Baden-Baden, Festspielhaus, Sommerfestspiele – Hope, Domingo, Netrebko, 06. – 14.07.2019

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Sommerfestspiele 6. bis 14. Juli 2019

Plácido Domingo, Daniel Hope, Anna Netrebko

Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser veröffentlicht seinen letzten Programmbaustein für Baden-Baden / Vorverkauf beginnt am 29.10. um 9.30 Uhr.

Plácido Domingo, Anna Netrebko und Valery Gergiev sind die Stars der Baden-Badener Sommerfestspiele vom 6. bis 14 Juli 2019. Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser lüftete heute (26. Oktober 2018) das Geheimnis um das Baden-Badener Saisonfinale. Nach weit über 2000 Veranstaltungen und 21 Jahren Amtszeit verabschiedet sich der Baden-Badener Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser im Juli 2019 vom Publikum, dem er regelmäßig die bedeutensten Künstlerinnen und Künstler der Musikwelt präsentiert hatte.

Im Mittelpunkt der Sommerfestspiele 2019 steht eine Aufführung der Verdi-Oper Simon Boccanegra. In der Titelrolle wird Plácido Domingo zu erleben sein. Valery Gergiev leitet die Aufführung des Mariinsky Theaters in Baden-Baden. Am Schlusspunkt der Ära Mölich-Zebhauser unterstreicht der Intendant noch einmal seine Freundschaft zum St. Petersburger Opernhaus und dessen Chef Valery Gergiev.

Festspielhaus Baden-Baden / Plácido Domingo © Pedro Walker

Festspielhaus Baden-Baden / Plácido Domingo © Pedro Walker

„Ich freue mich, dass Maestro Gergiev in zwei Konzerten noch einmal die ganze Bandbreite unserer Zusammenarbeit präsentieren wird.“ Auf dem Programm der Konzerte am 6. und 7. Juli 2018 stehen unter anderem „Siegfrieds Trauermarsch“ und „Brünnhildes Schlussgesang“ aus Wagners „Götterdämmerung“. Der erste „russische Ring“ seit vielen Jahrzehnten stellte 2003 einen Höhepunkt in der Zusammenarbeit zwischen dem größten deutschen Opernhaus und dem Traditions-Haus an der Newa dar. Zu hören sein wird auch Tschaikowskys „Pathetique“ und ein Klavierkonzert, dargeboten vom Sieger des Tschaikowsky-Klavierwettbewerbs 2019, mit dem eine Tür in die musikalische Zukunft aufgestoßen wird.

Solist im zweiten Sinfoniekonzert der Sommerfestspiele 2019 ist der Geiger Daniel Hope. Er präsentiert das zweite Violinkonzert von Sergej Prokofjew.

Nach der Pause erklingt Dmitri Schostakowitschs mächtige „Leningrader“ Sinfonie. „Die Aufführung dieser Sinfonie ist mir gerade in diesen Zeiten ein wichtiges künstlerisches Anliegen“, so Andreas Mölich-Zebhauser.Wir dürfen nie vergessen, dass unsere Freundschaft zu Russland nicht selbstverständlich ist, und dass wir auch in angespannten Zeiten unsere gemeinsame Geschichte nie vergessen dürfen.“ Dmitri Schostakowitsch schrieb seine siebte Sinfonie unter dem Eindruck der Belagerung seiner Heimatstadt durch die deutsche Wehrmacht.

