Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Mercatorhalle – Neuer Spielort – Bis Juni 2019

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

 Wasserschaden im Theater Duisburg

 GötterdämmerungDon Carlo – Konzertant in Mercatorhalle

Infolge des Wasserschadens (IOCO berichtete, link HIER) vom 05. April 2019, werden die große Bühne und die bühnentechnischen Anlagen im Theater Duisburg auch den Mai 2019 hindurch nicht einsatzfähig und bespielbar sein. Dennoch wird es in den nächsten Wochen zahlreiche Opernhighlights in Duisburg geben: Die Deutsche Oper am Rhein weicht mit acht ihrer neun geplanten Vorstellungen in die benachbarte Mercatorhalle aus.

Termin für Bespielbarkeit der Bühne zur Zeit nicht gegeben

Die Neuinszenie­rung von Richard Wagners Götter­dämme­rung am 5. Mai (Premiere) und am 12. Mai, Giuseppe Verdis Oper Don Carlo am 10. und 17. Mai sowie die vier Vorstellungen des „Ring“-Zyklus vom 23. Mai bis 2. Juni 2019 werden in hochkarätiger Besetzung konzertant gegeben. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Lediglich die Absage des Ballettabends b.38 am 18. Mai ist unumgänglich, da eine geeignete Ersatzspielstätte hierfür nicht gefunden werden konnte. Die Deutsche Oper am Rhein setzt sich mit den Karteninhabern in Verbindung.

Deutsche Oper am Rhein / Generalmusikdirektor Axel Kober dirigiert Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in der Mercatorhalle Duisburg © Susanne Diesner

Deutsche Oper am Rhein / Generalmusikdirektor Axel Kober dirigiert Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in der Mercatorhalle Duisburg © Susanne Diesner

Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: „Wir machen aus der Not eine Tugend. Nachdem wir lange um die Premiere der Götterdämmerung, um den Ring-Zyklus und Don Carlo bangen mussten, freuen wir uns jetzt sehr auf außergewöhnliche musikalische Abende im Konzertsaal. Die Duisburger Philharmoniker und unser Sänger­ensemble konzentrieren sich unter der Leitung unseres Generalmusikdirek­tors Axel Kober ganz auf die rein musikalische Darbietung, für die bereits intensiv geprobt wird.

Premiere der Götterdämmerung erfolgt konzertant

Als Wagner-Interpreten sind in der Mercatorhalle u. a. James Rutherford (Wotan / Der Wanderer), Corby Welch (Siegfried), Linda Watson und Alexandra Petersamer (Brünnhilde), Sarah Ferede (Sieglinde/Waltraute), Stefan Heide­mann (Alberich), Cornel Frey (Mime), Sami Luttinen (Hagen), Richard Šveda (Gunther) und Anke Krabbe (Gutrune) zu hören.

Auch Verdis Oper Don Carlo findet – ebenfalls hochkarätig besetzt – in konzertanter Form statt. Im Kampf um Macht und Freiheit stehen sich am 10. und 17. Mai  Bogdan Taloc (Filippo II.), Eduardo Aladrén (Don Carlo), Bogdan Baciu (Rodrigo di Posa), Olesya Golovneva (Elisabetta), Sarah Ferede (Principessa di Eboli) und Hans-Peter König (Großinquisitor) gegenüber. Die Duisburger Philharmoniker spielen unter der Leitung von Nicholas Carter.

Thomas Krützberg, Kulturdezernent der Stadt Duisburg: „Die Folgen des immensen Wasserschadens sind noch nicht ganz absehbar, ich bin aber sehr froh, dass es uns gemeinsam gelingt, das kulturelle Angebot in unserer Stadt weitgehend aufrecht zu erhalten. Die Mercatorhalle ist ein hervorragender Konzertsaal, in dem die Duisburger Philharmoniker und das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein den „Ring des Nibelungen“ und „Don Carlo“ sicher zu einem großen musikalischen Erlebnis machen.“

Noch ist unklar, wann die große Bühne im Theater Duisburg wieder bespielbar sein wird. Aussagen über die Realisierbarkeit der Vorstellungen ab Anfang Juni können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden.

Tickets und weitere Informationen zu allen Aufführungen sind erhältlich bei der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203.283 62 100), im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211) und online auf www.operamrhein.de.

Die Aufführungen in der Mercatorhalle Duisburg:
So 05.05. – 17.00 Uhr:    GÖTTERDÄMMERUNG (Premiere)
Fr 10.05. – 19.30 Uhr:     Don Carlo
So 12.05. – 17.00 Uhr:    Götterdämmerung
Fr 17.05. – 19.30 Uhr:     Don Carlo
Do 23.05. – 19.30 Uhr:   Das Rheingold
So 26.05. – 17.00 Uhr:    Die Walküre
Do 30.05. – 17.00 Uhr:   Siegfried
So 02.06. – 17.00 Uhr:    Götterdämmerung
Sa 18.05. – 19.30 Uhr:    Ballett am Rhein: b.38 – ENTFÄLLT

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Versehen, nicht Kunst – Sprinkleranlage flutet Bühne, April 2019

