Prachtgemäuer: Wagner-Orte Zürich, Luzern, Tribschen, Venedig, IOCO Buch-Rezension, 05.03.2021

Prachtgemäuer: Wagner-Orte in Zürich, Luzern, Tribschen und Venedig Buhc ConBrio Verlag © ConBrio Verlag

Prachtgemäuer: Wagner-Orte in Zürich, Luzern, Tribschen und Venedig Buch ConBrio Verlag © ConBrio Verlag

Prachtgemäuer: Wagner-Orte in Zürich, Luzern, Tribschen und Venedig

Buchausgabe – Christian Bührle, Markus Kiesel, Joachim Mildner

 ConBrio Verlag 2020. 288 S., Abb., ISBN 978-3-940768-89-6, 58,00 €

von Julian Führer

Das Leben Richard Wagners ist schon oft erzählt worden, doch selten hat man die Stätten seines Wirkens so schön abgebildet gesehen. Dieser vierte und letzte Band einer Buchreihe, die Wagners Lebensstationen photographisch und mit umfangreichen Begleittexten dokumentiert, widmet sich der Schweiz und Wagners Sterbeort Venedig. Im Großquartformat und in beeindruckender Druckqualität werden Gebäude und deren Interieurs präsentiert, handschriftliche Dokumente abgebildet und transkribiert, und gründlich recherchierte Begleittexte und Auszüge aus Richard Wagners Briefen, Cosima Wagners Tagebüchern und anderen Quellen bereichern dieses Bild.

Am Anfang des Bandes steht ein hier zum Druck gebrachter Vortrag Nike Wagners (Urenkelin Richard und Cosima Wagners und Enkelin Siegfried und Winifred Wagners) „Geretteter Revolutionär oder tobender Asylant? Richard Wagner in seiner ‚neuen Heimat‘ Schweiz“, der kundig und mit viel Humor die damalige Lebenssituation des Komponisten schildert, der als geflüchteter Revolutionär in der Schweiz sich ein neues Leben aufbauen musste. Zudem lebte Wagner nicht allein, denn auch seine Ehefrau Minna und wechselnde Haustiere, dazu ein nicht unbeträchtlicher Hausrat waren zu bedenken, unterzubringen und zu finanzieren.

Den ersten, sehr positiven Eindruck von der Stadt Zürich nach der Flucht aus den deutschen Territorien schilderte Richard Wagner auch in seiner Autobiographie Mein Leben (vgl. in diesem Band S. 30):

„Die Fahrt im Postwagen durch das freundliche St. Gallener Ländchen nach Zürich erheiterte mich ungemein: als ich am letzten Mai, abends gegen 6 Uhr, von Oberstraß hinab nach Zürich einfuhr und zum erstenmal in glänzender Sonnenbeleuchtung die den See begrenzenden Glarner Alpen leuchten sah, beschloß ich sofort, ohne dies deutlich im Bewußtsein zu fassen, allem auszuweichen, was mir hier eine Niederlassung verwehren könnte.“

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

Zumindest war Wagner in Zürich vor der Verhaftung sicher, und er umgab sich schnell mit anderen Exilanten, aber auch mit Persönlichkeiten des Zürcher Lebens. Recht bald zogen Wagner und die alsbald nachgekommene Minna in die sogenannten Escherhäuser am Zeltweg (fußläufig vom damaligen Standort des Theaters gelegen, wenngleich noch außerhalb der frühneuzeitlichen Befestigungsanlagen der Stadt, die erst vor kurzer Zeit geschleift worden waren). Allerdings wurde dort noch mehrmals die Wohnung gewechselt, denn dunkle, kalte oder zu kleine Wohnungen waren für einen Menschen wie Wagner anscheinend noch unangenehmer als für andere. Noch heute ist eine Gedenktafel am heutigen Sitz des portugiesischen Konsulats angebracht, wo Wagner mit Unterbrechungen von 1853 bis 1857 wohnte. In Meilen am Zürichsee bei Familie Wille las Wagner 1852 erstmalig sein Nibelungendrama vor. Das dortige Anwesen ist bis heute im Familienbesitz, und die Autoren des Bandes haben es hier wie andernorts erreicht, auch von privaten Grundstücken und Wohnungen Aufnahmen anfertigen und publizieren zu dürfen. Charakteristisch für die Gründlichkeit des Bandes ist, dass (S. 60/61) nicht nur ein handschriftlicher Brief Wagners vom 18. September 1857 abgebildet ist, sondern auch der dazugehörige Briefumschlag mit Briefmarke (10 Rappen Franco).

