Köln, Oper Köln, 2022 – Hein Mulders folgt Birgit Meyer, IOCO Aktuell, 18.04.2021

Die Oper Köln am Offenbachplatz wird seit vielen Jahren saniert © IOCO

Die Oper Köln am Offenbachplatz wird seit vielen Jahren saniert © IOCO

Oper Köln

Hein Mulders – Ab 2022  Intendant der Oper Köln

Uwe Eric Laufenberg, Birgit Meyer, Hein Mulders

von Viktor Jarosch

Ehemals-Intendant Uwe Eric Laufenberg der Oper Köln hatte sich 2012 dramatisch getäuscht: Im August 2012 wurde er erstes Sanierungs-Opfer der Oper Köln und fristlos entlassen. Die Eröffnung der sanierten Oper Köln findet nicht wie geplant in 2015 statt, sondern – mit neun Jahren Verspätung – 2024, So im Dezember 2020 von der Stadt Köln kommuniziert (link HIER!). In diesem Sanierungs-Chaos explodierten die Kosten von €253 M auf €615 Millionen. Doch selbst diese dramatische offizielle Kalkulation ist unvollständig: Die durch die jahrelange Schließung der Oper entgangenen Einnahmen sind nicht berücksichtigt, ebensowenig wie  hohe Zusatzkosten durch Nutzung von Ersatzspielstätten. Die Gesamtkosten der Sanierung der Oper Köln liegen – laut IOCO-Rechnung – bei etwa €1 Milliarde. Intendantin Birgit Meyer kämpft so seit 2012 an den vielen Fronten der Oper Köln.

Im April 2021 teilt der „Rat der Stadt Köln“ mit, dass zum 1.9.2022 Intendantin Dr. Birgit Meyer durch den zur Zeit am Aalto-Theater, Essen tätigen Hein Mulders abgelöst wird. Die folgende Pressemitteilung der Stadt Köln besitzt im Hinblick auf das Missmanagement der vergangen Jahre ein saures Geschmäckle. Lesen Sie selbst:

—————————-

Stadt Köln – Hein Mulders folgt Birgit Meyer

Hein Mulders / kommender Intendant der Oper Köln © Sven Lorenz

Hein Mulders / kommender Intendant der Oper Köln © Sven Lorenz

Hein Mulders wird Intendant der Oper Köln. Das hat am 12. April 2021, der Hauptausschuss des Rates der Stadt Köln auf Vorschlag von Oberbürgermeisterin Henriette Reker einstimmig entschieden.

Hein Mulders wird die Opernsparte der Bühnen Köln damit nach erfolgter Sanierung des Riphahn-Baus zur Spielzeit 2024/25 zurück an den Offenbachplatz führen. Er beginnt seine Intendanz in Köln am 1. September 2022 und wird damit auch das Interim der Oper im Staatenhaus nahtlos fortsetzen.

Die Suche nach einer/einem neuen Intendant*in für die Oper Köln unterstützte maßgeblich eine von Oberbürgermeisterin Henriette Reker geleitete Findungskommission. Dem Gremium gehörten als externe Experten Pamela Rosenberg (ehemalige Generalintendantin der San Francisco Opera und ehemalige Intendantin der Berliner Philharmoniker), Peter Theiler (Intendant der Semperoper Dresden) und Viktor Schoner (Intendant der Staatsoper Stuttgart) an. Weitere Mitglieder der sechsköpfigen Kommission waren Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach und Stefan Englert, Geschäftsführender Direktor des Gürzenich-Orchesters. Olaf Wegner (ifp – Institut für

Personalberatung Köln) steuerte das Verfahren als beauftragter Personalberater.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigt sich sehr zufrieden mit dem Abschluss der knapp dreimonatigen Arbeit des Gremiums:

Der Findungskommission ist es gelungen, aus einem Kreis hochkarätiger Kandidat*innen nach einem intensiven Auswahlverfahren Hein Mulders für die Kölner Oper als Intendanten zu gewinnen. Er überzeugte die Kommission durch seine nachhaltigen Erfahrungen und Erfolge mit der Führung von Opernhäusern sowie durch seine internationale Vernetzung und Überzeugungskraft. Herr Mulders wird zusammen mit den Betriebsleiterkollegen der Bühnen, den Teams der Oper Köln und des Gürzenich-Orchesters mit Blick auf die Wiedereröffnung der Bühnen am Offenbachplatz eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Kunst- und Kulturmetropole Köln spielen.

Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach führt aus:

Oper Köln – Kulissengespräche »Die tote Stadt« mit Birgit Meyer
youtube Oper Köln
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Ich bin mir sicher, dass Hein Mulders die komplexen Aufgabenstellungen der Kölner Opernintendanz aufgrund seiner exzellenten fachlichen Expertise sowie seiner Teamorientierung und persönlichen Integrationskraft höchst erfolgreich für Köln umsetzen wird.

Für die Findungskommission erklärt Pamela Rosenberg:

Die Findungskommission hat sich mehrere Wochen lang intensiv verständigt und freut sich, aus dem breiten Feld von Kandidat*innen mit Hein Mulders einen erfolgreichen Opern-, Konzert- und Kulturmanager präsentieren zu können, der alle Voraussetzungen mitbringt, um die Oper Köln mit seinen profunden Opern- und Musikkenntnissen, seinem international geprägten Profil sowie seinem umfangreichen professionellen Netzwerk kreativ in die Zukunft zu steuern. Mulders‘ stark ausgeprägte menschliche, zeitgemäße Führungsqualitäten sind von seiner Fähigkeit bestimmt, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen im steten Dialog zu Höchstleistungen zu motivieren. Nicht nur die Corona-Krise stellt Opernhäuser in den kommenden Jahren vor neue Herausforderungen. Wir sind überzeugt, dass Hein Mulders der richtige Mensch ist, um diese gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der Oper, der Stadtgesellschaft und den politisch Verantwortlichen in Köln zu meistern.

Generalmusikdirektor – Gürzenich-Kapellmeister François-Xavier Roth:

Mit großer Freude habe ich von der Berufung von Hein Mulders zum Intendanten der Oper Köln erfahren. Ich bin mir sicher, dass er mit großer Energie und seiner fantastischen Kreativität das Haus in die Zukunft führen und weiterentwickeln wird. Ich freue mich, mit ihm gemeinsam in den kommenden Spielzeiten zu arbeiten, sowohl im Staatenhaus als auch für die Wiedereröffnung der Oper am Offenbachplatz.

Kölns künftiger Opernintendant Hein Mulders freut sich auf seine neue Wirkungsstätte:

Ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe als Intendant der Oper Köln. Das traditionsreiche Haus am Offenbachplatz nach mehr als einer Dekade Sanierungszeit wiedereröffnen zu dürfen, ist eine große Ehre für mich. Ich möchte bald die Mitarbeiter*innen der Oper und der Bühnen Köln kennenlernen und mich mit ihnen zur Zukunft austauschen. Auf die Zusammenarbeit mit dem Gürzenich-Orchester und Generalmusikdirektor François-Xavier Roth blicke ich mit großer Vorfreude. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam Großartiges leisten werden.

Hintergründe:

  • Derzeit ist Hein Mulders bei der Theater und Philharmonie Essen GmbH als Intendant für die Sparten Aalto-Musiktheater, Essener Philharmoniker und Philharmonie Essen verantwortlich.
  • Vertragsbeginn am Mehrspartenbetrieb Bühnen Köln ist der 1. September 2022 mit dem Titel Opernintendant und Betriebsleiter der Bühnen Köln
  • Vertragslaufzeit: Fünf Spielzeiten (bis 2027)
  • Zusätzlich wurde ein Vorbereitungsvertrag ab Mai 2021 zur Planung der Spielzeit 2022/23 ff abgeschlossen.
  • Die Amtszeit der derzeitigen Intendantin Dr. Birgit Meyer endet nach zehnjähriger Intendanz am 31. August 2022.
Oper Köln / Birgit Meyer und Uwe Eric Laufenberg _ noch vereint kämpfend © IOCO

Oper Köln / Birgit Meyer und Uwe Eric Laufenberg _ 2012 noch vereint kämpfend © IOCO

