Bremen, Theater Bremen, Fidelio – Ludwig van Beethoven, 16.09.2018

September 5, 2018  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Bremen

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Theater Bremen

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

 Fidelio – Ludwig van Beethoven

Die Durchleuchtung einer Freiheitsoper: Paul-Georg Dittrich inszeniert Fidelio von Ludwig van  Beethovens. Yoel Gamzou hat die Musikalische Leitung. Premiere ist am 16. September um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz.

Beethovens einzige Oper ist das Zeugnis einer immensen Abarbeitung an der Gattung Oper und dem Thema der Freiheit. Leonores Errettung ihres dem Tode geweihten Gatten wird zu einem Fanal für politische Mündigkeit. Ein Thema, das Fidelio als Oper für besondere Gelegenheiten prädestiniert. „Und durchaus auch für die unrühmlichen“, führt Brigitte Heusinger, seit der Spielzeit 2018/19 Leitende Dramaturgin im Musiktheater, aus: „Dies ist der Ausgangspunkt der szenischen Umsetzung, die im ersten Teil exemplarische Aufführungen anzitiert und Revue passieren lässt.“ In insgesamt acht Dioramen nimmt Dittrich Bezug auf geschichtsträchtige Inszenierungen aus verschiedenen Jahrzehnten.

Im zweiten Teil wird der appellative Charakter der Oper, die Forderung nach Einmischung und Teilhabe wörtlich genommen. 60 Zuschauer*innen wechseln die Seite, die klassische Guckkasten-Situation wird aufgehoben. Bei Brot und Theaterwein werden sie zur Tischgesellschaft auf der Bühne. Karten für diese speziellen Plätze gibt es ausschließlich an der Theaterkasse.

Stilistisch changiert Fidelio zwischen Singspiel, dramatischer Oper und Oratorium, die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Yoel Gamzou inne. In den Hauptpartien geben Christian-Andreas Engelhardt als Florestan und Nadine Lehner als Leonore ihr Debüt, Tenor Joel Scott alias Jaquino ist in Bremen erstmals zu erleben.

Nach „Wozzek“ und „La Damnation de Faust“, beide Arbeiten nominiert für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST, und in der vergangenen Spielzeit „Lucia di Lammermoor“, ist der Regisseur Paul-Georg Dittrich nun mit seiner vierten Inszenierung am Theater Bremen zu sehen. Dittrich, geboren 1983, studierte Regie in Hamburg und arbeitet häufig sparten- und medienübergreifend. Er inszenierte u.a. am Schauspiel Frankfurt, am Schauspielhaus Wien, am Maxim Gorki Theater Berlin und an der Staatsoper Hamburg.

Fidelio – von Ludwig van Beethoven, Text Joseph Ferdinand Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Friedrich Treitschke nach Jean-Nicolas Bouilly

Premiere: Sonntag, 16. September 2018  18 Uhr – Theater am Goetheplatz

Musikalische Leitung:  Yoel Gamzou, Regie: Paul-Georg Dittrich, Bühne:  Lena Schmid, Kostüme: Anna Rudolph, Licht: Joachim Grindel, Chor: Alice Meregaglia, Video: Kai Wido Meyer, Dramaturgie: Isabelle Becker, Brigitte Heusinger

Mit: Christian-Andreas Engelhardt, Christoph Heinrich, Nadine Lehner, Claudio Otelli, Daniel Ratchev, Marysol Schalit/Iryna Dziashko, Joel Scott, Jeong Hoon Lee, Romualdas Batalauskas. Chor und Extrachor des Theater Bremen. Es spielen die Bremer Philharmoniker

—| Pressemeldung Theater Bremen |—

Bremen, Theater Bremen, Yoel Gamzou – GMD bis 2022, IOCO Aktuell, 28.01.2018

Januar 30, 2018  
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Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Yoel Gamzou  – GMD bis 2022         

 Neue Bezeichnung: Generalmusikdirektor des Theater Bremen

Vertragsverlängerung von Yoel Gamzou: der israelisch-amerikanische Dirigent, der seit Beginn dieser Spielzeit als Musikdirektor am Theater Bremen tätig ist, verlängert seinen Vertrag frühzeitig bis 2022. Zugleich fungiert er ab sofort unter der Bezeichnung Generalmusikdirektor des Theater Bremen.

