Köln, Oper Köln, Premiere Walküre für Kinder, 21.10.2018

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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Premiere Walküre für Kinder

Nach »Das Rheingold für Kinder« in der vergangenen Spielzeit wird die zweite Oper aus dem Zyklus »Der Ring des Nibelungen« gezeigt in einer besonderen, extra für die Oper Köln erstellten Einrichtung für Kinder und Opern-Einsteiger.

Im zweiten Teil des »Ring des Nibelungen« nehmen die Walküren die Bühne in Besitz! Furchtlos, kriegerisch und übermenschlich stark sind diese Töchter von Gott Wotan, die in seinem Auftrag die tapfersten Helden aufspüren. Brünnhilde, Wotans Lieblingstochter, greift in die geheimen Pläne ihres Vaters ein, nachdem er seinem  Sohn Siegmund das Schwert Nothung zugespielt hatte, damit dieser ihm den zaubermächtigen Ring zurück gewänne. Wotans Strafe für Brünnhildes Ungehorsam ist groß: Brünnhilde muss ihre übernatürlichen Kräfte abgeben und von nun an als gewöhnlicher Mensch in einem Ring aus Feuer schlafend warten, und nur ein Held, der freier als die Götter ist, kann sie retten …

Die musikalische Leitung übernimmt Rainer Mühlbach, Regie führt die Leiterin der Kinderoper Brigitta Gillessen. Das musikalische Arrangement stammt von Stefan Behrisch, der international als Komponist, Arrangeur und Musikproduzent tätig ist und u. a. für den letzten »Alien«-Film an der Filmmusik mitgearbeitet hat. Lehraufträgen ging er u. a. an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, an der Internationalen Filmschule Köln sowie an der Universität Potsdam und der Hochschule Osnabrück nach.

Premiere von »Die Walküre für Kinder« am Sonntag,  21. Oktober 2018 um 11.30 Uhr im StaatenHaus, Saal 3

—| Pressemeldung Oper Köln |—

Köln, Oper Köln, Premiere Salome – Richard Strauss, 14.10.2018

September 24, 2018  
Veröffentlicht unter Oper, Oper Köln, Premieren, Pressemeldung

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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

  Salome – Richard Strauss
StaatenHaus – Saal 2

Premiere 14. Oktober 2018 18 Uhr

Die Oper um die Prinzessin Salome und ihren ›Tanz der sieben Schleier‹ ist ein Werk der emotionalen Extreme und fasziniert seit ihrer Uraufführung 1905 in Dresden die Musikwelt.

In der dekadenten Atmosphäre des orientalischen Palastes, in dem Prinzessin Salome als Stieftochter des Tetrarchen Herodes lebt, erscheint ihr der eingekerkerte Prophet Jochanaan wie eine faszinierende Verlockung. Dass dieser asketische Mann ihre erotischen Annäherungen unter Flüchen von sich weist, verleiht ihm in den Augen Salomes einen noch höheren Reiz. Als Herodes sie dazu auffordert, für ihn zu tanzen und ihr dafür die Erfüllung jeden Wunsches in Aussicht stellt, verlangt Salome den Kopf des Jochanaan auf einer Silberschüssel.

GMD François-Xavier Roth dirigiert erstmals eine Oper von Richard Strauss. Der junge US-amerikanische Regisseur Ted Huffman, auf den Bühnen unseres Kontinents ein hoch gehandelter ›Newcomer‹, stellt sich – zum zweiten Mal überhaupt an einem deutschen Opernhaus – an der Oper Köln vor. Die schwedische Sopranistin Ingela Brimberg, zuletzt hier als Senta in Der fliegende Holländer gefeiert, alterniert mit ihrer österreichischen Kollegin Kristiane Kaiser, der Kölner Tannhäuser-Elisabeth, in der alle gesangsdarstellerischen Register fordernden Partie der Salome.