 Hein Mulders – Biographie und  Aktivitäten

  • Hein Mulders (*1962) ist derzeit Intendant am Aalto-Theater für die Sparten Aalto-Musiktheater, Essener Philharmoniker und Philharmonie Essen.
  • Geboren und aufgewachsen ist er in den Niederlanden. Nach dem Abitur zog er 17-jährig nach Paris, um dort Kunstgeschichte am „École du Louvre“ und Französisch am „Institut Universitaire Catholique“ zu studieren. Danach wechselte er an die Universität Amsterdam, wo er Kunstgeschichte, Archäologie und Italienisch studierte und sich auf Musikwissenschaft und Operngeschichte spezialisierte. Darüber hinaus lernte er an der Musikhochschule in Utrecht Klavier.
  • Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums begann er in der Gesangsabteilung einer der führenden nationalen Musikagenturen in Den Haag als Assistent der Geschäftsführung. Anschließend übernahm er die Position des Orchesterleiters des niederländischen National-Jugendorchesters und begleitete das Orchester auf internationalen Tourneen und Musikfestivals.
  • 1995 begann Hein Mulders als Casting Officer an der Flämischen Oper in Antwerpen und Gent zu arbeiten. Dort wurde er nur ein Jahr später als Leiter für Casting und künstlerische Planung Teil des Führungsteams. Er war verantwortlich für alle künstlerischen Belange, die sich um die Zusammensetzung der Produktionsteams, die Auswahl von Dirigent*innen und um die Besetzung von Sänger*innen drehten sowie für die gesamtkünstlerische Planung. Zur selben Zeit war er Jury- und Vorstandsmitglied des Opernstudios in Flandern.
  • Im Sommer 2006 nahm Hein Mulders die Stelle als Operndirektor an der „De Nederlandse Opera“ in Amsterdam an, wo er als rechte Hand des Intendanten und Regisseurs Pierre Audi neben Casting und der künstlerischen Gesamtplanung ebenfalls die Leitung der Musik- und der Regieabteilung innehatte. Gleich zu Beginn holte Hein Mulders den Dirigenten Marc Albrecht ans Haus, der dort für mehr als zehn Jahre als Generalmusikdirektor wirkte.
  • In Amsterdam besetzte Mulders unter anderem die Uraufführung von Alexander Raskatovs Oper „Hundeherz“ (nach einer Erzählung von Michail Bulgakov), die weltweite Aufmerksamkeit erlangte. Die monumentale Amsterdamer Produktion von Gioachino Rossinis Oper „Wilhelm Tell“ wurde danach an der Metropolitan Opera in New York aufgeführt. In Amsterdam arbeitete Hein Mulders mit Dirigenten wie Maris Jansons, Yannick Nézèt-Séguin und Sir Simon Rattle.
  • Im Mai 2011 wurde Hein Mulders für eine fünfjährige Amtszeit von 2013 bis 2018 zum Intendanten des Aalto-Musiktheater, der Essener Philharmoniker und der Philharmonie in Essen ernannt. Als neuen Generalmusikdirektor für die Essener Philharmoniker und das Aalto-Musiktheater stellte er den tschechischen Dirigenten Tomáš Netopil ein, der zuvor als Musikalischer Leiter am Prager Nationaltheater tätig war. Im Frühjahr 2016 wurde Mulders Vertrag verlängert.
  • In Essen sorgte Hein Mulders mit den Aufführungen der Opern „Medea“ (Aribert Reimann), „Otello“ (Giuseppe Verdi) und „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber) dafür, dass das Aalto-Theater für die Vielfalt und Qualität der unterschiedlichen Produktionen in der Spielzeit 2018/19 zum Opernhaus des Jahres in NRW ernannt wurde. Außerdem setzte Mulders die selten aufgeführte Oper „The Greek Passion“ (Bohuslav Martin?) auf den Spielplan – als die Fluchtbewegung aus Kriegs- und Krisengebieten in Europa auf ihrem Höhepunkt war. Für Nominierungen für das Opern-Jahrbuch sorgte auch die Aufführung des Oratoriums „Il primo omicidio“ („Kain oder Der erste Mord“) des Komponisten Alessandro Scarlatti.
  • Hein Mulders ist Jurymitglied zahlreicher internationaler Gesangswettbewerbe, so unter anderem in Spanien („Virias“/Barcelona, „Julian Gayarre“/Pamplona, Opera de Tenerife/Santa Cruz), Norwegen („Queen Sonja“/Oslo), Italien („Ottavio Ziino“/Rom), Kanada („Jeunes Ambassadeurs Lyrichoregra“/Montreal), Rumänien („Grand Prix de L’Opera“/Bukarest), Österreich („Cesti-Barockoper“/Innsbruck, „Belvedere“/Villach 2019), Brasilien („Maria Callas“/Sao Paulo), Albanien („Marie Kraja“/Tirana), den Niederlanden („IVC“/’s-Hertogenbosch, „Belvedere“/Amsterdam), Südafrika („Belvedere“/Kapstadt 2016), England („Opera Awards“/London 2017) und Lettland („Belvedere“/Jurmala 2018). Zudem war er im September 2020 ebenfalls in der Final-Jury beim Internationalen Dirigierwettbewerb „Guido Cantelli“ in Turin/Novara.

