Kiel, Theater Kiel, Die Walküre – Richard Wagner, IOCO Kritik, 29.06.2018

Juni 30, 2018  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Oper Kiel

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Theater Kiel

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

DIE WALKÜRE  –  Richard Wagner

– Kein Germanenkult, kein Heroismus – Herrschaftsvilla, Gemälde, Videos –

Von Michael Stange

Macht, Zwang, Freiheit und Manipulation sind zentrale Elemente der Walküre und des gesamten Ring des Nibelungen. Diese Konstellation führt zwangsläufig zu Konflikten,  die in der Walküre in exzessiver Gewalt und im Tod münden.

Theater Kiel / Die Walküre © Olaf Struck

Theater Kiel / Die Walküre © Olaf Struck

Wagner erzählt daneben auch eindringliche und musikdramatisch packende Geschichte von Flucht, Liebe, Hoffnung, Schicksal und Abschied.

Ein Protagonist ist Wotan, der auf seinen außerehelichen Wanderungen das Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde gezeugt hat. Beide wurden durch einen Überfall früh getrennt. Mit dieser Geschichte beginnt die Walküre und setzt den Göttermythos des Rheingolds in der realen Welt fort. Wotans Sohn Siegmund flieht vor Verfolgern in Hütte seines Feindes Hunding. Dort begegnet er seiner Zwillingsschwester Sieglinde mit der er in Liebe vereint in den Wald flieht. Das Schwert, das Siegmund vor der Flucht aus der Eiche in Hundings Hütte zieht, hat ihm Wotan dort als Sieg- und Zauberschwert hinterlassen, damit Siegmund den Fluch Alberichs bannt, ihm den Nibelungenring verschafft und dadurch Wotans Macht wieder festigt. Nicht bedacht hat Wotan, dass der inzestiöse Bund und die unehelichen Zeugung Siegmunds sowie seiner Halbschwester Brünnhilde gegen Moral und Gesellschaftskodex verstoßen. Daher zwingt seine Frau Fricka ihn, statt Siegmund den betrogenen und verlassenen Hunding von Brünnhilde schützen zu lassen, um nicht gegen Ehre und Gesellschaftskodex zu verstoßen. Obwohl Wotan diesen Befehl an seine Tochter weitergibt verweigert sie ihn und schützt Siegmund im Kampf. Als Wotan dies bemerkt, zerbricht er Siegmunds Schwert mit seinem Speer und tötet ihn und Hunding. Brünnhilde rettet Sieglinde. Dafür und für ihre Befehlsverweigerung Siegmund zu töten bestraft Wotan Brünnhilde mit einem Zauberschlaf auf dem Walkürenfelsen.

Nicht Germanenkult und Heroismus sondern die menschliche Tragödie stehen bei der musikalischen Umsetzung und Inszenierung in Kiel im Mittelpunkt. Regisseur und Intendant Daniel Karasek hat einen Ring geschmiedet, der den Besuchern nicht zwanghaft eine Version oder Deutung aufdrängt. Er erzählt die Geschichte so, dass sich Handlungsmomente und Zusammenhänge unmittelbar aus dem Bühnengeschehen ohne vertiefte Lektüre von Textbuch und Sekundärliteratur erschließen.

Hundings Hütte ist ein im Design des zwanzigsten Jahrhunderts eingerichtetes und holzvertäfeltes Rauchzimmer einer Herrschaftsvilla. Dies lässt ahnen, dass Hunding, der mit seiner Jagdsippe kurz nach Siegmunds Ankunft eintritt, nicht der Herr des Heims ist, sondern allenfalls Untermieter in dieser pompösen Behausung. Dass andere Kräfte am Werk sind belegt der Besuch einer Walküre, die auf der Suche nach gefallenen oder dem Tode geweihten Helden vorsorglich durch das Fenster späht. Im 2. Akt residiert Wotan in einem Designer-Badezimmer im gleichen Haus, durch den die Spitzen des Waldes zu sehen sind, dessen Baumstämme schon in Hundings Haus hereinschienen. Das Bad wird durch ein riesiges Gemälde Roy Lichtensteins dominiert. Die Skulptur Walhalls ist in einer kleinen Nische davon untergebracht. Es macht deutlich, dass die Macht Wotans und seiner Burg wesentlich weniger gilt, als durch Fricka verkörperte gesellschaftliche Werte und Regeln. Schon dieses Bühnenbild verkündet, dass die von Hunding zu Hilfe gerufene Fricka,  Göttin der Ehe, Wotans Pläne durchkreuzt, indem sie klar macht, dass Siegmund kein freier Mensch, sondern eine Marionette Wotans und Hunding eine Marionette Frickas ist. Düster dann auch der Wald, in dem Siegmund und Hunding kämpfen und den Tod finden.

