Dresden, Staatskapelle Dresden, AUFKLANG! – Eröffnung Zwischensaison, IOCO Kritik, 30.06.2020

Juni 29, 2020  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Konzert, Kritiken, SemperOper

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Sächsische Staatskapelle Dresden

Semperoper

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper © Matthias Creutziger

AUFKLANG!  –  Staatskapelle Dresden  in der Semperoper

 Purcell, Mendelssohn, Wolf, Haydn  –  380 Besucher

von Thomas Thielemann

Am 27 Juni 2020 begann die Sächsische Staatskapelle Dresden ihre Aufklang! – Zwischensaison mit einem „Außerordentlichem Aufführungsabend“ im Semperbau. Durch die Corona bedingten  Umstände fand das Konzert vor nur etwa 380 Hörern im Rahmen der orchestereigenen Kammermusik statt. Geboten wurden Kompositionen von Henry Purcell, Hugo Wolf; Felix Mendelssohn Bartholdy und Joseph Haydn. Die Musikalische Leitung des Abends hatte der seit 1999 Erste Konzertmeister der Staatskapelle, Matthias Wollong inne.

Von 1972 bis 1996 arrangierte der legendäre Kanadische Trompeter William Frederick Mills (1935-2009) für das Blechbläserensemble Canadian Brass neben weit über hundert anderer Werke auch Henry Purcells (1659-1695) „Sonate für Trompete, Streicher und Basso continuo D-Dur“ ( Zimmermann-Verzeichnis Nr. 850).

Als Purcell die Vorlage komponierte, lebte er am Hofe der englischen Queen Mary II. In offenbar entspannter Atmosphäre schmachtete der Komponist die 32-jährige Königin „mit betonter Liebe gearbeiteter“ Geburtstagskantate und zahlreichen Songs an. In diesem Umfeld dürfte auch die Sonate mit ihrer beeindruckenden Leichtigkeit entstanden sein.

Entsprechend locker entledigten sich der Solotrompeter der Staatskapelle, Mathias Schmutzler, und die Stipendiatin Giuseppe-Sinopoli– Akademie Henrike Genieser der Aufgabe, die einfallsreiche Musik mit der Unterstützung von Horn, Posaune und Tuba zu Gehör zu bringen. Nur etwa fünf Minuten benötigten sie, das Auditorium mit zunächst ruhigen und dann mit zunehmendem Tempo in das Konzert einzustimmen. Die Forschung vermutet, dass die Sonate eine Umarbeitung des Komponisten seiner verschollenen Ode Light of the World  ist.

Staatskapelle Dresden / AUFKLANG! in der Semperoper © Markenfotografie

Staatskapelle Dresden / AUFKLANG! hier die Staatskapelle in der Semperoper © Markenfotografie

Als Musikkritiker hatte sich Hugo Wolf (1860-1903) mit der harten Ablehnung der Musik Johannes Brahms nicht nur Freunde gemacht. So musste er erleben, dass 1886 Hans Richter und die Wiener Philharmoniker seine sinfonische Ouvertüre Pentheselia auslachten und mit der Bemerkung, dass, wer solche Musik schaffe, nicht das Recht habe „Meister Brahms zu attackieren“, ablehnten.

Wolf beendete deshalb seine Kritikertätigkeit und wagte den Neuanfang als Instrumentalkomponist. Innerhalb kurzer Zeit schuf er Anfang 1887 mit seinem Molto-vivo-Streichquartett einen „leichtfüßigen und delikaten Serenaden-Satz“, die italienische Serenade. 1892 entstand daraus die im Konzert gespielte Bearbeitung für Streichorchester. Eigentlich wollte Wolf diese Fassung mit weiteren Sätzen ergänzen. Aber es existieren nur die Entwürfe zu einem langsamen Satz und einer Tarantella.

Streicher der Staatskapelle spielten das kurze charmante Werk wunderbar spritzig. Technisches Können gepaart mit unbeschwerter Leichtigkeit, aber auch mit raffinierten Untertönen, begeisterte. Besonders beeindruckte das Cello-Soloständchen.

Staatskapelle Dresden / AUFKLANG! in der Semperoper © Markenfotografie

Staatskapelle Dresden / AUFKLANG! in der Semperoper © Markenfotografie

Die Kunst seines Geigenlehrers Eduard Ritz (1802-1832) und die Musik Johann Sebastian Bachs regten den 13-jährigen Felix Mendelssohn  (1809-1842) an, ein d-Moll-Konzert für Violine und Streichorchester zu komponieren. Die Komposition war vermutlich zum 20. Geburtstag des älteren Freundes Ritz für ein Hauskonzert der Mendelssohns geschrieben. Die Tiefe und Romantik, die scharfen Kontraste und die Beherrschung des musikalischen Handwerkszeugs haben dem Geniestreich nach der erst 1951 erfolgten Wiederbelebung der Komposition durch Sir Yehudi Menuhin die Position MWV O3 im neuen Mendelssohn-Werkverzeichnis verschafft.