Plácido Domingo im Festspielhaus – 20 Jahre sind seit seinem letzten Gastspiel vergangen, nun kehrt er am 9. Juli in einer der tiefgründigsten Verdi-Partien zurück: Boccanegra ist unglücklich Liebender und Vater, Friedensfürst und Machtpolitiker, Korsar und Doge – und er ist Dreh- und Angelpunkt dieser Oper, die den Solisten alles abverlangt. Eine glänzende Aufgabe für den Weltstar, der in gefeierten Aufführungen von Wien bis New York mit den großen Baritonrollen Verdis auftrat. In der Koproduktion des Mariinsky Theaters mit dem Teatro La Fenice in Venedig singt Tatiana Serjan die Rolle der Maria. Sie begeisterte in Adriana Lecouvreur bei den Sommerfestspielen 2018. Ferruccio Furlanetto ist Boccanegras Gegenspieler Fiesco, Valery Gergiev dirigiert Solisten, Chor und Orchester des Mariinsky Theaters.

Neben der Verdi-Oper trägt auch der die Festspiele abschließende Liederabend mit Anna Netrebko zur sommerlichen Feierstimmung bei: In dem Konzert mit Malcolm Martineau am 14. Juli 2019 zeigt sich die Künstlerin von ihrer persönlichsten Seite: ein Klavier, Lieder aus ihrer russischen Heimat – von Sergej Rachmaninow, Nikolai Rimsky-Korsakow und Peter Tschaikowsky. Mehr braucht „La Netrebko“ nicht, um Herzen zu gewinnen.

Von vielen liebgewonnen ist auch die Reihe „Musik im Museum“. In dem Konzert im Museum Frieder Burda am 8. Juli 2019 wird die aktuelle Ausstellung ENSEMBLE. CENTRE POMPIDOU – FRIEDER BURDA um ein Programm bereichert, das Musik und Literatur zusammenführt. Es spielen der mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Geiger Daniel Sepec und der Cembalist Michael Behringer.

Vorverkaufsstart: Montag, 29. Oktober 2018, 9.30 Uhr

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Herbstfestspiele Baden-Baden, 2018, 23.11. – 02.12.2018

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Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Herbstfestspiele Baden-Baden 2018

Offenbach trifft Beethoven in Baden-Baden

Die Baden-Badener Herbstfestspiele 2018 (23. November bis 2. Dezember) feiern zwei Komponisten, die auf den ersten Blick wenig verbindet: Ludwig van Beethoven und Jacques Offenbach. An beide Genies wird in Kürze erinnert – Offenbachs 200. Geburtstag wird 2019 begangen, und das große Beethoven-Jahr (250. Geburtstag) steht 2020 an. Ihre Visionen veränderten die Musikwelt: Ludwig van Beethoven definierte sowohl die Sonatenform neu und schuf Sinfonien, die zum Kern des menschlichen Kulturerbes zählen, während Jacques Offenbach die Operette und eben auch die Oper zu neuen Höhen führte – mal gesellschaftlich bissig, mal psychologisch tiefgründig. Große Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit interpretieren zentrale Werke dieser Komponisten zwischen dem 23. November und dem 1. Dezember 2018 im Festspielhaus Baden-Baden.

Sonderkonzert mit Anna Netrebko – 29.11.2018

Festspielhaus Baden-Baden / Anna Netrebko und Yusif Eyvazov (Sonderkonzert am 29.11.) © Vladimir Shirokov

Festspielhaus Baden-Baden / Anna Netrebko und Yusif Eyvazov (Sonderkonzert am 29.11.) © Vladimir Shirokov

Im Mittelpunkt der Baden-Badener Herbstfestspiele steht eine konzertante Aufführung der Oper Hoffmanns Erzählungen (Les contes d’Hoffmann) unter der Leitung des französischen Dirigenten Marc Minkowski. Am Sonntag, 25. November, um 17 Uhr versammeln sich dazu Stars wie Olga Peretyatko (Sopran), Luca Pisaroni (Bariton) und Charles Castronovo (Tenor) sowie der Philharmonia Chor Wien und Les Musiciens du Louvre in Baden-Baden. Bei dieser Aufführung sollte das Wort „konzertant“ allerdings nicht zu ernst genommen werden. Marc Minkowski und die Sänger planen, die turbulente Handlung auch durchaus bewegt auf die größte deutsche Opernbühne zu bringen, so dass das Publikum nicht nur die wunderbare Musik dieser Oper genießen kann, sondern auch ihre leicht skurrile Handlung leichter nachvollzieht. Offenbachs einzige Oper zählt zu den intelligentesten Kompositionen der Romantik, wenngleich sie durch Offenbachs Faible für die Operette lange Zeit nicht ernst genommen wurde. Marc Minkowski, der sich als Könner und Kenner im Bereich der historischen Aufführungspraxis viele Meriten verdient hat, möchte das allein schon durch die berühmte „Barcarole“ bekannte Werk durchaus neu befragen.

