Hamburg, Elbphilharmonie, Wiedereröffnung – mit „Song of America“, IOCO Kritik, 04.06.2021

Juni 3, 2021  
Veröffentlicht unter Elbphilharmonie, Hervorheben, Kritiken

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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie – Konzert zur Wiedereröffnung

Song of America  –  A celebration of Black Music

Lebendig und beseelt  –  Wiedereröffnung  vor Live-Publikum

von Patrik Klein, IOCO, Andreas Schmidt, klassik-begeistert.de

Manchmal liegt es nahe, wenn zwei Medien, die mit leicht unterschiedlicher Philosophie aber sehr ähnlichen Vorlieben unterwegs sind, auch einmal ein Stück des Weges gemeinsam gehen. So wurde an diesem Freudentag der Wiedereröffnung der Elbphilharmonie Hamburg und dem vorherigen Besuch der Pressekonferenz der Staatsoper Hamburg, bei der das neue attraktive Programm der kommenden Saison vorgestellt wurde, ein gemeinsamer Abend im Block K des Hauses nebeneinander sitzend und miteinander plaudernd und gebannt zuhörend verbracht.

Der Intendant der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, begrüßte dann auch die rund 700 Gäste voller Emotionen und brachte zum Ausdruck, dass er sich besonders darüber freue, dass denn nun dieses ungewöhnliche Programm an diesem Abend pandemiebedingt zum Wiedereröffnungsabend nach sieben Monaten wurde. „Herzlich Willkommen in der Elbphilharmonie – das habe ich schon lange nicht mehr gesagt“, sagte der gebürtige Wiener.

Song of America: A Celebration of Black Music – Einführung Thomas Hampson

youtube Trailer der Elbphilharmonie
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Seit vielen Jahren beschäftigt sich der durch Lied- und Operngesang weltweit bekannte Bariton Thomas Hampson mit dem Projekt Song of America, das sich dem vielfältigen amerikanischen Liedgut widmet.

Die Elbphilharmonie Hamburg plante im Angesicht der Pandemie ein dreiteiliges Live Stream Festival mit in Europa wenig bekannten afroamerikanischen Künstlern vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. So lag es denn nunmehr für die Veranstalter nahe, bei sinkenden Inzidenzen und ersten Öffnungsschritten in der Kultur, gerade mit diesem vernachlässigten Genre den Großen Saal des Hauses wieder zu eröffnen.

Kern des Projektes von Thomas Hampson mit der Sopranistin und Hochschulprofessorin Louise Toppin aus Michigan ist es, eine kritische Auseinandersetzung mit der amerikanischen Vergangenheit aus künstlerischer Sicht und ohne Fingerzeig musikalisch zu festigen. Man setzt sich ein für eine gemeinsame amerikanische Kultur, die es schafft, dass sich am Ende alle zusammenfinden können. Afroamerikanische Musik soll als amerikanische Musik endlich anerkannt werden.

Das Programm des dreiteiligen Festivals fokussiert Werke bedeutender afroamerikanischer KomponistInnen, die von Mut, Hoffnung, Abschied und Neubeginn erzählen.

Neben Thomas Hampson und Louise Toppin (Sopran) wurden die amerikanische Sopranistin Leah Hawkins und der Startenor Lawrence Brownlee, der in der Vergangenheit auch an der Staatsoper Hamburg sein Können unter Beweis stellte, engagiert. Unter der Leitung von Roderick Cox stand zudem ein Spitzenorchester aus der deutschen Musikszene auf dem Podium der Elbphilharmonie Hamburg, die „Deutsche Kammerphilharmonie Bremen„.

Das Spiritual von William Levi Dawson „Hope in the Night“ war das Motto des Wiedereröffnungsabends mit Musik der KomponistInnen Valerie Coleman, William Grant Still, George Walker, Hale Smith, Margaret Bonds und William Levi Dawson, die das Thema Hoffnung, Stärke und Widerstandskraft musikalisch verarbeiteten.