Die Villa Otto Wesendoncks in Enge (heute ein Ortsteil Zürichs) ist inzwischen ein Museum für außereuropäische Kunst und daher in normalen Zeiten (und seit dem 1. März 2021 wieder) zugänglich. Richard Wagner bewohnte im sehenswerten Park dieser Villa das sogenannte „Asyl“, das heute nicht mehr steht – so hatte er Ruhe zum Schreiben und Komponieren, so hatte er ständigen Kontakt zu Mathilde Wesendonck. Allerdings bezog Wagner das „Asyl“ schon, bevor das Ehepaar Wesendonck die noch nicht ganz fertige Villa bewohnen konnte. Interessant sind die baulichen Parallelen zwischen der Genfer Villa Bartholini von 1830, der Villa Wesendonck von 1857 und der Bayreuther Villa Wahnfried, die (S. 86) auf überzeugende Weise nebeneinandergestellt werden. Wegen Wagners doch zu naher Beziehung zu Mathilde Wesendonck musste das „Asyl“ verlassen werden. Das Ehepaar Wesendonck verließ seinerseits Zürich, nachdem es infolge einer Siegesfeier zur Reichsgründung nach dem deutschen Sieg über Frankreich 1871 in Zürich zu deutschfeindlichen Krawallen gekommen war. Wie so oft hinterließ Wagner bei seinen Abreisen ungelöste Konflikte und manches an Zank und Streit, unter anderem mit dem Lohnkutscher Furrer, der anscheinend bei der noch in Zürich gebliebenen Minna auf grobe Weise eine Geldforderung geltend gemacht hatte – auch dieser Brief, in dem Wagner sich in scharfer Form gegen das Benehmen des Kutschers verwahrt und diesem mit rechtlichen Konsequenzen droht, ist hier dokumentiert (handschriftlich und in Transkription, S. 90/91).

In Zürich dirigierte Wagner mehrere Konzerte (auch diese werden aufgelistet), und hier war es, dass er seine Festspielidee entwickelte: In einem Theaterbau, nur zu diesem Zwecke errichtet, sollten mit einem eigens dafür zusammengestellten Ensemble der besten Musiker und Solisten nur seine eigenen Werke aufgeführt werden. Als Ort war die Zürcher Sechseläutenwiese ausersehen, heute der Platz vor dem Opernhaus. Wer nun allerdings die Preise des Bayreuther Festspielrestaurants kennt, wird dankbar sein, dass die Wagner-Festspiele nicht an dem Ort stattfinden, der in dem Ruf steht, die teuerste Stadt der Welt zu sein!

Der nächste Abschnitt des Buches ist Wagners Aufenthalten in Luzern und der Zeit im nur wenige Minuten entfernten Tribschen (1866-1872) gewidmet. Hier kam Richards und Cosimas Sohn Siegfried zur Welt; die Geburt wurde allerdings so lange geheimgehalten, wie Cosima offiziell noch mit Hans von Bülow verheiratet war. Nach erfolgter Scheidung heirateten Richard und Cosima am 25. August 1870 (dem Geburtstag König Ludwigs II.) in Luzern, und am 4. September wurde dann auch Siegfried in Tribschen getauft und damit zu einem ehelich geborenen Kind des neuen Paares. Der Tribschener Landsitz ist bis heute mit nur wenigen baulichen Veränderungen erhalten geblieben und beherbergt inzwischen ein Richard Wagner gewidmetes Museum. Auch das Häuschen für das Pfauenpaar Wotan und Fricka steht noch. Wagner lebte in Tribschen tatsächlich nicht nur mit Frau Cosima und nicht wenigen Kindern, sondern auch mit einem halben Zoo. Von Luzern und Tribschen aus unternahm Wagner ausgedehnte und ambitionierte Wanderungen bis auf die Rigi und sogar den 2500 Meter hohen Säntis, seine Begleiter immer wieder bis zur Erschöpfung bringend. Getrübt wurde die Idylle jedoch auch hier durch Zwist mit dem Vermieter Walter am Rhyn (Richard Wagner in einem Brief: „Unverschämtheit“, Cosima in ihrem Tagebuch: „Gauner“). Wenigstens verstanden sich die Kinder von Vermieter und Mieterehepaar gut und spielten viel miteinander im Garten. In Tribschen fand 1938 ein Konzert unter Arturo Toscanini statt, das man als Geburtsstunde des heutigen Lucerne Festivals ansehen kann.

Richard Wagner in Venedig © IOCO

Richard Wagner in Venedig © IOCO

 Riccardo Wagner _ hier eine Gedenktafel in Venedig © IOCO

Riccardo Wagner _ hier eine Gedenktafel in Venedig © IOCO

In Venedig weilte Wagner nicht nur an seinem Lebensende, sondern insgesamt bei sechs unterschiedlich langen Gelegenheiten. Gerne aß Richard Wagner dort Eis, das er aber leider nicht vertrug. Wieder wurde gründlich recherchiert und photographisch dokumentiert, wo Wagner jeweils abstieg. Zu den einzelnen Palazzi erfährt man auch einiges zur jeweiligen Bau- und Besitzgeschichte. Für Wagners letzten Aufenthalt in Venedig wurden mehrere Palazzi besichtigt, bevor der Palazzo Vendramin-Calergi ausgewählt wurde. Die anderen, schließlich nicht bezogenen Wohnstätten (Palazzo Contarini Fasan, Palazzo Morosini Brandolin, Palazzo da Mula Morosini, Palazzo Loredan Cini, Palazzo Loredan dell’Ambasciatore) werden aber ebenfalls gezeigt, und in der Tat bekommt man so einen Eindruck des repräsentativen Rahmens, wie er Richard und Cosima Wagner vorgeschwebt haben muss. In Venedig umgab sich die Familie eher mit Malern als mit Musikern, allerdings war der Dirigent Hermann Levi (der in Bayreuth 1882 die Uraufführung des Parsifal übernommen hatte) noch am Vorabend von Wagners Tod zu Besuch. Inzwischen ist im Palazzo Vendramin ein kleines Wagner-Museum zu besichtigen, an dem Ort, wo der Komponist am 13. Februar 1883 starb.

