München, Bayerische Schlösserverwaltung, Bayreuther Residenztage , 17.-29. 04.2018

Markgräfliches Opernhaus,Bayreuth, / Fassade - Foto: Feuerpfeil Verlag, © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus,Bayreuth, / Fassade – Foto: Feuerpfeil Verlag, © Bayerische Schlösserverwaltung

Bayerische Schlösserverwaltung

Barocke „Special Effects“- Nachbauten von Theatereffektmaschinen anlässlich der Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses

Donner, Wind und Regen ? in der heutigen Theatertechnik meist Produkte von Soundmaschinen ? waren im Barock noch reinste „Handarbeit“. Doch auch zu Zeiten der Markgrafen musste auf keine sinnliche Erfahrung verzichtet werden, ermöglichten doch die verschiedenen Maschinen grollenden Donner, heulenden Wind und prasselnden Regen in der gewünschten Intensität.

Zur Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses und den Bayreuther Residenztagen 2018 bauen die Handwerker der Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth mit dem Theaterexperten Klaus-Dieter Reus Theatereffektmaschinen nach barockem Vorbild in originaler Größe und voll funktionsfähig nach. Diese können und sollen dann auch direkt vom Zuschauer bedient und erlebt werden, was im Rahmen einiger Vorführungen während der Residenztage möglich sein wird.

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / nach der Restaurierung, Blick zur Bühne mit neu rekonstruiertem Bühnenbild - Foto: Achim Bunz © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / nach der Restaurierung, Blick zur Bühne mit neu rekonstruiertem Bühnenbild – Foto: Achim Bunz © Bayerische Schlösserverwaltung

Zu bestaunen gibt es eine Wind- und eine Donnermaschine nach den Originalen im Drottningholmer Schlosstheater und eine Regenmaschine nach dem Vorbild des Ostankino Theaters in Moskau. Die Maschinen von beachtlicher Größe ? die Regenmaschine ist ca. zwei Meter hoch ? produzieren mit einfachen, aber phantasievollen Mitteln die akustischen Illusionen, welche das Theater zum Leben erwecken. So entstehen die Windgeräusche durch ein über einen Zylinder gespanntes Segeltuch und die bei Bewegung entstehende Reibung. Donner wird durch Holzbrocken imitiert, die durch einen Holzkasten rollen, und  Regen durch herabfallende Erbsen in einem mit Blechlamellen versehenen Schacht.

Der Rohbau der Donnermaschine ist bereits fertig, die Fertigung der anderen Maschinen in vollem Gange. „Wir tüfteln gerade noch an den Donnerbrocken – für einen möglichst reibungslosen und effektvollen Donner!“, erklärt Ingo Berens von der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Erleben lassen sich die Maschinen an den beiden Wochenenden der Bayreuther Residenztage vom 17. ? 29. April 2018 in einstündigen Vorführungen auf der Bühne des Markgräflichen Theaters für 8,- Euro inkl. Eintritt in das Opernhaus, Besucher unter 18 Jahren sind kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 pro Vorführung beschränkt, eine telefonische Anmeldung ist ab dem 1. März unter 0921 7596922 möglich.

Alle Informationen zu den Bayreuther Residenztagen 2018  finden Sie unter www.bayreuth-wilhelmine.de

Die Bayerische Schlösserverwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen ist eine der traditionsreichsten Verwaltungen des Freistaates Bayern. Als Hofverwaltung der Kurfürsten und der Könige entstanden, ist sie heute mit 45 Schlössern, Burgen und Residenzen sowie weiteren Baudenkmälern einer der größten staatlichen Museumsträger in Deutschland. Dazu kommt noch ein ganz besonderes geschichtliches Erbe: die vielen prachtvollen Hofgärten, Schlossparks, Gartenanlagen und Seen. Die einzigartigen Ensembles europäischer Architektur gepaart mit reichhaltiger künstlerischer Ausstattung ziehen jährlich über fünf Millionen Besucher aus aller Welt an.

—| Pressemeldung Bayerische Schlösserverwaltung |—

Bayreuth, Markgräfliches Opernhaus, Wiedererstehung in barocker Pracht, IOCO Aktuell, 27.12.2018

Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth bei Abend © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth bei Abend © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus in ursprünglicher Pracht

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth, eines der schönsten Barocktheater Europas, zeugt noch heute vom Leben und Wirken sowie den künstlerischen Neigungen der Markgräfin Wilhelmine. Die preußische Prinzessin und Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, eine der bedeutendsten Frauengestalten im Deutschland des 18. Jahrhunderts, machte aus der Residenzstadt Bayreuth eine strahlende Kulturmetropole. Ihr Lieblingsprojekt und zugleich prächtigster Spielort war das Markgräfliche Opernhaus.
In nur vier Jahren Bauzeit wurde es 1748 fertig gestellt – außen von Joseph Saint-Pierre, innen von Giuseppe und Carlo Galli-Bibiena. Zu seiner Zeit war es in Größe und Prachtfülle nur vergleichbar mit Häusern in Wien, Dresden, Paris oder Venedig. Am 01. Oktober 2012 begannen mehrjährige Sanierungsarbeiten des barocken Kleinods, welche im April 2018 zu einer glanzvollen Wiedereröffnung führen werden.  Das Gebäude sollte    den Beginn eines Zeitalters von Weisheit und Frieden vermitteln, vom Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine eingeleitet.

