Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Tristan und Isolde – Richard Wagner, 26.05.2018

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Tristan und Isolde  von Richard Wagner

Premiere: Samstag, 26. Mai, 17 Uhr, Opernhaus, Die weiteren Vorstellungen: 2., 9., 17. und 23. Juni 2018, jeweils 17 Uhr

Noch bevor am Staatstheater Kassel in der kommenden Spielzeit das Großprojekt Der Ring des Nibelungen beginnt, steht jenes Werk auf dem Spielplan, für das Richard Wagner 1857 seine Arbeit am Ring unterbrochen hatte: Tristan und Isolde. Mit diesem Musikdrama, das mit hypnotischer Wirkung Liebesrausch und Todessehnsucht beschwört, löste sich Wagner endgültig von traditionellen Opernformen – und eröffnete neue Dimensionen für die gesamte Musikentwicklung.

 Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Für die Titelpartien konnten mit dem schwedischen Tenor Michael Weinius und der dänischen Sopranistin Ann Petersen zwei international gefragte Wagner-Interpreten gewonnen werden sowie als König Marke der Bass Andreas Bauer von der Oper Frankfurt. Als Brangäne und als Kurwenal werden die beiden Kasseler Ensemblemitglieder Ulrike Schneider und Hansung Yoo zu erleben sein.

Die musikalische Leitung hat der Wagner-Spezialist und Echo-Klassik-Preisträger Constantin Trinks, der regelmäßiger Gast an den wichtigsten Opernhäusern Europas ist. Regie führt Stephan Müller, der in Kassel u.a. bereits den Doppelopernabend La Voix Humaine und Herzog Blaubarts Burg, Antigona von Tommaso Traetta und zuletzt Mozarts Jugendwerk Lucio Silla inszeniert hat.

——————————–

Musikalische Leitung: Constantin Trinks, Inszenierung: Stephan Müller, Bühne: Michael Simon, Kostüme: Carla Caminati, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit:    Michael Weinius (Tristan), Ann Petersen (Isolde), Andreas Bauer (König Marke), Hansung Yoo (Kurwenal), Ulrike Schneider (Brangäne), Johannes An (Melot), Younggi Moses Do (ein Hirte), Daniel Holzhauser (ein Steuermann), Tobias Hächler (Stimme eines jungen Seemanns)

Erste Einblicke ermöglicht für 6,50 Euro Eintritt eine „Kostprobe“ am Freitag, 18. Mai, um 19 Uhr, bei der das Publikum einen Teil der zweiten Hauptprobe besuchen kann.

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere The Rake’s Progress, 24.03.2018

Februar 15, 2018  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

The Rake’s Progress von Igor Strawinsky

Text  Wystan Hugh Auden und Chesten Kallman, englischer mit deutschen Übertiteln

Premiere: Samstag, 24. März, 19.30 Uhr,  nächste Vorstellungen: 31.3., 6.4., 15.4. (16 Uhr), 18.4., 27.4.2018

Um ein aufregendes Leben fern der ländlichen Heimat zu führen, lässt Tom Rakewell seine Verlobte zurück und folgt dem zwielichtigen Nick Shadow in den Moloch der Großstadt London. Doch je mehr Tom nach Vergnügen, Erfolg und Reichtum strebt, desto mehr bereitet er den Boden für seinen moralischen Abstieg, der ihn Stufe für Stufe dem Irrenhaus näherbringt.

Inspiriert von dem satirisch-kritischen Bilderzyklus „Der Werdegang eines Wüstlings“ von William Hogarths, schuf Igor Strawinsky´ 1951 mit The Rake’s Progress eine von schwarzem Humor durchzogene Nummernoper in der rhythmisch komplexen, neoklassizistischen Tonsprache seiner späteren Jahre.

