Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Keine Vorstellungen bis 02.04.2020, IOCO Aktuell

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Bühne © Daniel Senzek

Deutsche Oper am Rhein / Bühne © Daniel Senzek

Deutsche Oper am Rhein –  Vorstellungen bis 2. April abgesagt

 Entscheidung der drei großen Düsseldorfer Kulturinstitute

Nach Rücksprache mit Thomas Geisel, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, der gleichzeitig den Aufsichtsräten der drei Häuser vorsitzt, haben die Geschäftsführungen der drei großen Bühnen der Stadt Düsseldorf – Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Schauspielhaus und Tonhalle Düsseldorf – entschieden, den Spielbetrieb vorerst bis einschließlich Donnerstag, den 2. April 2020 auszusetzen. Das gilt auch für die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg.

Damit folgen die Häuser einerseits der Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt, die den Erlass des Landes bezüglich des Corona-Virus in NRW umsetzt. Andererseits übernehmen sie damit die Verantwortung für ihr Publikum, das sie in der aktuellen Situation keiner unnötigen gesundheitlichen Gefährdung aussetzen wollen.

Die Situation wird beobachtet und fortlaufend neu bewertet. Die Häuser setzen sich mit den betroffenen Karteninhabern in Verbindung, um eine Umbuchung oder eine Stornierung anzubieten. Die drei Kultureinrichtungen hoffen auf eine schnellstmögliche Normalisierung der Lage und möchten mit dieser Entscheidung dazu beizutragen.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Operngala abgesagt 21.03.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

11. Festliche Operngala Düsseldorf vom 21. März abgesagt

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat die 11. Festliche Operngala abgesagt, die am Samstag, 21. März 2020, im Opernhaus Düsseldorf stattfinden sollte.

Für die Stiftung hat die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher oberste Priorität. Sie unterstützt damit die aktuellen gesellschaftlichen Anstrengungen, die weitere Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Genauso wie die Infektion mit HIV, muss auch die Ansteckung durch Corona möglichst verhindert werden.

Deutsche Oper am Rhein / SIDS Gala © Susanne Diesner

Deutsche Oper am Rhein / SIDS Gala © Susanne Diesner

Ein besonders herzlicher Dank gilt den Künstlerinnen und Künstlern, die bereit waren, ohne Gage für den guten Zweck aufzutreten und den Mitarbeitenden der Deutschen Oper am Rhein.

Der Preis der verkauften Tickets wird zurückerstattet. Die Deutsche Oper am Rhein und die Deutsche AIDS-Stiftung setzen sich dazu mit ihren Besucher*innen in Verbindung. Kund*innenen, die ihre Tickets an externen Vorverkaufsstellen erworben haben, werden gebeten, sich an diese Stellen zu wenden.

Die Deutsche Oper am Rhein und die Deutsche AIDS-Stiftung prüfen, ob in diesem Jahr noch ein Ausweichtermin gefunden werden kann. Fest steht aber bereits der Termin für die 12. Festliche Operngala: Es ist der 13. März 2021.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, ALCINA – Georg Friedrich Händel, IOCO Kritik, 25.02.2020

Februar 25, 2020  
Veröffentlicht unter Deutsche Oper am Rhein, Hervorheben, Kritiken, Oper

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

ALCINA –  Georg Friedrich Händel

….. am Anfang war der Zauber …

von Albrecht Schneider

Georg Friedrich Händel Grabplatte in Westminster Abbey © IOCO

Georg Friedrich Händel Grabplatte in Westminster Abbey © IOCO

Aus dem Schatten, den die barocke Figur des Instrumental- und Oratorienkomponist Georg Friedrich Händel mit Alcina auf die musikalische Landschaft legt, tritt der gleichnamige Opernkomponist nicht gerade häufig hervor. Die zu seiner Zeit das musikalische Theater vorzugsweise darstellende Opera seria schätzte den Bühnenzauber durchaus, nutzte also die damaligen technischen Möglichkeiten der Illusionsmaschinerie. Ihre Stoffe rekrutierte sie vorwiegend aus der Mythologie, da in deren hehrem Personal die Souveräne Abziehbilder eigener Großartigkeit zu sehen und zu hören wünschten. Es war der Opera seria als Hofoper aufgegeben, als ästhetischer Verklärungsapparat von Herrschertugenden herhalten zu müssen; in dieser Tradition stand noch Mozart, der mit seiner Oper La Clemenza di Tito, indessen ordentlich honoriert, dem just inthronisierten Kaiser Leopold II zu huldigen hatte. Für die allerletzte ihrer Art mag Benjamin Brittens anlässlich von Elisabeth II Thronbesteigung 1953 geschriebene Krönungsoper Gloriana gelten. Mit ihr wird der jungen Königin Vorgängerin und Namenscousine Elisabeth I freilich weniger strahlend und abgehoben als irdisch schwankend szenisch und musikalisch abgemalt.

