Heilbronn, Theater Heilbronn, Literarische Mittagspause Hugo Hofmannsthal, der Librettist der Oper „Elektra“ steht im Mittelpunk

November 24, 2009  
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Theater Heilbronn

Literarische Mittagspause Hugo Hofmannsthal

Zur literarischen Mittagspause lädt das Theater Heilbronn am 25. November um 13 Uhr ins Foyer der Kammerspiele ein. Diesmal steht Hugo Hofmannsthal, der Librettist der Oper „Elektra“ im Mittelpunkt. Manuel Rivera liest dessen Rede „Der Dichter und seine Zeit“, die er 1906/07 in verschiedenen Großstädten hielt. Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) galt als Jugendlicher als /das/ Wunderkind der deutschsprachigen Lyrik. Sein Leben lang hat er sich mit den Wundern und Grenzen der Sprache intensiv auseinandergesetzt. Neben seinen Dramen, Komödien und Opernlibretti ist es vor allem die Kunst des Essays, die lyrische Beseeltheit und gedankliche Klarheit verbindet, die ihm seinen hohen Rang unter den Dichtern des frühen zwanzigsten Jahrhunderts verschafft hat. Die Rede über den „Dichter und diese Zeit“ bringt seinen emphatischen Begriff von Dichtung zum Ausdruck. Er verstand sie als gesellschaftliche Zeitzeugenschaft und magischen Akt zur Bewahrung von Gegenwart.

Selbstverständlich kann man die literarische Mittagspause auch mit einer kulinarischen verbinden und im Theaterbistro speisen. Das ist allerdings nicht im Preis von 2 Euro inbegriffen.

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Heilbronn, Theater Heilbronn,Kiss, me Kate Premiere am 5.12.09

November 23, 2009  
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Theater Heilbronn

Premiere am 5.Dezember 2009, 19.30 Uhr, Großes Haus

Kiss, me Kate
Musical von Cole Porter

Musikalische Leitung: Nicolas Kemmer
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühnenbild: Lars Betko
Kostüme: Frank Lichtenberg
Dramaturgie: Christian Marten-Molnar
Choreografie: Dorothea Ratzel
Es spielen:

Fred Graham – Tobias D.Weber
Lilly Vanessi – Sylvia Bretschneider
Bill Calhoun – Gabriel Kemmether
Lois Lane – Susan Ihlenfeld
Hattie – Angelika Hart
Paul/Ralph/Baptista – Alexander Darkow
1. Ganove – Rolf- Rudolf Lütgens
2. Ganove – Frank Lienert Mondanelli
Harrison Howell – Johannes Bahr
Gremio – Manuel Rivera
Hortensio – Till Schmidt
Statisterie/Chor/Tänzer

Jazz trifft Shakespeare
Elisabeth Stöppler inszeniert am Theater Heilbronn das Musical „Kiss me, Kate“
Erster Ausflug ins Musical-Genre für die junge, erfolgreiche Opernregisseurin

Am 5. Dezember hat am Theater Heilbronn das Musical „Kiss me, Kate“ von Cole Porter Premiere. Die Musiktheaterregisseurin Elisabeth Stöppler, die gerade mit dem diesjährigen Regiepreis der Götz-Friedrich-Stiftung ausgezeichnet wurde, unternimmt mit dieser Inszenierung erstmals einen Ausflug ins Musical-Genre.

„Kiss me, Kate“ ist das bekannteste Musical von Cole Porter und eine der erfolgreichsten Broadway-Produktionen aller Zeiten. Mit seiner geistreich-witzigen Handlung ist es seit der Uraufführung 1948 Garant für beste Unterhaltung. Nicht nur das turbulente „Spiel im Spiel“ fesselt die Musicalfans seit über 60 Jahren, sondern auch die großartigen Songs. Viele von ihnen sind bis heute weltbekannte Ohrwürmer, wie „Wunderbar“, „Es ist viel zu heiß“ oder „Der erste Abend der neuen Show“. „Es gibt kaum ein Musical, das so viele verschiedene Arten von Musik und so viele schillernde, elektrisierende Songs hat“, sagt die Regisseurin. Eigentlich habe sie sich nie vorstellen können, jemals ein Musical zu inszenieren. Aber „Kiss me, Kate“ sei eine Riesenentdeckung für sie. „Cole Porter hat seinen ganzen Lebenshunger, seine eigenen unausgelebten Leidenschaften da hinein gelegt“, meint Stöppler. „Das Musical hat eine große anarchische, leidenschaftliche Kraft“.

