Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballettpremiere b.39, 12.04.2019

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

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Ballettpremiere b.39: van Manen / Chaix (UA) / Schläpfer (UA) am Freitag, 12. April 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf

Zwei Uraufführungen und eine deutsche Erstaufführung erwarten Sie im  Ballettprogramm b.39

Mit den 2014 von Het Nationale Ballet Amsterdam uraufgeführten „Dances with Harp“ eröffnet ein weiteres Meisterwerk Hans van Manens das Programm – vorgestellt in einer neuen Fassung als „Dances with Piano“ mit der jungen, preisgekrönten Pianistin Schaghajegh Nosrati.

„Atmosphères“ nennt Martin Chaix sein Stück, in dem er Klangwelten von Krzysztof Penderecki, György Ligeti und Ludwig van Beethoven aufeinander treffen lässt. Von 2009 bis 2015 selbst Tänzer beim Ballett am Rhein, choreographierte Chaix 2013 für seine damaligen Tänzerkolleg*innen mit „We were right here!!“ sein erstes Stück. Seither hat er mit verschiedenen Ensembles in Europa, Korea und Japan gearbeitet.

Für Martin Schläpfer werden Bartóks 44 Duos für zwei Violinen zu Impulsgebern für 44 Tänze. Nach „Schwanensee“ und „Ulenspiegeltänze“ kehrt der Choreograph zu der von ihm hochgeschätzten intimeren Kammermusik zurück. Es sind jene von Volksliedern und -tänzen inspirierten Miniaturen, deren scheinbare Naivität ihn faszinieren – das Zurückkehren zum Einfachsten: zur Essenz.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballett am Rhein in Taiwan, März 2019

Februar 14, 2019  
Veröffentlicht unter Ballett, Deutsche Oper am Rhein, Pressemeldung

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Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

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Ballett am Rhein tanzt in Taiwan

Mit Martin Schläpfers Choreographie „7“ zu Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 7 e-Moll folgt das Ballett am Rhein vom 2. bis zum 10. März 2019 einer Einladung nach Taiwan. Die erste Station macht die preisgekrönte Compagnie im National Kaohsiung Center for the Arts Weiwuying, dem weltweit größten Zentrum für darstellende Künste, das erst vor wenigen Monaten eröffnet wurde. Danach führt die Reise nach Taichung in das ebenfalls hochmoderne National Taichung Theatre. Musikalisch begleitet wird die Compagnie vom Taipei Symphony Orchestra unter der Leitung von Wen-Pin Chien.7“ ist eines der meist gefragten Stücke aus dem Repertoire des Balletts am Rhein: Es war unter anderem bereits in Moskau, München, Edinburgh und Bilbao zu erleben.

Deutsche Oper am Rhein / Martin Schläpfer: 7 – Marlúcia do Amaral, Bruno Narnhammer © Gert Weigelt

Deutsche Oper am Rhein / Martin Schläpfer: 7 – Marlúcia do Amaral, Bruno Narnhammer © Gert Weigelt

Der Terminplan für das Ballett am Rhein und seinen Chef-Choreographen ist bei ihrem Gastspiel in Taiwan eng getaktet: Neben vier Vorstellungen in zwei der modernsten Spielstätten der Welt und den dazu gehörigen Trainings und Proben stehen für die Compagnie eine Masterclass und ein Workshop mit dem international renommierten Cloud Gate Dance Theater in Taipeh auf dem Programm. Auch eine Podiumsdiskussion zwischen Martin Schläpfer und Lin Hwai-min, der 1973 das Cloud Gate Dance Theater als erstes modernes Ballett in Taiwan gründete und es bis heute leitet, ist Teil des Programms. Ein absoluter Glücksfall in Sachen Timing, zieht sich der charismatische Gründer der weltweit für ihre gelungene Mischung aus Ballett, Tai-Chi, Martial Arts und fernöstlicher Poesie gefeierten Compagnie zum Ende des Jahres aus deren Leitung zurück.

Martin Schläpfers Stücke indes sind geprägt von dessen kontinuierlicher Weiterentwicklung klassischer Ballettformen und seinem schier unerschöpflichen Erfindungsreichtum. Für sein Ballett auf Mahlers 7. Sinfonie folgte Schläpfer einer seit vielen Jahren immer weiter entwickelten Dramaturgie der collagenhaften Verknüpfung verschiedener Bilder. Wie ein roter Faden zieht sich durch „7“ die Suche nach Heimat, ein Thema, das auch mit der Geschichte Taiwans eng verknüpft ist und große Aktualität besitzt.


