Berlin, Staatsballett Berlin, Celis / Eyal – Saisoneröffnung 07.09.2018, IOCO Aktuell,

August 27, 2018  
Veröffentlicht unter Ballett, IOCO Aktuell, Staatsballett Berlin

Staatsballett Berlin

 Komische Oper Berlin / Zuschauerraum - Spielstätte des Staatsballett Berlin © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum – Spielstätte des Staatsballett Berlin © Gunnar Geller

 Saisoneröffnung 7.9.2018 – Celis / Eyal – Komische Oper Berlin

Ensemble wächst von 84 auf 93 Mitglieder

Das Staatsballett Berlin startet in die Saison 2018/2019 mit Johannes Öhman als neuem Intendanten (ab 2019/2020 mit Sasha Waltz) und einem vergrößerten Ensemble von 84 auf 93 Tänzerinnen und Tänzer. Viele der neuen Compagnie-Mitglieder werden bereits in den Vorstellungen im September und Oktober auf der Bühne zu sehen sein. Die Besetzungen der Hauptpartien dieser Vorstellungen sind ab 21.08.2018 online. Als Saisonbeginn kommt der  zeitgenössische Abend Celis | Eyal am 07. September 2018 in der Komischen Oper Berlin zur Premiere.

Staatsballett Berlin / Intendant Johannes Öhmann © Mats Bäcker

Staatsballett Berlin / Intendant Johannes Öhmann © Mats Bäcker

Das Staatsballett Berlin mit dem neuen Intendanten Johannes Öhman (ab 2019/2020 mit Sasha Waltz) hat sich zum Auftakt der Spielzeit von 84 auf 93 Compagniemitglieder vergrößert, darunter drei Erste Solotänzerinnen und –tänzer: Yolanda Correa, Daniil Simkin und Alejandro Virelles.

Yolanda Correa, geboren auf Kuba, war langjähriges Ensemble-Mitglied beim Cuban National Ballet, tanzte ab 2010 beim Norwegischen Nationalballett in Oslo und daneben bei verschiedenen Compagnien als Gast-Solistin. 2014 wurde sie nach ihrem Debüt als Tatjana in Crankos Onegin für den „Benois de la Danse“ nominiert. Ihr Repertoire umfasst sowohl klassische als auch zeitgenössische Rollen. In der ersten Vorstellung von Schwanensee am 15. September 2018 interpretiert sie die Doppelrolle Odette/Odile an der Seite von Marian Walter.
Daniil Simkin, gilt als Ballett-Star und  begann seine professionelle Karriere 2006 beim Wiener Staatsballett als Demi-Solist, 2008 wechselte er als Solotänzer zum American Ballet Theatre in New York City und wurde 2012 zum Ersten Solotänzer befördert. Seitdem tanzte er viele Hauptrollen in klassischen und neoklassischen Produktionen des Repertoires der Compagnie und tourt international in Nord- und Südamerika, Asien und dem Nahen Osten. Er wird in Berlin erstmals am 21. September 2018 als Lenski in Onegin zu sehen sein.
Alejandro Virelles, ebenfalls gebürtiger Kubaner, tanzte beim Cuban National Ballet, beim Barcelona Ballet und beim Boston Ballet. 2014 ging er als Erster Solotänzer zum English National Ballet und trat als Gast in Russland, den USA und Südamerika auf. Ab 2017 war er Erster Solotänzer beim Bayerischen Staatsballett. Er wird erstmals an der Seite von Polina Semionova am 19. September 2018 als Prinz Siegfried in Schwanensee auftreten.

Schwanensee Staatsballet Berlin
Youtube Trailer Staatsballett Berlin
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Außerdem wird die Compagnie verstärkt um die Solotänzerinnen und –tänzer Sarah Brodbeck, Evelina Godunova, Vahe Martirosyan und Daniel Norgren-Jensen sowie die Demi-Solotänzerinnen und –tänzer Jenna Fakhoury, Ross Martinson und Jonny McMillan. Ensemblemitglied Murilo de Oliveira vom Corps de ballet freut sich über die Beförderung zum Demi-Solotänzer. In den ersten Vorstellungen im September und Oktober können die neuen Tänzerinnen und Tänzer bereits erlebt werden, die Besetzungen finden sich ab morgen online.

