Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Xerxes im Wohnzimmer, April 2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / XERXES © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / XERXES © Hans Jörg Michel

„Xerxes“: Deutsche Oper am Rhein im Wohnzimmer

Gute Nachricht für alle, die ihre Opernbesuche vermissen: Die Deutsche Oper am Rhein stellt ab sofort auf der Online-Plattform operavision.eu Georg Friedrich HändelsXerxes“ in der gefeierten Inszenierung von Stefan Herheim als kostenlosen Stream zur Verfügung. Aufgezeichnet wurde die Aufführung – eine Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin – im Januar 2019 im Opernhaus Düsseldorf. Zu erleben sind die hochkarätige Premierenbesetzung mit Valer Sabadus in der Titelpartie und die Neue Düsseldorfer Hofmusik unter der Leitung des Barockexperten Konrad Junghänel. Außerdem hat die Deutsche Oper am Rhein auf operavision.eu mehrere Backstage-Videos zu „Xerxes“ bereitgestellt, die spannende Einblicke in die komplexe Produktion bieten.

Mit Unterstützung aus dem Creative Europe Programme der EU vereint OperaVision kostenlos für alle Internet-Nutzer Live-Streams und Video-on-demand aus Opernhäusern und Festivals aus ganz Europa und ist mit seiner großen Bibliothek eins der größten Online-Kulturvermittlungsforen. Der Plattform gehören 29 Partnerinstitutionen an, darunter u.a. die Opernhäuser in Brüssel, Antwerpen, Madrid, Helsinki, Venedig und Stockholm und das Festival d’Aix-en-Provence. Aus Deutschland sind die Deutsche Oper am Rhein und die Komische Oper Berlin vertreten. „Xerxes“ war bereits 2019 für sechs Monate ausgestrahlt worden und avancierte mit über 70.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zu einer der fünf beliebtesten Produktionen auf OperaVision. „Wir freuen uns, dass es uns in Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern möglich ist, diese äußerst beliebte Opernproduktion erneut für unser Publikum ausstrahlen zu können – und danken ausdrücklich allen Beteiligten, dass Sie sich spontan und unbürokratisch bereiterklärt haben, dieses Projekt zu unterstützen“, so Generalintendant Prof. Christoph Meyer.

Neben dem Streaming-Angebot von „Xerxes“ gibt es zahlreiche weitere digitale, kreative Angebote der Deutschen Oper am Rhein zum Überbrücken der Zwangspause: Auf operamrhein.de erklärt die Kostümabteilung, wie man selber Mundschutzmasken näht, die Junge Oper am Rhein bastelt mit der ganzen Familie eine eigene Oper, und Tanzinteressierte können an einer Live-Class des Balletts teilnehmen. Auf den Social-Media-Kanälen der Jungen Oper am Rhein gibt es jeden Tag neue Tipps und Aktionen gegen Corona-Langeweile. Weitere Online-Angebote sind in Vorbereitung. Ab Montag steht auf operamrhein.de zudem ein Podcast von Chefdramaturgin Anna Melcher mit einer Werkeinführung zu „Xerxes“ bereit.

Zu „Xerxes“:

Was mit der berühmten Xerxes-Arie „Ombra mai fu“ beginnt, endet nach einem verwirrenden Liebes- und Intrigenspiel mit der Einsicht, dass das Leben ein Theater ist, in dem man sich seine Rolle nicht immer aussuchen kann. Auf der Bühne entspinnt sich ein rasantes Spektakel in opulenten Kulissen, die ganz in barocker Manier für das Publikum sichtbar per Hand geschoben und gedreht werden. Mit viel Witz und Raffinesse hat Regisseur Stefan Herheim das Stück in Szene gesetzt, auf die Bühne gebracht hat es die Deutsche Oper am Rhein in Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin. Auf dem eigenen Bildschirm können Opernfans nun das barocke Juwel in der Düsseldorfer Original-Premierenbesetzung erleben – Counterstar Valer Sabadus ist Serse alias Xerxes, Terry Wey ist Arsamene, Katarina Bradic ist Amastre, Torben Jürgens ist Ariodate, Heidi Elisabeth Meier ist Romilda, Anke Krabbe ist Atalanta, Hagen Matzeit ist Elviro. Außerdem zu erleben sind der Chor der Deutschen Oper am Rhein und die Neue Düsseldorfer Hofmusik unter der Leitung von Konrad Junghänel.

Georg Friedrich Händel: „Xerxes“

Ab sofort kostenlos auf operavision.eu

Eine Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Adam Fischer – bis 2025 in Düsseldorf, IOCO Aktuell, 21.03.2020

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Adam Fischer verlängert Vertrag bis 2025   

Principal Conductor  –  Düsseldorfer Symphoniker

Adam Fischer, *1949 in Budapest, hat sein zum Saisonende 2020 auslaufendes Engagement verlängert und bleibt weitere fünf Jahre Principal Conductor der in der Tonhalle Düsseldorf „ansässigen“ Düsseldorfer Symphoniker.

