Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Opernhaus – Neubau? Sanierung? Warum?, IOCO Aktuell, 15.03.2021

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 Düsseldorfer Opernhaus –  mit vielschichtiger Zukunft

Das Düsseldorfer Opernhaus und das Theater in Duisburg sind seit ihrer1956  in der Deutschen Oper am Rhein (auch Rheinoper) als Theatergemeinschaft miteinander verbunden. Vergleichbare Bühnenmaße erlauben es, die Opern- und Ballettproduktionen sowohl im Düsseldorfer Opernhaus als auch im Theater der Stadt Duisburg zu zeigen.

Das Düsseldorfer Opernhaus an der Heinrich-Heine-Allee besitzt einen attraktiven Standort am Rande der Altstadt, direkt zwischen Hofgarten und Königsallee, und ist fußläufig von der Rheinpromenade zu erreichen. 1875 wurde nach Plänen des Architekten Ernst Giese das italienischem Renaissancestil nachempfundene Stadttheater mit runden Vorderhaus und 1.260 Sitzplätzen erbaut. Es hatte Ähnlichkeit mit anderen repräsentativen Theatergebäuden wie der Semperoper in Dresden. Christoph Meyer ist seit 2009 Intendant der DOR Theater gemeinschaft Düsseldorf – Duisburg.

Das Opernhaus Düsseldorf ist in die Jahre gekommen:  Sanierung oder Neubau werden seit Jahren in zahlreichen Gremien diskutiert, publiziert. Die aktuellen Sanierungsdebakel der Oper Köln, der Elbphilharmonie in Hamburg, der Berliner Staatsoper Unter den Linden werfen große Schatten. Die Stadt Düsseldorf stellt im folgenden die – sehr unverbindlichen, alle zeitlichen und inhaltlichen Optionen zulassenden – Ergebnisse zur Analyse des Opernhauses in seinem jetzigen Zustand sowie eines Konzeptes zur Öffentlichkeitsbeteiligung vor.

Niedrige  Auslastung der Deutschen Oper am Rhein

Die Auslastung des Düsseldorfer Opernhaus, welches die Zahl der Besucher  reflektiert, liegt seit vielen Jahren bei mageren, durchschnittlichen 70%.. Zum Vergleich: die Auslastung der drei Berliner Opern liegen – über 90%, Staatsoper Unter den Linden, Komische Oper, und – über 80%, Deutsche Oper. Auslastungs-Spitzenreiter der deutschen Musiktheater ist die Bayerische Staatsoper mit 94%. Der Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf, Hans-Georg Lohe, hat in den jährlichen Pressekonferenzen die niedrige Auslastung der Rheinoper nie kommentiert, nie Zielvorstellungen genannt. Die umfangreiche folgende Pressemitteilung der Stadt Düsseldorf erwähnt Auslastungsziele oder andere Kriterien zur Bedeutung der Oper für Düsseldorf, ebenfalls nicht:   „Kunst kennt eben keine Kosten“!

Im  Folgenden die Pressemitteilung der Stadt Düsseldorf  zu den Plänen und Optionen rund um das Opernhaus der Stadt Düsseldorf:

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Deutsche Oper am Rhein © IOCO

Deutsche Oper am Rhein © IOCO

 Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses

Vorstellung der Ergebnisse zur Analyse des Opernhauses sowie eines Konzeptes zur Öffentlichkeitsbeteiligung durch die Stadt Düsseldorf – März 2021

Wie sieht die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses aus?  Vor dem Hintergrund der Diskussion um diese Frage wurde die Verwaltung im März 2019 vom Stadtrat mit einer Analyse des Opernhauses beauftragt. Zum einen sollte das Bestandsgebäude am Hofgarten untersucht, zum anderen die Varianten „Sanierung“, „erweiterte Sanierung“ und „möglicher Neubau“ geprüft werden. Ziel ist es, eine Grundlage für einen weiteren faktenbasierten Austausch- und Entscheidungsprozess zu schaffen. An diesem sollen auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Daher wurde die Verwaltung ebenfalls mit der Erstellung eines Konzepts zur Öffentlichkeitsbeteiligung beauftragt. Sowohl die Ergebnisse der Untersuchungen und Prüfungen als auch ein Konzept zur Öffentlichkeitsbeteiligung liegen nun vor.