Deutsche Oper am Rhein / ALCINA - hier : Maria Kataeva als Ruggiero, Jacquelyn Wagner als Alcina © Jochen Quast

Deutsche Oper am Rhein / ALCINA – hier : Maria Kataeva als Ruggiero, Jacquelyn Wagner als Alcina © Jochen Quast

Die Inselkönigin und Zauberin Alcina verwandelt die Männer, die es auf ihr verruchtes Eiland verschlagen hat, post festum in wilde Tiere wie auch in allerlei Pflanzen und Gesteinsarten. Woher die drastische Verfahrensweise der Dame rührt, enthüllt die Oper nicht, weswegen es sich trefflich spekulieren lässt, ob ihre Galane sich im Bett womöglich als Taugenichtse erwiesen haben oder sie schlichtweg wie eine prämoderne Radikalfeministin verfährt, die den Männern jene Rollen zuweist, die ihrer Ansicht nach deren Grundausstattung repräsentieren.

Alcina – Georg Friedrich Händel
youtube Trailer Deutsche Oper am Rhein
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Allein die Gegebenheiten ändern sich entscheidend, als der Ritter Ruggiero dort und bei ihr landet, folglich Herrscherin und Besucher sich heftig ineinander verlieben oder eher: sie sich gegenseitig geradezu verfallen. Im Liebesrausch vergisst sie die ganze Zauberei und er, dass daheim die Braut Bradamante seiner harrt. Mit deren Auftauchen im Reich Alcinas, um den abgängigen Verlobten in die Realität zurückzuholen, setzt die Oper ein. An ihrem Ende hat sie ihn mit viel Plackerei aus der Magierin Liebesbanden befreit und mit den eigenen zu seinem mutmaßlichen Heil gefesselt, zudem sich die Königinschwester Morgana mit dem eingeborenen Inselbewohner Oronte verbunden. Deren Glück kommt nicht so einfach zustande, weil Bramante vorerst als Mann auftritt und sogleich zum Ziel von Orontes Begierde wird. Zu guter Letzt entrinnen alle zusammen dem Herrschaftsgebiet der königlichen Hexe, die nunmehr als ein aller Liebe beraubtes, um alle Macht und alle Magie gebrachtes trostloses Weib samt nichtswürdigem Imperium dem Blick entschwindet.

Dieses äußere Spiel das Irrungen und Wirrungen ist handlungsarm; das Entscheidende vollzieht sich in der Innenwelt aller Beteiligten, die sich freilich öffnet mit rund vierzig Rezitativen und Arien als permanenten Affektentladungen.

Schauplatz ist nicht mehr die sinnenbetörende aber unselige „Insel des Barock“, sondern Strandbar und Hotelterrasse als Tummelplätze des heutigen Hedonismus’. In einem derartigen mondänen Milieu vermutet die Regisseurin Lotte de Beer die Sozialisation ihrer negativen Heldin und verortet sie auf Dauer auch deswegen dort, weil dieser Raum es ihr ermöglicht, allen destruktiven Gelüsten ungestört zu frönen, bis, ja, bis sie eben in glühender Liebe zu diesem Mann entbrennt und schließlich metaphorisch selbst darin verbrennt.

Deutsche Oper am Rhein / ALCINA - hier : Beniamin Pop als Melisso, Elena Sancho Pereg als Morgana, Andrés Sulbarán als Oronte. © Jochen Quast

Deutsche Oper am Rhein / ALCINA – hier : Beniamin Pop als Melisso, Elena Sancho Pereg als Morgana, Andrés Sulbarán als Oronte. © Jochen Quast

Kunstgerecht und überzeugend hat die Regie vereint mit Christof Hetzer (Bühne), Jorine van Beek (Kostüm) und Alex Brok (Licht) die alte Geschichte einer Femme fatale, ein Habitus, der auf dem Theater und in der Literatur unausweichlich ins Verderben führt, in eine gleichsam bebilderte, also auch sichtbare Herzenssprache übertragen. Solcher das Schöpfungswunder Mann bedrohender und bisweilen geradezu auffressender Frauen werden die Herren im wahren Sinn des Wortes nur Herr mittels Gewalt: Schwert, Scheiterhaufen, Beil, Messer sind die gängigen Techniken, sofern sich nicht sogar der Meeresboden öffnet und sie verschlingt. Was jedoch kaum Wunder nimmt, da derartige Frauengestalten Jahrtausende hindurch in Männerhirnen geboren wurden.