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko („Hoffmanns Erzählungen) © Ali Khan

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko („Hoffmanns Erzählungen) © Ali Khan

Schließlich galt Offenbach wie Beethoven als Komponist, der bekannte Grenzen überschritt und das Publikum seiner Zeit dadurch vor so manches Rätsel stellte, es aber auch brillant unterhielt. Minkowski, zurzeit Opernchef in Bordeaux, bringt zur Baden-Badener Aufführung sein famoses Spezialensemble Les Musiciens du Louvre mit. Die Solisten sind in Baden-Baden wohlbekannt. Olga Peretyatko brillierte hier sowohl als Adina in „L’elisir d’amore“ wie als Violetta in „La traviata“. Charles Castronovo war als Faust in Boitos „Mefistofele“ zu hören und sang die Titelpartie in Charles Gounods „Faust“ unter der Leitung von Sir Simon Rattle. Luca Pisaroni ist in Baden-Baden als Leporello unvergessen – gab aber auch schon einige Konzerte mit seinem Schwiegervater Thomas Hampson.

Festspielhaus Baden-Baden / Janine Jansen: Eröffnungskonzert am 23.11. © Harald Hoffmann/Decca

Festspielhaus Baden-Baden / Janine Jansen: Eröffnungskonzert am 23.11. © Harald Hoffmann/Decca

[Von Janine Jansen wurden verschiedene Aufnahmen bei der Decca Classics veröffentlicht.]

Eroica und Missa solemnis
Ludwig van Beethovens dritte Sinfonie, die Eroica wird zum Auftakt der Herbstfestspiele am 23. November 2018, um 20 Uhr vom Swedish Radio Symphony Orchestra unter der Leitung von Daniel Harding aufgeführt. Im gleichen Konzert interpretiert die niederländische Geigerin Janine Jansen das Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“ von Alban Berg. Und nachdem Sir András Schiff am Freitag, 30. November 2018 das erste Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven mit dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer gespielt hat, leitet der belgische Beethoven-Experte Jan Caeyers am Samstag, 1. Dezember 2018, um 18 Uhr die Missa solemnis aus Beethovens Feder. Caeyers gilt als intimer Kenner des Beethoven-Ouvres und schrieb das viel beachtete Buch „Beethoven: Der einsame Revolutionär“. Auf seine  Interpretationen ist das Konzertpublikum in Baden-Baden besonders gespannt, gründete Caeyers doch extra für seine Lesart der Musik des in Bonn geborenen Komponisten (1770-1827) ein eigenes Orchester: Le Concert Olympique.

 Anna Netrebkos Sonderkonzert ergänzt prominent besetztes Festival.
Das vor kurzem angesetzte Sonderkonzert mit Anna Netrebko und weiteren Opernstars ergänzt das Programm der Herbstfestspiele am Donnerstag, 29. November 2018 um 20 Uhr. Anna Netrebko (Sopran), Yusif Eyvazov (Tenor), Dolora Zajick (Mezzosopran) und Elchin Azizov (Bariton) werden von der Baden-Badener Philharmonie begleitet. Noch gibt es Tickets.