Im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs am Donnerstag, 11. März, stellten Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Projektleiterin Anna Montag, Kulturamt Düsseldorf, diese nun gemeinsam mit Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, und Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, vor.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses ist ein zentrales Projekt der kommenden Jahre. Mit den heute vorgestellten Erkenntnissen kommen wir einen wichtigen Schritt weiter, um eine gute Entscheidung für die Oper, aber auch für Düsseldorf insgesamt, zutreffen. Aus meiner Sicht scheint ein Neubau größere Chancen und Möglichkeiten für die Zukunft der Düsseldorfer Oper bereitzuhalten als eine Sanierung. Das zukünftige Opernhaus Düsseldorf soll aber eine Oper für alles ein. Daher sind eine umfassende, qualifizierte Bürgerbeteiligung und ein breiter Meinungsaustausch bei diesem Projekt so ungemein wichtig. Ich freue mich hierauf und bin gespannt, was sich die Düsseldorfer*innen für ihre Oper wünschen“

Öffentlichkeitsbeteiligung

Wie sieht die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses aus? Vor dem Hintergrund der Diskussion um diese Frage wurde die Verwaltung im März 2019 vom Stadtrat mit einer Analyse des Opernhauses beauftragt. Zum einen sollte das Bestandsgebäude am Hofgarten untersucht, zum anderen die Varianten „Sanierung“, „erweiterte Sanierung“ und „möglicher Neubau“ geprüft werden. Ziel ist es, eine Grundlage für einen weiteren faktenbasierten Austausch- und Entscheidungsprozess zu schaffen. An diesem sollen auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Daher wurde die Verwaltung ebenfalls mit der Erstellung eines Konzepts zur Öffentlichkeitsbeteiligung beauftragt. Sowohl die Ergebnisse der Untersuchungen und Prüfungen als auch ein Konzept zur Öffentlichkeitsbeteiligung liegen nun vor. Im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs am Donnerstag, 11. März, stellten  Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Projektleiterin Anna Montag, Kulturamt Düsseldorf, diese nun gemeinsam mit Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, und Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, vor.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses ist ein zentrales Projekt der kommenden Jahre. Mit den heute vorgestellten Erkenntnissen kommen wir einen wichtigen Schritt weiter, um eine gute Entscheidung für die Oper, aber auch für Düsseldorf insgesamt, zutreffen. Aus meiner Sicht scheint ein Neubau größere Chancen und Möglichkeiten für die Zukunft der Düsseldorfer Oper bereitzuhalten als eine Sanierung. Das zukünftige Opernhaus Düsseldorf soll aber eine Oper für alles ein. Daher sind eine umfassende, qualifizierte Bürgerbeteiligung und ein breiter Meinungsaustausch bei diesem Projekt so ungemein wichtig. Ich freue mich hierauf und bin gespannt, was sich die Düsseldorferinnen und für ihre Oper wünschen.“

Felix Mendelssohn Bartholdy © IOCO

Felix Mendelssohn Bartholdy Düsseldorf wacht auch bei Nacht neben der Oper  © IOCO

Öffentlichkeitsbeteiligung

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe:Es ist geplant in einem nächsten Schritt, das Konzept zur Öffentlichkeitsbeteiligung mit der Projektgruppe ‚Zukunft der Oper‘ zu diskutieren und abzustimmen. Das Konzept sieht vor, mit einer Auftaktveranstaltung die Bürgerinnen und Bürger zunächst über die Untersuchungsergebnisse zum Operngebäude zu informieren. Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich konstruktiv in den Prozess einzubringen. Hierzu wird erstmals als ein wichtiger Baustein ein Bürgerinnen- und Bürgerrat aus zufällig ausgewählten Düsseldorferinnen und Düsseldorfern eingerichtet. „

In dem Bürgerinnen- und Bürgerrat sollen Fragen und Meinungen zur Zukunft des Opernhauses in Düsseldorf offen erörtert und diskutiert werden. Ziel der Bürgerbeteiligung ist es, die Anregungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger in den Entscheidungsprozess einfließen zu lassen.

Des Weiteren werden zusätzlich Themen wie die Visionen für ein zukünftiges Opernhaus sowie Fragen des Standortes eines möglichen Neubaus und gegebenenfalls einer Interimsstätte vertiefend betrachtet und die bis dahin vorliegenden Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt.

Alle Aspekte fließen anschließend gebündelt in den Entscheidungsprozess ein: So sollen alle Ergebnisse letztendlich anschaulich und vergleichbar ausgearbeitet und in einer Beschlussvorlage zusammengeführt werden. Es ist geplant, die Vorlage Ende 2021 in die politischen Gremien einzubringen.