Mitarbeit am Schicksal der negativen Heldin Alcina leisten in in diesem Magnetfeld der Leidenschaften, sich gegenseitig anziehend und wieder abstoßend, der wenig ritterliche, zunächst liebesblinde wie liebestaube Ruggiero, seine unbeirrbare und resolute Braut Bradamante, die von Hose zu Hose schwirrende Alcinaschwester Morgana und als deren letzte Zuflucht der gelegentlich intrigante Oronte.

Alcina Regisseurin Lotte de Beer © IOCO

Alcina Regisseurin Lotte de Beer © IOCO

Die vier von der Stimme her grandiosen Künstlerinnen und von der Erscheinung her bezaubernden (kein fauler Zauber!) Frauen singen sich allesamt wahrlich die Seele aus dem Leib. Davon unberührt dürfte kein Gemüt aus dem Opernhaus in die Nacht hinausgewandert sein. Der Sopranisten Jacquelyn Wagner Töne reflektieren alle Gemütszustände der Alcina: vom Hochgefühl der Liebe bis zur Verzweiflung der Zwölfachteltaktklage: „Mi restano le lagrime – Mir bleiben nur die Tränen“. Man ist hier geneigt mitzuweinen. Mit ihrem „Verdi prati, selve amene – Grüne Wiesen, liebliche Wälder“ singt die Mezzosopranistin Maria Kataeva ein bisschen Frühlingsahnung ins Halbrund des Opernhauses, eindrücklich und makellos gestaltet sie die Hosenrolle des Ruggiero (Die Partie hatte einst der Tenor Fritz Wunderlich in einer CD Aufnahme übernommen). Die Koloraturketten eines „Vorrei vendicarmi – Ich möchte mich rächen“ der tatkräftigen Bradamante (Wallis Giunta) klingen unheilschwanger nicht allein in den Ohren des wankelmütigen und verhexten Heiratskandidaten, sondern ebenso in denen des Auditoriums. Ihn mahnt mit dunkler Männerstimme „Pensa a chi – Denke an sie“ der bradamantische Leibwächter Melisso (Beniamin Pop), indessen der unberechenbaren Oronte (André Sulbarán) ihn mit „Semplicetto! a donna credi – Einfaltspinsel! du vertraust einer Frau“ angiftet. In des maulenden Patrons Herz glaubt die flatterhafte Morgana der Shira Patchornik (aus Wiesbaden für die erkrankte Elena Sancho Pergel bravurös eingesprungen), sich mit melancholischen Tönen „Credete al mio dolore – Glaubt mir meinen Schmerz“ neuerlich einschleichen zu können.

Deutsche Oper am Rhein / ALCINA - hier : Wallis Giunta als Bradamante, Maria Kataeva als Ruggiero, Jacquelyn Wagner als Alcina © Jochen Quast

Deutsche Oper am Rhein / ALCINA – hier : Wallis Giunta als Bradamante, Maria Kataeva als Ruggiero, Jacquelyn Wagner als Alcina © Jochen Quast

Zum Ende des dreiaktigen Dramma per Musica, nachdem der Knabe Oberto (Maria Carla Pino Cury) die Zauberin mit „Barbara – Unmenschliche“ niedergesungen hat und dessen in einen Löwen verwunschener Vater in seine Originalgestalt zurückkehren durfte, finden die drei Hauptaktricen Alcina, Ruggiero und Bradamante sich – eine Rarität in der Opera seria – zu einem Terzett zusammen, um ordentlich miteinander zu hadern. Schließlich ist es ein Chor – auf der barocken Opernbühne ebenfalls nicht oft anzutreffen –, der mit >Ogni mal si cangia in bene – Alles Böse wandelt sich in Gutes< das Publikum wieder mit der realen und bedauerlicherweise nur gelegentlich zauberhaften Welt versöhnt.

Für die Dacapoarien braucht es einen langen Atem. Die in Larghettobögen wie attackierenden Perioden auskomponierten Affekte, lyrisch oder dramatisch formuliert, verlangen neben einer überzeugenden Darbietung Händelscher Musiksprache zudem Empathie der Künstlerinnen für ihre Figuren, damit sie lebendig, damit aus Noten Menschen werden. Regie und Gesang gelangen zu einer grandiosen Darstellung gemeinsam mit der rund dreißig Instrumentalisten zählenden, auf den angehobenen Orchestergraben platzierten Neuen Düsseldorfer Hofmusik. Das Ensemble, historischer Aufführungspraxis verpflichtet und darum mit Darmsaiten, nachgebauten Blasinstrumenten und Theorbe (Basslaute) aufspielend, schafft einen satten und stets transparenten Klangraum, in dem vernehmbar alle Vokalisten sich bestens aufgehoben wissen, und der einen Schwarm Besucher derart verzückt, um – leider – in die Arien hineinzuklatschen. Ein Extrabravo verdient sich die Continuogruppe.