Kammermusik rundet das Programm ab
Aus Baden-Baden nicht mehr wegzudenken sind junge internationale Künstlerinnen und Künstler, die im „Rising Star“-Programm der Organisation ECHO (European Concert Hall Organisation) erste Schritte auf den ganz großen Podien machen. Am Montag, 26. November um 19 Uhr gastiert der „Rising- Star“ und katalonische Bariton Josep-Ramon Olivé bei einem „Konzert hinter den Kulissen“ im Festspielhaus. Besucher des Konzerts erhalten auch eine Eintrittskarte zur aktuellen Ausstellung „Die Brücke“ im Museum Frieder Burda, in dessen Rahmen der Künstler ursprünglich auftreten sollte. ECHO-Rising Star Kian Soltani (Violoncello) spielt mit Freunden und Verwandten am Mittwoch, 28. November 2018 um 20 Uhr europäische und persische Musik im Rahmen eines „Entdeckerkonzertes“ im Festspielhaus Baden-Baden. Das letzte Konzert der Herbstfestspiele 2018 ist eine Sonntags-Matinee. Am 2. Dezember um 11 Uhr spielen Jean-Guihen Queyras (Violoncello) und Alexandre Tharaud (Klavier) Werke von Bach, Scarlatti und Brahm


PROGRAMM 
Herbstfestspiele
23. November – 2. Dezember 2018
Programmübersicht

Freitag, 23. November 2018, 20 Uhr
Daniel Harding: Eroica –  Janine Jansen & Swedish Symphony Radio Orchestra
Daniel Harding, Dirigent,  Janine Jansen, Violine
Swedish Radio Symphony Orchestra

Programm:
Hector Berlioz
Ouvertüre „Chasse royal et orage“ aus Les Troyens
Alban Berg
Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“
Ludwig van Beethoven
„Eroica“ Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55

Samstag, 24. November 2018, 18 Uhr
Les Musiciens du Louvre
Marc Minkowski, Dirigent
Programm:
Felix Mendelssohn Bartholdy
„Die Hebriden“ Ouvertüre h-Moll op. 26
„Schottische“ Sinfonie a-Moll op. 56
„Italienische“ Sinfonie A-Dur op. 90

Sonntag, 25. November 2018, 17 Uhr 
Offenbach: HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN  –  Konzertante Oper
Marc Minkowski, Musikalische Leitung
Charles Castronovo, Hoffmann
Olga Peretyatko, Olympia, Giulietta, Antonia, Stella
Luca Pisaroni, Lindorf, Coppélius, Dapertutto, Dr. Miracle
Aude Extremo, La Muse, Nicklausse
Mathias Vidal, Andrés, Cochenille, Pitichinaccio, Frantz
Aurelia Legay, Stimme von Antonias Mutter
Marc Mauillon, Hermann, Schlémil
Jean Vincent Blot, Luther, Crespel
Christophe Mortagne, Nathanaél, Spalanzani
Philharmonia Chor Wien (Leitung: Walter Zeh)
Les Musiciens du Louvre

Montag, 26. November 2018, 19 Uhr
Konzert hinter den Kulissen – Lieder und Texte passend zum Expressionismus der „Brücke“- Zeit
Josep-Ramon Olivé, Bariton
Jordi Armengol, Klavier
Programm:
Lieder aus Katalonien von Robert Gehrhard, Eduard Toldra u. a.
Ort NEU: Festspielhaus Baden-Baden

Mittwoch, 28. November 2018, 20 Uhr
Kian Soltani & Shiraz Ensemble – Klassische europäische und persische Musik
Kian Soltani Violoncello, Kamantsche
Shiraz Ensemble:
Khorso Soltani Ney, Duduk
Farshad Soltani Kamantsche, Setar
Sepideh Raissadat Gesang
Fardjam Derakhshani Tar
Mohamad Ghavihelm Tombak, Da

