Hamburg, Staatsoper Hamburg, Carmen – Georges Bizet, IOCO Kritik, 19.04.2019

April 20, 2019  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatsoper Hamburg

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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

CARMEN – Georges Bizet

Nach den Italienischen Wochen  – Nun Carmen mit Starbesetzung

von Patrik Klein

2019 wartete die Staatsoper Hamburg mit auslastungsstarkem Frühlingsprogramm auf. In den zweiten Italienische Opernwochen seit der Saison 2017/18 wurden Opern wie Verdis Nabucco in der Neuinszenierung von Kirill Serebrennikow, Verdis Rigoletto, La Traviata und Maskenball aus dem Repertoire sowie Puccinis Manon Lescaut und Rossinis Barbier von Sevilla gespielt. Alle Opern, mit guten bis sehr guten Besetzungen, bescherten der in den letzten Jahren mit Auslastungen von nur wenig über 70% überregional ins Hintertreffen geratenen Staatsoper am Dammtor beständig volles Haus und ein begeistertes Publikum.

Will man mehr?  Wenn doch, dann den Leckerbissen Carmen von Georges Bizet mit Stargast Jonas Kaufmann:  AUSVERKAUFT – seit dem ersten Tag des Vorverkaufs! In der Inszenierung von Jens-Daniel Herzog aus 2014, Video Trailer siehe unten, sind weitere bekannte Sänger zu Gast, wie Clémentine Margeine als Carmen, Alexander Vinogradov – gerade brillierte er als Zaccaria in Verdis Nabucco auf der Bühne – gibt hier den wilden Torero Escamillo. Am Pult stand der italienische Dirigent Pier Giorgio Morandi.

Carmen  – Georges Bizet
youtube Trailer der Staatsoper Hamburg zur Premiere 2014
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Jens-Daniel Herzog hatte im Premierenjahr 2014 die Handlung relativ stringent und mit handwerklicher Genauigkeit von 1820 in ein Andalusien in die Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verlegt. Dies war eine Zeit, als Zigarettenschmuggel die Not lindern half und sich das Volk Stierkämpfe wenigstens live im Röhrenfernseher ansehen konnte. Vor dem Zigarettenfabrik-Bunker, auf dessen gusseisernem Tor in großen Kreidelettern „En Garde“ stand , dessen Rahmen gut als Einheitsbühnenbild funktionierte, lungerten des Diktators Franco lüstern korrupte Wachsoldaten, tummelten sich das einfache Volk und die verlorene Generation ihrer bereits ebenfalls verdorbenen Kinder, die statt mit Gewehrattrappen mit Glasflaschen bewaffnet waren.

Sergeant Don José wurde als ehemaliger Priester-Anwärter gezeichnet, der mit den Händen an der Hosennaht, vorbildlich Dienst tun wollte. Die Soldaten schleppten ihre Gewehre von einer Seite der Bühne zur anderen, der Kinderchor wuselte mit großer Hingabe, die beiden Schmuggler sahen in ihren Trash-Verkleidungen aus wie bei einer Abitur-Abschluss-Vorstellung in der geschmückten Schulaula und Escamillos Torero-Outfit, an Elvis Presley erinnernd mit goldenem Trainingsanzug, hätte selbst beim Schlagerwettbewerb einen Platzverweis kassiert.

An dem Abend kümmerte das die wenigsten, denn man war ja wegen ihm gekommen, der letztes Jahr als Cavaradossi bereits seinen seltenen Einsatz in Hamburg begann. Jonas Kaufmann war da, zuletzt gefeiert in Londons Produktion von Die Macht des Schicksals, in Hamburg an diesem Abend in bester Laune den Don José gebend.