Theater Kiel / Die Walküre © Olaf Struck

Theater Kiel / Die Walküre © Olaf Struck

Musikalisch ist der Walkürenritt die stärkste Botschaft von Gewalt und Tod. Coppola untermalte in Apocalypse Now damit den Helikopterangriffen der US Marines auf den Vietcong. So wurde aus Wagners Walküre auch ein Kriegsfilm-Evergreen. Darauf wird auch in der Video-Instellation zu Beginn des 3 Akts Bezug genommen. Der Tod, den Wotan bei Wagner mit dem Speer bringt, ist bei Karasek industrialisiert.

Militärs töten heute mit Drohnen. Schlachthöfe können mechanisch tausende von Tieren am Tag hygienisch korrekt schlachten. Bei Karasek versammeln sich daher die Walküren nicht auf einem antiquierten Schlachtfeld oder einer Kaserne, sondern in einem Leichenschauhaus. Der industrielle Tod wird durch die Video Installation (Konrad Kästner) einer rauchenden Fabrik illustriert.

Behutsam, plastisch und bildschön erläutert Karasek viele wesentliche Aspekte der Walküre. Er bebildert einleuchtend musikalisch und textlich wichtige Passagen und lädt dadurch Zuschauerinnen und Zuschauer behutsam und unaufdringlich zur Reise durch Wagners Götter- und Menschenwelt ein. Dies lässt viel Raum zum Nachdenken über im Werk verborgenen philosophischen Abgründe und Verstrickungen.

Dem folgt das Kieler Orchester mit einer kammermusikalischen Deutung. Generalmusikdirektor Georg Fritzsch. Weniger Sturm und Gewitter als lyrische Weben ist sein Anliegen. Der 1 Akt ist kammermusikalisch durchleuchtet und mit lyrischer Poesie durchleuchtet. Wagners orchestrale Wucht wird dort und in den folgenden Akten stark zurückgenommen.

Theater Kiel / Die Walküre © Olaf Struck

Theater Kiel / Die Walküre © Olaf Struck

Auch bei den Gesangssolisten hat Intendant Karasek ein ausgezeichnetes Händchen. Ensemblemitglied Agnieszka Hauzer macht als Sieglinde einen überragenden Eindruck. Stimmlich und darstellerisch ist sie überragend und besticht durch die Lyrik und die dramatische Wucht ihres Gesangs. Insbesondere im 1. Und 3. Akt gelingen ihr dank Ihrer fundierten Gesangstechnik und ihrer Bühnenpräsenz ungemein berührende intensive Momente. Thomas Hall ist ein Wotan mit belcantesker Stimmführung in allen Registern. Sein Gesang und seine dramatische Interpretation sind ein Höhepunkt der Aufführung. Sein Wotan erinnert an berühmte Rollenvorgänger wie James Morris. Einspringer Magnuss Vigilius präsentierte einen lyrischen Siegmund mit baritonaler Tiefe, glänzender Höhe und metallischen Wälserufen. Kirsi Tiihonen gab eine dramatische Brünnhilde. Thorsten Grümbel überzeugte als bedrohlicher Hunding und Anja Jung als auftrumpfende Fricka.

Theater Kiel / Die Walküre © Olaf Struck

Theater Kiel / Die Walküre © Olaf Struck

Der Ring wird der OperKiel auch 2019 erhalten bleiben. Wegen des ästhetisch malerischen Gesamteindrucks der Bühnenbilder, der klugen Personenführung und der festspielreifen musikalischen Qualität wird er sicher auch in den kommenden Jahren ein Publikumsmagnet für im Norden ansässige Wagnerfreunde sein.