Trotz der weitgehenden Eingrenzung auf die klassischen Formen der Vorbilder hat sich die Komposition dank der jugendlichen Frische  für das Podium von Streich- und Kammerorchestern erhalten. Im Konzert wurde die unter dem Ritz-Einfluss mit dem 3. Satz ergänzte Fassung geboten.

Mit seiner Guarneri-Violine aus dem Jahre 1676 Übernahm Matthias Wollong auch den Solopart des d-Moll-Konzerts. Andreas Guarneri (um 1626-1698) steht wegen seines Anfangs als Gehilfe von Nicola Amati und seiner Lehre bei Antonio Stradivari zu Unrecht im Schatten dieser Cremonenser Meister, zählen doch seine Bratschen inzwischen zu den begehrtesten Instrumenten.

Mit geigerischer Brillanz gelang Matthias Wollong die Gratwanderung zwischen der zuweilen naiv anmutenden Schlichtheit der Komposition und der tiefergehenden Empathie des musikalischen Ausdrucks.

Staatskapelle Dresden / AUFKLANG! hier Dirigent Matthias Wollong © Markenfotografie

Staatskapelle Dresden / AUFKLANG! hier Dirigent Matthias Wollong © Markenfotografie

Dem Solisten zur Seite standen hervorragende Streicher der Staatskapelle Dresden. Der Kopfsatz mit Bachschen Rhythmen lebt von der mehrfachen Wiederholung der Themen. Trotzdem gelang es der Solovioline, das Klangbild zusammen zuhalten. Im lyrischen Andante konnten sich die Agierenden  vollkommen auf den Mendelssohnschen Klangzauber einlassen und im Schluss-Satz mit ihrer Begeisterung der „glühenden, jugendfrischen Heiterkeit“ des Komponisten Ausdruck verleihen.

Bereitet man sich auf ein Konzert mit Joseph Haydns (1732-1809) vermutlich 1773 komponierten Symphonie Nr. 64 A-Dur Hobokenverzeichnis I:64 vor, so stolpert man zwangsläufig über deren Beinamen „Tempora mutantur = die Zeiten ändern sich“. Die Beschriftung des Umschlags mit einem Epigramm des englischen Schriftstellers John Owen (um 1564-1622), in den eine Partitur Abschrift der 64. Haydn-Symphonie offenbar zufällig geraten war, hatte zu dieser Benennung geführt. Aber selbst mit dem Schluss-Satz der Sinfonie lässt sich kein rechter Zusammenhang mit dem ihr aufgedrückten Namen herstellen.

Haydn, angestellter Kapellmeister beim Fürsten Nikolaus I. Esterházy, musste noch die Aufmerksamkeit seines Publikums mit einem harschen Beginn seiner Sinfonien mit einem „Allegro spirito“ wecken. Mit seinem ausgehungerten Publikum musste aber Matthias Wollong nicht grob umgehen.

Er konnt die kontrastreiche Partitur mit ihrer emotionalen Lebendigkeit, den heutigen Höhrgewohnheiten weitgehend angepasst, bieten. Die lockere Natürlichkeit im Musizieren und die Detail- und Ausdrucksbesessenheit schlossen sich bei der Interpretation nicht aus. Die Besonderheiten der Partitur blieben deutlich, ohne dass der Charme des Werkes dafür geopfert war.

Das brilliante, aus 26 Musikern bestehende Ensemble der Staatskapelle wurde vom überschaubaren Publikum mit heftig stürmischem Beifall gefeiert.

—| IOCO Kritik Semperoper Dresden |—

Dresden, Semperoper, Don Carlo – Höhepunkte – Netrebko, Maximova …., IOCO Kritik, 22.06.2020

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Sächsische Staatskapelle Dresden

Semperoper

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper © Matthias Creutziger

 Don Carlo – Giuseppe Verdi – kammermusikalisch

 Anna Netrebko – Rollendebüt als Elisabetta di Valois

von Thomas Thielemann

Endlich wieder ein Besuch in der Semperoper. Kein elektronisches Notfallprogramm mit dem heimischen TV und der HiFi-Anlage, sondern ein Live-Konzert mit den Höhepunkten aus Guiseppe Verdis Don Carlo; und das mit einer hochrangigen Besetzung.