Die Saison beginnt mit dem Eröffnungsfest am 01. September 2018 in der Deutschen Oper Berlin, zu dem das Staatsballett zu öffentlichen Proben auf der Großen Bühne sowie in seinen Probesälen einlädt. Es folgt die Produktion Schwanensee in diesem Haus, die im September und Oktober gespielt wird und nun wieder in voller Dekoration und Beleuchtung gezeigt werden kann. Höhepunkte der Spielzeit sind die Premieren „Celis | Eyal“ am 07. September 2018 in der Komischen Oper Berlin, La Bayadère am 04. November 2018 in der Staatsoper Unter den Linden, „Van Dijk | Eyal“ am 15. Februar 2019 in der Komischen Oper Berlin, La Sylphide am 01. März 2019 in der Deutschen Oper Berlin sowie Balanchine | Forsythe | Siegal in der Staatsoper Unter den Linden am 04. Mai 2019. 

Staatsballett Berlin / Spielzeiteröffnung mit EYAL - hier : EYAL mit dem Royal Swedish Ballett © Hans Nilsson

Staatsballett Berlin / Spielzeiteröffnung mit EYAL – hier : EYAL mit dem Royal Swedish Ballett © Hans Nilsson

Premiere / Hauptpartien – September / Oktober 2018

Celis | Eyal  –  Premiere 07. September 2018, Komische Oper Berlin

Stijn Celis „Your passion is pure joy to me“
Jenna Fakhoury, Sarah Hochster, Xenia Wiest, Jonny McMillan, Ross Martinson, Eoin Robinson, Lucio Vidal

Sharon Eyal „Half Life“
Sarah Brodbeck, Filipa Cavaco, Weronika Frodyma, Mari Kawanishi, Ilenia Montagnoli, Danielle Muir, Gregor Glocke, Olaf Kollmansperger, Konstantin Lorenz, Ross Martinson, Jonny McMillan, Daniel Norgren-Jensen, Federico Spallitta

Schwanensee, Deutsche Oper Berlin – 15. September, 07., 14. Oktober 2018
Yolanda Correa als Odette/Odile, Marian Walter als Prinz Siegfried, 19. September, 11. Oktober 2018, Polina Semionova als Odette/Odile, Alejandro Virelles als Prinz Siegfried, 28. September, 06., 21. und 26. Oktober 2018, Iana Salenko als Odette/Odile, Dinu Tamazlacaru als Prinz Siegfried

Debüts:
Aurora Dickie als Königin am 15. September 2018
Vahe Martirosyan als Rotbart am 15. September 2018
Denis Vieira als Benno am 15. September 2018
Luciana Voltolini im Pas de trois am 15. September 2018
Sarah Brodbeck als Königin am 19. September 2018
Yuria Isaka im Pas de trois am 19. September 2018
Olaf Kollmansperger als Benno am 28. September 2018
Evelina Godunova im Pas de trois am 28. September 2018

Musikalische Leitung:  15., 19. September, 21., 26. Oktober 2018, Alevtina Ioffe,  28. September, 06., 07., 11., 14. Oktober 2018, Robert Reimer

Eugen Onegin Staatsballett Berlin
Youtube TrailerStaatsballett Berlin
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Onegin, Staatsoper Unter den Linden,  21. September, 19. Oktober 2018, Elisa Carrillo Cabrera als Tatjana, Mikhail Kaniskin als Onegin,  Weitere Besetzungen der genannten Termine sind online zu finden.

—| Pressemeldung Staatsballett Berlin |—

Berlin, Staatsballett Berlin, Michael Banzhaf – Kammertänzer, IOCO Aktuell, 01.03.2017

Staatsballett Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Michael Banzhaf – Kammertänzer

Michael Banzhaf, Solotänzer des Staatsballetts Berlin, wurde am 01. März 2017 vom Berliner Senat zum „Berliner Kammertänzer“ ernannt. Die Verleihung fand im Rahmen des offiziellen Bühnenabschieds nach der Vorstellung von „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“ in der Komischen Oper Berlin statt.

 

Staatsballett Berlin / Tschaikowsky - Michael Banzhaf © Enrico Nawrath

Staatsballett Berlin / Tschaikowsky – Michael Banzhaf © Enrico Nawrath

Im Auftrag des Berliner Senats verleiht der Staatssekretär für Kultur, Dr. Torsten Wöhlert, am 01. März 2017 dem Solotänzer Michael Banzhaf den Ehrentitel Berliner Kammertänzer. „Im Namen des Senats von Berlin und auch ganz persönlich bedanke ich mich für Ihr großes Engagement, Ihre Verbundenheit mit Berlin und die vielen künstlerischen Sternstunden, die Sie uns bereitet haben“, so der Kulturstaatssekretär. Nach der Vorstellung von Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere in der Komischen Oper Berlin, in der Michael Banzhaf seinen offiziellen Bühnenabschied nimmt, wird ihm die Auszeichnung überreicht. „Es bedeutet mir viel, dass ich auch über mein Karriereende hinaus durch diesen wunderschönen und bedeutenden Titel mit dem Ballett in Berlin und den drei Berliner Opernhäusern verbunden bin. Dafür bin ich unendlich dankbar, und es macht mich sehr stolz“, freut sich der Ausnahmekünstler.