Elbphilharmonie / Wiederöffnung mit SONG OF AMERICA hier Dirigent, Orchester, Solist*innen © Daniel Dittus

Elbphilharmonie / Wiederöffnung mit SONG OF AMERICA hier Dirigent, Orchester, Solist*innen © Daniel Dittus

Musikalisch geriet der Abend zu einem Erlebnis. Besonders eindrucksvoll spielte das Orchester der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter dem jungen, aufstrebenden Star am Pult, dem Amerikaner Roderick Cox. Die vier SolistInnen, an sich starke Stimmen in der Lied- und Opernszene, hatten es trotz guter bis sehr guter individueller Intonation nicht leicht, sich gegen das stark auftrumpfende Orchester durchzusetzen. Zudem wurden sie an der vorderen Rampe positioniert mit Blick auf die niedrig eingestellten Notenlaptops, so dass ihre feinfühligen Vorträge mit nach unten gerichteten Köpfen singend gelegentlich kaum zu hören waren. Bei den leisen Orchesterpassagen konnte man hingegen die Vorzüge ihrer vortrefflichen Gestaltungskunst genießen.

Aber das Publikum war nach beiden Konzertteilen außer Rand und Band und bedankte sich bei allen Aufführungen frenetisch. Für eine Zugabe nach dem ersten Gesangsteil reichte es dennoch nicht – die Noten dafür lagen bereits auf den Pulten der Bremer Musiker. Sie waren in allen Orchesterteilen der Star des Abends – vor allem die Posaunisten und die Trompeter. So ein wahres Spitzenorchester würde auch der Freien und Hansestadt Hamburg guttun.

Der Dirigent Roderick Cox fiel durch unprätentiöse, sehr weiche und gefühlvolle Bewegungen auf. Ihm gehört die Zukunft. Bravo!  „Umoja – Anthem for Unity“ (2019) von Valerie Coleman war ein wunderzarter Anfang aus der nahen fernen Neuen Welt. Die Bremer Streicher waren schon hier in Höchstform – wie auch beim zweiten Teil, der „Negro Folk Symphony“ (1934 / 1952) von William Levi Dawson.

Der Tenor Lawrence Brownlee hatte es immer wieder schwer, sich gegen das Orchester durchzusetzen. Er hat ein tolles Timbre mit großem Wiedererkennungswert, könnte aber noch ein wenig an einer selbstverständlichen Strahlkraft arbeiten.

Der Bariton Thomas Hampson, der exzellent Deutsch spricht, hat eine wunderbar viril-männliche Stimme, die in Ihrer Amerikanität vor allem im tiefsten Register voll und berührend zum Ausdruck kommt. Es präsentierte sich ein ausgeruhter Sänger mit unverwechselbarem Timbre, allerdings ist seit Jahren zu hören, dass Hampson mit den höchsten Tönen seines Fachs immer wieder ein klein wenig auf Kriegsfuß steht.

 Elbphilharmonie / Wiederöffnung mit SONG OF AMERICA hier Dirigent Roderick Cox und die Kammerphilharmonie Bremen © Daniel Dittus

Elbphilharmonie / Wiederöffnung mit SONG OF AMERICA hier Dirigent Roderick Cox und die Kammerphilharmonie Bremen © Daniel Dittus

Die Sopranistin Louise Toppen hatte ihren stärksten Part, als sie mit ihrer Stimmenkollegin Leah Hawkins das geniale Duett „There is a Balm in Gilead“ (ca. 1990) von Hale Smith sang. Insgesamt sang sie an diesem Abend eine Spur zu defensiv. Mit ihrem Engagement setzt sich die US-Amerikanerin für Gleichberechtigung und Diversität ein. So sang sie etwa im US-Kapitol vor Barack Obama und dem Kongress anlässlich der 150-Jahr-Feier des 13. Zusatzartikels in der amerikanischen Verfassung, der das Ende der Sklaverei einläutete.