—| IOCO Kritik Theater Kiel |—

Kiel, Theater Kiel, Spielplan September-Oktober 2016

Juli 19, 2016  
Veröffentlicht unter Oper Kiel, Pressemeldung, Spielpläne

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Theater Kiel

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Spielplan September-Oktober 2016


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Premieren
Samstag, 3. September, 20.00 Uhr · Kieler Schloss
Volksbühnengala
Start in die neue Spielzeit! In diesem Jahr führt die Reise von Paris über Mantua und Buenos Aires bis kurz vor Reims, in den sagenhaften deutschen Wald und in ein mythologisches Sizilien, um mit der Erinnerung an Sevilla zu enden. In anderen Worten: zu hören sind Ausschnitte aus Delibes’ Coppélia, Meyerbeers Hugenotten, Verdis Rigoletto, Lloyd Webbers Evita, Rossinis Reise nach Reims, Wagners Siegfried, Leclairs Skylla und Glaukos und Bizets Carmen.
Musikalische Leitung Georg Fritzsch, Daniel Carlberg u.a.
Choreinstudierung Lam Tran Dinh
Moderation Yvonne Ruprecht und Ulrich Frey
Mit Daniela Bruera, Tatia Jibladze, Hye Jung Lee, Karola Sophia Schmid, Ks. Heike Wittlieb; Yoonki Baek, Matteo Ferretti, Fred Hoffmann, Stefano Meo, Anton Rositskiy, Ks. Jörg Sabrowski, Tomohiro Takada, Joao Terleira, Mathias Tönges, Thomas Wischer sowie der der Opernchor und der Extrachor des Theaters Kiel und der Kinderchor an der Oper Kiel
Eine Veranstaltung der Oper Kiel in Zusammenarbeit mit der Volksbühne Kiel

Samstag, 24. September, 19.00 Uhr · Opernhaus
DIE HUGENOTTEN
Oper von Giacomo Meyerbeer
in französischer Sprache mit Übertiteln
Frankreich, 1572: Die Liebe zwischen der Katholikin Valentine de Saint Bris und dem Hugenotten Raoul de Nangis gerät zwischen die Fronten erbitterter Religionskämpfe, die in der blutigen »Bartholomäusnacht« gipfeln. Tosca-Regisseur Lukas Hemleb kehrt mit der meist gespielten Oper des 19. Jhd. zurück.
Musikalische Leitung Daniel Carlberg Regie Lukas Hemleb
Choreografie Joanna O’ Keeffe Bühne Gianni Carluccio
Kostüme Falk Bauer Choreinstudierung Lam Tran Dinh
Mit Bogna Bernagiewicz, Daniela Bruera, Mae Dettenborn, Lori Guilbeau / Agnieszka Hauzer, Johanna Kahlcke, Hanna Laackmann, Karola Sophia Schmid; Matteo Ferretti, Fred Hoffmann, Martin Rainer Leipoldt, Michael Müller, Timo Riihonen, Anton Rositskiy, Ks. Jörg Sabrowski, Tomohiro Takada, Joao Terleira, Matthias Tönges, Thomas Wischer und dem Opern- und Extrachor des Theaters Kiel

Sonntag, 9. Oktober, 18.00 Uhr · Opernhaus
RIGOLETTO
Oper von Giuseppe Verdi
in italienischer Sprache mit Übertiteln
Mit der Titelfigur eines hässlichen Hofnarren wies Verdi dem realistischen Musiktheater schon 1851 den Weg! Rigoletto lebt zwei Leben, die er strikt voneinander trennt: ein Berufsleben als Höfling des Herzogs von Mantua und ein Privatleben als überbesorgter Vater seiner Tochter Gilda. Eines Tages wird Rigoletto für seinen erbarmungslosen Spott verflucht. Von nun an klebt dieser Fluch an ihm, er nimmt ihn mit nach Hause und schließlich wird ausgerechnet Gilda sein Opfer! Der Fluch hat gesiegt und wartet auf sein nächstes Opfer …
Musikalische Leitung Georg Fritzsch Regie Fabio Ceresa
Choreografie Mattia Agatiello
Bühne Domenico Franchi Kostüme Giuseppe Palella
Choreinstudierung Lam Tran Dinh
Mit Bogna Bernagiewicz / Hanna Laackmann, Mae Dettenborn /
Johanna Kahlcke, Hye Jung Lee, Tatia Jibladze; Yoonki Baek, Amartuvshin Enkhbat / Stefano Meo, Matteo Ferretti, Dominic Große, Fred Hoffmann, Timo Riihonen, Kemal Yas¸ar, Myunghun Yoo; Herrenchor des Theaters Kiel