Michael Banzhafs Karriere begann 1998, als er direkt nach seiner Ausbildung an der Bosl-Stiftung München in das Corps de ballet der Staatsoper Unter den Linden engagiert wurde. 2001 stieg er dort zum Demi-Solotänzer auf, 2005 zum Solotänzer beim neu formierten Staatsballett Berlin. In seiner 19-jährigen Tänzerkarriere interpretierte er große Rollen wie die des Siegfried in Maurice Béjarts Ring um den Ring oder des Dichters Lenski in John Crankos Onegin.

Die Ehrung Berliner Kammertänzer/in erhielten in Berlin bisher nur Oliver Matz (1995), Raffaela Renzi (1995), Gregor Seyffert (1999) und Vladimir Malakhov (2014). Der seltene Ehrentitel wird vom Berliner Senat für hervorragende künstlerische Leistungen und eine mindestens fünfjährige ununterbrochene Zugehörigkeit zu einem Theater verliehen.

—| Pressemeldung Staatsballett Berlin |—

 

 

Berlin, Berliner Staatsballett, 2016 – Rückblick – Ausblick – Auslastung, IOCO Aktuell, 31.12.2016

Staatsballett Berlin

Deutsche Oper Berlin / Sitz des Staatsballett Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin / Sitz des Staatsballett Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Staatsballett Berlin –  Größtes Ballett Deutschlands

2016 – Hohe Auslastung – Die ganze Vielfalt des Balletts

Das Staatsballett Berlin beschließt das Geschäftsjahr 2016 mit einer traditionell sehr hohen Auslastung von über 80 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (2015: 80,7 Prozent) wurde die Auslastung sogar auf 83,4 Prozent gesteigert. Besonders erfolgreich waren die zu allen Terminen ausverkauften Produktionen Schwanensee von Patrice Bart sowie Der Nussknacker von Nacho Duato.  Zu 108 Vorstellungen  kamen 124.559 Besucher.

Staatsballett Berlin / Nacho Duato © Fernando Marcos

Staatsballett Berlin / Nacho Duato © Fernando Marcos

Das Staatsballett Berlin, 2004 durch Fusion der Compagnien der großen Opernhäuser Berlins entstanden, ist mit derzeit 77 Tänzer/innen das größte Ballett Deutschlands.  Klassisch geschult brilliert die Compagnie in der breiten Vielfalt des Ballettrepertoires: Fest verankert im klassischen Repertoire werden neoklassische wie zeitgenössische Werke präsentiert. Getanzt wird auf den Bühnen der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper im Schiller Theater. Das Staatsballett Berlin hat zur Zeit seinen Sitz in der Deutschen Oper Berlin.

Der Spanier Nacho Duato (*1957) übernahm 2014 die Intendanz des Staatsballett Berlin von Vladimir Malakhov. Duato blickt als Tänzer wie Choreograph auf eine bedeutende Erfahrung zurück: Über die Grenzen Spaniens hinaus als Tänzer erfolgreich wurde Duato 1986 am Nederlands Dans Theater Hauschoreograph. 1990 wurde  ihm die Leitung der Compañía Nacional de Danza in Madrid übertragen. Ein Jahr nach dem 20-jährigen Jubiläum mit der Compañía Nacional de Danza wurde Duato am 1. Januar 2011  Künstlerische Leiter des Mikhailovsky-Theaters in St. Petersburg.

Staatballett Berlin / Schwanensee © Carlos Quezada

Staatballett Berlin / Schwanensee © Carlos Quezada

Im Februar 2015 kam Nacho Duatos Dornröschen aus seiner Zeit in St. Petersburg zur Aufführung. Die Klassiker Schwanensee und Nussknacker sind bereits im Repertoire vorhanden, wodurch die Tschaikowsky-Triologie wieder ihre Vollendung gefunden hat. Repertoire-Werke unterschiedlichster Couleur ergänzten das Programm der ersten Berliner Spielzeit von Nacho Duato.