 Elbphilharmonie / hier die Autoren Patrik Klein ,r, und Andreas Schmidt ,l, © Patrik Klein

Elbphilharmonie / hier die Autoren Patrik Klein ,r, und Andreas Schmidt ,l, © Patrik Klein

Leah Hawkins hat eine beeindruckend volle, weibliche Stimme. Ihr tiefstes Register ist für eine Sopranistin atemberaubend und sucht seinesgleichen. Auch höchste Töne gibt sie sicher, schön und mit voller Inbrunst. Die aktuelle Saison eröffnete sie an der Bayerischen Staatsoper in der Partie der Desdemona in Marina Abramovics  7 Deaths of Maria Callas – eine Rolle, die sie im September auch an die Opéra national de Paris führt.

—| IOCO Kritik Elbphilharmonie Hamburg |—


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Hamburg, Elbphilharmonie, LEERER SAAL, VOLLES ROHR Konzert mit Wayne Marshall, 02.11.2020

Oktober 30, 2020  
Veröffentlicht unter Elbphilharmonie, Konzert, Livestream, Pressemeldung

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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

LEERER SAAL, VOLLES ROHR

Konzert mit Orgelvirtuose Wayne Marshall

2. November in der Elbphilharmonie wird live gestreamt

 Am Montag, den 2. November, hätte der grandiose britische Organist Wayne Marshall zwei ausverkaufte Solokonzerte in der Elbphilharmonie spielen sollen. Leider fällt der erste Geltungstag des jüngst beschlossenen neuerlichen bundesweiten Lockdowns auf den 2. November, Konzerte vor Publikum sind untersagt. Aber Wayne Marshall spielt und improvisiert trotzdem an diesem Abend auf der 4765 Pfeifen starken Klais-Orgel des Konzerthauses: Volles Rohr, vor leerem Saal, bei laufenden Kameras. Das Konzert wird im Livestream auf www.elbphilharmonie.de übertragen. Beginn: 21 Uhr.

Wayne Marshall zählt zu den führenden Konzertorganisten weltweit. Er hat ein ausgesprochenes Faible für die US-amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere für Gershwin und Bernstein. Der Tradition des Instruments folgend, spielt die Improvisation bei seinen Konzerten eine große Rolle. In seinem Livestream-Konzert wird Wayne Marshall über Themen von Bernstein und Beethoven improvisieren, die Sinfonie Nr. 6 des französischen Orgelpapstes Charles-Marie Widor aufführen sowie zwei Stücke der zeitgenössischen Komponisten George Baker und Andrew Ager. Das Community-Management für die Zuschauer des Livestreams auf Facebook macht Thomas Cornelius, mit der Titularorganistin der Elbphilharmonie Iveta Apkalna der beste Kenner des Instruments.

Weitere Informationen sowie das digitale Programmheft zum Konzert finden Sie unter: https://www.elbphilharmonie.de/de/programm/livestream-wayne-marshall/15435

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—


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Hamburg, Elbphilharmonie, 1.9.2020 – Wiedergeburt des Konzertlebens, IOCO Aktuell, 04.08.2020

August 4, 2020  
Veröffentlicht unter Elbphilharmonie, Pressemeldung

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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

ELBPHILHARMONIE  – LAEISZHALLE –  live ab 1.9.2020

Wiedergeburt des Konzertlebens in Hamburg

Tickets für mehr als 30 Konzerte im September – die meisten davon im Großen Saal der Elbphilharmonie – gehen am Dienstag, den 4. August, um 11 Uhr, in den Verkauf. Alle Veranstaltungen entsprechen den Erfordernissen in Corona-Zeiten. Sie dauern meist nur etwa eine Stunde, haben keine Pause und finden, wo immer dies möglich war, zwei Mal am selben Abend statt. Das von NDR Elbphilharmonie Orchester und HamburgMusik gemeinsam verantwortete Programm zur Saisoneröffnung beginnt am 1. September und markiert mit insgesamt sieben Konzerten den Neustart des Konzertlebens in Hamburg nach nahezu halbjähriger Zwangspause. Weitere Höhepunkte im Laufe des Monats: Das Ensemble Modern kommt unter der Leitung von George Benjamin, das Mahler Chamber Orchestra gastiert gleich an zwei Abenden, Teodor Currentzis hat für sein SWR Symphonieorchester ein komplett neues Programm entwickelt, und auch das Ensemble Resonanz eröffnet seine Spielzeit. Als Solistinnen sind u.a. Lisa Batiashvili und Patricia Kopatchinskaja (Violine) zu erleben, die Sopranistin Anna Prohaska, die Cellistin Alisa Weilerstein sowie der Geiger Leonidas Kavakos und der Pianist Pierre-Laurent Aimard. Tickets ab 10 Euro sind auf www.elbphilharmonie.de erhältlich. Ein ausgeklügeltes Hygiene- und Einlasskonzept gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit für Publikum und Mitwirkende.