Ergebnisse der Analyse zum Opernhaus

Im Folgenden sind die einzelnen Untersuchungsergebnisse der Verwaltung zum Opernhaus zusammengefasst. Diese gliedern sich in die Analyse des Bestandgebäudes sowie den Prüfungen der Varianten „Sanierung“, „erweiterte Sanierung“ und „möglicher Neubau“. Basis für die Untersuchung ist das mit der Oper intensiv erarbeitete Nutzerbedarfsprogramm für die räumliche Ausrichtung eines zukunftsfähigen Opernhauses. Dieses umfasst unter anderem eine zusätzlich erforderliche Seitenbühne und die Einrichtung Studiobühne sowie die Eingliederung von Proberäumen, die derzeit dezentral sind.

Untersuchung des Bestandsgebäudes

Die durch verschiedene Fachingenieure erfolgte Prüfung des  Bestandsgebäudes hat ergeben, dass eine Vielzahl baulicher, technischer und funktionaler Mängel vorliegt. Die Folge ist ein hoher Sanierungs- und Erneuerungsbedarf. Die räumlichen Gegebenheiten des ursprünglich 1875 als Stadttheater errichteten Gebäudes sind nicht für einen zukunftsfähigen Opernspielbetrieb ausgerichtet. Dies zeigt sich vor allem im Hinterhaus, das nicht durch den Krieg zerstört wurde. Insbesondere fehlen der Oper eine zweite Seitenbühne sowie Proberäume. In einigen Bereichen sind Flächenerweiterungen erforderlich, um die Vorgaben der Arbeitsstättenrichtlinien zu erfüllen.

Unabhängig von einer politischen Entscheidung über die Zukunft des Opernhauses mussten bereits Maßnahmen umgesetzt bzw. eingeleitet werden, um den Spielbetrieb sicher zu stellen und die dringendsten baulichen Mängel zu beseitigen. Seit der Einholung des Bedarfsbeschlusses im Rat im Oktober 2017  „Notwendige Sanierungen am Gebäude der DOR“ sind so Beschlüsse für Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 9,6 Millionen Euro und weitere für rund 950.000 Euro, die nicht Bestandteil des Bedarfsbeschlusses waren (Sprühflut-/Sprinkleranlage und Brandschutzsanierung Stützen), eingeholt worden, die teilweise bereits umgesetzt sind oder in der Sommerpause 2021 umgesetzt werden.

Sanierung und Neubau am derzeitigen Standort

Auf Basis des Nutzerbedarfsprogrammes wurden verschiedene Varianten für einen weiteren Umgang mit dem Opernhaus am derzeitigen Standort Hofgarten untersucht: 1. Basissanierung, 2. erweiterte Sanierung, 3. Neubau mit einem reduzierten Raumprogramm und 4. Neubau mit vollem Raumprogramm.

  1. Basissanierung: Bei der Basissanierung würden durch die Umstrukturierung des Hinterhauses die dringlichsten funktionalen Mängel des Gebäudes behoben werden. Die dezentral angemieteten Flächen, unteranderem für Proberäume, würden weitestgehend dezentral verbleiben. Die vorhandenen baulichen und technischen Einrichtungen würden bei einer Sanierung ihren Bestandsschutz verlieren, so dass diese ganzheitlich erneuert und die geltenden baurechtlichen Anforderungen umgesetzt werden müssten.
  2. Erweiterte Sanierung: Bei der sogenannten erweiterten Sanierung würden die vorliegenden funktionalen Mängel weitestgehend behoben werden. Zusätzlich würde jedoch das Opernhaus durch die Neustrukturierung des Hinterhauses und mit Hilfe eines nördlichen Erweiterungsbaus unteranderem eine zweite Seitenbühne und eine Studiobühne erhalten. Zudem würden dezentrale Flächen in reduziertem Maß in das Raumprogrammaufgenommen werden. Der Verlust des Bestandsschutzes tritt ebenso wie beider Basissanierung ein.
  3. und 4. Neubau mit reduziertem bzw. vollem Raumprogramm   Für einen möglichen Neubau wurde eine exemplarische Studie auf Basis des Nutzerbedarfsprogramms für den Standort am Hofgarten durchgeführt – die Studie lässt sich aber auch auf andere Standorte übertragen. So könnten unter anderem eine Studiobühne, eine zweite Seitenbühne, Probebühnen, Parkplätze und Flächen für die Öffentlichkeit, sogenannte kommunale Flächen, geschaffen werden. Die kommunalen Flächen sollen der Öffentlichkeit außerhalb des Spielbetriebes zugänglich sein und dem Opernhaus eine Öffnung für ein breiteres Publikum und den Bürgerinnen und Bürger einen Platz zum Verweilen, Treffen und Entdecken ermöglichen. Die derzeit dezentral angemieteten Flächen würden größtenteils in das Opernhaus integriert. Je nach Standort und Flächenangebot könnte der Neubau mit einem reduzierten oder vollen Raumprogramm umgesetzt werden. Bei einem Neubau am jetzigen Standort wären der Abbruch des Bestandsgebäudes und die Einrichtung einer Interimsspielstätte erforderlich.