Die Vertragsverlängerung hat Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf, am Abend des 2. März 2020 in der Tonhalle Düsseldorf offiziell verkündet. Die Bekanntgabe erfolgt zu einem symbolträchtigen Termin: Adam Fischer dirigierte Joseph Haydns Symphonie La Passione und Gustav Mahlers 6. Symphonie, das letzte Konzert seines großen Mahler-Zyklus, den der Dirigent bei seinem Amtsantritt 2015 in der Tonhalle Düsseldorf begann.

Adam Fischer – zur geschlossenen Tonhalle in Düsseldorf und der Corona Krise
youtube Trailer Tonhalle Düsseldorf
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Adam Fischer freut sich über die Vertragsverlängerung: „Ich bin sehr glücklich, dass ich meine 2015 begonnene künstlerische Arbeit in Düsseldorf in den nächsten Jahren fortsetzen werde. Ich habe wunderbare Musiker im Orchester kennengelernt, die mich richtig inspirieren können. Und auch ein Publikum, dessen Begeisterung uns alle auf der Bühne anspornt und mitreißt. Ich hoffe, dass es mir noch lange vergönnt sein wird, mit den Düsseldorfer Symphonikern gemeinsam musizieren zu können.

Michael Becker, Intendant der Tonhalle Düsseldorf und der Düsseldorfer Symphoniker, ist stolz, dass sich Adam Fischer für weitere fünf Jahre in Düsseldorf entschieden hat: „Mit der seltenen Mischung aus unbestechlicher Musikalität, professioneller Neugier und tiefgreifender Menschlichkeit hat Adam Fischer eine neue musikalische Zeitrechnung in Düsseldorf begonnen, die weit über die Republik hinaus wahrgenommen wird.“

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer - Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer – Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker © Susanne Diesner

In den zurückliegenden fünf Jahren führte Fischer mit den Düsseldorfer Symphonikern unter anderem alle Mahler-Symphonien in Kombination mit Werken von Joseph Haydn auf. Die in Kooperation mit dem Deutschlandfunk und dem Label Avi Music entstandenen Konzerteinspielungen gewannen mehrere Preise, etwa den BBC Music Magazin Award und den Opus Klassik (2019). Fischers Mahler-Zyklus gilt als einer der Hauptgründe für einen massiven Anstieg der Publikumszahlen in der Tonhalle Düsseldorf. Auch international sorgt die Zusammenarbeit Fischers mit den Düsseldorfer Symphonikern für Aufsehen, wie beispielsweise während eines Gastspiels in Budapest und auf einer Spanien-Tournee des Orchesters im Januar 2019 zu erleben war. Weitere Konzertreisen sind nun in Planung.

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer © Susanne Diesner

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, ist ebenfalls sehr glücklich, dass Adam Fischer Erster Konzertdirigent in Düsseldorf bleibt: „Er hat den Düsseldorfer Symphonikern zu großer Strahlkraft verholfen und begeistert sein Publikum weit über Düsseldorf hinaus. Adam Fischer schätze ich aber auch persönlich, da er ein Weltbürger und ein Mensch mit Haltung ist.“

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe ist überzeugt: Adam Fischer liebt die Düsseldorfer Symphoniker, die Düsseldorfer Symphoniker lieben Adam Fischer, und dies nun schon seit fünf Jahren. Mit seinem so persönlichen Einsatz und seiner Musizierfreude, die auf die Symphoniker ebenso überspringt wie auf das Publikum, hat Adam Fischer die Düsseldorfer Symphoniker in neue Sphären geführt. Dafür sind ihm alle Musikfreunde mehr als dankbar, und ich empfinde große Freude, dass wir nun seinen Vertrag verlängern konnten.“

Adam Fischer wird weltweit nicht nur als Dirigent geschätzt, sondern macht regelmäßig auch außerhalb der Konzertsäle durch sein humanitäres Engagement von sich reden. Zusammen mit András Schiff reichte er bereits 2011 bei der EU eine Petition gegen Rassismus und Ausgrenzung ein. 2018 erhielt er den isra­elischen Wolf-Preis, eine Auszeichnung, die an herausragende Persönlichkeiten für ihr besonderes humanitäres Engagement verliehen wird. Seit Adam Fischer Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker ist, verleiht er zudem selbst jedes Jahr den vom Freundeskreis der Tonhalle gestifteten Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf an eine Person oder Organisation, die sich in besonderem Maße für Freiheit und Menschenrechte einsetzt.

Tonhalle Düsseldorf / Die Düsseldorfer Symphoniker - hier zum Neujahrskonzert © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Die Düsseldorfer Symphoniker – hier zum Neujahrskonzert © Susanne Diesner

Nachdem die Serie der Mahler-Symphonien nun abgeschlossen ist, startet Adam Fischer in Düsseldorf neue Zyklen. In den kommenden fünf Jahren plant er mit den Symphonikern unter anderem Brahms, Bartók, Schubert, Beethoven und Dvorák intensiv zu beleuchten. Näheres dazu wird die Tonhalle im Rahmen der Pressekonferenz zur neuen Saison Mitte Mai bekannt geben.

