem Bass von Johannes Stermann vorgetragen.

Der dritte Akt gab mit seiner Vielzahl Duette Gelegenheit, die Grade der stimmlichen Entwicklung der Ensemblemitglieder zu vergleichen. Darunter waren eine Reihe guter erfolgversprechender Sängerdarsteller, wie der Rudolfo des US-Amerikaners Jonathan Widell, der Marcello des Georgiers Gocha Abuladze und die Musetta der Polin Agnieszka Sokilinicka.

Mit der Gestaltung der Schlussszene ist der Regie eine besondere Leistung gelungen. Dieses unpathetische Verlöschen der Mimi mit den wieder auflebenden Melodien des Liebesduetts ist zwar tieftraurig, vermeidet aber jede depressive Stimmung.

Das Orchester mit der Leitung des scheidenden Generalmusikdirektors Kimbo Ishii ist ein zurückhaltend-aufmerksamer ständiger Begleiter der Gesangssolisten. Ishii unterstützte, wo es nötig war und drehte, wo es angebracht.

—| IOCO Kritik Theater Magdeburg |—

Magdeburg, Theater Magdeburg, Premiere Otello, 16.02.2019

Februar 1, 2019  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Magdeburg

theater_magdeburg.jpg

Theater Magdeburg

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

»Evviva Otello!«
Giuseppe Verdis Operndrama »Otello« am Theater Magdeburg
Premiere am Sa. 16. 2. 2019, Opernhaus / Bühne

In Giuseppe Verdis »Otello« erliegt einer der bekanntesten Feldherren der Literaturgeschichte den gewissenlosen Intrigen seines Gegenspielers. In der Regie von Olivia Fuchs feiert das Operndrama am Sa. 16. 2. 2019, 19.00 Uhr (!) im Opernhaus Premiere.

Das im Jahr 1887 uraufgeführte Werk »Otello« ist der Ausdruck Verdis lebenslanger Beschäftigung mit der Dramatik William Shakespeares, die mit der Uraufführung von »Macbeth« im Jahr 1847 ihren Anfang nahm. Mit »Otello« schuf Verdi im Alter von 70 Jahren eines seiner besten Opernwerke. Am Theater Magdeburg feiert das Operndrama am 16. 2. 2019, 19.00 Uhr in der Regie von Olivia Fuchs Premiere.

Die Geschichte um den »Mohren von Venedig« – erfolgreicher Feldherr, jedoch wegen seiner fremdländischen Herkunft kritisch beäugt –, dessen Ehe mit Desdemona an gesellschaftlichen Machtverhältnissen und persönlichen Vorbehalten zerbricht, zeigt den Altmeister Verdi auf der Höhe seiner Kunst. 13 Jahre nach »Aida« konzentriert er – jenseits von Hafenszene und Staatsakt – das Geschehen hier noch stärker auf die drei Hauptfiguren Otello, Desdemona und Iago, der mit bösartiger Rachlust die Saat des Misstrauens zwischen den Liebenden sät. Musikalisch äußerst raffiniert und psychologisch genau spürt Verdi der fatalen Mischung aus Eifersucht und Minderwertigkeitsgefühl nach, die Otello zu Fall bringt. Ohne diesen Nährboden, durch den sich das ätzende Gift der Iago’schen Intrige hindurchfrisst, nähme das Drama nicht seinen tragischen Lauf. Iago hat nicht nur den eifersüchtigen Liebhaber überzeugt – Verdi hätte diesen Inbegriff eines Bösewichts fast zur Titelfigur seiner Oper gemacht.