 Don Carlo – Semperoper Dresden – 20. Juni 2020

Natürlich waren die äußeren Umstände des Abends etwas verstörend. Garderobe konnte nicht abgegeben werden, Flanieren im Haus und Catering fehlten; dazu Maskenpflicht bis zur Einweisung zum Sitzplatz durch das Hauspersonal.

Wegen des Aerosolschutzes blieben die ersten fünf Parkettreihen frei. Auch jede zweite Reihe blieb gesperrt. Innerhalb der Reihen waren mit dem Zwischenraum zweier Plätze jeweils zwei Sitze nutzbar. Damit konnten etwas über 300 Besucher das Konzert hören.

Semperoper Dresden / Don Carlo - hier : vl Elena Maximovy Anna Netrebko, Yusif Eyvazov @ Daniel Koch

Semperoper Dresden / Don Carlo – hier : vl Elena Maximovy Anna Netrebko, Yusif Eyvazov @ Daniel Koch

Das Engagement von Anna Netrebko und Yusif Eyvazov verdankten wir dem Umstand, dass die Star-Sängerin eigentlich am 23. Mai 2020 ihr Rollendebüt als Elisabetta di Valois (in der Übernahme der Don-Carlo – Inszenierung von Vera Nemirova von den Osterfestspielen 2020 an der Semperoper) geben wollte und gemeinsam mit Yusif Eyvazov als Don Carlo die Partien einstudiert hatte. Trotz der Premierenverschiebung kam die Operndiva mit ihrem Ehemann nun doch in dieser Spielzeit zu einer, allerdings Corona-bedingt kammermusikalischen Fassung der Verdi-Oper, nach Dresden. Mit  belebten die mit Gastauftritten als Carmen im Haus bereits bekannte Elena Maximova und Ensemblemitglieder die Bühne der Semperoper. Dies wurde prächtig durch drei stimmstarke Damen und vier kraftvoll singende Herren des Sächsischen Staatsopernchores, von Jan Hoffman glänzend vorbereitet, unterstützt.

Der dem Hause verbundene Komponist und Dirigent Johannes Wulff-Woesten schuf eine kammermusikalische Fassung der Verdi-Oper und begleitete als Musikalischer Leiter des Abends vom Klavier die Musiker der Staatskapelle Dresden. Bei den Bestzungen der Instrumentalisten kamen, wegen der Abstandsregelungen, jeweils nur ein Flötist (Andreas Kißling), ein Oboist (Sebastian Römisch), ein Englischhorn (Volker Hanemann), eine Violine (Robert Lis), ein Violoncello (Simon Kalbhenn) sowie ein Kontrabass (Andreas Wylezol) zum Einsatz. Das Klavier und vor allem das Harmonium, von Jobst Schneiderat meisterhaft eingesetzt, ließen weitere Blasinstrumente und die Orgel nicht vermissen. Das klang für diese karge Instrumentierung aber dank dem längeren Nachhall und der guten Raumakustik erstaunlich voll.

Semperoper Dresden / Don Carlo - hier : Alexandros Stavrakakis als Mönch @ Daniel Koch

Semperoper Dresden / Don Carlo – hier : Alexandros Stavrakakis als Mönch @ Daniel Koch

Für mich störend, wurde der von Wulff-Wuesten schwer erarbeitete Handlungsfluss häufig durch Zwischen-Beifall unterbrochen. Aber im Konzertverlauf verzichtete der Musikalische Leiter dann zunehmend auf straffe Übergänge und gab Raum für stürmische Zwischen-Ovationen.

Anna Netrebko beeindruckte mit ihrer vor Kraft strotzenden, leicht eingedunkelten Stimme. Bereits mit dem Duett „Io vengoo domandar“ und der Szene „Non pianger, mia compagna“ forderte sie fast schwerelos ein, wer dem Abend den Glanz verleihen werde.

Mit Elena Maximova war ein weiterer Weltstar und häufige Partnerin der Anna Netrebko nach Dresden gekommen. Mit ihrem wunderbaren Mezzosopran bot sie mit aufregendem Gesang die Prinzessin Eboli.

Die Titelrolle des Don Carlo verkörperte der aserbaidschanische Tenor und Ehemann der Primadonna Yusif Eyvazov mit seiner kräftigen Stimme. Mir hat sein Gesang in makellosem Italienisch recht gut gefallen. War dies der Erfolg seiner Arbeit mit seinem persönlichen Stimm-Coach?  War es der Umstand, dass er nicht nur Anna Netrebko und Elena Maximova ansingen musste, sondern auch die zu Unrecht unterschätzten Ensemble-Mitglieder des Hauses zu Partnern hatte.