Theater Bremen / Generalmusikdirektor Yoel Gamzou © Theater Bremen

Theater Bremen / Generalmusikdirektor Yoel Gamzou © Theater Bremen

„Ich freue mich außerordentlich“, sagt Yoel Gamzou: „Es ist eine riesige Freude und ein seltenes Privileg, in so einer besonderen Konstellation arbeiten zu dürfen – mit einem Spitzenorchester wie den Bremer Philharmonikern und einem sensationellen Sängerensemble. Das ist wirklich ungewöhnlich. Ich freue mich auf viele gemeinsame Erlebnisse mit dem Bremer Publikum in den kommenden Jahren!“

Theaterintendant Michael Börgerding kommentiert die Vertragsverlängerung wie folgt: „Immer wieder gibt es Situationen, in denen man reagieren muss auf besondere Umstände und noch wichtiger: auf Künstlerpersönlichkeiten. Dann heißt es, bewährte Konstellationen neu zu denken und Neues gemeinsam zu wollen.“ Dies habe man jetzt hinsichtlich Yoel Gamzou erfolgreich umgesetzt.

Carmen Emigholz, Kulturstaatsrätin und Aufsichtsratsvorsitzende des Theater Bremen, sagt: „Es freut mich sehr, dass es gelungen ist, einen jungen Ausnahmekünstler wie Yoel Gamzou für insgesamt fünf Spielzeiten in Bremen zu verpflichten. Folgerichtig ist es, ihm nach seinem furiosen Einstieg die Funktion des Generalmusikdirektors des Theater Bremen zu übertragen. Die künstlerisch-strategische Entscheidung, für das Theater Bremen und die Bremer Philharmoniker die neugeschaffene Doppelspitze mit Persönlichkeiten wie Yoel Gamzou und Marko Letonja zu besetzen, hat sich als richtig und inspirierend erwiesen. Mit ihren individuellen Handschriften werden sie die künstlerischen Profile des Orchesters und der Musiktheatersparte weiter schärfen und dem Publikum somit ein vielseitiges Angebot unterbreiten.“

Der 1988 in Tel Aviv geborene Gamzou hat sich in Bremen mit einer von Publikum und Presse gefeierten Lady Macbeth von Mzensk und einer mitreißenden Bernstein-Gala wunderbar eingeführt. Im März folgt Die Fledermaus, im Juni das David Bowie-Musical Lazarus.

—| Pressemeldung Theater Bremen |—

Bremen, Theater Bremen, Festtagsprogramm Weihnachten 2017, Dezember 2017

Dezember 21, 2017  
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Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

 Festtagsprogramm am Theater Bremen

1. Weihnachtstag – Rusalka – Der Messias
2. Weihnachtstag Tom Sawyer, Hänsel und Gretel , Väter und Söhne

Auch in diesem Jahr hat das Theater Bremen für die Weihnachtsfesttage ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Insgesamt sind während der Feiertage fünf Produktionen zu sehen.


Rusalka
In seinem Musikdrama Rusalka, dessen Motive er dem reichen Fundus der Nixen-Literatur entnahm, widmet sich Antonin Dvorák unerfüllten Sehnsüchten und dem unbedingten Versuch, ein anderer zu sein – und sei es um den Preis der Selbstaufgabe. Die Regisseurin Anna-Sophie Mahler nähert sich mit ihrem psychologischen Ansatz dem Schicksal Rusalkas, das Dvorák in märchenhafte Gegensätze übersetzte. Rusalka ist am 1. Weihnachtstag, den 25. Dezember,  um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz zu sehen.