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

 Vorstellungsausfall – Verheerender Wasserschaden

Versehentlich ausgelöste Sprinkleranlage flutet Bühne und Bühnentechnik

Vier Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im April 2019 im Theater Duisburg werden in Folge des Wasserschadens abgesagt // Oper setzt sich mit den Ticketinhabern in Verbindung

In Folge des verheerenden Wasserschadens, der am vergangenen Freitag das Theater Duisburg schwer beschädigt hat, müssen die für den weiteren Verlauf des Aprils 2019 geplanten Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg abgesagt werden. Dies betrifft im Einzelnen:

Sonntag, 14. April, 15.00 Uhr: „Der Opernbaukasten – Folge 4“ Montag, 22. April, 18.30 Uhr: Wolfgang Amadeus Mozart – „Die Zauberflöte“,  Mittwoch, 24. April, 18.00 Uhr: Opernwerkstatt zu Richard Wagners „Götterdämmerung“, Sonntag, 28. April, 18.30 Uhr: Ballett am Rhein – „b.38“

Fünf Tage, nachdem durch die versehentlich ausgelöste Sprinkleranlage Bühne und Bühnentechnik im Theater Duisburg mit rund 80.000 Litern Wasser geflutet wurden, ist noch unklar, wann das Haus wieder bespielbar sein wird. Auch die für den April im Theater Duisburg angesetzten Proben zur Premiere von Richard Wagners Götterdämmerung (Sonntag, 5. Mai 2019) können nicht wie geplant auf der Bühne des Theaters stattfinden. „Wir wissen derzeit noch nicht, ob und in welcher Form wir die Inszenierung herausbringen können“, so Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, Christoph Meyer. „Wir bitten unser Publikum um Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen können, ob und wie wir ab Mai im Theater Duisburg proben und spielen können. Die Analyse des Ausmaßes der Beschädigung durch das Wasser ist noch längst nicht abgeschlossen.“

Die Deutsche Oper am Rhein prüft derweil zahlreiche Alternativen, um ihren Spielplan in Duisburg in den Folgewochen zu sichern, darunter das Ausweichen in Ersatzspielstätten sowie halbszenische bzw. konzertante Aufführungen.

Die Deutsche Oper am Rhein setzt sich mit den Käuferinnen und Käufern, die Karten für die oben genannten Vorstellungen erworben haben, für den Umtausch in Verbindung. Karten für die Aufführungen ab Mai 2019 behalten zunächst ihre Gültigkeit.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

Duisburg, Mercatorhalle, Klaviervfestival 2012 Wayne Marshal – The Sound of America, IOCO Kritik, 10.06.2012


Kritik

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Klavier-Festival Ruhr 2012

Mercatorhalle Duisburg

WDR-Orchester, Wayne Marshall, Klavier + Leitung

Georges Gershwin – Abend

The Sound of America

Klavierfestival Ruhr 2012 / Of thee I sing": Wayne Marshall und das WDR Rundfunkorchester Köln bei der Gershwin-Hommage des Klavier-Festivals Ruhr in der Mercatorhalle © KFR/Frank Mohn

Klavierfestival Ruhr 2012 / Of thee I sing“: Wayne Marshall und das WDR Rundfunkorchester Köln bei der Gershwin-Hommage des Klavier-Festivals Ruhr in der Mercatorhalle © KFR/Frank Mohn

Klavierfestival Ruhr 2012 / Wayne Marshall spielte mit dem WDR Rundfunkorchester Köln das "Concerto in F" von George Gershwin © KFR/Frank Mohn

Klavierfestival Ruhr 2012 / Wayne Marshall spielte mit dem WDR Rundfunkorchester Köln das „Concerto in F“ von George Gershwin © KFR/Frank Mohn

Wayne Marshall ist ein Zauberer, ein exzellenter Pianist und Organist, sowie ein Dirigent, von dem wunderbare Impulse ausgehen, die ein Orchester zu Höchstleistungen animieren können. So geschehen am Sonntagabend in der Duisburger Mercator-Halle.

Der am Londoner Royal College of Music ausgebildete englische Musiker ist an allen berühmten Orgeln in Kirchen und Konzertsälen erfolgreich und konzertiert auch als Pianist mit international renommierten Orchestern. Als Gastdirigent leitete er First Class Orchester, wie das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das London Symphony Orchestra, sowie last but not least die Berliner Philharmoniker. Sein besonderes Anliegen ist die Musik amerikanischer Komponisten mit Schwerpunkt Georges Gershwin. Nun war er zum zweiten Mal Gast beim Klavierfestival und präsentierte zusammen mit dem WDR- Orchester Köln ein reines Gershwin-Programm.

Gershwin, der selbst nie Jazz schrieb, entnahm aber dem Jazz viele wichtige Elemente für seine eigene musikalische Sprache. Das wurde in seinen gesellschaftskritischen Musicals, wie auch in seiner Oper “Porgy and Bess“ sehr deutlich.

Eröffnet wurde der Abend mit der Ouvertüre zu dem Musical “Of Thee I Sing“ mit dem Gershwin 1931 am Broadway einen großen Erfolg hatte.