Auf den letzten Seiten des Buches (ab S. 260 bis 275) werden noch die Trauerfeierlichkeiten für Richard Wagner in Bayreuth und die verschiedenen Rechtsformen der Bayreuther Festspiele bis heute rekapituliert; dies passt zum Sinn der Autoren für Vollständigkeit, jedoch geht es dabei weder um „Wagner-Orte“ noch um Wagners Beziehungen zur Schweiz oder zu Venedig. Anmerkungen und Bildnachweise beschließen den insgesamt sorgfältig lektorierten Band, in dem nur wenige Druckfehler stehengeblieben sind – dass auf S. 156 Igor Strawinsky als ‚überzeugter Faschist‘ bezeichnet wird, hätte weitere Ausführungen, zumindest aber einen Beleg verdient – hier ist er: Joan Evans, Die Rezeption der Musik Igor Strawinskys in Hitlerdeutschland, in: Archiv für Musikwissenschaft 55 (1998), S. 91-109, hier S. 98.

Es wurde also zu den im Titel genannten Orten gewissermaßen jeder Fleck dokumentiert, der mit Wagner-DNA in Berührung gekommen ist, und wenn diese Stellen noch zu sehen sind, wurden keine Mühen für qualitätvolle Abbildungen gescheut. Der Titel „Prachtgemäuer“ spielt wohl etwas ironisch (Wagner wohnte nicht immer luxuriös) auf Loges Bericht aus der zweiten Szene in Das Rheingold an. Die quietschrosa Farbe des Einbands ist eine Einladung, das Buch möglichst oft zu öffnen, um sich lieber am Inhalt zu erfreuen. Ob, wie die Autoren selber auf S. 4 meinen, die anderen Bände der Reihe „einen gewissen Kultstatus“ haben, wäre sicherlich noch zu diskutieren, dieser Band ist allemal eine Bereicherung der überreichen Literatur zu Wagner, seinem Leben und seinem Werk.

—| IOCO Buchbesprechung |—

Bayreuth, Bayreuther Festspiele, Festspiele 2021 sollen stattfinden, IOCO Aktuell, 08.01.2021

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

Bayreuther Festspiele

  Bayreuther Festspiele 2021 finden statt

Spielplan wird im Januar 2021 bekannt gegeben

 Bayreuther Festspiele – Katharina Wagner geben bekannt:

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

„Mit weniger Vorstellungen als sonst im Festspielsommer üblich, aber sie finden statt, die Bayreuther Festspiele 2021. Festspielchefin Katharina Wagner gab  einen Einblick in ihre Pläne. Nach der coronabedingten Absage der Veranstaltungen 2020 wird bei den Festspielen im kommenden Jahr einiges anders sein. Der bayerische Kunstminister Bernd Sibler sprach anläßlich der Weichenstellung für die Festspiele 2021 von einem „Signal der Hoffnung und des Aufbruchs in diesen schwierigen Zeiten“.

Auf dem grünen Hügel soll im Sommer 2021 gespielt werden, das ist das Ziel. Wenngleich die urspünglichen Pläne nach der Absage in diesem Jahr so nicht mehr zu halten sind. Denn die Spielpläne der Folgejahre haben sich dadurch verschoben, sagte Festspielchefin Katharina Wagner nach einer Sitzung des Verwaltungsrates im Dezember 2020.

Einführung in Tannhäuser – aber im Roadmovie
youtube Trailer Bayreuther Festspiele
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Leicht reduziertes Programm

2021 werden deshalb weniger Vorstellungen geplant als sonst. Auf dem Spielplan 2021 stehen neben der Neuproduktion Der Fliegende Holländer mit der ersten Dirigentin der Festspielgeschichte, Oksana Lyniv, die Wiederaufnahmen der Produktionen Die Meistersinger von Nürnberg und Tannhäuser. Außerdem sollen drei Vorstellungen der „Walküre“ ermöglicht werden. Katharina Wagner kündigte dafür geheimnisvoll einen „namhaften Performance-Künstler“ an.

Eigentlich war für das kommende Jahr als Wiederaufnahme Lohengrin geplant, mit Kulissen von Neo Rauch und Dirigent Christian Thielemann am Pult. Doch diese Produktion soll erst 2022 wieder auf dem Spielplan stehen. Ein Grund dafür ist der Chor. Katharina Wagner rechnet damit, dass die Corona-Pandemie auch weiterhin noch Vorsicht nötig macht. Der Chor soll dann aus dem Chorsaal live übertragen werden, während auf der Bühne Kleindarsteller zu sehen sein sollen. Doch das brauche mehr Probenzeit und sei deshalb erst 2022 zu stemmen.