Das Opernhaus ist ein Logentheater, ganz aus Holz erbaut, mit drei Logenrängen, welche den drei Ständen der Gesellschaft gewidmet sind. 500 Besucher finden hier normalerweise Platz. Für Richard Wagner war dies Markgräfliche Opernhaus der Anlaß, Bayreuth für sein Festspielhaus zu wählen. So dirigierte er zur Grundsteinlegung des Festspielhauses, am 22. Juli 1872, dort die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

Der Freistaat investiert mit 29,6 Millionen Euro kräftig in die Sanierung des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist ein einzigartiges Monument barocker Theaterkultur. Seit etwa fünf Jahren laufen die Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten an dem Kulturschatz.

Festlicher Zuschauerraum bereits fertiggestellt

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / Der Zuschauerraum nach der Restaurierung, Blick zur Bühne mit neu rekonstruiertem Bühnenbild © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / Der Zuschauerraum nach der Restaurierung, Blick zur Bühne mit neu rekonstruiertem Bühnenbild © Bayerische Schlösserverwaltung

„Die Investition in das einzigartige Monument barocker Theaterkultur lohnt sich sichtbar. In wenigen Monaten wird das einzige vollständig erhaltene Beispiel der Hofopernarchitektur wieder in seiner ursprünglichen Farbigkeit und Pracht erstrahlen“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder bei einem Ortstermin im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth am Donnerstag (21.12.) mit. Im April 2018 wird das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth mit einem umfangreichen Festprogramm feierlich wiedereröffnet. Unmittelbar im Anschluss an die Wiedereröffnungsfeiern finden die Residenztage Bayreuth 2018 vom 17. bis 29. April unter dem Motto: „Vorhang auf!“ statt. Ein buntes Programm mit Führungen, Workshops, Vorträgen, Theateraufführungen und Mitmachstationen bietet eine Zeitreise mit besonderen Einblicken und Erlebnissen für Groß und Klein. Geboten wird auch ein Blick hinter die Kulissen im frisch sanierten Opernhaus und dem Neuen Schloss Bayreuth.

Neue Bühnenvorhänge vermitteln den authentischen Eindruck der ursprünglichen, barocken Bühnenöffnung

Söder stellte den bereits fertiggestellten Zuschauerraum und den neuen Bühnenvorhang vor. „Der Zuschauerraum gehört zu den spektakulärsten Schöpfungen der europäischen Festarchitektur des Barock. Er strahlt nun wieder in seiner ursprünglichen Farbigkeit und Pracht“, betonte Söder. Die Restauratoren benötigten allein für diese hochwertige Restaurierung ca. 93.000 Arbeitsstunden. Der Heimatminister stellte ferner die neu angefertigten Bühnenvorhänge vor. Die Neuanfertigung war notwendig, da die originale Größe der Bühnenöffnung aus dem 18. Jahrhundert wiederhergestellt wurde. Allein für den Hauptvorhang wurden über 150 qm Stoff verwendet mit einem Material, das auch im 18. Jahrhundert für den bemalten Hauptvorhang verwendet wurde. „Die Vorhänge vermitteln einen authentischen Eindruck der ursprünglichen, barocken Bühnenöffnung“, hob Söder hervor.

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / Fuerstenloge, Baldachin mit den Allegorien des Ruhmes © Bayerische Schlösserverwaltung

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth / Fürstenloge mit Baldachin und den Allegorien des Ruhmes © Bayerische Schlösserverwaltung

Söder präsentierte auch den Neuankauf einer sehr seltenen Hochzeitmedaille die im künftigen Opernhausmuseum ausgestellt werden soll. Die Silbermedaille wurde 1748 als Erinnerung an die Hochzeit von Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg Bayreuth mit Herzog Carl Eugen von Württemberg geprägt. Diese Hochzeit war der Anlass für den Bau des Opernhauses.
Anlässlich der Wiedereröffnung bringt die Bayerische Theaterakademie August Everding mit der Bayerischen Schlösserverwaltung am 12. April 2018 die Oper Artaserse von Johann Adolph Hasse auf die Bühne des Markgräflichen Opernhauses. Mit der Aufführung von Artaserse wird an die Eröffnung des Opernhauses in Bayreuth im Jahre 1748 durch Markgräfin Wilhelmine angeknüpft. Die Schwester Friedrichs des Großen wählte dieses Werk für die Einweihungsfeierlichkeiten des von ihr mit Nachdruck betriebenen Neubaus. Realisiert werden kann die Hasse-Oper Artaserse durch die großzügige Unterstützung der Oberfrankenstiftung, der Bayernwerk AG, der BayWa AG, der Hasse-Gesellschaft München e.V und der VR-Bank Bayreuth.