Alle Brahms-Sinfonien zum Neustart

Mit der Sinfonie Nr. 2 von Brahms und dem 1. Violinkonzert von Prokofjew läutet das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Alan Gilbert am 1.9. um 20 Uhr gemeinsam mit der HamburgMusik die neue Saison ein. Solistin ist Lisa Batiashvili. Am 2., 4. und 5.9. spielt das Orchester dann jeweils Doppelkonzerte (18.30/21 Uhr), wobei die Paarung der beiden Komponisten erhalten bleibt und sukzessive alle vier Brahms-Sinfonien und auch das Violinkonzert Nr. 2 von Prokofjew zur Aufführung kommen (Solist: Leonidas Kavakos, 4./5.9.).

Elbphilharmonie Hamburg / NDR - Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / NDR – Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal © Michael Zapf

Gastspiele mit spannenden, neuen Programmen

Die ersten auswärtigen Orchestergäste auf der Bühne erwartet die HamburgMusik am 6.9. um 20 Uhr mit dem Ensemble Modern unter George Benjamin, in der Saison 2018/19 Composer in Residence der Elbphilharmonie. Die Musiker spielen Benjamins »At First Light« und Wolfgang Rihms »Jagden und Formen« – ein Werk von beinahe unentrinnbarer Sogwirkung. Tags darauf leitet George Benjamin das Mahler Chamber Orchestra mit Werken von Janácek und Ravel und seinem Duett für Klavier und Orchester (Solist: Pierre-Laurent Aimard, 7.9., 18.30/21 Uhr). Das Mahler Chamber Orchestra bleibt noch in der Stadt, um zwei Tage später Werke von vier großen B zu spielen – Bach, Boulez, Benjamin und Britten. Bachs Hochzeitskantate und den Orchesterlied-Zyklus »Les Illuminations« von Britten singt die Berliner Star-Sopranistin Anna Prohaska, die Leitung liegt beim Konzertmeister des Ensembles Matthew Truscott (9.9., 20 Uhr).

Das SWR Symphonieorchester und sein Chefdirigent Teodor Currentzis haben ihr als Entree der Residenz der Geigerin Patricia Kopatchinskaja konzipiertes Konzert komplett umgestellt und präsentieren stattdessen ein aufregendes Programm mit Musik, die wie dafür gemacht scheint, auf Abstand gespielt zu werden. Kopatchinskaja soliert in Giacinto Scelsis filigranem, mikrotonal angelegtem Werk »Anahit / Lyrisches Poem für den Namen der Venus« und in einem neuen Werk für Solovioline und Orchester, das Dmitri Kourliandski zu Ehren von Helmut Lachenmann komponiert hat. Lachenmann selbst, der im November seinen 85. Geburtstag feiert, tritt zudem als Sprecher in seinem Stück »zwei Gefühle… / Musik mit Leonardo« auf. Dem Werk liegt ein Text von Leonardo da Vinci zugrunde, es liefert einen zentralen Beitrag zu seiner in Hamburg uraufgeführten Oper Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Eingerahmt wird das Programm von »Battalia«, einem hochexpressiven Stück des barocken Violinvirtuosen und Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber mit teilweise präpariertem Instrumentarium (23.9., 18.30/21 Uhr).