Neubau des Opernhauses

Eine Neubaulösung würde folgende Chancen bieten:

  • die Oper als neuer architektonischer Impuls im städtebaulichen Gesamtkontext,
  • Umsetzung von neuen Konzepten im Betrieb,
  • eine Architektur, die sich der Öffentlichkeit zuwendet,
  • ein funktional und technisch zukunftsfähiger Bühnenbetrieb,
  • Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in einem neuen, optimierten Gebäude,
  • sowie eine deutliche Minimierung der Risiken für Planung und Bauen.

Zur Darstellung der Relationen wurden grob geschätzte Kostenrichtwerte für die einzelnen Varianten gegenübergestellt, ohne Einbeziehung der Kosten für den Baugrund und für den möglichen Erwerb eines alternativen Grundstücks. Die Kostenrichtwerte orientieren sich am aufgestellten Nutzerbedarfsprogramm. Die vorläufigen und ausschließlich auf dem aktuellen Wissenstand beruhenden Kostenrichtwerte bewegen sich zwischen mindestens 457 Millionen Euro für die Basissanierung bis zu mindestens 716Millionen Euro für einen Neubau im Hofgarten.

Standorte für einen möglichen Neubau oder Interim

Für eine Ersatzspielstätte bei einer Sanierung des Opernhauses sowie den möglichen Neubau an einem alternativen Standort wurde eine Analyse des Düsseldorfer Stadtgebietes durchgeführt. Es wurden 28 Standorte ohne „Denkverbote“ und zunächst ausschließlich anhand des Flächenbedarfs für einen möglichen Neubau oder Ersatzspielstätte betrachtet. Diese erstrecken sich über das gesamte Stadtgebiet, zum Beispiel am Hofgarten, im Hafen oder am ehemaligen Standort Kaufhof Am Wehrhahn, der auch auf Grundlage des Auftrages aus dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung vomNovember 2020 in die Prüfung einbezogen wurde. Im Weiteren soll die Eignung von einzelnen Standorten vertiefend geprüft und bewertet werden.

„Opernkonzeption 203+“

Neben den baulichen und räumlichen Anforderungen an ein Opernhaus hat die Oper eine Vision für ein Opernhaus der Zukunft erarbeitet, die ebenfalls noch vertieft wird. Auch hier werden Anregungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung aufgenommen.

Prof. Christoph Meyer wirbt für einen Neubau: „Mit der Entscheidung für das Opernhaus  203+, für einen Neubau, würden die Weichen für eine Zukunft Düsseldorfs als Opernstandort und Kulturstadt gestellt. Als neues Wahrzeichen für die Landeshauptstadt würde das Opernhaus 203+ ebenso zum attraktiven, urbanen Treffpunkt für eine heterogene Stadtgesellschaft wie eine attraktive Destination für den internationalen Kulturtourismus. Offen, transparent und einladend: In unserer Vision wäre das Opernhaus 203+ ein nahezu rund um die Uhr geöffnetes, lebendiges Haus. Mit attraktiver Architektur, flexiblem Raumangebot und moderner Bühnentechnik könnte es zukunftssichere Rahmenbedingungen sowohl für hochkarätige Oper und Ballett, als auch die breite gesellschaftliche Öffnung von Gebäude und Kunstform bieten. Kreative und gastronomische Angebote, die Junge Oper, Workshops für Schulen, Lunch-Konzerte, Ausstellungen und vieles mehrwürden das Haus tagsüber vibrieren lassen; durch die Vernetzung mitkünstlerischen Akteuren der Stadt würde es zum urbanen Schmelztiegel der Künste. Die neuen baulichen Möglichkeiten würden eine neue Flexibilität und Vielfalt eines Spielplans ermöglichen, bei dem die Öffnung Programm sei, sodass das Opernhaus 203+ zum zentralen Treffpunkt der Bürgerinnen und Bürger werden würde.“

