Dortmund, Theater Dortmund, MUSICIRCUS – BAROCK BIS BROADWAY, 06.10.2018

September 27, 2018  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 MUSICIRCUS von John Cage

BAROCK BIS BROADWAY  –  Willkommenskonzert

Heribert Germeshausen startet Intendanz an der Oper Dortmund

Am  Samstag, 6. Oktober 2018, wird ab 16 Uhr das Klangprojekt MUSICIRCUS von John Cage in der Dortmunder Innenstadt zu erleben sein. Unter der Leitung von Sigune von Osten werden über 850 Dortmunder aus verschiedenen Chören und Musikgruppen ein einmaliges Klangkunstwerk erzeugen. Mit MUSICIRCUS von John Cage stellt Opernintendant Heribert Germeshausen eindrucksvoll unter Beweis, dass die Musik des späten 20. und des 21. Jahrhunderts ein wichtiger Bestandteil seiner Intendanz sein wird. Um 19.30 Uhr folgt das Willkommenskonzert VON BAROCK BIS BROADWAY mit neuen Solistinnen und Solisten des Ensembles sowie prominenten Gästen im Dortmunder Opernhaus.

Oper Dortmund © Björn Hickmann

Oper Dortmund © Björn Hickmann

Heribert Germeshausen startet Intendanz an der Oper Dortmund

Mit einem dreiteiligen Fest startet Heribert Germeshausen vom 5. bis zum 7. Oktober 2018 seine Intendanz an der Oper Dortmund. Eingerahmt zwischen den Opernhighlights AIDA von Giuseppe Verdi und IL BARBIERE DI SIVIGLIA von Gioachino Rossini wird MUSICIRCUS nach John Cage am Samstag, 6. Oktober 2018, um 16 Uhr die Dortmunder Innenstadt in ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk verwandeln. Cage war der Auffassung: „Everything we do is music”. Die Oper Dortmund wird zusammen mit Musikern und Menschen, die einfach Freude an Musik haben, die Dortmunder Innenstadt in einen Zirkus der Klänge verwandeln. Beginnen wird der Zirkus mit einer großen Klangwolke auf dem Friedensplatz, die nach und nach – über den Stadtgarten und den Opernvorplatz – in Richtung des Opernfoyers ziehen wird. Denn Musik steckt hier überall, selbst in den Geräuschen der Müllabfuhr oder in Rollenkoffern. Vom Chorgesang über das unerwartete Alltagsgeräusch bis hin zum Alphorn kann an diesem Tag in der Innenstadt eine ganz besondere akustische Erfahrung erlebt werden.

Um die Vielfalt der Musik geht es auch beim anschließenden Willkommenskonzert des neuen Opernensembles VON BAROCK BIS BROADWAY im Opernhaus: Barockarie trifft auf den Broadway-Song, der Operetten-Schlager auf den Tango. Als Special-Guest kommt Mirko Roschkowski, der als international gefeierter Sänger in seine Heimatstadt zurückkehrt, um nun auch hier endlich auf der Opernbühne zu stehen! Darüber hinaus erwartet die Besucherinnen und Besucher auf dem Vorplatz und im Opernfoyer den ganzen Abend über ein vielseitiges kulinarisches Angebot. Abgeschlossen wird der Samstag mit einem Feuerwerk sowie mit Musik und Tanz.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Dortmund, Theater Dortmund, Premiere IL BARBIERE DI SIVIGLIA, 07.10.2018

September 20, 2018  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Zwischen Commedia dell’arte und Screwball Comedy
IL BARBIERE DI SIVIGLIA  –  Gioacchino Rossini

Premiere am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 18 Uhr

Gioacchino Rossinis Meisterkomödie IL BARBIERE DI SIVIGLIA hat am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 18 Uhr im Dortmunder Opernhaus Premiere. Unter der musikalischen Leitung des stv. Generalmusikdirektors Motonori Kobayashi und der Regie von Martin G. Berger werden Sunnyboy Dladla als Graf Almaviva, Petr Sokolov als Figaro, Aytaj Shikhalizada als Rosina und Denis Velev als Don Basilio erstmals in Dortmund zu sehen sein. Ein Wiedersehen gibt es mit Ks. Hannes Brock als Erzähler und Puppenspieler sowie Morgan Moody als Dr. Bartolo.