Einige Programme bleiben (fast) wie geplant

Aus Portugal reist das Remix Ensemble Casa da Música an und stellt wie geplant Hans Zenders Neuinterpretation der Diabelli-Variationen von Beethoven dem Original gegenüber – gespielt vom deutsch-rumänischen Weltklasse-Pianisten Herbert Schuch (22.9., 20 Uhr). Auch der Liederabend mit dem russischen Bass Mikhail Petrenko zieht lediglich vom Kleinen in den Großen Saal der Elbphilharmonie um (16.9., 19.30 Uhr).

Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker spielt das ursprüngliche Programm ihres Elbphilharmonie-Debüts, verteilt die Werke von Rebecca Saunders allerdings auf zwei Konzerte (27.9., 18.45/20.45 Uhr). Unter der Leitung von Enno Poppe präsentieren die jungen Musiker zunächst Saunders‘ Cinnabar, ein Doppelkonzert für Violine, Trompete, Ensemble und elf Spieluhren. Im zweiten Konzert tritt Fury für Kontrabass solo an die Stelle des Doppelkonzerts, Solist ist Alexander Arai-Swale. Kombiniert werden die Werke mit einem neuen Stück der Komponistin Milica Djordjevic – Preisträgerin des Ernst-von-Siemens-Komponistenpreises 2016 – und mit Enno Poppes Koffer.

Die Reihe »Das Alte Werk« feiert ihren Saisonauftakt im Großen Saal der Laeiszhalle, auch Interpreten und Werk bleiben erhalten, das Programm wird lediglich etwas gekürzt und zweimal gespielt: Die Accademia Bizantina bringt unter der Leitung von Ottavio Dantone Auszüge aus Vivaldis effektvoller Oper Il Tamerlano als konzertante Aufführung in italienischer Sprache (29.9., 18.30/21 Uhr).

Die Elbphilharmonie in Hamburg
youtube Trailer Hamburg AHOI
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 Konzerte der Residenzorchester werden leicht angepasst

Das Ensemble Resonanz konnte seine Saisoneröffnung unter dem Titel »statt anderer gottheit« kalendarisch beibehalten, hat es aber um einen Programmpunkt kürzen müssen, spielt nun Hans Zenders »Hölderlin lesen I« mit Jens Harzer als Sprecher sowie Beethovens Sinfonie Nr. 5 und doppelt das Konzert (8.9, 18.30/21 Uhr).

Krzysztof Urbacski, Erster Gastdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, kehrt mit insgesamt vier Konzerten und einem reinen Beethoven-Programm in den Großen Saal zurück. Das Klavierkonzert Nr. 5 mit Dejan Lazic als Solist konnte vom ursprünglichen Programm beibehalten werden, Schostakowitschs Sinfonie Nr. 12 wird durch Beethovens 1. Sinfonie ersetzt (10./11.9., jeweils 18.30/21 Uhr). Zum Monatsende hin leitet erneut Alan Gilbert das Orchester, dann in einer Serie von Konzerten mit der Cellistin Alisa Weilerstein, die anstelle von Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 nun Tschaikowskys Rokoko-Variationen mitbringt. Zweiter Programmpunkt: die 3. Sinfonie von Beethoven, die Eroica (24.9/26.9., jeweils 18.30/21 Uhr sowie 27.9., 10.30/13 Uhr).

Harbour Front Sounds – Tickets ab 11. August

Karten für Harbour Front Sounds – ein Festival im Literaturfestival, das in Kooperation mit HamburgMusik realisiert wird – sind derzeit noch auf Bestellung erhältlich. Restkarten gehen am 11. August in den Verkauf.

Weitere Veranstalter

Des Weiteren gelangen am 4.8. Tickets für Konzerte mit dem Belcea Quartet in den Verkauf (24.9., Laeiszhalle Großer Saal, 19.30 Uhr), für das Festival der Preisträger des Fanny Mendelssohn Förderpreises (26.9., 18.45/20.45 Uhr, Elbphilharmonie Kleiner Saal) sowie für das Auryn Quartett, das seinen Auftritt beim diesjährigen International Mendelssohn Festival vom Kleinen in den Großen Saal der Laeiszhalle verlegt (27.9., 20 Uhr) hat. Die weiteren Konzerte des Festivals mussten Corona-bedingt abgesagt werden.