Staatsoper Hamburg / Carmen - hier : Schlussapplaus © Patrik Klein

Staatsoper Hamburg / Carmen – hier : Schlussapplaus © Patrik Klein

Also stand die Musik an diesem Abend im Zentrum der Aufmerksamkeit. Pier Giorgio Morandi gilt als Spezialist im Italienischen Fach, war u.a. stellvertretender Chefdirigent am Teatro dell’Opera di Roma (1989), erster Gastdirigent an der Budapester Nationaloper (1991-1996) und erster Gastdirigent an der Königlichen Oper Stockholm. In letzter Zeit war er in Hamburg im Repertoirebereich u.a. mit Puccinis Tosca häufiger anzutreffen mit soliden, auf Sicherheit bedachten Dirigaten. Carmen, die im Oktober 1875 in Wien uraufgeführte Oper von Georges Bizet, bekam für Wien und die internationalen Bühnen eine neue Fassung mit Ballett und Rezitativen von Ernest Guiraud, die bald allen Aufführungen zugrundegelegt wurde. Librettist Ludovic Halévy hatte jedoch eine geplante Aufführung dieser Fassung an der Pariser Oper untersagt und in die Gesamtausgabe seines mit Henri Meilhac verfassten Werkes ausdrücklich die Version als „Opéra-comique“ aufgenommen. Diese Version mit gesprochenen Dialogen wurde als mithin die einzig authentische auch am Abend gespielt. Pier Gorgio Morandi dirigierte sängerfreundlich mit nahezu vorsichtigen, aber klaren Tempi, gelegentlich den Farbenreichtum und sprühende Leidenschaft, Dynamik in Bizets  Musik  vermissen lassend. Dies ließ des Betrachters Ohren noch mehr auf den Gesang der Solisten und des Chores fokussieren.

Jonas Kaufmann enttäuschte an diesem Abend in Hamburg nicht. Der Münchner, der Meisterklassen bei Hans Hotter, James King und Josef Metternich besuchte und mit seinen wichtigsten Partien wie Faust / Gounod, Don Alvaro (La forza del destino), Don Carlos, Otello, Andrea Chénier und mehr an den großen Bühnen der Welt Triumphe feiert, gab den eifersüchtigen Soldaten mit allen Facetten seiner ihn charakterisierenden Tenorstimme. Er ist noch baritonaler in seinem Klang geworden und erinnert zunehmend an den chilenischen Tenor Ramon Vinay, der in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts zu den prägnantesten Stimmen seines Faches gehörte. Jonas Kaufmann beherrscht immer noch besonders die leisen Töne wie kaum ein anderer in seinem Metier. Bei den ersten Auftritten, sei es im Duett mit Micaela, wo seine perfekt geführte Stimme auf die Klänge der reinsten Liebe trifft (großartig an diesem Abend Ruzan Mantashyan als Micaela), als auch bei der Blumenarie wird es deutlich, wie er mit allen Möglichkeiten seiner Stimmkunst mühelos spielt und variiert. Zum Finale entfaltete Kaufmann seine ganze Kunst des Pianosingens. Dieser Don José wirkt wie ein flüsterndes Ungeheuer. Es berührte tief, als er Clémentine Margaines Körper umfasste: ein vor  Eifersucht wahnsinnig gewordener rasender Mörder zeigte Zartheit.

Staatsoper Hamburg / Carmen - hier : Schlussapplaus mit Jonas Kaufmann und Clémentine Margaine © Patrik Klein

Staatsoper Hamburg / Carmen – hier : Schlussapplaus mit Jonas Kaufmann und Clémentine Margaine © Patrik Klein

Mit Clémentine Margaine steht Jonas Kaufmann eine ebenbürtige Partnerin auf der Bühne. Die französische Mezzosopranistin, die am Pariser Konservatorium studierte, in Partien wie u.a. Léonor (La Favorite), Amneris (Aida), Marguerite (La Damnation de Faust), Dulcinee (Don Quichotte), Dalila (Samson et Dalila) und Charlotte (Werther) ihre Schwerpunkte hat und die an den großen internationalen Bühnen zu Hause ist, gab eine Carmen, die mehr als stolze, kluge Frau zu sehen war, denn als erotische Männerfantasie. Ihre sowohl in Brust- als auch Kopflage voluminös dunkel gefärbte und feinst geführte Mezzosopranstimme unterstrich ihren Drang nach Ungebundenheit, Selbstbestimmung und Freiheit. „L’amour est un oiseau rebelle“ – „Die Liebe ist ein wilder Vogel“: In ihrer berühmten Habanera besingt sie die Unbeständigkeit des stärksten aller Gefühle mit Leidenschaft und ohne Zweifel, gewinnt so das Herz des Sergeanten Don José und bringt das Schicksal ihrer Selbst in Gange.

Als Escamillo glänzte der russische Bass Alexander Vinogradov, der am Moskauer Konservatorium studierte und mit Rollen wie u.a. Filippo II (Don Carlo), Conte di Walter (Luisa Miller), Fiesco (Simon Boccanegra), Zaccaria (Nabucco) und Méphistophélès (Faust) internationale Erfolge feierte. Den testosterongefüllten Macho gab er mit dunklem, etwas schmalem aber gut geführten Bass, bei seinem ersten Bühnenauftritt zunächst eine Pulle Schnaps austrinkend. So in Form geraten, sang er mit ebenso sicherer „Bariton-Höhe“ die berühmte und heikel schwierige Arie des Escamillo mit stark gebundener Textgebung und großer Durchdringtiefe.