Oper Dortmund / BARBIERE - D. Velev M. Moody H. Brock P. Sokolov S. Dladla A. Shikhalizada V. Fischer © B. Hickmann

Oper Dortmund / BARBIERE – D. Velev M. Moody H. Brock P. Sokolov S. Dladla A. Shikhalizada V. Fischer © B. Hickmann

Alles könnte ganz einfach sein, denn Graf Almaviva ist es gewohnt zu bekommen was er will. Nun liebt er Rosina, die Pflegetochter von Dr. Bartolo, die selbst ein Auge auf sein Mündel und dessen Mitgift geworfen hat. Doch Almaviva will Rosina nicht mit seinem Status, sondern mit seiner Leidenschaft für sich gewinnen, weshalb er sich als mittelloser Student ausgibt. Mit Hilfe Figaros gelingt es ihm, in das Haus des Doktors zu gelangen: Erst als betrunkener Soldat, dann als Musikmeister Alonso verkleidet, kann er mit seiner Geliebten Briefchen und Zärtlichkeiten austauschen. Als Dr. Bartolo die Maskerade durchschaut, wirft er den dreisten Nebenbuhler aus dem Haus. Figaros Plan scheint zu scheitern, doch Almaviva kann zu nächtlicher Stunde Rosina von seiner Treue überzeugen und – nach Auflösung des Inkognitos – auf der Stelle heiraten.

Gioacchino Rossini © IOCO

Gioacchino Rossini © IOCO

IL BARBIERE DI SIVIGLIA ist die bekannteste Komposition von Gioachino Rossini und eine der meistgespielten Opern überhaupt. Die Musik Rossinis hat einen unglaublichen Drive, hier jagt ein Ohrwurm den anderen! Als einer der produktivsten Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts versteht er es, mit seinen schnellen Tempi und mitreißenden Melodien einen geradezu schwindelerregenden Frohsinn zu erzeugen.

Für seine Dortmunder Inszenierung hat sich Martin G. Berger für eine uralte Theaterform entschieden: dem Puppentheater. Alle Sängerinnen und Sänger hängen als lebende Marionetten gemeinsam mit echten Puppen an Schnüren und zeigen nicht nur sinnbildlich wie fremdgesteuert und mechanisch sie ihr Leben führen. Gerade der privilegierte Graf Almaviva ist es, der die starren Regeln auflösen und durchbrechen will. Er zerschneidet die Puppenschnüre und gibt den Personen ihre Freiheit. Doch diese Freiheit überfordert und strengt an. Sie bedeutet, für die Konsequenzen des eigenen Handelns einzustehen und es schleicht sich die Frage ein, ob der Zustand als Marionette, die frei von allen Entscheidungszwängen graziös schwebt und sich ihrer fehlenden Selbstbestimmung nicht bewusst ist, vielleicht sogar der eigentlich erstrebenswertere ist? Jedenfalls gerät die Welt aus den Fugen und keine der handelnden Charaktere weiß buchstäblich mehr, wo oben, noch unten ist. Bergers BARBIERE ist angesiedelt zwischen klassischer Commedia dell ‘arte und cooler screwball comedy. Wie in einem Charly Chaplin-Film stellen sich Graf Almaviva, Figaro und Rosina mit Tempo, Witz und Hintersinn den Absurditäten des Lebens und man fühlt sofort, dass Rossinis Humor und Musikalität jede noch so dramatische Lebenslage erträglich und hoffnungsfroh erscheinen lässt.

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Dortmund, Theater Dortmund, Aida – Giuseppe Verdi, 05.10.2018

September 13, 2018  
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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 AIDA von Giuseppe Verdi

 Eröffnung Spielzeit 2018/19 –  Freitag, 5. Oktober 2018

Die erste Premiere unter dem neuen Dortmunder Opernintendant Heribert Germeshausen findet am Freitag, 5. Oktober 2018, um 19.30 Uhr  im Opernhaus statt. Unter der Regie von Jacopo Spirei und der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz wird AIDA von Giuseppe Verdi zu sehen sein. Erstmalig in Dortmund werden Kelebogile Besong als Aida, Hyona Kim als Amneris, Hector Sandoval als Radamès und Mandla Mndebele als Amonasro zu sehen sein.

Oper Dortmund / Aida - Kelebogile Besong © Björn Hickmann.

Oper Dortmund / Aida – Kelebogile Besong © Björn Hickmann.

Um das belagerte Ägypten zu befreien, wird der junge Hauptmann Radamès zum Oberbefehlshaber im Kampf gegen die Äthiopier ernannt. Er hofft, nach siegreicher Rückkehr die äthiopische Sklavin Aida heiraten zu können. Doch Radamès ist nicht der Einzige, der liebt: Amneris, die Tochter seines Königs Ramfis, hat selbst ein Auge auf ihn geworfen. Aida kämpft währenddessen mit schweren Schuldgefühlen: Einerseits liebt sie Radamès, andererseits fühlt sie sich ihrem Vater, dem äthiopischen König Amonasro, sowie ihrer Heimat verpflichtet. Radamès erscheint als umjubelter Held und kann die Freilassung der Gefangenen erwirken. Doch Aida bleibt mit ihrem Vater als Geisel zurück, während der Geliebte Amneris zur Frau bekommt. Amonasro überredet seine Tochter, Radamès den geheimen Kriegsplan zu entlocken, um doch noch den vernichtenden Gegenschlag ausführen zu können. Die List geht auf, aber das unglückliche Liebespaar wird von Wachen überrascht. Man klagt Radamès des Hochverrats an und verurteilt ihn zum Tode.