Ticketinformationen und Hinweise zum Konzertbesuch

Tickets sind online über www.elbphilharmonie.de erhältlich. Kunden, denen eine Online-Buchung nicht möglich ist, können unter +49 357 666 66 anrufen (Di-Sa 10-16 Uhr). Eine Übersicht über alle weiteren Konzerte und Vorverkaufstermine gibt es auf www.elbphilharmonie.de (gleich auf der Startseite, oben rechts »Verfügbare Konzerttickets« anklicken).

Solange das Konzertleben weiterhin den Unwägbarkeiten infolge der Corona-Pandemie unterworfen bleibt, starten HamburgMusik, NDR und einige andere Veranstalter jeweils am ersten Dienstag eines Monats den Vorverkauf für die neuen Konzerte des Folgemonats. Am 1. September gelangen demzufolge die Tickets für Oktober 2020 in den Verkauf.

Für den Konzertbesuch gelten aktuell besondere Vorgaben: So ist in Elbphilharmonie und Laeiszhalle auf allen Laufwegen im Konzertbereich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auf den Plätzen im Saal, die einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Besuchern bzw. Besuchergruppen gewähren, gilt keine Maskenpflicht. Auch beim Aufenthalt im Foyer muss unter Wahrung des Mindestabstands zu anderen Gästen keine Maske getragen werden. Anders als bisher öffnen die Häuser für Konzertbesucher nun 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Foyers und Säle werden gleichzeitig geöffnet. Die Konzertgastronomie in den Foyers ist nur vor der Veranstaltung in Betrieb. Alle Hinweise – auch zur Nutzung der Garderoben und Aufzüge sind auf www.elbphilharmonie.de zu finden.

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—


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Hamburg, Elbphilharmonie, KONZERTKINO – SOMMERVERGNÜGEN, 15.08. – 01.09.2020

Juli 28, 2020  
Veröffentlicht unter Elbphilharmonie, Livestream, Pressemeldung

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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

ELBPHILHARMONIE KONZERTKINO

SOMMERVERGNÜGEN FÜR AUGEN UND OHREN

Elbphilharmonie Konzertkino lädt im August mit mehr Live-Streams und Konzertmitschnitten als je zuvor aus dem Großen Saal auf den Vorplatz des Hauses. Tickets ab 28. Juli, 11 Uhr,   auf www.elbphilharmonie.de.

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

18 Abende lang volles Programm auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie mit Übertragungen von Konzerten aus Klassik, Jazz, Pop und World Music auf große LED-Wand und bei bestem Sound: Das bietet das »Elbphilharmonie Konzertkino« 2020 vom 15. August bis 1. September. Vier Konzerte werden live aus dem Großen Saal gestreamt, das übrige Programm besteht aus aufgezeichneten Konzert-Highlights. Corona-bedingt gestalten sich die beliebten sommerlichen Open-air-Tage in diesem Jahr vom Programm her üppiger als je zuvor. Auch organisatorisch verlaufen sie anders als ihre Vorgänger. Die Veranstaltungen finden in einem abgeteilten Areal statt, zur Wahrung der Abstandsregeln ist die Besucherzahl begrenzt, und die Plätze müssen vorab gebucht werden. Zur Auswahl stehen Kunstrasenflächen unterschiedlicher Größe, die von zwei bis maximal vier Besuchern belegt werden können (8/12 bzw. 16 Euro) sowie Strandkörbe bzw. Liegestühle für zwei Besucher (8 Euro). Die Übertragungen beginnen um 20 Uhr, an drei Wochenend-Nachmittagen läuft zusätzlich um 16 Uhr ein Kinderprogramm. Der Ticketverkauf beginnt am Dienstag, den 28. Juli, um 11 Uhr auf www.elbphilharmonie.de.