Paul Esterhazy arbeitete u.a. als Chefdramaturg am Staatstheater Darmstadt und an der Oper Bonn, wo er die international renommierte Reihe »bonne chance! Experimentelles Musiktheater« verantwortete, und war von 2000 bis 2005 Generalintendant des Theaters Aachen. Bereits seit 1996 arbeitet er regelmäßig als Opernregisseur, wobei er sich vor allem auf Werke des Neuen Musiktheaters konzentriert. Seine Inszenierung „Weder noch“ (Verdi: Requiem/ Feldman: Neither) 2008 am Staatstheater Kassel war für den deutschen Theaterpreis Der Faust nominiert. In Kassel hat er darüber hinaus bisher „Lear“ von Aribert Reimann, The Turn of the Screw von Benjamin Britten und zuletzt Un re in ascolto von Luciano Berio inszeniert.

Alexander Hannemann, Koordinierter Erster Kapellmeister am Staatstheater Kassel, studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Zur Spielzeit 2009/2010 kam Alexander Hannemann ans Staatstheater Kassel, wo er neben vielem anderem bereits mehrere Werke des 20. Jahrhunderts musikalisch geleitet hat, u.a. Brittens Kammeroper „The Turn of the Screw“, Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“, Francis Poulencs „La voix humaine“ und Luciano Berios „Un re in ascolto“.

Neben den Musicals Kiss Me, Kate und aktuell „West Side Story“ hat er auch die letzte große Tanztheaterproduktion im Opernhaus musikalisch geleitet, u.a. mit „Le sacre du printemps“ von Strawinsky.

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann, Inszenierung: Paul Esterhazy, Bühne und Kostüme: Mathis Neidhardt, Dramaturgie: Christian Steinbock

Mit:   Florian Spiess (Trulove), Elizabeth Bailey/Jaclyn Bermudez (Ann, seine Tochter), Daniel Jenz (Tom Rakewell), Marc-Olivier Oetterli (Nick Shadow), Lona Culmer-Schellbach (Mutter Goose), Marie-Luise Dreßen/Belinda Williams (Baba, genannt Türkenbab), Johannes An (Sellem, Auktionator), Ji Hyung Lee (Wärter des Irrenhauses),

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Kassel, Staatstheater Kassel, LUCIO SILLA von W.A. Mozart, 09.12.2017

Oktober 26, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

LUCIO SILLA –  Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: Samstag 9.12.2017 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 13.12., 16.12., 29.12.

Gerade 16 Jahre alt war Wolfgang Amadeus Mozart, als er Lucio Silla komponierte, ein Werk von vibrierender Energie, in dem sein Personalstil sich schon deutlich ausprägt. Doch nicht nur die musikalische Reife erstaunt an diesem Jugendwerk, auch thematisch widmet es sich Anliegen, die Mozart später immer wieder aufgreifen sollte: das Aufbegehren gegen Machtwillkür und das humanistische Ideal des Verzeihens. Konkreter Anlass für die Komposition waren erneute Aufträge aus Mailand nach dem triumphalen Erfolg seiner ersten Mailänder Oper Mitridate, re di Ponto.

Wolfgang Amadeus Mozart Denkmal in Wien © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart Denkmal in Wien © IOCO

Lucio Silla handelt von dem römischen Diktator Lucius Cornelius Sulla (128-78 v. Chr.), der nach dem Ersten Bürgerkrieg 82 v. Chr. die Macht in Rom an sich gerissen und seine Gegner in die Verbannung geschickt hatte, bevor er 79 v. Chr. seinen Rücktritt erklärte.

Auch in Mozarts Oper steht der Name Lucio Silla für Grausamkeit und Terror. Der Diktator hat den Senator Cecilio aus Rom verbannt, und dies nicht nur aus politischen Gründen: Er will dessen Verlobte Giunia für sich gewinnen und lässt daher die Nachricht verbreiten, Cecilio sei gestorben. Giunia jedoch weist den Diktator ab, um ihrem Geliebten auch im Tod die Treue zu halten. Umso beglückter ist sie, als Cecilio ihr am Grabmal ihres Vaters lebendig gegenübersteht.