Der Messias
Ein Schauspieler als Regisseur, dazu ein weiterer Schauspielerkollege und als Skript die komplette Weihnachtsgeschichte inklusive der Jungfrau Maria, dem Erzengel Gabriel, den Heiligen Drei Königen und dem kleinen Jesuskind! Die Weihnachts-Farce „Der Messias“ mit den Ensemblemitgliedern Guido Gallmann und Martin Baum zählt bereits seit acht Jahren zu den Fixpunkten des Weihnachtsprogramms am Theater Bremen und wird am 1. Weihnachtstag um 18.30 Uhr im Kleinen Haus gespielt.


Tom Sawyer
Regisseur Klaus Schumacher inszenierte mit Tom Sawyer das diesjährige Familienstück am Theater Bremen. Mit einem großen Ensemble erzählt Schumacher „Die Muff Potter-Version der Geschichte“; so der Untertitel des Stückes, das John von Düffel im Auftrag des Theater Bremen nach dem Roman von Mark Twain geschrieben hat und das die Geschichte aus der Perspektive des Sargtischlers Muff Potter erzählt. Jedes Jahr aufs Neue feiert Muff Potter den Tag, an dem Tom Sawyer und Huckleberry Finn ihm das Leben gerettet haben, indem er ihre gemeinsame Geschichte erzählt – die Geschichte von zwei Lausejungen und ihrem Mut zur Wahrheit. Am 2. Weihnachtstag, den 26. Dezember, wird „Tom Sawyer“ um 10 Uhr im Theater am Goetheplatz gespielt.


Hänsel und Gretel
Mit Hänsel und Gretel gelang es Engelbert Humperdinck, eine zeitlose Märchenoper zu schaffen. Die Oper handelt von Verzicht und Verführung, vom Fressen und Gefressen werden, aber auch vom Zusammenhalt eines Geschwisterpaares und dem ewigen Traum von einer Welt, in der Freiheit und Genuss ohne Maß und Reue zumindest für eine Weile uneingeschränkt möglich sind. Mit „Hänsel und Gretel“ hat Alexander Riemenschneider zum ersten Mal eine große Repertoireoper inszeniert. Am 2. Weihnachtstag, den 26. Dezember, wird die Märchenoper um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz zu sehen sein.


Zum letzten Mal: „Väter und Söhne“   

Sie glauben an gar nichts, nennen sich selbst Nihilisten: Arkadij Kirsanow und Jewgenij Bazarow lassen einzig die Naturwissenschaft gelten. Während der eine jedoch die Konfrontation sucht, versucht der andere an die bestehende Ordnung anzuknüpfen. In Iwan Turgenjews Roman treffen Generationen und Weltanschauungen hart aufeinander. Klaus Schumacher, der in dieser Spielzeit für die Inszenierung von „Tom Sawyer“ zum wiederholten Male an das Theater Bremen zurückkehrte, widmete sich nach „Buddenbrooks“ einem weiteren großen Stoff der Weltliteratur. „Väter und Söhne“ wird am 26. Dezember um 18.30 Uhr zum letzten Mal im Kleinen Haus des Theater Bremen gespielt.

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Bremen, Theater Bremen, Premiere Rusalka von Antonin Dvorák, 11.11.2017

November 2, 2017  
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Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Rusalka von Antonin Dvorak

Anna-Sophie Mahler inszeniert Antonin Dvoráks lyrisches Märchen 

Premiere 11. November im Theater am Goetheplatz

Regisseurin Anna-Sophie Mahler inszeniert mit Rusalka nach erfolgreichen Produktionen wie Orlando furioso (2013), Carmen (2015) und Maria Stuarda (2016) bereits zum sechsten Mal am Theater Bremen. Dieses Mal widmet sie sich mit dem Werk von Antonín Dvorák einer der erfolgreichsten tschechischen Opern überhaupt. In der Titelpartie ist die Sopranistin Patricia Andress zu erleben, neben ihr agieren unter anderem Luis Olivares Sandoval als Prinz, die jüngst für den Faust-Preis nominierte Nadine Lehner als fremde Fürstin und Claudio Otelli als Wassermann. Als Gast präsentiert sich die italienische Mezzosopranistin Romina Boscolo in der Rolle der Hexe Ježibaba zum ersten Mal dem Bremer Publikum. Am Pult steht Hartmut Keil, der nach der musikalischen Leitung von Il tabarro & Gianni Schicchi in der letzten Spielzeit mit „Rusalka“ nun seinen Einstand als 1. Kapellmeister am Theater Bremen gibt. Die Premiere ist am Samstag, 11. November um 19.30 Uhr im Theater am Goetheplatz. Die Aufführung findet in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln statt.

In seinem 1901 uraufgeführten Musikdrama setzt sich Antonín Dvorák mit unerfüllten Sehnsüchten und dem unbedingten Wunsch, ein Anderer zu sein, auseinander. Das Libretto verfasste der tschechische Schriftsteller Jaroslav Kvapil frei nach Fouqués „Undine“, Andersens „Die kleine Seejungfrau“, Hauptmanns „DieVersunkene Glocke“ und Märchenballaden von Karel Jaromír Erben.

Rusalka, eine Nixe, fühlt sich gefangen in ihrer Welt. Sie sehnt sich nach einem Leben an der Seite des Prinzen, eines Menschen, in einem ihr fremden Element. Um dorthin zu gelangen, ist sie bereit, alles aufzugeben – ihr Zuhause, ihre Schwestern, sogar ihre Stimme. Doch kaum bei den Menschen, wird sie sich den Folgen ihres Tauschgeschäfts bewusst: Als kühles „Ungeheuer“ wird sie verschrien und muss schließlich stumm mit ansehen, wie der Prinz sich einer anderen, einer Frau aus Fleisch und Blut, zuwendet. Rusalka bleibt die Wahl: Entweder sie tötet den Prinzen und kehrt ins Wasserreich zurück oder sie bleibt – weder Frau noch Nixe – zwischen den Welten zurück.

Die Regisseurin Anna-Sophie Mahler setzt in ihrer Inszenierung für das Theater Bremen weniger auf die märchenhaften und naturmythologischen Aspekte von Antonín Dvoráks Oper, sondern widmet sich dem dem Werk zugrundeliegenden Konflikt einer jungen Frau, die um eine eigene Identität, Liebe und ein sinnerfülltes Leben ringt. „Wir erzählen die Geschichte einer Emanzipation, des Erwachsenwerdens“, bemerkt Caroline Scheidegger, die das Stück als Dramaturgin betreut. Der Bühnenbildner Duri Bischoff hat dafür ein zweistöckiges „Seelenhaus“ entworfen, das Rusalkas inneren Konflikt zwischen Familie und Gesellschaft spiegelt.

Anna-Sophie Mahler (*1979) studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Nach Regieassistenzen am Theater Basel sowie bei Christoph Marthaler und Christoph Schlingensief arbeitet sie seit 2004 als Regisseurin im Schauspiel und Musiktheater u. a. in Zürich, Basel, Düsseldorf, Weimar, Graz, München, Berlin. 2006 gründete sie die freie Gruppe „CapriConnection“. Ihre Inszenierung „Mittelreich“ an den Münchner Kammerspielen war zum Berliner Theatertreffen 2016 eingeladen. In diesem Sommer wurde sie als Regisseurin an der Biennale in Venedig vorgestellt.

Musikalische Leitung: Hartmut Keil, Regie Anna-Sophie Mahler, Bühne:   Duri Bischoff, Kostüme: Geraldine Arnold, Chor: Alice Meregaglia, Choreografie: Jacqueline Davenport
Dramaturgie  Caroline Scheidegger

Mit: Patricia Andress, Romina Boscolo / Marlene Lichtenberg, Iryna Dziashko,Loren Lang, Nadine Lehner, Nathalie Mittelbach, Luis Olivares Sandoval, Claudio Otelli / Christoph Heinrich, Anna-Maria Torkel, Chor des Theater Bremen., Es spielen die Bremer Philharmoniker.PMThBr

Premiere Rusalka 11. November um 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz, weitere Vorstellungen 17.11.; 25.11.; 13.12.; 21.12.; 25.12.; 29.12.2017; 7.1.2018;  20.1.2018; 30.01.2018

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