—| IOCO Aktuell Oper Köln |—

Köln, Gürzenich-Orchester, Igor Strawinsky – Hommage zum 50. Todestag, IOCO Aktuell, 02.04.2021

Grüzenich Orchester

Gürzenich Orchester Köln © Holger Talinski

Gürzenich Orchester Köln © Holger Talinski

Strawinsky – Marathon:  Hommage zum 50. Todestag

Igor Strawinsky hat viele Spuren hinterlassen – auch in Köln

Vor 90 Jahren gastierte er als Dirigent und Pianist beim Gürzenich-Orchester Köln. In einem Livestream anlässlich seines 50. Todestages am 6. April zeigt das Gürzenich-Orchester in Kooperation mit dem Museum Ludwig die Bandbreite von Strawinskys Schaffen.

Wohl nur wenige Komponisten des 20. Jahrhunderts haben ein derartig vielfältiges und in unterschiedlichsten Stilen schillerndes Gesamtwerk geschaffen wie Igor Strawinsky, geboren 1882 in der Nähe von St. Petersburg, gestorben 1971 in New York. Am 6. April 2021, genau an Strawinskys  50. Todestag also, lädt das Gürzenich-Orchester zu einem Strawinsky-Marathon ein, der als Livestream zu erleben ist. Und noch ein zweites Jubiläum gilt es damit zu feiern: Vor 90 Jahren trat Igor Strawinsky persönlich als Dirigent und Solist mit dem Gürzenich-Orchester auf. Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Orchester in seiner langen Geschichte stets am Puls der Zeit mit vielen großen musikalischen Persönlichkeiten zusammengearbeitet hat. Durch das Programm führt live moderierend Gürzenich-Kapellmeister François-Xavier Roth. Er hat sich zudem verschiedene Gesprächspartner eingeladen, mit denen er unterschiedliche Aspekte von Strawinskys Werk beleuchten wird. Darunter den Pianisten Jean-Efflam Bavouzet, Solist in Igor Strawinskys »Capriccio« sowie Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig Köln.

Igor Stravinksky auf der Toteninsel von Venedig © IOCO

Igor Stravinksky auf der Toteninsel von Venedig © IOCO

Die erste Etappe des Marathons ist dem sinfonischen Schaffen Igor Strawinskys gewidmet. In der Kölner Philharmonie dirigiert François-Xavier Roth das Gürzenich-Orchester in Werken wie der Ballettmusik »Le baiser de la fée« (eine Hommage an Peter Tschaikowsky) oder dem Stück für 23 Bläser »Symphonies d’instruments à vent«. Außerdem werden selbstverständlich jene beiden Kompositionen erklingen, mit denen sich Strawinsky 1931 dem Kölner Publikum vorstellte: Vilde Frang ist die Solistin im grandiosen, seinerzeit brandneuen Violinkonzert. Der Pianist Jean-Efflam Bavouzet  tritt in die Fußstapfen von Strawinsky persönlich, der sich das bravouröse »Capriccio für Klavier und Orchester« für eigene Auftritte auf den Leib schrieb.

» Strawinskys Sinn für Farben, für rhythmische Raffinesse und für Proportion bringt mich immer wieder neu zum Staunen. Diese Musik wächst über sich selbst hinaus, das sind Ereignisse, die mich packen und dann einfach nicht mehr loslassen.«  François-Xavier Roth

Igor Strawinsky zog Zeit seines Lebens wichtige Impulse für die eigene Kreativität aus der Bildenden Kunst, war mit berühmten Malern, Designern und Modeschöpfern befreundet: Picasso inspirierte ihn. Léon Bakst, der damalige Superstar des Bühnen- und Kostümbilds, ließ den »Feuervogel« bei seiner Uraufführung märchenhaft schillern. Mit Coco Chanel, der Grande Dame französischer Eleganz, verstrickte Strawinsky sich in eine Liebesaffäre.