Trotz aller Weigerungen Giunias beharrt jedoch Lucio Silla darauf, sie zu heiraten – und provoziert damit einen Mordanaschlag Cecilios, der mit gezogenem Schwert auf den Diktator losgeht, allerdings sofort festgenommen wird. Lucio Silla jedoch führt bald darauf zum Erstaunen aller die Liebenden zusammen und erklärt, dass er seinen Feinden verzeihe und alle Verbannten nach Rom zurückkehren dürften.

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung: Stephan Müller, Bühne: Siegfried E. Mayer, Kostüme: Carla Caminati, Dramaturgie: Ursula Benzing, Choreinstudierung. Marco Zeiser Celesti

Mit Tobias Hächler (Lucio Silla), Elizabeth Bailey (Giunia), Maren Engelhardt (Cecilio), Bénédicte Tauran (Lucio Cinna), Lin Lin Fan (Celia), Bassem Alkhouri (Aufidio), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Die lustigen Weiber von Windsor, 21.10.2017

Oktober 11, 2017  
Veröffentlicht unter Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Kassel

staatstheater_kassel.jpg

Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Die lustigen Weiber von Windsor  von Otto Nicolai

Premiere: Samstag, 21. Oktober 2017 19.30 Uhr

Staatstheater Kassel / Florian Spiess, Sänger des Sir John Falstaff, © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Florian Spiess, Sänger des Sir John Falstaff, © N. Klinger

Liebesgetändel und Liebesbetrug inmitten frisch geschnittener Hecken und spießbürgerlicher Doppelmoral: Jeder hat hier so seine dunklen Geheimnisse und Sehnsüchte und ahnt ebensolche auch beim Nachbarn. Entsprechend misstrauisch wird sich hier gegenseitig beäugt und belauert.

Als die Damen Fluth und Reich von Sir John Falstaff gleichlautende Liebesbriefe erhalten, kennt die Entrüstung keine Grenzen, und sie beschließen, es dem doppelzüngigen Galan tüchtig heimzuzahlen. Dass es Frau Fluth auf diese Weise ganz nebenbei gelingt, ihrem ständig eifersüchtigen Ehemann einen Denkzettel zu verpassen, passt dabei gut ins Konzept. Und dass Anna, die Tochter der Reichs, die von ihren Eltern für sie vorgesehenen Ehemänner in spe hinters Licht zu führen vermag, treibt die Turbulenzen um Liebe, Leid und Lust endgültig auf die Spitze.

Mit Die lustigen Weiber von Windsor steht ab dem 21. Oktober ein Meisterwerk der deutschen Spieloper auf dem Spielplan des Staatstheaters. Otto Nicolai hat hier nach der gleichnamigen Komödie von Shakespeare italienischen Melos mit deutscher Biedermeier-Romantik und Shakespeare’scher Fantastik verbunden. Die lustigen Weiber von Windsor, 1849 in Berlin uraufgeführt, besticht mit Situationskomik ebenso wie mit Wortwitz und einem Melodienreichtum, der seinesgleichen sucht.

Musikalische Leitung: Anja Bihlmaier, Inszenierung: Sonja Trebes, Bühne: Dirk Becker, Kostüme: Jula Reindell, Dramaturgie: Christian Steinbock, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit Florian Spiess (Sir John Falstaff), Sebastian Noack (Herr Fluth, Bürger von Windsor), Lin Lin Fan (Frau Fluth), Marc-Olivier Oetterli (Herr Reich, Bürger von Windsor), Marie-Luise Dreßen (Frau Reich), Ani Yorentz (Anna Reich), Younggi Moses Do (Junker Spärlich), Daniel Jenz (Fenton), Bernhard Modes (Mitglied des Opernchores), Hee Saup Yoon (Dr. Cajus), Staatsorchester Kassel, Opernchor des Staatstheaters Kassel

Am Samstag, 21. Oktober, feiert Otto Nicolais berühmteste Spieloper Premiere unter der musikalischen Leitung der Ersten Kapellmeisterin Anja Bihlmaier. Regie führt Sonja Trebes. Die Premiere wird live auf Deutschlandfunk Kultur übertragen und am 4. November ab 20.04 Uhr auf hr2- kultur gesendet.

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

 

Nächste Seite »