„7“ im National Kaohsiung Center for the Arts Weiwuying
www.npac-weiwuying.org: Sa 02.03., 19.30 Uhr | So 03.03., 14.30 Uhr

„7“ im National Taichung Theatre (NTT)
www.npac-ntt.org: Sa 09.03., 14.30 Uhr | So 10.03., 14.30 Uhr

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Uraufführung – Schade, dass sie eine Hure war, 16.02.2019

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Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

  Schade, dass sie eine Hure war – Arno Schreier

Premiere Sa 16.02.2019 – 19.30 Uhr

Im Opernhaus Düsseldorf präsentiert die Deutsche Oper am Rhein am Samstag, 16. Februar, um 19.30 Uhr die Uraufführung von Anno Schreiers neuer Oper Schade, dass sie eine Hure war. Sie basiert auf dem gleich­nami­gen Drama des Shakespeare-Zeitgenossen John Ford, das alle Register des elisabethanischen Schauerdramas zieht.

Deutsche Oper am Rhein / Schade, dass sie eine Hure war - Lavinia Dames (Annabella) – © Max Brunnert

Deutsche Oper am Rhein / Schade, dass sie eine Hure war – Lavinia Dames (Annabella) – © Max Brunnert

Die beiden Liebenden Giovanni und Annabella sind Geschwister, deren inzestuöse Neigung ihrem Lebens­glück entgegensteht. Das Netz von Intrigen, das sie umgibt, ist grobmaschig und derb gestrickt. Annabellas Hochzeitsanwärter metzeln sich gegenseitig nieder, während sie von ihrem Bruder geschwängert wird und notgedrungen in die Ehe mit einem der Bewerber einwilligt, um die Blutschande zu vertuschen. Von manischer Leidenschaft getrieben tötet Giovanni die Geliebte und setzt alle unter Schock, die das grausame Intrigenspiel überlebt haben.

Für den Komponisten Anno Schreier spiegeln sich in diesem Stoff Grundmuster der Oper, deren Überhöhungen, Absurditäten und abgrundtiefe Emotionalität er zu einer expressiven Oper über die Oper zusammenfügt. In der Inszenierung von David Hermann kommt sie zum ersten Mal auf die Bühne, Lukas Beikircher übernimmt die musikalische Leitung. Fast vollständig aus dem hauseigenen Ensemble besetzt sind die bis ins Extrem getriebenen Charakterrollen: Lavinia Dames ist Annabella, Jussi Myllys ihr Bruder Giovanni. Sergej Khomov, Bogdan Talos, Richard Šveda, Günes Gürle, Florian Simson, David Jerusalem, Sami Luttinen, Sarah Ferede, Susan Maclean, Paula Iancic und der Chor der Deutschen Oper am Rhein sind in den weiteren Partien zu erleben.


Aufführungen im Opernhaus Düsseldorf

Premiere Sa 16.02. – 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen:  Sa 23.02. – 19.30 Uhr / Mi 27.02. – 19.30 Uhr / Fr 08.03. – 19.30 Uhr / So 10.03. – 15.00 Uhr / So 17.03. – 18.30 Uhr

Opernwerkstatt vor der Premiere: Im Gespräch mit dem Produktionsteam gibt Chefdramaturgin Hella Bartnig am Montag, 11. Februar, um 18.00 Uhr im Opernhaus Düsseldorf Einblick in das Stück. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Probenbesuch. Der Eintritt ist frei.

Programmtipp: Anno Schreiers Liedzyklus Fuoco e lacrime erklingt am 30. Januar, 20.00 Uhr, in der Konzertreihe „Na, hör’n Sie mal“ in der Tonhalle Düsseldorf mit dem notabu.ensemble neue musik unter der Leitung von Mark-Andreas Schlingensiepen. Die Solistin ist Monika Rydz.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Maria Stuarda – Gaetano Donizetti, IOCO Kritik, 29.12.2018

Dezember 29, 2018  
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Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

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  Maria Stuarda –  Gaetano Donizetti

– Tödliche Frauenpower im Hause Tudor –

Von Albrecht Schneider

Ach, was ist das doch tröstlich, wenn der Vorhang sich wieder hebt und die schöne Königin Maria Stuart, die gerade erst zu ihrer Hinrichtung geschritten war, quicklebendig in blutroter Robe vortritt, um sich den Jubelapplaus des Publikums abzuholen. Den ganzen dritten Akt über, zu dessen Beginn Königin Elisabeth nach einigem Zaudern das Todesurteil der Cousine Maria unterschrieben und diese es empfangen hatte, hadert die Unglückliche mit sich, bereut ihre weit zurückliegenden Untaten und büßt endlich ihre Schuld, indem sie zum Schafott erhobenen Hauptes geht, um dasselbe – für das Publikum unsichtbar – wohl ohne Zaudern auf den Richtblock zu legen.