Semperoper Dresden / Don Carlo - hier : vl Elena Maximova, Mariya Taniguchi @ Daniel Koch

Semperoper Dresden / Don Carlo – hier : vl Elena Maximova, Mariya Taniguchi @ Daniel Koch

Der im Magdeburg geborene Bassist Tilmann Rönnebeck ist seit 2010 eine feste Größe im Repertoire-Betrieb der Semperoper. Mit seiner Interpretation des Königs Philippe verzichtete er auf expressive Gegengewichte und bot seine Aufgaben vorwiegend mit einem ausgeglichenen samtigen Timbre. Insbesondere den Monolog „Ella giammal m´amò“, unterstützt von Simon Kalbhenn, gestaltete er betont lyrisch.

Der Dresdner Sänger Sebastian Wartig, seit 2013 Ensemblemitglied, ergänzte mit der stimmlich-darstellerischen Autorität seines warmen Baritons als Marquis de Posa, so wie ihn das heimische Publikum kennt, die Sängerriege. Auch im Freundschaftsduett „È lui!…desso!“ ließ er sich nicht von der Kraftmeierei des Tenors aus der Reserve locken, behielt sein stimmlich-darstellerisch starkes Timbre. .

Aus Athen ist 2018 Alexandros Stavrakakis zum Hausensemble gekommen. Mit respektforderndem Organ gab er der Autorität des Mönchs seine prachtvolle Stimme.

Besonders gefreut hatte mich der Tebaldo von der aus Japan stammenden Sopranistin des jungen Ensembles Mariya Taniguchi. Mich hatte sie in der abgebrochenen Saison in Peter Eötvös´ Goldener Drache als  tragischer Chinese mit ihrer Darstellung und ihrem Schlussgesang begeistert. Im „Nei giardin del bello“ mit der Eboli war sie, von drei stimmstarken Choristinnen unterstützt, eine präsente Partnerin von Elena Maximova. In der Schluss-Szene verkörperte Holger Steinert den Großinquisitor.

Gemessen an der geringen Zahl der Zuschauer erklang ein lauter, dankbarer und freudiger Schlussbeifall. Am Ende stand das gesamte Publikum und wollte eigentlich das Haus nicht verlassen

Inzwischen hat das Haus, etwas verhalten  informiert, dass Semperoper Intendant Peter Theiler am Projekt der Don Carlo –Inszenierung von Vera Nemirova auch zukünftig festhält: allerdings mit der Musikalischen Leitung von Paolo Arrivabeni. Als Solisten der Kernrollen werden neben Elena Maximova als Eboli, René Pape als Philippo, Hibla Gerzmava als Elisabetta und Tomislav Mužek als Don Carlo benannt.

—| IOCO Kritik Semperoper Dresden |—

Dresden, Staatskapelle Dresden, Musiker der Staatskapelle – 1:1 Concert, IOCO Aktuell, 14.05.2020

Sächsische Staatskapelle Dresden / Chor unter Daniel Harding in der Semperoper © Matthias Creutziger

Sächsische Staatskapelle Dresden / Chor unter Daniel Harding in der Semperoper © Matthias Creutziger

1:1 Concerts der Staatskapelle Dresden

Musiker setzen musikalische Zeichen des Miteinander

Musiker der sächsischen Staatskapelle Dresden werden ab dem 15. Mai 2020 an verschiedenen Orten von Dresden Freunden der klassischen Musik zehnminütige musikalische eins-zu-eins-Begegnungen mit Mitgliedern des Orchesters ermöglichen, um ihnen trotz der Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen ein unmittelbares  musikalisches Live-Erlebnis zu bieten.

IOCO, Thomas Thielemann, wird Partner eines Musikers der Staatskapelle sein und über diese besondere  Erfahrung berichten

Bei der wortlosen zehnminütigen eins-zu-eins Begegnung zwischen Musiker und Hörer sollte ein intensiver Blickkontakt eine Nähe trotz Distanz ermöglichen und so beiden Partnern eine ungewöhnliche Erfahrung ermöglichen.

Als Veranstaltungsorte sind vorgesehen

der Kunstraum Pillnitz, die Weinbergkirche Pillnitz, die Friedenskirche in Bühlau, das Café Ostwaldz in der Neustadt, die Galerie Ines Schulz 

Die Konzerte sind kostenfrei. Die Konzertbesucher sind aber zu Spenden für die „Deutsche Orchesterstiftung“ aufgerufen, um existenziell bedrohte Musiker zu unterstützen.