Staatsballett Berlin / Sleeping Beauty © Yan Revazov

Staatsballett Berlin / Sleeping Beauty © Yan Revazov

In der Spielzeit 2016/2017 präsentiert Nacho Duato mit Jean-Christophe Maillot, Benjamin Millepied, Martin Schläpfer und Hofesh Shechter international renommierte Choreographen.  Während „7“ von Martin Schläpfer als Gastspiel des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg gastiert, halten Altro Canto von Maillot, Daphnis et Chloé von Millepied und The Art of Not Looking Back von Shechter Einzug in das Repertoire des Staatsballetts. Kombiniert mit Shechters Arbeit präsentiert Duato eine weitere Kreation für das Staatsballett, die sich mit der Frage nach den Konsequenzen des zerstörerischen Umgangs des Menschen mit seiner Umwelt beschäftigen wird.

In der Saison 2016/2017 wird Intendant Noche Duato  junge Talente mit einem neuen Format fördern. DANCE\\\RUPTION:  Hier werden Tänzerinnen und Tänzer der Compagnie zu Choreographen und erarbeiten mit ihren Kollegen/innen eigene Arbeiten. Erste Ergebnisse werden in der kleinen Bühne der Deutschen Oper Berlin gebracht.

2016 – Hohe Auslastung und erfolgreiche Premieren

Das Staatsballett Berlin beschließt das Geschäftsjahr 2016 mit einer traditionell sehr hohen Auslastung von über 80 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (2015: 80,7 Prozent) wurde die Auslastung sogar auf 83,4 Prozent gesteigert. Besonders erfolgreich waren die zu allen Terminen ausverkauften Produktionen „Schwanensee“ von Patrice Bart sowie Der Nussknacker  von Nacho Duato. Insgesamt kamen 124.559 Besucher zu den 108 Vorstellungen.

Staatsballett Berlin / Der Nussknacker © Fernando Marcos

Staatsballett Berlin / Der Nussknacker © Fernando Marcos

Das Staatsballett Berlin beschließt das Geschäftsjahr 2016 mit einer Jahresauslastung von 83,4 Prozent. Die Produktionen Schwanensee von Patrice Bart sowie eine neoklassische Fassung des Der Nussknacker von Nacho Duato  waren zu allen Terminen ausverkauft. Die „neue“ Nussknacker-Produktion ist in Besucherzahlen zwar ebenso erfolgreich wie die  vorherige Medvedev/Burlaka-Produktion des Berliner Staatsballetts, doch gab zur Duato-NussknackerPremiere erhebliche wie lautstarke „Unruhe“ im Publikum. Denn nur zwei Jahre zuvor war eine teure wie historisierende Nussknacker-Fassung gebracht worden, in der zudem 89 stupfnasige junge Tanzeleven mitwirkten und ihre Tanzkünste erprobten. Vielen Besuchern hatte sich der Sinn für einen neuen Nussknacker nicht erschlossen.

Unter den Premieren des Jahres 2016 konnte außerdem auch Jewels (Premiere am 21. Mai 2016) eine besonders hohe durchschnittliche Auslastung von 91 Prozent erzielen. Insgesamt kamen 124.559 Besucher zu den 108 Vorstellungen in der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper im Schiller Theater, der Komischen Oper Berlin sowie dem Gastspiel im Teatro Regio di Torino in Italien.

Staatsballett Berlin / Herrumbre © Fernando_Marcos

Staatsballett Berlin / Herrumbre © Fernando_Marcos

Neben hohen Auslastung mit klassischen Produktionen spricht das Berliner Staatsballett mit modernen Produktionen gezielt auch neue Besucherschichten, junges Publikum an. Besonders gelang dies durch die Produktion Herrumbre von Nacho Duato (Premiere am 14. Februar 2016), die sich in Kooperation mit Amnesty International mit den Themen Folter und Terror beschäftigt. Bei einer Auslastung von 60,5 Prozent kamen hier im Vergleich zu den anderen Premieren besonders viele Studenten und Besucher aus dem jungen Publikumssegment. Auffällig und gewollt: Knapp ein Viertel der Herrumbre- Besucher hat  Migrationshintergrund; mehr als in allen anderen Produktionen.