Die Geschichte: Ein ehemals in heißer Liebe verbundenes, nun aber leidenschaftlich geschiedenes Schauspieler-Paar muss auf der Bühne wieder ein Liebespaar spielen. Das hat Zündstoff. Zumal die beiden Ex-Geliebten sich im Innern ihres Herzens gar nicht so gleichgültig sind, wie sie nach außen hin tun.
Hinter den Kulissen tragen Lilly Vanessi und Fred Graham ihren Zwist als Ex-Ehepartner aus, während sie auf der Bühne an diesem Abend als Hauptdarsteller in der Premiere von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ glänzen sollen. So ist die Stimmung ist nicht nur wegen des Premierenfiebers angeheizt, sondern auch wegen der Eifersucht der beiden Stars auf die aktuelle Liebschaft des jeweils anderen …
Bühnenbildner Lars Betko stellt einen riesigen bespielbaren 40er-Jahre Plattenspieler auf die Bühne, der sich hydraulisch öffnet, wenn aus den Szenen hinter den Kulissen auf die Show- Theaterbühne gewechselt wird.
Kostümbildner Frank Lichtenberg beginnt ästhetisch ebenfalls in der Entstehungszeit des Musicals mit vielen Originalkostümen aus den 40er Jahren. Für das „Stück im Stück“, Shakespeares „Widerspenstige“ hat er Renaissance-Kostüme aus schrillen 60er-Jahre-Morgenmänteln entwickelt. Choreografin Dorothea Ratzel, deren Spezialität der Cross-Over zwischen den unterschiedlichsten Tanzstilen ist, kreiert die Tanzeinlagen aus der jeweiligen Situation und dem Bewegungsmaterial der Darsteller heraus um weniger illustrierende Showeinlagen als vielmehr Menschen mit ihren Sehnsüchten und Leidenschaften auf die Bühne zu stellen.

Vorstellungstermine:
5.12.; 8.12.; 10.12.; 11.12.; 16.12.; 18.12.; 27.12; 31. 12.
02.01.; 09.01.; 10.01.; 13.01.; 26.01.;
18.02; 27.02;
10.03; 19.03; 27.03.; 28.03

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Heilbronn, Theater Heilbronn, Richard Strauss Elektra

November 13, 2009  
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Theater Heilbronn

Richard Strauss „Elektra“ mit einer großartigen Sopranistin in der Titelpartie
„Das Wuchtige, das Grandiose, das wirklich Gewaltige“
Kaiserslautern gastiert mit Richard Strauss Oper „Elektra“

Am 18. November hat Richard Strauss „Elektra“ aus dem Pfalztheater Kaiserslautern Premiere in Heilbronn. Damit wird eine Opern-Inszenierung zu sehen sein, die Kritiker und Publikum nach der Premiere in Kaiserslautern in wahre Begeisterungsstürme versetzt hat. Um diese großartige Inszenierung von Hans-Günther Heyme hierher holen zu können, setzt das Theater alle Hebel in Bewegung. Der Orchestergraben wird vergrößert, um dem gesamten Orchester des Pfalztheaters Platz und dem gewaltigen Klang dieser Oper Raum zu bieten. Außerdem steht mit Barbara Schneider-Hofstetter als Elektra eine der ganz großen dramatischen Sopranistinnen der deutschen Opernszene auf der Bühne, die sonst an den bedeutendsten Opernhäusern in Deutschland und Europa zu erleben ist.
Auf packende Weise interpretiert Schneider-Hofstetter in Richard Strauss‘ Musikdrama das Psychodrama einer zutiefst traumatisierten Frau, deren Leben nur um einen Gedanken kreist: Rache für den Mord an ihrem Vater!
König Agamemnon ist nur ein Opfer in einer endlosen Kette von Familienmorden, die seit Generationen das Schicksal des mykenischen Königshauses bestimmen. Einst hatte er seine Tochter Iphigenie den Göttern geopfert, bevor er gegen Troja in den Krieg zog. Als er zehn Jahre später siegreich zurückkehrt, erschlägt ihn seine Frau Klytämnestra. Aber Elektra, ihre andere Tochter, igelt sich seit dem Mord am Vater ein. Sie muss sich Demütigungen gefallen lassen, lebt wie eine Magd am Hof und steigert sich in ihre Rache-Obsessionen hinein….
Die Oper entstand 1906 nach der Tragödie von Hugo von Hofmannsthal, die Strauss 1903 in Berlin als Schauspiel in der Inszenierung von Max Reinhardt gesehen hatte. Hofmannsthal hatte darin den antiken Mythos unter dem Einfluss der Psychoanalyse neu gedeutet. Richard Strauss lässt die Tragödie als großes sinfonisch-durchkomponiertes Drama ablaufen. Er fand für das Pathologische in Handlung und Charakteren eine außergewöhnliche musikalische Gestaltungsweise. Hofmannsthal liebte an der Musik des als seelenverwandt geschätzten Komponisten das „Wuchtige, das Grandiose, das wirklich Gewaltige“.