Gürzenich Orchester Köln / Francois-Xavier Roth © Holger Talinski

Gürzenich Orchester Köln / Francois-Xavier Roth © Holger Talinski

Gute Gründe also, den zweiten Teil des Kölner Strawinsky-Marathons im Museum Ludwig zu starten. Im Gespräch mit François-Xavier Roth spürt Museumsdirektor Yilmaz Dziewior den sichtbaren und unsichtbaren Brücken zwischen Strawinskys Werk und der Bildenden Kunst seiner Zeit nach.

»In der Musik des 20. Jahrhunderts gibt es nur wenige Personen, deren Einfluss auf die Bildende Kunst so tiefgreifend war wie der von Strawinsky. Umso mehr freut es mich, dass das Museum Ludwig und das Gürzenich-Orchester diese interdisziplinäre Tradition an einem Abend mit musikalischen und bildnerischen Beispielen unterhaltsam ins Bewusstsein rufen.«  Yilmaz Dziewior

Dieser Ausflug in die Welt der Farben und Formen stellt zudem ausgewählte Kammermusik Igor Strawinskys vor. Nathan Braude, Solo-Bratscher des Gürzenich-Orchesters, vertieft sich in die dunkle Stille der »Élegie« für Viola solo, drei Violoncelli lassen mit einer eleganten Adaption der »Suite italienne« das Licht des Südens flirren, Bläser des Gürzenich-Orchesters brillieren im jazzigen Oktett für Blasinstrumente, über das Strawinsky sagte, es müsse klingen wie perlender Sekt.

Apropos Jazz: Der lag Igor Strawinsky lebenslang am Herzen. In vielen seiner Werke sorgt er für Pfeffer und Pfiffigkeit. Und genau deswegen liegt die Ziellinie des Klang-Marathons im Kölner Jazzclub Papa Joe’s, wo Mitglieder des Gürzenich-Orchesters sich von einer ganz anderen Seite zeigen und mit Schwung auf den Jubilar anstoßen.

PROGRAMM  STRAWINSKY-MARATHON

Livestream:  Gürzenich-Orchester in Kooperation mit Museum Ludwig Köln

Dienstag –  06.04.2021  –  20:15 Uhr –  auf folgenden Plattformen

Webseite Gürzenich-Orchester: https://www.guerzenich-orchester.de/livestream
YouTube-Kanal Gürzenich-Orchester: https://youtu.be/QKzmQ2EX3VM

Vilde Frang Violine,  Jean-Efflam Bavouzet  Klavier,
Solisten des Gürzenich-Orchester Köln Gürzenich-Orchester Köln
François-Xavier Roth Dirigent und  Moderation
Gäste: Jean-Efflam Bavouzet, Yilmaz Dziewior und weitere

—| IOCO Aktuell Gürzenich Orchester Köln |—

Köln, Gürzenich Orchester, Francois-Xavier Roth – bleibt in Köln, IOCO Aktuell, 10.05.2020

Grüzenich Orchester

Gürzenich Orchester Köln / Francois-Xavier Roth © Holger Talinski

Gürzenich Orchester Köln / Francois-Xavier Roth © Holger Talinski

François-Xavier Roth  –   bleibt in Köln

François-Xavier Roth verlängert seinen Vertrag als Gürzenich-Kapellmeister und Generalmusikdirektor der Oper Köln 

François-Xavier Roth verlängert seinen Vertrag bis zum Ende der Spielzeit 2024/25 mit der Option auf eine Erweiterung bis zur Saison 2026/27. Seit nunmehr fünf Spielzeiten leitet der charismatische Franzose die musikalischen Geschicke des Gürzenich-Orchesters und der Oper Köln. Gemeinsam mit seinem Team überrascht er das Publikum jede Saison aufs Neue, sei es mit seinen innovativen Programmgestaltungen, international beachteten Uraufführungen wie Lab.Oratorium von Philippe Manoury oder beeindruckenden Opernproduktionen wie Die Soldaten von Bernd Alois Zimmermann.