Auch für die Musikerinnen und Musiker der Düsseldorfer Symphoniker ist es ein Glücksfall, dass sie die Zusammenarbeit mit ihrem Principal Conductor fortsetzen dürfen. Solo-Flötistin Ruth Legelli aus dem Orchestervorstand kommentiert: „Die Düsseldorfer Symphoniker sind sehr dankbar über die Verlängerung des Vertrages von Adam Fischer. Es hat uns große Freude gemacht, mit ihm zusammen den Mahler-Zyklus aufzunehmen. Auch an die gemeinsamen Gastspiele in Spanien und Ungarn erinnern wir uns sehr gerne. Die Konzerte und Arbeitsphasen mit ihm sind für uns immer etwas Besonderes, und wir freuen uns auf neue Themen und musikalische Höhepunkte.“

Über Adam Fischer:

1949 in Budapest geboren, studierte Adam Fischer Komposition und Dirigieren in Budapest und bei Hans Swarowsky in Wien. Nach Stationen als Erster Kapell­meister in Helsinki, Karlsruhe und an der Staatsoper in München war er Gene­ralmusikdirektor in Freiburg, Kassel und Mannheim sowie Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper in Budapest. Er ist Gründer und Künstlerischer Leiter der Budapester Wagnertage. Seit 1999 leitet Fischer das Danish Chamber Orchestra Kopenhagen, seit der Saison 2015/16 ist er Erster Konzertdirigent der Düsseldorfer Symphoniker.

Regelmäßige Auftritte führen Adam Fischer an die größten Opernhäuser in Europa und in den USA, darunter die Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, Baye­rische Staatsoper, Covent Garden, Metro­politan Opera und die Bayreuther Fest­spiele. Als Konzertdirigent arbeitet er regelmäßig mit Orchestern wie den Wiener, Berliner und Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Orche­stre de Paris, dem London Philharmonic, dem Orchestra of the Age of Enlighten­ment, dem NHK Symphony Tokyo, dem Chicago und dem Boston Symphony. Im Januar 2017 wurde Adam Fischer zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt.

 

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Keine Vorstellungen bis 02.04.2020, IOCO Aktuell

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Bühne © Daniel Senzek

Deutsche Oper am Rhein / Bühne © Daniel Senzek

Deutsche Oper am Rhein –  Vorstellungen bis 2. April abgesagt

 Entscheidung der drei großen Düsseldorfer Kulturinstitute

Nach Rücksprache mit Thomas Geisel, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, der gleichzeitig den Aufsichtsräten der drei Häuser vorsitzt, haben die Geschäftsführungen der drei großen Bühnen der Stadt Düsseldorf – Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Schauspielhaus und Tonhalle Düsseldorf – entschieden, den Spielbetrieb vorerst bis einschließlich Donnerstag, den 2. April 2020 auszusetzen. Das gilt auch für die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg.

Damit folgen die Häuser einerseits der Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt, die den Erlass des Landes bezüglich des Corona-Virus in NRW umsetzt. Andererseits übernehmen sie damit die Verantwortung für ihr Publikum, das sie in der aktuellen Situation keiner unnötigen gesundheitlichen Gefährdung aussetzen wollen.

Die Situation wird beobachtet und fortlaufend neu bewertet. Die Häuser setzen sich mit den betroffenen Karteninhabern in Verbindung, um eine Umbuchung oder eine Stornierung anzubieten. Die drei Kultureinrichtungen hoffen auf eine schnellstmögliche Normalisierung der Lage und möchten mit dieser Entscheidung dazu beizutragen.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Operngala abgesagt 21.03.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

11. Festliche Operngala Düsseldorf vom 21. März abgesagt

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat die 11. Festliche Operngala abgesagt, die am Samstag, 21. März 2020, im Opernhaus Düsseldorf stattfinden sollte.

Für die Stiftung hat die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher oberste Priorität. Sie unterstützt damit die aktuellen gesellschaftlichen Anstrengungen, die weitere Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Genauso wie die Infektion mit HIV, muss auch die Ansteckung durch Corona möglichst verhindert werden.

Deutsche Oper am Rhein / SIDS Gala © Susanne Diesner

Deutsche Oper am Rhein / SIDS Gala © Susanne Diesner

Ein besonders herzlicher Dank gilt den Künstlerinnen und Künstlern, die bereit waren, ohne Gage für den guten Zweck aufzutreten und den Mitarbeitenden der Deutschen Oper am Rhein.

Der Preis der verkauften Tickets wird zurückerstattet. Die Deutsche Oper am Rhein und die Deutsche AIDS-Stiftung setzen sich dazu mit ihren Besucher*innen in Verbindung. Kund*innenen, die ihre Tickets an externen Vorverkaufsstellen erworben haben, werden gebeten, sich an diese Stellen zu wenden.

Die Deutsche Oper am Rhein und die Deutsche AIDS-Stiftung prüfen, ob in diesem Jahr noch ein Ausweichtermin gefunden werden kann. Fest steht aber bereits der Termin für die 12. Festliche Operngala: Es ist der 13. März 2021.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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