Elbphilharmonie / Konzertkino @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino @ Claudia Höhne

Vier der 18 Konzertkino-Abende werden live aus dem Großen Saal gestreamt: Gleich zum Auftakt gastiert der Pianist und Klangtüftler Hauschka, begleitet vom Schlagwerker Kai Angermann (15.8., in Zusammenarbeit mit Kampnagel Internationale Kulturfabrik). Auf den Tag genau 60 Jahre nach dem ersten Konzert der Beatles im Hamburger Kiez-Club Indra spielt das Trio Hülsmann / Wogram / Dell ein Beatles-Programm (17.8.). Die Pianistin Claire Huangci und ihr Kollege Alexei Volodin präsentieren sich an zwei Klavieren mit Musik von Mozart, Rachmaninow und Ravel (20.8.). Das Finale des Konzertkinos am 1. September markiert gleichzeitig die Eröffnung der Saison 2020/21: Das NDR Elbphilharmonie Orchester spielt die Sinfonie Nr. 2 von Brahms sowie das Violinkonzert Nr. 1 von Prokofjew mit Lisa Batiashvili als Gastsolistin. Die Leitung hat Alan Gilbert, Chefdirigent des Orchesters.

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

An den übrigen Abenden ist ein breites Angebot an Mitschnitten zu erleben. Klassik-Fans können sich auf das »Star Wars«-Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Krzysztof Urbacski freuen (16.8., 30.8., jeweils 16 Uhr), auf die Münchner Philharmoniker unter Valery Gergiev (19.8.), das National Youth Orchestra of the USA mit der Mezzosopranistin Joyce DiDonato unter Sir Antonio Pappano (24.8.) und das Concertgebouworkest unter Myung-Whun Chung mit Mahlers Sinfonie Nr. 9 (26.8.). Das Residenzorchester der Elbphilharmonie kommt außerdem mit zwei Konzertaufnahmen unter Alan Gilbert von der LED-Wand, einmal mit Musik von Beethoven und Bruckner (18.8.), einmal mit dem Verdi-Requiem (25.8.). Auch die hinreißende Silvesterproduktion der Fledermaus von Johann Strauss mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Manfred Honeck mit Bo Skovhus und weiteren illustren Sängern feiert ein sommerliches Leinwand-Comeback (22.8.). Beethovens Neunte mit dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela unter Gustavo Dudamel beschließt den Reigen der Mitschnitte (30.8.).

Die den Elbphilharmonie-Foyers auf den Leib choreografierte und noch vor der offiziellen Eröffnung des Hauses dort uraufgeführte wunderbare Tanzproduktion »Figure Humaine« von Sasha Waltz & Guests wird ebenso gezeigt (16.8.) wie das Einstandskonzert der legendären Berliner Band Einstürzende Neubauten (21.8., 31.8.). Mit Angélique Kidjo (23.8.) und Ana Moura (28.8.) locken zwei stimmgewaltige Sängerinnen aus Benin/Frankreich bzw. Portugal mit ihren Bands vor die Leinwand, mit dem Mitschnitt des grandios aufspielenden Jazz at Lincoln Center Orchestra unter Wynton Marsalis ein Top-Act des Jazz (29.8.). Ein filmisches Porträt der sechs Finalisten des in diesem Jahr erstmals verliehenen Berlin Prize for Young Artists des Elbphilharmonie Hauptsponsors Julius Bär rundet das Programm ab (27.8.).

An drei Wochenend-Nachmittagen empfiehlt sich insbesondere für Familien mit Kindern ab 8 Jahren der Konzertkino-Besuch: Am Sonnabend, den 22.8., läuft das Funkelkonzert »SOMNIA – Wie klingen Träume?«, tags darauf »Nächste Ausfahrt: Lunar Plexus«, und am 29.8. »Reise in eine neue Welt«. In allen drei Kinderproduktionen sind Musikerinnen und Musiker des Ensemble Resonanz, Residenzensemble der Elbphilharmonie, federführend beteiligt. Beginn jeweils 16 Uhr.

Die Aufführungen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Elbphilharmonie anmoderiert. Für das leibliche Wohl sorgt die Hausgastronomie über einen Food-Container.

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« wird von den Principal Sponsors der Elbphilharmonie Julius Bär, SAP, Deutsche Telekom und Montblanc sowie durch die Stiftung Elbphilharmonie unterstützt.

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—


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