Wiederaufnahmen

Theater Kiel / Spatz und Engel © struck-foto

Theater Kiel / Spatz und Engel © struck-foto

Samstag, 8. Oktober, 19.00 Uhr · Opernhaus
SPATZ UND ENGEL
Die Geschichte der Freundschaft von Edith Piaf und Marlene Dietrich
Ein Theaterstück mit Musik von Daniel Große Boymann und Thomas Kahry
»Heike Wittlieb und Fenja Schneider können sowieso alles, Schlagerleichtigkeit wie Chanson-Melancholie« schrieben die KN begeistert über die Premiere. Nun kehren sie als Ikonen Marlene Dietrich und Édith Piaf und ihren unvergesslichen Songs zusammen mit Marie Kienecker, Linda Stach, Florian Hacke und Sebastian Rousseau auf die Opernhausvorbühne zurück.

Theater Kiel / Tosca © struck-foto

Theater Kiel / Tosca © struck-foto

Samstag, 15. Oktober, 19.30 Uhr · Opernhaus
TOSCA
Oper von Giacomo Puccini
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Kino auf der Opernbühne: die visuell innovative Inszenierung von Puccinis Opernthriller um Operndiva Floria Tosca, die in die Fänge des sadistischen Polizeipräsidenten Scarpia gerät, ist mit den am Originalschauplatz gedrehten Videos von Luca Scarzella in der Regie von Lukas Hemleb wieder zu erleben!


OPER Extra


Samstag, 17. September, 17.00 Uhr · 1. Foyer Oper
Operncafé: DIE HUGENOTTEN
Über die längst überfällige Wiederentdeckung Giacomo Meyerbeers, die Aktualität der Hugenotten und mehr sprechen Regieteam, musikalische Leitung und Dramaturgie.
Montag, 26. September, 20.00 Uhr · 1. Foyer Oper
STREICHTRIO / QUARTETT / QUINTETT
Die Geigerinnen Nora Piske-Förster und Rie Goji, die Bratschisten Marie Yamanaka und Hendrik Vornhusen und Cellist Ingo Zander aus dem Philharmonischen Orchester präsentieren Zoltán Kodálys »Serenade für 2 Violinen und Viola«, op. 12, Leos Janáceks Streichquartett Nr. 1 und Johannes Brahms’ Streichquintett G-dur, op. 111.

Samstag, 1. Oktober, 17.00 Uhr · 1. Foyer Oper
Operncafé: RIGOLETTO
Regieteam, musikalische Leitung und Dramaturgie stellen Giuseppe Verdis zukunftsweisendes Erfolgswerk und ihre Interpretation vor. Ensemble-mitglieder präsentieren musikalische Ausschnitte.

Montag, 17. Oktober, 20.00 Uhr · 1. Foyer Oper
FANTASTISCHE KLARINETTENKLÄNGE
Das Konzertprogramm von Ishay Lantner, Klarinettist des Philharmonischen Orchesters, ergänzt den Opernspielplan. Zu hören sind Fantasien für Klarinette und Klavier über Puccinis Tosca und Verdis Rigoletto, Fantasiestücke und Romanzen von Robert Schumann für Klarinette und Klavier sowie Lieder von Puccini, Verdi, Schumann und Giacomo Meyerbeer. Mit Ishay Lantner u.a.

Dienstag, 27. September, 4., 11., 18. und 25. Oktober 22.00 Uhr · 3. Foyer Oper
Lesung: DIE INSEL DES ZWEITEN GESICHTS
Albert Vigoleis Thelen schildert in seinem Roman lustvoll fabulierend das Leben auf Mallorca in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Er und seine Frau bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Stadtführungen, Sprachunterricht und Übersetzungen, bis die Nationalsozialisten an die Macht kommen, und Vigoleis sogar in Mallorca feststellen muss: »Gegen den Strom schwimmen erfordert starke Arme.«
Gastspiele

Montag, 10. Oktober, 20.00 Uhr · 1. Foyer Oper
CLAIRE WALDOFF – ICH WILL ABER GERADE VOM LEBEN SINGEN
Wollen Sie wissen, ob er denn nun Hermann heeßt oder wer da mit Lehm schmeißt? Antwort gibt Claire Waldoff alias Sigrid Grajek. Die Begeisterung über Sigrid Grajeks musikalisches Portrait der Berliner Kabarettistin und Sängerin war und ist so groß, dass sie ein weiteres Mal im Kieler Opernhaus gastiert. Klavier: Stefanie Rediske.
In der Reihe »Musik der Kulturen«der Volksbühne