Ruzan Mantashyans Micaella war ein absoluter Genuss. Die armenische Sopranistin, die in ihrem Heimatland, in Frankfurt und Paris studierte, viele internationale Auszeichnungen erhielt und ihre wichtigsten Partien u.a. als Susanna (Le Nozze di Figaro), Fiordiligi (Così fan tutte), Marguerite (Faust) und Mimì (La Bohème) an bedeutenden Häusern in Europa gab, sang mit fein geführter federleichter an Glanz und Ausdruck reicher Stimme die treue Gefährtin und Gegenspielerin Carmens, die die reine Liebe zu Don José überzeugend und zu Herzen gehend darstellte.

Staatsoper Hamburg / Carmen - hier : Schlussapplaus mit Ruzan Mantashyan, Alexander Vinogradov, Marta Swiderska und Ziad Nehme © Patrik Klein

Staatsoper Hamburg / Carmen – hier : Schlussapplaus mit Ruzan Mantashyan, Alexander Vinogradov, Marta Swiderska und Ziad Nehme © Patrik Klein

Mit dem stark auftrumpfenden Tenor Ziad Nehme als Remendado, dem fein fokussierten Bariton des Viktor Rud als Dancairo, Florian Spiess als Zuniga, dem überaus prägnanten Bariton Zak Kariithi als Moralès, der wunderbaren Katharina Konradi als Frasquita, die ein wahrer Glücksgriff für das neue Ensemble der Staatsoper Hamburg geworden ist und der jungen polnischen Mezzosopranistin Marta Swiderska als Mercédès stand ein geschlossen engagiertes, hoch motiviertes und erstklassiges Ensemble auf der Bühne unterstützt von weiteren Solisten und dem präzisen, besonders im letzten Bild mit geschmuggelten Zigarettenstange winkenden und „alles billig“ deklamierenden Chor der Staatsoper Hamburg.

Entsprechend aus dem „Häuschen“ war dann nach gut drei Stunden auch das Publikum. Schön, dass es in der nächsten Saison erneut Wochen mit großen Besetzungen geben wird. Jonas Kaufmann hingegen wird man im nächsten Jahr nur noch in der Laeiszhalle Hamburg zu hören und zu sehen bekommen.

—| PIOCO Kritik Staatsoper Hamburg |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Wiederaufnahme Parsifal 19. 04.2019

April 17, 2019  
Veröffentlicht unter Oper, Pressemeldung, Staatsoper Hamburg

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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Parsifal ab Karfreitag wieder an der Hamburgischen Staatsoper

Ab Karfreitag, den 19. April 2019, wird die Inszenierung Achim Freyers von Richard Wagners letztem großen Werk Parsifal vier Mal an der Staatsoper aufgeführt. Die Musikalische Leitung hat Kent Nagano. Parsifal ist Robert Dean Smith, Tanja Ariane Baumgartner ist Kundry, Attila Jun und Kwangchul Youn sind alternierend Gurnemanz und Egils Silins ist Amfortas. Des weiteren ist Vladimir Baykov als Klingsor zu erleben.

Mit seinem „Parsifal“ hat Wagner eine komplexe Welt erschaffen. Komplex, weil sie aus so vielen heterogenen Elementen besteht, deren Sinnhaftigkeit schwer nachzuvollziehen ist und oft auf Fährten lockt, die ins Leere laufen. So lassen sich die vielen religiösen Zeichen, Symbole und kultischen Handlungen nur als Teile verstehen, die auf eine Welt verweisen, die nur als Ganzes zu deuten ist. Elemente des Christentums wie Abendmahl, Kelch, Blut, Speer und Taube oder Schopenhauers Idee, dass Mitleid den Menschen aus seiner Ichbezogenheit erlösen kann, auch gnostische und manichäische Motive sind als jeweils einzelne Interpretationsansätze untauglich für den ganzen „Parsifal“. Doch eine theatrale Welt kann einen fiktionalen Kosmos entwerfen, an dem alle diese Elemente wirkungsvoll teilhaben und der dem Publikum die Deutungshoheit seiner eigenen Erlebnisse überlässt.