Das Theaterfrühstück zu dieser Oper findet am Sonntag, dem 15. November, um 11 Uhr im Foyer des Großen Hauses statt. Zu Gast sind Regisseur Hans-Günther Heyme und Generalmusikdirektor Uwe Sander.

Vorstellungstermine in Heilbronn
18.11. 2009; 6.12. 2009; 19.12. 2009; 28.12. 2009;
06.01.2010; 20.01.2010; 23.01.2010

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Heilbronn, Theater Heilbronn, Premiere am 5. 11. 2009 Madama Butterfly

Oktober 23, 2009  
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Theater Heilbronn

Premiere am 5. 11. 2009, 19.30 Uhr, Großes Haus

Madama Butterfly

Oper in drei Aufzügen von Giacomo Puccini
Nach einer Dichtung von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
Gastspiel des Oldenburgischen Staatstheaters
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung:
Jason Weaver
Regie:
Anna Bergmann
Ausstattung:
Susanne Schwieter
Matthias Werner
Chorleitung:
Thomas Bönisch
Mit:
Ute Biniass
James Bobby
Paul Brady
Thomas Burger
Tiina-Maria Enckelmann
Jong-Seong Kim
Steffi König
Alexej Kosarev
Annekatrin Kupke
Andreas Lütje
Daniel Ohlmann
Gitta Pamin-Jensen
Barbara Schmidt-Gaden
Andrey Valiguras
Irina Wischnizkaja/Annemarie Kremer
Philip Zehnoff

Das Musiktheaterensemble des Oldenburgischen Staatstheaters ist am Theater Heilbronn ein gern gesehener Gast. Die beiden Oldenburger Inszenierungen „La Traviata“ und „Orphee et Eurydice“, die in jüngster Zeit hier zu sehen waren, begeisterten das Publikum. Nun ist das Staatstheater Oldenburg mit Anna Bergmanns berührender Inszenierung der „Madama Butterfly“ zu Gast. Heilbronner Premiere ist am 5. November 2009 um 19.30 Uhr im Großen Haus. Bereits am 25. Oktober um 11 Uhr ist das Theaterfrühstück zu dieser Oper. Zu Gast ist mit Irina Wischnizkaja die Sängerin der Butterfly.

»Meine Madama Butterfly bleibt, was sie ist. Die empfindungsreichste Oper, die ich je geschrieben habe! Ich werde noch gewinnen …«. Mit stolzem Trotz reagierte Giacomo Puccini, als das Premierenpublikum die Uraufführung 1904 ablehnte. Und Puccini sollte recht behalten. Madama Butterfly wurde seine populärste Oper.
Regisseurin Anna Bergmann verlegt die Handlung nicht ins Japan des beginnenden 20. Jahrhunderts, sondern sie erzählt eine Geschichte von blinder Liebe und gnadenlosem Egoismus aus unseren Tagen: Der amerikanische Marineleutnant Pinkerton ist auf Auslandseinsatz. Für sein persönliches Wohl hat er nicht nur ein Haus gemietet, sondern auch gleich die passende Frau, Cio-Cio-San, ein blutjunges Mädchen. Miet- und Ehevertrag sind jederzeit fristlos kündbar. Der amerikanische Konsul warnt Pinkerton, dass das Mädchen die Verbindung ernst nehmen könnte. Doch der Offizier feiert eine Pseudohochzeit und freut sich an der schönen Frau, so lange er im Einsatz ist. Als er nach Amerika heimkehrt, lässt er Cio-Cio-San zurück, die, ohne dass Pinkerton es weiß, ein Kind erwartet. Jahr um Jahr wartet Butterfly auf ihren Mann. Eines Tages taucht er wieder auf, an seiner Seite eine andere Frau. Er will sein Kind, über das ihn der Konsul informiert hat, nach Amerika holen.
Zur Premiere im Januar dieses Jahres schrieb die Nordwest-Zeitung „Die Aufführung zielt auf jene Tragödie, die die weibliche Hauptperson und ihre Opferrolle, ihre Blindheit gegenüber der Realität, ihr Gefangensein in Gefühlen, Wünschen und Träumen in den Mittelpunkt stellt…Da bleibt vom Sentimentalen, vom Porzellanpuppenhaften der Cio-Cio-San nicht viel übrig. Aber alles von einer Butterfly, deren Psychodrama sensibel und anspielungsreich entwickelt wird.
Vor allem die Stimmen wurden gefeiert. Zuspruch und großer Beifall des Publikums waren wohlverdient.“

Vorstellungstermine in Heilbronn:
5.11 2009; 6.11. 2009; 7.11. 2009; 8.11. 2009
28.04. 2010; 29.04. 2010: 30.04. 2010
22.06. 2010; 23.06. 2010; 24.06. 2010

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