Sonntag, 30. Oktober, 15.00 Uhr · 1. Foyer Oper
Tom Kyle Puppentheater: Das Räuberstück
»Das Räuberstück – ein Kasperspiel für kleine und große Menschen« kommt wieder! Der Kieler Puppenspieler Peter-Michael Krohn lässt die gute alte Zeit des salonfähigen Kaspertheaters wiederaufleben und überspringt mit Wortwitz, Spielleidenschaft und Improvisation die Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum.
Montag, 31. Oktober, 20.00 Uhr · 1. Foyer Oper
WIR IN SCHLESWIG-HOLSTEIN: »Musik für Flöte«
Acht Flötistinnen aus der Klasse von Prof. Angela Firkins präsentieren Flöten-musik aus vier Jahrhunderten. Ein Konzert der Musikhochschule Lübeck


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Sonntag, 11. September, 11.00 Uhr · Kieler Schloss
Montag, 12. September, 20.00 Uhr · Kieler Schloss
1. Philharmonisches Konzert
Max Reger (1873 – 1916) lavierkonzert f-Moll, op. 114
Johannes Brahms (1833 – 1897) . Sinfonie D-Dur, op. 73
Solist Gerhard Oppitz (Klavier) – Artist in Residence
Dirigent Georg Fritzsch
Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Sonntag, 18. September, 12.00 Uhr · Kieler Gelehrtenschule (Aula)
1. Musikalische Matinee
Im Abendrot
Franz Schubert Oktett F-Dur, D 803
Ensemble Xtour
Samstag, 1. Oktober, 18.00 Uhr · nsgarkirche
Klassisch Beflügelt – 1. Konzert
Quintettrausch
Max Reger Klavierquintett Nr. 2 c-Moll, op. 64
Johannes Brahms Klavierquintett f-Moll, op. 34
Maximilian Lohse und Katharina Hoffmann (Violine), Marie Yamanaka (Viola), Paul Füssinger (Violoncello), Gerhard Oppitz (Klavier) – Artist in Residence

Donnerstag, 6. Oktober, 20.00 Uhr · ieler Schloss
Eröffnungskonzert der Baltic Horse Show
Das kulturelle Highlight der Baltic Horse Show: wie üblich mit zahlreichen Hits aus der Opern- und Konzertliteratur.
Dirigent Georg Fritzsch

Samstag, 8. Oktober
REGER-NACHT
Teil 1 : 19.30 Uhr · nsgarkirche
Mit Werken von Max Reger und Wilhelm Stenhammar
Maximilian Lohse (Violine), Marie Yamanaka (Viola),
Andreas Koller (Orgel), Sofia Gülbadamova (Klavier), Madrigalchor Kiel, Dirigentin Friederike Woebcken
Teil 2 : 21.30 Uhr · t. Nikolaus-Kirche
Mit Werken von Max Reger
Su-Yun Lee (Violine), Marie Yamanaka (Viola),
Frauke Rottler-Viain (Violoncello), Werner Parecker (Orgel)
Teil 3 : 23.30 Uhr · ikolaikirche
Mit Werken von Max Reger und Hugo Wolf
Dörte Blase (Sopran), Frauke Rottler-Viain (Violoncello)
Volkmar Zehner (Orgel), Vokalensemble der CAU zu Kiel
Dirigent Bernhard Emmer

Sonntag, 23. Oktober, 11.00 Uhr · Kieler Schloss
Montag, 24. Oktober, 20.00 Uhr · Kieler Schloss
2. Philharmonisches Konzert
Edvard Grieg (1843 – 1907) onzertouvertüre Im Herbst, op. 11
Jean Sibelius (1865 – 1957) iolinkonzert d-Moll, op. 47 Dimitri Schostakowitsch (1906 – 1975) 0. Sinfonie e-Moll, op. 93
Solist Marc Bouchkov (Violine)
Dirigent Rani Calderon
Einführung um 10.15 Uhr bzw. 19.15 Uhr