Salome (Premiere):  So., 14. Oktober 18 Uhr,  StaatenHaus, Saal 2

Besetzung – Musikalische Leitung  François-Xavier Roth | Arne Willimczik (28.10. und 10.11.2018), Inszenierung Ted Huffman, Bühne Ben Baur, Kostüme Annemarie Woods
Licht Andreas Grüter, Choreografie Sam Pinkleton, Dramaturgie Georg Kehren

Mit  –  Herodes › John Heuzenroeder, Herodias › Dalia Schaechter, Salome › Ingela Brimberg / Kristiane Kaiser, Jochanaan › Kostas Smoriginas / Markus Marquardt
Narraboth › Dino Lüthy, ein Page der Herodias › Judith Thielsen, 1. Jude › Martin Koch
2. Jude › Ján Rusko, 3. Jude › William Goforth, 4. Jude › Alexander Fedin, 5. Jude › Nicolas Legoux, 1. Nazarener › Luke Stoker, 2. Nazarener › Anton Kuzenok, 1. Soldat › Matthias Hoffmann, 2. Soldat › Lucas Singer, Ein Cappadocier › Yunus Schahinger / Julian Schulzki, Ein Sklave › Alina Wunderlin, Tanzensemble Orchester › Gürzenich-Orchester Köln

Premiere  Salome 14. Oktober 2018 18 Uhr, Weitere Vorstellungen, Do, 18. Oktober › 19:30 Uhr, Sa, 20. Oktober › 19:30 Uhr, Mi, 24. Oktober › 19:30 Uhr, Fr, 26. Oktober › 19:30 Uhr, So, 28. Oktober › 19:00 Uhr, So, 04. November › 18:00 Uhr, Mi, 07. November › 19:30 Uhr, Sa, 10. November › 19:30 Uhr, Fr, 16. November › 19:30 Uhr, So, 18. November › 18:00 Uhr

—| Pressemeldung Oper Köln |—

Köln, Oper Köln, Der Kaiser von Atlantis von Viktor Ullmann, IOCO Kritik, 28.02.2018

März 1, 2018  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Oper Köln

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Oper Köln

Oper Köln / Außenspielstätte am Offenbachplatz © Bühnen Köln

Oper Köln / Außenspielstätte am Offenbachplatz © Bühnen Köln

„Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann

„Du sollst den Namen Tod nicht eitel beschwören“

Von Viktor Jarosch

Victor Ullmann Stolperstein in .... © IOCO

Victor Ullmann Stolperstein in …. © IOCO

Die Kammeroper Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung besitzt eine ungewöhnlich schmerzliche Historie: Viktor Ullmann (*1898 – 1944), von Arnold Schönberg, Alexander von Zemlinsky wie Rudolf Steiner geformt, vollendete sie, den eigenen Tod vor Augen, 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt.

Theresienstadt, die „Wartehalle des Todes“ für Juden aus dem Protektorat Böhmen und Mähren, hatte eine lebhafte Musikkultur, welche die dort Gefangenen, auch Viktor Ullmann, zum geistigen Überleben und für kompositorisches Schaffen nutzten. Das Libretto zum Kaiser von Atlantis schrieb der ebenfalls in Theresienstadt internierte Peter Kien (*1919 – 1944). Im Herbst 1944 wurde noch für die Uraufführung des Stückes geprobt, doch sie fand nicht mehr statt. Am 16. Oktober 1944, in demselben Transport, wurden Viktor Ullmann, dessen Versuch in die USA zu fliehen scheiterte, und Peter Kien nach Auschwitz transportiert und von den NAZIS umgebracht. Ihr Werk Der Kaiser von Atlantis überlebte: Es gelangte auf verschlungenen Wege nach Amsterdam, 1975 zur Uraufführung.

Oper Köln / Der Kaiser von Atlantis - hier Tod und Harlekin © Paul Leclaire

Oper Köln / Der Kaiser von Atlantis – hier Tod und Harlekin © Paul Leclaire

Die Oper Köln zeigt in der kleinen Außenspielstätte am Offenbachplatz mit dem Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung, ein Werk, welches sich gerade für dessen kleine  Bühne bestens eignet. Die Bühne des Hauses ist (Inszenierung Eike Ecker) in einer 8  geformt, zweigeteilt, in den Mitten vertieft, worin jeweils sieben Orchestermusiker spielen. Das Ensemble spielt, singt auf der Bühne zwischen, neben dem Orchester.