SONDERKONZERT 
Donnerstag, 29. November 2018, 20 Uhr
Arien, Duette und Ensembles aus Opern von Giuseppe Verdi
Mazza . Netrebko . Zajick . Eyvazov . Azizov
Michelangelo Mazza Dirigent
Anna Netrebko Sopran
Dolora Zajick Mezzosopran
Yusif Eyvazov Tenor
Elchin Azizov Bariton
Philharmonie Baden-Baden


Freitag, 30. November 2018, 20 Uhr
Sir András Schiff & Budapest Festival Orchestra
Ivan Fischer dirigiert Dvorak und Beethoven
Ivan Fischer, Dirigent
Sir András Schiff, Klavier
Budapest Festival Orchestra
Antonin Dvorák
Legende op. 59/6
Slawischer Tanz op. 46/5
Opušteny „Der verlassene Liebhaber“ aus Vier Chorlieder op. 29/4
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
Antonin Dvorák
Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60


Samstag, 1. Dezember 2018, 18 Uhr
Beethoven: Missa solemnis
Jan Caeyers, Dirigent
Malin Hartelius, Sopran
Dame Sarah Connolly, Mezzosopran
Steve Davislim, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bassbariton

Arnold Schönberg Chor (Leitung: Erwin Ortner) Seite 7 von 7
Le Concert Olympique
Ludwig van Beethoven
Missa solemnis D-Dur op. 123

Sonntag, 2. Dezember 2018, 11 Uhr
Jean-Guihen Queyras & Alexandre Tharaud  –  Sonntags-Matinee
Jean-Guihen Queyras, Violoncello
Alexandre Tharaud, Klavier
Johann Sebastian Bach
Suite Nr. 2 d–Moll BWV 1008 für Violoncello solo
Domenico Scarlatti
Auswahl der Klaviersonaten:
Sonate K64, Sonate K132, Sonate K3, Sonate K514, Sonate K481
Johannes Brahms
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 1 e-Moll op. 38

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, John Neumeier und die große Liebe, IOCO Aktuell, 20.09,2018

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Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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 Hamburg Ballett – John Neumeier und die große Liebe

6. – 14 Oktober 2018  – Festspielhaus Baden-Baden

In der diesjährigen Baden-Badener Residenz zeigt das Hamburg Ballett John Neumeier im Oktober mit  Bernstein Dances eine Hommage an Leonard Bernstein und vertanzt den großen Gesellschaftsroman  Anna Karenina

Von Beginn an war das Hamburg Ballett Teil der Festspielhaus-Geschichte, bereits zum 19. Mal gastiert die renommierte Kompanie von John Neumeier nun in Baden-Baden, in 2018r vom 6. bis zum 14. Oktober.

Zahlreiche Klassiker seines Repertoires hat der Hamburger Ballettintendant schon bei den Residenzen an der Oos gezeigt, in diesem Herbst ehrt das erste Stück den Jubilar Leonard Bernstein, dessen 100. Geburtstag 2018 weltweit gefeiert wird. Neben den Bernstein Dances zeigt Neumeier das Handlungsballett Anna Karenina nach Leo Tolstois berühmtem Roman. Baden-Baden sieht damit das erste auswärtige Gastspiel der im Juli 2017 uraufgeführten, von Publikum und Presse umjubelten Neuproduktion. Auch die schöne Tradition der Ballettwerkstätten führt Neumeier fort, am 7.10. erläutert der Choreograph in einer Matinée die beiden unterschiedlichen Werke, die in einem Abstand von fast 20 Jahren entstanden sind.

