Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Die Prinzessin von Trapezunt – Jacques Offenbach, 10.12.2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Die Prinzessin von Trapezunt   –  zurück im TfN

Am 10. Dezember, 19.30 Uhr, wird im Theater für Niedersachsen Jacques Offenbachs Operette Die Prinzessin von Trapezunt wieder aufgenommen. Nur dreimal ist die Inszenierung von Max Hopp in dieser Spielzeit in Hildesheim zu sehen.

Theater für Niedersachsen / Die Prinzessin von Trapezunt ©Jochen Quast

Theater für Niedersachsen / Die Prinzessin von Trapezunt ©Jochen Quast

1869 in Baden-Baden uraufgeführt, galt Die Prinzessin von Trapezunt zu Offenbachs Lebzeiten als eines seiner populärsten Werke.

Die Prinzessin von Trapezunt – Jacques Offenbach
youtube Trailer des TfN
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Die Geschichte um eine Schaustellerfamilie, die durch Zufall ein Schloss gewinnt und deren Leben sich damit schlagartig ändert, wurde weltweit gespielt und war ein großer Erfolg. Nachdem sie heute kaum noch auf Spielplänen zu finden ist, feierte die Operette im März 2019 in einer Inszenierung von Max Hopp am Theater für Niedersachsen Premiere – und wurde prompt mit einem Operetten-Frosch von BR-Klassik ausgezeichnet. Schauspieler Max Hopp gab damit sein Regiedebüt. Hopp ist regelmäßig in TV-Produktionen wie „Bella Block“ oder „Tatort“ zu sehen und feiert außerdem als Darsteller an der Komischen Oper große Erfolge. In Zusammenarbeit mit seinem langjährigen musikalischen Partner Adam Benzwi erarbeitete er eigens für das TfN eine neue Fassung der Operettenrarität. Das Dirigat von Die Prinzessin von Trapezunt übernimmt in dieser Spielzeit Sergei Kiselev.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Tristan und Isolde – Richard Wagner, 19.11.2019

November 18, 2019  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater für Niedersachsen

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Tristan und Isolde  –   Richard Wagner

  – IM TODE MEIN – 

Von Randi Dohrin

“Dieser Tristan wird was Furchtbares.“…, schrieb Wagner 1858 an seine Muse Mathilde Wesendonck von der er sich verstanden fühlte in seinem künstlerischen Schaffen.

Mit seiner Gattungsbezeichnung „Eine Handlung in 3 Aufzügen“, wie sie Wagner dem Erstdruck der Partitur und dem Klavierauszug hinzufügte, setzte er mit dieser Oper Mathilde Wesendonck ein musikalisch literarisches Denkmal unerreichten Ausdrucks. Die Oper wurde zu einem Höhepunkt romantischer Musik, in der er seine genauen Klangvorstellungen umsetzte.

Die umjubelte Uraufführung dieses Werkes fand am 10. Juni 1865 im Königlichen Hof- und Nationaltheater in München unter der Leitung von Hans von Bülow statt und wäre ohne die großzügige Unterstützung von König Ludwig II von Bayern nicht möglich gewesen, denn trotz der großen Erfolge und Hilfe seiner Freunde gelang es Wagner nicht, sein Leben wirtschaftlich abzusichern.

Theater für Niedersachsen / Tristan und Isolde - hier :  Ensemble © T.Behind-Photographics

Theater für Niedersachsen / Tristan und Isolde – hier : Ensemble © T.Behind-Photographics

Im Jahre 1857 unterbricht Wagner die Komposition des Siegfried und wendet sich während seines Züricher Asyls (1849 – 1858) ganz seiner Oper Tristan und Isolde zu. Entsprechend seiner Biographie, überträgt Wagner die leidenschaftliche, aber nicht erfüllbare, Liebe zwischen ihm und Mathilde Wesendonck auf die Hauptgestalten seines Musikdramas, Tristan und Isolde.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Hildesheimer Theaters öffnete sich – nach umfangreichem Umbau – der Vorhang für Wagners Tristan und Isolde. Dieses monumentale Meisterwerk zur festlichen Wiedereröffnung auf die Bühne zu bringen, offenbarte wieder einmal eindrucksvoll die Stärke des Theaters für Niedersachsen in Hildesheim

Voller atmosphärischer Spannung, Dynamik und Dramatik breitete das Orchester unter der musikalischen Leitung von Operndirektor Florian Ziemen, einen farbenprächtigen Klangteppich und Spannungsbogen bis zur letzten Minute aus.