Richard Wagner
Parsifal

Musikalische Leitung: Kent Nagano
Inszenierung, Bühne, Kostüme und Licht: Achim Freyer
Mitarbeit Regie: Sebastian Bauer
Mitarbeit Bühnenbild: Moritz Nitsche
Mitarbeit Kostüm: Petra Weikert
Lichtdesign: Sebastian Alphons
Video: Jakob Klaffs/Hugo Reis
Dramaturgie: Klaus-Peter Kehr
Chor: Eberhard Friedrich

Mit: Amfortas Egils Silins, Titurel Tigran Martirossian, Gurnemanz Attila Jun (19./22.4.) Kwangchul Youn (28.4./12.5.), Parsifal Robert Dean Smith, Klingsor Vladimir Baykov, Kundry Tanja Ariane Baumgartner, 1. Gralsritter Ks. Jürgen Sacher, 2. Gralsritter Shin Yeo, 1. Knappe Na’ama Shulman, 2. Knappe Ruzana Grigorian, 3. Knappe Dongwon Kang, 4. Knappe Sungho Kim, Blumenmädchen I, 1 Elbenita Kajtazi, Blumenmädchen I, 2 Ks. Hellen Kwon, Blumenmädchen I, 3 Ida Aldrian, Blumenmädchen II, 1 Ruzan Mantashyan, Blumenmädchen II, 2 Ks. Gabriele Rossmanith, Blumenmädchen II, 3 Nadezhda Karyazina, Stimme aus der Höhe Ida Aldrian, Chor der Hamburgischen Staatsoper, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

Vorstellungen am 19. (17.00 Uhr), 22. (16.00 Uhr) und 28. (17.00 Uhr) April und 12. Mai (15.00 Uhr) 2019

—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Italienische Opernwochen 2019 – Positive Bilanz, IOCO Aktuell, 10.04.2019

April 10, 2019  
Veröffentlicht unter Oper, Operette, Pressemeldung, Staatsoper Hamburg

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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

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Italienische Operwochen 2019 – 94% Auslastung

Mit einer Auslastung von 94% vermeldet die Staatsoper Hamburg eine positive Bilanz der diesjährigen Italienischen Opernwochen. Vom 10. März bis zum 6. April 2019 zeigte das Haus an der Dammtorstraße Klassiker des italienischen Repertoires wie Nabucco, La Traviata, Manon Lescaut, Il barbiere di Siviglia, Un ballo in Maschera und mehr (link hier).

Nabucco – Giuseppe Verdi
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Allesamt in Starbesetzung: Herausragende Interpreten wie Dimitri Platanias, Alexander Vinogradov, Oksana Dyka, Géraldine Chauvet, Arturo Chacón-Cruz, Markus Brück, Kristina Mkhitaryan, Irina Lungo, Stephen Costello, Simone Piazzola, Kristine Opolais, Jorge de Léon, Vittorio Prato, Antonino Siragusa, Maurizio Muraro, Julia Lezhneva, Franco Vasallo, Ramón Vargas, Carmen Giannatasio oder Judith Kutasi gastierten an der Dammtorstraße.

„Wir freuen uns sehr über den großen Publikumserfolg unserer diesjährigen Italienischen Opernwochen. Er zeigt, dass dieses Format sich bereits im zweiten Jahr etablieren konnte“, sagt Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg. 

Auch in der nächsten Spielzeit 2019/2020 wird es Italienische Opernwochen geben. Eröffnet werden die 3. Italienischen Opernwochen am 8. März 2020 mit Vincenzo Bellinis Norma in der Regie von Yona Kim, am Pult steht Paolo Carignani. Marina Rebeka ist als Norma, Marcelo Puente als Pollione, Liang Li als Oroveso und Diana Haller als Adalgisa besetzt. Vom 8. März bis 2. April 2020 werden die schönsten italienischen Opern des Repertoires mit herausragenden internationalen Sängerinnen und Sängern an der Staatsoper zu hören sein.

Aus dem großen Repertoire stehen Otello, Simon Boccanegra, Toscaund Verdis Messa da Requiem auf dem Spielplan. Plácido Domingo wird als Simon Boccanegra,  Kristine Opolais als Floria Tosca, José Cura als Otello und Krassimira Stoyanova als Desdemona, Marcelo Álvarez und Ambrogio Maestri in Tosca sowie Kwangchul Youn, Ramón Vargas und Evgenia Muraveva an der Seite des Hamburgischen Kammersängers Plácido Domingo in Simon Boccanegra zu erleben sein.

–| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Manon Lescaut, Nabucco, Butterfly und mehr, 10.3. – 6.4.2018

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Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Italienische Opernwochen 10. März – 6. April 2019

Die Staatsoper Hamburg nimmt die Tradition der Italienischen Opernwochen wieder auf: Zwischen 10. März und 6. April 2019 werden die schönsten italienischen Opern des Repertoires mit herausragenden Sängerinnen und Sängern an der Staatsoper zu hören sein.