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein|—

 

Düsseldorf, Ballett am Rhein, Weltstars choreographieren – T. Tharp, A. Barton, IOCO Aktuell, 25.02.2021

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Twyla Tharp – Aszure Barton

Weltstars choreographieren  –  Ballett am Rhein

Demis Volpi _ Ballettdirektor © IOCO

Demis Volpi _ Ballettdirektor © IOCO

Während die Theater auf die Wiedereröffnung ihrer Spielstätten warten, wird hinter den Kulissen mit allen derzeit zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Neustart vorbereitet. Mit striktem Hygienekonzept und einer Aufteilung der 45 Tänzerinnen und Tänzer in Kleingruppen hält Ballettdirektor Demis Volpi seine Compagnie erfolgreich auf Kurs. Auch an seinen vor der Pandemie ausgesprochenen Einladungen für Gastchoreographinnen und –choreographen aus der ganzen Welt hält er fest. Derzeit sind gleich zwei Weltstars zu Gast im Düsseldorfer Balletthaus: Twyla Tharp kreiert für das Ballett am Rhein über ein ausgefeiltes Kamerasystem live aus ihrem Studio in New York die Uraufführung In C, und Aszure Barton studiert vor Ort ihr Stück Come In ein.

Auch wenn es seit November 2020 keine Möglichkeit gibt, vor Publikum aufzutreten, muss für Profitänzer*innen die Probenarbeit weitergehen und das in möglichst großer Bandbreite. Sie brauchen die physischen und auch die mentalen Herausforderungen, die das Einstudieren neuer Techniken und Bewegungsabfolgen mit sich bringt. „Die Tänzer*innen brauchen künstlerischen Input“, sagt Demis Volpi und hält auch deshalb an seiner Entscheidung fest, gerade jetzt ein breites und abwechslungsreiches Repertoire aufzubauen, indem er Choreograph*innen mit den unterschiedlichsten Bewegungssprachen nach Düsseldorf und Duisburg einlädt.

Aszure Barton und das Ballett am Rhein - Proben  © Daniel Senzek

Aszure Barton und das Ballett am Rhein – Proben  © Daniel Senzek

So freut sich die Compagnie derzeit über ein ganz besonderes Staraufgebot im Balletthaus: Per Videoschaltung kreiert die New Yorker Ikone des zeitgenössischen Tanzes Twyla Tharp für 20 Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein das Stück In C zur gleichnamigen Komposition von Terry Riley. Durch das Zusammendenken von klassischem Tanz und Modern Dance entwickelte sie spätestens in den 1970er Jahren eine Art wilde Eleganz, einen zugänglich lässigen und humorvollen Stil, der das Ballett maßgeblich beeinflusste. Nicht nur mit den zahllosen für ihre 1965 gegründete Twyla Tharp Dance Compagnie geschaffenen Arbeiten erreichte sie Weltruhm. Auch für Institutionen wie das American Ballet Theatre, das Ballet de l’Opéra de Paris, The Royal Ballet London, das New York City Ballet, The Boston Ballet, The Martha Graham Dance Company und etliche mehr schuf Twyla Tharp einen unvergleichlichen Schatz an Stücken. Ebenso bilden Broadwayshows und ihre Arbeit mit Filmregisseuren wie Milos Forman an international erfolgreichen Produktionen wie beispielsweise Hair oder Amadeus einen Teil ihres kreativen Lebenswerks.

Mit Come In hat die kanadische Choreographin Aszure Barton eine poetisch leise, aber dringlich nachwirkende Arbeit geschaffen – den Entwurf einer Gesellschaft, die in friedlich spielerischem Miteinander lebt. Die gleichnamige Komposition für Violine und Kammerorchester von Vladmir Martynov, die sie als musikalische Basis gewählt hat, verstärkt den verträumten Charakter der Choreographie. Aszure Barton kreierte unter anderem für das American Ballet Theatre, das Nederlands Dans Theater, das National Ballet of Canada, die Martha Graham Dance Company, das Bayerische Staatsballett und das English National Ballet. 2005 war sie die erste Choreographin in Residence am Baryshnikov Arts Center in New York und schuf dort 2006 Come In für Mikhail Baryshnikov und 12 junge Tänzer.