Bernstein Dances – John Neumeier
Youtube Trailer Hamburg Ballett
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

In ihrem Entstehungsjahr 1998 gastierten die Bernstein Dances schon einmal im gerade eröffneten Festspielhaus, nun kehrt die Ballettrevue, nach Neumeiers Widmung „Inspiriert von der Musik und vom Geist Leonard Bernsteins, völlig neu besetzt zurück. Am 25. August wäre der amerikanische Komponist 100 Jahre alt geworden, berühmt wurde er nicht nur als langjähriger Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, sondern durch so unterschiedliche Werke wie die West Side Story oder seine Chichester Psalms, durch Symphonien, Kammermusik und weitere erfolgreiche Musicals. Bekannte und auch seltenere Kompositionen wurden für den Abend zusammengestellt, mit den Bernstein Dances würdigt John Neumeier nicht nur das Andenken an seinen langjährigen Freund, der Hamburger Meister des literarischen Handlungsballetts zeigt sich auch von seiner amerikanischen, jazzigen Seite, lässt seine Tänzer vor der Skyline von New York swingen und mit den Fingern schnippen. Die eleganten Kostüme zu dem Abend schuf der Modeschöpfer .

Bernsteins Musik wird im Festspielhaus live von der Philharmonie Baden-Baden unter der Leitung des Hamburger Dirigenten Garrett Keast gespielt, an der Solovioline Vadim Gluzman.

Bernstein Dances – John Neumeier
Youtube Trailer Hamburg Ballett
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Die leidenschaftliche, junge Anna Karenina fühlt sich von ihrem kalten Ehemann vernachlässigt und beginnt eine Affäre mit dem Offizier Wronski – John Neumeier hat Lew Tolstois Ehebruchsdrama aus dem Russland des 19. Jahrhunderts in die Gegenwart verlegt und zeigt Alexej Karenin als Machtpolitiker im Wahlkampf, der sich mit einer schönen Frau und einem kleinen Sohn schmückt. In zwei weiteren Paarbeziehungen lernen wir eine starke, kämpfende Mutter und einen aufopferungsvollen Mann kennen, genau wie Tolstoi thematisiert auch Neumeier den Gegensatz zwischen der standesbewussten Großstadtgesellschaft und einem idyllischen Leben in der Natur. Die ganz ihrer Liebe folgende, zwischen Familie und Gesellschaft zerrissene Anna Karenina ist wie die Kameliendame oder Puschkins Tatjana eine der großen Frauenfiguren im Schaffen des Hamburger Ballettintendanten, der mit seinen Tanz tief in ihre Seelen blickt. Neben Choreographie und Libretto entwarf Neumeier auch Bühnenbild, Kostüme und Lichtdesign der Produktion, allein die aufwendigen Roben der Titelfigur stammen vom Schweizer Modeschöpfer Albert Kriemler. Die Musik, Werke von Peter Tschaikowsky und Alfred Schnittke, wird im Festspielhaus live von der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter der Leitung des Hamburger Uraufführungs-Dirigenten Simon Hewett interpretiert.

John Neumeier © IOCO

John Neumeier © IOCO

Mit seinen Ballettwerkstätten, die er seit über 40 Jahren in Hamburg veranstaltet, knüpft John Neumeier direkt an die pädagogische Mission Leonard Bernsteins an, dessen Fernsehsendungen wie die Young People’s Concerts viele Generationen mit der klassischen Musik bekannt machten. Wie sein amerikanischer Landsmann ist auch der Hamburger Choreograph ein begnadeter Vermittler, der seine Kunst, das Ballett, in sämtlichen Aspekten erläutern und für jeden Zuhörer verständlich erklären kann. Erst vor Kurzem wurde der viel gereiste Neumeier von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einem Gastspiel in Moskau als „großartiger Botschafter für Deutschland“ gewürdigt – welch großartiger Botschafter seiner Kunst er ist, werden die Ballettwerkstatt und die fünf Aufführungen des Hamburg Balletts erneut beweisen.

—| IOCO Aktuell Festspielhaus Baden-Baden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Saisoneröffnung mit Wiener Philharmonikern, 27.09.2018

September 12, 2018  
Veröffentlicht unter Festspielhaus Baden-Baden, Konzert, Pressemeldung

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Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Saisoneröffnung mit den Wiener Philharmonikern

 Andreas Mölich-Zebhauser geht im Sommer 2019

Die Festspielhaus-Saison 2018/2019 beginnt in Baden-Baden prominent: Die Wiener Philharmoniker begrüßen das Publikum am 27. September um 20 Uhr.

