Düsseldorf, Tonhalle, „NEULAND“ – Event der Freien Musikszene, IOCO Aktuell, 18.05.2021

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Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Neuland  –  Die Freie Musikszene  –  belebt Düsseldorf

die künstlerisch-kreative Schlagader der Stadt pulsiert, und wie! Das hat die Ausschreibung Neuland der Tonhalle gezeigt: Solo-selbständige Musikerinnen und Musiker waren aufgefordert, sich bis Ende April für einen großen Live-Konzert-Marathon am 10. Juni 2021 zu bewerben, bei dem die Tonhalle die geballte musikalische Kraft made in Düsseldorf auf die Bühne bringen und damit explizit die Freie Szene unterstützen möchte, die durch die Pandemie hart getroffen wurde. Gesucht wurden Solistinnen, Solisten und Ensembles, die für das Konzertevent »Neuland« auch tatsächlich Neuland betreten wollen: mit neuen Programmideen, neuen Kollaborationen, neuen Bühnenkonzepten.

Neuland findet am 10. Juni 2021 ab 19 Uhr im Rahmen des  Schumannfestes in der Tonhalle Düsseldorf statt. Der Livestream wird auf tonhalle.de und dem YouTube-Kanal der Tonhalle kostenlos übertragen und bleibt nach der Erstausstrahlung dauerhaft im Netz abrufbar. 

»Wir sind begeistert, dass mehr als 60 Musikerinnen, Musiker und Ensembles aus der Stadt unserem Aufruf gefolgt sind«, so Tonhalle Intendant Michael Becker. »Die von uns ausgewählten 12 Acts sind nur die Spitze eines beeindruckend großen, unglaublich vielfältigen Eisberges. Der 10. Juni wird ein Fest für die Musik und für Düsseldorf!« 

So kann sich das Publikum auf eine inspirierende Mischung freuen, die einen lebendigen Querschnitt durch die Szene zeigt: Von Alter Musik bis Minimal Music, von Gitarrenduo bis Kammerorchester, von Brahms bis Cage, von Psychelectric Soul bis Schlagersound, von E-Bass bis Barockoboe, von Klangcollagen bis Kantaten, von Crossover bis Pop – jeder Act bekommt für seine Musik 15 Minuten Bühnenzeit.

In dieser Woche kamen die Neuland –Teilnehmerinnen und -Teilnehmer bereits für ein gemeinsames Foto erstmalig auf dem Konzertpodium der Tonhalle zusammen. »Es tut einfach nur gut, wieder auf der Bühne zu stehen!«, sagte Sängerin Elisa Rabanus, die mit dem Priamos Ensemble bei Neuland dabei ist, und sprach damit den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern aus der Seele. Dabei geht es allen weniger um das lang vermisste Rampenlicht als um die fast versiegt geglaubte Kreativität, die durch »Neuland« neu entfacht wird. »Die Idee, gemeinsam etwas zu machen, hatten wir schon lange«, so Klarinettist Thomas Weißschnur über seine Zusammenarbeit mit Choreograph Martin Chaix, »aber uns fehlte ein konkretes Ziel.« So wie den beiden ging es in den letzten Monaten vielen. Für »Neuland« werden Weißschnur und Chaix ein Stück von Steve Reich für Live-Klarinette und Tonband mit zwei Tänzerinnen realisieren.

Ähnlich lange trug sich Percussionist Ralf Zartmann mit dem Gedanken, ein paar Schlagwerkerkollegen für eine neue Kollaboration zusammenzutrommeln – jetzt kommen sie zu dritt und haben zudem die Pianistin Catherine Klipfel dabei, um John Cages Stück »Credo in Us« aufzuführen. Als sich Bassbariton Rolf A. Scheider für »Neuland« bewarb, stand für ihn die Stückauswahl im Vordergrund: Schostakowitschs Liederzyklus op. 121 passt für ihn perfekt in die Zeit, geht es doch darin u. a. um alltägliche Hürden im Umgang mit Behörden. Er lässt sich vom Akkordeon begleiten – ein Novum.