Regisseurin Olivia Fuchs ist an Opernhäusern in ganz Europa und den USA ein gefragter Gast und dem Magdeburger Publikum bereits durch drei Inszenierungen bekannt. Nach »Der Rosenkavalier«, »Madame Butterfly« und Gounods »Faust« kehrt sie nun für »Otello« zurück ans Opernhaus Magdeburg. Die dramatischen Ereignisse rund um den Feldherren Otello siedelt sie am Shakespear’schen Originalschauplatz Zypern an – allerdings einige Jahrhunderte später. Ort des Geschehens, der von Bühnen- und Kostümbildner Yannis Thavoris gestaltet wird, ist das Ledra Palace Hotel in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns. Direkt auf der heutigen Demarkationslinie zwischen dem türkischen und dem griechischen Teil Zyperns errichtet, galt das Ledra Palace als luxuriösestes Hotel der Insel bis es 1974 zur Zielscheibe eines militärischen Angriffs wurde. Indem sie die Tragödie in der Zeit des Zypernkonfliktes ansiedelt, übersetzt Olivia Fuchs Verdis vorletztes Werk, mit dem er erstmals ein durchkomponiertes, intensives und packendes Operndrama um die drei Hauptfiguren schrieb, ins Heute. Kimbo Ishii übernimmt letztmals als GMD die musikalische Leitung dieser Neuproduktion.


Otello Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Arrigo Boito nach Shakespeare
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung GMD Kimbo Ishii / Pawel Poplawski

Regie Olivia Fuchs
Bühne / Kostüme Yannis Thavoris
Kampfchoreografie Thomas Ziesch
Dramaturgie Hannes Föst
Otello Aldo Di Toro
Iago Gocha Abuladze
Cassio Jonathan Winell
Roderigo Benjamin Lee
Lodovico Johannes Stermann
Montano Paul Sketris
Ein Herold Thomas Matz
Desdemona Raffaela Lintl
Emilia Isabel Stüber Malagamba
Opernchor des Theaters Magdeburg
Magdeburger Singakademie
Opernkinderchor des Konservatoriums »Georg Philipp Telemann«
Magdeburgische Philharmonie

Premiere Samstag, 16. 2. 2019, 19.00 Uhr (!) im Opernhaus / Bühne
Premierenfieber So. 3. 2. 2019, 11.00 Uhr, Opernhaus
Vorstellungen So. 24. 2. / Fr. 8. 3. / Sa. 23. 3. / So. 7. 4. / Fr. 26. 4. / So. 19. 5. / Sa. 1. 6. 2019

Karten Premiere: zwischen 17 € und 36 € / ermäßigt zwischen 12 € und 26 €
Karten weitere Vorstellungen: zwischen 13 € und 32 € / ermäßigt zwischen 8 € und 22 € Reservierung und Kauf an der Theaterkasse telefonisch: (0391) 40 490 490, online

—| Pressemeldung Theater Magdeburg |—

Magdeburg, Theater Magdeburg, Open Air – Jesus Christ Superstar, 27.06. – 08.07.2018

Juni 26, 2018  
Veröffentlicht unter Musical, Pressemeldung, Theater Magdeburg

theater_magdeburg.jpg

Theater Magdeburg

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

  Domplatz –  OpenAir – Jesus Christ Superstar

Jesus Christ Superstar:  Mi. 27. 6. / Do. 28. 6. / Fr. 29. 6. / Sa. 30. 6. / So. 1. 7. / Mi. 4. 7. / Do. 5. 7. / Fr. 6. 7. / Sa. 7. 7. / So. 8. 7.2018

Wer das DomplatzOpenAir Jesus Christ Superstar bisher verpasst hat, muss sich schon langsam etwas sputen: Mit der Vorstellung am kommenden Mittwoch, 27. 6., sind es nur noch 10 Vorstellungen bis zur letzten Show am So. 8. 7.! Und der Wettertrend zeigt es: Es wird auch wieder wärmer und sonniger, so dass es dann so richtig Spaß macht, einen lauschigen Sommerabend auf dem Domplatz zu verbringen!

Publikum und Presse sind von der Inszenierung auf dem Domplatz hellauf begeistert wie die standing ovations am Premierenabend und nicht nur dann bisher zeigten:

»Die Musiknummern funktionieren dank der […] Magdeburger Philharmonie in Musicalbesetzung. Und weil die fabelhaften Protagonisten die große Show zusammen mit dem Opernchor und dem Ballett des Magdeburger Theaters selbst sichtlich genießen«, schreibt die Mitteldeutsche Zeitung.