Das bedeutendste und besterhaltene Beispiel höfischer Opernhausarchitektur wird künftig neben der musealen Nutzung auch in den Sommermonaten von Mai bis Oktober denkmalverträglich bespielbar. Für das Redoutenhaus wird derzeit die Einrichtung eines Welterbe-Informationszentrums mit Besucherserviceeinrichtung und musealer Präsentation geplant. Dadurch wird eine neue zentrale Anlaufstelle für die Besucher geschaffen, die eine optimale Besucherführung ermöglicht und den Anforderungen einer Weltkulturerbestätte gerecht wird.

Das Markgräfliche Opernhaus der damaligen Residenzstadt Bayreuth entstand ab 1744 in nur vier Jahren Bauzeit nach Plänen von Joseph St. Pierre. Es gehört zu den wenigen in Europa erhaltenen Theaterbauten des 18. Jahrhunderts und wurde 2012 in den Rang des UNESCO-Welterbes erhoben. Den Innenraum gestaltete  Giuseppe Galli Bibiena, der wohl berühmteste Theaterarchitekt seiner Zeit. Der heute noch unversehrt erhaltene Theaterraum strahlt eine Atmosphäre von unvergleichlichem Reiz aus.

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Bayreuth, Residenztage Bayreuth 2016 – Fürstlich Feiern, 24.9.2016

Residenztage Bayreuth © Bayerische Schlösserverwaltung

Residenztage Bayreuth © Bayerische Schlösserverwaltung

Residenztage Bayreuth 2016 – “Fürstlich Feiern”

“Fürstlich Feiern”, so lautet das Motto der diesjährigen Bayreuther Residenztage, die am 24. und 25. September stattfinden. Die Bayerische Schlösserverwaltung bietet auch in diesem Jahr wieder ein vielversprechendes Programm, bei dem es für Groß und Klein viel zu entdecken gibt.

Bayreuth / Neues Schloss Bayreuth © Studio Thomas Koehler

Bayreuth / Neues Schloss Bayreuth © Studio Thomas Köhler

Tauchen Sie ein in die Welt von Markgräfin Wilhelmine und erleben Sie im höfischen Ambiente am Samstag, den 24. September ein rauschendes Barock-Fest für die ganze Familie im Hofgarten und im Neuen Schloss Bayreuth: Freuen Sie sich auf Theateraufführungen, Themen- und Parkführungen, Barocktanz zum Mittanzen, Mitmachstationen für Kinder, ein Konzert im Abendlicht und vieles mehr.

Packen Sie Ihren Picknickkorb für ein Picknick auf der Obstwiese des Hofgartens und treffen Sie dabei Wilhelmines Hofstaat. Machen Sie mit beim Workshop zur Erforschung barocker Tischkultur „Visuelle Inszenierung kulinarischer Traditionen“ oder bestaunen Sie mit dem Experten für historische Stoffe „Textile Kostbarkeiten“ im Neuen Schloss Bayreuth.

Bayreuth / Hofgarten Bayreuth © Studio Thomas Köhler

Bayreuth / Hofgarten Bayreuth © Studio Thomas Köhler

Lassen Sie sich zudem von den Genussbotschaftern der Genussregion Oberfranken mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen.

Rund ums Markgräfliche Opernhaus geht es am Sonntag, den 25. September: Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der aktuellen Restaurierungsbaustelle im Opernhaus oder besuchen Sie den Vortrag zur Aufführungspraxis und Bühnentechnik im Zeitalter des Barocks.  Erleben Sie die Bayreuther Residenztage mit allen Sinnen und lassen Sie sich von Wilhelmines Welt verzaubern. Schauen Sie vorbei!

Das Programm der Residenztage Bayreuth ist ab sofort an den Museumskassen der Bayreuther Schlösser sowie bei der Tourist-Information Bayreuth (Opernstraße 22) erhältlich. Außerdem finden Sie das Programm im Internet unter www.bayreuth-wilhelmine.de. Gerne schicken wir es Ihnen auch zu. Schreiben Sie uns an sgvbayreuth@bsv.bayern.de.

Der Vorverkauf der Eintrittskarten für das Barock-Fest am Samstag, den 24. September beginnt ebenfalls sofort. Tickets: An den Kassen des Markgräflichen Opernhauses und des Neuen Schlosses Bayreuth.

Auch die Anmeldungen für die Themenführungen (beschränkte Teilnehmerzahlen!) werden ab dem jetzigen Zeitpunkt unter den bei den einzelnen Führungen angegebenen Telefonnummern entgegengenommen. / 12.8.2016

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