GMD Axel Kober, aus Hamburg nach einem Dirigat von Verdis Falstaff zurück und problemlos aus der Sphäre einer Commedia lirica des späten Neunzehnten Jahrhunderts in die einer Opera seria des frühen Achtzehnten wechselnd, führt mit formenden Händen die Musiker durch die mal gewichtige mal beschwingte, mal düstere und mal lichtere Partitur, jeder ihrer Stimmen wird Gehör geschenkt; gemessen und wieder sprudelnd wie ein Fluss strömt und tanzt die Musik vorüber. Abermals begeistert eine Aufführung, die bloßlegt, wie genial Händel das antiquierte Opernmodell aus Schema und Konvention herauskomponiert hat, und es ist einzigartig, was für ein Stück quicklebendigen Theaters das Orchester, der Dirigent und besonders die brillante Künstlerschar aller Arten aus dem Werk miteinander zu machen verstehen.  Angemessen großer Applaus.

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Alcina, 14.02.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Lotte de Beer inszeniert Händels Zauberoper „Alcina“
In der Barockoper dreht sich alles um die Liebe – und das, was sie nicht ist.

Am Freitag, 14. Februar, dem Valentinstag, ist Premiere im Opernhaus Düsseldorf. Generalmusikdirektor Axel Kober dirigiert die Neue Düsseldorfer Hofmusik.

Dass die sogenannte Alte Musik erstaunlich jung und frisch wirken kann, hat die Deutsche Oper am Rhein zuletzt mit Georg Friedrich Händels Oper „Xerxes“ bewiesen. Am Freitag, 14. Februar, um 19.30 Uhr bringt sie wieder eine Barockoper auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses: Dann hat Händels Zauberoper „Alcina“ Premiere. Die Neue Düsseldorfer Hofmusik, Spezialisten für Alte Musik und den Originalklang der Barockmusik, lässt das Pendel zwischen vorwärtstreibender Dynamik und tief schürfenden Emotionen weit ausschlagen. Generalmusikdirektor Axel Kober leitet das Orchester und ein von starken Frauen angeführtes Sängerensemble: Jacquelyn Wagner, die das Publikum in Düsseldorf schon als Arabella, Desdemona und Feldmarschallin begeisterte, gibt ihr Rollendebüt als Alcina, die Mezzosopranistin Wallis Giunta gastiert als Bradamante in Düsseldorf. Ensemblemitglied Maria Kataeva, die 2019 bei Operalia in Prag den zweiten Preis und den Publikumspreis gewann, debütiert als Ruggiero, Elena Sancho Pereg als Morgana.

Deutsche Oper am Rhein / Alcina © Jochen Quast

Deutsche Oper am Rhein / Alcina © Jochen Quast

Die Zauberin Alcina herrscht über eine Insel der Lüste. Mit betörenden Sirenengesängen zieht sie Männer in ihren Bann, verführt und verwandelt sie, wenn sie ihrer überdrüssig geworden ist. Auch Ruggiero verliebt sich in die geheimnisvolle Fremde, doch seine Verlobte Bradamante macht sich auf den Weg, ihn zu finden.

Die Regisseurin Lotte de Beer – erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast und gerade zum zweiten Mal für den International Opera Award nominiert – interessiert sich für die Psychologie hinter der Magie und Sinnlichkeit der Zauberoper: „Auf Alcinas Zauberinsel behaupten alle, von der Liebe angetrieben zu sein und verwechseln sie dabei mit Macht, Besitz und Eifersucht – mit allem, was Liebe eigentlich nicht ist. Alcina, die alle unterdrückt, hat vielleicht selbst ein Trauma in der Liebe erlitten. Allein Bradamante, die auf die Insel kommt, um ihren Verlobten Ruggiero aus den zärtlichen Fängen der Zauberin zu befreien, steht für die echte, aufrichtige Liebe. Sie lässt Alcinas Macht zerbrechen – ihr Zauberreich zerfällt.“ Die szenische Umsetzung gestaltet die Niederländerin zusammen mit dem Bühnen­bildner Christof Hetzer, der Kostüm­bildnerin Jorine van Beek, dem Lichtdesigner Alex Brok und den Videokünstlern von fettFilm.

Der „Alcina“-Premiere am Valentinstag (Fr 14.02. – 19.30 Uhr) folgen bis zum 1. März sechs weitere Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf: So 16.02. – 18.30 Uhr / Mi 19.02. – 19.30 Uhr / Sa 22.02. – 19.30 Uhr / Mi 26.02. – 19.30 Uhr / Fr 28.02. – 19.30 Uhr / So 01.03. – 15.00 Uhr

Tickets: Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203. 283 62 100) und online über www.operamrhein.de

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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