Genreübergreifende Partnerschaften und die Entwicklung verschiedener Audience-Development-Programme wie die Gründung des Kölner Bürgerorchesters stehen ebenfalls im Zentrum der Orchesterarbeit. Erste Aufnahmen der Mahler-Symphonien Nr. 3 und Nr. 5 mit dem Gürzenich-Orchester Köln erhielten ein positives Presseecho. In Anerkennung seiner musikalischen Leistungen in Köln und seiner Arbeit mit dem französischen Ensemble Les Siècles wurde Roth im Februar 2020 der Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik zugesprochen.

 Gürzenich Orchester / Francois-Xavier Roth am Pult © Holger Talinski

Gürzenich Orchester / Francois-Xavier Roth am Pult © Holger Talinski

François-Xavier Roth: »Es ist mir eine große Freude und Ehre, meinen Vertrag als GürzenichKapellmeister und Generalmusikdirektor der Stadt Köln zu verlängern. Ich fühle stärker als je zuvor, dass es mit den Musikerinnen und Musikern des Gürzenich-Orchesters und dem Team der Oper Köln keine Grenzen für außergewöhnliche musikalische Erlebnisse gibt. Ich freue mich sehr auf meine nächsten Jahre in Köln und möchte voller Energie und Leidenschaft gemeinsam mit meinem Gürzenich-Orchester für und mit den Kölnerinnen und Kölnern musikalisch Bewegendes schaffen.«

Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker ist hocherfreut, den international gefeierten Ausnahmekünstler in der Stadt halten zu können: »François-Xavier Roth ist ein charismatischer und innovativer Musiker, der international für seine ungewöhnliche und kluge Programmgestaltung und seine Kommunikationsfähigkeit mit dem Publikum bekannt ist, das er immer wieder begeistert. Ich freue mich sehr, dass er mit der Bereitschaft zur Vertragsverlängerung gerade in dieser Zeit ein klares Bekenntnis zur kreativen Musik- und Kulturstadt Köln abgibt. Ich freue mich auf viele weitere inspirierende Jahre mit François-Xavier Roth.«

Kulturdezernentin der Stadt Köln Susanne Laugwitz-Aulbach ist sehr glücklich über die Entscheidung von François-Xavier Roth, auch über 2022 hinaus in Köln zu bleiben: »Roth ist ein musikalischer Visionär, der in den vergangenen Jahren das Gürzenich-Orchester auf ein außergewöhnliches Niveau gehoben hat und den Kölnerinnen und Kölnern in der Philharmonie und an der Oper musikalische Sternstunden bereitet. Mit seiner Verlängerung als Generalmusikdirektor der Stadt Köln kann die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden.«

Die Soldaten an der Oper Köln – Dirigat F X Roth
youtube Trailer Oper Köln
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Stefan Englert, Geschäftsführender Direktor des Gürzenich-Orchesters: »Die Vertragsverlängerung von François-Xavier Roth ist ein ein klarer und verheißungsvoller Schritt in Richtung Zukunft für die Musikstadt Köln, die François-Xavier seit 2015 auf einzigartige Weise prägt. Gemeinsam mit unserem traditionsreichen und zugleich innovativen Gürzenich-Orchester bewegt er die Kölnerinnen und Kölner mit der zutiefst menschlichen und verbindenden Kraft der Musik. Zusammen können wir in den kommenden Jahren Außerordentliches erreichen. Aufbauend auf der Arbeit der vergangenen Spielzeiten wollen wir das Orchester noch stärker in der Stadt und darüber hinaus als exzellenten und einzigartigen Klangkörper profilieren, der Zuhörerinnen und Zuhörern allerorts fantastische musikalische Erlebnisse ermöglicht. Mit Leidenschaft werden wir uns dieser Aufgabe widmen, darauf freue ich mich ungemein.«