Sonntag, 30. Oktober, 18.00 Uhr · Kieler Schloss
1. Extrakonzert Con Spirito
Tom Gaebel: SINATRA TRIBUTE
Anlässlich von Sinatras 100. Geburtstag im Jahr 2015 konzipierte der Sänger und Entertainer Tom Gaebel eine Show, die ganz im Zeichen seines legendären Vorbilds steht. Und es hätte dafür beileibe keinen besseren gegeben als Gaebel, denn der »deutsche Sinatra« gilt als europaweit bester Interpret von Sinatras weltberühmten Songs. Freuen Sie sich auf einen glanzvollen Abend der musikalischen Extraklasse in bester Las-Vegas-Tradition!
Dirigent Georg Fritzsch


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Wiederaufnahme

Theater Kiel / Dornrschen © struck-foto

Theater Kiel / Dornrschen © struck-foto

Sonntag, 25. September, 18.00 Uhr · Opernhaus
DORNRÖSCHEN
Zum Spielzeitauftakt zeigt das Ballett Kiel Yaroslav Ivanenkos Neuinterpretation von Tschaikowskis Dornröschen, in der der Kieler Chefchoreograf das bekannte Märchen mit Hans Christian Andersens Erzählung » Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen « verknüpft. Ein armes Mädchen steht auf der Straße und versucht, Streichhölzer zu verkaufen. Sehnsüchtig schaut es durch die hellerleuchteten Fenster eines Schlosses. Dort wird auf einem Fest ein Ausschnitt aus Dornröschen aufgeführt. Plötzlich nehmen die Fliederfee und der geheimnisvolle Carabosse das Mädchen mit in die traumhafte Dornröschen-Welt.

Ballett Extra
Samstag, 10. September, 10.00 Uhr · Ballettsaal Opernhaus
Öffentliches Training
Hautnah beim Balletttraining der Profis dabei sein – das geht auch in der Saison 2016 /17! Am 10. September können wieder 50 interessierte Zuschauer im Ballettsaal Platz nehmen. Das Training dauert knapp 1,5 Stunden, der Einlass findet am Parkplatz des Opernhauses statt.

Samstag, 29. Oktober, 10.30 Uhr · Opernhaus
Ballettwerkstatt: COPPÉLIA
Die erste große Premiere im Ballett in der neuen Spielzeit widmet sich einem Klassiker der französischen Ballettkunst: Léo Delibes Coppélia. Eine Woche zuvor gibt Yaroslav Ivanenko Einblicke in die neue Kreation und den Probenprozess. Ab 10.30 Uhr ist die Company beim Training auf der Bühne zu erleben.

—| Pressemeldung Theater Kiel |—

Kiel, Theater Kiel, Zum letzten Mal: MACBETH von Verdi, 08.04.2015

April 7, 2015  
Veröffentlicht unter Oper Kiel, Pressemeldung

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Theater Kiel

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Zum letzten Mal: MACBETH

Giuseppe Verdi
Text von Francesco Maria Piave und Andrea Maffei nach Shakespeare
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Letzte Vorstellung: MI 08.04. 19:30

Jeder ist seines Glückes Schmied! Wenn Hexen ihm prophezeien, Macbeth werde König von Schottland, wozu soll er da noch lange warten? Macbeth und seine Frau beginnen, die Hindernisse auf ihrem Karriereweg zu beseitigen. Das erste Opfer ist der regierende König Duncan, sie ermorden ihn. Der Erfolg gibt ihnen recht, denn Macbeth wird tatsächlich dessen Nachfolger. Doch nun gilt es, die Macht zu sichern, also müssen potentielle Nebenbuhler und ihre Familien auch beseitigt werden! Mit Schuldgefühlen hat das mörderische Ehepaar nicht gerechnet, umso heftiger wird es von ihnen eingeholt …
Der düstere Stoff führt in Abgründe der menschlichen Seele und verzichtet dabei auf eine Liebesgeschichte. Die Hauptrollen weist Verdi Lady Macbeth, Macbeth und dem Hexenchor zu – schon das macht Macbeth zur Oper »jenseits des Gewöhnlichen«, wie Verdi es wünschte. Die Uraufführung 1847 in Florenz wird ein Erfolg. Trotzdem überarbeitet Verdi 1864/65 seinen Macbeth für eine Pariser Aufführung. Die dortige Theaterleitung hatte ihn um die Nachkomposition eines Schlusschores und einer Ballettmusik gebeten. Verdi nimmt sich die Partitur vor und entschließt sich zu einer grundlegenden Überarbeitung. In dieser Version wird Macbeth zur verbindenden Klammer zwischen dem frühen und mittleren Werk Verdis. In Kiel wird die Pariser Fassung von 1865 ohne Ballett gespielt – mit der Schlussszene aus der Erstfassung von 1847, die dem sterbenden Macbeth gehört.