Nabucco von Giuseppe Verdi in der Inszenierung des in Russland inhaftierten Regisseurs Kirill Serebrennikov mit Dimitri Platanias als Nabucco, Alexander Vinogradov als Zaccaria, Oksana Dyka als Abigaille und Dovlet Nurgeldiyev als Ismaele ist in dieser Spielzeit noch am 17.3.; 20.3.; 23.3.;  2.4.: 5.4.2019 an der Staatsoper Hamburg zu sehen.        Hinweis:  Die meisten Nabucco – Vorstellungen sind bereits ausverkauft!

Nabucco – Giuseppe Verdi
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Gioacchino Rossinis Il Barbiere di Siviglia mit Franco Vassallo, Maurizio Muraro und Julia Lezhneva, sowie Irina Lungu und Stephen Costello in La Traviata und Ramón Vargas als Gustavo III. in Un Ballo in Maschera sind ebenfalls in den Italienischen Opernwochen der Staatsoper Hamburg gespielt.

Zwei Vorstellungen von Puccinis Oper Manon Lescaut finden am 21. und 29. März 2019 statt. Die Titelpartie ist mit Kristine Opolais prominent besetzt. Vittorio Prato ist in der Rolle Lescaut und Jorge de León als Il Cavaliere Renato Des Grieux zu erleben. Am Pult steht Francesco Ivan Ciampa.

2019:  Kristine Opolais ist Manon Lescaut, Vittorio Prato ist Lescaut

In Puccinis Werk muss Manon Lescaut, gesungen von Kristine Opolais, die Wahl treffen: Luxusleben oder wahre Liebe. Ihr Bruder Lescaut wird von Vittorio Prato dargestellt. Jorge de León ist als Des Grieux zu erleben. Philipp Himmelmann bildet die Geschichte in seiner Inszenierung retrospektiv ab – ein neuer Ansatz für den bekannten Opernklassiker.

Manon Lescaut  – Giacomo Puccini
youtube Trailer der Staatsoper Hamburg, 2012
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Die lettische Sopranistin Kristine Opolais ist Preisträgerin des „Paul Sakss Singers’ Award“ (2004), Gewinnerin des Lettischen Theaterpreises als beste Opernkünstlerin und des Lettischen Kulturstiftungspreises (2005), Gewinnerin des Großen Lettischen Musikpreises (2006 und 2007) und Trägerin vieler weitere Auszeichnungen. Wichtige Partien sind Mimì (La Bohème), Floria Tosca (Tosca), Manon Lescaut (Manon Lescaut), Rusalka (Rusalka), Cio-Cio San (Madama Butterfly), Tatjana (Eugen Onegin), Amelia (Simon Boccanegra), Margherita (Mefistofele), Jenufa (Jenufa), Suor Angelica (Suor Angelica), Magda (La Rondine), u.a.m. Kristine Opolais ist auf allen großen Opernbühnen zu Gast, so der Metropolitan Opera, Wiener Staatsoper, Deutsche Oper Berlin, Bayerische Staatsoper, Opernhaus Zürich, Teatro alla Scala, Royal Opera House Covent Garden, Festspielhaus Baden-Baden, Salzburger Festspiele, BBC Proms, Tanglewood Festival, Musikverein Wien, Royal Opera House Muscat, Royal Concertgebouw, Carnegie Hall, Lettische Nationaloper, u.a.

Giacomo Puccini    –    Manon Lescaut

Musikalische Leitung: Francesco Ivan Ciampa, Inszenierung: Philipp Himmelmann, Bühnenbild: Johannes Leiacker, Kostüme: Gesine Völlm, Licht: Bernd Purkrabek, Chor: Eberhard Friedrich

Mit: Manon Lescaut Kristine Opolais, Lescaut Vittorio Prato, Il Cavaliere Renato Des Grieux Jorge de León, Geronte di Ravoir Tigran Martirossian, Edmondo Oleksiy Palchykov, L’Oste Shin Yeo, Un Musico Ks. Gabriele Rossmanith, Il Maestro di Ballo Dongwon Kang, Un Lampionaio Hiroshi Amako, Un Sergente degli Arcieri Jóhann Kristinsson, Un Commandante di Marina Ang Du, Chor der Hamburgischen Staatsoper, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

In italienischer Sprache mit deutschen Übertexten, Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper Vorstellungen am 21. und 29. März 2019, jeweils um 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

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