Auf die Bühnen in Düsseldorf und Duisburg kommen In C und Come In als Doppelabend mit musikalischer Live-Begleitung: Unter der Leitung von Kapellmeisterin Marie Jacquot interpretieren Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker sowie der Duisburger Philharmoniker die Kompositionen von Terry Riley und Vladimir Martynov. In Rileys legendäre Komposition In C, die als Keimzelle der Minimal Music gilt, ist Marie Jacquot am Synthesizer zu erleben.

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein|—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Vorstellungsbetrieb frühestens ab 08.01.2021

Dezember 3, 2020  
Veröffentlicht unter Deutsche Oper am Rhein, Oper, Pressemeldung

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Vorstellungsbetrieb an der Deutschen Oper am Rhein

Frühestens wieder ab 8. Januar 2021

Digitales Angebot gibt Einblicke in die Probenarbeit während des Lockdowns

Die Deutsche Oper am Rhein wird ihren Vorstellungsbetrieb im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg frühestens am 8. Januar 2021 wieder aufnehmen. Das hat die Theaterleitung gemeinsam mit den kommunalen Verantwortlichen in Folge der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vor dem Hintergrund der pandemischen Entwicklung entschieden.

Deutsche Oper am Rhein / Vissi d'arte © Monika Rittershaus

Deutsche Oper am Rhein / Vissi d’arte © Monika Rittershaus

Mit der Entscheidung, den Spielbetrieb bis vorerst 8. Januar 2021 ruhen zu lassen, wird eine mehrwöchige Planungssicherheit sowohl für Besucherinnen und Besucher, als auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hergestellt. Die Deutsche Oper am Rhein setzt sich mit Zuschauerinnen und Zuschauern, die bereits Karten für die abgesagten Vorstellungen erworben haben, in Verbindung.

Deutsche Oper am Rhein / Vissi d'arte © Monika Rittershaus

Deutsche Oper am Rhein / Vissi d’arte © Monika Rittershaus

Derweil wird der Probebetrieb fortgesetzt, um ab 8. Januar spielbereit zu sein. Der zweite Lockdown und seine Verlängerung haben umfangreiche Überarbeitungen der bisherigen Spielplanung erforderlich gemacht. Das Programm für die ersten Monate des neuen Jahres soll indes noch vor Weihnachten bekanntgeben werden.

Auf ihrer Webseite operamrhein.de und ihren Social Media Kanälen bietet die Deutsche Oper am Rhein ein umfangreiches digitales Angebot an, das nahezu täglich aktualisiert und erweitert wird. Mit unterschiedlichen Formaten und einem kostenlosen „Stream on demand“ der Oper „Der Kaiser von Atlantis“ ermöglicht es viel­fältige Einblicke in die Probenarbeit während des Lockdowns. Unter anderem besteht das digitale Angebot aus:

  • „Making of: Tristan & Isolde“: Eine vierteile Filmreihe mit Impressionen der musikalischen und szenischen Probenarbeit und zahlreichen Interviews zu der Produktion, die ab 3. Dezember 2020 Premiere an der Deutschen Oper am Rhein feiern sollte.
  • A First Date“: Die amerikanischen Filmemacherin Daisy Long stellt die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein in einer dreiteiligen Dokumentation vor.
  • „Opernführer Audio“: Werkeinführungen mit Hintergrundinformationen zu Musik und Inhalt ausgewählter Stücke des Spielplans sind, gesprochen von der Dramaturgie, als Audio-Files abrufbar.
  • Romeo & Julia“: Die Premiere zu Boris Blachers Oper war für November geplant. Auf ihrer Webseite gibt die Deutsche Oper am Rhein digitale Einblicke in die Proben, zusätzlich stehen Auszüge aus dem (noch unveröffentlichten) Programmheft bereit.
  • Auch ans junge Publikum ist gedacht: Der digitale Adventskalender der Jungen Oper am Rhein bietet täglich neue kreative Überraschungen für alle Altersgruppen.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Tristan und Isolde – Romeo und Julia und mehr, IOCO Aktuell, 14.11.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Dezember 2020 – Die Kultur steht „hoffentlich“ wieder auf

Im November 2020 ruht der Spielbetrieb in allen Theatern Deutschlands wie Europas. Doch hinter den Kulissen geht die Arbeit in den meisten Theatern weiter: Die Deutsche Oper am Rhein stellt ihre Opernproduktionen Romeo und Julia und Meister Pedros Puppenspiel fertig und bringt die Stücke bis zur Generalprobe, damit sie Premiere feiern können, sobald es die Situation erlaubt. Darüber hinaus haben die Proben zu Richard Wagners Tristan und Isolde in einer speziell für die Deutsche Oper am Rhein entwickelten Fassung von Eberhard Kloke begonnen.