Eine rhythmisch sehr pointierte Musik, die da zu hören war, und die von Marshall und dem Orchester schwungvoll dargeboten wurde.

Walter Damrosch, Chefdirigent der New Yorker MET und des Orchesters der Symphonic Society, bestellte bei Gershwin ein dreisätziges Klavierkonzert.

Es wurde 1925 unter Damroschs Leitung und mit Gershwin (der auch ein fabelhafter Pianist war) als Solisten, mit kolossalem Erfolg uraufgeführt.

Wayne Marshall trat mit dem Werk jetzt in Essen in Gershwins Fußstapfen.

Er spielte nicht nur den Solopart, sondern dirigierte auch das Orchester vom Flügel aus. Eine enorme Leistung, wenngleich die Verständigung nicht immer d`accord war und winzige Unebenheiten im Wechsel auszumachen waren.

Trotzdem wurde es eine temperamentvolle, blutvolle Darbietung dieses außergewöhnlichen Konzertes, das mit seinen donnernden Akkorden, Ragetime-Rhythmus und melodischen Arabesken ein typisches Beispiel für die Lyrik Gershwins ist.

Der Solopart ist nicht besonders umfangreich, aber verlangt nach einer stupenden Technik. Die hatte Wayne Marshall in hohem Maße zu bieten.

Das Publikum zeigte sich angetan und erklatschte sich eine Zugabe. Marshall spielte ein virtuoses Stück, offenbar auch von Gershwin, mit vielen Walzer-Zitaten.

Nach der Pause landeten das erstklassige Orchester und der souveräne Dirigent einen weiteren Hit, die 1932 entstandene “Kubanische Ouvertüre“. Es ist ein farbenfrohes mitreißendes Stück. Die Anregung dazu holte sich Gershwin bei einem Kurzurlaub auf Kuba. Marshall und das Orchester erzeugten Bigband-Sound.

Den Abschluss des Konzerts bildete eine große symphonische Suite aus Gershwins Oper “Porgy and Bess“. Ein “Symphonic Picture“ daraus verarbeitet nicht nur die unsterblichen Songs, wie “Summertime“, “I got plenty o`Nuthin“ und “Bess, you are my women now“, sondern auch reine instrumentale Piecen, wie etwa die Sturmmusik des zweiten Aktes. Es nötigte unumschränkte Bewunderung ab, mit welcher schmiegsamer Leichtigkeit und Eleganz Marshall und das Orchester Gershwins Melodien zum Klingen brachten.

Ein feiner, nachhaltiger Abend war das, den das Publikum begeistert aufnahm.

Da der Beifall nicht enden wollte, war man sehr großzügig und gab als Zugabe noch mal die Musical-Ouvertüre, mit der das Konzert begann.

IOCO / UGK / 10.06.2012

—| IOCO Kritik Klavierfestival Ruhr |—

Duisburg, Mercatorhalle, Klavierfestival 2012- Schubert-Abend mit Daniel Barenboim, 08.05.2012

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Klavier-Festival Ruhr 2012

Klavierfestival

Mercatorhalle Duisburg © IOCO

Mercatorhalle Duisburg © IOCO

Schubert-Abend mit Daniel Barenboim: Detailliertes Programm steht nunmehr fest!

Das Programm von Daniel Barenboim beim Klavier-Festival Ruhr 2012 steht nunmehr fest. Wie bereits angekündigt, wird er sich bei seinem Auftritt am Di. 8. Mai (20 Uhr) in der Mercatorhalle im CityPalais Duisburg ganz auf das Klavierwerk von Franz Schubert konzentrieren. Neben einer Auswahl von vier Impromptus wird Daniel Barenboim im zweiten Teil Schuberts grandiose Sonate A-Dur D 959 aus dem Jahr 1828 aufführen und damit die vorletzte der von Franz Schubert komponierten Klaviersonaten. Sie gehört in ihrem Bezug zu Schuberts Liedschaffen und dank geradezu einer Überfülle an melodischen und harmonischen Einfällen zu den bei Schubert eher seltenen Fällen, die von Lebensfreude und Zuversicht künden. Robert Schumann verehrte das Werk und schwärmte von den „himmlischen Längen“, die Schubert der Musikwelt damit geschenkt hat.

Daniel Barenboim gehört zu den Künstlern, die dem Klavier-Festival Ruhr seit vielen Jahren die Treue halten. Unvergessen sind Höhepunkte wie die Gesamtaufführung der Klavierkonzerte von Beethoven, Chopin und Liszt, die er zusammen mit der Staatskapelle Berlin beim Klavier-Festival Ruhr aufführte. Die Aufzeichnungen der Konzerte auf DVD und CD sind als Live-Mitschnitte vom Klavier-Festival Ruhr weltweit verfügbar. Aber auch als Dirigent sowie als Kammermusikpartner mit jungen Musikern des von ihm gegründeten „West Eastern Divan Orchestra“ setzte Barenboim beim Klavier-Festival Ruhr künstlerische Impulse.

—| Pressemeldung Klavierfestival Ruhr |—

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