Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Die Blume von Hawaii – Paul Abraham, IOCO Kritik, 08.05.2018

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Die Blume von Hawaii  von Paul Abraham

Ein Paradies am Meeresstrand

Von Randi Dohrin

Es geht um das Schicksal Hawaiis und das Finden der wahren Liebe innerhalb unsäglicher Liebeswirren unter Südseepalmen. Der ungarische Komponist Paul Abraham (1892-1960), galt als einer der gefragtesten, erfolgreichsten und modernsten Operettenkomponisten der 1920er Jahre. Mit zunehmender Popularität siedelte er nach Berlin um, was ihm – nicht zu Unrecht – die Bezeichnung „Operettenkönig von Berlin“ einbrachte.

Abraham gelang mit der  spritzig mit- und hinreißenden Revue-Operette Die Blume von Haiwaii ein  rhythmisches Ohrenfeuerwerk romantisch herzanrührender Melodien,  im bruchlosen Wechsel des typisch swingend angehauchten Jazzsounds der 1920er Jahre. Die Blume von Haiwai wurde am 24. Juli 1931 in Leipzig uraufgeführt unter der Leitung des Komponisten.

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii hier_Peter_Kubik_ als Kapitän Stome, Meike Hartmann als Laya © F. von Traubenberg

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii hier_Peter_Kubik_ als Kapitän Stome, Meike Hartmann als Laya © F. von Traubenberg

Nun erlebt diese Operette im Theater für Niedersachsen (TfN) Hildesheim eine wohlverdiente Renaissance. Unter der  exzellenten Leitung von GMD Florian Ziemen, gelingt  die musikalische Rekonstruktion der Originalfassung dieser  Operette mit Bravour; in einer durchweg schmissig lockeren Musizierweise, perfekt abgestuft in der Dynamik und  den Tempi  erklingt eine gekonnte Interpretation.  Entsprechend anders ist das Orchester besetzt.

Die gelungene Inszenierung von Tamara Heimbrock, nimmt das Publikum, voller Humor und tänzerischer Leichtigkeit,  mit auf die sehnsuchtsvolle  Reise einer sehr illustren Gesellschaft. Honolulu ist in Aufruhr, denn kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts, soll Hawaii von den nordamerikanischen Besetzern befreit werden.

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii - hier: Meike_Hartmann als Laya, Ziad Nehme als Lilo Taro, Ensemble und Chor © F. von Traubenberg

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii – hier: Meike_Hartmann als Laya, Ziad Nehme als Lilo Taro, Ensemble und Chor © F. von Traubenberg

Meike Hartmann als Prinzessin Laya, die sich als die berühmte Sängerin Susanne Provence ausgibt,  wird zu diesem Zweck inkognito aus dem Pariser Exil geholt, um sie mit Ziad Nehme, dem Prinzen Lilo Taro, zu vermählen. Gouverneur Harrison hegt jedoch den Plan, seine Nichte Neele Kramer (Bessie), aus politischen Gründen mit dem Prinzen Lilo Taro zu verheiraten. Das gefällt seinem Sekretär Aljoscha Lennert  (John Buffy) nun überhaupt nicht, denn ihm gefällt die bezaubernde Bessie außerordentlich…

Peter Kubik (Kapitän Stone) verliebt sich in die vermeintliche Sängerin Susanne Provence, das Liebes-Verwirrspiel nimmt seinen undurchschaubaren Verlauf, in dem Uwe Tobias Hieronimi  als Jim Boy und Antonia Radneva als Raka ebenfalls ordentlich mitmischen. Die muntere Gesellschaft verschlägt es ins europäische  Monte Carlo und vier Paare finden endlich – nach einer geglückten komplizierten Entwirrung –  verliebt zueinander.

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii - hier : Meike_Hartmann als Laya, Ensemble und Chor © F. von Traubenberg

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii – hier : Meike_Hartmann als Laya, Ensemble und Chor © F. von Traubenberg

Die stimmlich alles andere als einfach zu interpretierenden Gassenhauer „Ein Paradies am Meeresstrand“, „Blume von Hawaii“, „My little boy“, „Will dir die Welt zu Füßen legen“, Bin nur ein Jonny, zieh durch die Welt“, „Die traumschöne Perle der Südsee“ und mehr erreichten allesamt Ohrenschmaus-Qualität durch die bestens disponierten Solisten und Chorsänger. Das mit sprudelndem Drive spielende Orchester des TfN Hildesheim, unterstützte nicht nur  die ausführenden Solisten und  hervorragenden Chöre (Leitung Achim Falkenhausen), es   ließ die von allen Darstellern mitreißend ausgeführte Choreographie von  Jaume Costa I Guerreros, temperamentvoll erblühen.