Musikalische Leitung Georg Fritzsch
Regie Carlos Wagner
Bühne Rifail Ajdarpasic
Kostüme Christof Cremer
Choreinstudierung Lam Tran Dinh

BESETZUNG:
Lady Macbeth: Anna Markarova
Macbeth: Dario Solari, Angelo Veccia
Kammerfrau der Lady Macbeth: Anna Petrova
Banquo: Sergey Kovnir, Timo Riihonen
Macduff: Yoonki Baek
Malcolm: Michael Müller
Ein Arzt: Marek Wojciechowski
Ein Mörder: Marek Wojciechowski
Chor: Opernchor und Extrachor des Theaters Kiel

Letzte Vorstellung: MI 08.04. 19:30

—| Pressemeldung Theater Kiel |—

Kiel, Theater Kiel, ATYS von Jean-Baptiste Lully, 03./12./26.04.2014

April 2, 2015  
Veröffentlicht unter Oper Kiel, Pressemeldung

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Theater Kiel

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

 ATYS  von Jean-Baptiste Lully

Text von Philippe Quinault, in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Letzte Vorstellungen: FR 03.04. 18:00 SO 12.04. 18:00 SO 26.04. 16:00

Eine Oper über die Grausamkeit der Liebe: Atys liebt die schöne Sangaride, ist aber auch der Günstling der Göttin Cybele, die ihn als Priester für sich verlangt. Doch Atys entscheidet sich für seine Liebe und verurteilt sie dadurch zum Tode. Aus Rache schlägt Cybele ihn mit Wahnsinn und lässt ihn Sangaride erstechen – vor Schmerz über seine Tat bringt Atys auch sich um, doch Cybeles Mitleid verwandelt den Sterbenden in eine Pinie.

Dieses Stück als Rarität zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung: Die Oper Kiel wagt sich mit Atys an ein in Deutschland quasi unbekanntes Repertoire – die französische Tragédie en Musique von Jean-Baptiste Lully! 1676 errang der Hofkomponist Ludwigs XIV. mit Atys, der Lieblingsoper des Sonnenkönigs, einen seiner größten Triumphe. Die gesamte Prachtentfaltung des französischen Hofes kommt in diesem frühen Gesamtkunstwerk zum Ausdruck – Sprache, Gesang, Tanz und spektakuläre Maschinerien überwältigten ein staunendes Publikum. 1987 wurde mit der Ausgrabung von Atys in Paris die szenische Wiederentdeckung der französischen Barockoper eingeläutet. Für die Kieler Inszenierung konnte mit Lucinda Childs eine der prägenden Choreographinnen des 20. Jahrhunderts gewonnen werden, die das Ballett Kiel und unser Opernensemble in eine sicherlich faszinierende Verbindung setzen wird.

Musikalische Leitung Rubén Dubrovsky, Choreinstudierung Lam Tran Dinh
Regie und Choreografie Lucinda Childs, Ausstattung Paris Mexis

BESETZUNG:
Atys: Juan Sancho, Sangaride: Ks. Heike Wittlieb, Cybèle: Rosanne van Sandwijk
Célénus: Tomohiro Takada, Doris: Fiorella Hincapié, Idas: Christoph Woo
Mélisse: Karola Sophia Schmid, Phantase: Alexey Egorov
Le Dieu du Sommeil: Benedikt Kristjansson, Ulrich Cordes
Morphée: Benedikt Kristjansson, Ulrich Cordes, Un Songe: funeste Marek Wojciechowski
Phobétor: Tomohiro Takada, Un Dieu du Fleuve: Sangar Christoph Woo
Le Temps: Christoph Woo, Melpomène: Fiorella Hincapié, Flore: Karola Sophia Schmid
Iris: Rahel Brede, Un Zéphir: Benedikt Kristjansson, Ulrich Cordes
Alecton, ein Dämon: Shori Yamamoto, Shizuru Kato, Didar Sarsembayev
Chor: Opernchor des Theaters Kiel, Tanz: Ballett Kiel

Letzte Vorstellungen: FR 03.04. 18:00, SO 12.04. 18:00, SO 26.04. 16:00

—| Pressemeldung Theater Kiel |—

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