Maria Stuarda – Gaetano Donizetti
Youtube Trailer der Deutschen Oper am Rhein
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Bis zu ihrem letzten Augenblich weiß die Musik um deren Gefühlslagen, und mit ihr singt sich die Todgeweihte allen Jammer aus der Seele. Das müssten schon sehr phlegmatische Zuhörer/Innen sein, um sich von derartigem Schicksal nicht ganz und gar ergreifen zu lassen, wohingegen sensible, vom Drama affizierte Gemüter ihren Frieden alsbald wieder finden dürften, sobald sich am Ende die Primadonna nicht kopflos vor ihnen verbeugt.

Gaetano Donizetti (1797–1849) hat während seiner rund fünfzig Lebensjahren 64 Opern geschrieben. Die abgebrochenen und umgearbeiteten nicht eingerechnet. Maria Stuarda zählt nicht unbedingt zu den populärsten, eher stehen Lucia di Lammermoor und die Buffostücke Don Pasquale und L’elisir d’amore in der Gunst des Publikums. Die romantische Belcantooper Italiens hat sich mehrfach für ihre Stoffe bei Friedrich Schiller bedient; Rossini machte 1829 mit seinem Guillaume Tell (Wilhelm Tell) den Anfang, Verdi tat ihm 1847 mit den Masnadieri (Die Räuber) gleich, und zwischenhinein fertigte Giuseppe Bardani anhand der deutschen Vorlage das Libretto für Donizettis Oper. Die indessen wurde zunächst aufgrund des Einspruchs der Königin von Neapel, die Tod auf der Bühne nicht schätzte, entlang des Textes von Pietro Salatino zu Buondelmondo, wie der Komponist sinngemäß schrieb, “umgeschustert“. In Neapels Theater San Carlo kam sie 1834 auf die Bühne, verschwand freilich geschwind im Archiv, sobald die originale Maria Stuarda, jetzt freilich bereichert um eine kurze und fulminante Ouvertüre, am 30 Dezember 1835 an der Mailänder Scala ihre Premiere feierte.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda - hier : Adela Zaharia als Maria Stuarda, Richard Šveda als Lord Guglielmo Cecil, Maria Kataeva als Elisabetta © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda – hier : Adela Zaharia als Maria Stuarda, Richard Šveda als Lord Guglielmo Cecil, Maria Kataeva als Elisabetta © Hans Joerg Michel

Das meiste Personal des schillerschen Trauerspiels hat der Librettist ausgemustert, den Arbeitsplatz behalten haben lediglich die beiden Königinnen, weiterhin Elisabeths Einflüsterer Lord Cecil, Marias Vertrauter Graf Talbot, ihre Amme Hannah und Graf Leicester, der zunächst die Engländerin bevorzugende, aber bald definitiver Liebhaber der schottischen Maria. Von Beginn an strebt die Tragedia lyrica zu Höhepunkt und Peripetie: dem Aufeinandertreffen der englischen und der schottischen Herrscherin und dessen fatalem Effekt. Beide werfen sich gegenseitig allerhand Niederträchtigkeiten an den Kopf, beide fühlen sich am Ende zutiefst gedemütigt. Wie sie sich endlich trennen, steht für die eine fest, dass die andere ihren Kopf verlieren muss, und die andere ahnt, dass sie den eigenen verlieren wird.
Dass die Vorstellung einer derartigen Szene, die aggressions-satte Begegung einer die eigene Sinnlichkeit lebenden und dafür mit dem Tode büßenden Maria mit ihrem machtbewussten, der Krone wegen jungfräulichen Gegenentwurf Elisabeth und beider verbalem Waffengang, einen Dramatiker wie einen Komponisten zur Feder greifen lässt, sollte einleuchten. Und Donizetti beweist hier, was für ein Musikdramatiker mit ihm am Werk ist.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda - hier : Maria Kataeva als Elisabetta © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda – hier : Maria Kataeva als Elisabetta © Hans Joerg Michel