Ganz anders geht die Band Lex Eazy & The Mambo Club mit »Neuland« um: Anstelle ihres lateinamerikanischen Repertoires will sich die Crew rund um Vibraphonist Alexander Maczewski Fernsehmelodien der 1970er Jahre erobern. Der einzige Solist des Konzertabends wird Michio Woirgardt sein. Und das ist wirklich etwas besonderes, hat doch der gefragte Livemusiker für Ballett und zeitgenössischen Tanz extra für »Neuland« beschlossen, zum allerersten Mal in seiner Karriere allein als Solist die Bühne zu betreten.

Durch Neuland überhaupt erst zusammengefunden haben die elektronische Soundkünstlerin Miki Yui und der Cellist Michiaki Ueno. »So etwas habe ich noch nie gemacht. Es wird ein großes Experiment, ich freu‘ mich darauf!«, so Miki Yui. Ihre Premiere auf dem Tonhallenpodium kann auch die Band Mothers of Guru kaum erwarten. Die achtköpfige Formation wird bei »Neuland« ihre Debüt-Single in drei verschiedenen Versionen zum ersten Mal live vorstellen. Ebenfalls bei Neuland mit dabei sind außerdem das Ensemble Unterwegs, das Gitarrenduo TwoFourTwelve, das Kammerorchester Vivazza und das Klavierduo Anke Pan & Yuhao Guo 

Stephan Hinsche, Präsident des Rotary Clubs Düsseldorf-Süd, zeigte sich beim gemeinsamen Fototermin unter dem Sternenhimmel der Tonhalle begeistert von der Resonanz auf das Neuland – Projekt. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten die Rotarier ein Konzert für die Freie Szene initiieren wollen. Dann kam der erneute Lockdown und die Hoffnungen auf ein Liveerlebnis mit Publikum schwanden wieder. Jetzt wird »Neuland« mit großzügiger finanzieller Unterstützung des Rotary Clubs Düsseldorf-Süd auf jeden Fall realisiert – und jeder kann den kostenlosen Livestream am Bildschirm verfolgen. Angesichts der dynamischen Pandemielage plant die Tonhalle das Konzert derzeit als Hybrid-Format:

Wenn es erlaubt ist, wird auch Live-Publikum im Saal Neuland erleben können

Neuland findet am 10. Juni 2021 ab 19 Uhr im Rahmen des  Schumannfestes in der Tonhalle Düsseldorf statt. Der Livestream wird auf tonhalle.de und dem YouTube-Kanal der Tonhalle kostenlos übertragen und bleibt nach der Erstausstrahlung dauerhaft im Netz abrufbar. 

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Düsseldorf, Tonhalle, Igor Levit – Ein frohgesinnter Leserbrief, IOCO Zuschrift, 07.05.2021

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Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Igor Levit  – Artist in Residence – Tonhalle Düsseldorf

Ein frohgesinnter Leserbrief

Der hochgeschätzte Pianist  Igor Levit wurde von der Tonhalle Düsseldorf ab  September 2021 zum Artist in Residence bestellt. Hier der link zum ausführlichen IOCO – Bericht zur Bestellung von Igor Levit.

Diese Bestellung hat in der IOCO Community und der Leserschaft eine außerordentliche Resonanz erzielt. So publizieren wir gerne, mit Genehmigung der Autorin Monique Wiethoff, ihren  Leserbrief, der unsere IOCO – Redaktion erreicht hat.

Tonhalle Duesseldorf / Igor Levit © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner

Tonhalle Duesseldorf / Igor Levit © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner

Liebe IOCO Kultur Gemeinde,

wer schon das Buch Hauskonzert von Igor Levit und Florian Zinnecker  (Hanser Literaturverlage) zu Ende gelesen hat, wird gespürt haben, wie der Künstler zunehmend unter den Einschränkungen und Belastungen der Corona-Zeit gelitten hat. Umso mehr freuen wir uns, dass ihn nun die Tonhalle Düsseldorf zu ihrem Artist in Residence erwählt hat. Für uns Düsseldorfer ist das ein besonderes Geschenk.