Die Volksstimme aus Magdeburg ergänzt: »Das sind nicht nur intensive Bilder, sie sind vor allem sehr heutig und glaubwürdig und deshalb erschreckend.  […] Aber es gibt auch prallen Glamour, wenn die Bühne zur glitzernden Showtreppe wird und die Tänzer des Balletts wie im Friedrichstadtpalast golden und glimmernd die Beine in die Höhe reißen. Jede Menge Ironie gibts inklusive.«

Und das Online-Magazin »Avalost« merkt an: »In Summe ist Sebastian Ritschel und seinem Team eine wirklich gute Interpretation des Stückes gelungen […]. Da ist das Bühnenbild, das einerseits viel Raum für eigene Interpretationen bietet und mit dem Magdeburger Dom im Hintergrund auch kaum imposanter ausfallen könnte. Da ist das Spiel mit Licht, Farben und Kontrasten. […] Für diese gelungene Premiere jedenfalls ernteten die Beteiligten auf und hinter der Bühne standing ovations – und das mehr als verdient!«

Worum geht es also?

Die Betonung liegt in der Magdeburger DomplatzOpenAir-Inszenierung auf der des Mythos eines Superstars bzw. »Hero«: Das schillernde Rockspektakel erzählt vom Aufstieg und Fall einer herausragenden charismatischen Persönlichkeit, die immense Begeisterung weckt und verehrt wird wie eine Pop-Ikone oder ein Filmstar. Die Massenhysterie um seine Person schaukelt sich gefährlich hoch, denn der Personenkult installiert ihn zur Heilsfigur, die sich selbst überfordert und letztlich seine Anhänger und Fans nur enttäuschen kann. Im Gegensatz zu dem tradierten, eindimensionalen Bild von Judas, dem Verräter, wird das Musical aus seiner Sicht erzählt: Gerade aufgrund seiner Liebe zu Jesus ist ihm der Personenkult und die Hysterie fremd und er sieht es als seine Aufgabe an, den besten Freund hartnäckig an seiner ursprüngliche Idee zu erinnern. Dies macht ihn anfällig für den schlussendlichen Verrat an Jesus. Und so ist »Jesus Christ Superstar« am Ende eine Mischung aus mitreißenden, fetzigen Nummern und genauso berührenden Szenen. Kein Wunder, dass Andrew Lloyd Webbers Musical ein echter Klassiker und absolut Kult ist!

—| Pressemeldung Theater Magdeburg |—

Magdeburg, Theater Magdeburg, Premiere West Side Story auf dem Domplatz, 16.06.2017

theater_magdeburg.jpg

Theater Magdeburg

Theater Mgdeburg / Probe West Side Story - Gil Mehmert © www.AndreasLander.de

Theater Mgdeburg / Probe West Side Story – Gil Mehmert © www.AndreasLander.de

 West Side Story ab Juni auf dem Domplatz

Hoher Karten – Vorverkauf

Die Proben für das Musical West Side Story, das in der Regie von Gil Mehmert am Freitag, dem 16. 6. 2017, um 21.00 Uhr, Premiere auf dem Magdeburger Domplatz feiert, haben begonnen.

»Something’s coming, something good!« – am 16.06.2017 feiert das erfolgreiche und beliebte Musical West Side Story vor der historischen Kulisse des Magdeburger Doms Premiere. Leonard Bernsteins Werk gilt als »Mutter aller Musicals« und gleichzeitig als eines der anspruchsvollsten aller Musiktheaterwerke, sind hier doch auf höchstem künstlerischen Niveau Tanz, Gesang und Schauspiel untereinander verwoben. Die unverwechselbare Harmonik und die prägnante Rhythmik haben das Musical weltberühmt werden lassen. Hinzu kommt eine zeitlos-aktuelle Geschichte, die auf Shakespeares tragischem Drama Romeo und Julia beruht und die bis heute ins Herz trifft.