Oper Dortmund / Aida - Hector Sandoval © Björn Hickmann.

Oper Dortmund / Aida – Hector Sandoval © Björn Hickmann.

Für Regisseur Jacopo Spirei ist Oper kein elitärer Luxus, sondern menschliche Notwendigkeit. Dabei geht es ihm um die tiefen emotionalen Schichten, die zeitloses Musiktheater immer wieder aufs Neue im Zuschauer wecken können. Spirei sieht in AIDA durchaus märchenhafte Elemente, fokussiert sich aber dennoch auf die tiefe Verwurzelung in der modernen Welt und wählt für seinen Regieansatz einen Mittelweg. So kreiert er zwar eine abstrakte Welt, in der es jedoch starke Bezüge in die heutige Welt gibt. In der Tempelszene wird beispielsweise eine politische Welt gezeigt, die unter einem starken religiösen Einfluss steht. Der Bezug auf unsere heutige Welt ist dabei offensichtlich: Viele Politiker benutzen zum Beispiel die Bibel als politisches Werkzeug, wie kürzlich in Italien geschehen. Die aktuelle italienische Regierung spricht zwar viel über Religion und die Bibel, lässt aber im gleichen Atemzug die Menschen im Mittelmeer ertrinken. Damit erhält Verdis AIDA einen erschreckenden Zeitbezug. Wir erleben ein persönliches Drama, das den Konflikt einer individuellen Tragödie vor meinem sozialen Hintergrund zeigt.

Oper Dortmund / Aida - Mandla Mnebele © Björn Hickmann.

Oper Dortmund / Aida – Mandla Mnebele © Björn Hickmann.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

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Dortmund, Theater Dortmund, Francesconi statt Kurtàg, 18.04.2019

August 8, 2018  
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Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Francesconi statt Kurtàg

Verschiebung der Deutschen Erstaufführung von FIN DE PARTIE  Die an der Oper Dortmund für den 18. April 2019 angekündigte Deutsche Erstaufführung und Zweitinszenierung von György Kurtàgs Oper FIN DE PARTIE, muss auf Januar 2021 verschoben werden. Grund hierfür ist ein nachträglich seitens der Mailänder Scala geltend gemachter Exklusivitätsanspruch, der dem Verlag erst jetzt bekannt wurde. Statt FIN DE PARTIE wird die Oper Dortmund in der Spielzeit 2018/19 die Deutsche Erstaufführung von Luca Francesconis QUARTETT herausbringen. Die Deutsche Erstaufführung von FIN DE PARTIE steht dann ab Januar 2021 auf dem Spielplan der Oper Dortmund.

Die Uraufführung von György Kurtàgs Oper FIN DE PARTIE wurde bereits fünf Mal verschoben. Nun muss die an der Oper Dortmund für den 18. April 2019 angekündigte Deutsche Erstaufführung und Zweitinszenierung auf Januar 2021 disponiert werden. Grund hierfür ist ein nachträglich seitens des Uraufführungshauses, der Mailänder Scala, geltend gemachter, Exklusivitätsanspruch, der dem Verlag erst jetzt bekannt wurde. Trotzdem kann die Dortmunder Oper in der Spielzeit 2018/19 mit einer deutschen Erstaufführung aufwarten.
Zu den ursprünglich für FIN DE PARTIE geplanten Terminen findet die Oper QUARTETT von Luca Francesconi  in der Regie von Ingo Kerkhof statt. Die Vertonung von Heiner Müllers gleichnamigem Schauspiel war ursprünglich für 2022 geplant und wird nun vorgezogen.

Besonders erfreulich ist, dass die Protagonistin dieser ebenfalls an der Mailänder Scala herausgekommenen Uraufführung, Allison Cook, für alle Vorstellungen in Dortmund zur Verfügung steht. Die Uraufführung 2011 in Mailand war ein außergewöhnlicher Erfolg und wurde zu den Wiener Festwochen eingeladen sowie in Paris und Amsterdam gezeigt. Weitere Inszenierungen fanden am Royal Oper House Covent Garden sowie in Straßburg statt.
Die Deutsche Erstaufführung von FIN DE PARTIE wird im Januar 2021 an der Oper Dortmund herauskommen.

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