Durchsichtig, fließend gelang den hervorragend spielenden Musikern packend die Gestaltung, auch in den zuhauf vorkommenden, glanzvollen Soli der verschiedenen Instrumentengruppen. Gefühlstief und berührend erklang das lange Englischhorn-Solo im 3. Aufzug.

In den Vorspielen des 1. und 2. Aufzuges verdeutlichte das Orchester im ruhigen und langsamen Tempo das sehnsuchtsvolle Liebesverlangen von Tristan und Isolde, deren Erfüllung sie nur im gemeinsamen Tode zu finden glauben, da die gesellschaftlichen Bedingungen auf Erden ihre Liebe nicht zulassen.

Theater für Niedersachsen / Tristan und Isolde - hier :  Julia Borchert als Isolde, Neele Kramer als Brangäne © T.Behind-Photographics

Theater für Niedersachsen / Tristan und Isolde – hier : Julia Borchert als Isolde, Neele Kramer als Brangäne © T.Behind-Photographics

Das Schicksal von Tristan und Isolde fand vor allem in der Musik des fantastisch aufspielenden Orchesters in Originalbesetzung statt (trotz erforderlicher Teilabdeckung des Grabens).  Chapeau!

Besessen vom Rachegedanken „Tod für Tristan“, gestaltete Julia Borchert überzeugend den äußerst schwierigen Part der Isolde, die von Liebestränken so gar nichts wissen will und Tristan, glaubwürdig gespielt und gesungen von Hugo Mallet, den vermeintlichen Todestrank überreicht. Brangäne, die Vertraute Isoldes, stimmlich überragend und glänzend besetzt durch Neele Kramer, vertauschte den Todestrank jedoch in einen Liebestrank.

Der Hass Isoldes verwandelt sich in vorhandener, aber noch nicht eingestandener Liebe und somit entreißt sie Tristan den Sühnetrank sofort wieder, um ihn selbst zu trinken. Im Angesicht des vermuteten Todes gestehen sich beide ihre Liebe ein und sind davon überzeugt, nur im Jenseits zusammenkommen zu können.

Unter der weitgehend Libretto treuen Inszenierung von Tobias Heyder und adäquat gelungenen Bühnen- und Kostümausstattung von Pascal Seibicke, gelang die Premiere im Theater für Niedersachen berückend ausdrucksstark  voller Leiden, Leidenschaft, Liebe und Schmerz, Verzweiflung, Sehnsucht, Todessehnsucht und Tod.

Weshalb Tobias Heyder im 3. Aufzug Isolde, neben dem verstorbenen Tristan, im Stehen sterben lässt, vermag sich mir allerding partout nicht zu erschließen.

Unverkennbar bewährt setzte Uwe Tobias Hieronimi seinen sonoren Bass in der Rolle des König Marke ein, während Levente György als Kurwenal und   helfender Diener des Tristan, seinen recht hohen Baritonpart mit Bravour meisterte.

Gut besetzt waren auch der intrigante Melot mit Roman Tsotsalas und dem temperamentvollen Julian Rohde als Hirte. Neben dem gut disponierten, voluminös erklingenden Herrenchor, Einstudierung Achim Falkenhausen, boten Chun Ding als junger Seemann und Jesper Mikkelsen als Steuermann, ausgezeichnete stimmliche und darstellerische Leistungen.

Das beeindruckte Publikum bedankte sich mit Bravorufen, stehenden Ovationen  und langem anerkennenden Applaus für alle Mitwirkenden auf, unter und hinter der Bühne im noch recht ungewohnten, neuen Ambiente des Theaters für Niedersachsen in Hildesheim.

—| IOCO Kritik Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Tristan und Isolde – Richard Wagner, 16.11.2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Tristan und Isolde –  Richard Wagner

Wagners Meisterwerk erstmals in Hildesheim

zur feierlichen Wiedereröffnung des Stadttheaters nach der Sanierung ist ab dem 16. November 2019 erstmals Wagners grandioses Musiktheaterwerk Tristan und Isolde in Hildesheim zu sehen. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor und Operndirektor Florian Ziemen, Regie führt Tobias Heyder. Erste Einblicke in die Inszenierung gibt es bereits bei der Matinee am 10. November in der Musikschule Hildesheim.

Knapp fünf Monate war das Stadttheater Hildesheim für den Umbau des Großen Hauses geschlossen. In dieser Zeit wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Zuschauerraum durchgeführt. Dazu gehört neben der Installation einer neuen Klimatechnik und Schallsegeln, die die Akustik verbessern, auch die Erneuerung der Theaterbestuhlung.