Ring soll starten

2022 soll dann auch die in diesem Jahr ausgefallene Premiere des Ring des Nibelungen in einer Neuinszenierung von Regisseur Valentin Schwarz möglich sein. Da heuer nicht geprobt werden konnte, soll ein großer Teil der Proben in der Festspielsaison 2021 abgehalten werden, sowie im Vorfeld der Aufführungen 2022.

Ricardo Wagner - hier: eine Gedenktafel in Venedig © IOCO

Ricardo Wagner – hier: eine Gedenktafel in Venedig © IOCO

REIHE „Diskurs Bayreuth“

Weitere Veranstaltungen gibt es 2021 im Rahmen der Reihe „Diskurs Bayreuth“ – darunter eine einstündige von Gordon Kampe komponierte Fassung des Rheingold in der Konzeption von Nikolaus Habjan. In Planung ist außerdem eine Installation der Künstlerin Chiharu Shiota zur Götterdämmerung.
Wie Katharina Wagner bekanntgab, soll im kommenden Jahr „jeder die Möglichkeit haben, sich selbst als der junge Siegfried zu fühlen und eine Begegnung mit einem Drachen zu erleben„. Mehr wollte die Festspielchefin zu diesem Projekt aber noch nicht verraten.

Bleibt Christian Thielemann?

Offen blieb nach der Sitzung des Verwaltungsrats, wie es mit Christian Thielemann weitergeht. Sein Vertrag als Musikdirektor läuft zum Jahresende aus. Eine weitere Personalie wurde ebenfalls noch nicht bekanntgegeben: Die Bayreuther Festspiele brauchen einen Nachfolger für Geschäftsführer Holger von Berg, der die Festspiele im April 2021 verlassen wird.“

—| IOCO Aktuell Bayreuther Festspiele |—

Die Entnazifizierung Richard Wagners – Udo Bermbach, IOCO Buchrezension, 01.11.2020

November 2, 2020  
Veröffentlicht unter Bayreuther Festspiele, Buchbesprechung, Hervorheben, Portraits

 

Die Entnazifizierung Richard Wagners - Buch von Udo Bermbach - J. B. Metzler Verlag

Die Entnazifizierung Richard Wagners – Buch von Udo Bermbach – J. B. Metzler Verlag

Die Entnazifizierung Richard Wagners – Udo Bermbach

Die Programmhefte der Bayreuther Festspiele 1951-1976

von Julian Führer

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Udo Bermbach ist seit vielen Jahren ein sehr produktiver Forscher, der sich vielfach zum Werk Richard Wagners geäußert hat und in verschiedener Weise auch den Bayreuther Festspielen seit geraumer Zeit verbunden ist. Sein jüngstes Werk analysiert ein oft noch nicht hinreichend beachtetes Textgenre, nämlich die Programmhefte der Bayreuther Festspiele zwischen 1951, dem Jahr der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg, und 1976, dem Jahr der Neuinszenierung des Ring des Nibelungen in der Regie von Patrice Chéreau.

 

Die Entnazifizierung Richard Wagners – Udo Bermbach
J. B. Metzler Verlag, Berlin  2020. 300 S., ISBN 978-3-476-05118-9, €39,99

Dass es nach dem Zweiten Weltkrieg mit ‚Bayreuth‘ überhaupt weitergehen würde, war anfangs nicht klar. Die bisherige Leiterin, Winifred Wagner, war als Duzfreundin Adolf Hitlers untragbar geworden und übertrug die Leitung der Festspiele ihren Söhnen Wieland und Wolfgang (ebenfalls Duzfreunde Hitlers), die einen Neubeginn anstrebten. Dazu gehörte ab 1951 auch die Publikation von Programmheften zu den einzelnen gezeigten Produktionen, eine Neuerung gegenüber der Vorkriegszeit, als nur Festspielführer für die gesamte Saison publiziert wurden.

Das Verdienst des Buches Die Entnazifizierung Richard Wagners ist nun, die Programmhefte und die in ihnen enthaltenen Beiträge in den Kontext der Geschichte der Bayreuther Festspiele, aber auch in jenen der Geistesgeschichte der jungen Bundesrepublik Deutschland einzubetten. In Bayreuth herrschte wie auch anderswo nach 1945 in vielem Kontinuität. In den Bayreuther Programmheften schrieben mit Zdenko von Kraft, Otto Strobel, Hans Grunsky und Curt von Westernhagen Autoren, die bereits vor der kriegsbedingten Schließung bei den Festspielen tätig gewesen waren und sich politisch in unterschiedlich ausgeprägter Weise hervorgetan hatten. Curt von Westernhagen etwa hatte 1935 über Richard Wagners Kampf gegen seelische Fremdherrschaft publiziert, 1954 verteidigte er Wielands Inszenierungsstil, und bis 1976 sollte er weiter in den Programmheften Beiträge veröffentlichen.