Ich gehöre zu jenen, die Igor und seinem Spiel schon nach den ersten zwei Takten verfallen sind. Dass ich in den Genuss dieser zwei Takte kam und vieler (aber nie zu vieler) mehr, verdanke ich Wolfram Goertz. Ich denke, dass über Goertz eine besondere Beziehung von Igor Levit zu Düsseldorf entstanden ist.

Und diese Beziehung ist wohl so gelaufen: Wolfram Goertz ist nicht nur Musikkritiker und -Redakteur (u.a. DIE ZEIT, Rheinische Post), nicht nur Mediziner, Hochschullehrer und vieles andere. Goertz betreut auch kranke und bedürftige Musiker in Düsseldorf. Interdisziplinarische Ambulanz für Musiker-Medizin nennt sich das Projekt. Für seine Unterstützung organisierte er 2014 hier im Robert-Schumann-Saal ein Benefiz-Konzert, ausschließlich mit lieben Laien-Künstlern aus dem Düsseldorfer Umfeld. Etwas boshaft habe ich dies Konzert damals heimlich als „das rheinische Gartenlaubenkonzert“ bezeichnet. Aber, es gab eine Überraschung. Als letzten Programmpunkt kündigte uns Wolfram Goertz einen jungen Pianisten an, den er unlängst im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festival  interviewt hatte.

Anstelle so vieler Worte, zu denen Igor, wie wir nun wissen, inzwischen ebenso gut fähig ist, setzte er sich damals mit einem Lächeln an den Flügel und spielte auswendig eine Bach-Partita, faszinierend und lang – sie sind alle lang. Typisch für Igor („A Mensch“), dass er sich dann von Wolfram Goertz zu diesem Benefiz-Auftritt einladen ließ. Vermutlich war dies seine Ouvertüre in Düsseldorf.  Wieder Bach. Und was für ein Bach.

Während sich für mich als Kind das Wohltemperierte Klavier meines Vaters, wenn er aufs Mittagessen wartete, wie das Tackern einer emsigen Nähmaschine anhörte, gab es hier Stille und Heiterkeit. Und unmittelbar den Wunsch, viel mehr davon zu genießen. Tatsächlich gab es bald viel mehr im Rahmen der Ruhrfestspiele in Duisburg. Alle sechs Bach-Partiten, drei Stunden, auswendig, an einem warmen Sommer-Nachmittag und -Abend im rostig-kantigen Stahlmuseum. Der Kontrast zwischen den Relikten menschlicher Mühsal und einem geahnten Ewigkeitsklang konnte größer nicht sein. Da wusste ich bereits, dass Igor im folgenden Jahr wieder in Düsseldorf zu hören sein würde mit allen Beethoven-Sonaten, kostbaren acht Konzerten.

Und nun, nach langer Abwesenheit ist er zurück – als Artist in Residence an der Tonhalle Düsseldorf. Ich heiße Igor Levit zutiefst  willkommen!   Wenn ich dies auch nur von den hinteren Rängen aus rufen werde – Willkommen!  Auch die große IOCO Kultur Community schließt  sich diesem Willkommensgruß gern an.

Uns allen bald eine „open house“ – Tonhalle und „full house“ mit Igor Levit  wünscht,

Monique Wiethof

P.S. Igor Levit  hat in seinem oben erwähnten Hauskonzert auch geschrieben, dass er das Buch Radetzkymarsch von Joseph Roth gelesen hat. Also hab ich dies ihm nachgetan und liebe nun beide.