Die geschickte Gestaltung der Bühne und Kostüme der 1920er Jahre von Julie Weideli,  verliehen  dieser schwungvollen Operetten-Premiere den richtigen Rahmen und zusätzlichen Ausdruck.

Das begeisterte Publikum erlebte einen durch und durch gelungenen Operetten-Premieren-Abend.  Es bedankte sich mit lang anhaltendem rhythmischen Applaus bei allen Beteiligten und nochmals tosendem Beifall, als die  Musiker aus ihrem Orchestergraben auf die Bühne kletterten.

Die Blume von Hawaii am TfN, Hildesheim:  Weitere Vorstellungen 12.5.; 27.5.; 18.6.2018

 

—| IOCO Kritik Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Premiere Die Blume von Hawaii, 05.05.2018

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Die Blume von Hawaii – Paul Abraham

am 5. Mai feiert Paul Abrahams Operette DIE BLUME VON HAWAII in einer Neuinszenierung von Tamara Heimbrock und unter der Musikalischen Leitung von TfN-GMD Florian Ziemen in Hildesheim Premiere. Die mitreißende Musik Abrahams erlebt derzeit eine verdiente Renaissance und so ist am Theater für Niedersachsen nun eine Rekonstruktion der originalen Abrahamschen improvisatorischen Musizierweise zu erleben.

Im Vorfeld lädt das TfN zur Matinee am 29. April um 11.15 Uhr mit der Regisseurin, dem Musikalischen Leiter und weiteren Mitgliedern des Regie-Teams und des Ensembles ein.

Ensemblemitglieder und das Regie-Team geben erste Einblicke in Die Blume von Hawaii von Paul Abraham. Bei der Matinee am 29. April um 11.15 Uhr erfährt das Publikum Wissenswertes zu der diesjährigen Operetten-Produktion.

Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts hat die amerikanische Armee Hawaii besetzt und die Königin entmachtet. Seither herrscht ein Gouverneur über die Inselgruppe. Mittendrin: Prinzessin Laya, die die nächste Königin von Hawaii werden könnte, aber lieber als französische Jazzsängerin incognito bleibt; der in sie verliebte amerikanische Marine-Admiral Stone; der verschollen geglaubte, hawaiianische Prinz in spe Lilo-Taro – ebenfalls in sie verliebt; die schöne Insulanerin Raka, die beiden Jazz- Sänger Jim Boy und Suzanne Provence … Und das sind noch längst nicht alle Figuren in Paul Abrahams turbulenter Jazz-Operette, an dessen Ende sich sage und schreibe vier glückliche Paare finden. Ab dem 5. Mai ist Abrahams erfolgreichstes Werk voller Lebenslust, im Tempo und Stil einer schillernden Revue der 30er Jahre im Theater für Niedersachsen auf der Bühne zu erleben.

Bereits am 29. April um 11.15 Uhr geben Regisseurin Tamara Heimbrock, Ausstatterin Julie Weideli und der Musikalische Leiter Florian Ziemen im Gespräch mit Musiktheaterdramaturg Maximilian Hagemeyer erste Einblicke in die Produktion und die musikalische Umsetzung. Auch mit dabei sind die Ensemblemitglieder Meike Hartmann, Antonia Radneva, Ziad Nehme und Uwe Tobias Hieronimi.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

 

 

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Deutsche Erstaufführung von Donizetti-Oper Adelia, 10.03.2018

Februar 23, 2018  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater für Niedersachsen

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Deutsche Erstaufführung von Donizetti-Oper Adelia

Am Theater für Niedersachsen ist ab dem 10. März die Donizetti-Oper „Adelia“ erstmals in Deutschland zu erleben. Das 1841 in Italien uraufgeführte Werk ist in der Regie von Guillermo Amaya, im Bühnenbild von Hannes Neumaier und im Kostümbild von Franziska Müller zu erleben. Die Musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Florian Ziemen.