Der Kaiser von Atlantis ist 60 Minuten reinste Chiffre; das Subtile, Kryptische der Oper deutlich zu machen ist schwer; es stellt hohe Ansprüche an Regie wie Darsteller der Produktion. In Köln hängt ein riesiger Lautsprecher von der Decke herab; er kündigt im Prolog die Handlung, die handelnden Figuren als eine „Art Oper in vier Bildern“ an: Kaiser Overall von Atlantis, Der Trommler, Der Lautsprecher, Ein Soldat und ein Mädchen, Der Tod und Harlekin. In jenen vier Bildern spiegeln sich nicht Satire. Es ist pure Hybris, Größenwahn und Realitätsverlust der Spezies Mensch erkennbar. Ullmann verschwor sich so gegen den Wahnsinn der vielen Akteure im Dritten Reich; doch Der Kaiser von Atlantis geht weiter; er spiegelt den Realitätsverlust von Menschen zu allen Zeiten. Lebende Staatslenker glaubt man in Kaiser Overall ebenso erkennen, wie natürlich Hitler oder auch Caligula.

Oper Köln / Der Kaiser von Atlantis - hier Kaiser Overall und Tod © Paul Leclaire

Oper Köln / Der Kaiser von Atlantis – hier Kaiser Overall und Tod © Paul Leclaire

Die Handlung beginnt mit dem auf einer Sichel vom Himmel herab schwebenden bleichen Tod, Partner in Dialogen des Harlekin, einem der Commedia dell´arte entsprungenen, fast schelmischen Clown. Tod: „Was haben wir heut für einen Tag“,  Harlekin:Ich wechsle die Tage nicht mehr täglich..“. Kostüme (Darko Petrovic) und Bewegungschoreographie (Athol Farmer) malen die kryptische Handlung des Stückes sichtbar, mitfühlbar aus. Schattenhafte Figurinen, plastisch wirkende Gestalten bilden im Halbdunkel der Bühne das willenlose, entmündigte Volk. Kaiser Overall will eine neue Weltordnung, Naturgesetze aushebeln, die menschliche Ordnung stürzen. Der Trommler erklärt, im Namen seiner Majestät des Kaiser Overall den „großen, segensreichen Krieg aller gegen alle zu verhängen. Jedes Kind, ob Knäblein, Gattin, Mutter, jeder Mann ob krumm oder grad wird die Waffe führen in diesem heiligen Kampf… der mit der Vernichtung des Bösen enden wird.“  Doch der Tod fühlt sich nun entehrt, zerbricht sein Schwert und verweigert jeden Dienst „Ich mache die Zukunft der Menschen groß… und lang… lang…“,  Menschen können plötzlich nicht mehr sterben. Der Lautsprecher:Eine seltsame Krankheit ist ausgebrochen. Die Soldaten können nicht sterben.“ Kaiser Overall ist entsetzt; niemand wird ihn noch fürchten: „Wer wird dem Imperator von Atlantis noch gehorchen?!“ und stellt sich gleichzeitig als Erfinder der Unsterblichkeit dar. Und doch geht in den ausgehebelten Grundwerten (Menschen müssen einmal sterben) letztlich auch Kaiser Overall zugrunde: Damit der Tod, als zentrales Element wieder in der Weltordnung zurückkehrt, willigt Kaiser Overall ein, als erster wieder zu sterben. Alles im Stück ist Chiffre, alles ist kryptisch; doch über allem ist die Todesichel von Theresienstadt immer spürbar.

Die Partitur erinnert in rhythmischen Parametern und Instrumentation an große Meister des Abendlandes, Gustav Mahler, Kurt Weill, Johann Reichardt; doch auch der Blues und der Shimmy klingen durch. Das kleine Orchester um Rainer Mühlbach begleitet die facettenreiche Sprache und Handlung auf der kleinen Bühne warm, sensibel, subtil.

Oper Köln / Der Kaiser von Atlantis - hier Kaiser und Harlekin © Paul Leclaire

Oper Köln / Der Kaiser von Atlantis – hier Kaiser und Harlekin © Paul Leclaire

Lucas Singer gibt dem Tod, kahlköpfig in langem Ledermantel auf der Sichel stehend, mit Beginn sichtbaren Charakter, mit jungem Bass zeichnete er  die „Gefühle“ des Tod merkwürdig empfindsam. Martin Koch spielte den von den Umständen getriebenen, lieben Harlekin („Dir selber kannst Dir nicht entlaufen, bleibst immer Harlekin“) mit belcantisch tenoraler Stimme. Nikolay Borchev dominiert mit wohl timbriertem Bariton in weißer Uniform mit Krone als präsenter wenn auch gelegentlich „wirrer“ Kaiser Overall die Produktion.