—| IOCO Aktuell Tonhalle Düsseldorf |—


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Düsseldorf, Tonhalle, Igor Levit – Artist in Residence, IOCO Aktuell, 05.05.2021

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Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Igor Levit – Artist in Residence in der Tonhalle

Pianist Igor Levit ist in der Saison 2021/2022 Artist in Residence in der Tonhalle Düsseldorf. In acht Konzerten verteilt über acht Monate beweist Levit seine enge Bindung an das Konzerthaus. Als Vorgeschmack präsentiert die Tonhalle am 6. Mai 2021 um 20 Uhr den Star-Pianisten in einem exklusiven Livestream-Konzert. Der Soloabend mit Werken von Brahms und Beethoven wird Levits letzter Stream im öffentlichen Raum sein und kostenlos auf www.tonhalle.de und dem YouTube-Kanal der Tonhalle übertragen. Das Konzert bleibt anschließend einen Monat lang abrufbar.

Bei einer digitalen Pressekonferenz am heutigen Dienstag stellten Igor Levit, Intendant Michael Becker und Burkhard Glashoff, Geschäftsführer Konzert Theater Kontor Heinersdorff, die Motive und Pläne für die Residence vor, die die Tonhalle und KTK Heinersdorff gemeinsam präsentieren.

Igor Levit und die Tonhalle verbindet bereits eine jahrelange gemeinsame Geschichte, seit 2010 tritt der Pianist regelmäßig in dem Konzerthaus in Düsseldorf auf. Unvergessen bleibt u. a. Levits erster Beethoven-Zyklus überhaupt, als er in der Saison 2015/16 an acht Abenden sämtliche 32 Beethoven-Klaviersonaten in der Tonhalle spielte.

Für Igor Levit ist die Residence eine echte Herzensangelegenheit und »family affair«: »Mit wenigen Konzertsälen und Orten verbinde ich so viel Schönes wie mit der Tonhalle Düsseldorf. Hier durfte ich zum ersten Mal meinen Beethovenzyklus spielen, der extrem wichtig für mich war und enorm viel in meiner musikalischen Laufbahn ausgelöst hat. Hier verbindet mich eine enge Freundschaft zu Michael Becker und Burkhard Glashoff. Nun Artist in Residence in Düsseldorf zu werden, erfüllt mich mit allergrößter Freude, und ich kann es kaum erwarten, das Publikum in der Tonhalle wiederzusehen!«

Tonhalle Duesseldorf / Igor Levit © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner

Tonhalle Duesseldorf / Igor Levit © Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner

Igor Levit war unter den ersten Künstlern, die auf die Coronakrise musikalisch reagiert haben. Bereits ab Mitte März 2020 streamte er regelmäßig live auf Twitter und Instagram über 50 »Hauskonzerte« aus seiner Berliner Wohnung. Levit umschreibt sich selbst als »Bürger, Europäer, Pianist« und ist für seinen Einsatz für Menschenrechte und Gerechtigkeit genauso bekannt wie für seine musikalische Meisterschaft. So widmete er seinen Beethoven-Zyklus 2015 in der Tonhalle den Menschen, »die unverschuldet ohne Hab und Gut gezwungen wurden, ihre Freiheit aufzugeben, ihr Leben aufzugeben, ihr Haus aufzugeben, ihre Heimat aufzugeben«. Levit appellierte an das Publikum, Neuankömmlinge und ihre ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen und sich gegen »die gefährlichen, unmenschlichen, faschistoiden, radikalen Rattenfänger und deren Mitläufer« zu wehren. Als Levit den Opus Klassik als »Instrumentalist des Jahres 2019« gewann, widmete er seinen Preis den Opfern des Terroranschlags von Halle. In einem Interview mit der Wochenzeitung ›Die Zeit‹ gab er zu Protokoll, er wolle »nicht nur der Mann sein, der die Tasten drückt«. Durch sein politisches Engagement findet Levit Gehör weit über die Konzertbühnen hinaus.