Orchestervorstand Georg Heimbach: »Wir freuen uns sehr über die Vertragsverlängerung von François-Xavier Roth, mit dem wir seit fünf Jahren begeistert zusammenarbeiten. Unter seiner Leitung haben sich uns und unserem Publikum neue Sichtweisen auf bekanntes Repertoire erschlossen. Für große Komponisten wie Strauss, Mahler oder Bartók waren wir immer ein Uraufführungsorchester, das sich für die Musik der Gegenwart stark gemacht und eingesetzt hat. Diese Tradition hat François-Xavier Roth dankbar aufgegriffen und gibt Neuem regelmäßig einen Raum in unseren Programmen. So schafft die Stadt Köln mit dieser Entscheidung Klarheit darüber, dass wir unseren Weg zu einem herausragend innovativen Orchester unter Führung von François-Xavier Roth auch die nächsten Jahre fortsetzen können – für die Kölner Bürgerinnen und Bürger als immer stärker gefragter Botschafter für unsere Stadt. Dies heute, in der künstlerischen Durststrecke der Covid-19-Zeit zu erfahren, ist für uns eine beglückende Nachricht im richtigen Moment. Wir freuen uns sehr!«

Im Juni präsentieren François-Xavier Roth und das Gürzenich-Orchester bei Myrios Classics eine Einspielung der Schumann-Symphonien 1 und 4. Weitere Informationen zu Aufnahmen sowie zum Programm der Saison 2020/21 finden Sie unter www.guerzenich-orchester.de Verfolgen Sie auch François-Xavier Roths Reihe #beethovenhören auf der Facebook-Seite des Gürzenich-Orchesters. Dort erläutert Gürzenich-Kapellmeister Roth in kurzen Videos die Musikwelt Beethovens.

—| IOCO Aktuell Gürzenich Orchester Köln |—

KÖLN, GÜRZENICH-ORCHESTER, Geisterkonzert für Köln Livestream wg. Coronavirus, 10.03.2020

Grüzenich Orchester

Gürzenich Orchester Köln © Holger Talinski

Gürzenich Orchester Köln © Holger Talinski

Geisterkonzert für Köln / Mit Sylvain Cambreling und Antoine Tamestit

Das gestrige Konzert des Gürzenich-Orchester Köln findet ohne Publikum statt – Ein Konzert-Livestream ist ab 20 Uhr im Internet abrufbar
Die Landesregierung NRW hat heute um 15 Uhr einen Erlass zum Umgang mit Großveranstaltungen herausgegeben. Darin heißt es, dass »die örtlichen Behörden Veranstaltungen mit mehr als 1.000 zu erwartenden Besucherinnen und Besuchern grundsätzlich absagen« sollen.

Gürzenich Orchester Köln / Antoine Tamestit ©Julien Mignot

Gürzenich Orchester Köln / Antoine Tamestit ©Julien Mignot

Das gestrige Konzert des Gürzenich-Orchester Köln mit Werken von Hector Berlioz und Charles Ives wird deshalb ohne Publikum stattfinden. Dirigent Sylvain Cambreling und Antoine Tamestit an der Viola werden gemeinsam mit den Mitgliedern des Orchesters per Livestream zu erleben sein. Das Konzert beginnt um 20 Uhr und wird von Patrick Hahn, Dramaturg des Gürzenich-Orchesters, moderiert.

Der Link zum Livestream lautet: https://www.guerzenich-orchester.de/livestream

Geisterkonzert für Köln / Mit Sylvain Cambreling und Antoine Tamestit
youtube Trailer Gürzenich Orchester Köln
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

LEBENS(T)RÄUME
ABOKONZERT 7

Programm 
HECTOR BERLIOZ
»Les Francs-Juges« Ouvertüre (1826)

CHARLES IVES
»Three Places in New England« (1914/29)

HECTOR BERLIOZ
»Harold en Italie« Sinfonie in vier Teilen mit obligater Viola (1834)

Antoine Tamestit Viola
Sylvain Cambreling Dirigen

Gürzenich Orchester Köln / Sylvain Cambreling ©Marco Borggreve

Gürzenich Orchester Köln / Sylvain Cambreling © Marco Borggreve

Die bevorstehenden Kammerkonzerte des Gürzenich-Orchesters werden voraussichtlich stattfinden. Ob, und unter welchen Umständen die kommenden Abonnementkonzerte am 29./30./31. März 2020 durchführbar sind, teilen wir zeitnah mit. Karteninhabern bieten wir eine Kostenerstattung für die betreffenden Konzerte an. Hierfür wenden sich die Betroffenen bitte an die jeweilige Vorverkaufsstelle, an der sie ihre Karten erworben haben.

—| Pressemeldung Gürzenich Orchester Köln |—

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung