Berlin, Deutscher Musikrat, Regelungen für Soloselbstständige, November 2020

November 19, 2020  
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Deutscher Musikrat 

Berliner Dom © IOCO

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Hart erkämpfte Neustarthilfe: Deutscher Musikrat begrüßt Regelungen für Soloselbstständige in den Überbrückungshilfen III

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier haben darüber informiert, dass vom Corona-Lockdown im November betroffene Soloselbstständige erstmals finanzielle Hilfen beantragen können, die für Lebenshaltungskosten verwendet werden dürfen. So haben Soloselbstständige im Rahmen der „Novemberhilfen“ Anspruch auf eine Art fiktiven Unternehmerlohn, der bis zu 75% ihres durchschnittlichen Monatseinkommens von 2019 umfasst. Zudem sollen sie durch die sog. „Neustarthilfe für Soloselbstständige“ für Januar 2021 bis Juni 2021 einen Gesamtbetrag von bis zu 5000 Euro als nicht rückzahlbaren Zuschuss erhalten. Anträge können voraussichtlich ab Ende November gestellt werden.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Deutsche Musikrat begrüßt das dringend benötigte Hilfsprogramm für Soloselbstständige und dankt Kulturstaatsministerin Monika Grütters für ihr beharrliches Engagement. Nach Monaten der intensiven kulturpolitischen Arbeit für eine berufliche und finanzielle Perspektive der Soloselbstständigen bieten die ‚Novemberhilfen‘ und die ‚Neustarthilfe für Soloselbstständige‘ nun für viele – ob direkt oder indirekt von dem neuerlichen Corona-Lockdown betroffen – einen finanziellen Hoffnungsschimmer. Wichtig ist jetzt, dass die Hilfen auch rasch und unbürokratisch bei den Soloselbstständigen ankommen: Eine schnelle Abwicklung der Anträge wie auch eine Nachbesserung in den Antragsregularien sind daher unabdingbar. Denn der erforderliche Nachweis von Soloselbstständigen, dass sie mindestens 80% ihres Umsatzes im Engagement mit vom Lockdown betroffenen Institutionen machen, ist eine unverhältnismäßig hohe Hürde. Eine offene Baustelle ist und bleibt zudem die Frage nach der Wertschätzung, die den Kreativschaffenden und ihrer Arbeit in diesem Land entgegen gebracht wird. Denn Kultur ist weder Freizeitvergnügen noch Sahnehäubchen, sondern lebensrelevant und Voraussetzung  für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Als erster Kulturdachverband forderte der Deutsche Musikrat im März 2020 Überbrückungsgelder für Soloselbstständige. Die wachsende Wahrnehmung der existenzbedrohenden Situation der Soloselbstständigen spiegelte sich auch in einem Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder vom 07. April 2020 wider sowie in einer Entschließung des Bundesrates vom 05. Juni 2020 für befristete monatliche Pauschalzahlungen an Soloselbstständige in der Corona-Zeit. Das zivilgesellschaftliche Engagement vieler Akteure, u.a.  des Deutschen Musikrates und des Deutschen Kulturrates, hat wesentlich mit dazu beigetragen, dass für die Zeit des zweiten Lockdowns seit November 2020 erstmals ein Hilfsprogramm für Soloselbstständige aufgelegt wurde.

—| Pressemeldung Deutscher Musikrat Berlin |—

Berlin, Deutscher Musikrat, Apell an die Kirchen, 17.03.2020

März 18, 2020  
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Deutscher Musikrat 

Berliner Dom © IOCO

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Coronakrise: Deutscher Musikrat appelliert an die Kirchen

Von den Auswirkungen der aktuellen Krise ist auch die Kirchenmusik betroffen. In den Gottesdiensten, insbesondere während der anstehenden Passionswoche und an den österlichen Festtagen, sind in der Regel zahlreiche freischaffende Musikerinnen und Musiker verpflichtet. In einem offenen Brief an den Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, und Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, fordert DMR Präsident Prof. Martin Maria Krüger die Kirchen dazu auf, Solidarität mit den Musikerinnen und Musikern zu zeigen.

In dem Brief heißt es: „Im Namen des Deutschen Musikrates als, unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stehender, Dachverband des Musiklebens in Deutschland, und damit im Namen der betroffenen Musikerinnen und Musiker, appelliere ich an Sie und bitte Sie gleichermaßen eindringlich wie herzlich, die soziale Verantwortung, in welcher die Kirche sich grundsätzlich sieht, auch in dieser Situation zu übernehmen. Konkret bedeutet dies, die vereinbarten Honorare für die bevorstehenden Veranstaltungen auch dann auszuzahlen, wenn diese abgesagt werden.“

Den offenen Brief finden Sie in vollständiger Länge auch auf der Website des Deutschen Musikrates.

—| Pressemeldung Deutscher Musikrat Berlin |—

Bonn, Deutscher Musikrat, 1. Frankfurter Messechor, 21./22./23./24.03.2012

März 14, 2012  
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Deutscher Musikrat 

Frankfurt: Die Messe singt
1. Frankfurter Messechor

Zum ersten Mal ist bei der diesjährigen Internationalen Musikmesse Frankfurt am Main der 1. Frankfurter Messechor am Start, initiiert vom Deutschen Musikrat in Kooperation mit der ConBrio Verlagsgesellschaft. Jeder ist eingeladen, seine Stimmbänder bei der halbstündigen Aktion in Halle 3.1, C53 zum Klingen zu bringen.

Gemeinsam angestimmt werden die Songs „Alles nur geklaut“ von den Prinzen, „I can see clearly now“ von Jimmy Cliff sowie die „Tag der Musik Hymne“ auf Grundlage der Melodie von Edward Elgars „Pomp and Circumstance“. Angeleitet wird die spontane Klanggemeinschaft von Chorleiter Stefan Weih.

Der Messechor 2012 ist die Auftaktveranstaltung zum Tag der Musik, der vom 15. bis 17. Juni 2012 stattfindet und die bundesweite Plattform für das Musikland Deutschland ist. Gerade angesichts der aktuellen Diskussion um das Kulturland Deutschland gilt es, Flagge zu zeigen: Kultur in Deutschland ist keine Rabattaktion!

Blindäugige Rasenmäherstrategien sind keine Option für das bunte Netzwerk an musizierenden Menschen in Deutschland!

Heben Sie mit uns gemeinsam die Stimme für das Musikland Deutschland und werden Sie Teil des 1. Frankfurter Messechores.

Messechor im Überblick:
Mittwoch, 21. März 2012 ? 12.30 Uhr
Donnerstag, 22. März 2012 ? 13.00 Uhr
Freitag, 23. März 2012 ? 13.30 Uhr
Sonnabend, 24. März 2012 ? 15.00 Uhr

Ort: Halle 3.1, C53, Bühne der ConBrio Verlagsgesellschaft

Texte sind vor Ort erhältlich.

Notenkenntnisse sind keine Voraussetzung zur Teilnahme.

Weitere Informationen zum Tag der Musik finden Sie unter www.tag-der-musik.de

—| Pressemeldung Deutscher Musikrat |—

Bonn, Deutscher Musikrat, Burnout im Mutterleib – Neue Ausgabe des Musikforums, August 20111

August 26, 2011  
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Deutscher Musikrat 

Musikforum „Burnout im Mutterleib – Überfördern wir unsere Kinder?“

Mit dem Themenschwerpunkt „Burnout im Mutterleib – Überfördern wir unsere Kinder?“ ist die neue Ausgabe des Musikforums, Musikleben im Diskurs, erschienen.
Schulzeitverkürzung, zeitliche Ausdehnung des Schulalltags und überehrgeizige Eltern stellen Kinder und Jugendliche heutzutage unter enormen (Leistungs-)Druck. Freie Zeit zum Spielen, Träumen und Entspannen bleibt dabei nicht. Erhalten unsere Kinder noch ausreichende Anregungen im künstlerisch-kreativen Bereich in Kindergarten und Schule?
Und existieren noch genügend „echte“ Freiräume, damit sich die kreativen Potenziale überhaupt entfalten können? Oder überfordern Eltern ihre Kinder mit ihrer Förderwut?
Welche Auswirkungen hat der Mangel an freier Zeit auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Autoren der aktuellen Ausgabe.
Das Musikforum enthält darüber hinaus das Supplement DMR Aktuell, das Informationen aus den Projekten und Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates bereitstellt.

Die Themen im Überblick:

Fokusthema: „Burnout im Mutterleib – Überfördern wir unsere Kinder?“
· Worauf kommt es im Lebensalltag unserer Kinder an? Manfred Spitzer über Musik, Sport und Spiel, die uns  Selbstkontrolle lehren und damit Süchten vorbeugen.
· Überehrgeizige oder vernachlässigende Eltern: Klaus Hurrelmann über Ganztagsschulen und die Risiken der Länderkompetenz im Bildungswesen.
· Schulzeitverkürzung – der reinste Stressmarathon für unsere Kinder? Hans Bäßler über die Auswirkungen von G8 aus Sicht der Musikalischen Bildung.

Pro und Contra:

· Soll Schule auf den späteren Beruf vorbereiten oder uns ganzheitlich bilden? Karl Senftenhuber und Christian Höppner im Diskurs über ein Pflichtfach Musik.

Begegnungen:

· Stephan Mayer trifft Peter Ramsauer. Der Bundesverkehrsminister schlägt ungewöhnliche Töne an.

Akzente:

· Product Placement statt Werbespots? Ernst Elitz über den Verzicht auf Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die ideelle und materielle Förderung kreativen Schaffens.

Neue Töne:

· Ein wichtiger Beitrag zur europäischen Verständigung – Evelyn Hansen und Olaf Wegener berichten von „Blickwechsel“, einem deutsch-polnischen Projekt im Rahmen des European Workshop for Contemporary Music.

Report:

· Bei mini.musik erleben Kinder von drei bis sechs Jahren klassische Musik mit allen Sinnen. Annabelle Meinhold stellt das Projekt für die Hörer der Zukunft vor.
· Der Bürger als Kunstfreund: Uli Kostenbader zum 25jährigen Jubiläum der Freunde und Förderer des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart.
· In Lüneburg erhalten Erzieherinnen und Erzieher eine musikpädagogische Qualifikation. Dirk Zuther über den neuen Studiengang „Musik in der Kindheit“.
· Zeugnisse des künstlerischen Schaffens bewahren: Harald Banter zur Gründung des Deutschen Komponistenarchivs.

Europa:

· Ein harter Kampf: Helga Trüpel über die Verankerung der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung Kultureller Vielfalt im Bewusstsein der Politik, über die Kulturförderung auf europäischer Ebene und die Digitalisierung.

Musik und Politik:

· Öffentlich-rechtlicher Rundfunk und Fußballtrainer erleiden laut Monika Piel das gleiche Schicksal: Ein Gespräch mit der ARD-Vorsitzenden und WDR-Intendantin über Programmgestaltung und Zuschauerakzeptanz.

Bildung/Forschung:

· Lebendige Begegnung mit Musik: Bettina Zimmer über das Projekt „Rhapsody in school“, bei dem namhafte Musiker Schulklassen besuchen.
· Musikhochschulen dürfen keine Elfenbeintürme sein. Thomas Rietschel über die Rolle der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main als Kulturinstitution.
· Kulturelle Vielfalt unter einem Dach: Elke Josties über die Bedeutsamkeit der Jugendkulturarbeit.

DMR Aktuell:

· Das Supplement beinhaltet Nachrichten aus den Projekten und Mitgliedsorganisationen des Deutschen Musikrates.

—| Pressemeldung Deutscher Musikrat |—

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