IGOR LEVIT – HIER – Live-Stream Konzert am 6.5.2021 – 20.00 Uhr
Tonhalle Düsseldorf
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»Igor Levit passt wie angegossen zur Tonhalle«

Intendant Michael Becker kennt Igor Levit noch aus dessen Jugendzeit in Hannover und begleitet seinen künstlerischen Weg bereits seit vielen Jahren. »Igor Levit passt wie angegossen zur Tonhalle: Er ist ein Mensch, der auch jenseits seiner Kunst unablässig kommuniziert und so auch außerhalb der Musikwelt viel bewegt. Die Tonhalle ist ein kommunizierendes Konzerthaus, das sich nicht nur seinem Publikum, sondern der Gesellschaft eng verbunden fühlt. Sie verleiht einen Menschenrechtspreis, bietet eine Plattform für die Freie Szene, unterstützt gewaltfreie Erziehung und erreicht auch während des Lockdowns Hunderttausende mit gestreamten Live-Konzerten«, so Becker.

Auch Burkhard Glashoff unterstreicht Levits Ausnahmestellung: »Ich kenne wenige Künstler, die so neugierig und vielseitig interessiert sind wie Igor Levit. Daher freut es mich besonders, dass Igor im Rahmen seiner Residence in der Tonhalle ein breites Spektrum seines künstlerischen Wirkens präsentieren wird

Tonhalle Düsseldorf / Igor Levit hier Hauskonzerte © Felix Broede

Tonhalle Düsseldorf / Igor Levit hier Hauskonzerte © Felix Broede

1987 in Nizhni Nowgorod, Russland, ehemals auch Gorki genannt, an der Wolga gelegen, geboren, siedelte Igor Levit im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland um. Sein Klavierstudium in Hannover absolvierte er mit der höchsten Punktzahl in der Geschichte des Instituts. Für sein politisches Engagement wurde Igor Levit 2019 der 5. Internationale Beethovenpreis verliehen. Im Januar 2020 folgte die Auszeichnung mit der »Statue B« des Internationalen Auschwitz Komitees anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz. Im Oktober 2020 verlieh ihm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz.

Igor Levit ist »Artist of the Year 2020« der Gramophone Classical Music Awards, Musical America’s »Recording Artist of the Year 2020« und Preisträger des »2018 Gilmore Artist Award«. Im November 2020 erfolgte die Nominierung für einen Grammy in der Kategorie »Best Classical Instrumental Solo«. Die New York Times beschrieb Igor Levit als einen der »bedeutendsten Künstler seiner Generation«, die ›Süddeutsche Zeitung‹ als »Glücksfall« für das heutige Konzertgeschehen. Seit 2019 ist er Professor für Klavier an seiner Alma Mater, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Levit gastiert mit den weltweit führenden Orchestern, unter anderen mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra oder dem New York Philharmonic. Er spielte Europa-Tourneen mit den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalleorchester Zürich und dem Pittsburgh Symphony Orchestra. Rezitals führen ihn regelmäßig zur Carnegie Hall, zum Concertgebouw Amsterdam und dem Wiener Musikverein. Levit macht immer wieder auch mit Musikprojekten abseits der klassischen Konzertbühnen von sich reden, zum Beispiel mit der aufsehenerregenden Inszenierung von Bachs Goldberg-Variationen gemeinsam mit der Performance-Künstlerin Marina Abramovi? 2015 in New York.

IGOR LEVIT – Die Mondscheinsonate – Beethoven: Sonata No. 14, Op. 27 No. 2,
Sony Classical
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Im Laufe von Levits Residence 2021/22 an der Tonhalle Düsseldorf darf sich das Publikum auf Symphoniekonzerte, Kammermusik und Soloabende mit ihm freuen, auf Kollaborationen mit den Düsseldorfer Symphonikern unter Adam Fischer, dem Orchestre de Paris unter Manfred Honeck und dem Mahler Chamber Orchestra unter Elim Chan, auf Werke von Beethoven, Brahms, Bartók, Reger, Gershwin, Schostakowitsch, Stevenson und Bolcom.