Im ersten Halbjahr 2017 freut sich das Staatsballett auf die Premieren Maillot | Millepied am 22. Januar 2017 in der Deutschen Oper Berlin sowie Duato | Shechter am 21. April 2017 in der Komischen Oper Berlin mit einer neuen Kreation von Nacho Duato.  Als Gastspiel präsentiert das Ballett am Rhein „7“ von Martin Schläpfer am 11., 12. und 15. April 2017 in der Staatsoper im Schiller Theater, außerdem empfängt Dance\\\Ruption zu einem Tryout der Tänzerinnen und Tänzer als Choreographen in der Deutschen Oper Berlin am 04. und 05. März 2017. IOCO 

 

—| IOCO Aktuell Staatsballett Berlin |—

 

 

Berlin, Staatsballett Berlin, Berliner Ballettszene im Wandel, IOCO Aktuell, 12.02.2013

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Staatsballet Berlin

 Intendant und Tänzer Vladimir Malakhov © Andrej Glusgold

Intendant und Tänzer Vladimir Malakhov © Andrej Glusgold

Intendant Malakhov geht, Choreograph Duato kommt

Der Intendant und Tänzer Vladimir Malakhov wird seinen Vertrag als Intendant des Staatsballett Berlin nicht über die Spielzeit 2013|2014 hinaus verlängern. Der Choreograph Nacho Duato (56) wird im Herbst 2014 neuer Chef des Staatsballett Berlin.
Vladimir Malakhov war 2004 zum Intendanten des neugegründeten Staatsballett Berlin berufen worden. Als Intendant gelang es ihm, die ehemals drei Compagnien der Berliner   Staatsoper Unter den Linden, Komische Oper und Deutsche Oper Berlin zu einem homogenen, hervorragenden Ensemble zu formen, dessen außerordentliche Qualität sich in einem bemerkenswerten Corps de ballet präsentiert wie in weltweit gefragten Solisten.
Die Ausrichtung der Compagnie während Malakhovs Amtszeit lag auf dem klassischen Repertoire, ergänzt durch neoklassische und zeitgenössische Produktionen. Vladimir Malakhov sieht die Stärke seiner Compagnie im klassischen Tanz und in großen abendfüllenden Handlungsballetten. Wichtig war Malakhov der Aufbau eines umfangreichen Repertoires gewesen. Große Klassiker wie MANON, ONEGIN oder ROMEO UND JULIA sowie Choreographien von Balanchine, Robbins oder Béjart  und selten gezeigte Werke wie ESMERALDA oder SYLVIA füllen seither den Spielplan des Staatsballet Berlin. Zum Programm gehörten aber auch Kreationen zeitgenössischer Choreographen, wie z.B. SCHNEEWITTCHEN, OZ – THE WONDERFUL WIZARD oder die Reihe SHUT UP AND DANCE!, in der sich die choreographischen Talente aus dem Ensemble entwickeln konnten. Mit MALAKHOV & FRIEND machte Malakhov seine Ballettabende auch zu einem gesellschaftlichen Ereignis in Berlin.
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Neuer Ballettchef Nacho Duato © Bernardo Doral

Neuer Ballettchef Nacho Duato © Bernardo Doral

Am 7.2.2013 unterzeichnete der am 8. Januar 1957 als Juan Ignacio Duato Bárcia in Valencia geborene Spanier, heute als Nacho Duato bekannt, in Berlin seinen bis 2019 laufenden Vertrag als neuer Ballettchef. Die Ankunft von Duato in Berlin stand unter einem etwas schrillen Stern: In der Vorstellung von Nacho Duato im Roten Rathaus bat Klaus Wowereit die anwesenden Journalisten um weniger Aggression. Grund der Presse-Unmut: Trotz vieler Worte blieben die wichtigsten Eckpunkte zur Zukunft des Staatsballetts ungeklärt. Weiterer Diskussionstoff: Die als mögliche Nachfolgerin von Vladimir Malakhov heiß gehandelte und in Berlin langjährig erfolgreich tätige Star-Choreographin Sasha Waltz wurde in der Nachfolge Malakhovs nicht berücksichtigt. Waltz gilt als bekannteste lebende deutsche Tanzkünstlerin. Sasha Waltz beklagte öffentlich, daß ihr der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz keine angemessenen Perspektiven angeboten hatte.
Nacho Duato führt als Künstlerischer Leiter das Ballett am Mikhailovsky Theater in St. Petersburg seit Anfang 2011. Im Jahr 2010 beging Nacho Duato das zwanzigjährige Bestehen der von ihm gegründeten Compañia Nacional de Danza in Madrid. Seine dortigen Choreographien wurden in das Repertoire vieler wichtiger Ballett-Compagnien aufgenommen.

IOCO / Viktor Jarosch / 12.02.2013

—| IOCO Aktuell Staatsballett Berlin |—

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