Bei der Uraufführung in Rom kam es 1841 im Theatro Apollo zu ausschweifendenTumulten. Große Menschenmengen wollten die erste Aufführung von Donizettis „Adelia“ erleben, die Plätze wurden teilweise doppelt verkauft und es heißt, dass selbst der Komponist sich eine Eintrittskarte für die Premiere auf dem Schwarzmarkt kaufen musste. Umjubelt wurde die Oper in Italien aufgenommen, verschwand aber nach Donizettis Tod von den Spielplänen. Nun ist am 10. März die Deutsche Erstaufführung im Theater für Niedersachsen in Hildesheim zu sehen.

Die Handlung des Werks hält einige dramatische Wendungen parat: Der junge Oliviero soll Adelia verführt haben und wird dafür von ihrem Vater, dem Kriegshelden Arnoldo, beim Herzog verklagt. Dieser verurteilt Oliviero zum Tode. Arnoldo wird jedoch durch die Klagen seiner Tochter erweicht und bittet daher, dass die Familienehre stattdessen durch die Heirat der jungen Liebenden wiederhergestellt wird. Der Herzog willigt ein, plant aber die Hinrichtung nach vollzogener Hochzeit… Doch nach vielen weiteren Wirrungen führt diese typisch verwinkelte Belcanto-Geschichte schließlich doch noch zu einem Happy End.

Vor allem in der musikalischen Qualität steht „Adelia“ den bekannteren Donizetti-Opern wie zum Beispiel „Lucia di Lammermoor“ in nichts nach. Die hohe Emotionalität wird in innigen Liebes-Arien und -Duetten, feurigen Rache- und berührenden Klagegesängen, in Kriegs-Chören und treibenden Finali erzeugt.

In Hildesheim wird die Titelpartie von der jungen, aufstrebenden Sopranistin Kim-Lillian Strebel gesungen, die zum ersten Mal am TfN zu Gast ist. Alle weiteren Partien der in Italienisch erklingenden Oper werden von Ensemblemitgliedern des Theaters übernommen: So sind unter anderem Konstantinos Klironomos als Oliviero, Diogenes Randes Farias als Arnoldo und Uwe Tobias Hieronimi als Carlo zu erleben. Außerdem stehen der Opernchor und Extrachor auf der Bühne. Das TfN-Orchester wird geleitet von Generalmusikdirektor Florian Ziemen.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Telemann-Oper in barockem Gewand, 02.12.2017

November 15, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Pressemeldung, Theater für Niedersachsen

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe

 Delikatesse für Augen, Ohren und Seele

Die Telemann-Oper Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe ist ab dem 2. Dezember 2107 im Theater für Niedersachsen zu erleben. Bei der Matinee am 26. November gibt das Regieteam rund um Barock-Spezialistin Sigrid T’Hooft erste Einblicke in die Produktion.

Bei Kerzenschein, mit prunkvollen Gewändern und barocker Gestik kommt die nächste Opernproduktion am 2. Dezember im TfN auf die Bühne. Die belgische Barock-Spezialistin Sigrid T’Hooft nimmt sich Telemanns 1726 uraufgeführter Oper Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe an. Die bekannte Regisseurin und Choreografin machte sich in den letzten Jahren mit „Historisch Informierten Aufführungen“ beispielsweise in Karlsruhe und bei den Händel-Festspielen Göttingen einen Namen, nun ist sie erstmals am TfN zu Gast. Das barocke Gewand, das auf der Bühne zu erleben ist, zieht sich auch durch den Orchestergraben. So werden die Musikerinnen und Musiker der TfN-Philharmonie beispielsweise mit speziellen Barockbögen musizieren. Das Publikum erwartet ein barockes Gesamtkunstwerk.

In der Matinee zum Stück am 26. November um 11.15 Uhr gibt Sigrid T’Hooft gemeinsam mit dem Musikalischen Leiter und GMD Florian Ziemen sowie Bühnen- und Kostümbildner Stephan Dietrich erste Einblicke in diese Inszenierung. Moderiert von Musiktheaterdramaturg Maximilian Hagemeyer, sprechen sie über die Ästhetik der Entstehungszeit sowie die Besonderheiten der „Historisch Informierten Aufführungspraxis“. Musikalische Kostproben aus der Oper sind ebenfalls zu erleben.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

 

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