Doch hatte der Premierenabend einen weiteren, wenn auch unangekündigten Haupt- Darsteller: Georg Kehren, Chefdramaturg der Oper Köln. Kehren vermittelte in der folgenden Premierenfeier in emotional lebhaften Ausführungen den dankbaren Besuchern Tiefen wie Untiefen der kryptischen und selten gespielten Kammeroper.

Der Zuspruch des Publikums in der ausverkauften kleinen Spielstätte war groß für Darsteller, Regie und Georg Kehrens abschließende wie vollendende Ausführungen. Interessenten raten wir dringend, sich rechtzeitig um Karten für die verbleibenden Vorstellungen zu bemühen.

Der Kaiser von Atlantis der Oper Köln: Weitere Vorstellungen am 2.3.2018; 6.3.2018; 10.3.2018

—| IOCO Kritik Oper Köln |—

Köln, Oper Köln, Hohe Auslastung inmitten des Bauskandals, IOCO Aktuell, 19.07.2017

Juli 19, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, IOCO Aktuell, Oper, Oper Köln

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Oper Köln

 Köln / Interimspiestaette StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / Interimspiestaette StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Oper Köln  – Hohe Auslastung in Ersatzspielstätte

  Saison 2016/17 – Gesamtauslastung 82,19%

 Von Viktor Jarosch

Intendantin Meyer meldet hohe Auslastung der Oper Köln im StaatenHaus!

Kennen Sie eigentlich alle Ersatzspielstätten, in welchen die Oper Köln seit 2013 ihre Produktionen zeigte? Man verliert leicht den Überblick. Oberlandesgericht, Palladium, Musical Dome, Offenbachplatz, Trinitatiskiche und mehr. Seit 2016 ist das Staatenhaus Spielstätte der Oper Köln bis 2022. Vielleicht.  Die geplante Sanierung (Kosten und Dauer) der Oper Köln werden sich bis 2022 mehr als verdoppelt haben: Von vier auf zehn Jahre, von  €270 Mio auf €570 Mio. Ex-Intendant Uwe Laufenberg flüchtete 2013 derweil nach Wiesbaden und karikierte nachtragend damalige Kölner Verhältnisse in seinem Buch Palermo.

Oper Köln / Intendatin Birgit Meyer im Staatenhaus © IOCO

Oper Köln / Intendatin Birgit Meyer im Staatenhaus © IOCO

Birgit Meyer, Intendantin der Oper Köln, meldete nun, zum Abschluss der Saison 2016/17, der zweiten Spielzeit im wenig zentralen Interimsspielort Staatenhaus auf der Deutzer Rheinseite, eine überraschend hohe Gesamtauslastung von 82,19 % bei 107.058 verkauften Karten.  »Es ist uns ein Anliegen, den Opernliebhabern aus Köln und der Umgebung im Staatenhaus eine so hohe Qualität zu liefern, wie man sie bei der großen Tradition der Oper Köln erwarten darf. Die Besucherzahlen zeigen es: Das für unterschiedlichste Formate geeignete Staatenhaus mit seinen drei Sälen ist dem Publikum zu einer festen Adresse für szenisch und musikalisch überzeugende Opernabende geworden.«

Zwölf Produktionen der Oper Köln in der Saison 2016.17 verbuchten eine Auslastung von über 90 %. Spitzenreiter, was die Publikumsnachfrage betraf, waren »Opern-Klassiker« wie Puccinis Turandot (100 %) und Verdis Falstaff (97,75 %), beide im großen Saal 1, aber auch die außergewöhnliche, bildstarke Produktion Das Lied der Frauen vom Fluss in der Regie von Carlus Padrissa (La Fura dels baus) konnte in Saal 3 insgesamt 97,73 % verbuchen.

Auch bei den Wiederaufnahmen war das Interesse groß. Puccinis La Bohème landete beispielsweise bei einer durchschnittlichen Auslastung von 90,74 %, Carl Orffs Die Kluge – eine Oper in der neuen Reihe »Oper für Jung und Alt« – bei 96,20%. In der Kinderoper erzielte die Uraufführung der Jazzoper Die Heinzelmännchen zu Köln von Ingfried Hoffmann eine 99,67 prozentige Auslastung. Die Premiere von Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen für Kinder und Erwachsene folgte mit 95,88 %.

—| IOCO Aktuell Oper Köln |—

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