Richard Wagner Denkmal in Berlin © IOCO / Rainer Maass

Richard Wagner Denkmal in Berlin © IOCO / Rainer Maass

Kontinuitäten und die Weiterentwicklung von Traditionen werden nuanciert dargestellt;  das erste Kapitel ist weitgehend unverändert aus Bermbachs Buch Richard Wagner in Deutschland von 2011 übernommen. Die Lichtregiekonzeption Adolphe Appias, bereits um 1900 entwickelt und von Siegfried Wagner in den 1920er Jahren behutsam umgesetzt, beeinflusste Wieland Wagner bei der Umsetzung seiner ‚Entrümpelung‘. Dass die Figuren des Ring des Nibelungen auf der Bayreuther Bühne nun keine germanischen Recken mehr waren, sondern antiken Gottheiten angenähert wurden oder vor dem Hintergrund der Archetypenlehre C. G. Jungs interpretiert wurden, war auch keine Idee aus dem Nichts: Die Lektüre von Jung wurde in der Zeit des Nationalsozialismus (im Gegensatz zu der Sigmund Freuds) toleriert. Udo Bermbach deutet das Festhalten an alten Mitarbeitern der Festspiele so: Diese seien für den neuen Regiestil Wielands eingetreten – sonst hätten sie in Bayreuth nicht mehr publizieren können – und hätten so viele Anhänger des bisherigen Stils – um nicht zu sagen der bisherigen Ausrichtung der Festspiele – auf ihre Seite gezogen. Ein wenig sympathischer Charakterzug Wielands, der neu herausgearbeitet wird: Offensichtlich wurden bei verschiedenen und insbesondere bei belasteten Autoren Lobeshymnen auf die Inszenierungen des Festspielleiters bestellt.

Im etwas weiteren Kontext der Kultur der Bundesrepublik zeigt Bermbach, dass auch das Eintreten für abstrakte Kunst oder das Besuchen der Kasseler Documenta eine Möglichkeit für Belastete war, öffentlich einen Sinneswandel zu demonstrieren oder zu inszenieren. Im Laufe der 1950er Jahre begannen jedoch auch neue Autoren ihre Mitwirkung bei den Programmheften der Bayreuther Festspiele: Theodor W. Adorno 1957 Ernst Bloch 1960, Hans Mayer 1962. Dass zum Teil marxistische Autoren publizierten, wird als „Modernisierungsprogramm“ (S. 95) gewertet. Der klassische Philologe Wolfgang Schadewaldt verlieh Wielands antikisierenden Deutungen die literar- und ideengeschichtliche Legitimation. Philosophische und musikwissenschaftliche Abhandlungen fanden ihren Weg in die Programmhefte – auch wenn Udo Bermbach dem Publikum der Festspiele unterstellt, diesen Texten intellektuell nicht gewachsen gewesen zu sein. Erfrischenderweise attestiert er manchen Beiträgen aber auch und wohl nicht zu Unrecht, sie seien wirr geschrieben und würden hohes Niveau nur vortäuschen. Erstaunlich nur, dass Wieland und dann Wolfgang Wagner als Herausgeber der Programmhefte hier nicht intervenierten.

Den einzelnen Kapiteln vorangestellt sind kurze Einleitungen, die auf etwa drei Seiten jeweils ein ganzes Jahrzehnt bundesrepublikanischer Geschichte präsentieren. Hier wird natürlich vieles stark vergröbert, doch sind diese Vorbemerkungen gleichwohl sehr nützlich. Sie zeigen, dass Bayreuth kein eigener Planet war, sondern das Geschehen auf und neben der Bayreuther Bühne auf die gesellschaftliche Situation der Bundesrepublik reagierte. Etwas überraschend ist hier allenfalls, dass wichtige Inszenierungen der frühen siebziger Jahre (Ulrich Melchinger in Kassel, Joachim Herz in Leipzig) bereits in den einleitenden Bemerkungen zu den sechziger Jahren thematisiert werden und damit unklar wird, dass sie ihrerseits Bayreuth beeinflusst haben.

Eindeutiger Ziel- und Fluchtpunkt des Buches ist der Ring des Nibelungen, wie ihn Patrice Chéreau (Regie) und Pierre Boulez (Dirigent) 1976 und in den Folgejahren präsentierten. Chéreau zeigte, durchaus im Einklang mit seiner Zeit, Wagner als revolutionären Kopf des 19. Jahrhunderts, beeinflusst von Bakunin und bereit zur Gewaltanwendung; in Die Kunst und die Revolution bei Wagner selbst nachzulesen. Diese Produktion wurde in einer gegenüber 1976 teilweise erheblich umgearbeiteten Version 1981 auch verfilmt und unzählige Male als „Jahrhundert-Ring“ bezeichnet. Bei der Lektüre wird deutlich, dass der Autor diesen Ring als einen Gipfel der Wagnerregie sieht, wobei er doch selbst in diesem Buch zeigt, dass auch diese Deutung ein Kind ihrer Zeit ist.