Den Auftakt zur Residence bildet bereits am Donnerstag, 6.6.2021, ein besonderer Livestream aus der Tonhalle. Igor Levit spielt einen Soloabend mit Stücken, die er sehr mit dem vergangenen Jahr verbindet: »Brahms’6 Choralvorspiele‹ und ›Vier ernste Gesänge‹, arrangiert von Max Reger, sind fast nie auf den Konzertbühnen zu hören. Ich habe sie während des Corona-Lockdowns in einem meiner ›Hauskonzerte‹ gespielt, und zu kaum einem Programm habe ich mehr positive Zuschriften erhalten. Es sind Selbst-Begegnungen und Stücke, die eigentlich keinen Applaus brauchen. « Außerdem wird Beethovens Klaviersonate Nr. 31 As-Dur zu hören sein.

Streams brauche ich nicht mehr, ich bin ihrer müde

Levit kündigte während der Pressekonferenz vom 4.5.2021 an, dass der Livestream in der Tonhalle Düsseldorf sein letzter im öffentlichen Raum sein werde: »Streams brauche ich nicht mehr, ich bin ihrer müde. Sicherlich werde ich noch Konzerte aus dem privaten Rahmen meines Zuhauses live übertragen, aber nicht mehr von einer Konzertbühne. Dieses Solo-Programm in der Tonhalle bildet den perfekten Abschluss und es kommt von Herzen – ein anderes Programm hätte ich nicht mehr im Livestream gespielt.«

—| IOCO Aktuell Tonhalle Düsseldorf |—


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Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Fidelio 44 – Beethovens Freiheitsoper, 06.09.2020

September 4, 2020  
Veröffentlicht unter Konzert, Pressemeldung, Tonhalle Düsseldorf

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Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Fidelio 44  – Beethovens Freiheitsoper

Am Sonntag den 06.09.2020 steht in der Tonhalle das Sonderkonzert Fidelio 44 auf dem Programm, eine halbszenische Aufführung des zweiten Akts von Beethovens einziger Oper – sicher einer der Höhepunkte der Konzertsaison 2020/21.

Fidelio 44 bezieht sich auf eine symbolträchtige FidelioAufführung des NBC Symphony Orchestra unter Arturo Toscanini im Dezember 1944. Die Oper, die gemeinhin als „Rettungs- und Freiheitsoper gilt, bekam für die Musiker, unter ihnen viele politisch verfolgte Emigranten, eine hochaktuelle Symbolkraft: Alle hofften auf eine Befreiung ihrer alten Heimat – wie auch Beethovens Oper die Befreiung eines Unschuldigen thematisiert.

Die Düsseldorfer Symphoniker, eine exzellente Solistenriege und der Chor der Deutschen Oper am Rhein spielen und singen unter der Leitung von Adam Fischer den zweiten FidelioAkt. Sonja Beißwenger und Andreas Grothgar vom Düsseldorfer Schauspielhauses wirken als Sprecher mit und lesen aus historischen Textdokumenten und Radioansprachen von Thomas Mann. Regie führt Leonhard Koppelmann, der im Schauspielhaus u. a. The Queen’s Men inszenierte. Videokünstler Stefan Bischoff greift in filmischen Elementen die Ästhetik von Truppen-Erbauungsfilmen auf.

Das Konzert findet am 6. September 2020 um 19 Uhr statt und dauert 90 Min. ohne Pause.

Karten (59 / 47 / 40 / 33 / 26 / 19 Euro) sind aktuell nicht an der Abendkasse, sondern ausschließlich im Vorverkauf zu erwerben, da in der Tonhalle jedes Ticket personalisiert und jeder Sitzplatz einer konkreten Person zugeordnet wird. Buchungen sind möglich über den Webshop auf tonhalle.de, telefonisch unter 0211. 91 38 75 38 oder persönlich an der Konzertkasse, die montags bis freitags von 10 – 19 Uhr und samstags von 10 – 14 Uhr geöffnet hat.

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

 

 

 

 

 


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