Weitere Informationen und Terminbuchungen über: www.staatskapelle-dresden.de.

—| Pressemeldung Sächsische Staatskapelle Dresden |—

Dresden, Semperoper, Rosenkavalier – Streaming Programm Ostern, April 2020

April 9, 2020  
Veröffentlicht unter Konzert, Livestream, Oper, Pressemeldung, SemperOper

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Sächsische Staatskapelle Dresden

Semperoper

Semperoper © Matthias Creutziger

Semperoper © Matthias Creutziger

Der Rosenkavalier – Richard Strauss

eröffnet zu Ostern den Wochenend-Stream

Mit ihrer Produktion von Richard Strauss’ Der Rosenkavalier aus dem Jahr 2000 lädt die Semperoper Dresden am Osterwochenende erstmals dazu ein, hochkarätiges Musiktheater aus ihrem Haus online wiederzuerleben. Regisseur Uwe Erik Laufenberg inszenierte die 1911 in Dresden uraufgeführte Oper als moderne Hommage an den in der Semperoper hochverehrten Komponisten, in der die gefeierte Strauss-Interpretin Anne Schwanewilms als Feldmarschallin unter der Musikalischen Leitung von Fabio Luisi brilliert. Von Gründonnerstag, dem 9. April 2020, bis Ostermontag, den 13. April, steht die Aufzeichnung aus der NHK Hall, Tokyo aus dem Jahr 2007 auf semperoper.de unter »Semperoper zuhause« zur Verfügung. Der Auftakt des Wochenend-Streams wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung und die Sendegenehmigung von MDR und EuroArts. Die Aufnahme ist als DVD im Handel erhältlich

Am den beiden darauffolgenden April-Wochenenden findet der »Semperoper zuhause«-Stream mit Pietro Mascagnis Cavalleria rusticana (17. – 19. April 2020) und Ruggero Leoncavallos Pagliacci (24.– 26. April 2020) dank UNITEL GmbH seine Fortsetzung. Regisseur Philipp Stölzl inszenierte die Koproduktion der Sächsischen Staatsoper mit den Osterfestspielen Salzburg ursprünglich als Doppelabend, dessen Dresdner Premiere im Januar 2016 stattfand. Unter der Musikalischen Leitung des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, sind unter anderem Annalisa Stroppa und Jonas Kaufmann zu erleben. Die UNITEL-Videos der Aufzeichnungen aus dem Großen Festspielhaus Salzburg vom März 2015 sind dauerhaft zu sehen auf fidelio.at, dem Streaming-Klasssikportal von ORF und UNITEL.

Sollten die Einschränkungen des Spielbetriebes auf Grund der Corona-Krise andauern, erwarten die Zuschauerinnen und Zuschauer weitere Highlights aus dem Repertoire der Semperoper im Wochenend-Stream. Das weitere Programm wird jeweils aktuell auf der Website angekündigt.

9. bis 13. April 2020 
Richard Strauss »Der Rosenkavalier«
Aufzeichnung aus der NHK Hall, Tokyo, November 2007
(Dresdner Premiere der Inszenierung von Uwe Erik Laufenberg am 29. Oktober 2000)
Mit u.a. Anne Schwanewilms, Anke Vondung, Maki Mori, Kurt Rydl, Hans-Joachim Ketelsen
Es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Musikalischen Leitung von Fabio Luisi. Es singen der Sächsische Staatsopernchor Dresden und der Kinderchor der Semperoper Dresden.

17. bis 19. April 2020
Pietro Mascagni »Cavalleria rusticana«
Aufzeichnung aus dem Großen Festspielhaus Salzburg, März 2015
(Dresdner Premiere der Inszenierung von Philipp Stölzl am 16. Januar 2016)
Mit Annalisa Stroppa, Liudmyla Monastyrska,·Stefania Toczyska, Jonas Kaufmann, Ambrogio Maestri
Es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Es singen der Sächsische Staatsopernchor Dresden sowie der Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor.

24. bis 26. April 2020
Ruggero Leoncavallo »Pagliacci«
Aufzeichnung aus dem Großen Festspielhaus Salzburg, März 2015
(Dresdner Premiere der Inszenierung von Philipp Stölzl am 16. Januar 2016)
Mit Maria Agresta, Jonas Kaufmann, Tansel Akzeybek, Alessio Arduini, Dimitri Platanias
Es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Es singen der Sächsische Staatsopernchor Dresden sowie der Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor.

—| IOCO Kritik Semperoper Dresden |—

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