Festspielhaus Baden - Baden / Wiener Philharmoniker in Salzburg - Salzburger Festspiele - © Anne Zeuner

Festspielhaus Baden – Baden / Wiener Philharmoniker in Salzburg – Salzburger Festspiele – © Anne Zeuner

Dirigent des sinfonischen Abends ist Herbert Blomstedt. Im Festspielhaus Baden-Baden geht es musikalisch wieder los. Die Wiener Philharmoniker eröffnen mit einem Konzert unter der Leitung von Herbert Blomstedt am 27. September 2018 um 20 Uhr die Saison, die eine besondere ist: Im Sommer 2019, am Ende der Spielzeit, geht Intendant Andreas Mölich-Zebhauser nach 21 Jahren „von Bord“. Das Eröffnungskonzert seiner letzten Saison steht in der Tradition der fruchtbaren Zusammenarbeit mit den besten Orchestern der Welt in den vergangenen zwei Dekaden. Die Wiener Philharmoniker kamen und kommen immer wieder gern nach Baden-Baden und wurden hier 2014 mit dem Herbert-von-Karajan-Musikpreis ausgezeichnet. Diesmal bringen sie nicht nur einen ihrer Lieblingsdirigenten mit, sondern auch zwei bedeutende sinfonische Werke, von denen eines nur sehr selten zu hören ist: Bei der dritten Sinfonie von Franz Berwald handelt es sich sogar um eine Festspielhaus-Premiere. Auf Berwalds Musik folgt Anton Dvoráks Siebte. Der 1927 in den USA geborene Schwede Herbert Blomstedt zählt zu den bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart. Nach Chefdirigaten bei verschiedenen skandinavischen Orchestern, der Staatskapelle Dresden, beim San Francisco Symphony-Orchester, dem NDR-Sinfonieorchester und dem Gewandhausorchester Leipzig tritt Blomstedt heute bei den besten Orchestern der Welt als gern gesehener Gastdirigent auf.

Festspielhaus Baden - Baden / Herbert Blomstedt © J. M. Pietsch

Festspielhaus Baden – Baden / Herbert Blomstedt © J. M. Pietsch

Blomstedt – Botschafter für Franz Berwald

Als Schwede ist es für Blomstedt Ehrensache für seinen Landsmann, den Romantiker Franz Berwald (1796-1868) einzutreten. Dieses Engagement ist umso gewichtiger, handelt es sich bei ihm um einen hoch originellen Sinfoniker. Seine Musik geht zwar von Beethoven aus, wirkt jedoch für ihre Zeit äußerst modern. In einigen Punkten, etwa der fortschrittlichen Instrumentation, geht er weit über seine deutschen Zeitgenossen Schumann und Mendelssohn hinaus. Dass Berwald bis heute kaum aufgeführt wird, ist also ein kaum entschuldbares Versäumnis, dem Blomstedt wie die Wiener Philharmoniker nun entgegentreten. Von dessen vier Sinfonien ist die nun erklingende dritte, die „Sinfonie singulière“ in C-Dur von 1845, noch die bekannteste. Ihrem Titel „die Einzigartige“ wird sie an vielen Punkten gerecht. Unter anderem weist sie den Weg in den musikalischen Impressionismus – und dies in einem schwungvoll optimistischen Gestus. Es ist ein müßiger Streit, welche der drei letzten Sinfonien von Dvorák die beste sei. Meisterwerke sind sie allesamt. Für seine siebte Sinfonie in d-Moll (1885) ließ sich der böhmische Komponist von der Musik seines Freundes und Förderers Johannes Brahms anregen. Dennoch ist das Werk völlig eigenständig, ja, Dvoráks siebte Sinfonie gilt als eine der bedeutendsten Sinfonien überhaupt.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

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