Zur feierlichen Wiedereröffnung bringt das Theater für Niedersachsen am 16. November Richard Wagners grandioses Musiktheaterwerk Tristan und Isolde erstmals in der über 100-jährigen Geschichte des Hildesheimer Theaters auf die Bühne. Das monumentale, rauschhafte Stück ist ein Meilenstein der Musik- und Operngeschichte und stellt an Sänger und Orchester höchste Anforderungen. GMD und Operndirektor Florian Ziemen dirigiert, Regisseur Tobias Heyder setzt die obsessive, alles überwindende, todessehnsüchtige Liebe von Tristan und Isolde in Szene, für die Ausstattung zeichnet Pascal Seibicke verantwortlich. In der Partie des Tristan ist der in London geborene Tenor Hugo Mallet zu erleben, Isolde wird verkörpert durch Julia Borchert. Beide geben damit ihr Rollendebüt.

Im Rahmen der Reihe „Innen Stadt Theater“ findet am 10. November, 11.15 Uhr, die Matinee zu Tristan und Isolde in der Musikschule Hildesheim statt, moderiert von Musiktheaterdramaturgin Susanne von Tobien. Kostenfreie Eintrittskarten sind im TfN-ServiceCenter erhältlich.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Im weißen Rössl – TfN Alpenspektakel – Halle39, 20.09.2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Das Weiße Rössl – In der Halle39

Alpen-Spektakel  – Halle39 als österreichische Berglandschaft 

Am 20. September 2019 feiert die Kult-Operette Im weißen Rössl Premiere in der Halle39. Das Alpen-Spektakel wird für das TfN  in Szene gesetzt von Erik Petersen, die musikalische Leitung übernimmt Achim Falkenhausen.

Ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn ist die Rössl-Schenke für Sie geöffnet. Hier können Sie nach Erwerb von Rössl-Marken österreichische Brotzeit-Spezialitäten kaufen. Auf den Tribünenplätzen ist Selbstbedienung, an die Tische kommen unsere Schankfrauen und Schankburschen und nehmen bis zur Pause Ihre Bestellungen entgegen. 

Die Handlung: Oberkellner Leopold liebt Rösslwirtin Josepha, Josepha liebäugelt mit Dr. Siedler, Dr. Siedler wiederum hat ein Auge auf Fabrikantentochter Ottilie geworfen, und dann sind da auch noch der schöne Sigismund Sülzheimer und sein Klärchen – es geht turbulent zu im wohl bekanntesten Hotel Österreichs, dem Weißen Rössl am Wolfgangsee.

Theaer für Niedersachsen / Im weißen Rössl © T. Behind-Photographics

Theaer für Niedersachsen / Im weißen Rössl © T. Behind-Photographics

Ab Freitag, 20. September, lädt das Theater für Niedersachsen das Publikum zur Premiere von Im weißen Rössl in die Halle39 ein. Regisseur Erik Petersen macht die Kult-Operette zum wahren Alpen-Spektakel. Die knapp 300 Kostüme sind von Kristopher Kempf, für die Choreografie der knapp 280 Beteiligten zeichnet Ludwig Mond verantwortlich, der schon mit Schlager-Größen wie Helene Fischer, Vanessa Mai und Florian Silbereisen zusammengearbeitet hat. Die Halle wird von Ausstatter Hannes Neumaier in die österreichische Berglandschaft verwandelt. Mit dabei sind neben dem TfN-Opernensemble, der MusicalCompany, dem Orchester, dem Opernchor und dem Extrachor auch der Kinder- und Jugendchor. Die musikalische Leitung übernimmt Achim Falkenhausen. Unterstützt wird das TfN außerdem durch das Bläsercorps Hackenstedt und das Blasorchester Nordstemmen, Artistinnen der Ars Saltandi Dance & Drama School, dem Kletterer Axel Pulvermüller von TransferPlay sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus der Stadt und dem Landkreis Hildesheim, von denen einige Mitglieder ihrer freiwilligen Feuerwehr mitbringen.

Auch für die Bewirtung ist gesorgt: Ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn kann sich das Publikum in der Halle mit einer österreichischen Brotzeit stärken, für deren Bezahlung eine eigene Rössl-Währung eingeführt wird. Rössl-Marken können im Foyer erworben werden.

Der Shuttlebus zur Halle39 fährt ab von der Haltestelle „Theaterstraße“ (vor der Autowerkstatt) mit Zwischenstopp in der Schuhstraße (Huckup). Es gibt zwei Abfahrten vor jeder Vorstellung, jeweils 75 Minuten und 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Die Rückfahrt erfolgt 15 Minuten nach Vorstellungsende.

Karten für Im weißen Rössl kosten zwischen 18 und 42 Euro und sind im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter 05121 1693-1693 und online unter www.tfn-online.de erhältlich.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

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