Dieses Buch ist sehr kundig geschrieben, argumentiert teilweise auf höchstem Niveau und wird aus gutem Grund seinen Platz in der Literatur zur Festspielgeschichte haben. Wünschenswert wäre allerdings, dass erst eine hoffentlich bald mögliche zweite Auflage zum Standardwerk avanciert: Bermbach sieht den Chéreau-Ring, den er selbst immer wieder in Übernahme der Wertungen anderer als „Jahrhundert-Ring“ tituliert, allzu sehr als Kulminationspunkt, als wäre die Geschichte der Bayreuther Festspiele ein teleologischer Prozess mit dieser Inszenierung als Ziel (besonders stark S. 95, 158, 170, 173, 180, 208, 253) – wie das Buch mit dieser Inszenierung eben auch abbricht. Dass für die Neuinszenierung von 1976 auch längere Zeit mit Regisseuren wie Ingmar Bergman und Peter Stein verhandelt wurde und Patrice Chéreau erst kurzfristig auf Empfehlung von Pierre Boulez zum Regisseur avancierte, ist Bermbach selbstverständlich bekannt, wird aber nur am Rande erwähnt. Andere Deutungen des Ring des Nibelungen (Kassel, Leipzig) hatten konzeptionell hier schon vieles gezeigt, was Chéreau in Bayreuth übernehmen sollte. Ebenfalls seltsam schwach beleuchtet wird Götz Friedrichs BayreutherTannhäuser von 1972, der viele Grabenkämpfe innerhalb des Publikums aufbrechen ließ, die 1976 nur noch vertieft wurden.

Auf der formalen Seite ist einiges lästig – die Kapitel sind nicht nummeriert, die Anmerkungen finden sich am Ende und nicht als Fußnoten unter dem Text, so dass für einen einfachen Nachweis immer wieder geblättert werden muss. Ein sachkundiges Lektorat hätte einige Versehen beseitigen können: Hans Knappertsbusch war nicht bald nach 1909 „zum ständigen Dirigenten“ in Bayreuth avanciert (S. 74) – dirigiert hat er dort zuerst 1951. Auf Seite 89 erfahren wir, dass Hans Mayer erstmals 1962 in den Bayreuther Programmheften publiziert habe, auf Seite 122 heißt es dann, er sei 1959 bereits seit Jahren in den Programmheften „voll präsent“ gewesen. Die Grünen waren vor 1983 ganz sicher nicht an der Hessischen Landesregierung beteiligt (so aber S. 179), der Pariser Tannhäuser-Skandal war 1861, nicht 1860 (so aber S. 181). Bei Eigennamen häufen sich dann die Versehen: Emil Preetorius wird durchgängig als „Pretorius“ bezeichnet, der Regisseur Ingmar Bergman als „Bergmann“ (S. 180 und 206), Robert Donington zu „Donnington“ verballhornt (die korrekte Schreibung auf S. 88 fehlt dann konsequenterweise im Namenregister…), und S. 210 und 239 machen wir dann Bekanntschaft mit einer gewissen „Bünnhilde“, was in einem Buch über den Ring des Nibelungen etwas peinlich ist. Dies alles liegt nicht an mangelnder Kompetenz des Autors; es ist die Aufgabe des Verlages, ein Buchmanuskript noch einmal durchzusehen und diese Dinge anzupassen.

Eine Vertiefung dieses neuen Forschungsfeldes ist für die Bayreuther Festspiele seit 1980 und für andere Opernhäuser und Theater sehr zu wünschen.

—| IOCO Buchbesprechung |—

Bayreuth, Bayreuther Festspiele, 25. Juli 2020 – Konzert in Haus Wahnfried, IOCO Aktuell, 25.07.2020

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

25. Juli 2020  –  Konzert im Haus Wahnfried

Public Viewing / BR Klassik

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Trotz der coronabedingt schwierigen Umstände werden die Stadt Bayreuth und die Bayreuther Festspiele am traditionellen Eröffnungstag der Festspiele, Samstag, 25. Juli 2020, um 16.00 Uhr ein Konzert im Haus Wahnfriedveranstalten. Unter Leitung von Christian Thielemann führen die Solisten Camilla Nylund, Sopran, und Klaus Florian Vogt, Tenor, sowie Jobst Schneiderat am Wahnfried-Flügel Richard Wagners Ausschnitte aus Die Meistersinger von Nürnberg, das Siegfried-Idyllund die Wesendonck-Liederauf. Das Konzert wird live vom Bayerischen Rundfunk auf BR Klassik (www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-2207268.html) und zudem vor Ort auf Videowänden als Public Viewing für bis zu 400 Personen nach außen übertragen. Das Café Wahnfried sorgt für Erfrischungen.