Tony, Mitglied der »Jets«, und Maria, Schwester des Anführers der »Sharks«, verlieben sich bei einer Tanzveranstaltung im Jugendclub des Stadtteils auf den ersten Blick. Gegen alle Widerstände halten sie an ihrer Liebe fest. Doch als Tonys bester Freund Riff von Marias Bruder Bernardo erstochen wird und Tony daraufhin Bernardo tötet, ist die Tragödie nicht mehr aufzuhalten…

Um die musikalische und darstellerische Qualität einer Open-Air-Produktion dieses anspruchsvollen Musicals zu garantieren, konnte das Theater Magdeburg neben einem spannenden und breit aufgestellten Cast ein exquisites Leitungsteam gewinnen. Allen voran Regisseur Gil Mehmert, der für seine Musicalinszenierungen mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt 2016 für Hair in München. Zu seinen herausragenden Arbeiten zählt ebenso »Das Wunder von Bern« in Hamburg, darüber hinaus inszenierte er mit großem Erfolg das DomplatzOpenAir 2013 Les Miserables. Die musikalische Leitung übernimmt der international gefragte Dirigent Kimbo Ishii, Magdeburgs Generalmusikdirektor, der die New Yorker Straßenkämpfe, musikalisch charakterisiert durch Jazz und lateinamerikanische Rhythmen, mit der Magdeburgischen Philharmonie lebendig werden lässt. Das erfahrene Leitungsteam rund um Regisseur Gil Mehmert wird ergänzt vom ausgezeichneten und international agierenden Bühnenbildner Jens Kilian. Der junge Choreograf Jonathan Huor, der 2016 mit dem Deutschen Musical Theater Preis in der Kategorie Choreografie ausgezeichnet wurde, ergänzt dieses versierte Team. Die Kostüme entwirft Falk Bauer.

Theater Mgdeburg / Probe West Side Story - D. Weissert, A. Zetterholm, I. Flury © www.AndreasLander.de

Theater Mgdeburg / Probe West Side Story – D. Weissert, A. Zetterholm, I. Flury © www.AndreasLander.de

Die Partien von Tony und Maria zählen auf Grund ihrer großen sängerischen Anforderungen zu den anspruchsvollsten im Musicalfach. Für die Magdeburger Inszenierung wurde ein ausgewogenes, erfahrenes und junges Trio engagiert: Mit Anton Zetterholm steht ein erfolgreicher Musicaldarsteller, der bereits in mehreren großen Musicalproduktionen mitgewirkt hat, als Tony auf der Domplatzbühne. Der beliebte Schwede spielte bis Mitte Juni 2014 am Londoner Queen‘s Theatre die Rolle des Enjolras im bekannten West End Musical Les Misérables. Die Partie der Maria wird doppelt besetzt mit der erfahrenen Musicaldarstellerin und Schauspielerin Iréna Flury sowie der jungen Sybille Lambricht. Insgesamt stehen rund 45 Darstellerinnen und Darsteller auf der Domplatzbühne.

Regisseur Gil Mehmert erzählt Bernsteins Adaption des Shakespeare-Klassikers so »gegenwärtig wie möglich«. Dafür nimmt er die Ästhetik der 1950er Jahre, in der das Werk entstanden ist, auf und verlängert diese »zeitlos« in die Gegenwart, denn die konfliktreiche Suche der Jugendlichen nach einer eigenen Identität und dem Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Gruppen, ist auch heute noch hoch aktuell. Die Straßen von Manhattan, in denen die Auseinandersetzungen der Jets und Sharks stattfinden, werden auf dem Domplatz nachgebildet. Die Bühne misst 1000 m2 und bietet viel Raum für Action, zum Beispiel in einem der beiden rund 7 Meter hohen Hochhäuser oder auf dem Platz zwischen fahrenden Autos. Viel Erfahrung mit großen Open-Air-Veranstaltungen bringt der Bühnenbildner Jens Kilian mit, der den Magdeburger Domplatz bestens kennt, hat er doch 2013 das Bühnenbild für »Les Miserables« und 2016 für »Hair« entworfen. PMThMD

Die 18 Vorstellungen der West Side Story, die am 16. 6. 2017, 21.00 Uhr, auf dem Domplatz Premiere feiert, sind bereits jetzt zu über 80 % ausgelastet.

—| Pressemeldung Theater Magdeburg |—

Nächste Seite »