Stand 14.11.2020 : Der Dezember-Spielplan der Rheinoper kann hoffentlich realisiert werden. Fünf Premieren stehen auf dem Programm.

Tristan und Isolde  –  Richard Wagner
 Bearbeitung von Eberhard Kloke für die Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Tristan und Isolde © SantasSita / shutterstock

Deutsche Oper am Rhein / Tristan und Isolde © SantasSita / shutterstock

Tristan und Isolde – unauflöslich sind diese beiden Namen, ihre Herzen, ihre Schicksale miteinander verwoben. Zwei totalitäre Gefühls-Extremisten, die ihre Liebe in einer Radikalität leben, die keinen Raum für andere Menschen lässt und allein in der vollkommenen Selbstauflösung im Tod ihre Erfüllung finden kann.

An jeweils drei aufeinanderfolgenden Abenden präsentiert die Deutsche Oper am Rhein unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober Tristan und Isolde im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg. Speziell für die beiden Häuser, ihre Orchester und ein Weltklasse-Ensemble um Linda Watson und Alexandra Petersamer (Isolde), Michael Weinius und Daniel Frank (Tristan) sowie Hans-Peter König (König Marke) hat der erfahrene Komponist und Dirigent Eberhard Kloke eine feinsinnige Bearbeitung der Partitur vorgenommen.

In seiner Fassung sind außer dem Hauptorchester im Orchestergraben verschiedene Ensembles im Bühnenraum verteilt. Eine besondere Bedeutung kommt einem Streichensemble mit Englischhorn zu, das sich musikalisch und inhaltlich mit den Protagonisten verbindet. Dies bestimmt auch die Inszenierung von Dorian Dreher: Durch verschiedene Bühnen¬ebenen (Bühne und Kostüme: Heike Scheele) ist das Konzept stark räumlich definiert, und das Orchester wird selbst zum Protagonisten. „Hier entsteht etwas Besonderes, sehr Kreatives“, sagt Generalmusikdirektor Axel Kober. „Bei der musikalischen Bearbeitung und allen szenischen Überlegungen ging es uns darum, die Spannungsmomente und den Dialog zwischen innerer und äußerer Handlung nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar zu machen.“

Tristan und Isolde – 1. Aufzug Donnerstag, 03.12.2020, 19.30 Uhr Düsseldorf
Tristan und Isolde – 2. Aufzug Samstag, 05.12.2020, 19.30 Uhr Düsseldorf
Tristan und Isolde – 3. Aufzug Sonntag, 06.12.2020, 18.30 Uhr Düsseldorf

Tristan und Isolde – 1. Aufzug Donnerstag, 17.12.2020, 19.30 Uhr  Duisburg
Tristan und Isolde – 2. Aufzug Freitag, 18.12.2020, 19.30 Uhr  Duisburg
Tristan und Isolde – 3. Aufzug Samstag, 19.12.2020, 19.30 Uhr Duisburg

Alle Aufführungen, die tagesaktuelle Besetzung und weitere Informationen finden Sie auf www.operamrhein.de.

Meister Pedros Puppenspiel – Familienoper von Manuel de Falla
Premiere am Freitag, 4. Dezember, 18.00 Uhr, Theater Duisburg

Deutsche Oper am Rhein / Meister Pedros Puppenspiel © Mia Studio / shutterstock

Deutsche Oper am Rhein / Meister Pedros Puppenspiel © Mia Studio / shutterstock

Mit drei Sängerinnen und Sängern, zwei Puppenspielern, einem Orchester und Live-Video präsentiert die Deutsche Oper am Rhein Meister Pedros Puppenspiel als Familienoper. Mit glutvollen spanischen Klängen hat Manuel de Falla ein Motiv aus Cervantes´ Don Quijote zum Leben erweckt: Dem berühmten Ritter von der traurigen Gestalt geht während einer Puppenspielaufführung dermaßen die Fantasie durch, dass er mit blanker Waffe die Bühne stürmt… Die luftschlosshafte Wirklichkeit, die Don Quijote irgendwo zwischen Traum und Realität bewohnt, wird von Filmemacher Torge Möller (fettFilm), Regisseurin Ilaria Lanzino und dem Düsseldorfer Marionettentheater in Szene gesetzt. Mit ihrer phantasievollen Umsetzung und einer Spieldauer von 45 Minuten eignet sie sich auch für junge Besucher ab 6 Jahren. Ralf Lange hat die musikalische Leitung.