Nach den ersten Takten aus dem Orchestergraben müsste den wissenden Zuhörer im Opernhaus klar sein, was sich an diesem Abend dort unten und oben auf der Bühne abspielen wird. Dirigent Antonino Fogliana lässt von Anfang keinen Zweifel zu an seiner Absicht, das Drama der beiden Königinnen Elisabeth (Maria Kataeva) und Maria (Adela Zahara), obschon es sich weniger in äußerer Handlung manifestiert, mehr eines von Vernunft und Gefühl der zwei Frauen provoziertes ist, drastisch hörbar zu machen. Die Musik glüht, sprüht geradezu Funken, süße und rührende Passagen sind rar, weil nur wenig Anlass zu dergleichen besteht. Erst am Ende, im Weltabschiedsgesang der Maria – von Donizetti “Hinrichtungsarie“ genannt – können die Tränen fließen.

Die beiden Primadonnen verkörpern als Schauspielerinnen wie Sängerinnen ihre Rollen als Herrscherinnen perfekt, zugleich sind sie Beherrscherinnen von Phrasierung und Tongebung, was insgesamt zu einer berührenden Darstellung des realen wie spirituellen Geschehens führt und zu einer Belcantokunst, wie sie nicht oft geboten wird. Elisabeth, mit seitlich glatt herabhängenden, in der Mitte gescheitelten roten Haaren eine Spur diabolisch wirkend, repräsentiert dank Liebesverzicht die kalte vernunftgesteuerte Königin, Maria hingegen, zuletzt im blutroten Gewand (Kostüme Eva Krämer) auftretend, eine ihre Sinnlichkeit auslebende, sündigende und auch deshalb Königin ohne Reich. Eine, die indessen mit dem ungerechten Tod und dem Mysterium des Übergangs ins Jenseits und mithin in das wahre Leben bei Gott, als moralische Siegerin stirbt, doch in ihrer Verklärung überlebt. Zurück bleibt im Diesseits eine Antiheldin, die künftig mit profanem Machterhalt und allzeit in Gewissensnot ob ihrer Entscheidung das Leben wird zubringen müssen. “In my end is my beginning“ soll Maria während ihrer achtzehn Jahre währenden Gefangenschaft in eines ihrer Accessoirs gestickt haben. Wie wahr.

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda - hier : Maria Kataeva als Elisabetta , Adela Zaharia als Maria Stuarda, Richard Šveda als Lord Guglielmo Cecil, Bogdan Talos als Giorgio Talbot © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Maria Stuarda – hier : Maria Kataeva als Elisabetta , Adela Zaharia als Maria Stuarda, Richard Šveda als Lord Guglielmo Cecil, Bogdan Talos als Giorgio Talbot © Hans Joerg Michel

Regisseur Guy Joosten lässt der Tragödie ihren Lauf. Weder aus der Historie heraus noch in Zeitnähe gerückt, vollzieht sie sich zwingend und unspektakulär an zwei Schauplätzen: In dem kaltgrauen Innern des Schlosses Fotheringhay, das nicht minder einem Gefängnis ähnelt wie das trübe Ambiente des Palastes von Westminster; beides Bildzeichen des Eingesperrtseins der zwei Frauen in die eigene Denkweise von Gerechtigkeit und in eine hier exzessive, dort entleerte Gefühlswelt. (Bühne: Roel van Berckelaer) Die Männer bleiben in dem Konflikt der beiden dominierenden Damen blässliche Randfiguren. Graf Leicester (Shalva Mukeria) findet zwar die schönsten Töne für seine Wehklage um das Martyrium der geliebten Maria, aber eine entsprechende Arie hat ihm Donizetti verweigert. Lord Cecil (Richard Sveda) und Graf Talbot (Bogdan Talos) haben in dem matriarchalischen Milieu nicht viel zu bestellen. Gemeinsam mit der Amme Hannah (Karina Repova) und der Menge der Höflinge, Anhänger und Wachen (Chor der Deutschen Oper am Rhein) tragen sie alle gemeinsam und auf ihre Weise bei zu dem hohen Niveau der Aufführung.

Gleich nach dem Schlussakkord aufrauschender Applaus

Maria Stuarda an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf: die weiteren Termine 2.1.; 4.1.; 6.1.; 9.2.2018

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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