IOCO  Besprechungen aller Werke, die für die Bayreuther Festspiele 2020 geplant waren und mehr, sind – unten folgend – in diesem Artikel verlinkt
 IOCO
  Korrespondenten/innen beschreiben – DORT – die Details besuchter Produktionen der Bayreuther Festspiele

Kooperation mit BR-Klassik / 3 Sat

Für alle Wagner-Fans inszenieren die Bayreuther Festspiele gemeinsam mit BR-KLASSIK und 3sat ab dem 25. Juli – dem ursprünglichen Eröffnungstag der Bayreuther Festspiele – die Werke Wagners als Gesamtkunstwerk. Mit Corona-verträglichen Live-Veranstaltungen, exklusiven Archivschätzen und Sondersendungen wird das älteste Musikfestival Deutschlands in diesem Kultursommer adäquat gefeiert. Ein Highlight des Programms: drei historisch maßstabsetzende Inszenierungen des Ring des Nibelungenauf unterschiedlichen Ausspielwegen. Es sind die Ring-Inszenierungen von Frank Castorf (Premiere 2013), Harry Kupfer (Premiere 1988) und Patrice Chéreau (Premiere 1976).BR-KLASSIK wartet im Hörfunk vom 25. bis 28. Juli täglich um 18.05 Uhr exklusiv mit der bisher unveröffentlichten Aufnahme der hochgelobten und intensiv diskutierten Ringproduktion von Frank Castorf und Kirill Petrenko am Pult (Aufnahme von 2015) auf, die auch Teil des diesjährigen ARD Radiofestivals (ab 18. Juli) sein wird.ARD-alpha und das Streaming-Angebot „BR-KLASSIK Concert“ präsentieren gemeinsam mit den Bayreuther Festspielen den Jahrhundertring von Patrice Chéreau und Pierre Boulez. Erstmals ist diese Inszenierung am 7. August ab 20.15 Uhr in der großen Ring-Nachtwieder im Free-TV zu erleben.

Tristan und Isolde – die Fanfaren erklingen
youtube Trailer von Claas Rohmeyer
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Die Bayreuther Festspiele in 3sat

3sat feiert die Bayreuther Festspiele mit dem Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Harry Kupfer. Am Pult steht Daniel Barenboim, der die Bayreuther Festspiele 18 Jahre lang maßgeblich geprägt hatte. Mit Rheingold, dem Vorabend der Ring-Tetralogie, und anschließend einer Dokumentation über den Sänger Günther Groissböck steht der Fernsehabend am 25. Juli ab 20.15 Uhr ganz im Zeichen Wotans. Die weiteren Teile dieses Rings von Harry Kupfer werden in der Mediathek von 3sat, auf br-klassik.de und im Webauftritt der Bayreuther Festspiele zu sehen sein.Trotz Corona-bedingten, schwierigen Umständen werden die Stadt Bayreuth und die Bayreuther Festspiele am 25. Juli ganz im Zeichen der Festspieleröffnung ein Konzert veranstalten. Musikdirektor Christian Thielemann und Mitglieder des Festspielorchesters  werden mit den Bayreuther Sängerstars Camilla Nylund und Klaus Florian Vogt Werke von Wagner aufführen. BR-KLASSIKüberträgt das Konzert ab 16 Uhr live im Radio. Einblicke ins Festspielhaus gibt in diesem Sommer die Videoarbeit The Loop of the Nibelungvon Simon Steen-Andersen. Der vielfach ausgezeichnete dänische Komponist und Performance-Künstler geht mit Sängern und Musikern des Festspielorchesters auf audiovisuelle Erkundung des mythischen Bayreuther Festspielhauses und des Werks von Wagner. Die Video-Arbeit ist ab dem 28. Juli im Streaming-Angebot BR-KLASSIK Concert und auf der Website der Festspiele zu erleben.

Richard Wagner Villa am Canale Grande in Venedig © IOCO

Richard Wagner Villa am Canale Grande in Venedig © IOCO

In „Hier gilt’s der Kunst“ widmen sich u. a. Daniel Barenboim, Barrie Kosky, András Schiff, Martina Gedeck und Thea Dorn in einer Gesprächsreihe aus dem Pierre Boulez-Saal in Berlin dem Thema „Wagner, Musik und Politik“. Die Gespräche der Reihe „Diskurs Bayreuth“ werden ab dem 7. August auf BR-KLASSIK Concert veröffentlicht.Archivperlen und Video-Extras

BR-KLASSIKwird außerdem zwei besondere Archivschätze im Radio senden: André Cluytens „Lohengrin“ aus dem Jahr 1958 am 29.7. um 18.05 Uhr sowie Tristan und Isolde unter der Leitung von Herbert von Karajan aus dem Jahr 1952 am 30.7. um 18.05 Uhr. Der Interpretationsvergleich bietet Hörerinnen und Hörern am 31. Juli um 18.05 Uhr einen spannenden und kompakten Einblick in eine Auswahl an Interpretationen zum Fliegenden Holländer. .Auf den Webseiten von BR-KLASSIK und den Bayreuther Festspielen laden spannende Video-Formate wie der „Operncrashkurs Wagner“, die „klassik shorts“, die „Ring-Steckbriefe“ und das „Wagner-ABC“ dazu ein, mehr über die Kraft von Wagners Musik zu erfahren und in die mythischen Welten des „Rings“ einzutauchen.Weitere Informationen zu den Programmhighlights auf bayreuther-festspiele.de, br-klassik.de/bayreuther-festspiele und 3sat.de/kultur/festspielsommer/bayreuther-festspiele-2020

Die Meistersinger von Nürnberg – Barrie Kosky Inszenierung
youtube Trailer von Bayreuth en Vinilo
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Kooperation mit der Deutschen Grammophon