Masel Tov! (Wir gratulieren!)  – Kammeroper von Mieczyslaw Weinberg
Premiere Freitag, 11. Dezember, 19.30 Uhr,  Theater Duisburg

In der Küche brodelt das Leben. Das ist bei guten Partys so und auch in Mieczys?aw Weinbergs Kammeroper Masel Tov!. Drei Bedienstete und ein fliegender Buchhändler treffen dort während der Vorbereitungen für die Verlobung der Tochter des Hauses zusammen. Es wird geflirtet und gelästert, und mit zunehmenden Alkoholkonsum lassen die Anwesenden auch ihrem Unmut über das Leben als Bedienstete freien Lauf. Spontan ent¬spinnt sich neben zarten Annäherungen eine kleine Revolte, und so kommt es nicht nur zu zwei unerwarteten Verlobungen, sondern auch zu einem Todesfall.

Weinberg, den man vor allem in Verbindung mit seiner Oper Die Passagierin  kennt, zeigt sich in Masel Tov! von seiner komischen Seite, ohne dabei die Melancholie aus den Augen zu verlieren: Klezmermelodien kombiniert mit Walzer-, Polka- und Galoppformen aus der jiddischen Musiktradition verleihen der Partitur eine ganz eigene Farbe. Regisseur Philipp Westerbarkei setzt das beziehungsreiche Kammerspiel in Szene, Heike Scheele nimmt uns mit detailreicher Bühne und Kostümen mit in die Küche einer herrschaftlichen Villa des vergangenen Jahrhunderts. Ralf Lange leitet das Sängerensemble und die Duisburger Philharmoniker.

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Vissi d’arte – szenischer Abend von Johannes Erath
Premiere Samstag, 12. Dezember, 19.30 Uhr, Theater Duisburg

Als Stück der Stunde lässt sich „Vissi d’arte“ betrachten, das die Deutsche Oper am Rhein am 12. Dezember ins Theater Duisburg übernimmt: In einem Kaleidoskop anspielungsreicher Opernszenen macht Johannes Erath (Konzept, Inszenierung und Ausstattung) nach erzwungener Theaterstille die Wiedereroberung des Bühnenraums selbst zum Thema. Das Ensemble spielt intensiv bis humorvoll mit dem Abstand, reibt sich an der Erfahrung des Ausgebremstseins, der Sprachlosigkeit und der spürbaren Fragilität der Bühnenkunst und erkundet zu ungewöhnlich arrangierter Musik von Puccini, Verdi, Wagner, Strauss, Offenbach und Gershwin die Leidenschaft, Magie und Sehnsucht, die der Oper innewohnen. Unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Wiechert formulieren fünf Solistinnen und Solisten, der Opernchor und die Duisburger Philharmoniker eine vielstimmige „Liebeserklärung an die Opernbühne“.

Romeo und Julia von Boris Blacher
Premiere Samstag, 19. Dezember, 19.30 Uhr, Opernhaus Düsseldorf

Julietta Statue in Verona © IOCO

Juliette Statue in Verona © IOCO

Boris Blachers Vertonung von Shakespeares Romeo und Julia ist nicht nur im zu Vergleich Charles Gounods französischer Oper Roméo et Juliette spannend, die sich seit einem Jahr im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein befindet. Mitten im Zweiten Weltkrieg – die Opernhäuser lagen in Trümmern – schuf Blacher 1943/44 eine Kammeroper, die in ihrer Ausgespartheit ein kleines Wunder ist. Er konzentrierte und verdichtete den Stoff auf seine Essenz – auf das Schicksal von Romeo und Julia. Eine tragende Rolle übernehmen dabei der Solistenchor und ein Chansonnier, die das Scheitern dieser großen Liebe immer wieder kommentierend brechen und begleiten. Regisseur Manuel Schmitt, der u.a. bereits bei den Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper, am Staatstheater Nürnberg, am Theater Trier und am Musiktheater im Revier inszenierte, erarbeitet mit Romeo und Julia erstmals eine Produktion für die Deutsche Oper am Rhein.

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