Die vier Werke, die für die Bayreuther Festspiele 2020 geplant waren – alle Werke sind HIER! mit der Besprechung eines IOCO-KollegIn verlinkt – Die Meistersinger von Nürnberg – IOCO / Dr. Schneider Besprechung HIER!, IOCO / Uschi Reifenberg Besprechung HIER!,Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf der Wartburg – IOCO / Patrik Klein Besprechung HIER!, Lohengrin – IOCO / Ingrid Freiberg Besprechung HIER! und Der Ring des Nibelungen – IOCO / Hanns Butterhof Besprechung HIER!, werden online in jüngsten oder legendären Produktionen aus dem Archiv der Festspiele übertragen. Jedes Werk wird gemäß des ursprünglichen Spielplans des 2020 Wagner-Sommers gezeigt und ist danach weitere 48 Stunden zugänglich.

Kartenbesitzer von DG Stage können an den eigentlich freien Tagen des Bayreuther Festspielkalenders 2020 außerdem erfolgreiche Inszenierungen von Tristan und IsoldeIOCO / Julian Führer Besprechung HIER! – und Parsifal – IOCO / Karin Hasenstein Besprechung HIER! sehen. Als Ersatz für die Neuproduktion des Rings zeigt DG Stage Frank Castorfs viel diskutierte Inszenierung des Zyklus von 2013 (in einer Aufzeichnung von 2016 unter Leitung von Marek Janowski) sowie Patrice Chéreaus gefeierten Jahrhundert-Ring, die wegweisende Produktion aus dem Jahr 1976 mit Pierre Boulez am Pult (in einer Aufzeichnung von 1980).

Die Bayreuther Festspiele auf DG Stagebeginnen am Sonnabend, dem 25. Juli 2020, mit Barrie Koskys Inszenierung von Die Meistersinger von Nürnberg (IOCO / Marcus Haimerl Besprechung HIER!)
Die Saison wird am Sonntag, dem 26. Juli, fortgesetzt mit Tobias Kratzers provokativer und spannender Inszenierung von Tannhäuser aus dem Jahr 2019.
Am Sonntag, dem 2. August, folgt Lohengrin in Yuval Sharons Inszenierung von 2018, der ersten eines amerikanischen Regisseurs seit Gründung der Festspiele 1876.

Deutsche Grammophon und die Bayreuther Festspiele haben gleich zwei Ring-Zyklen ausgewählt (8., 9., 12. & 13. August und 24., 25., 27. & 29. August): Zum einen Frank Castorfs Inszenierung. Zum anderen – unter dem Dirigat von Pierre Boulez – die legendäre Ring-Produktion von Patrice Chéreau, die 1976 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der ersten Gesamtaufführung des Zyklus und der Bayreuther Festspiele auf die Bühne kam.

Interview Christian Thielemann – Bayreuther Festspiele 2016
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Katharina Wagners Inszenierung von Tristan und Isolde(IOCO Besprechungs HIER!) aus dem Jahr 2015 und Uwe Eric LaufenbergsParsifal von den Festspielen 2016,  (IOCO / Karin HasensteinBesprechung HIER!) erscheinen auf DG Stage am Dienstag, dem 4. bzw. Freitag, dem 28. August. Christian Thielemann dirigiert Tristan und Isolde,der vielseitige deutsche Dirigent Hartmut Haenchen gibt mit Parsifal sein spätes Bayreuth-Debüt  (IOCO Besprechungs  HIER!)

Tickets für die Aufführungen von DG Stage Bayreuthkosten 4,90 € und lassen sich in sicheren Transaktionen online per Kreditkarte und durch die üblichen Zahlungsdienste erwerben. Festspielbesucher erhalten Zugang zu einmaligen Veranstaltungen in modernster Audio- und Videoqualität.

BAYREUTHER FESTSPIELE 2020

25. Juli          Die Meistersinger von Nürnberg (Kosky/Jordan)
26. Juli          Tannhäuser (Kratzer/Gergiev)
02. August    Lohengrin (Sharon/Thielemann)
04. August    Tristan und Isolde (K. Wagner/Thielemann)
08. August    Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold (Castorf/Janowski)
09. August    Der Ring des Nibelungen: Die Walküre (Castorf/Janowski)
12. August    Der Ring des Nibelungen: Siegfried(Castorf/Janowski)
13. August    Der Ring des Nibelungen: Götterdämmerung (Castorf/Janowski)
15. August    Lohengrin (Sharon/Thielemann)
19. August    Die Meistersinger von Nürnberg(Kosky/Jordan)
20. August    Tannhäuser (Kratzer/Gergiev)
24. August    Der Ring des Nibelungen: Das Rheingold(Chéreau/Boulez)
25. August    Der Ring des Nibelungen: Die Walküre(Chéreau /Boulez)
27. August    Der Ring des Nibelungen: Siegfried(Chéreau /Boulez)
28. August    Parsifal (Laufenberg/Haenchen)
29. August    Der Ring des Nibelungen: Götterdämmerung (Chéreau/Boulez)

https://bayreuth.dg-stage.com
www.dg-premium.com
www.dg-stage.com

 

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